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Bergpredigt

Aus ThuleTempel Wissensbuch

Sie zählt zu den bekanntesten Abschnitten des neuen Testaments: die Bergpredigt. In der Bibel findet man sie im Matthäus-Evangelium (Mt 5,1–7,29). Wer weiß, wie man lesen muss, findet auch die Spuren der wahren Predigt. Viel ist davon allerdings nicht übrig geblieben und der Text ist, wie das gesamte neue Testament, von den Jaho-Dienern verdreht und zu ihrem eigenen Vorteil angepasst worden.

Was hat Christus ab September 779 der Römer über mehrere Jahre hinweg wirklich gepredigt? Es ist der Causa Nostra zu verdanken, dass es darauf eine Antwort gibt. Ausgehend von und unter dem Titel der Bergpredigt wurden eine ganze Reihe an Predigten Christi zusammengestellt.

Englische Übersetzung / English translation

Sermon on the Mount


Text

Die Bergpredigt und weitere Predigten Christi in auktorialer Form.

Teil 1

Mein Friede sei mit euch, Menschenkinder!

Ihr alle seid Kinder Gottes, weil das Leben, in dem ihr lebt, die ewige Gotteskraft ist, die ihr in der Ewigkeit an dem für euch von Gott geschaffenen Anfange zu eigen empfangen habt und die euch in aller Zukunft der Ewigkeit bleibt. So vieler Völker Angehörige ihr seid, glaubet ihr in der weitaus überwiegenden Mehrzahl an die Unsterblichkeit des wahren inneren Ichs, das heißt, an das Fortleben der Seele mit ihrem Geiste – was wahr und richtig ist. Allein aber die Vorstellungen über die Art des Fortlebens gehen weit auseinander und gehen teils in Wahn und teils in Lächerlichkeit unter.

Viele eurer Gelehrten, Weisen und Denker sagen ganz richtig, daß eine seelen-, geist- und leblose Materie keine Seele, keinen Geist und kein Leben hervorbringen und erzeugen kann, mag sie dem zeitbegrenzten Fortkommen des Seelisch-Geistig-Lebendigen noch so unentbehrlich sein – und daß daher dieses ganz sicher und offenbar von ganz woanders hergelangt ist und weiter hergelange. Woher aber, weshalb, warum, aus welcher Ursache, zu welchem Zwecke es da ist und welchem wahren Ziele es entgegengeht, ist auch ihnen ein „geheimnisvolles Rätsel“, das ein jeglicher nach seiner eigenen Art zu lösen sucht, bisher aber keiner auch nur annähernd gelöst hat.

Wie eure Gelehrten, Weisen und Denker, spricht auch eure Priesterschaft von der Unsterblichkeit der Seele, lehrt allermeist, daß sie die Schöpfung Gottes oder irgend einer ihrer Hauptgottheiten sei und macht die Art des Fortlebens der Seele, ja auch das Weiterleben der Seele von sich, das heißt von ihrem Wohlwollen, von ihrer Willkür und von dementsprechender Entscheidung abhängig mit Berufung darauf, daß sie als „der Gottheit Vertreterin auf Erden“ für diese entscheide.

Die Lehren aller Völker der Erde kennen die Unsterblichkeit der Seele, mögen sie ansonsten noch so falsch und irreführend sein. Die ausschließlich einzige Ausnahme von allen diesen Lehren bildet allein die Hebräerschrift, die eine Seele mit ihrem Geiste überhaupt nicht kennt, durchaus nicht kennen will; um dem Menschen das Wesen der Seele mit ihrem Geiste „zu nehmen“, verkündet ihnen der Hebräergott El Schaddai-Jahweh als Offenbarer, sie seien nichts sonst als Erde, Lehm und Staub und sollen wiederum nichts sonst als Erde, Lehm und Staub werden!

Die Seele und der ihr untrennbar eigene Geist ist nicht geschaffen, sondern war als seelisch-geistiger Same von aller Ewigkeit mit und neben Gott da, leblos in der Leere der Unendlichkeit verstreut und in seiner schier unendlichen Mannigfaltigkeit unscheinbar, nichtig, brachliegend. Nur allein Gott in der Dreieinheit Seines persönlichen ewigen Wesens, Geistes und Lebens konnte in der Unendlichkeit und Ewigkeit schaffend wirken, weil die Ewigkeit in Seinem Sein und die Unendlichkeit in der Strahlungskraft Seines heiligen Geistes begründet, und Er geistig allgegenwärtig ist. Eine solche Strahlungskraft des Geistes hat sonst kein seelisch-geistiges Wesen, mag es eines ansonsten noch so großen Geistes sein, und es ist daher unvollkommen, wogegen Gott kraft der Strahlung Seines Geistes allgegenwärtig höchstvollkommen ist, allein schon in dieser Kraft.

Alles, was da auf Erden gelebt hat, lebt und noch leben wird, alle die scheinbar unendliche Mannigfaltigkeit des Pflanzenreiches, der Tierwelt und der Menschheit, wie desgleichen unendlich viel mehr noch, was ihr nicht kennt und von dem sehr vieles auch gar nicht herkommt, alles das war einst in der Ewigkeit ein bloßer seelisch-geistiger Same: das Seelische als Schale, das Geistige als Kern, zweieinig, ohne Lebenskraft - aber seiend, unzerstörbar und unvernichtbar, ein jeder einzelne Same die unentwickelten Grund- und Stammwerte der eigenen seelischen Gestalt und Form in sich bergend.

Nun war all der zuvor seelisch-geistige, also nur zweieinige Same kraft des von und aus Gott empfangenen Lebens seelisch-geistig-lebendig, also dreieinig geworden, in seinen ureigenen Grund-, Art- und Stammwerten vollentwickelt und sich des eigenen Seins und Lebens in dem Maße bewußt, welches der Mannigfaltigkeit seiner seelischen und geistigen Beschaffenheit entspricht. Doch aber hätte sich keines der seelisch-geistig höher stehenden Wesen, ganz besonders derjenigen, die eines erkenntnisfähigen Geistes sind, in der wahren Welt des Reiches Gottes wirksam betätigen, das heißt handgreiflich schaffen können, was auch folgend erklärt werden kann:

Wohl hätten höher stehende Wesen, ganz besonders die eines erkenntnisfähigen Geistes, seelisch-geistig in Vorstellungen und Bildern wirken und schaffen, diese aber niemals nach außen hin und den anderen zugänglich verwirklichen können; es wäre alles ihr seelisch-geistiges Wirken und Schaffen allein in ihnen, aber nach außen hin unverwirklicht geblieben, und Gleichnisse dessen habt ihr auch da zahlreich genug.

Will der Mensch ein Haus, eine Brücke bauen, Kleidung, Bildnisse und andere Dinge schaffen, muß er sie in Bild und Vorstellung seelisch-geistig erfassen, berechnen und dann erst handgreiflich verwirklichen, Größeres und Großes auch von anderen ausführen lassen. Also ist das Wirken und Schaffen ein seelisch-geistiges Gut, die Verwirklichung dessen nach außen aber die handgreiflich-leibliche Tätigkeit. So ist es da auf Erden, so ist es in den Welten des Jenseits und so ist es auch in der wahren Welt des Reiches Gottes. Allein, das Wesentliche des Leiblichen ist in jeder der genannten Welten so verschieden anders, wie verschieden eben auch die Beschaffenheit der Welten selbst ist; das heißt mit anderen Worten, daß die Beschaffenheit des Leiblichen der Beschaffenheit jener Welt entsprechen muß, in der das seelisch-geistig-lebendige Wesen wirkt, weil das Leibliche zum Großteil aus Kräften und Substanzen derselben Welt gebildet ist, der Gestalt und den Formen des seelischen Leibes und Körpers nach. Also mußte alles Seelisch-Geistig-Lebendige in der wahren Welt des Reiches Gottes einen je der eigenen seelischen Gestalt und deren Formen entsprechenden Leib bekommen, was zum Großteil schon während der lebendigen Entwicklung durch das Einwirken der Kräfte des Reiches Gottes einerseits wie anderseits dann auch durch Einnehmen von Nahrung und Trank erreicht ward. Zu diesem Zwecke schuf Gott schon während der Schöpfung der wahren Welt Seines Reiches die Bäume und Gewässer des Lebens, die eine Mannigfaltigkeit von Speisen und Getränken geben, die nur schwer alle aufzuzählen wären und die überdies auch keine Spur auch nur gedachter Schlacken bilden können.

So bekam alles Seelisch-Geistig-Lebendige den Leib genau der Gestalt, den Formen und Sinnen des eigenen seelischen Wesens jeder seelischen Einheit der unzähligen Arten und Gruppen entsprechend und konnte nach Maßgabe seiner eigenen seelisch-geistigen Beschaffenheit, Fähigkeiten und Eigenschaften wirksam tätig sein, allen anderen vor- und obenan die Wesen erkenntnisfähigen Geistes; diese, Gott schauend und Sein Wort hörend, erkannten in Ihm den Schöpfer ihrer Welt und den Vater alles Lebens und sich selbst als Seine Kinder, die das Wort Gott, welches seit aller Ewigkeit bis dahin allein in Ihm war, nun zu Ihm sprachen - und das war der Anfang!

Also ist der Anfang des Menschen nicht auf und nicht von der Erde, sondern von Ewigkeit und von jenem einstigen Anfange her, den Ich geschaffen habe; und Ich sage euch, daß auch das Ende des Menschen und alles dessen, was neben ihm Seele-Geist-Leben ist, nicht auf und nicht in der Erde ist. Es hat aus seinem eigenen ewigen Sein und von Mir das Leben, das der Seele und dem Geiste untrennbar für alle Zukunft der Ewigkeit eigen ist, und daher ein Ende des Seins und Lebens überhaupt nicht findet.

Die Dreieinheit Seele-Geist-Leben ist unzerstörbar und unvernichtbar; sie kann durch Absterben oder auch durch gewaltsame Zerstörung des Leibes oder Körpers, in dem sie wirksam tätig war, wohl das Bewußtsein zeitlich und selbst Zeiten hindurch verlieren, niemals das Leben an sich selbst. Denn nicht einmal die Kraft der Allmacht kann das Wesen der Seele von dem Wesen des ihr ureigenen Geistes und das Leben von dem einen oder dem anderen dieser beiden Faktoren trennen. So mannigfaltig die Gestalt und Formen all des Seelisch-Geistig-Lebendigen sind, ist ihr Geist unendlich mannigfaltiger, ganz besonders aber was den erkenntnisfähigen Geist betrifft.

Seele, Geist und Leben ist das Pflanzenreich, die Tierwelt und jene kraft ihres erkenntnisfähigen Geistes obenan stehenden Wesen, die man, um zu wissen, wovon man spricht, in Meinem Reiche Kinder Gottes oder auch Engel, da auf Erden Menschen nennt. ( Der Engel in uns)

Seele, Geist und Leben ist alles Lebendige, weil die Lebenskraft ausschließlich allein nur dem eigen ist, was Seele und Geist ist. Sie ist aber auch in allem Seelisch-Geistigem eine und dieselbe Kraft, weil sie von und aus Gott ist, wogegen das Seelisch-Geistige in einem jeden einzelnen lebendigen Wesen ein anderes ist, sein ureigenstes wesentlich-persönliches Ich darstellend.

Der Geist der Pflanzen geht allermeist fast vollständig in dem eigenen seelischen Wesen und in der Lebenskraft auf, wird von beiden sozusagen so aufgesaugt, daß er merkbar nicht in Erscheinung tritt. Das seelische Wesen der Pflanze bedarf seiner nicht in dem Maße wie das Seelische der geistig höherstehenden Wesen, weil das seelische Wesen der Pflanzen so beschaffen ist, daß es zwar eine gewisse Art der Gefühle hat, die ihm aber niemals zum Bewußtsein kommen können und die Pflanze daher niemals Furcht, Angst, Schmerz und desgleichen empfindet. Der Übergang von der Pflanzen- zu der Tierwelt ist ein solcher, daß es vielfach fraglich bleibt, ob das betreffende Wesen noch zu den Pflanzen oder schon zu den Tieren zu zählen ist, und erst in der höheren Tierwelt, besonders unter den Säugetierarten, tritt das Seelische und das Geistige fast gleichermaßen in Erscheinung; da sind die Gefühle der Seele und der Wille des Geistes hoch entwickelt; das Tier gibt durch sein Verhalten Zeichen der Freude und des Leides, des Wohlbehagens und des Schmerzes, des sich Sicherfühlens und der Furcht, wie dergleichen Zustände mehr noch. Es fühlt das Gute und das Böse nach seiner Art, kann selbst schier staunenswerte Fähigkeiten entwickeln und so manche Art bekundet Eigenschaften, die so manchem höherstehenden, das heißt so manchem erkenntnisfähigen Geiste als Beispiel dienen und zur Zierde gereichen würden, wenn er sie beachtete und betätigte. Das Tier betätigt seine schönen und schlechten, guten und bösen Eigenschaften, ohne zu wissen, daß sie schön oder schlecht, gut oder böse sind, es kann in sich selbst demgemäß nicht beurteilen und es deswegen auch nicht erkennen. Der Wille seines Geistes geht in den Gefühlen seiner Seele auf, es weiß nicht, was die Wahrheit und was die Lüge ist, sein Geist ist eben nicht erkenntnisfähig.

Anders, ganz anders steht es um den erkenntnisfähigen Geist, der mitunter wohl weniger zwischen Wahrheit und Lüge, dafür aber desto vollständiger zwischen Gut und Böse unterscheidet, selbst auch dann, so er eigensüchtiger und eigennütziger Zwecke und Ziele wegen zwischen Gut und Böse nicht unterscheiden will und das den anderen angetane Böse solange gut nennt, bis sich dieses durch Änderung der Lage und Umstände gegen ihn selbst wendet, ja auch nur zu wenden scheint; dann ist die Erkenntnis des Guten und Bösen plötzlich voll und ganz da – und das wehklagende Gezeter groß.

Wer gut in sich selbst aus eigenem ist, der tut den anderen das Gute beispielgebend zuvor und hat das Recht, von ihnen dasselbe zu postulieren; wer aber in sich selbst aus eigenem böse ist und allein den anderen seiner eigenen Vorteile wegen, ja auch ohne solche, aus bloßer Schadenfreude und Bosheit Böses tut, mit welchem Rechte will er von ihnen Gutes fordern? Wo will er seine Klagen anbringen, so sie sich wehren und ihm so begegnen, wie er ihnen? Worauf soll dann der Böse hinweisen und was für Gründe für sein boshaftes und böses Tun angeben, so er seine Bosheit nicht bekennen will? Er will sie aber allermeist nicht bekennen, sucht nach Ausflüchten und erfindet Lügen, wie denn jeder Böse auch schon ein Lügner ist und darüber hinaus ein niedriger Heuchler, der die eigene Bosheit genau kennt, sie aber vor und in sich selbst heuchlerisch als eine „Notwendigkeit“ zu entschuldigen sucht. Den Alten ist in der Schrift dieses und jenes so und so gesagt worden, Ich aber sage euch: Nein, nicht so, denn das ist vom Bösen! Es soll aber kein Jota von dieser Schrift genommen werden zum ewigen Zeugnis und zur wahren Erkenntnis Meiner, auch durch die Erkenntnis der Lüge und der Bosheit der Hebräerschrift. ICH bin nicht gekommen, diese Schrift und ihre Propheten aufzulösen, sondern ihre Bosheit zu bestätigen, auf daß diese Welt den unendlichen Unterschied zwischen ihrem Geiste und Worte und zwischen Meinem Geiste und Worte erkenne.

Ihr höret, daß den Alten gesagt worden ist, sie sollen nicht falsch schwören und sollen dem Herrn ihren Eid halten! ICH aber sage euch: Ihr sollt überhaupt und durchaus nicht schwören, weder bei dem Himmel, noch bei der Erde, noch bei eurem Haupte - und so weiter. Eure Rede sei ja oder nein, was darüber ist, das ist vom Bösen.

Den Alten ist gesagt worden: du mußt deinen Bruder lieben und den Feind hassen. ICH aber sage euch, nein, nicht so, denn das ist vom Bösen! Liebet eure Feinde und betet für sie! Kommet alle zu Mir, die ihr mühselig und beladen seid, Ich will euch erquicken und aufrichten! Kommet alle zu Mir, die ihr Leid traget unter fremder Bosheit und unter den euch von ihr aufgebürdeten Lasten seufzet! Kommet alle zu Mir, die ihr von finsteren Knechten des höllischen Pfuhles geängstigt dieses euer irdisches Leben in steter Furcht vor dem Zorne und der Rache dessen verbringt, den sie als ihren „Gott und Vater“ preisen, die seinen blutrünstig-teuflischen Gelüsten dienen, damit ihnen gedient werde!

Kommet alle zu Mir! Höret Mein Wort, empfanget das wahre Wissen von Gott und über euch selbst und über euer eigenes ewiges Wesen! Es gibt wohl ein Sterben, niemals aber einen Tod der Zerstörung, der Vernichtung, des Nichtseins der seelisch-geistig-lebendigen Dreieinheit. Was Seele, Geist und Leben ist, ist gleich Mir eines ewigen Seins, vom Anfang an lebendig durch Meine Lebenskraft und kann einem Tod der Zerstörung, der Vernichtung und des Nichtseins niemals anheimfallen. Mit einem solchen Tod droht der finstere, böse und verlogene Widersacher der ewigen Wahrheit den unwissenden Menschen und nutzt dazu ihr irdisches Sterben aus, weil dieses eine Erscheinung des Vergehens alles Irdischen ist.

Nun aber die lebendige Seele mit ihrem lebendigen Geist nicht irdischen Ursprungs, sondern eines ewigen Seins ist und, einmal durch das Reich der Erde dieses Irdischen Alls gehend, vom Irdischen nur den ihrem Wesen nach sich da aufgebauten irdischen Leib trägt, fällt durch das Sterben allein dieser der irdischen Zerstörung anheim, niemals aber jene seelisch-geistig-lebendige Dreieinheit, die ihn durch das Sterben ablegt. Der irdische Leib ist dann entseelt, gestorben, er ist leblos, weil die Lebenskraft das untrennbare Eigen des Geistes und der Seele ist, die nun, des Irdischen entleibt, weiterlebt, weil sie sich von dem untrennbar ewiglich ihr eigenen Geiste und dieser von dem einmal im Anfange von Mir empfangenen Leben nicht trennen kann. Daher kann niemand – und Ich sage euch, selbst auch Gott nicht – die von und aus Gott dem Wesen der Seele und ihrem Geiste einmal gegebene Lebenskraft nehmen. Es kann niemand das Wesen der Seele und des Geistes jemals zerstören und vernichten, weil es an sich unzerstörbar und unvernichtbar ist; aus diesem Grunde kann selbst auch der feste Wille und Entschluß des eigenen Geistes, das eigene Leben, sich selbst und das ihm untrennbar eigene Wesen der Seele zu zerstören und zu vernichten, an dem ewigen Sein der eigenen wie auch jeder anderen seelisch-geistig-lebendigen Dreieinheit kein Jota ändern.

Es kann der Mensch sich selbst „entleiben“, Hand an sich selbst legen, so ist er dann den irdischen Leib wohl los, er ist entleibt, der da getragene Leib ist entseelt, leblos. Er aber selbst als Dreieinheit Seele-Geist-Leben lebt und besteht nach wie vor als dasselbe Wesen seines persönlichen Ichs in demselben seelischen Leibe, demselben Geiste und derselben Lebenskraft.

Alle Völker der Erde fühlen, ahnen, glauben, ja nicht wenige Menschen sind felsenfest davon überzeugt, daß sie als Seele und Geist auch nach dem Ableben des irdischen Leibes weiterbestehen, leben und wirken müssen. Allein das Wo und Wie, die Form ihres Weiterbestehens, die Art ihres Weiterlebens und Wirkens ist ihnen verhüllt; das führt sie daher zu allerlei falschen Ansichten, Annahmen und Vermutungen, da ihnen auch die Verstorbenen bisher keine andere Auskunft geben konnten als die, daß sie in irgend einer anderen Welt leben und wirken, ohne ihnen aber den Zweck und das Ziel des Ganzen erklären zu können; und weil überdies die Mitteilungen und Aussagen einzelner einander auch noch schwer widersprechen, konnten und können die Fragenden so vieles nicht vereinbar finden.

Sie ziehen die Tatsache nicht in Betracht und erkennen auch nicht, daß ihnen jeder der Gerufenen oder auch von selbst Erschienenen das Leben, die Tätigkeit, die Anschauungen und Auswirkungen ausschließlich nur seiner Welt mitteilen kann, weil er das Leben und Wirken in einer anderen Welt des Jenseits nicht kennt oder auch nicht kennen will. Sie vergessen, daß es wissende lichte und gute, dagegen aber auch unwissende, wie auch sehr wissende, jedoch zugleich verlogene, boshafte, finster-heuchlerische Seelen gibt - und daß demnach die Aussagen aller miteinander verglichen, einander widersprechen müssen und unvereinbar sind.

ICH aber frage euch: Ist das nur bei den Seelen des Jenseits der Fall? Nein! Fraget die Völker dieser einen Erde einzeln, wie sie da leben und wirken, welche Lehren, Anschauungen und Einrichtungen, welches Wissen und welche Überzeugungen sie haben, was sie für gut und was für böse halten, wie sie sich zu dem Leben, Wirken, Wissen und Überzeugung der anderen stellen; und Ich sage euch, daß ihr da dieselben oder auch noch größere Widersprüche finden werdet als in den Aussagen der Seelen des Jenseits, die vielfach, wenn nicht gerade allermeist keine solchen sind, sondern Aussagen der vielen, für Propheten und Seher sich ausgebende Betrüger, die seit Schamuel und Eli, besonders aber auch in dem Geschehen dieser Zeit so zahlreich aufgetreten sind.

Es sind schon halbwegs irgendwie fähige Propheten, also spiritistische Medien, Seher und Hörer sehr schütter gesät und nur sehr vereinzelt da. Wahre Propheten, von welchen der von Mir getaufte Täufer Johannes der größte ist, habe Ich in Abständen von Jahrtausenden den Völkern der Erde jeweilig gesandt, und eine lange Reihe von Jahrhunderten wird vergehen, bis daß Ich einen solchen Propheten einem Volke senden werde. Dieses wird ihn erst ablehnen, ja ihn und die Seinen, die samt ihm die Meinen sein werden, in einer Art und Weise auch verfolgen, dann aber – trotz allem Widerstande der Knechte des Hebräergottes und des Geistes der Hebräerschrift – die Früchte seiner und dieser Meinen Arbeit bringen, so die Zeit kommt. Zu jener Zeit werden viele Menschen jenes fruchtbringenden Volkes von selbst erkennen, ja bereits schon während des Geschehens jener Zeit erkannt haben, daß die Werktätigkeit eines jeden einzelnen für alle und aller für einen jeglichen unter ihnen, aus reiner Menschlichkeit, aus dem lebendigen Gefühl der Zugehörigkeit zueinander und der Kindschaft Gottes für die Gemeinschaft geübt, eine unendlich edlere Gesinnung und Beweggründe in sich bringt, als würde sie aus Furcht und Angst vor Strafe und der Rache eines Gottes oder aus Berechnung einer Belohnung geübt. Zu jener Zeit werden viele Menschen jenes Volkes längst zuvor schon aus eigenem erkannt haben, daß der Hebräergott und die Hebräerschrift in ihrem Geiste ein Schreckbild der Hölle auf Erden ist, und sie werden dieses Schreckbild samt seinen Götzendienern von sich weisen und der ewigen Wahrheit werktätig dienen, ohne vorerst Den erkannt zu haben, Der allein die ewige Wahrheit ist. Doch aber werden sie schließlich auch Ihn erkennen in Mir, und sie werden Ruhe finden in Meinem Frieden auch dann, so die finstere Bosheit anderer aus den Völkern sie um ihres Friedens willen beneiden und ihn zu stören suchen wird.

Denn mächtig wird das Volk werden über alle diejenigen, die es seiner Einigkeit, Größe und seines Friedens wegen hassen werden mit dem Hasse des Hebräergottes und dessen Anbetern auf Erden so lange, bis daß auch viele unter jenen erkennen werden, daß sie mit ihrem Hasse dem Satan dienen, in seinem Geiste und nach seinen Gelüsten die Hölle bauen auf Erden; dies wird dann nach und nach auch die anderen zu derselben Erkenntnis bringen.

Es wird wohl auch dann Unzufriedene, Murrende, für sich Besseres Beanspruchende immer sich zurückgesetzt und irgendwie benachteiligt fühlende Nörgler, Eigenbrötler und Neider, ja auch weiterhin boshafte und böse unter guten Menschen geben. Es gelangen nämlich mit und neben diesen auch weiterhin Seelen zur Menschwerdung, deren mut- oder gar böswillige Eigenschaften, die sie sich beim einstigen Auszuge aus Meinem Reiche erworben haben, da mitaufleben. Diese Eigenschaften kommen zu desto ärgerer Auswirkung, je mehr ein solcher Mensch, durch falsche Anschauungen, Lehren und Einrichtungen vergiftet, in völligem Unwissen sowohl über die wahre Ursache als auch über den wahren Zweck seines einmaligen Daseins da lebt und wirkt. Die Drohungen aller Priesterschaften mit Strafe, Rache, Plagen, Verdammnis und Flüchen Gottes oder der Götter, wie anderseits auch die Verheißungen einer außer- und überirdischen Belohnung allen denjenigen, die blindlings jedem ihrer Winke, Worte, Verlangen, Geboten und Weisungen folgen, haben nur den Zweck, alle und alles der Priesterschaft zu unterordnen und jedermann von ihr abhängig zu machen; dies gelingt ihr bei den armselig unwissenden und abergläubischen wie auch bei den an sich schon gutmütigen Menschen desto besser, je mehr sich diese einschüchtern, schrecken und ängstigen lassen. Und da diese Menschen den weitaus größeren Teil fast jedes Volkes ausmachen, ist die Priesterschaft der Herr solcher Völker auch dort, wo sich die Herrscher von ihr nicht beherrschen lassen.

Die anderen wissenderen, dabei aber auch vielfach verschmitzten, schadenfreudigen, allein auf ihr eigenes Wohl bedachten oder auch boshaften Menschen, die die Machtgewalt und Herrlichkeit der Priesterschaft sehen, heucheln Untertänigkeit und Demut desto mehr, je mehr sie sich Vorteile für sich versprechen. Sie fürchten die Drohungen der Priesterschaft mit Strafe, Rache, Plagen, Verdammnis und Flüchen Gottes oder der Götter nicht im geringsten; sie sehen und hören nämlich, daß die Priesterschaft damit zwar den Menschen droht, selbst aber alles tut, was die Verwirklichung dieser Drohungen an der Priesterschaft vor allen anderen rechtfertigen würde, die sich aber durchaus nicht fürchtet, weil sie sich außerhalb und über alledem stehend wähnt, betrachtet und gebärdet. Diese Menschen warten auch keine Belohnung in ihrem Weiterleben nach dem Ableben des Irdischen ab, sondern suchen sich auf Kosten aller andern schon da auf Erden selbst zu belohnen, weil ihnen auch darin die Priesterschaft höchst vorbildlich ist.

Teil 2

Das Bewußtsein Gottes ewigen Seins und Daseins, wie auch das lebendige Gefühl des ewigen Seins des eigenen seelisch-geistig-lebendigen und persönlichen Ichs wird in vielen lebendig sein. Selbst viele Menschen dieses beschnittenen, von dem alten bösen Widersacher aus allen anderen Völkern der Erde allein auserwählten, verkehrten und ihm verfallenen Volke konnten sich dem lebendigen Gefühle des weiteren Bestehens und Weiterlebens der Seele und des Geistes nicht ganz verschließen; sie nahmen vor Zeiten schon gegen die Todesdrohungen und Todessatzungen ihres El Schaddai-Jahweh die Lehren jener Völker an, welche das Leben der Seele und des Geistes nach dem Ablegen des irdischen Leibes verkünden.

Nun bin Ich da! ICH habe die Voraussagen Meiner Propheten erfüllt und sie bestätigt. Sie haben Mich zu ihrer Zeit nicht sehen und nicht hören können, sehen Mich aber jetzt, hören Mein Wort, schauen Meine Werke – gleich euch – und unendlich groß ist ihre Freude!

Und da die Ihm zuhörenden Scharen erstaunten, da sprach der Herr zu ihnen:

Wundert euch darüber nicht, denn Ich sage euch auch, daß alle diejenigen, die ihr tot in den Gräbern wähnet, Mich sehen, Mein Wort hören – und die von ihnen es werktätig befolgen, in Mein Reich gelangen zum wahren ewigen Leben! So mancher, dessen Mienen Zweifel verriet oder der auch durch Worte seinem Unglauben daran Ausdruck gab, hörte von Ihm:

Viele Menschen glauben nicht an das, was sie nicht kennen, ja selbst auch an das nicht, was sie zu kennen meinen – und glauben dabei an das, was nur den Schein einer Tatsache an sich hat, ohne daß dies eine unverrückbare Tatsache selbst wäre. Ob aber jemand an die Tatsache und Wahrheit des ewigen Lebens selbst glaubt oder nicht glaubt, ändert an dieser Tatsache nicht das Allergeringste, Großes aber an diesem betreffenden Menschen selbst!

Viele Meiner Kinder werden in Mein Reich kommen; weil aber viele nicht so rein sein können, werden sie Mich als Christus schauen in aller Ewigkeit! Ihre Freude, ihre Seligkeit und ihr Friede wird jedoch um kein Jota kleiner sein als die Freude, die Seligkeit und der Friede derer, die mich in Meiner Kraft schauen werden! Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Teufel. Seid nicht immer nur besorgt um euer Leben, was ihr essen sollt und nicht immer nur darum, was ihr anziehen sollt! Ist das Leben nicht mehr als die Nahrung und der Leib nicht mehr als die Kleidung? Wohl muß der Mensch auf Erden für beides sorgen und arbeiten, da er kraft seiner Seele und seines Geistes mehr ist, als die Tiere des Waldes, des Wassers und der Luft; sie säen, pflanzen und ernten nicht, leben aber doch ungebunden frei jedes nach seiner Art; so kann der Mensch in der Gemeinschaft nicht leben, da er nicht nur sich selbst, sondern der Gemeinschaft lebt und ihr pflichtschuldig ist durch Arbeit und Mitarbeit an guten Werken, die das Leben aller einander Zugehörigen sichern.

Wehe dem, der gesunden Leibes die Arbeit, die er tun kann, als Bedrängnis und Plage empfindet, und von der Arbeit anderer mühelos ernten und leben will; wehe, wehe aber auch dem, der die Arbeitenden hungern, dürsten, leiden und sich plagen läßt und daraus Reichtümer sammelt, in welchen er sich herrlich und mächtig den Armen zeigt. Also tun es auch die Großen dieses verkehrten, tückischen Volkes, denen die Herrlichkeit Salomons ein Vorbild ist, und den sie als den weisesten aller ihrer Väter darum preisen, weil er Völkerschaften zu Sklavendiensten trieb, tausend Weiber Loblieder auf seine Weisheit und Herrlichkeit singen ließ und es verstand, ein jedes Jahr sechshundertsechsundsechzig Talente Gold einzutreiben, ohne das Gold, was er den Krämern, Kaufleuten, zinspflichtigen Fürsten anderer Völker und seinen Landpflegern abnahm.Wie die Eintreiber des Goldes als Aufseher jeden Kaufes und Verkaufes durch das Kennzeichen auf ihrer Stirne oder auf ihrer rechten Hand alle anderen Menschen, Große und Kleine, Reiche und Arme, Freie und Knechte in Angst und Schrecken versetzen, und niemand ohne sie auch das Geringste kaufen oder verkaufen durfte, also setzen auch die Oberen, Großen, Vorderen und Mächtigen alle anderen in Angst und Schrecken, denn sie tragen dasselbe Kennzeichen in ihrem Antlitz eingeprägt, ohne es wie einst die Aufseher jeglichen Kaufes und Verkaufes erst umbinden zu müssen. Ihre Väter nannten es insgeheim das Kennzeichen des Tieres und die Zahl seines Namens, denn es trug Salomons Namen und die Zahl sechshundertsechsundsechzig. Bei aller Pracht und Herrlichkeit ist aber Salomon schließlich verhungert, er ertrug keine Nahrung. Dann sprach der Herr weiter zu den Scharen:

Was ihr dem Kleinsten unter euch tuet, tuet ihr Mir! - Wohl dem, der geben kann und mit Freude gibt, dessen Linke nicht weiß, was die Rechte tut, und der nicht spricht: ich gebe! Wehe dem, der nicht gibt; und gibt er, alle Welt von mehr weiß, als er von seinem Überfluß gegeben hat! Wehe aber auch dem, der die Mildtätigkeit des anderen mißbraucht und sie als Pflicht des anderen deutet, von ihm fordert und unbekümmert nur von Gaben zu leben sucht!

Wehe dem, der von der Arbeit seiner Mitmenschen reich wird, und reich, diejenigen der Not und dem Hunger preisgibt, die ihm seinen Reichtum bei kargem Lohn erarbeitet haben!

Wehe dem, der den Lohn des Arbeiters kürzt und ihn als Sklaven hält, um selbst bald recht reich zu werden. – Wehe aber auch dem Arbeiter, der mit auskömmlichen Lohn nicht zufrieden ist und durch unmäßige Forderungen das Gut und die Arbeitsstätte des Habenden gefährdet! Wohl dem Reichen und dem Armen, so sie in einander den Nächsten sehen und in Eintracht einander begegnen, denn ohne die arbeitenden anderen wäre der eine nicht reich, und wer aber sollte dann den Armen geben, die nicht mehr arbeiten können?

Wehe aber jenen, die diesen nicht geben und sie umkommen lassen; denn Ich sage euch, daß sie dann selbst viele Male umkommen werden im Jenseits, bis daß sie auch nur zu dem Wege gelangen, der zu jenen führt, die sie auf Erden umkommen haben lassen!

Wer Gott die ewige Wahrheit sucht, der wird Mich finden und wird an Mir nicht vorbeigehen. Wer an die Tore des Himmels Meines Reiches klopft, dem wird sie Mein Wort auftun zum wahren ewigen Leben. Suchet also, damit ihr Mich wahrhaft findet, klopfet an, und Ich werde euch auftun und geben, was euch zum ewigen Heile gereicht, auch ohne daß ihr Mich erst darum bittet. Geben schon gute Menschen dem Bittenden und öffnen sie dem Klopfenden die Türe ihres Hauses, um wieviel mehr tue Ich es, auch ohne daß ihr, die ihr alle Meine Kinder einstens gewesen seid, Mich erst darum bitten müßtet.

Wundert euch nicht, so Ich euch Meine Kinder nenne; denn so Ich die ewige Wahrheit, das wahre Licht und das wahre ewige Leben bin, bin Ich alles Lebens und euer Vater, auch in dieser Meiner Menschengestalt. Weil ihr diese Meine Menschengestalt sehet, sehet ihr nicht Mich. ICH aber sehe euch, wie ihr seid, trotz der Gestalt des irdischen Leibes, den ihr da traget und den Ich angenommen habe, damit ihr Mich sehen und hören könnet. Wie aber der irdische Leib an eurem wahren Wesen der Seele und des Geistes nichts ändert, da allein die Erkenntnis daran ändern kann, um wieviel weniger kann Mein irdischer Leib an Meinem ewigen Wesen und Geist und Leben auch nur ein Jota ändern, Der Ich gekommen bin, auf daß ihr Mich wahrhaft erkennt und kraft Meines Wortes, welches Ich durch Werke bekräftige, die sonst niemand tun kann, zur wahren Gotterkenntnis gelangt.

Wer Mich erkennt und Mir werktätig auch nachzufolgen trachtet, der ist jetzt schon auferstanden von den Toten, und er wird leben durch Mich auch nach dem irdischen Sterben, ein wahres Leben. Sagt Mir, wo finden sich unter euch Eltern, die ihren Kindern statt Hirse Sand und statt Fischen Schlangen reichen würden? Oder würde sich unter euch ein Vater finden, der, um seine ganze Familie aus einer schweren Gefahr zu retten, nicht selbst alles ergreifen, alles tun und sich selbst aufopfern, sondern etwa seinen Sohn vorschieben und opfern würde? Nun denn, so Menschen, die ansonsten und nicht in allem gut sind, ihren Kindern Gutes zu geben trachten und sich für sie aufopfern, um wieviel mehr tue alles das Ich Meinen Kindern, die ihr seid und von denen Mich viele erst und gerade an Meiner Selbstaufopferung wahrhaft erkennen werden!

Um euch zu lehren und Mein Wort werktätig zu bestätigen, bin Ich Selbst zu euch gekommen, damit jeder, der Augen zum wahren Sehen und Ohren zum wahren Hören hat, die Wahrheit höre, die Ich ewiglich bin, und daß der an Meinem Worte und Werke Mich erkenne und Mir nachfolge, zu seinem eigenen irdischen und ewigen Heile. Es sind wohl auch Menschen da in Scharen, die jedermann feindselig sind und selbst auch ihren Kindern nichts Gutes erweisen; es finden sich auch Väter, die ihre Söhne vorschieben und sich diese für sich aufopfern lassen und die, um eigenen Lastern zu frönen, ihre Söhne mit dem beladen, was zu tun ihre Pflicht wäre, und sie treiben die abhängigen Guten mit Drohungen und Flüchen an. In solchen Unmenschen aber wohnt kein Fünkchen des Lichtes ewiger Wahrheit Gottes; denn sie sind Kinder der Finsternis, denen nichts heilig ist und die deshalb nicht nur die ewige, sondern jede Wahrheit überhaupt hassen, weil die Wahrheit rein und heilig ist.

Daher sollt ihr das Heilige nicht den Hunden und die Perlen des Reinen nicht den Schweinen vorsetzen, damit sie es nicht beschmutzen, zertreten, sich dann wenden und auch euch noch anfallen. Liebet euch untereinander so, wie Ich euch liebe! Niemand aber hat größere Liebe als derjenige, der selbst auch sein eigenes irdisches Leben freudig hingibt für das Wohl der Seinen! Alles, was ihr wollt, daß andere euch tun, das tuet Ihr ihnen zuvor! Vergebet, so wer um Vergebung bittet, und der Vergebung durch Reue und voraussichtliche Besserung sich wert erweist. Seid in der Vergebung nicht kleinlich und nachträgerisch, so solches eintrifft, daß ihr Besserung hoffen könnt, und sucht die Fehler nicht ohne Unterlaß bei allen anderen, sondern zuvor bei euch selbst! Da Ich die Vergebung bin, habet ihr und kein Mensch das Recht, einander und den anderen ihre Verfehlungen und Sünden nicht zu vergeben, wie auch Ich nicht das Recht habe, sie ihnen zu behalten und sie damit beladen zu lassen; denn kein Mensch, also auch keiner unter euch, ist makellos und sündenlos rein, mögen viele auch davon nicht weit entfernt sein.

Als Gott der Herr gefragt wurde, wie man der Bosheit der anderen begegnen und sich ihnen gegenüber verhalten solle, da sprach Er:

Wendet sich dein Bruder, Nächster, Nachbar und Freund wider dich grundlos, ungerecht und tut er dir Schlechtes oder gar Böses, so stelle ihn zur Rede, halte ihm das Ungerechte seines Handelns gegenüber deinem friedlichen und guten Willen vor. Ist er einsichtig, hört er dich an und ändert sein Handeln zur Güte, so vergib und vergiß das dir Getane, und du hast ihn und den Frieden wieder gewonnen. Hört er aber nicht auf dich und bedrängt dich weiterhin oder gar noch mehr als zuvor, ist er kein Mensch guten Willens, so stelle ihn deshalb nochmals zur Rede, nicht aber mehr allein, sondern mit Zeugen, damit dein guter Wille erwiesen sei. Hat aber auch das nichts bei ihm gefruchtet, und ist sein Handeln wider dich derart, daß du mit den Deinen einen Schaden am Leibe, Gut und Habe erleidest, so weiche ihm aus. Denn er hat bewiesen, daß er nicht dein Nächster, Freund und Bruder, sondern dein Feind ist; er sei dir weniger als jeder unbekannte Fremde. Stellt er dir aber weiter nach und erkennst du, daß sein Vorgehen wider dich derart ist, um dir oder den Deinen am Leibe, Gut und Habe zu schaden, dann wende dich mit deinen Zeugen an die Obrigkeit und klage ihn an. Ist diese aber weit ab und wendet er sich – das ausnutzend – mit Gewalt wider dich, dann wende ihn mit Gewalt ab, tue aber nicht mehr an Gewalt, als was notwendig ist. Nicht aber allein das, sondern so ihr sehet, daß die Bosheit, Tücke, Habsucht und andere solche Eigenschaften euren Nächsten, Nachbarn, Freunden und Brüdern grundlos mit Gewalt und gar mit Waffen an ihr Hab und Gut, Leib und Leben geht, dann sollt ihr den Bedrohten gegen die Gewalttäter mit Gewalt beispringen und helfen. Damit tut ihr ein gutes Werk, selbst dann, so die Gewalttäter das trifft, was durch sie die ausersehenen Opfer treffen sollte. Und merket euch:

Nicht die Tat, nicht die Unterlassung, und nicht die Handlung als solche an sich ist maßgebend für Schuld und Unschuld, sondern die Absicht; sie ist es, die selbst auch das Töten zu einem guten Werke macht, wie die böse Absicht dieses zu einem schweren und teuflischen Verbrechen. Was aber Gut und Böse ist, sieht, hört, fühlt und empfindet ein jeglicher an sich selbst am besten und so, daß niemand gesund-vernünftigerweise das Gegenteil behaupten kann. Wer Mein Wort aufnimmt, es werktätig zu befolgen trachtet und Mir nachfolgt, der wandelt nicht in der Finsternis, sondern im Lichte und wird das Licht des Lebens haben. Bleibet ihr bei Meinem Worte, werdet ihr die Wahrheit erkennen und die Erkenntnis der Wahrheit wird euch freimachen.

Wer Mich kennt, der kennt den Vater. ICH bin nicht von dieser Welt, sondern vom Himmel gekommen. ICH bin die Wahrheit, das Licht, das Leben und der Anfang! Wer Mich kennt, der kennt Den, Der Mich gesandt hat, wer Mich sieht, der sieht den Vater - und von nun an kennt ihr Ihn und habt Ihn gesehen! Gott ist die Wahrheit und die Wahrheit bin Ich! Mein Friede sei mit euch!


Über die Erkenntnis der Wahrheit

Zur Erfassung der Wahrheit ist kein großer Geist notwendig; es genügt, daß der erkenntnisfähige Geist nur so viel guten Willens aufbringt und das Gute vom Bösen zu unterscheiden auch dann gewillt ist, so das Gute oder Böse nicht ihm selbst, sondern den andern begegnet. Wer unterscheiden und selbst nur Gutes jedermann entgegenbringen und nur Gutes tun will, der ist selbst wahr, auch dann, so er von Dem, Der allein die ewige Wahrheit und das wahre ewige Leben – Gott – ist, niemals etwas gehört hat und deshalb auch den wahren ewigen Gott nicht kennt. Zur Erkenntnis der Wahrheit ist also kein großer Geist notwendig, es genügt jeglichem erkenntnisfähigen Geiste, daß er guten Willens ist, das Gute liebt und übt; denn wird einmal einem solchen Geiste Mein Wesen, Mein Name, Mein Wort, Meine Werke, und Mein Geist so vor sein geistiges Auge gehalten, wie Ich wahrhaft bin und wie ihr Mich kennt, wird auch der allerkleinste erkenntnisfähige Geist schon kraft seines guten Willens erkennen, daß Ich die ewige Wahrheit bin, und er wird sich freuen, den wahren, ewigen Gott in Dem gefunden zu haben, Der allein die ewige Wahrheit und das wahre ewige Leben ist. Mein Wesen, Mein Name, Mein Wort, Meine Werke und Mein Geist so vor sein geistiges Auge gehalten, wie Ich wahrhaft bin und wie ihr Mich kennt, wird auch der allerkleinste erkenntnisfähige Geist schon kraft seines guten Willens erkennen, daß Ich die ewige Wahrheit bin. Er wird sich freuen, den wahren, ewigen Gott in Dem gefunden zu haben, Der allein die ewige Wahrheit und das wahre ewige Leben ist. Faßt und erkennt Mich aber auch der kleinste erkenntnisfähige Geist, wie leicht muß Mich erst der große Geist fassen, dem es ein Leichtes ist, Dinge zu durchdringen, von deren Dasein der kleine Geist nicht einmal eine Ahnung hat. Was aber nützen selbst dem größten Geiste alle seine Eigenschaften und Kräfte, so er die Kraft des guten Willens mißachtet und gerade diese Kraft aufzubringen sich nicht bemüht, sondern sie, sobald sie sich neben den anderen Kräften auch nur bemerkbar macht, in der Überfülle seiner anderen Eigenschaften gewaltsam und gewalttätig erdrosselt und erstickt? Denn dieser will weder erkennen noch zugeben, daß es über allen den großen und größten Wesen einer persönlichen, seelisch-geistig-lebendigen, erkenntnisfähigen Dreieinheit doch auch einen einpersönlichen Gott gibt; dieser ist im ewigen Wesen Seiner Selbst, in dem Seinem Wesen ewig eigenen, unwandelbar-unveränderlichen Geist der Wahrheit und in der diesem Geiste und dem Wesen Gottes ewig eigenen Lebenskraft gleichfalls dreieinig.

Das zu erkennen und vollauf auch zu fassen ist kein großer Geist notwendig; auch der allerkleinste erkenntnisfähige Geist vermag es nämlich vollauf zu erkennen und zu erfassen, sobald ihm diese Tatsache und Wahrheit mit einfachen Worten klar vorgehalten und er darauf aufmerksam gemacht wird, daß er selbst nichts anderes als eine aus der Ewigkeit kommende und ewiglich auch bleibende seelisch-geistig-lebendige Dreieinheit ist; des weiteren, daß er hinsichtlich der Dreieinheit ihres Wesens der Dreieinheit des Wesens Gottes desto näher kommen kann, je mehr Gotterkenntnis und je mehr guten Willen er dazu aufzubringen trachtet. Nicht also die Erkenntnisfähigkeit, nicht die Kleinheit und Armut, nicht die Größe des Geistes und selbst auch nicht die wahre Gotterkenntnis macht den Menschen an sich schon gottähnlich und bringt den Menschen an sich schon Gott näher, sondern der gute Wille allein bleibt auch da maßgebend; denn wo dieser nicht aufgebracht und wahrhaft betätigt wird, dort bleibt der Geist trotz aller Erkenntnisfähigkeit und trotz aller Erkenntnis der Wahrheit Gott ferne und kann Ihm deshalb nicht ähnlich werden, weil er ohne guten Willen niemals wahr und gut werden kann, und deshalb auch die Güte, Liebe, Erbarmung, Vergebung, Gerechtigkeit und Selbstaufopferung desto weniger üben wird, je mehr er sie zu üben von den andern für sich selbst verlangt.

Darauf hinzuweisen, ob Menschen kleinen und armen Geistes mehr guten Willen ihr Eigen nennen und auch betätigen als Menschen großen, durchdringenden und starken Geistes, ist nicht erst notwendig. Denn wer alles das betrachtet, was Menschen großen Geistes den Scharen kleineren, willigen und deshalb auch leicht lenkbaren Geistes gegeben haben und weiter geben, von welcher Hölle in die andere die Scharen kleineren Geistes, von Wissen und Glauben der Gelehrsamen und Großen betört, gestürzt werden und durch welchen Sumpf der seelisch-geistigen Einstellung der Geist sie nachschleppt, der sieht, hört und fühlt, so er Augen zum Sehen, Ohren zum Hören, den Leib zum Fühlen und sein Seelisch-Geistiges zum richtigen Denken hat. Leider lassen die Scharen kleineren Geistes den größeren und großen Geist für sich denken; willig oder notgedrungen gehen sie ihm durch jeden Sumpf, durch jede Finsternis und selbst auch durch die Hölle nach, wobei sie darüber klagen, wie Gott und Götter alledem zusehen, so viel Elend, Schmerz und Qual zulassen oder es gar selbst anstiften, anordnen und gutheißen können! Kennen die Menschen sich selbst nicht, wissen sie selbst nicht, was sie in der Wahrheit sind woher sie auf die Erde kommen, warum sie einmal durch dieses irdische Leben gehen, weshalb sie da sind und wohin sie in der Wahrheit gehen sollen, wissen sie alles das nicht – wie sollen sie erst Gott die ewige Wahrheit kennen?

ICH bin Mensch geworden, bin da und sage den Scharen, kleinen wie des großen Geistes, nicht nur, wer sie sind, woher sie kommen, weshalb sie da sind, und wohin zu kommen sie trachten sollen, sondern auch das, wer Ich bin, warum Ich diesen Menschenleib angenommen habe, und auch da seht ihr es ganz genau, wieviel guten Willens die Scharen kleineren Geistes, und welches Gegenteil des guten Willens Mir der große Geist entgegenbringt!


Teil 3

An die Seinen

(gegen Anfang 780 d. R.)

Eine Zeit ist vergangen, eine andere ist gekommen, und da die Zeit erfüllt ist, da Ich zu kommen beschlossen habe, bin Ich gekommen, um euch und alle, die Mich hören und die Mir folgen wollen, durch die ewige Wahrheit zum wahren ewigen Lichte Meines ewigen Wesens und Geistes und durch das Licht zum wahren ewigen Leben zu führen.

Lasset euch nicht dadurch täuschen, daß ihr Mich als Mensch unter euch wandeln seht, Mich als einen Menschen hört. Nehmet Mein Wort so auf, daß sein Geist in euch lebendig werde und betrachtet Meine Werke!

Sehet, Ich gebe das Leben jenen wieder, die es irdisch-leiblich verloren haben, indem Ich die vom irdischen Leibe getrennte Seele zurückrufe und den irdischen Leib zu ihrer Aufnahme fähig stelle; ihr habt es oft gesehen und die erweckten Auferstandenen leben jetzt, zum Zeugnis. Die Bosheit der Oberen, der Sadduzäer und Pharisäer wird etliche der Armen ermorden lassen, damit ihr Zeugnis ausgelöscht werde; ihr Zeugnis aber bleibt, um auch den bösen Geist der Mörder zu bezeugen! Viele Verstorbene habe Ich erweckt, ihre den Weg des Lebens weitergegangene lebendige Seele kraft Meines Wortes zurückgerufen.

Werden sie auch Meinem irdischen Leibe dieses sein irdisches Leben, welches die Kraft Meines ewigen Wesens und Geistes ist, genommen haben, werde Ich ihm dieses sein Leben wiedergeben und werde zum Zeugnis der ewigen Wahrheit Meiner Worte auferstehen zum Leben, das niemand jemandem rauben und vernichten kann. Denn nur die Lüge meint, dem lebendigen Wesen das Leben boshaft rauben und es vernichten zu können.

Wahrlich sage Ich euch:

Seitdem der Geist eines jeglichen seelischen Wesens das Leben von Mir empfangen hat, ist er und mit ihm das seelische Wesen lebendig in aller Zukunft, und keine Macht – auch die Allmacht nicht – ist mehr imstande, die Kraft des Lebens von dem Wesen der Seele und des Geistes zu trennen! Im Wesen des Geistes ist das Wesen des Lebens jeglicher Seele verankert, und weil die Kraft des Lebens Meine Kraft ist und Ich sie jeglichem Geiste gegeben habe, ist der „Tod“ als Vernichtung und Nichtsein eine Lüge und kann niemals stattfinden.

Nicht zu richten bin Ich gekommen, sondern die Welt selig zu machen, auf daß die Menschen Gott die ewige Wahrheit, daß sie Mich erkennen und zu Mir kommen. Abermals sage Ich euch: Wahre Propheten haben in Landen und unter Völkern, die ihr heute gar nicht kennt und deren Sein selbst die Schriftgelehrten und Sadduzäer nicht einmal ahnen, schon vor Zeiten, die euch eine halbe Ewigkeit dünken würden, immer wieder vorhergesagt, daß Gott zur gegebenen Zeit selbst kommen wird, um den Menschen sich selbst, Der die ewige Wahrheit ist, zu bringen, sie persönlich zu lehren und persönlich sich ihnen zu offenbaren.

Wahrlich sage Ich euch:

Viele Seelen werden Barmherzigkeit erlangen, viele kommen in Mein Reich, viele nehmen an Meinem wahren ewigen Leben teil, und viele werden selig werden. Aber nur die reinen Herzens sind, werden Gott schauen, wie Er in Seiner Kraft wahrhaft ist. Damit aber die Gerechtigkeit voll werde, auch für jene, die nicht so rein sein können, um die Kraft Gottes zu schauen, werden sie, selbst verklärt, den verklärten CHRISTUS schauen, Der Ich für diese Seelen CHRISTUS bleibe in Ewigkeit, verklärt in der Kraft Gottes, die Meine Kraft ist. Aber jetzt bald schon und späterhin werden falsche Propheten aufstehen, die sprechen werden: Die Zeit ist nahe, Christus wird kommen, in der und jener Zeit wird er wiedergeboren. Er wird den Geist aufrichten und das Reich Gottes auf Erden wird entstehen. Alle seine Widersacher wird er zermalmen und die goldene Zeit kommt. ICH aber sage euch: Glaubet ihnen nicht! Wie jede Seele nur einmal in das Irdische kommt und jede Seele erkenntnisfähigen Geistes darin nur einmal Mensch wird, ist auch Gott nur einmal gekommen und Mensch geworden, dieses eine Mal. Was für einen Zweck hätte Meine Wiederkunft? ICH müßte wiedermals als Mensch kommen. Und glaubet ihr, die ihr jetzt, wo ihr Mich sehet und höret und da Ich euch sage, wer Ich bin, die ihr aber trotz Meines Wortes und trotz Meiner Werke Zweifel aufkommen lasset, daß die euch Nachkommenden glauben würden, käme Ich zu ihnen als Mensch und würde sagen: Ich bin CHRISTUS? Glaubet ihr, daß auch sie von Mir anderes verlangen würden, als allein Wunder zu tun nach ihrem Verlangen, und daß sie, wenn Ich noch so Großes vollbringen würde, dann – gleich diesen Sklaven des bösen Geistes – nicht sagen würden: Er hat den Teufel? Sie würden der Kraft nachgrübeln, durch die Ich solches tun kann und Mir Geld anbieten, daß Ich es sie lehre. Aber das Wort des Heiligen Geistes der ewigen Wahrheit, der Mein Geist ist, zu hören und ihm nach zu handeln, möchten sie gerade so wenig wie jetzt die Pharisäer, Schriftgelehrten und Sadduzäer, oder sie möchten es diesen gleichtun und Mich genauso verfolgen, wie es jetzt ist. Genug an dem, daß Ich dieses eine Mal da bin! ICH war da – nicht als Mensch – und werde bleiben, nicht als Mensch, und niemals als ein Mensch mehr wiederkommen.

Mein Geist war da! Und viele haben ihn empfangen und angenommen, ohne daß Ich als Mensch zu ihnen hätte sprechen müssen, Mein Geist ist da und Ich lasse ihn euch durch das Wort hören, welches Ich spreche. Mein Geist wird da sein, und diejenigen, welche ihn empfangen und annehmen wollen, werden Mein Wort hören, ohne daß Ich als Mensch wiederkommen müßte!

Dann wird bald die Zeit erfüllt werden, in der Mein Geist und Mein Wort durch euch den Menschen wiedermals zukommen wird in der Wahrheit und zum Zeugnis, was die Menschen aus Mir und aus dem Geiste der Wahrheit – der Mein Geist ist – gemacht, wie sie Mich und Meinen Geist der Wahrheit begriffen, wohin sie Mich gestellt haben und wie sie den heiligen Geist der Wahrheit freveln. Diesen Meinen Geist werdet ihr empfangen, da Ich als Mensch – CHRISTUS – von euch gegangen sein werde, um in Gotteskraft bei euch zu bleiben. Zwei von euch werden das Wort Meines Geistes aufschreiben, und alle werdet ihr das Wort des Geistes ewiger Wahrheit, Mein Wort, lehren. Und der böse Geist höllischer Finsternis wird seine Knechte aufstacheln, auf daß sie ihret- und seinetwegen dem geschriebenen Worte des Geistes der Wahrheit, Meinem Geiste, Meinem Worte und auch euch nachstellen, und vieles wird den Knechten des bösen Geistes gelingen, weil auch ihre Bosheit und Finsternis groß ist. Durch sie wird auch der Geist der Finsternis in das geschriebene Wort Meines Evangeliums miteingesetzt und viele geschriebene Worte Meines wahren Evangeliums werden heimtückisch verdreht, verkehrt und viele vernichtet werden, auf daß der Geist der Wahrheit unerkannt sei oder erdrosselt werde und Ich dem alten Satan gleichgestellt oder gar untergeordnet erscheine. Ein so boshaft verdrehtes, verkehrtes und vergiftetes Wort wird dann voll der Widersprüche sein; die Widersprüche werden Zweifel erwecken, die Zweifel den Unglauben und der Geist höllischer Finsternis wird mit den ihm ergebenen und ihm verfallenen Knechten über das Gelingen jubeln.

Der Geist des alten Satans ist groß, und seine Macht durch die ihm auf Erden ergebenen Knechte noch größer; er ist nicht nur der Fürst dieser Welt durch sie, sondern auch ihr anerkannter oder unerkannter „Gott“, dem gedient wird, offen und versteckt, und ihm wird auch dort gedient werden, wo sein Name zwar genannt, er selbst aber als der leere Schall einer ihnen lustig scheinenden Fabel betrachtet werden wird. Sein Triumph ist die verlogene Bosheit, boshaftes Lügen, Heucheln und Tücke, und er glaubt, mit so großen Scharen seiner Knechte über die ewige Wahrheit siegen zu können und zu müssen, da es ihm seit dem Anfange scheinbar gelungen ist.

Die Wahrheit aber währt ewiglich, weil sie ohne Anfang das Eigen Meines Wesens, Geistes und Lebens ist; die Lüge nicht, da der böse gewordene Geist sie aus Eigenem erst erdacht und aufgebracht hat, durch sie dem erkenntnisfähigen, einst von Mir sich abgewendeten Geiste die wahre Erkenntnis und das wahre ewige Leben in Meinem Reiche verschließen will, damit der also vergiftete Geist an der Auswirkung derselben Lüge Gefallen finde, in ihr und ihrer Bosheit mutwillig verharre.

Ich habe dieser Welt Mein Zeugnis gegeben, und auch ihr werdet zeugen von Mir jetzt und mehr noch erst dann, da ihr nicht mehr als Menschen auf Erden, sondern längst schon bei Mir sein werdet, und – so die Zeit kommt, in welcher der Geist der Wahrheit von Mir zeugen wird durch Mich – durch den euch gesandten Menschen, der euch hören und folgen wird. Die Zeit wird kommen, da sie kommen muß! Der alte Satan wird wüten wie nur selten zuvor. Die ihm ergebenen Knechte werden für Ihn aufstehen, und da sie sich seiner Namen schämen werden, setzen sie statt seiner Namen andere Namen und werden behaupten, sie kämpfen für das, was diese Namen, mit denen sie heuchlerisch und boshaft die Finsternis des eigenen Geistes und den Geist der höllischen Finsternis decken, bedeuten. Sie werden behaupten, daß sie das „Licht“ sind, daß sie die Finsternis des Geistes bekämpfen; sie werden taub und blind bleiben wollen dafür, daß gerade der Geist der Finsternis es ist, dem sie dienen, und daß ihr Licht nur der Schein jener Feuersbrunst ist, die der böse Geist einst in seiner Überhebung angelegt hat, damit er sie alle blende und dadurch das unwandelbar-reine Licht der ewigen Wahrheit in den Schatten stelle.

Das wahre, reine ewige Licht ist das Licht des Heiligen Geistes, Wesens und Lebens Gottes, das Licht Seiner Selbst, und dieses ist kein verzehrendes Feuer, das, je mehr es flackert, desto mehr Qual und Unheil stiftet, sondern ein Licht des Lebens und der wahren, ewigen Seligkeit. Gott die ewige Wahrheit sendet das Licht Seines ewigen Wesens und Geistes und spendet es gleich der gespendeten Lebenskraft allem Geiste, der es anzunehmen fähig und gewillt ist. Der Geist aber ist unzählbar mannigfaltig, und nur jener erkenntnisfähige Geist, der kraft des empfangenen Lebens solcher Entfaltung fähig war, daß er sich zu Gott emporheben und Sein Ebenbild werden konnte, hat das wahre Licht einstens schon angenommen, es aber wegen der auch die Erkenntnis betreffende Mannigfaltigkeit ungleich behalten. Daß eine Schar dieses wahre ewige Licht, somit die ewige Wahrheit, mit dieser auch Gott verworfen hat, durch eigens erdachte Lügen die eigene boshaft geschaffene Finsternis dem Lichte der ewigen Wahrheit Gottes entgegenzustellen gesucht hat und den eigenen höllischen Abgrund dem Reiche Gottes auch jetzt noch vorzieht, habe Ich euch schon gesagt und die Ursache dessen erklärt. Daß aber die Menschen jetzt das Gleiche aus eigenem Willen auch tun, sehet ihr gerade an vielen dieses Volkes ganz genau. Darum bin Ich gerade zu diesem Volke gekommen und lehre gerade dieses Volk, auf daß den Greueln der Lüge und der höllischen Finsternis das Licht der ewigen Wahrheit Meines Wesens und Geistes entgegenstehe, zum Zeugnis, zur Erkenntnis und zu freier Wahl!

Ihr dürft aber nicht meinen, daß Ich, heute kommend, morgen schon die Umkehr des Geistes von dem Abgrunde der Hölle und sein Streben zur Wahrheit, die allein Ich ewiglich bin, erwarte. Prüfet euch selbst – und urteilt dann! Ihr, die Meinen, die ihr Mir nachfolget und die ihr nicht aus dem Judentume seid, habt auch dessen Geist nicht! Ihr seid dem Abgrunde der verlogenen Bosheit der Finsternis niemals nahegestanden; ihr strebet die Erkenntnis der ewigen Wahrheit an, ihr seid Meine Begleiter, Augenzeugen Meiner Werke, ihr hört Mein Wort, Ich sage euch immer wieder, wer Ich bin - und doch! Prüfet euch ernstlich und bekennet euch selbst, inwieweit ihr Mein wahres Wesen erkannt habt und in welchem Grade ihr Mich, Der Ich euch sage, Wer Ich bin, seelisch-geistig erkannt habt! Das aber sage Ich euch: Es genügt, daß ihr euch in der Seele lebendig bekennt: ER ist der Geist Gottes, der Geist Gottes ist Sein Geist! Das bekennet ihr euch jetzt, da ihr erst einige Monate Meines öffentlichen Wirkens unter diesem verkehrten Volke bei Mir seid, und ihr werdet in der Folge mehr erkennen. Damit ihr euch und euren Geist zum Maßstab des Geistes und des Erkenntniswillens jener vielen anderen nehmet, die eines ganz anderen Willens sind, als ihr seid und auch deshalb sage Ich euch das, damit ihr, wenn Ich nicht mehr in dieser Meiner Menschengestalt bei euch sein werde, und ihr Mich, Meinen Geist und Mein Wort in Meinem Namen lehren werdet, nicht ungeduldig seid und Geduld mit den Menschen habt, wie Ich Geduld mit euch allen habe. Das, was diese bösen Menschen heute Mir tun, und was sie Mir Ärgeres noch tun werden, werden sie auch euch tun, und Ich sage euch alles das, damit ihr euch dessen erinnert, daß Ich es euch gesagt habe.

Um seelisch-geistig voll entwickelt zu werden und je nach der mannigfaltigen Beschaffenheit der Mannigfaltigkeiten, zu höchst möglicher Entfaltung und Erreichung des für viele vorgesehenen, von vielen selbst willig angestrebten Zieles zu gelangen und die unendliche Auswirkung darin erlangen zu können, braucht - außer Gott - alles andere Raum und Zeit, die der Ewigkeit und Unendlichkeit durch Gott miteingeschlossen sind.

Gott allein bedarf des Raumes und der Zeit nicht, weil Er kraft Seines ewigen Wesens, Geistes und Lebens unwandelbar-unveränderlich ist in Ewigkeit. Braucht aber alles sonst Zeit, braucht sie auch das lebendige Wort Meiner Lehre bei den Menschen, und wie Ich nicht die Umkehr zur wahren Erkenntnis von heute auf morgen erwarte oder verlange, also erwartet auch ihr sie nicht!

ICH kann nicht und niemals enttäuscht werden. Ihr aber werdet solche Enttäuschungen durch die Menschen und durch den bösen Geist erleben, daß euer Schmerz darüber größer sein wird als ein hundertfaches Sterben. Erinnert euch dann dieser Meiner Worte und auch dessen, was Ich euch nun sage: Alles das kommt; seid aber deshalb nicht traurig, denn die Zeit muß zur Erfüllung da sein, und sie wird wiedermals kommen durch Meinen Geist und durch euch, die ihr dann nicht mehr als Menschen zu Menschen sprechen werdet, sondern durch den Geist und durch die Seele zu den Menschen, durch Menschenseele und Geist, und dann werden viele wiedermals Mich wahrhaft erkennen und euch; viele aber werden in Bosheit und Unwissen verharren, weil sie nicht Kinder des Lichtes der ewigen Wahrheit sein wollen, und sie werden auch dann, in jener Zukunft, von der Ich spreche, jegliche wahre Erkenntnis in sich und in den andern unterdrücken wollen. Ihr habt Mich jetzt soweit erkannt, daß eure Erkenntnis also lautet: Er ist der Geist Gottes, die Kraft Gottes, der Geist Gottes ist Sein Geist! Ihr aber alle und einige andere mit euch werdet Mich bald vollauf erkennen, so Ich noch als Mensch unter euch weilen werde; viele werden Mich dann vollauf erkennen durch euch. Aber bald darauf wird Mich niemand mehr erkennen wollen, obwohl sie Meinen Namen nennen und Mein Wort weiterzutragen angeben werden.

Und sie werden großen Streit untereinander führen Meines Namens, meines Geistes, Meines Wortes und Meines Wesens wegen und sie werden sich viel und gegenseitig Meines Namens und Wesens wegen im Unwissen und in verlogener Bosheit Gewalt antun und werden vergessen, daß allein Ich die ewige reine Wahrheit, das wahre ewige Licht, das wahre ewige Leben und der ewige Friede bin.

Sie werden es nicht wissen wollen, daß Ich sie nicht gesandt habe und sie werden es nicht erkennen und nicht zugeben wollen, daß sie sich selbst zu etwas machen, wozu sie weder berufen, noch fähig sind, weil sie, eines anderen Geistes, einem anderen Geiste dienen werden, der sie beherrschen und dessen willige Sklaven sie sein werden, die Gott und Seinen heiligen Geist ewiger Wahrheit, Mich, freveln und lästern werden, bei aller noch so zur Schau getragenen Anbetung und Verherrlichung!

Alles das erschreckt euch. ICH aber muß euch sagen, daß alles das noch ärger sein wird, als Ich es euch sage. Jedoch weder Ich und noch unendlich weniger ihr könnet daran Großes ändern, weil alles das die Auswirkung des freien Willens eines jeglichen erkenntnisfähigen Geistes ist und Mir jede Gewaltanwendung ferne steht, Der Ich die ewige, unwandelbar-unveränderliche Wahrheit bin und jedem erkenntnisfähigen Geiste seinen freien Willen lassen muß, kraft ewiger Gerechtigkeit, die dem Geiste der Wahrheit eigen ist, gleich der Güte, Liebe, Erbarmung, Vergebung und Selbstaufopferung werden.

Und sie werden großen Streit untereinander führen Meines Namens, meines Geistes, Meines Wortes und Meines Wesens wegen und sie werden sich viel und gegenseitig Meines Namens und Wesens wegen im Unwissen und in verlogener Bosheit Gewalt antun und werden vergessen, daß allein Ich die ewige reine Wahrheit, das wahre ewige Licht, das wahre ewige Leben und der ewige Friede bin.

Sie werden es nicht wissen wollen, daß Ich sie nicht gesandt habe und sie werden es nicht erkennen und nicht zugeben wollen, daß sie sich selbst zu etwas machen, wozu sie weder berufen, noch fähig sind, weil sie, eines anderen Geistes, einem anderen Geiste dienen werden, der sie beherrschen und dessen willige Sklaven sie sein werden, die Gott und Seinen heiligen Geist ewiger Wahrheit, Mich, freveln und lästern werden, bei aller noch so zur Schau getragenen Anbetung und Verherrlichung!

Alles das erschreckt euch. ICH aber muß euch sagen, daß alles das noch ärger sein wird, als Ich es euch sage. Jedoch weder Ich und noch unendlich weniger könnet ihr daran Großes ändern, weil alles das die Auswirkung des freien Willens eines jeglichen erkenntnisfähigen Geistes ist und Mir jede Gewaltanwendung ferne steht, Der Ich die ewige, unwandelbar-unveränderliche Wahrheit bin und jedem erkenntnisfähigen Geiste seinen freien Willen lassen muß, kraft ewiger Gerechtigkeit, die dem Geiste der Wahrheit eigen ist, gleich der Güte, Liebe, Erbarmung, Vergebung und Selbstaufopferung.

Ihr habt oft schon die Kraft Meines Willens in ihrer Auswirkung gesehen, gehört und gefühlt; niemals aber stand eine Folge dieser Auswirkung in Widerspruch mit dem Gesetze, welches Ich Mir Selbst, dem Sein Meines Reiches oder den Dingen dieser Welt gesetzt habe, obwohl kein Mensch auch nur Ähnliches, so es nicht die Kraft Meines Willens durch Menschen bewirkte, jemals vorher hätte tun können noch je tun können wird.

Ihr tut Ähnliches, weil ihr es wahrhaft in Meinem Namen tut und Ich dabei bin, wenn ihr Mich auch abwesend wähnet. Auch euch folgt der Lahme, weil das Übel kraft Meines Willens von ihm weicht - und er wandelt zum Zeugnis für Mich, durch euch und auch euch zum Zeugnis.

Ihr werdet kraft Meines und eures eigenen guten Willens in Meinem Namen und Geiste Größeres tun und werdet euch darüber nicht so verwundern wie jetzt, weil euer Glaube im vollen, wahren Wissen aufgehen und mit diesem Eins bilden wird zu einer Kraft, der alle durch Bosheiten der Lüge geschaffenen Übel nichts anhaben können, weil sie schon durch ihr bloßes Vorhandensein alle die üblen und bösen Gewalttaten des Geistes des Abgrundes der Hölle ohne jegliche Gewaltanwendung ihrerseits überwindet. Und ihr werdet auch dahin kommen, wie schon viele längst vor euch dahin gekommen sind, nicht in Meinem Namen, aber in Meinem Geiste, dessen Licht und Kraft sie willig und freudig aufgenommen hatten durch die Stimme der Meinen, ohne Mich oder diese zu kennen. Sie gingen und lehrten Einen Gott, der allein die Wahrheit und Güte ist, Ein ewiger und allmächtiger Schöpfer, in Dessen Reich alle jene gelangen, die wahrhaft gut zu sein sich bemühen und den Mitmenschen alles das tun, was sie selbst für sich wünschen.

Diese wahren Propheten lehrten die Unsterblichkeit des Seelisch-Geistig-Lebendigen des Menschen, weil sie mit den lebendigen Wesen der Seelen verstorbener Menschen, wie auch mit den reinen Wesen Meines Reiches zu sprechen fähig waren. Sie führten die Menschen zu Mir und durch den Geist der Güte, Liebe, Erbarmung, Vergebung, Gerechtigkeit und Selbstaufopferung haben sie sich auch der Wahrheit aufgeopfert; denn jedes Mal noch wandte der böse Geist des Abgrundes höllischer Finsternis und Lüge seine ganze Wut gegen sie, und die seiner Bosheit neigenden Menschen verfolgten diese Propheten mit Haß und töteten sie. Wo es aber nicht möglich war, ihre Lehren gänzlich zu vernichten, verunstalteten sie diese durch Anpassung an die bestehenden Lehren des Unwissens, des Irrtums, der Lüge und der Bosheit oder sie vermengten beide in dem Maße, daß niemand darinnen die Wahrheit erkennen konnte und sie auch jetzt in der besten der bestehenden Lehren niemand erkennen kann. Weil die Menschen die Wahrheit nicht erkennen, kennen sie auch Gott nicht. Viele Menschen suchen Gott und dürsten nach der Erkenntnis der Wahrheit. Weil aber viele andere in den Bosheiten der Lüge nie genug aufgehen können, ist die seelisch-geistige Finsternis so groß, daß selbst die Gott- und Wahrheitssuchenden, vom Geiste der Gewalt der Lüge und der Bosheit ergriffen, dem Wahn verfallen, daß allein nur die Gewalt helfen und die herrschende Finsternis mit ihren Bosheiten und Lügen beseitigen kann. ICH habe schon vor Zeiten, für die ihr keinen Maßstab habt, bis in die jüngste Zeit immer wieder den Menschen wahre Propheten gesandt, und sie alle lehrten, daß Gott zur gegebenen Zeit selbst kommen werde, als Mensch zu Menschen, auf daß sie durch Sein eigenes Wort die ewige Wahrheit, die Er ist, und Ihn Selbst erkennen, damit durch Ihn der Geist höllischer Finsternis, seine Lügen, seine Bosheiten, seine Blut- und Rachegier offenbar, den Greueln der Blut- und Brandopfer und der Vernichtung Einhalt getan werde, - und sehet: Ich bin gekommen! So aber, wie es allen wahren Propheten ergangen ist, viel Ärger wird es Mir ergehen, der Ich kein Prophet, sondern die ewige Wahrheit Selbst bin!

Wie die Lehren wahrer Propheten verunstaltet oder vernichtet wurden, viel Ärger wird Mein wahres, von euch geschriebenes Wort verunstaltet und vielfach auch vernichtet werden. Zu jener Zeit werden die Menschen in irdischen Dingen ein großes Wissen haben, und die Kräfte der Erde, des Wassers, des Feuers und der Luft wie die Kräfte des verwandelten Lichtes dieser Welt werden ihnen untertan sein. Sie werden jedoch immer mehr und Größeres anstreben – schließlich aber das Gegenteil erreichen, weil sie all ihr Wissen und Können in den Dienst der Macht und Gewalt stellen und es der Eigenliebe opfern werden. Und Ich sage euch: Auch zu jener Zeit wird niemand, der wahrhaft gut sein und wahrhaft Gutes lehren will, über Mich, Meinen Namen, Meinen Geist und Mein Wort hinwegkommen können, und viele werden sich auch in ihrem Unglauben – sagen:

CHRISTUS ist die Wahrheit, ER allein!

Und um diese Zeitwende wird es sein, wo Mein Geist wiedermals zu den Menschen sprechen wird, durch euch und durch den Menschen, den Ich euch senden werde zum Zeugnis und zur Erkenntnis. Wiedermals werde Ich durch euch und ihr durch den Menschen den Ich euch senden werde dieser Welt verkünden, wer Ich bin, und wessen der Geist ist, der wiedermals zu den Menschen durch euch spricht:

Ich bin die ewige Wahrheit, das wahre Licht und der wahre Weg zum wahren, ewigen Leben, welches schon auf Erden erkannt und bereitet werden soll!


Teil 4

Zu jener Zeit wird Mein Name auf der ganzen Erde bekannt sein, Mein wahres ewiges Wesen aber, Mein Geist und Mein Wort nicht. Denn selbst alle diejenigen, die sich für eure Nachfolger ausgeben werden, werden uneinig über Mein Wesen, Meinen Geist und Mein Wort sein, verschiedene Lager mit verschiedenen Lehren aufbauen und sich gegenseitig bekämpfen in der Lüge und der Bosheit jenes Geistes, den sie ihren und Meinen „Vater“ nennen werden, in Verherrlichung jener Schrift, deren finsteren Geist des höllischen Abgrundes der Lüge den Menschen zu offenbaren Ich gekommen bin.

Zu jener Zeit wird das irdische Wissen und Können der Menschen so sein, daß sie die ganze in der Schrift dokumentierte „Schöpfung“ für das unbeholfene Lallen eines Unwissenden erklären werden, weil sie im Besitze von Dingen sein werden, die Abertausende von Jahren vor dieser Schöpfung von Menschenhänden geschaffen worden sind. Dieselben Menschen bleiben aber blind und taub dafür, daß weniger das Unwissen als vielmehr die berechnende Tücke und Bosheit der Lüge eine solche „Schöpfung“ geschaffen hat, um den Menschen die Möglichkeit der wahren Selbsterkenntnis zu versperren, die in der Erkenntnis des ewigen Seins des Wesens der Seele, ihres Geistes und dessen in der wahren Welt einstens von und aus Gott empfangenen Lebenskraft liegt.

Die Menschen werden bloß über das Unwissen, über die Verkehrtheit und über den Unsinn der Offenbarung einer solchen „Schöpfung“ lachen, und in ihrer Schadenfreude nicht merken, daß sie alle Ursache hätten, trotz ihres großen sonstigen eigenen Wissens über das eigene, mit Schadenfreude und Bosheit gepaarte Wissen zu weinen.

Und weiter sage Ich euch: Noch zu der Zeit, da ihr Mein Wort unter die Völker tragen werdet, wird der böse, die ihm ergebenen Menschen beherrschende Geist Mein Wesen, Meinen Geist, Mein Wort und Meinen Namen mit der Schrift des Geistes höllischer Finsternis zu verknüpfen und zu vermengen trachten, und umsonst werdet ihr dagegen auftreten durch Mein wahres Wort. Seid aber getrost, denn Ich sage euch:

Mögen sie Meinen Namen und Mein Wort noch so mit der Schrift der Hölle zu verknüpfen suchen, und mag ihrer Tücke, verlogenen Bosheit und Gewalttätigkeit alles das noch so gelingen, es kommt an das Tageslicht, vielen zum Zeugnis und zur wahren Erkenntnis. Denn der Geist ist es, welcher von Mir zeugt und jedermann den unendlichen Unterschied offenbart, der zwischen Meinem Wesen, Meinem Geiste, Meinem Worte, Meinem Wollen, Meinen Werken und Meinen Lehren und zwischen dem Wesen und Geiste der Hebräerschrift, des HebräerGottes, seinem Worte, seinem Wollen, seiner unstillbaren Blut- und Rachegier und seinem „Gesetz“ besteht.

Weil aber die Bosheit der Menschen trotz der unverkennbar-unendlichen Gegensätze Mich und Meinen Geist dem Geiste der Schrift nicht nur anhängen, sondern Mich diesem Geiste des Abgrundes höllischer Finsternis auch noch in schuldigem Gehorsam untertänig machen und je länger, desto mehr in einer solchen den Geist der Wahrheit lästernden „Erkenntnis“ hartnäckig-boshaft verharren wird, bleibt die ewige Wahrheit Meines Wesens, Geistes und Lebens vielen verschlossen. Viele werden sich dann von einer solchen Lehre, die voll der Widersprüche sein wird, abwenden, und die ewige Wahrheit überall dort suchen, wo sie unmöglich zu finden ist.

Fraget nicht, ob alles das kommen muß! ICH sage euch: Nein, es müßte nicht so kommen, aber es wird kommen, weil der freie Wille des erkenntnisfähigen Geistes auch weiter uneingeschränkt bleiben muß und in seiner Neigung oder Abneigung der ewigen Wahrheit gegenüber das Kommende zeitigen wird!

Um Frucht zu bringen, muß das Samenkorn selbst scheinbar absterben; das habe Ich euch öfter schon gesagt – und das braucht eine Zeitspanne zur Auswirkung. Alles braucht Zeit, außer Gott, und außer Gott muß alles sich erst entwickeln und entfalten, also auch Mein Wort und Meine Lehre bei den Menschen. Einige unter euch haben Mich bereits voll erkannt, und Ich sage euch, daß ihr alle Mich vollauf erkennen werdet, und durch euch auch viele andere Menschen. Ihr sehet aber, daß es anjetzt Unzählige gibt, die Mich nicht erkennen und Mein Wort nicht hören wollen, und solcher wird es große Scharen geben. Ihr müßt vergeben lernen, nicht nur einmal, nicht nur siebenmal und nicht nur siebenundsiebzigmal, sondern allen, jedem und immer! Die Menschen richten – Ich richte niemanden! ICH bin nicht gekommen zu richten, sondern die Welt selig zu machen!

Jede Sünde wird vergeben werden, außer einer, die gegen den heiligen Geist der ewigen Wahrheit gerichtet ist! Denn ein jeglicher, der den heiligen Geist der ewigen Wahrheit nicht annehmen will und sich ihm heimtückisch und boshaft verschließt, indem er das Gute böse und das Böse gut heißt, erlangt auch keine Vergebung und richtet sich selbst, weil sein eigener freier Wille ihn richtet, durch den er den heiligen Geist der ewigen Wahrheit verstößt. Ihr seht, daß Ich allen und jedem vergebe und daß Ich auch beten lehre:

Vergib uns, wie wir vergeben, damit ihr und alle jene, die durch euch also beten werden, stets an die Vergebung erinnert werden. Da ihr Mein Wesen und den heiligen Geist ewiger Wahrheit, der Mein Geist ist, und Mein Wort weitertragen Ihr seht, daß Ich allen und jedem vergebe und daß Ich auch beten lehre:

Vergib uns, wie wir vergeben, damit ihr und alle jene, die durch euch also beten werden, stets an die Vergebung erinnert werden. Da ihr Mein Wesen und den heiligen Geist ewiger Wahrheit, der Mein Geist ist, und Mein Wort weitertragen. Sehet euch um und betrachtet die Gotterkenntnis der Menschen! Sie haben Gott und Götter – aber sie suchen Gott und Götter, denn der Geist sagt ihnen, daß jener Gott und jene Götter, zu welchen ihre Priester unter allerlei Vorwänden, und so diese nicht reichen, sie auch mit Gewalt führen, alles sind, nur keine Wahrheit.

Ihr, die ihr bei Mir seid, ihr kennet nur wenige Völker und Nationen der Erde. Ich kenne sie alle; so gut wie die vom Anfang dagewesenen, die gegenwärtig da lebenden und alle die noch in der Zukunft durch das Reich dieser Welt gehen werden – und Ich sage euch:

Am Anfange des irdischen Menschendaseins war es nicht also; denn die auf Erden erschienenen Menschenscharen erinnerten sich Meines Wesens und Geistes, sie erinnerten sich auch der Umstände, die sie veranlaßt haben, Mein Reich zu verlassen. Diese auf Erden erschienenen Scharen sahen sich in einem Reiche, das wie ein Spiegel das Bild Meines Reiches wiedergab; sie aber erkannten alsogleich, daß dieses Reich nicht das Reich ist, in welchem sie einst die Seligkeit des wahren Lebens zeitlos und im Übermaß lebten mit all den unzähligen Scharen des zwar ungleich entfaltungs- aber erkenntnisfähigen Geistes.

Sie fanden hier alle die Mannigfaltigkeit dieses Geistes, wie auch sich selbst von Dingen bekleidet, eingehüllt und durchdrungen, die sie nicht kannten, die den Wesenheiten des erkenntnisfähigen Geistes wie auch ihnen selbst ein so fremdes Aussehen gaben, daß sie nur schwer die einzelnen Arten der Pflanzen und der Tiere wiedererkennen konnten, aber auch sich selbst durch diese angenommenen irdischen Dinge so verändert fanden, daß die Erkenntnis, in ein anderes Reich als das von ihnen einstens bewohnte gelangt zu sein, nicht ausbleiben konnte.

Volle Erkenntnis wurde aber diesen ersten Menschenscharen gegeben, als sie mit Erschrecken des ununterbrochenen scheinbaren Werdens und des gleichen Vergehens gewahr wurden! Das Zeitliche trat an sie heran, und die Erinnerung an das in Ewigkeit Vergangene ließ sie auch den wahren Zweck eines solchen zeitlich-irdischen Daseins vollauf erkennen.

Also sind die ersten Zeiten des irdischen Menschendaseins in der Erkenntnis der Wahrheit gestanden, und es wurde diese lange hindurch nicht gestört, da bis dahin jener Geist der Lüge, der Bosheit und der Empörung, der so große Scharen durch Versprechungen des Aufbaues eines anderen – eigenen – Reiches irregeführt und viele in den Abgrund seiner eigenen Finsternis herabgezogen hat, trotz seines rastlosen Suchens nach den Scharen verirrter, ihm aber nicht anheimgefallener Seelen, das für diese geschaffene Reich dieser Welt nicht finden konnte, weil eine solche Schöpfung sein Wissen und Wünschen gerade so unendlich überragt, wie das Licht der Wahrheit den abgrundtiefen Pfuhl der Finsternis.

Die Denkkraft mancher griechischen Weisen ist groß, aber die Lebenskraft führt sie irre. Sie forschen nicht nur an und in ihrer Umgebung, sondern auch an und in sich selbst und sind dadurch zu der ganz richtigen Erkenntnis gelangt, daß sie Seele, Geist und Leben im Menschenleibe sind, daß die Seele nicht der Geist und dieser nicht die Seele ist, sondern daß dieses zwei, kraft des Lebens und des Bewußtseins sich fühlende, im Willen und Trachten sich ergänzende Faktoren sind, und daß das Leben nur dort zu finden ist, wo es Geist und Leben gibt!

Nun sie aber trotz der unendlichen Mannigfaltigkeit und Verschiedenheit der Wesen der Seele und des Geistes sehen, annehmen, daß das Leben an sich ein solches im ganzen Pflanzenreiche, in der Tierwelt und in den Menschen ein und dasselbe Leben ist, ein und dieselbe Lebenskraft, die sie jedoch niemals so durchforschen können, wie etwa die eigene Seele, den eigenen Geist und den eigenen irdischen Leib, so wähnen sie wohl ganz richtig in ihr eine Gotteskraft. Ganz falsch aber verlegen sie diese – sie als zur Natur der Erde gehörig wähnend – in die Erde, wähnen sie durch dieselbe „Natur“ wirkend, ohne aber feststellen zu können, wie! Sie setzen da, falsch denkend, Gott hinein, fassen ihn und die „Natur“ zu einem Begriffe zusammen und nehmen dadurch Gott Sein persönliches Sein hinweg.

An sich aber ist daran nichts Böses, und weil daran viel Gutes, ja mitunter sehr viel Gutes geknüpft wird und viele dadurch zu größerer innerer Reinheit, zum Mitgefühl mit der Umgebung, zum Sinne für die Gemeinschaft und zur Werktätigkeit, die das Wohl aller fördert, erzogen werden, ist es unendlich, unendlich besser, als den bösen Geist höllischer Finsternis, den alten Satan, für den wahren Gott zu halten, mit ihm Bündnisse gegen alle anderen Völker einzugehen, die auf Erden leben, und seinen teuflischen Gelüsten durch Darbringung von Hekatomben an Blut- und Brandopfern, Sühne- und Gelübdeopfern an Mensch und Tier zu dienen.


An die Scharen der Zuhörer

Viele Propheten hätten begehrt zu sehen, was ihr sehet, und zu hören, was ihr höret; sie haben es nicht gesehen und nicht gehört, aber mit euch sehen und hören sie Mich anjetzt.

Wahrlich sage Ich euch: Die Stunde ist da, daß auch die, welche ihr tot in den Gräbern wähnet, Mein Wort hören, die es aber befolgen, wahrhaft leben werden ewiglich. Es ist aber auch den Propheten dieses Volkes niemals die Wahrheit vorenthalten worden, denn auch ihnen wurde Meine Menschwerdung verkündet und sie bezeugen es, da sie sagen:

„Die Menschen werden von Gott gelehrt werden“ – und Ich sage euch: Wer es hört und von Gott gelehrt sein will, der kommt zu Mir!

Die Propheten dieses Volkes bezeugen aber auch mehr, so sie sagen:

„Die Menschen werden von Gott gelehrt werden“, denn sie sagen auch:

„Eine Jungfrau wird einen Sohn gebären, dessen Name ist Immanuel, das heißt Gott ist bei uns“ – „Und du, Bethlehem, bist nicht die Kleinste unter den Städten, denn aus dir soll Der kommen, Dessen Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist“.

Und von dem aus der Jungfrau geborenen Kinde sagt ein anderer ihrer Propheten:

„Uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns geschenkt, auf dessen Schulter alle Herrschaft ruhet und man nennt seine Namen: Wunderbar, Ratgeber, Kraft, Friedensfürst, ewiger Vater - Gott!“

Nun aber wissen es die, welche Mich hassen und verfolgen, daß Ich jenes Kind bin, von dem die Propheten also sprachen; sie aber höhnen Mich, sie höhnen die Jungfrau, die Mich geboren hat, sie höhnen Mein Wort und, indem sie Meine Werke zu schmälern und zu schmähen suchen, fragen sie immer wieder, wer Mein Vater sei, wer Mich gesandt habe, halten mir höhnisch vor, daß sie nicht unehelich geboren seien, sie, die als leibliche Brüder und leibliche Schwestern zwar einen Mann zum Vater haben, ein jeglicher aber meist ein anderes Kebsweib zur Mutter hat und nennen das ehelich geboren.

Sie wollen es nicht wissen, daß die wahre Ehe heilig ist, weil sie zwei Seelen, zweierlei Geist, zwei Herzen und zwei Körper zu einem bindet, denn bei ihnen richtet sich die Ehe allein nach den Gelüsten des Mannes ohne Rücksicht auf die Bosheit seines Tuns; und dieses wird ärger geübt als bei denen, die sie verächtlich Heiden nennen, selbst aber die ärgsten Heiden sind, weil sie die Wahrheit hassen, und nicht kennen wollen, was Güte, Liebe, Erbarmung, Vergebung, Gerechtigkeit und Selbstaufopferung ist, weil alles das auch ihrem „Gott“ fremd ist, und sie in seinen Gelüsten und in seinem Geiste wandeln, die Hände voll Blut.

Sage Ich ihnen das aber, und auch wer dieser ihr „Gott“ ist, bin Ich, Der Ich allein die Ewige Wahrheit und das wahre ewige Leben bin, ein „Gotteslästerer“ und wieder schreien sie höhnisch: Wer hat dich gesandt? Wer ist dein Vater? Und sage Ich ihnen:

„Wer Mich sieht, der sieht den, der Mich gesandt hat, und wer Mich sieht, der sieht Den Vater“ – kennt ihr Haß und ihre Wut keine Grenzen.

Als die Judenoberen den Herrn über Heirat und Ehe bedrängten, sprach Er zu ihnen: Wie wollt ihr überhaupt über die Ehe sprechen? Da schrien die Juden zu Ihm:

Ja, du Mamzer, der du deinen eigenen Vater nicht kennst, der du gar keinen Vater hast, wie willst du über die Ehe sprechen? Und Christus sagte zu ihnen: Ja, Ich sage euch nur soviel, das, was ihr Ehe nennt, ist keine; denn ein jeglicher von euch hat eine Menge Weiber und Maitressen. Die Kinder wissen zum Schlusse nicht, wem sie eigentlich angehören – und das nennt ihr Ehe? Und die Kinder nennt ihr eheliche Kinder? Wenn ein Weib von den vielen Weibern irgendwie einen andern ansieht, schreiet ihr von Ehebruch.

Was tut aber ihr? Und ihr wollt über die Ehe sprechen?

Ich sage euch: Finden sich zwei Menschen – Mann und Weib – dann sollen sie sich genügen. Nicht er ist der Herr über sie, wie ihr es tuet. Das Weib ist bei euch viel weniger als ein Vieh. Ihr werfet es hinaus, ja ihr verkaufet es einem anderen; aber ihr selbst fühlet euch erhaben über alles. Ihr könnet tun nach eurem Gesetz, was ihr wollt, bei euch hat das Weib keine Seele - und ihr sprechet von Ehe?

Zu den anderen sich wendend, spricht Christus weiter:

So sich zwei finden in der irdischen Liebe, dann sollen sie einander genügen, und Ich brauche da keine besonderen Gebote geben als das, was Ich bereits gesagt habe: Was du willst, daß andere dir tun, das tue du ihnen zuvor!


Rede an Nikodemus

In einer Nacht, da Nikodemus, der jüdische Ratsherr, zu Christus heimlich gekommen war, da sprach der Herr zu ihm:

Das ewige Wesen Gottes ist in und an sich so persönlich, wie das Persönliche eines jeglichen seelisch-geistigen Wesens an und in sich ist. Weil aber die Strahlung des Geistes Gottes allüberall zu gleicher Zeit und ununterbrochen alles hinreichlich durchdringt, ist Er kraft dieser Eigenschaft Seines Geistes jederzeit allgegenwärtig und kraft dieser Eigenschaft Seines Geistes auch allwissend, mag Er persönlich Selbst wo immer sein. Also ist die unendliche Größe Gottes nicht in Seinem persönlichen Wesen, sondern in der Beschaffenheit und Kraft Seines Geistes begründet, dem das persönliche Wesen Gottes in seiner Beschaffenheit und in seinen Eigenschaften höchstvollkommen entspricht – ohne größer sein zu müssen, als du, lieber Nikodemus, Mich da siehst.

Ja, du siehst Mich doch, Nikodemus, du hörst Mein Wort und du fühlst Meine Hand! Ich bin da in einem dem deinen gleichen Menschenleibe, also ein Mensch. Innerlich bist du Seele, Geist und Leben; eine unzerstörbare und unvernichtbare Dreieinheit eines ewigen Seins, weil das euch, seit dem von Mir geschaffenen Anfange, untrennbar eigene Leben von Mir und aus Meiner eigenen, ewigen Lebenskraft ist. Weil Ich bin, bevor all der seelisch-geistige Same durch die Gabe des Lebens, von Mir und aus Mir, zum Bewußtsein des eigenen Seins und Lebens erwacht ist, bin Ich in der ewigen Dreieinheit Meines Wesens, Geistes und Lebens ein anderer, schon als Geber und nicht der Empfangende.

Und sage Ich wie allen anderen auch dir, daß Ich die ewige Wahrheit, das wahre Licht, das wahre ewige Leben und der Anfang bin, und erfühlst du die Kraft der Wahrheit, des Lichtes und des Lebens Meines Wortes und aller Meiner Werke, die Ich da wirke, tief in deiner Seele, wirst du aus eigenem guten Willen erkennen, daß in dem Menschen Christus nicht eine Menschenseele, ein Menschengeist und Menschenleben, sondern das ewige Wesen, der Geist und das Leben Gottes ist und wirkt. Als Nikodemus darauf hinwies, daß er zwar seinem Herzen und der Erkenntnis nach mit der „Schrift“ nicht übereinstimme, aber doch durch die Beschneidung gezeichnet sei, da sprach der Herr zu ihm:

Nikodemus! Wohl liegen in der schamlosen Beschneidung all die Blutgier und alle die finsteren und teuflischen Gelüste des Fürsten der Hölle als Kennzeichen seines Trachtens; wohl liegt darin das Kennzeichen und der Stempel des Bundes mit ihm gegen alles, was ihm zuwider ist und gegen alle, die der Schrift nach in ihm den sehen, der er ist, der Satan! Doch aber ist dir dieses schamlose Kennzeichen ohne deinen Willen, ohne dein Verlangen beigebracht worden, und du bist daran nicht schuld. Es ist ein Verbrechen, schon neugeborene Kinder einem Bunde einzuschließen, ohne sie, als Erwachsene, selbst frei entscheiden zu lassen. Gerade deshalb aber gebietet es der Vater aller Verbrechen und aller Lüge so, wie er gebietet, den Erwachsenen, den judenhörigen Fremden auch gewaltsam das gleiche schamlose Kennzeichen beizubringen.

Ich aber sage dir: Nicht das höllische Kennzeichen allein macht die Juden zu Bundesgenossen und Sklaven des alten Satans, sondern auch ihr eigener Geist, ihr eigener Wille, ihr eigenes Trachten und ihre eigenen Gelüste, die ihnen der Höllenfürst mit den Seinen aus der Seele herausgelesen, und der deshalb die Bündnisse mit ihnen geschlossen hat gegen alle anderen Menschen; also ist er seines auserwählten Volkes und dieses seiner vollkommen würdig!

Du aber, der du selbst längst schon aus eigenem vieles verworfen hast, was du als Jude niemals hättest verwerfen dürfen, zählst gleichsam längst nicht mehr zu des alten Satans Auserwählten; das haben die Gefühle deiner Seele, das reinere und höhere Trachten deines Geistes bewirkt, woran dich weder die Beschneidung noch die blutrünstigen und rachegierigen Satzungen, Drohungen und Flüche des Hebräergottes haben hindern können. Du hörst Mich, die ewige Wahrheit, du wirst Mich erkennen, und in der wahren Erkenntnis Meiner wirst du im Geiste und in der Seele wiedergeboren werden, zum Heile des wahren ewigen Lebens in Meinem Reiche. Wahrlich Ich sage dir, wirst du nicht im Geist und in der Seele wiedergeboren, kannst du in Mein Reich nicht eingehen!

Als Nikodemus nun CHRISTUS fragte, wie dies möglich sei, antwortete Er:

Siehe, du bist einer der angesehensten Schriftgelehrten, du bist ein Meister der Schrift, und du weißt das nicht? Euer Gott und eure Schrift will nichts vom ewigen Sein des Wesens der Seele mit ihrem Geiste, von der Wiedergeburt, das heißt der Auferstehung der Seele und ihres Geistes, und vom wahren ewigen Leben wissen, damit die Lüge des Todes unter euch herrsche und mit ihr auch die Finsternis der Seele und des Geistes.

ICH aber sage dir: Der Mensch wird freilich niemals so wiedergeboren, wie gar viele es meinen, da eine jegliche Seele mit ihrem Geiste nur einmal durch das Reich der Erde dieser Welt geht; allein aber jede Seele erkenntnisfähigen Geistes, das heißt jede Menschenseele, muß, ob da auf Erden oder hernach in einer Welt des Jenseits die ewige Wahrheit in Dem erkennen, Der allein die ewige Wahrheit ist, von Dem sie sich einstens abgewendet und Dessen Reich sie eigenwillig verlassen hat, um dem böse gewordenen Widersacher der Wahrheit, dem Vater aller Lüge und dem Schöpfer seines finsteren höllischen Pfuhles nachzugehen.

Keine dieser Seelen hat aber den finsteren Widersacher ewiger Wahrheit, seine Schar und seinen höllischen Pfuhl erreicht, sondern alle die aus Meinem Reiche ihm nachgegangenen Scharen haben in den weltenlosen Räumen der Leere ihren in Meinem Reiche getragenen äußeren Leib verloren, und das war ihr erstes Sterben, welches kein Tod der Zerstörung und der Vernichtung des Wesens der Seele, ihres Geistes und Lebens ist, sondern allein Ohnmacht und Bewußtlosigkeit, die durch die Auferstehung der Seele aufgehoben wird.

Diese Auferstehung der Seele wird durch die Geburt auf Erden vollzogen, aber diese Geburt bedeutet für die Seele erkenntnisfähigen Geistes, also für die Menschenseele, noch lange nicht die Wiedergeburt. Denn um in der Wahrheit wiedergeboren zu sein, mußte sie da mit denselben Eigenschaften geboren werden, die ihr in der wahren Welt Meines Reiches eigen waren, was aber unmöglich ist, da sie durch die Abwendung von Mir, durch das eigenwillige Verlassen Meines Reiches und durch die während alles dessen sich selbst geschaffenen, ihr bis dahin fremden, unreinen Eigenschaften die guten und reinen mehr oder minder verdrängt, verloren und eingebüßt hat.

Die Auferstehung der Seele da auf Erden ist von Mir gegeben; wiedergeboren aber in sich selbst und in ihrem Geiste kann sie nur kraft des eigenen guten Willens ihres Geistes, verbunden mit erhaben-reinen Gefühlen ihres eigenen Wesens werden, in der Erkenntnis der ewigen Wahrheit und in wahrer Selbsterkenntnis. Diese ihr zu geben, bin Ich in diese Welt Selbst in einer allen gleichenden Menschengestalt gekommen.

Wer Mein Wort hört und den Geist, das Licht und Leben Meines Wortes guten Willens annimmt, lebendig in sich erhält und Mein Wort werktätig zu befolgen ehrlich trachtet, der hat Mich in der Wahrheit erkannt, die Ich ewiglich bin, der ist Mein, und in wahrer Gott- und Selbsterkenntnis ist er wiedergeboren zum Heile des wahren ewigen Lebens in Meinem Reiche.

Höre, in Seele und Geist mußt du wiedergeboren werden in der Erkenntnis der ewigen Wahrheit, und so die Wahrheit in deiner Seele und in deinem Geiste lebendig wird, dann bist du auferstanden aus der Finsternis der Toten, und Ich sage dir; du bist es! Du bist auferstanden, du hast die Erkenntnis der ewigen Wahrheit!

Da fiel Nikodemus dem Herrn zu Füßen und mit erstickter Stimme sprach er:

„Mein Herr und Mein Gott!“


Teil 5

An die Seinen

(September 781 d. R.)

Verteidigungsrede Johannes‘ des Täufers

Etliche von euch waren Jünger Johannes‘ des Täufers; alle aber seid ihr von ihm getauft und auch Ich, wiewohl er sich weigerte, Mich zu taufen, da er weiß, wer Ich bin. ICH aber hieß ihn, Mich zu taufen, zum ewigen Zeugnis und zur wahren Erkenntnis für viele.

Ihr habt Johannes gefragt, was die Worte, die er bei jeglicher Taufe sprach, zu bedeuten hätten, und er sagte euch, daß Gott Selbst gekommen ist, um den Menschen die ewige Wahrheit, Sich Selbst zu bringen und sie mit dem heiligen Geiste zu taufen, damit sie Ihn und Seinen Geist als den allein wahren Gott erkennen und von den Gelüsten des Satans ablassen. Johannes sagte auch, daß er durch die Predigt und das Wasser zur Erkenntnis der Sünden, die die Menschen gegen den wahren ewigen Gott und gegen die Mitmenschen tun, taufe, damit die Getauften ihre Bosheit erkennen, Buße durch gute Werke und Reue tun, um Gott und Seinen heiligen Geist der Wahrheit würdig empfangen zu können.

Ihr aber habt ihn anfänglich nicht und auch nicht alles verstehen können und habt Mich gefragt, was die Worte des Johannes zu bedeuten hätten. Und hernach fragten noch andere, viele andere dasselbe. Und da Ich Ihnen die Bedeutung seiner Worte vollauf im Geiste der ewigen Wahrheit, der Mein Geist ist, erklärt hatte, wandten sich viele der Beschnittenen ab und sagten:

Was macht dieser Mensch aus sich? Er erhebt sich über den Himmel, maßt sich Gewalten an, die er nicht hat, und lästert unsern Gott, wie ihn noch niemand gelästert hat, und den er den bösen Geist, Lügner und Menschenmörder vom Anfange an nennt. Er sollte gebannt und getötet werden – steinigen sollte man ihn auf der Stelle, wo er solches spricht!

So nahmen sie Mein Wort auf, und Johannes stirbt, weil er in Meinem Geiste zu ihnen gesprochen hat!

Auch ihn haben sie gefragt, warum er bei der Taufe sprach: Ich taufe dich im Namen GOTTES, des allgütigen Vaters, Der da ist JESUS CHRISTUS im heiligen Geiste der Wahrheit! Und sie hielten ihm die „Schrift“ vor, damit er den Gott aus ihr nehme und der Finsternis der Schrift glaube. Johannes aber sagte:

Gott ist die ewige Wahrheit, und die ewige Wahrheit ist allein JESUS CHRISTUS, Der gekommen und Welcher der von den Menschen – nicht nur von den Juden allein – erwartete Erlöser ist, Der die Menschen aus der Wüste seelisch-geistiger Finsternis hinausführen will.

Viele haben mich gefragt, wer ich sei, und ich habe stets gesagt, daß ich der Rufende in der seelisch-geistigen Finsternis bin, damit alle Ihm, dem Herrn, den Weg bereit machen! Ihre Augen sind aber blind, ihre Ohren taub, ihre Herzen verschlossen und ihr Geist so finster, daß das Licht, welches Er, CHRISTUS, ist, sie nicht durchdringen kann und ihre Bosheit ist gleich der Bosheit jenes Geistes, der euer Gott ist und der durch die „Schrift“ zu euch spricht!

Da schrien sie auf, schlugen ihn in das Antlitz und spuckten ihn an; er aber sprach:

Tuet es nur weiter, zum Zeugnis für eure Nachkommen und für alle Völker; denn auch dadurch gibt sich die Bosheit und Lüge eures Gottes kund, Sein Geist beherrscht euch und ihr seid seine Sklaven. Mit und in mir aber ist der heilige Geist der ewigen Wahrheit in CHRISTO JESU, der Geist und das heilige Wesen GOTTES! Und dieser heilige Geist ewiger Wahrheit spricht:

Gott ist der Vater aller Menschen, und kein einzelnes Volk gilt Ihm höher als die anderen Völker. Euer Gott aber hat sich euch allein auserwählt, damit ihr seine Lügen und Bosheiten, seine Blutgier und auch seine Rache bestätigt und andere Völker beraubt und vernichtet; denn das zu tun, gebietet er durch die „Schrift“.

Also habt ihr es bis heute überall getan, wo immer ihr hingekommen seid; erst eure Erzväter einzeln an ihren Nachbarn, dann im Großen im Lande Ägypten; an allen Völkern, denen ihr auf dem Zuge nach diesem Lande begegnet seid, und nachher ohne Unterlaß an den Nachbarn dieses Landes. Die Heiden mußten kommen und euch überwältigen, um euren Greueln Einhalt zu gebieten!

Die Götter der Heiden sind Götzen aus Erde und Erz, von Menschenhand gemacht, und haben keine Seele, keinen Geist, kein Leben, und daher auch weder guten, noch bösen Willen. Sie sind aber sichtbare Gebilde jener Vorstellungen, denen der Geist der Menschen anhanget, und schon das gemachte Bildnis zeigt, welchen Willens und Trachtens der Geist ist, dem die Menschen anhangen, und der ihren Geist beherrscht.

Es sind unter solchen Bildnissen Gebilde, die Zeugnis geben, daß der Geist, der sie entstehen ließ, nicht böse ist; doch aber, da er Gott und Gottes heiligen Geist nicht kennt, sind Gebilde darunter, die Zeugnis geben, daß der Geist des Wesens, das sie darstellen sollen, sehr böse ist, und der Gott dieses Volkes drängt die Menschen dazu, ihm nur solche Bildnisse aufzustellen, wodurch ihnen sein wirkliches Wesen verborgen bleibt, oder er verbietet jede bildliche Darstellung überhaupt.

Viele Menschen möchten trotz ihrer eigenen Bosheit sich mit Ekel und Abscheu von einem solchen Geiste wenden, würde er sich ihnen so offenbaren können und wollen, wie er sich euren Erzvätern und eurem von euch anerkannten Propheten offenbart und zu erkennen gegeben hat. Der böse Geist hat sich ihnen voll offenbart, und sie nahmen ihn an. Er sagte ihnen, daß er um den Preis der Blut- und Brandopfergreuel und um das Blutopfer der Vorhaut ihr „Gott“ sein wolle, und also machten sie ihn zu ihrem Gott und Herrn!

Dieser Herr ist aber nicht der ewige, wahre Gott des Himmels, der Erde und Gott aller Menschen, sondern allein nur euer „Gott“, der kein Gott, sondern der ärgste Widersacher der ewigen Wahrheit ist! Euch hat er sich auserwählt von allen Völkern der Erde und ihr seid ihm willig gefolgt, weil euer Geist dem seinen anhanget. Er hat mit einem der Erzväter einen Bund des Greuels und der Schamlosigkeit geschlossen, mit den anderen Erzvätern das Bündnis erneuert und ist weitere Bündnisse eingegangen, alles um Greuel und Blut! Wie die Bildnisse der Heiden dem Geiste des Wesens, das sie darstellen, ein Zeugnis seines Willens und Trachtens geben, gibt ein größeres, weil ein volles und ganzes Zeugnis eure „Schrift“ dem Geiste, der die Erzväter, eure Propheten und euch durch die „Schrift“ gefangen hält.

Die Erzväter haben mit diesem finsteren, bösen und verlogenen Geiste Bündnisse geschlossen für sich – gegen alle anderen Menschen. Sie schrieben vieles auf und das andere erzählten sie ihren Söhnen, die es aufschrieben und ihren Nachkommen übergeben haben - und keiner hat gelogen, denn der Bund und seine Greuel waren und sind da! Mose nahm das Überlieferte, machte daraus die „Schrift“ und breitete die Greuel aus, weil er den bösen Geist durch die unsichtbaren Seinen besser noch als die Erzväter „offenbaren“ hörte, und auch er wurde sein ergebenster Knecht.

Gott aber,der ewige, allgütige Vater alles Lebens, Der nun Selbst da ist in CHRISTO JESU, sandte die Seinen, und diese gaben Mose und den Seinen auf dem Berge einige Gebote der Wahrheit kund. Mose aber verwarf sie, weil sein Gott anders sprach, ganz etwas anderes verlangte und neue Verheißungen gab. Dem Einwirken der Engel der ewigen Wahrheit nachgebend, schrieb Mose das Gebot der Wahrheit zwar auf, aber nicht so, wie es erst gelautet hat, legte es dann in die Lade zuunterst, schrieb das blutrünstige Gesetz seines „Gottes“ im Dunkeln und legte dieses in der Lade zu oberst, damit das Gottesgebot „Du sollst nicht töten, morden, rauben, stehlen und wuchern“ begraben bleibe unter dem Gesetze des bösen Geistes. Dieser Geist gefällt sich selbst am besten in der „Schrift“; er verbietet es strengstens und bedroht jedermann mit den niedrigsten Flüchen und mit der furchtbarsten Rache, dem es einfallen sollte, sein Bildnis machen zu wollen, und er hat wahrlich allen Grund dazu!

Lese du, Vierfürst, ihr Hohepriester, ihr Schriftgelehrten, Sadduzäer und Pharisäer die „Schrift“, hat Johannes zu seinen Peinigern gesprochen, lasset sie auch jene heidnischen Männer lesen, die so kunstvolle und sinngebende Bildnisse aus Erde und Erz zu machen verstehen, und sinnet dann Tag und Nacht darüber nach, welches Bildnis den Geist der „Schrift“ am deutlichsten darstellen könnte; ihr werdet es schwerlich finden; denn so ein Bildnis läßt sich nicht machen!

Ich, Johannes, dessen Vater Zacharja – so ihr meint, daß er mein Vater ist – ihr vor dem Altare desselben Geistes ermordet habt, weil er mich nicht beschneiden ließ, der stumm war von der Zeit der Ankündigung meiner Ankunft, bis zur Stunde, da ich geboren ward, der mich Johannes nannte, von dem ihr gesagt habt, daß er ein Aschai-Essaier ist und sich nur deshalb stumm stellte, damit er die Satzungen und die Propheten nicht vorlesen müsse; ich, Johannes, dessen alte Mutter ihr samt mir gleichfalls ermorden wolltet und die sich meinetwegen mit mir in die Wildnis gerettet hat, ihr, die ihr wahre Propheten gemordet habt und auch mich ermorden werdet, ich sage euch:

Ihr habt mich und mehrere meiner Jünger festnehmen lassen, und Antipa gibt mich in eure Gewalt, „weil ich aus dem Judentume sei“, nach eurer Behauptung. Diese drei Jünger aber, über die ihr keine Gewalt habt, die haben meine Verantwortung gehört und sie werden sie Dem überbringen, Der vor mir war, Der da ist, Der in Ewigkeit bleibt und Den ihr nicht kennen wollt!

Nicht nur zwei unter jenen, die ihr als eure Propheten bezeichnet, haben von der Ankunft des „Messias“ und von der Menschwerdung Gottes gesprochen; viele wahre und große Propheten haben vorhergesagt in der Wahrheit, daß Gott Selbst kommen werde als Mensch, um die Menschheit aus der Finsternis seelisch-geistiger Wüste und des Abgrundes hinauszuführen zum Lichte der ewigen Wahrheit. Ich aber, Johannes, kann nicht gleich ihnen verkünden, Gott wird kommen, sondern ich muß sagen, Er ist da in CHRISTO JESU, und ihr wollt Ihn nicht kennen! Wir haben Ihn gesehen und Sein Wort gehört! Ich kenne Ihn! Ihr aber fraget immerfort: „Bist du, der da kommen soll? Bist du der erwartete Messias, der das Volk Israel nach den Verheißungen und kraft des Bundes über alle Völker erheben und diese endlich zu unseren Knechten machen wird?“Und ich, Johannes, sage euch weiter:

ER ist in Seinem heiligen ewigen Wesen, Geiste, Leben und Lichte die ewige Wahrheit, die größte Güte, die reinste Liebe, unendliche Vergebung und Erbarmung, die allumfassendste Gerechtigkeit – und Er wird Sich Selbst zur Aufopferung bringen, zum ewigen Zeugnis und zur Erkenntnis allem Geiste, der guten Willens ist, daß Er, CHRISTUS, im ewigen Geiste des wahren Lebens, der Mensch gewordene Gott ist, Der durch das lebendige Wort Seines lebendigen Wesens und Geistes ewiger Wahrheit den Menschen persönlich selbst zeigt, wer und wie der wahre, einzige, ewige und allgütige GOTT ist!

Fraget Ihn nicht – „Bist du es, der da kommen soll?“ – Gehet hin, gehet mit Ihm, sehet und höret Ihn! Wo Er hinkommt, werden die Blinden sehend, Aussätzige und andere Kranke werden gesund, Taube werden hörend, Stumme bekommen ihre Sprache, Lahme gehen, von den Besessenen weicht der irrende oder böse Geist, Verstorbene werden lebendig und auch das Tier, der Baum, das Wasser, das Feuer und der Sturm gehorchen Seiner Stimme!

Ihr wartet auf einen Messias, der euch die Verheißungen eures Bundes bringen soll! Die Erfüllung dieser Verheißungen aber liegt in eurer und jenes finsteren bösen Geistes Gier, durch den eure Schrift entstanden ist, und durch diesen Geist allein werden sich auch seine euch gemachten Verheißungen an euch selbst erfüllen. Weil er dort, wo ihr irdisches Gut und irdische Habe ansammelt, euch auch die Macht gibt, Gewalt über die Beraubten auszuüben, wie ihr bisher allen getan habt, die ihr nicht ausrotten und vernichten habt können.

Gott aber, der ewigen Wahrheit, dem wahren Gott, sind alle Menschen gleich, Er hat keine „auserwählten“ Völker. Ihr aber seid Auserwählte eines Geistes, der ein Geist der Lüge, der Bosheit und der Finsternis ist; daher ist der wahre, ewige Gott in Seinem Erbarmen, Seiner Liebe und Gerechtigkeit, Selbst in CHRISTO gekommen, gerade zu euch, um euch die Augen, Ohren und Herzen aufzutun in Seinem heiligen Geiste der Wahrheit, damit ihr an Ihm, an Seinen Worten und Werken und durch Ihn die ewige Wahrheit erkennt und nicht Sklaven des Satans bleibt, der euch zum ewigen Verderben führt. Nicht also ein und allein euer „Messias“ ist in CHRISTO da, sondern Gott Selbst ist in Ihm gekommen! Er sagt es allen, Er redet das lebendige Wort des heiligen Wesens und Geistes Gottes und Er tut Werke, die allein Gott tun kann!

Gelobt, gepriesen und gebenedeit sei Der,

Der da als Mensch zu uns gekommen ist,

GOTT von Ewigkeit, JESUS CHRISTUS,

im heiligen Geiste der Wahrheit,

die allein Er ewiglich ist!

So und mehr noch sprach Johannes, als ihn Herodes vor der Versammlung verhören ließ, weil sein Tod aus Rache schon beschlossen wurde, bevor sie ihn festnahmen, wie auch Mein Tod längst schon bei ihnen beschlossen ist. Und Johannes ist der erste Mensch, außer Meiner irdischen Mutter, der Mich wahrhaft voll und ganz erkannt hat. Und keiner, der aus dem Weibe geboren ward, ist so groß wie er im Geiste, und doch ist nun der kleinste Geist in Meinem Reiche größer als er, solange Johannes das Irdische an sich trägt.

ICH sage euch:

Johannes sprach die Wahrheit, er ist ein großer Seher durch Meinen Geist und sein Sterben wird kurz sein. Aber vieles, was er jetzt kennt und was er in der Zukunft sieht, wird wahrhaft viel ärger sein, als er sagt. Der Geist der Hebräerschrift wird noch viel Übel stiften, bis sich die Zeiten erfüllt haben.


An die Seinen

(Mitte Oktober 781 d. R.)

Drei Jünger des Johannes, die nicht aus dem Judentum sind, waren dessen Wunsche nachgekommen und hatten den Herrn aufgesucht, um Ihm über das Verhör vor Herodes Antipa durch die Judenoberen zu berichten. Anschließend sprach der Herr zu den Seinen:

Ihr habt von ihnen gehört, wie Johannes vor der Versammlung jener gesprochen hat, die sich zu Richtern über ihn aufgeworfen haben. Ihr wisset jetzt auch, wie der Vierfürst, mehr aber die Judenoberen Johannes verhöhnt und Mich verspottet haben. Sie sprachen zu ihm:

Ist dein CHRISTUS ein Gott, der Tote erweckt, kann er dir vielleicht helfen, daß du nicht sterben mußt für deine Lästerungen, die du hier gegen unseren Gott öffentlich vorgebracht hast. Denn das sagen wir dir: Du bist nach dem Gesetze des Mose gebannet und darfst nicht gelöst werden. Dein Sterben soll aber der Dauer der Lästerungen unseres Gottes angemessen sein. Du hast lange und unerhört unseren Gott, den Herrn Zebaoth, gelästert, und dein Tod soll auch so unerhört werden und dein Sterben lang sein. Was sagst du dazu?

Und Johannes antwortete:

Ich fürchte weder euch, noch viel weniger aber das, was ihr Tod nennt. Ich werde auch im „Tode“ leben. Ihr aber seid lebendig bereits gestorben und werdet im weiteren Leben fühlen, daß ihr tot seid und aus der Qual nicht erwachen könnt; das ist des Lebens und des Todes Unterschied. Wollte ich das, was ihr Leben nennt, behalten, wahrlich, seid ihr alle viel zu ohnmächtig, mir es zu nehmen, ohne daß ich erst Ihn, Den ihr frevelt, lästert und verspottet, darum bitten müßte. Ich aber sterbe gerne, damit mein Zeugnis und ich in ihm lebe!

Und auch das sage ich euch, daß mein Sterben nicht so lange wie das eure sein wird; ich werde in Augenblicken in das wahre ewige Leben eingehen, entgegen eurem Willen, und werde Ihm, weil ich bei Ihm bleiben darf, für euch Mörder bitten, denn ich weiß, daß ihr nur halb aus eigenem handelt. Der Geist eurer Schrift ist es, der durch Vergießen unschuldigen Blutes siegen will, und er wird noch große und größere Triumphe feiern; er wird über seine Macht und Gewalt, die durch die Schrift und durch euch noch auf andere übertragen wird, frohlocken, aber er ist schon gerichtet durch sich selbst, und seine Zeit kommt ganz sicher!

Dies wird geschehen, damit alle, die Gott, Der allein die ewige Wahrheit ist, suchen, Ihn in CHRISTO finden, Ihn in CHRISTO wahrhaft erkennen, und in dieser Erkenntnis, durch den Geist der Wahrheit, durch den auch ich, Johannes, Gott in CHRISTO erkannt habe, mir einst durch denselben heiligen Geist nachsprechen können: CHRISTUS allein ist die ewige Wahrheit, der Geist und das Wesen Gottes, das wahre ewige Licht und der Weg zum wahren ewigen Leben. Er allein ist der wahre Gott, in Seinem heiligen Geiste und Wesen, auch als Mensch JESUS CHRISTUS. Ihm sei Lob, Preis und Ehre in Ewigkeit!

So und gleichen Geistes Ähnliches mehr sprach Johannes. Ihr, die ihr Meine Jünger seid, habt seine Jünger so sprechen gehört.

Sehet aber diese Jünger Johannis’ an. Etliche Tage sind sie bei uns verblieben und sie forderten Mich auf, auch ihnen Wunder zu zeigen. Weil aber in dieser Gegend keine Kranken, kein Lahmer, Blinder, Tauber oder Aussätziger ist, seitdem Ich da bin, sprach Ich ihnen von den Wundern des Lebens, der Seele und des Geistes und seiner Kraft. Und da sie Mich angehört hatten, fragten sie:

Meister, bist Du wahrhaft Der, Der da kommen soll und von dem Johannes sagt, Er sei GOTT, CHRISTUS?

Und da Ich ihnen gesagt habe: Wahrlich sage Ich euch, Ich bin es, -wurden sie ganz traurig und sprachen:

Herr, Du bist ein großer Prophet, größer als Johannes, aber von CHRISTUS erwarten wir große Taten und Wunder; warum willst Du uns kein Wunder zeigen?

Und Justus, der Jüngste von ihnen, sprach:

Meister, Herr, ich kam als Knabe vor Jahren in dieses Land und da Unruhe war, und die Rede von Kriegen, nahm mich der Vater mit sich, und wir zogen nach Gerasa, wo die Schwester des Vaters mit ihrem Manne wohnte. Da ich einmal jenseits des Jordans erwachte, sagte mir der Vater, er habe, während ich schlief, sein Geld vergraben, da er dem Manne seiner Schwester nicht traue, und er zeigte mir den Ort; ich aber war verschlafen und auch zu jung, um mir alles zu merken. Als wir in Cäsarea ankamen, hatte der Mann, der mein Oheim war, eine Reise vor; der Vater ging mit – und keiner kam mehr zurück. Ich sagte der Tante, was mir der Vater gesagt hat, und wir suchten, aber ich fand weder die Gegend, noch den Ort und darum auch das Geld nicht. Kannst Du, Herr, Wunder tun, rufe mir den Vater, wecke ihn aus dem Tode, damit er mich zu dem Orte führe, wo das Geld liegt; denn es war nicht wenig, und wir hätten es gerne. Wie aber sollen wir es erlangen, da Johannes, der es uns hätte sagen können, sicher nicht mehr kommt?

Da sagte Ich ihm: Groß ist dein Glaube, deine Erkenntnis und dein Wissen, o Jüngling! Doch brauchst du deinen Vater des Geldes wegen nicht zu rufen. Gehe mit diesen deinen zwei Freunden wiedermals über den Jordan gegen Gerasa zu und nehmet am drüberen Ufer des Flusses ein Nachtlager. Wenn ihr dann früh erwacht seid, wird ein Feldhuhn vor euch herlaufen. Ihr folgt nach, und am Abend desselben Tages, da, wo das Huhn sich eine Zeitlang niedergelassen haben wird, grabt ihr nach – und du hast dein Geld. Sieh aber zu, mit dem Gelde Gutes zu tun – und nun gehet in Frieden!

Euch ärgerte es, daß diese drei erst so gesprochen haben und dann gegangen sind. ICH aber sage euch heute nochmals: Ärgert euch nicht; denn es ist nicht die Bosheit, die den Geist dieser Menschen leitet, sondern ein großes Unwissen und Geistesarmut; sie waren nur eine kleine Zeitlang Johannes’ Jünger und hörten von den Werken, die Ich tue. Sie wollten also ein großes Wunder sehen, und da sie für das größte aller Wunder blind sind, wird sie gerade die allereinfachste Kraft des Geistes, die gar kein Wunder ist und sie den Schatz doch finden läßt, mit Scheu erfüllen; und sie werden mehr denken! Wüßte Ich nicht, daß sie mit dem Gelde Gutes stiften werden, glaubet ihr, Ich hätte sie hingewiesen?

Und Ich sage euch, daß sie wiederkommen. Auch sie werden Zeugen Meiner Auferstehung sein und ihr werdet sie dann aufnehmen, damit einer von ihnen die Stelle jenes Jüngers einnimmt, der Mich dem Tode preisgeben und vor Mir sterben wird.

Aber auch das sage Ich euch nochmals: Ihr habt euch über diese drei, Bersebas, Justus und Matthias geärgert, weil sie Mich nicht für so groß halten, wie ihr. Sie sind sehr jung und kennen Mich durch Johannes’ Wort kaum, wogegen ihr schon länger bei Mir seid; euch habe Ich Mich offenbart durch Wort und Werke ohne Unterlaß, euch habe Ich gezeigt, daß Ich den Wind, das Feuer, das Wasser und den Sturm zwinge, nicht aber die Menschen!

ICH sage dem Baume, er soll uns seine Frucht geben, und er gibt sie uns zu einer Zeit, da er sonst nicht Früchte hat, Ich sage ihm „pflanze dich dorthin!“, und er verläßt seinen Ort, an dem er gewachsen ist und wächst dort, wohin Ich ihn gewiesen habe.

Alle Kraft zwinge Ich; den Geist aber, der aus eigenem die Wahrheit und Güte von der Lüge und Bosheit unterscheidet, weil er die Kraft der Erkenntnis und seinen eigenen freien Willen hat, seitdem er das Leben von Mir geschenkt bekam, kann Ich nicht zwingen, sondern ihm nur helfen! Der Zwang ist die Schwester der Gewalt, und diese ist die Frucht der Lüge; Zwang und Gewalt sind die Ausgeburten des bösen und finsteren Geistes. Kann also Ich, Der Ich die ewige Wahrheit bin, Gewalt und Zwang ausüben? Nein!

Hat die Kraft Meines Willens alle Dinge, die keine Seele keinen Geist und folglich auch kein Leben haben, so geordnet, daß sie als Kraft und Dinge dem Leben und der Seele des Geistes dienen, war dieses keine Gewalt und kein Zwang, sondern ein wahres Schaffen! Denn die Kraft Meines Wesens und Geistes, die an geist- und leblosen Dingen ihre Macht übt, für den Geist und das Leben eines jeglichen seelisch-geistig-lebendigen Wesens ein Reich zu schaffen, damit sie sich ihres Seins und Lebens bewußt seien und selbst auch darin schaffen, ist die Kraft der Wahrheit und Gerechtigkeit, nicht aber der Gewalt und des Zwanges.

Zwang und Gewalt ist die Frucht der Lüge; diese wendet sich gegen den Geist und dessen freien Willen und gegen das Leben auch dadurch, daß es sich des Geistes gegen den Geist und des Lebens gegen das Leben –und der leb- und geistlosen Dinge gegen das Leben des Geistes und der Seele bedient, um den Geist zu immer größeren Bosheiten, zu Zwang, Gewalttätigkeiten und Lügen anzuspornen.

ICH habe euch schon gesagt, daß jedweder Geist im seelischen Wesen – das in der Anlage seine Gestalt hatte – von jeher da war. Solange er aber die Kraft des Lebens nicht von Mir empfangen hatte, war all der Geist kleiner als das Stäubchen in der Luft, wenn auch die Gestalt des Seelischen in der Anlage noch so groß da war. Hatte aber der Geist einmal das Leben von Mir empfangen und ist er mit seinem seelischen Wesen in ein Reich versetzt worden, wo er anderem Geiste und anderem Leben – nämlich in anderen Wesen wie auch Dingen – begegnen mußte, die ihn anzogen, wuchs der Geist und gleich ihm das seelische Wesen.

Dieses, von Ewigkeit seiner Urbeschaffenheit angepaßt, umschloß ihn wie die Schale den Kern, die der Geist kraft des von Mir empfangenen Lebens durchdringen und nach dem Maße seiner eigenen Entfaltungsfähigkeit so ausbauen konnte, daß auch die äußere seelische Schale in ihrer Gestalt der Beschaffenheit und der Größe entsprach. Dieses Wirken gleicht jenem Geist, der in der Kraft seiner Erkenntnisfähigkeit auch in eurem Seelischen lebt, durch das der Mensch auf diese Erde gekommen ist und so lange noch kommen wird, bis all der Geist, der dort, wo er das Leben von Mir bekam, nicht bestehen konnte oder nicht bestehen wollte, durch das Reich dieser Erde ein Mal gegangen ist.

Jener erkenntnisfähige Geist, der dem Menschen innewohnt mit seinem seelischen Leib und mit seiner Lebenskraft, um durch den irdischen Leib Irdisches zu empfangen und um seinerseits den irdischen Leib zu lenken und sich selbst beherrschen zu lernen, ist die Seele, die allein den Menschen auf Erden schafft und allein dem Menschen innewohnt.

Auch allen anderen seelisch-geistig-lebendigen Wesen ist gleichfalls ein von seiner seelischen Schale umschlossener geistiger Kern eigen; und sie hätten niemals ohne dieses seelisch-geistig-lebendige Kernwesen im Irdischen entstehen können, so wie auch ohne diesen Kern jetzt und künftig kein irdisch-lebendiges Wesen entstehen kann. Dieser andere seelisch-geistig-lebendige Kern ist aber niemals eine Seele erkenntnisfähigen Geistes und kann eine solche in Ewigkeit niemals werden, weil sie in Ewigkeit keine Seele erkenntnisfähigen Geistes war, und weder ihre Form und Gestalt noch die Beschaffenheit ihres Geistes es je erlauben wird. Der nicht erkenntnisfähige Geist bleibt in allen seinen Arten ewiglich das, was er in den Arten des Tier- und Pflanzenreiches dieser Erde ist.

Die Kraft all dieses Geistes ist auf Grund des Mangels der Erkenntniskraft auch durch das seelische Wesen der besagten Arten streng begrenzt; die Kraft der Erkenntnisfähigkeit und der Entfaltung des Willens des Geistes der Seele des Menschen ist aber in einem bestimmten Sinne unbegrenzt; und diese Seele geht deshalb einmal als Mensch durch das Irdische, damit sie eine Grenze kennenlerne, sich eine Grenze setze und erkenne, daß es für sie eine Grenze gibt, über die sie deshalb nicht hinausgehen soll, weil das ewige Sein ihres Geistes und ihrer selbst an seinen Willen gebunden ist und an seine Eigenschaften; diese Seele entfacht, bannt, erweitert, entfaltet aber durch ihre Gefühlskräfte den Willen und die Eigenschaften ihres Geistes, läßt sie neu aufleben und kann sie immer wieder anders beeinflussen.

Der erkenntnisfähige Geist ist so groß wie er veränderlich ist – und die Veränderlichkeit liegt in seinem eigenen freien Willen. Demzufolge soll er erkennen, daß er trotz seiner so überaus hohen Vollkommenheit doch auch zutiefst unvollkommen werden kann, wenn er die größte und höchste Vollkommenheit des ewigen Wesens und Geistes Gottes, wenn er GOTT, Der allein die ewige Wahrheit ist, nicht sucht - und Mich, Der Ich in aller Ewigkeit, also auch in Meiner Menschwerdung unveränderlich, allmächtig, allwissend und allgütig bin, nicht erkennen will.

ICH sage euch: Der Geist vieler Menschen geht weit über die Grenzen der Erkenntnis, indem er sich über Gott erhebt, und da er jedoch fühlt, daß es unmöglich ist, Gott niedriger als sich selbst zu stellen, leugnet er Ihn, verwirft Ihn, spricht das Wort GOTT mit Spott aus und haßt jene, die ihre Seele und ihren Geist zu Ihm wenden, indem sie Ihn suchen. Die guten Menschen suchen deshalb Gott, weil sie Gott die ewige Wahrheit und sich selbst nicht kennen. Sie haben „Götter“; aber der Geist der Wahrheit, dessen Licht in ihrer Seele lebt, sagt ihnen, daß diese „Götter“ keine Wahrheit und deshalb kein Gott sein können. Da sie aber den wahren Gott nicht kennen, verehren sie das, was ihnen andere als „Gottheiten“ vorsetzen, weil sie zumeist auch noch mit Zwang und Gewalt dazu verhalten werden.


Teil 6

An die Menge der Zuhörer

Nun gibt es aber ein Volk, das alle anderen Völker unter diesen Gott, der alle anderen Völker unter dieses sein auserwähltes Volk zwingen will, auf daß auch alle anderen ihm gleiche Opfer bringen. Und dieser Widersacher des Lichtes ewiger Wahrheit, dieser Vater der Finsternis, der Bosheit und der Lüge - will es nicht, daß die Menschen den wahren Gott erkennen, weil er ihr Gott sein will, und um die Wahrheit unauffindbar zu machen, häuft er Lügen auf, eine größer und boshafter als die andere, um sich, wenn die Zeiten sich erfüllt haben, in den eigenen Schlingen zu fangen.

Er hatte seinen Knechten genau schildern lassen, wie er diese Welt in sechs Tagen erschaffen haben will, aber die Zeit ist nahe, wo ihn seine anderen Knechte, die diesen dagewesenen ähnlich sind, auch dieser Lüge überführen werden. Er ließ den Führer-Propheten seines auserwählten Volkes „offenbaren“, wie er den ersten Menschen aus Lehm gemacht und diesem irdischen Gefäße den „Odem des Lebens“, die Seele in die Nase eingehaucht habe. Der zweite Mensch aber, das Weib, das er aus der Rippe des ersten Menschen gezogen haben will, hatte dieselbe Lebenskraft; weil er aber da nicht hauchen wollte, hat das Weib zwar auch ein Leben, der Auslegung der Rabbanen nach aber keine Seele!

Sehet, wie die Männer dieses Volkes das Weib bewerten, und Menschen werden kommen, die im gleichen Geiste des Satans es ihnen nachtun werden. Ein solcher „Gott“ befahl seinen Knechten dieses und vieles dessen, was ansonsten seines Geistes ist, auch noch aufzuschreiben, auf das die „Schrift“ von einer solchen Allmacht zeuge „ewiglich“!

ICH aber sage euch: Eine solche „Allmacht“ ist ein Machwerk! Und gerade jene Schrift wird erhalten bleiben, auf daß, wenn die Zeiten sich erfüllt haben, die Menschen den verlogenen, bösen und finsteren Geist erkennen, der durch seine Lügen den Geist der Menschen in seine eigene Welt und Finsternis zieht, damit sie Gott die ewige Wahrheit und auch sich selbst nicht erkennen!

Dieser „Gott“ der höllischen Finsternis will es nicht, daß die Menschen sich als lebendige Seele erkennen und wissen, daß sie von Ewigkeit mit Gott der ewigen Wahrheit da waren als seelische und geistige Wesenheiten, die gleich dem Gott der Finsternis, der ein solcher durch seine späterhin aus eigenem erdachte Verlogenheit und Bosheit geworden ist, in derselben Zeit des Anfanges das Leben von und aus Mir empfangen haben, weil Ich die ewige Wahrheit, Güte und Liebe bin.

Nicht also der verlogene und finstere Geist der Schrift, und auch nicht der wahre Gott hat den Menschen aus Erde geformt, wie ein Töpfer sein Geschirr, sondern die lebendige Seele erkenntnisfähigen Geistes war es, die, in das Reich der Erde gelangend, von der Frucht der Kraft des vor ihr angelangten Lebens nahm, den Leib des irdischen Menschen bildete, und, immer mehr vom Irdischen nehmend, im Laufe der Zeiten sich eine immer festere Gestalt schuf, bis diese endlich so ward, wie sie gegenwärtig ist.

Als der böse arme „Gott“ aus dem Abgrunde der Finsternis seines höllischen Reiches kam, fand er diese Welt, von deren Erschaffung und Vorhandensein er bis dahin keine Ahnung hatte, und auch die Seelen, die er so lange gesucht hatte, fand er auf dieser Erde als Menschen vor; und er versuchte alles Mögliche, um gleichfalls so viel vom Irdischen an sein Wesen zu nehmen, wie es den Menschen möglich ist. Weil er aber erkennen mußte, daß sein Wesen und sein obgleich so großer und einst noch unendlich größerer Geist dazu unvermögend ist, beschloß er, geistig weiter also zu wirken, wie er es einst getan hatte, und es gelang ihm nach langen, langen Zeiten, Seelen in Menschen zu finden, die ihm einst schon nahegestanden waren und die er auch hier leicht dazu bewegen konnte, ihn zu ihrem „Gott“ zu erheben, auf daß sie den Gott der ewigen Wahrheit nicht suchen und alles verwerfen, was Seiner Güte Liebe, Erbarmung, Vergebung und Gerechtigkeit auch nur ähnlich wäre.

Der arme Rachegott aller Unseligkeit warf seine Netze aus, hat einen großen Fischzug gemacht und wird noch einen viel, viel größeren machen. Aber er bleibt in denselben Netzen, die er auswarf, ganz zu unterst mitgefangen, mag er eine Zeitlang noch so jubeln und dabei auch noch so wüten.

Es soll von der „Schrift“, der Frucht seines finsteren und blutrünstigen Rachegeistes, kein Buchstabe und kein Jota genommen werden, bis sich die Zeit erfüllt, zum Zeugnis und zur Erkenntnis allen, die guten Willens sind.

Es kommt die Zeit – und sie ist gar nicht ferne – daß viele Menschen, durch die finsteren Lehren der Schrift dieses Volkes und durch die Lehren Meines bis dahin bis zur Unkenntlichkeit entstellten Wortes irregeführt, ohne Gotterkenntnis, ohne Selbsterkenntnis, ohne wahres Wissen und ohne Glauben an das ewige Leben dem Sterben und dem „Tode“ entgegen wandeln werden, in eine Finsternis, aus der es ohne guten Willen zur wahren Erkenntnis kein Entrinnen gibt. Sie werden es diesem Volke nachtun, gleichfalls der irdischen Machtgewalt, dem Reichtum und dem Wohlergehen zum Nachteile ihrer Mitmenschen nachjagen in der Meinung und in dem Glauben, dieses Leben sei das einzige, wahre und wirkliche Leben, das ohne Rücksicht auf andere, ja auch auf deren Kosten, im Übermaße genossen werden müßte, bevor der Mensch in die finstere Grube sinke.

ICH, die ewige Wahrheit, das wahre Licht und das wahre ewige Leben, Gott, bin kraft des Willens Meines Geistes durch Mein Wesen Mensch geworden, um den verirrten Seelen den Weg zu Mir in Mein Reich zu weisen, ihnen Mein Wesen und Meinen Geist persönlich als Mensch zu offenbaren. ICH bin gekommen, um Mich und die ewige Wahrheit Meiner Selbst für sie aufzuopfern, damit den Greueln der Blut- und Brandopfer, dem bösen Geiste des Abgrundes höllischer Finsternis Einhalt getan und er als der Vater aller Lüge und Bosheit, als Satan und Mörder der Seelen und der Menschen vom Anfange erkannt werde.

Damit aber das Maß zum Überlaufen voll werde, werden jene, die sich für eure Nachfolger ausgeben werden, eine Lehre aufstellen, die klar betrachtet dahin lauten wird, daß Ich als „gehorsamer Sohn“ dieses Vaters gekommen sei, um Mich Selbst auch seiner Blutgier aufzuopfern, die Flüche, mit denen er die Menschheit durch die Schrift seines Geistes beladen hat, zu sühnen, alle seine finsteren Lügen als Wahrheit zu bestätigen und ihn bei den Menschen zu verherrlichen.

Jeglicher wahre Glaube und mehr noch das wahre Wissen wird durch ein solches Geschehen und Vorgehen erstickt werden, und jeder denkende Mensch wird sich viel weniger darüber wundern, daß viele sich von einer solchen widerspruchsvollen Lehre abwenden, als vielmehr darüber, daß andere sie fanatisch und hartnäckig verteidigen und für Meine einzig dastehende Wahrheit ausgeben können.

Zu jener Zeit werden unter all den Menschen, die Meinen Namen und Mein Wort – soweit dieses bis dahin doch noch rein erhalten geblieben ist – kennen werden, gerade diejenigen noch der Erkenntnis der Wahrheit zugänglich sein, die sich in ihrem Herzen oder auch offen sagen: Er, Christus, war ein wahrhaft guter Mensch, voll der Güte, Liebe, Erbarmung, Vergebung, Gerechtigkeit und Selbstaufopferung, ein Geist, über den niemand sich hinwegsetzen kann, der sich selbst als einen wahren Menschen bezeichnen will; er hat der Wahrheit sein ganzes Tun und Handeln und selbst sein Leben so schwer geopfert, wie keiner vor ihm, noch nachher. Möchten die Menschen seiner Lehre nach auch nur ähnlich zu handeln wenigstens versuchen, müßte das von ihm erwähnte Reich Gottes schon auf Erden zu bilden sein.

Diese und solche Menschen werden trotz ihres sonstigen Unwissens und Unglaubens nicht schlecht und boshaft sein, obwohl sie Gott, Engel, Seele und den bösen Geist als bloße Worte ohne Wesenheit betrachten und die Wahrheit des ewigen Lebens nicht des Nachdenkens wert halten werden, und Ich sage euch:

Diese und solche Menschen werden nicht verloren gehen, weil sie nicht böse, sondern irregeführt sein werden; und sie gelangen zur Erkenntnis der ewigen Wahrheit nach dem irdischen Leben im Jenseits viel eher als jene, die Mich, Meinen Namen und Mein Wort weiterzutragen angeben, aber dem Satansgeist der Schrift, der Bosheit und der Lüge – in schwerstem Frevel und Lästerung des heiligen Geistes der ewigen Wahrheit Meines Wesens und Meines Namens dienen werden!

Und in gleichem Geiste mit diesen Frevlern wird zu jener Zeit auch noch weiteres Otterngezücht aufstehen, das sich bemühen wird, jenen, die da von Mir sagen werden, daß Ich ein wahrhaft guter Mensch war, auch noch diese Handvoll Erkenntnis zu rauben. Dieses finstere Gezücht wird behaupten, daß Ich gar nicht da war und daß ihr es seid, die ihr Mich aus Märchen habt entstehen lassen. Dieser Satansanhang wird Mir sogar Mein Dasein als Mensch mit allen Mitteln der Lüge, Bosheit und Tücke abzusprechen suchen, dabei aber über das wirkliche Wesen und den Geist dessen, der sich durch die „Schrift“ Jahweh, El Schaddai, Zebaoth und sonstwie noch nennt, werden diese Seelenmörder wohlbewußt schweigen.

Zu jener Zeit wird es unter jenen, die in Meinem Namen lehren werden, gar nicht wenige geben, denen das wirkliche Wesen Jahwehs- El Schaddais nicht verborgen bleiben wird, weil sie beim Lesen der „Schrift“, die seinen Geist und seine unersättlich-unstillbare Blut- und Rachegier dokumentiert, von Grauen und Ekel ergriffen sein werden, und sie werden seinen Geist in ihrem Lehramte möglichst zu umgehen trachten, weil sie – in Besorgnis um ihr eigenes Wohlergehen – die Kraft nicht aufbringen werden, offen aufzutreten, offen zu bekennen und offen der Wahrheit ihrer Erkenntnis Zeugnis zu geben.

Da aber auch ein solches stilles Trachten nicht verborgen bleiben wird, werden desto mehr andere aufstehen und mit der Schrift des Geistes der Hölle in der emporgehobenen Hand werden sie Länder und Meere durchziehen, um Genossen der Finsternis, der Lüge, der Bosheit und des Unwissens zu gewinnen.

„Hier ist die Wahrheit!“ wird es in tausend Lagern ertönen und die Armen werden von einem dieser Lager in das andere taumeln, aber die ewige Wahrheit werden sie nicht finden, weil man Mich ihnen boshaft und auch im Unwissen vorenthalten und sie lehren wird, daß ihnen Mein wahres Wort und Mein Geist verborgen bleiben wird und sie keine Erkenntnis der ewigen Wahrheit gewinnen werden können.

Und um diese Zeitwende wird Mein wahres Wort durch euch den Menschen wieder mit Hilfe eines Mittlers gegeben werden, ohne jede Herrlichkeit und ohne Schaugepränge, jenen Menschen, die nicht wissen werden, wie ihnen geschieht, die aber, arm im Geiste an Bosheit und reich an gutem Willen, den Geist der Wahrheit, der Mein Geist ewiglich ist, freudig von euch aufnehmen werden, sich und vielen anderen zur Erkenntnis und zum Heile des wahren ewigen Lebens.

Die Menschen wollen Gott in Seiner Herrlichkeit sehen; sie glaubten und glauben, wenn Gott einmal zur Erde käme, um sie persönlich Selbst zu lehren, daß dieses mit einem Schaugepränge und einer Herrlichkeit geschehen müßte, die in keinem Märchen zu finden sind. Sie denken so und sie glauben so, weil sie Gott und Seine wahre Herrlichkeit nicht kennen! Wie sollten sie es aber auch, da ihnen ihre eigene Herrlichkeit unbekannt ist, weil sie als die größte Herrlichkeit das ansehen, was das gerade Gegenteil der Herrlichkeit ist. Und das ist es, was auch einige unter euch, die ihr bei Mir seid, an der vollen Erkenntnis Meines wahren Wesens hindert – und ihr denket mitunter und gelegentlich, daß es besser wäre, wäre Ich in Gottes Herrlichkeit und Kraft – wie die Menschen sie sich falsch vorstellen – und in einem Schaugepränge gekommen, das kein Mensch jemals gesehen hat!

ICH aber sage euch wiedermals:

Ich bin in Meiner Kraft gekommen, die niemals als Mensch verkörpert da war, noch zum zweiten Male da sein wird. In derselben Herrlichkeit und Kraft stehe Ich vor euch – in der Herrlichkeit und Kraft der reinen ewigen Wahrheit!

Die Menschen aber beachten die Herrlichkeit der Wahrheit nicht, ja, sie verachten diese größte aller Herrlichkeiten deshalb, weil sie durch Mich ohne Schaugepränge gekommen ist, und weil Ich keine Gewalttätigkeiten im Sinne der von ihnen gemeinten „Herrlich-keit“ übe; denn ihrem Wissen, ihrem Glauben, ihrer Erkenntnis und ihrem eigenen Trachten nach gäbe es ohne unumschränkte Ausübung von Gewalttätigkeiten keine Herrlichkeit.

ICH tue Werke, die – in sich selbst schon gut und heilig – Meine Kraft bestätigen, Werke, die nur Gott tun kann! ICH tue sie zum Zeugnis Meiner Kraft, der Kraft Gottes; Ich tue sie aber auch, damit sie viele zur wahren Erkenntnis führen. Sehet aber die Menschen: die Armen bestaunen diese Werke, und durch sie selbst von Übeln befreit, danken sie Gott, Den sie nicht kennen; Mich aber wollen sie dieser Werke wegen zu ihrem Könige erheben, denn sie sagen sich, daß es dann keinen Hunger, keine Krankheit, kein Übel und kein Sterben mehr gäbe. So weit reicht ihr Geist und ihre Erkenntnis!

Und sage Ich ihnen, daß Ich kein König dieser Welt und dieses Volkes sein kann, weil Mein Reich nicht von dieser Welt ist und Ich die Werke zur Bestätigung und zum Zeugnis Meines Wortes tue, auf daß sie Mir glauben, wenden sich gerade die Menschen aus der Beschneidung ab oder gegen Mich und sagen:

Er ist ein großer Prophet, aber er erhebt sich selbst und lästert unseren Gott; sicher hat dieser ihn gesandt, wie er uns vor Zeiten Propheten gesandt hat; aber er wähnt, selbst Gott zu sein und will aus maßloser Überhebung nicht unser König werden!

Die Pharisäer, Schriftgelehrten, Oberen und Sadduzäer, die so oft die Kraft Meines Willens, durch welchen Ich die Werke tue, mit eigenen Augen und eigenen Ohren bestätigt fanden, und selbst jene von ihnen, welche die Auswirkung dieser reinen Kraft der ewigen Wahrheit am eigenen Leibe bestätigt fanden, stehen boshaft und heimtückisch wider Mich auf und schreien: Er hat den Teufel!

In ihrer Finsternis, Verblendung und Bosheit sehen sie nicht, wie unendlich hoch sie durch solche Worte den Teufel über ihren eigenen Gott erheben, wenn sie ihm ein Vollbringen solcher Werke zutrauen, wie Ich sie täglich und stündlich tue.

ICH habe euch und ihnen immer wieder die Schrift vor Augen gehalten, erklärt, und immer wieder habe Ich gesagt: Leset diese eure „Schrift“, wie sie ist - und sehet, welchen Geistes dieser euer „Gott“ ist! Zeiget Mir die Stelle, wo er auch nur ein einziges Mal und auch nur mit einem einzigen Worte das wahre, ewige Leben erwähnt!

Zeiget Mir die Stelle, wo er auch nur ein einziges Mal sagt, daß er die ewige Wahrheit sei! Alle seine Verheißungen, für die er ohne Ausnahme Blut- und Brandopfer an Mensch und Tier verlangt, gehen über den Zeitlauf des irdischen Lebens kein Jota hinaus, weil er sich selbst der Wahrheit des ewigen Lebens boshaft entgegenstemmt und euch die Wahrheit verheimlicht. Trotzdem aber gebietet er, die mit ihm gegen alle Völker der Erde geschlossenen Bündnisse ewiglich zu halten, schwört im grimmigen Zorn „furchtbare Rache“ und flucht jedem, der seinen Bund umgeht oder Außerachtlassen würde, und unnachsichtlich fordert er durch seine Propheten die Ausrottung – also die Ermordung – aller, die seiner Blutgier nicht genüge tun wollen.

Obwohl er gleich euch und gleich allen Wesen der Seele und des Geistes aus der Ewigkeit und in ihr eingeschlossen ist, kennt er ihre Bedeutung und ihren Bestand nicht. Er gebietet den ihm ergebenen Menschen, ihren Bund mit ihm ewiglich zu halten, und sagt, daß er diese Welt und den Menschen geschaffen habe. Trotz seines großen Geistes bedenkt er aber nicht, daß auch Menschen denken und selbst wissen, daß das, was erst geschaffen ward und wird, der Ewigkeit unmöglich so angehören kann, wie es ist, weil es so, wie es ist, zu werden angefangen hat und also auch endet, daß es hingegen nicht zu jener Beschaffenheit, die ohne Ursprung ewiglich da ist, verwandelt wird oder verwandelt werden kann.

Auch er weiß, daß alle die unzählbare Mannigfaltigkeit seelischer Wesen mit ihrem gleich mannigfaltigen Geist niemals mehr zur Urbeschaffenheit ihres ewigen Seins – wie es vor dem von Mir geschaffenem Anfange gewesen ist – zurückkehren kann, weil all das Seelisch-Geistige, von Meiner Lebenskraft durchdrungen, lebt und das Leben niemals mehr weder verlieren noch abstoßen und auf keine wie immer gedachte Art einbüßen kann.

Aber weil der finstere Geist in seiner Tücke und verlogenen Bosheit dessen eingedenk ist und daher verheimlicht, fordert er Menschen auf, seinen Bund ewiglich zu halten, ohne zu bedenken, daß das Menschengeschlecht auf Erden durch die Kraft des Lebens des Geistes der Seele entstanden ist und daß mit den letzten zwecks einmaliger Menschwerdung zur Erde gelangten Seelen erkenntnisfähigen Geistes auch das Menschengeschlecht auf Erden sein Ende finden muß.

Viele von euch sind gekommen, um zu sehen, einige auch, um zu hören; ihr aber sollt alle mit offenen Augen sehen und mit offenen Ohren hören. Viele von euch haben bereits gesehen und sie können sich nicht satt sehen. ICH aber sage euch, daß ebenfalls blind bleibt, wer nicht offenen Ohres, reinen Herzens und guten Willens den Geist Meines Wortes aufnimmt, ebenfalls blind bleibt, mag er noch so viel und noch so Großes gesehen haben. Gesehen und gehört habt ihr anderswo von anderen und auch bei euch selbst vieles; wenig aber davon war und ist eines Geistes, der gehört, das Gesehene bestätigt hätte und es auch umgekehrt hätte bestätigen können; denn das Gehörte hörte sich zwar gut an, widersprach aber dem Gesehenen so, wie dieses dem Gehörten.

Es offenbart ein jegliches Werk den Geist seines Vollbringers und Schöpfers. Dieser aber kann kraft seines Wortes gerade seinen Werken ein anderes Gesicht, anderes Aussehen, wie auch einen anderen Sinn geben und den Schauenden dadurch so trügen, daß dieser blind dafür bleibt, welch ein oft unendlicher Unterschied zwischen den Werken und Worten eines und desselben Geistes besteht, und welch eine tiefe Kluft zwischen beiden gähnt! Die Werke eines solchen Geistes sind böse; sein Wort aber nennt sie gut, und dieser Geist ist Geist der Heuchler, die unter allen Verbrechern am tiefsten stehen und die so tief im Sumpf höllischer Finsternis stecken, daß sie nur sehr schwer zu retten sind. Sie sind gerade daran einem jeglichen anderen Geiste, der guten Willens ist, erkennbar, weil sie das Böse gut nennen und selbst auch noch heilig preisen.

Derselbe Geist der Heuchler, der seine eigenen bösen Werke gut nennt, nennt ganz dieselben aber von einem anderen gleichen Geiste geübten Werke böse und verwirft mehr noch alle guten Werke eines dritten Geistes, so diese nicht allein ihm zugute kommen; mit aller Bosheit aber tritt er diesem Dritten entgegen, so dessen gute Werke und Worte auch nur den Anschein tragen, die Bosheit seiner Werke und die Heimtücke seiner Worte aufzudecken.

Die Werke, die ihr unter euch und euresgleichen gesehen habt, ensprechen nur wenig oder gar nicht den Worten der so Werktätigen – und das auf die Dauer angesehen und angehört, wird schließlich als selbstverständlich oder gar als notwendig angesehen, trübt das Gehör, Gesicht, Gefühl, führt irre und treibt zu gleicher Tätigkeit, indem es aus einer Bosheit hundert andere schafft.

Wer aber unter euch Ohren zu hören hat, der höre: Mein Wort bestätigt Meine Werke, Meine Werke bestätigen Mein Wort, und Ich Selbst bestätige durch Mein Wort und Meine Werke den Geist, der in seinem und Meinem Wesen, Worten und Werken dieselbe unwandelbar gleiche ewige Wahrheit ist! Was ihr an Mir sehet und was ihr von Mir höret, ist der Geist und die Kraft Gottes, in Wort und Werken dieselbe und die gleiche ewige Wahrheit, die Ich bin, Den ihr nun als einen euch im Aussehen gleichenden Menschen vor euren Augen sehet.

Es soll euch Mein da angenommener Leib nicht täuschen; denn seid stets dessen eingedenk, daß nicht so sehr das Wesen als solches, sondern daß der Geist des Wesens maßgebend ist, auch dem Wesen. Nicht das Wesen macht den Geist aus, sondern der Geist das Wesen, was ihr an allen Wesen lebendigen Geistes in dieser Welt bestätigt findet, und wovon allein das Wesen des Menschen eine Ausnahme macht, weil unter allen Wesen lebendigen Geistes, die ein Mal durch diese Welt gehen, allein der Mensch erkenntnisfähigen Geistes ist.

Der Geist eines jeglichen anderen ein Mal durch das Irdische gehenden Wesens lebendiger Seele, sei es der des Gewächses des Feldes und Waldes, oder der des Tieres, entspricht der hier getragenen Gestalt, Form und Beschaffenheit seines irdischen Leibes und Körpers vollkommen. Allein der Leib und die Gestalt des Menschen täuschen oft, ja leider gar so oft über den erkenntnisfähigen Geist der lebendigen Seele, die er ist, und er täuscht nicht nur die anderen Seinesgleichen, sondern auch noch sich selbst über so vieles gerne hinweg.

Darum kommt es, daß so ein Mensch trotz des Wesens seines irdischen Leibes und seiner Gestalt nicht selten seelisch und geistig tief unter das niedrigste Tier sinkt, weil dieses, wenn auch nicht eines erkenntnisfähigen, so doch eines reineren Geistes ist als jener Mensch, der seine ganze Erkenntnisfähigkeit in den Dienst des bösen Geistes höllischer Finsternis stellt und diesen Dienst in heimtückischer Heuchelei gut nennt.

Aber auch so mancher Menschenleib und so manche Menschengestalt täuscht viele andere darüber hinweg, daß sie eine lebendige Seele im Irdischen kleidet, die kraft ihres erkenntnisfähigen Geistes an die reinen Wesen Meines Reiches heranreicht und bis zur Gottähnlichkeit entfaltet ist, weil ihr Geist guten Willens der Wahrheit zu dienen und Gutes zu tun trachtet, auch ohne zu wissen, wer und wie das Wesen und der Geist der ewigen Wahrheit ist.

In beiden solchen, aber in vielen noch anderen Fällen kann kein erkennnisfähiger Geist auf die Dauer getäuscht werden, so er nicht selbst getäuscht werden will, denn die Werke der Menschen bestätigen ihren Geist unverkennbar und geben das beredsamste Zeugnis darüber, inwieweit sie gut oder wieweit sie böse sind. Aber ein noch größeres Zeugnis ihres Wollens und Trachtens geben sie durch die Wahl ihres „Gottes“ oder ihrer „Götter“, die kein Gott und keine Götter sind, weil es Gott nur Einen gibt, der Kraft Seines ewigen Wesens, Geistes und Lebens die ewige Wahrheit, das wahre Licht und das wahre ewige Leben ist.

Diese heilige Wahrheit ist noch keinem Volke von seinem Gott oder von seinen Göttern verkündet worden, sooft sie auch durch wahre Propheten Meines Geistes den Völkern verkündet worden ist, da sie in diesen Worten den Propheten gegeben, von ihnen nicht voll und ganz erfaßt werden konnte. Denn ein jeglicher Geist der Erkenntnis greift durch den Geist vom Geist zum Geist und erfaßt voll und ganz das Gegebene, so er auch des gleichen Wissens mit den Gebern wird, die des gleichen Geistes mit ihm sind in gutem Willen.

Die meisten unter euch verehren „Götter“, von denen sie eine Anzahl gut, die anderen böse nennen. Und so sie alle die Götter gleich verehren, sind sie selbst gut und böse zugleich, weil ihr eigener Geist, an die Götter gelegt, den Geist solcher Götter und damit auch den Wahn schwerster Irrtümer des eigenen Geistes schafft.

Es gibt viele unter euch, die an guten Göttern mehr Gefallen finden als an den bösen; andere wieder unter euch sind bösen Göttern mehr geneigt und demnach sind die einen in ihren Werken eines besseren Geistes und Willens als die anderen, die nicht so guten Willens sind. Doch aber stehen selbst auch diese noch unendlich hoch über jenen Heuchlern unter euch, die das Gute böse und das Böse gut nur deshalb nennen, um ihre eigenen bösen Werke gut nennen zu können. Diesen Heuchlern die ewige Wahrheit zu predigen, ist umsonst und eine vergebliche Mühe. Denn das Heilige, die ewige Wahrheit erklären sie haßerfüllt als Lüge, umso mehr, je mehr sie erkennen, wieviel Güte, Liebe, Erbarmung, Vergebung, Gerechtigkeit und Selbstaufopferung sie üben müßten, um Kinder der Wahrheit, Kinder Gottes werden zu können.


Teil 7

Weiter – an die Menge der Zuhörer und die Oberen

Seit jeher haben wahre Propheten auf Erden durch reine Wesen Meines Reiches der Menschheit verkündet, daß Gott Selbst unter die Menschen kommen und sie lehren wird, Ihn, Der allein die ewige Wahrheit und das wahre ewige Leben ist, so zu erkennen, wie Er wahrhaft ist. Und nun offenbare Ich Mich dieser Welt jetzt nicht mehr durch sie, sondern bin Selbst gekommen, um alles das persönlich Selbst zu erfüllen, was diese Propheten der ewigen Wahrheit – von den Meinen unterrichtet – ihren Mitmenschen über Mich vorausgesagt und gepredigt haben. ICH bin die Wahrheit und das ewige Leben! ICH bin das wahre Licht, welches in die Wüste der Finsternis des Geistes dieser Welt leuchtet, zum Zeugnis und zur Erkenntnis allen, die guten Willens sind.

Wer guten Willens ist, der kommt zu Mir, hört Mein Wort, sieht Meine Werke, und so er auch nicht erkannt hat, Wer Ich kraft Meines Geistes wahrhaft bin, geht er doch in Frieden wieder; denn er fühlt, daß Mein Wort Gottes Wort, daß Meine Werke Gotteswerke sind, – und das sei zum Zeugnis und zur Erkenntnis für alle Zukunft gesagt, daß ihr, die ihr von den finsteren Knechten und Sklaven eines unvergleichlich mehr noch finsteren, verlogenen und bösen Geistes gottlose Heiden genannt werdet, daß gerade ihr in Frieden zu Mir kommt, und wie viele von euch von Mir gehen mögen, sie gehen mit höherem Frieden von Mir. Keiner von euch bedrängt Mich und keiner von euch verspottet Mich, so er Mein Wort nicht fassen kann; jeder von euch kommt in Frieden, hört, sieht – und so er wieder geht, geht er mit höherem Frieden, da er guten Willens gekommen ist. So übet ihr guten Willens den Frieden, und Mein Friede begleitet euch!

Betrachtet aber den „guten“ Willen und den Frieden, den die Vorderen, Oberen und ihrer Weisung nach auch der Großteil des Volkes der Hebräer Mir entgegenbringen, Der Ich gerade ihnen zum Zeugnis und zur wahren Erkenntnis gekommen bin. Sehet, wie die Pharisäer, Schriftgelehrten und die Judenoberen Mich hassen, verfolgen, bedrohen, bedrängen und zu beseitigen trachten, wie sie das Volk gegen Mich aufwiegeln und hetzen, wie sie Mich verspotten, verachten, wie sie Mir fluchen und den Ihrigen unter Drohungen der Rache ihres Gottes verbieten, Mein Wort zu hören und selbst auch der Werke Meines Erbarmens teilhaft zu werden; alles das gerade nur deshalb, weil sie wissen, daß Meine Werke Gotteswerke sind und Mein Wort die Wahrheit ist wie Ich Selbst die ewige Wahrheit bin.

ICH komme zu ihnen in Frieden, bringe ihnen die Wahrheit und kraft der Wahrheit auch das wahre ewige Leben, und - sie fluchen Mir! Ihre eigene „Schrift“ halte Ich ihnen vor und kraft des Buchstabens dieser Dokumente weise Ich ihnen nach, welch finsterer Geist der Lüge und der Bosheit der Urheber und der Vater dieser Schrift ist. Sie aber – selbst des Geistes dieses ihres Vaters voll – schreien, daß Ich ihren Gott lästere, wie ihn noch niemand gelästert habe.

ICH sage ihnen, daß selbst dem sicheren Wissen vieler anderen Völker nach diese Welt und die Menschen auf Erden unzählige Jahrtausende bereits bestanden haben und da waren, bevor noch der Gott ihrer Schrift gefunden hat, daß er es sei, der erst vor kurzem alles das und ganz anderes geschaffen haben will, als es von der Wahrheit und in der Wahrheit geschaffen ward; und weiters sage Ich, daß er sich in seiner alten Verlogenheit durch eine solche seine Offenbarung selbst neuer Lügen straft, indem er Zeugnis gibt, wie ferne gerade er der Schöpfung dieser Welt steht.

ICH halte ihnen vor Augen, wie boshaft, verlogen, heimtückisch und finster der in den Dokumenten ihrer Schrift sich „Gott“ nennende Geist ist, so er den Menschen – als sein allererstes Gebot – die Erkenntnis des Guten und des Bösen unter Todesdrohungen verbietet; und Ich frage sie, ob denn eine zwar niemals dagewesene sprechende Schlange im Vergleich zu einem solchen ihren „Gott“ nicht tausendmal mehr Erkenntnis und auch Wissen den Menschen offenbart hätte als er. Sie würde ihnen nämlich die Wahrheit der Unsterblichkeit einer jeglichen lebendigen Seele und auch die Wahrheit verkünden können, daß ein jeder erkenntnisfähige Geist, der im Irdischen der Mensch allein ist, unbedingt und unabwendbar sowohl zur Erkenntnis des Guten und des Bösen als auch zur Erkenntnis der Wahrheit und der Lüge zu gelangen trachten und wahre Güte auch üben muß, so er gottähnlich werden will.

Und so Ich sie auffordere, Mir oder wenigstens sich selbst offen und ehrlich einzugestehen, ob eine solche wahrheitsliebende und wissende Schlange nicht himmelhoch über einen „Gott“ zu stellen wäre, der den Menschen die Erkenntnis des Guten und des Bösen unter Drohungen des ewigen Todes verbietet, den es in der Wahrheit nicht gibt, schreien sie Mir zur Antwort „Gotteslästerer“ zu, fluchen Mir so gräßlich, wie ihr „Gott“ sie durch die Dokumente der Schrift seines Geistes fluchen lehrt. Nach gleichen Lehren derselben Schrift schwören sie die furchtbarste Rache, wie solche auch nur ihr Gott schwören und an jenen üben kann, die, an einem solchen Geiste Gefallen findend, seine Knechte und Sklaven sind, mit denen er nach seinem Belieben verfahren kann, weil sie seines Geistes, Willens und seines Trachtens übervoll sind.

ICH beachte weder ihr Fluchen, noch ihre Drohungen, halte ihnen vor, daß Ich sie weder kränken noch ärgern will, weil Ich kein Ärgernis, sondern der Friede bin in der Wahrheit, kraft welcher Ich sie aus der Wüste geistiger Finsternis und aus den giftigen Klauen des Fürsten dieser Welt – der ein Gott aller Asasels ist – befreien und sie durch die Erkenntnis der ewigen Wahrheit, die allein Ich bin, zur wahren Erkenntnis und zum wahren ewigen Leben führen will. Sie aber speien gegen Mich, heben Steine auf und es geschieht wahrlich nicht nach ihrem Willen, so diese ihnen wieder aus den Händen fallen, bevor sie noch geworfen werden.

Umsonst weise Ich ihnen wieder kraft des Buchstabens ihrer Schrift nach, daß es keinen blutrünstigeren, rachsüchtigeren, vernichtungsgierigeren und verlogeneren Geist geben kann, als es der Urheber dieser ihrer „Schrift“ ist. Umsonst weise Ich immer wieder darauf hin, daß kein Mensch, der auch nur teilweise, doch aber noch menschlich zu denken und zu fühlen vermag, unmöglich eine so grenzenlose Blut-, Rache- und Vernichtungsgier gutheißen kann, wie der Geist ihrer Schrift sie übt und auch sie, die ihres Geistes und Trachtens wegen seine Auserwählten sind, zwingt, gleiche Schandtaten unter Drohungen furchtbarster Rache zu üben.

ICH führe ihnen vor Augen, daß nur der niedrigste und heimtückischeste Heuchler sich herbeilassen kann, so viel und so namenlos Böses guzuheißen und den Urheber alles dessen, den Geist der Finsternis, Lüge und Bosheit auch noch als Gott zu preisen und zu loben, nur deshalb, weil er durch den Mund seiner Propheten behauptet, Gott zu sein!

Und weiter erkläre Ich ihnen: So ihr einen solchen Geist als euren Gott „dreimal heilig“ preiset, seid ihr wahrlich seine auserwählten Söhne! Und daß ihr es seid, beweisen eure Blut- und Brandopfer, beweisen die Ströme frisch vergossenen dampfenden Blutes, Opfer, vor denen selbst den verirrtesten Heiden graut und ekelt. Ihr selbst aber prahlet damit, wie furchtbar dieser euer Gott, wie grimmig sein Zorn und wie entsetzlich seine Rache ist!

Die Heiden hören es, sehen euch und eure Opfer, kennen euch und diesen euren Gott - verachten aber ihn und euch, weil sie zwischen Gut und Böse ehrlicher unterscheiden als ihr; denn keiner ihrer Götter verbietet ihnen unter Todesdrohungen, vom Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen zu nehmen und vollauf zu erkennen, was gut ist, wie auch, was böse ist.

Alle Hinweise aber, alle Beweise, alles Zureden, alles Anrufen einer ganz einfachen Vernunft und bloßer Menschlichkeit, alles ist gegenüber einem solchen Geiste umsonst; ja, je unwiderlegbarer die Beweise, je freundlicher das Zureden und je weniger sie vernünftigerweise auf das Vorhalten bloßer Menschlichkeit und Menschenwürde erwidern können, desto grimmiger ist ihre Wut, ihr Zorn, ihr Haß - und indem sie Mich als „Gotteslästerer, der sich selbst zu Gott macht“, verwünschen und verfluchen, beharren sie noch fester in dem Geiste ihres Gottes. Im Wissen, daß Ich vaterlos in diese Welt gekommen bin, beschimpfen sie Mich mit Worten, deren Bedeutung ihre eigene Herkunft bestätigt und schreien noch lauter: Wir haben einen Vater, unseren Gott!

ICH aber sage ihnen: Dieser euer Vater ist der Satan, ein Seelen- und Menschenmörder vom Anfange an, ein Oberster seiner Asasels, der in Meinem Reiche des wahren ewigen Lebens nicht bestanden ist, weil er Lüge aus eigenem redet, Vater der Lüge ist, Mich, Der Ich die ewige Wahrheit und das wahre ewige Leben bin, haßt, wie ihr Mich hasset, die ihr seine Sklaven und Knechte seid mit Willen, weil sein Geist und seine Gelüste euer Geist und eure Gelüste sind.

Und wiederum kommen sie mit denselben Fragen, wer Mich gesandt habe und wer Mein Vater sei; denn sie wollen nichts anderes, als daß Ich ihren „Vater und Gott“ als Meinen Vater und Gott anerkenne.

So Ich ihnen aber sage: Gott, der wahre himmlische Vater alles Lebens ist die ewige Wahrheit und die ewige Wahrheit bin Ich, wie Ich das wahre Licht und das wahre ewige Leben bin und der Anfang, - dann fluchen, schimpfen, höhnen, spotten und schreien sie aufs neue:

Mensch, trotz deiner Weisheit, trotz deiner Kraft, deiner wohl auch guten Worte und Werke, bist du doch nur ein uns leiblich gleicher Mensch, und bist du der Vater alles Lebens, müßtest du dich uns nicht allein als Mensch, sondern auch als der himmlische Vater zeigen können; du müßtest das Land zum Meer, das Meer zum Land machen, die Sonne stille stehen und den Vollmond bestehen lassen – tue das, und wir werden dir glauben.

Nun sage Ich ihnen, daß Ich nicht allein, um Mich ihnen zu zeigen, sondern auch um ihnen die ewige Wahrheit wesentlich persönlich zu sagen, diese Meine Menschengestalt angenommen habe, da irdische Menschen, die unmöglich ihre eigene Seele, die sie sind, sehen können, unendlich weniger das ewige Wesen Gottes mit ihren irdischen Augen zu schauen vermögen.

ICH halte ihnen vor, daß sie als Menschen Wesen der Seele, des Geistes und des Lebens sind im irdischen Leibe, der dem Wesen ihrer Seele nachgebaut und gebildet ist, daß sie aber nur dieses irdische Gebilde schauen, obwohl sie Seele sind und lebendig miterfühlen in allem ihren Denken und Wirken.

Wie, frage Ich sie, können sie in ihrer seelisch-geistigen und auch irdisch-leiblichen Finsternis verlangen, Ich solle ihnen Mein ewiges Wesen als Vater alles Lebens sichtbar machen? Und weil sie es in ihrer Bosheit, Heuchelei und Verlogenheit doch tun, sage Ich ihnen:

Wer Mich sieht, der sieht den Vater alles Lebens, wer Mich kennt, der kennt Den, der Mich gesandt hat, wer Meine Werke sieht, der sieht Gotteswerke, wer Mich hört, der hört Gott, Den ihr von nun an kennet, da ihr Mich sehet.

Und auch das sage Ich euch, daß Mich große Scharen in aller Zukunft der Ewigkeit nicht anders werden schauen können als allein im verklärten Wesen dieser Meiner Gestalt.

Ihr behauptet, Gott zu kennen durch eure Schrift, Ich aber sage euch, daß sich durch eure Schrift der Widersacher Gottes ewiger Wahrheit selbst als solcher bestätigt, ihr aber gerade an ihm deshalb Gefallen findet, weil eure Gelüste seine Gelüste, sein Geist und sein Trachten sind, und darum sage Ich euch nochmals: Ihr kennt Gott nicht; denn würdet ihr G0tt kennen, müßtet ihr Mich erkennen! Und viele werden Mich erkennen, zu ihrem eigenen und vieler anderen ewigem Heile.

Fragt einer nach dem himmlischen Vater, so soll er wissen, daß Er in Mir ist wie Ich in Ihm, und daß wir nicht zwei sind, sondern Einer, Ich, Der ich euch das sage. Und da sie vor Wut und Grimm zu schreien und zu schimpfen, zu fluchen und zu verwünschen aufhören, spreche Ich zu ihnen von euch Heiden und erkläre ihnen, daß es kein Volk außer ihnen gibt, dessen Götterschriften die Unsterblichkeit der lebendigen Seele nicht als die unumgängliche und nicht zu ändernde, schon in ihrem Sein und Dasein begründete Tatsache bestätigen würden. Und Ich frage sie weiter, was der Geist und Gott ihrer Schrift, wie auch jene, zu welchen derselbe Geist und Gott in der Schrift „ihr seid Götter“ spricht, was diese, was er und was die Schrift über die Wahrheit des ewigen Lebens zu berichten wissen? Erst durch diese Frage werden sie betroffen – und schweigen. Denn ihr Gott und seine Schrift hat für die lebendige Seele nichts anderes übrig, als den Tod und die Grube!

Sie wissen das, denn sie kennen den Buchstaben ihrer Schrift und den in diesem Buchstaben gelegenen Geist genau und sie wissen auch, wie selbst jener Vordere, Obere, Prediger, König und Prophet zugleich, den sie für den herrlichsten und weisesten Großen ihres Volkes halten und ausgeben, den Buchstaben des Geistes seines und ihres Todes- und Grubengottes bestätigt und verherrlicht.

Und Ich sage ihnen weiter: Eine solche erhabene Weisheit mußte doch gleichfalls in Buchstaben erhalten bleiben, um jeglichem nach gleicher Größe und Herrlichkeit strebenden Geiste vorbildlich zu sein - und deshalb steht in eurer Schrift geschrieben:

Dem Menschen geht es wie dem Vieh: wie dessen Tod, so auch sein Tod. Alles ist eitel, denn alles führt in die Grube, alles an einen Ort; denn vom Staube wird alles und alles wird wieder zu Staub. Darum ist ein lebendiger Hund besser als ein toter Löwe, denn die Lebendigen wissen, daß sie sterben, die Toten aber wissen nichts, haben auch keinen Lohn mehr und ihr Gedenken ist vergessen.

Und Ich rufe ihnen zu: Wie groß muß euer Wissen und eure Weisheit sein, so ihr im Geiste dieses Buchstabens den Gipfel des Wissens und der Weisheit wähnet und sehet? Ihr Heuchler! Wohl fühlet ihr die heimtückisch-boshafte Verlogenheit des Geistes eines solchen Wissens wie auch das Traurig-Niedrige einer solchen Weisheit, die an sich selbst Tod und Grube, auch euch da mit hinabzieht, die ihr aber trotz besseren Fühlens und trotz besseren Wissens in dem Geiste des Buchstabens eurer Schrift verharret, weil dieser Geist der Geist eures Gottes, der Geist eurer Väter, Vorderen, Oberen, Könige und Propheten und euer eigener Geist ist.

Unzählige Male habe Ich es euch gesagt, daß der wahre ewige Gott kraft der unwandelbar gleichen Wahrheit Seines heiligen Geistes das wahre ewige Leben ist, der Vater alles Lebendigen und aller Lebendigen, die deshalb niemals mehr ihr Leben verlieren können, weil dieses die Kraft Seiner Lebenskraft ist. Er ist es, Der von dieser Seiner Kraft einstens allem Seelisch-Geistigen gegeben hat, damit es – gleich Ihm –lebe, und niemand kann dem Lebendigen mehr diese Kraft nehmen, wie sie auch kein Lebendiges weder verlieren, noch weglegen kann, auch dann nicht, so es das Leben mit eigenem Willen von sich werfen will, weil das wahre Wesen alles Lebendigen die lebendige Seele und die ihr nun eigene Lebenskraft Gotteskraft ist.

Das Sein der Seele ist nicht in dieser Welt, sondern in der Ewigkeit begründet, und deshalb kann diese Welt das Sein der lebendigen Seele weder kürzen noch verlängern, weder schaffen noch vernichten, weil es ist; denn wäre das Sein einer jeglichen Seele nicht ewiglich, wäre sie – und daher auch ihr – nicht da! Und wie ihr es nicht ungeschehen machen könnt, da zu sein, noch weniger könnet ihr es verhindern, im Jenseits weiter zu sein, weiter zu leben, und allein das ist und bleibt maßgeblich, wie der erkenntnisfähige Geist sein Leben gestalten und wohin er gelangen will.

Denn nur sein eigener freier Wille entscheidet, ob er wieder in das Reich Gottes, das Reich des Lichtes der ewigen Wahrheit und des wahren ewigen Lebens oder in das Reich des Satans, in den Pfuhl höllischer Finsternis einzieht – zu einem Leben ewiger Todespein. Euer Gott ist der Geist dieser Todespein und der Grube! ICH aber bin die Wahrheit und das wahre ewige Leben!

Und weiter spreche Ich zu den Hebräern: Viele unter euch sind es, die besseren Wissens und auch Willens wären als ihr Gott, da sie trotz seiner Drohungen mit dem Tode, doch von der eigenen Unsterblichkeit und Unvernichtbarkeit der lebendigen Seele überzeugt sind. Denn sie beweisen es dadurch, daß sie selbst „Totenbefrager“ sind, Weissager und Propheten suchen, bezahlen und sie insgeheim hochhalten, sie aber nach außen hin verleugnen und zu verachten angeben. Werden sie aber mit ihnen beim „Totenbefragen“ und beim Weissagen ihrer Verstorbenen angetroffen, reden sie sich auf die „Schrift“ aus und berufen sich auf König Saul und auf den Propheten Samuel, welchem Ich das Zeugnis gebe, daß er unter allen euren falschen Propheten der heimtückischeste und allein an Blutgier noch von seinem Günstling und eurem König David übertroffen ist.

Die Besprechung des armen, gehetzten und verratenen Saul mit dem verstorbenen heimtückischen Samuel bei der „Prophetin“ zu Endor ist der einzige Punkt in eurer Schrift, der den Tod und die Grube des Geistes eures Gottes beiseite stellt und Zeugnis gibt, daß der Verstorbene lebt, gerufen werden, kommen und sich durch geeignete Propheten so mitteilen kann, wie sein Geist, sein Wille, sein Trachten und seine Erkenntnis ist. Samuel bestätigt aber noch mehr; denn seine Worte an den einst armen, nun aber im eigenen Lichte des Friedens in wahrer Erkenntnis stehenden Saul sind die Worte desselben heimtückischen Asasels aus dem Jenseits, wie dieser auf Erden war: Tod und Vernichtung Sauls und Ausrottung seines ganzen Hauses, was dann auch der zweite Asasel, David, als dankpflichtiger Schüler seines Meisters bald auch gründlich besorgt hat.

Und Ich sage ihnen auch das noch, daß sie ihr Wissen über die Wahrheit der Unsterblichkeit jeglicher lebendigen Seele viel weniger dieser Stelle ihrer Schrift, als vielmehr euch Heiden zu verdanken haben; Ich führe ihnen nochmals vor Augen, daß, wenn eure Götter auch keine solchen, sondern nur irrende Vorstellungen eures nach der Erkenntnis der Wahrheit falsch suchenden Geistes sind, dieser aber trotzdem in ihnen die Wahrheit des ewigen Lebens findet.

Diese, wenngleich bloßen und falschen Vorstellungen, bergen doch unendlich Erhabeneres in sich als ein lebendiger Geist, der sich durch seine Propheten Gott nennen läßt, sich selbst Gott nennt, vor Mir aber, Der Ich die ewige Wahrheit und Das wahre ewige Leben bin, nichts anderes ist als das, was Ich euch schon wiederholt gesagt habe: Satan, Seelen- und Menschenmörder vom Anfange an, Lügner, der in Meinem Reiche der ewigen Wahrheit nicht bestanden ist, ein Vater der Lüge, die er aus eigenem erdacht hat.

Da entflammt ihre Wut in seinem Geiste gegen Mich aufs neue, und Ich sage euch: Längst würden sie Mich getötet und beseitigt haben, wäre Ich nicht auch der Herr über die Zeit, die Ich Mir Selbst gesetzt und Mir Selbst bestimmt habe. Erst wenn die Zeit da sein wird, erst dann werden sie Mich martern, Mich an das Kreuz schlagen und sie selbst werden es tun, weil sich keine andere Hand dazu finden wird.

Gleich dem heimtückischen Heuchler David vorausrechnend, werden sie gerade das Kreuz zu Meinem Sterbelager ausersehen, um später heuchlerisch verkünden zu können, daß es keine Todesart ihres Gesetzes sei und sie daher Mir und dem Kreuze ferne stehen; denn also hat auch der heimtückische Einschleicher David seine blutrünstigen Werke heuchlerisch reinzuwaschen versucht, nachdem er die armen Söhne des von ihm und seinesgleichen mit teuflischer Bosheit umstrickten und verratenen Königs Saul zur Kreuzigung an Fremde verkauft und sie ihnen ausgeliefert hat, damit das ganze Haus des, wenn auch rauhen und zornigen, so doch geraden und ehrlichen Königs Saul ausgerottet und vertilgt werde.

Aber auch noch andere Wege sucht die Heimtücke der Pharisäer und Schriftgelehrten-Heuchler: Seit langem schicken sie Mir ihre bezahlten Echaimen überallhin nach, damit diese unter den Armen ihres Volkes, die Mir anhängen, die Lüge verbreiten, daß Ich der Letzte des Hauses Davids sei und sie Mich überall mit dem Rufe empfangen sollen: Hosanna dem Sohne Davids! Hosanna dem König Israels! Hosanna dem König der Juden!

Sie wissen, wie kurz die Römer mit jenen verfahren, die in Landen ihrer Obrigkeit nach einem eigenen Königtum trachten; und deshalb verbreiten sie diese Lüge, damit Ich ihrem Hasse und ihrer Rache in keinem Falle entgehen könne, und so alle ihre Anschläge gegen Mich versagen sollten, Ich den Schlingen dieser Lüge nicht entrinne.

ICH Selbst will ihnen gar nicht entrinnen, allem erkenntnisfähigen Geiste, der guten Willens ist, für alle Zukunft der Ewigkeit zum Zeugnis und zur Erkenntnis, welchen Wesens, Geistes, Willens und Trachtens Ich bin und welchen Geistes ihr Gott ist und sie sind: Sie, die seines Geistes voll sind, werden Mich nach seinem Gesetze richten, bannen und Mich in seiner wie in ihrer eigenen Blut- und Rachegier martervoll in der Meinung sterben lassen, Mich, die ewige Wahrheit, für alle Zukunft beseitigt zu haben. Es bleibt zum ewigen Zeugnis und zur ewigen Erkenntnis da, trotz aller Heimtücke und Bosheit, die gerade diesen Unterschied zu verschleiern, zu verfinstern und unkenntlich zu machen suchen wird.


Teil 8

An die Judenoberen

(782 d. R.)

Über den Hebräergott

Euer Vater und Gott verbietet euch die Erkenntnis des Guten und des Bösen, auf daß ihr seine Bosheits-, Blutgier- und Rachewerke gut und unsträflich findet und euch selbst in gleichen Gelüsten ergehet. Er sperrt euch den Weg zum Baume des ewigen Lebens ab, auf daß ihr der Lüge, allein Erde zu sein und wieder Erde zu werden, glaubet, allein an die finstere Grube des ewigen Todes denket und demgemäß alle eure Lüste in den von ihm euch gegebenen Verheißungen zu befriedigen trachtet, zum Nachteile aller anderen Völker, die er gleich euch haßt, und sie euch deshalb auszurotten oder sich dienstbar zu machen befiehlt, weil sie eines ganz anderen Geistes und Trachten sind als er und ihr.

Der Vielgötterei wegen nennet ihr die Völker Heiden, obwohl einige nur einen wahren, ewigen und allein guten Gott über alle anderen, ob nun eigenen oder fremden Gottheiten, stellen, vielfach aber auch keine solchen neben Ihm haben, freilich ohne Ihn zu kennen. Ohne aber daß es eure Schrift hervorhebt, und ohne daß ihr schreiet: Wo ist ein Gott, der so ist wie unser Gott, dem kein Gott gleich ist? wissen es die Völker und auch Ich bestätige es euch, daß es keinen zweiten solchen „Gott“ gibt; denn deshalb, um es nicht euch allein, sondern dieser Welt und dem Jenseits zu bestätigen, bin Ich gekommen, und wie schon oft, so ihr Mir diesen euren Gott als euren Vater vorgehalten habt, sage Ich euch auch jetzt:

Dieser euer Vater ist der böse Geist höllischer Finsternis, der in der Wahrheit nicht bestanden, aus eigenem Lügen redet, Vater der Lüge ist. Und daß er ärger als alles das ist, bestätigt er doch durch die Dokumente eurer Schrift selbst so deutlich, daß nur die gleiche Lüge, Bosheit, Blut- und Rachegier es verwerflich-heuchlerisch, anders als es ist, zu deuten trachtet, und weil ihr es tuet, deshalb sage Ich euch:

Wohl sehet und höret ihr, Wer Ich bin. Aber gerade deshalb schreiet ihr Mir zu: Gotteslästerer, der du ein Mensch bist und dich selbst zu Gott machst, weil Ich euch die Wahrheit sage, wer euer Gott und Vater ist, dessentwegen ihr Mich „Gotteslästerer“ heißet und dessentwegen ihr Mir fluchet mit denselben Flüchen, die als ohnmächtige Frucht seines namenlosen Hasses und seiner grenzenlosen Rachegier allein sein und euer Eigen sind. Diese werden sich deshalb nur auch an euch so auswirken, wie sie sich an ihm und seinesgleichen seit der Zeit auswirken, seitdem er sie erfunden und sich zu eigen gemacht hat.

Also macht euer Gott aus euch Götter, damit ihr seinen Gelüsten nachkommt. So aber Ich, die ewige Wahrheit, euch die Wahrheit sage, heißet ihr Mich „Gotteslästerer“, fluchet Mir mit den Flüchen, die sein und euer Eigen sind und sinnet auf nichts anderes als allein darauf, daß Ich seinet- und euretwillen vor dem Volke sage, er hätte Mich gesandt und wäre, wie der eure, auch Mein Vater, denn nur deshalb allein bedrängt ihr Mich vor dem Volke mit den Fragen, wer Mein Vater sei und wer Mich gesandt habe.

So Ich euch aber auf solche Fragen antworte, daß Ich Selbst gekommen und Mein eigener Vater Selbst bin, fluchet ihr Mir und fraget weiter dasselbe; also sage Ich euch: Wer Mich kennt, der kennt Den, Der Mich gesandt hat1, wer Mich sieht, der sieht den wahren Vater alles Lebens, wer Mich kennt, der kennt den Vater und von nun an kennet ihr Ihn und habt Ihn gesehen, weil ihr Mich sehet!

Und nun fluchet ihr wieder, nennet Mich den verfluchten, unbeschnittenen Samariter, der den Teufel hat. Und deshalb sage Ich euch wiedermals:

Ihr werdet sterben in eurer Bosheit und in euren Sünden, da ihr nun wisset, wer Ich bin. Aber ihr nehmet Mich nicht an. Und viele unter euch werden in der eigenen und in der Finsternis eures Gottes und Vaters umkommen, weil sie, seines Geistes und Trachtens übervoll, alles daran setzen werden, um Mich, Mein Wesen, Meinen Geist, Meinen Namen und Mein Wort zu entstellen und zu vernichten, auf daß die Finsternis eures Gottes und Vaters auf Erden herrsche, und sie in ihr, zum eigenen und vieler anderen Verderben.

Mein Wort ist die ewige Wahrheit, weil Ich in Meinem Wesen, Geiste und Leben die ewige Wahrheit bin und deshalb ist auch Mein Wort Wesen, Geist und Leben!

Dieses Firmament und diese Erde werden vergehen, Mein Wort aber bleibt ewiglich, weil es Wesen, Geist und Leben der ewigen Wahrheit ist, die Ich bin!

Diejenigen aber, die aus reinem Gefühl ihrer Seele nach der ewigen Wahrheit fragen und suchen werden, werden Mich, allein Mich, finden und sie werden an Mir nicht vorbeigehen, sondern sie werden vor Mir halten, zu Mir aufschauen und sie werden wahrhaft die Meinen werden, gleich diesen Meinen heute, von welchen viele nur aus Furcht vor eurer Gewalttätigkeit und Rachsucht sich scheuen, Mich offen vor euch zu bekennen.

Wollt ihr Kinder Gottes ewiger Wahrheit sein, dürft ihr keine Gesetze der Blut- und Brandopfer halten, kein Gesetz blutig schamloser Verstümmelung, kein Bundeszeichen eines Geistes, der mit dem verkehrten Geschlecht da Bündnisse gegen alle anderen Völker der Erde schließt, Rache und Vernichtung schwört, selbst unter den seiner Finsternis Verfallenen Auge um Auge und Blut um Blut zu rächen fordert – und der lebendigen Seele nichts als Endziel zu geben weiß, als den Tod und die Finsternis der Grube.

Ihr dürfet nicht Propheten, Diener und Knechte dieses Geistes hören und ihnen folgen, denn sie sind Wölfe in Schafskleidern, die heuchlerisch anders reden als sie denken und sich als Fromme verstellen, um euch anzulocken und zu verderben.

Wollt ihr Kinder Gottes ewiger Wahrheit sein und das ewige Leben haben, befolget das Gesetz der ewigen Wahrheit, welches wahre Propheten alle Zeiten hindurch den Völkern verkündet haben und welches auch Ich euch sage, weil es mein Gesetz ist:

Was ihr wollt, daß andere euch tun, das tuet ihr vorerst ihnen! Das ist das Gesetz der ewigen Wahrheit, und so sprachen alle dagewesenen wahren Propheten, die zu bestätigen Ich nun Selbst gekommen bin, damit auch ihre Voraussagen Meiner Menschwerdung und ihr Wort, daß die Menschen von Gott Selbst gelehrt werden, erfüllt sind.

Und deshalb sage Ich euch: Jeder, der von Gott gelehrt sein und ihn wahrhaft erkennen will, der kommt zu Mir, und so er guten Willens ist, wird er Mich erkennen!

ICH bin der Hirte, der für die Seinen das Leben hingeben wird zum ewigen Zeugnis und zur wahren Erkenntnis vieler. ICH werde dieses Mein Leben hingeben und es Mir wieder nehmen; niemand nimmt es, sondern Ich gebe es Selbst hin, denn Ich allein habe die Macht, es hinzugeben, und Ich allein habe die Macht, es Mir wieder zu nehmen.

Wer mich kennt, der kennt den, der mich gesandt hat – das heißt: niemand hat Mich gesandt, Ich Selbst bin gekommen!

Die Werke, die Ich tue, geschehen in Meinem Namen, in Meiner Kraft, und das sage Ich euch immer wieder: so ihr schon meinem Worte gefühllos, widerwillig und ungläubig zuhöret, seid wenigstens der Werke wegen zugänglich, denn auch in ihnen lebt Mein Geist, Mein Wille, Mein Licht und Meine Kraft, und ihr könnt sie weder ungeschehen machen noch leugnen.

Und fragt Mich nicht wieder, wer Mein Vater sei! Denn Ich habe euch gesagt und sage wieder: Wer Mich kennt, der kennt den Vater alles Lebens in der Wahrheit, die allein Ich ewiglich bin! Wer Mich hört, der hört den Vater in Meinem Worte des Lichtes und des ewigen Lebens, und wer Mich sieht, der sieht den Vater, und von nun an kennt ihr Ihn und habt Ihn gesehen!

Weil allein Ich die ewige Wahrheit bin und das wahre ewige Leben, ist euer Gott ein Vater der Lüge, weil alle seine Worte und Werke das gerade Gegenteil Meiner Worte und Werke sind.

Das aber ist eure Sünde, die euch nicht vergeben werden kann, weil ihr wisset, daß Ich die Wahrheit spreche, daß Ich die Werke der Wahrheit tue und die Wahrheit bin. Ihr aber ergeht euch in den schändlichen Gelüsten eures Vaters und in seinem Namen verfolgt ihr Mich, schreiend, daß Ich diesen euren Gott lästere!

Die Kraft Meines Geistes sagt euch aber durch euren Geist, daß ihr ein Unrecht der Lüge und der Bosheit an Mir übt; doch ihr unterdrückt gewaltsam die Mahnung Meines Geistes, die euren Geist durchdringt, und in der Lüge des Geistes eures Vaters verharrend, sündigt ihr vorsätzlich und wissentlich gegen Meinen Geist, der allein der Geist der Wahrheit ist. Vorsätzlich bleibt ihr dem bösen Geiste der Lüge anhängend und könnet der Vergebung nicht teilhaftig werden, weil ihr diese gerade so boshaft abstoßt wie die Wahrheit, die Ich im Wesen Meines Geistes bin.

Wäret ihr arm am Geiste, wäret ihr seelisch taub und blind, und könntet ihr nicht fassen, wäret ihr ohne Schuld; da ihr aber großen Geistes seid, wohl hörend, wohl sehend und wohl fassend, euch aber den Anschein gebet, als ob ihr nicht fassen würdet, so bleibt eure Schuld.

Die Seele mit ihrem Geiste ist eines ewigen Seins, und daher auch nicht erschaffen, sondern als seelisch-geistiger Same seit aller Ewigkeit mit und neben Mir dagewesen in der weltenlosen Leere der Unendlichkeit, gleich den Grunddingen der seelen- und geistlosen Materie zerstreut und brachliegend!

Wehe der Welt des Ärgernisses wegen und wehe den Menschen, durch welche die Ärgernisse kommen! Wer mit dem Schwert umgeht, der wird durch das Schwert umkommen! Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet; verdammt nicht, so werdet ihr nicht verdammt, vergebet, so wird euch vergeben, und betet ‘Vergib uns, so wie wir vergeben’!

Zeuge Ich von mir selbst, ist Mein Zeugnis wahr; denn Ich weiß, woher Ich gekommen bin und wohin Ich gehe. Also bin Ich es, der Ich von Mir Zeugnis gebe. Ihr kennet Gott nicht, denn wenn ihr Gott kennen würdet, müßtet ihr Mich kennen, ihr kennet weder Mich, noch den Vater, denn kenntet ihr Mich, kenntet ihr den Vater. Denn wer Mich kennt, der kennt den, der Mich gesandt hat. Wer Mich sieht, der sieht den Vater, wer Mich kennt, der kennt den Vater, und von nun an kennet ihr Ihn und habt Ihn gesehen. Er ist in Mir, so wie Ich in ihm!

Sage Ich euch die Wahrheit, so glaubet ihr nicht. Wer aus Gott ist, der hört Gottes Wort; ihr aber wollt Gottes Wort nicht hören, weil ihr nicht aus Gott seid!

Ihr schimpft Mich „Mamzer“, behauptet, daß Ich ein Sohn der Unzucht sei, ihr suchet Mich und die Reine, durch die Ich Mensch geworden bin, in den Schmutz und Sumpf eurer eigenen, so niedrig unrein-sittenlosen und jeder Menschlichkeit hohnsprechenden Wüstenei, dessen, was ihr Eheleben nennt, zu zerren; denn euch ist alles wahrhaft Heilige und Reine ein Greuel! Wohl wisset ihr, daß kein Mensch Mein Vater ist, es keiner sein kann; denn Ich sage euch immer wieder, daß allein Ich die ewige Wahrheit bin – und so ihr schreiet: ‘Was ist die Wahrheit?’, Ich euch stets auch antworte:

Gott ist die ewige Wahrheit und die ewige Wahrheit bin Ich!

Nicht aber, daß Ich es euch nur sage; denn wohl sehet ihr an Meinen Werken, Wer Ich bin, und es soll dem ewigen Zeugnis zur Erkenntnis dienen, daß selbst jene unter euch, an denen Ich Gotteswerke getan, Mich „Zauberer“ heißen, der Ich „ägyptische Künste“ üben und mit dem Teufel im Bunde stehen soll. Aber gerade ihr seid doch die gezeichneten Söhne jener Väter, die „ewige Bündnisse“ gegen alle Völker und Nationen der Erde mit dem Teufel immer aufs neue geschlossen haben; hat doch dieser ihnen für das schamlose Blutopfer der Vorhaut und für die Greuel der Blut- und Brandopfer an Mensch und Tier Verheißungen irdischer Machtgewalt, des Reichtums, der Herrlichkeit und des Wohlergehens auf Kosten aller anderen Nationen und Völker gegeben und sie zu halten ihnen immer wieder bei den Namen der vielen Teufel geschworen.

Welche Anstrengungen habt ihr schon gemacht, wieviele Schekel Silberlinge habt ihr ausgegeben, und was alles habt ihr bis jetzt nicht gescheut zu unternehmen, um irgend einen Menschen namhaft zu machen, von dem es hieße, daß er Mein leiblicher Vater sei – und schon habt ihr geglaubt, den richtigen Mann dazu gefunden zu haben, der um Geld fähig ist, alles zu tun. Und wahrlich, dieser Mensch hat es euch bestätigt, daß er um Geld alles zu tun fähig ist, und er hat mehr getan als das, was ihr euch von ihm erhofft habt; denn nicht umsonst haben auch andere ihm den Beinamen „Pantheros“ schon lange zuvor gegeben.

Damit er sich für den Bräutigam oder auch für den Vergewaltiger der Jungfrau, der so Heiligen und Reinen, die durch Mich Mutter geworden ist, öffentlich ausgebe, habt ihr ihm eine Summe Geldes versprochen. Diese sollte er aber erst dann erhalten, so diese eure Lüge eine entsprechende Verbreitung und Festigung gefunden haben würde; und redlich hat der Mensch sich bemüht, genau so ehrlich zu sein, wie ihr es seid!

Die Lüge hat Fuß gefaßt, zwar nur unter euch Beschnittenen, aber dennoch, und der Mensch verlangte das ihm versprochene Geld. Damit jedoch niemand wisse, daß ihr die Urheber der Lüge und die Zahler seid, habt ihr ihn an den Geldverleiher Perez ben Schomel nach Cäsarea gewiesen, und da dieser in geheimer Unterredung den Mann betrügen, ihm viel weniger geboten, aber die ganze Summe als von ihm bezahlt bestätigt haben wollte, griff ihm der Mensch an den Hals und hielt ihn solange fest, bis Perez ben Schomel kein Lebenszeichen mehr gab. Dann nahm er nicht nur viel Geld, sondern auch Goldsachen an sich, und diese wurden ihm zum Verhängnis.

Er wurde ergriffen, vor Gericht gestellt, hat alles bekannt und so wurden nicht nur eure Heimtücke und Lügen, sondern alles euer Treiben gegen Mich ruchbar. Die Tat dieses Menschen und auch sein Blut klebt an euch, die ihr die gleichen Seelen- und Menschenmörder seid, wie euer Gott ein Seelen- und Menschenmörder vom Anfang an ist.

Der böse Geist nennt sich selbst einmal ganz richtig: El Schaddai; ein andermal Herr Zebaoth, dann wieder Adonai; vielfach will er seinen Namen überhaupt nicht nennen, dann ist er ein Jahweh, der Herr der Heerscharen, verweigert seinen Namen aufs neue und sagt: „Ich bin, der ich bin“ und: „Kein Mensch kennt meinen Namen“ – worauf er fluchend und drohend gleich wieder der „allmächtige Gott“ ist, voll Blut- und Rachegier. Durch die „Schrift“ gibt er an, diese Welt und alles in ihr in sechs Tagen erschaffen zu haben, und die Juden zählen demnach die Jahre des Bestehens dieser Welt.


Teil 9

Über die Lügengeschichten der Pharisäer und Schriftgelehrten

Ihr Pharisäer, ihr Oberen und Schriftgelehrten, ihr Heuchler, die ihr genau wisset, daß es schon Jahrtausende vor der angeblichen Erschaffung und vor dem angeblichen Zeitpunkte eurer Schrift Völker und Nationen ringsum gegeben hat, die an Wissen und Können damals schon unendlich weiter waren, als ihr heute seid! Ihr Lügner und Heuchler, ihr wisset genau, woran ihr mit der Mär des Paradieses und der angeblichen Stammeltern seid: ihr kennet die Finsternis und die Bosheit des Verbotes der Erkenntnis des Guten und des Bösen wie auch die Tücke der Sperre des Weges zum Baume des ewigen Lebens; aber nur der hochmütige Sadduzäer spricht aus boshafter Schadenfreude darüber, um euch Heuchler zu ärgern!

Und dieselben Sadduzäer sind es, die desgleichen euch die Mär von Noah mit seiner dreihundert Ellen langen Arche, die von allem Getier der Erde paarweise und dazu die Nahrung für viele Monate aufnehmen sollte, vorhalten und euch mit bissigem Spotte auffordern, zu denken und zu rechnen! Sie sind es auch, die, um euch zu ärgern, die schmutzige Begebenheit der Sarei mit ihrem Bruder Abraham am Hofe Pharaos hohnvoll richtig deuten und euch Heuchler mit dem Vorhalten noch mehr ärgern, daß sie sich auf die Schrift berufen und behaupten, Mose habe den Abraham verflucht ewiglich, indem er sprach und schrieb:

Wer seines Vaters oder seiner Mutter Tochter beischläft oder sie zum Weibe nimmt, der sei verflucht ewiglich, und seine Seele sei ausgerottet aus seinem Volke!

Nun war aber Sarei Abrahams Schwester, und ihr Heuchler findet in diesem Falle, daß Mose für die Gegenwart und Zukunft, nicht aber für die Vergangenheit geschrieben habe. Da fragen euch die Sadduzäer boshaft, warum ihr nicht alles von ihm Gesetzte also deutet, sondern nur das, was euch paßt? Und sagen euch etwa die Sadduzäer nicht, daß die Brandschatzung von Sodom ein Rachewerk Abrahams, Lots und ihrer Helfershelfer war und daß sie – die Rache fürchtend – aus der Gegend fliehen mußten?

Wie aber deuten euch die Sadduzäer die Rauferei Jakobs mit eurem Gott? Wie hohnvoll ärgern sie euch mit den unmenschlichen „Würgengeln“, welche die Erstgeburt der Ägypter und in ihrer Blutgier auch die Nichterstgeburt in einer Nacht mordeten, überall dort, wo die Türpfosten des Hauses nicht mit Blut bestrichen waren, schlachtend und raubend?

Und mit welchem Spotte, mit welcher Schadenfreude sprechen sie zu euch über den Gang durchs Rote Meer und fordern euch auf, den Namen des Pharaos, der da mit seinem ganzen Heere umgekommen sein soll, zu nennen, und sie bemitleiden euch heuchlerisch, daß ihr das nicht könnt.

Mit Recht erklären sie so viele, viele Stellen eurer Schrift für Lüge, für fremdes Gut und für unsinnige Mär. Aber gleich euch Heuchlern, ja mit einer noch größeren Tücke und Bosheit treten sie auch gegen Mich auf, Der Ich die ewige Wahrheit bin! Sie decken die Lügen der Schrift nur vor euch und nur deshalb auf, um euch Heuchler zu ärgern, Mich aber, die ewige Wahrheit, suchen sie genau so zu würgen, wie ihr es tut. Wie oft habe Ich ihnen alles das und weiter gesagt:

Gott ist die ewige Wahrheit, die Güte, die Liebe, Erbarmung, Vergebung, Gerechtigkeit und Selbstaufopferung! Vor Ihm sind alle Menschen gleich!

Euer „Gott“ aber hat sich nur euch auserwählt, um der blutigen Vorhaut und der Blutopfer willen. Nirgends in der Schrift sagt er, daß er der Gott aller Menschen sei, sondern:

Du allein bist mein auserwähltes Volk von allen Völkern der Erde, solange du meinen Bund hältst, und ich bin dein Gott; du sollst keinen anderen Gott neben mir haben, denn ich bin der Herr!

Er weiß es also ganz genau, daß es einen ganz anderen Gott gibt als ihn, der sich so gebärdet, als sei er Gott. Er nennt die von Menschenhand gemachten Götzen der Heiden besonders und anders, wodurch er unfreiwillig bekennt, daß er das ewige Sein und Dasein eines Gottes, dessen Widersacher er ist und gegen Dessen ewige Wahrheit er verlogen-boshaft wütet, viel besser kennt als ihr – und er will es nicht, daß ihr den wahren ewigen Gott erkennt; denn ab dem Zeitpunkte, daß es geschehen wäre und ihr dem Geist der ewigen Wahrheit, welcher der Geist Gottes, Mein Geist ist, auch nachginget, bliebe seine Blut- und Rachegier ungestillt.

Er weiß, wie ihr als Seelen ausseht und welchen Geistes ihr seid; denn ihr steht ihm seelisch und geistig nahe und freudig stillt ihr seine Begierden, damit er die euren stillt. Ihr seid ihm schon einstens nahe gestanden und er hat euch alle wiedererkannt und euch hier auf Erden auserwählt, damit ihr durch euren Geist den seinen weiter tragt.

Weil er euch kennt, verheißt er euch durch die Väter-Propheten und durch die Schrift Gold, Silber, Reichtum, Macht und Siege über die Völker, die ihr nach seinem Gebot vernichten und morden oder auch berauben und euch dienstbar machen sollt. Unendliche, grauenvolle Verbrechen sollen euch im Irdischen ein Wohlergehen sichern – das sind die Verheißungen eures Gottes – und darum sagt Mose so ausdrücklich, daß dessen Werke unsträflich seien, und daß alles, was er tue, recht sei!

Die höllische Bosheit, die in dieser Erkenntnis und in diesem Bekenntnis liegt, ist so satanisch, daß sich der Satan durch sie selbst übertroffen hat. Alles, was er tut, soll recht und daher unsträflich sein; also erscheint das teuflischste Satanswerk durch solche Erkenntnis sehr einfach gerechtfertigt! ICH aber sage euch nochmals:

Gott tut nicht alles, sondern nur das, was Seinem heiligen Wesen und Geiste der ewigen Wahrheit ewiges Eigen ist in Güte, Liebe, Erbarmung, Vergebung, Gerechtigkeit und Selbstaufopferung. Gott tut das, was Ich tue, und ihr sehet, daß Mir jede Lüge, Bosheit und jede Rache, Ungerechtigkeit und Eigenliebe fremd ist und Ich nicht alles, sondern allein das tue, was Gott in Seiner ewigen Wahrheit tut!

Was euer Gott tut, bezeugt die Schrift so übervoll, daß er es notwendig fand, Mose dahin zu bringen, ihn und seine Werke als „unsträflich“ zu bekennen, und alles, was er tue, für recht zu erklären; denn auch eure bösen Werke erscheinen dadurch „gerechtfertigt“. ICH aber sage euch:

Diese „Unsträflichkeit“ und alles, was ihr tut, ist dadurch für euch, die ihr dieses Gottes Auserwählte seid, ein vollbeanspruchtes „Recht“, von dem ihr zum Schaden und unsagbaren Leide aller, denen ihr begegnet, einen grenzenlosen Gebrauch macht.

Wo aber saget Mir bleibt das wahre Recht aller anderen Mitmenschen? Freilich, dem Gesetze eures Gottes nach gibt es außer den Beschnittenen eures Volkes neben euch keine Mitmenschen, Nächste und Brüder, sondern nur Fremdlinge, und das sagt alles!

ICH aber frage euch: Wo bleibt die Gerechtigkeit dieses eures Gottes? Heiden, von euch „gottlose“ Heiden genannt, mußten kommen und euch überwältigen, um euren unendlichen Greueln ein Ende zu setzen. Und da ihr Gewalttäter nun eine fremde Gewalt fühlet, schreit ihr nach einem Erlöser, nach einem „Messias“, weil ihr meint, daß dieser allein für euch kommen müßte, um eure Gier nach Machtgewalt und unumschränkter Ausübung von Greueltaten zu verwirklichen und euch wieder obenan zu setzen, damit Angst und Schrecken, Grauen und Entsetzen wiedermals alle befalle, denen ihr begegnet oder die von euch und eurem Gott auch nur hören.

Vor einer gar nicht langen Zeitspanne war es so, und nach einer anderen Zeitspanne wird es wieder so sein. Dann aber – sage Ich euch – werden viele den Geist der wahren Erkenntnis erlangt haben, und nach einer folgenden Zeitspanne wird euer Gott nicht mehr gegen alle anderen Völker, sondern allein gegen sich und gegen euch weiter wüten können.


Über Malhi Saddah

Ihr leset und lehret die „Schrift“ in ihrer und eurer ganzen Tücke und verlogenen Bosheit, und wollt es nicht wissen, was selbst Mose genau gewußt hat, nämlich daß es noch einen ganz anderen Gott gibt als den euren, und er selbst nennt diesen anderen Gott „Gott, den Allerhöchsten“! Wie leset ihr die Schrift? Und wie lehrt ihr den durch die Schrift sich offenbarenden Geist?

Es steht geschrieben: Abraham - der sich damals noch Abram nannte - kehrte von der Schlacht des Kedor-Laomor zurück; aber Malhi Saddah, der „König von Salem“, den Ihr mundgerechter Melchisedek nennt, brachte Brot und Wein hervor, denn er war ein Priester „Gottes, des Allerhöchsten“, welcher Himmel und Erde erschaffen hat!

Das schrieb derselbe Mose, der anfangs derselben Schrift seinen Gott als den Schöpfer des Himmels und der Erde bezeichnet, ihn unbedacht aus einer ewigen Finsternis hervorkommen, ihn erst mit der Schöpfung das Licht schaffen läßt – und nun anerkennt er an einer anderen Stelle, daß der Gott Malhi Saddahs der Allerhöchste und der Schöpfer ist. Er wußte auch mehr über den Priester und wahren Propheten des Allerhöchsten, schrieb es aber nicht! Also wisset ihr heute nicht, wer dieser „König von Salem“ war, und ihr wollt es auch nicht wissen; denn diese Stelle eurer Schrift ist euch so ein Dorn im Auge, daß im Hohen Rate oft schon große Streitigkeiten über das Auslöschen dieser Sätze geführt wurden, weil sie dem Satansgeiste der übrigen Schriftstellen trotz der Unklarheit und Kürzung gar so schwer widersprechen.

Damit ihr es aber wisset, sage Ich es euch: Als Abram und Lot, unersättlich, scham- und gewissenlos in Aufbringung der Reichtümer dieser Erde, damit fortfuhren, und Abram mit seinen Knechten jene geschlagen hatte, die sich das geholt hatten, was ihnen vorher durch Wucher genommen und geraubt worden war, und die als Vergeltung auch noch Lot mit den Weibern und Knechten mitgenommen hatten, kam der Prophet der ewigen Wahrheit, Malhi Saddah, um mit Abram zu sprechen; er kam, um ihm jenen Weg zu weisen, der aus dem Abgrunde seelisch-geistiger Finsternis durch Güte, Liebe, Erbarmung, Vergebung und Gerechtigkeit zu den Höhen des seelisch-geistigen Lichtes, zur wahren Gott- und Selbsterkenntnis führt.

Die Schrift berichtet, daß Melchisedek der „König von Salam“ war; so aber wurde es erst viel später von anderen geschrieben; denn Mose selbst hat der Überlieferung nach geschrieben, daß Melchisedek König von Salem genannt wurde, aber kein König, sondern allein ein Prophet Gottes, des Allerhöchsten, war.

Und Ich sage euch: Malhi Saddah war gerade so arm an irdischen Gütern wie Ich und wie es alle sind, die mit Mir gehen. Er zog, indem er die Güte und Nächstenliebe predigte, durch weite Lande, und wo er von verübten und zu erwartenden Mord- und Schandtaten durch die Bosheit der Kampfeslust und Kriegsgreuelgier hörte, dort erschien er, um Güte, Liebe, Vergebung, Erbarmung, Gerechtigkeit und Frieden zu predigen, zu friedlichem Leben neben- und miteinander zu mahnen; stets wies er darauf hin, daß der Friede die segensreichste Frucht des Wandelns in der Wahrheit sei, der aber ohne Betätigung der wahren Nächstenliebe gegen alle Mitmenschen niemals erreicht werden könne! Und immer wieder sprach er:

Gott, der allerhöchste Geist eines höchstvollkommenen Wesens, der einzig wahre, ewige, neben und außer dem es keinen andern gibt, ist der Gott der Wahrheit! Diejenigen, die bei Ihm wohnen im Lichte Seines Wesens, Geistes und Reiches, kommen zu mir und senden mich, euch diesen Gott der Liebe und Güte, den Gott des Erbarmens, der Vergebung und der Gerechtigkeit zu lehren und euch zu sagen, daß Er bald Selbst als Mensch zu euch allen kommen wird, für euch und wegen euch, damit ihr Seinen heiligen Geist und durch den Geist auch Ihn Selbst erkennet!

Besudelt euch also nicht mit Haß, Neid, Rache, Blut und Greuel, in die der böse Geist höllischer Finsternis euch führt, um euch zu seinen Sklaven zu machen. Der allerhöchste Gott, der Schöpfer aller Welten ist wahr, gut und alliebend, und wir sollen in diesem Seinen Geiste wandeln, damit wir wie jene, die zu mir sprechen und die von Ihm zu mir kommen und zu mir von Ihm sprechen, zu Ihm gelangen; denn wir sterben zu einem anderen Leben in einer anderen Welt, wo es keinen Tod, sondern nur Leben gibt!

Wandeln wir als Menschen auf Erden in Seinem Geiste, gehen wir in jener anderen Welt des Lebens, die sich uns durch das Sterben hier öffnet, geradewegs unbeirrt zu Ihm, in Seine Welt, die voll des Lichtes Seines Wesens, Seines Geistes und Seiner Wahrheit ist, um ewiglich bei Ihm Wohnung zu nehmen.

Wandeln wir aber als Menschen auf Erden in den Bosheiten des Geistes der Rache und der Greuel, im Geiste des Widersachers der Wahrheit und der Güte Gottes – irren wir schon hier auf Erden, leben hier schon unzufrieden in Neid, Haß, aber auch in Schrecken, Entsetzen, und sterben wir also, kommen wir in eine andere Welt irrend und werden auch dort weiter irren, weil wir uns hier und dadurch auch dort der Erkenntnis der Wahrheit mutwillig verschließen; wir betreten dort Wege, die uns zur Welt des bösen Geistes führen, können in den finsteren Abgrund fallen, aus dem es vielleicht keine Rettung gibt, und leben dort in Finsternis und Qual.

Lasset also den bösen Kampf, lasset die schändlichen Kriege, lasset das Morden, Umbringen, Rauben, Stehlen und Blutvergießen; lasset aber auch die Blut- und Brandopfer an Mensch und Tier, denn alles das ist dem allerhöchsten und allerreinsten Geiste des einzig wahren und ewigen Gottes ein Greuel, ein Frevel, die schwerste Lästerung Seines heiligen Namens, Wesens und Geistes! Allein der böse Geist, der durch euch die Güte und die ewige Wahrheit Gottes lästert, der ist es, der euch durch die Seinen und durch falsche und böse Propheten solches tun läßt. Ihm und seinen Teufeln opfert ihr das Blut durch die Greuel eurer Blut- und Brandopfer – und nicht Gott, Dem solche Opfer ein Greuel sind. Die grausamen und bösen Begierden des bösen Geistes höllischer Finsternis stillt ihr, und diejenigen, die selbst an solchen grauenhaften Opferungen Gefallen finden, sind seines Geistes, sind seine Sklaven und Knechte und viele bleiben es ewiglich!

Das schönste und heilige Opfer bringt der reinen Wahrheit des ewigen Gottes der Güte und Liebe jener Mensch, der jedem Mitmenschen Gutes tut, wahr und reinen Herzens ist, ohne Tücke und Bosheiten. Die Nächstenliebe ist das heilige und gottgefälligste Opfer, sobald es auch durch die Erbarmung mit jeglichem lebendigen Tiere verbunden ist.

So ihr aber glaubt, ein augenscheinliches, greifbares und besonders der Güte Gottes zu gebendes Opfer als Sinnbild der Gotteskindschaft und des Dankes bringen zu müssen, dann bringet dem reinsten, allerhöchsten Geiste und Wesen Gottes auch ein reines Opfer dar, dem jede Angst, jedes Leid, jeder Gram, jeder Schmerz, Schrecken und jedes Entsetzen fremd ist, und das doch vom eigenen Leben gibt, um Leben zu erhalten, so es auf Erden lebt. Nehmet daher die Frucht des Feldes und des Gartens, erhebet die Seele, den Geist und das Herz zu dem reinsten Wesen und Geiste Gottes ewiger Wahrheit und sprechet gleich dem Propheten Malhi Saddah:

Also sprach Malhi Saddah überall dort, wo er hinkam; bei Brot und Wein richtete er Gebete und Danksagungen an Gott, den Ewigen, und viele haben erkannt, daß er ein wahrer Prophet des wahren Gottes ist.

Sein Erscheinen hat oft und vielerorts den Frieden erhalten oder solchen gestiftet, vielen Blut, Leben und Habe gerettet und viel Leid, Schmerz, Gram und Entsetzen beseitigt. Einzig aus diesem Grunde wurde er „König des Friedens“ genannt, also in den Mundarten der Menschen dieser Lande „König von Salem“.

Die Friedlichen und Guten nannten ihn so in aufrichtiger Verehrung, die Boshaften, Gierigen und Mächtigen dagegen in spottender Heuchelei, und nur die Furcht vor dem Volke, das Malhi Saddah der Wunder wegen, die er im Namen Gottes tat, zugetan war, hat die Heuchler daran gehindert, den Propheten töten zu lassen, obwohl sie es insgeheim oftmals versucht haben.

So wie Malhi Saddah überall redete, also hat er damals auch zu Abram gesprochen und er brachte auch da Brot und Wein hervor, damit die Greuel der Blut- und Brandopfer vermieden werden und die Güte Gottes ewiger Wahrheit dadurch nicht gefrevelt wird. Weil alle, die dabei waren, es wußten, daß dieser Prophet im Namen Gottes Wunder tue, wie solche keiner ihrer Priester und Propheten jemals getan hat, hörten sie ihn an. Und Abram, von der heiligen Größe des Geistes seiner Worte und der Reinheit des einfachen, aber gerade deshalb so erhabenen Opfers ergriffen, gab ihm den Zehnten von seiner Habe an Geld und Sachen, welche die Jünger des Propheten an sich nahmen, um alles unter die Armen zu verteilen. Als aber der Prophet Malhi Saddah, der König des Friedens, gegangen war, brachte Abram seinem Gott die Greuel der Blut- und Brandopfer doppelt!

Dieser wahre Prophet Gottes, vom Geiste der Wahrheit geleitet, kam über Gebirge und Wüsten aus fernem Lande vom Fluße Hindos, und derjenige, welcher ihn durch die Seinen zu lehren gesandt hat, war Ich!

Da schrien die Judenoberen, Pharisäer und Schriftgelehrten in bösem Zorn den Herrn an; etliche lachten boshaft, andere fluchten Ihm, und wieder etliche forderten in grimmiger Wut das Volk auf, Ihn zu steinigen. Aber aus dem Volke der Beschnittenen fand sich bei dieser Gelegenheit keiner, der einen Stein aufgehoben hätte gegen Christus den Herrn. Da sagte Christus zu den wütenden Judenoberen: Seht, welche Sklaven des bösen Geistes der Finsternis, des Blutdurstes und der Rachegier ihr seid!


Voraussagen über die Menschwerdung Gottes

Es ist selbst den finsteren Propheten der Hebräer gesagt worden:

Durch eine Jungfrau wird uns ein Kind geboren, von dem gesagt werden wird: Immanuel, das heißt: Gott ist bei uns. Uns ist ein Kind geboren, auf den alle Herrlichkeit Gottes ruht und man nennt es: Wunderbar, Friedensfürst, Vater der Ewigkeit – Gott! Und du Bethlehem bist klein unter den Städten, aber aus dir wird der kommen, dessen Sein vor dem Anfang und von aller Ewigkeit her gewesen ist. Zum Volke, welches in der Finsternis wandelt, wird ein großes Licht kommen und denen, die da im Todesschatten wohnen, wird ein Licht aufgehen.

Das den Ihn bedrängenden Judenoberen vorhaltend, sprach GOTT der Herr zu ihnen:

Alles das, was Ich euch da sage, ja viel mehr noch, ist auch euren Propheten gesagt worden, trotz der Finsternis, der sie dienten und der ihr weiter dienet ihnen nach, die ihr auf dieselben Propheten schwöret und ihnen zu glauben behauptet. Nun aber die Jungfrau Mich in Bethlehem geboren hat, Ich nun da bin und euch sage, daß in Mir der Friedensfürst, der Immanuel, Vater der Ewigkeit und des Lebens – Gott, Dessen Sein vor allem Anfange und von aller Ewigkeit ist, unter euch da wandelt und zu euch sagt: ‘Allein Ich bin die ewige Wahrheit, das wahre Licht und das wahre ewige Leben!’ – wieso, warum, weshalb und wozu widersprechet ihr den Aussagen eurer eigenen Propheten, euch selbst und vor alledem Mir, Der Ich Mein Wort durch Werke bestätige, die auf Erden niemand noch getan hat noch je tun wird?

Ihr erzählet dem eigenen, wie auch den anderen Völkern von den Wundern, die euer Gott vorzüglich unter den Ägyptern und hernach dann auf dem Zuge nach Kanaan gewirkt haben soll. Diese Wunder sind aber so durchsichtig, daß das Volk sie trotz aller Befehle nie geglaubt hat, die Sadduzäer mit Recht für sie nichts als bloß Spott finden, und auch ihr Heuchler glaubt sie nicht, weil ihr doch besser und ganz anders unterrichtet seid unter euch.

Alle diese erzählten, geschriebenen und behaupteten Wundertaten eures Gottes widersprechen sich wie er selbst, und ihr Wesen, Geist, Sinn und Trachten ist böse, denn sie alle beginnen und enden in einer und derselben Finsternis der Gewalt, der Flüche, der Rache, der Blutgier, der Beraubung und Vernichtung anderer, im Feuer, Rauch, Blitz, Donner, Finsternis, Hagelschlag, Schrecken und Plagen.

Meine Werke sind keine Wunder, sondern die Kraft Meines Willens und sie sind gut; so ihr Mein Wort nicht hören und Meines Wortes Geist, Licht und Leben in euch nicht aufnehmen wollt, so lernet doch an Meinem Worte, was es heißt, allen Gutes zu tun, allen wahre Seelenliebe, Erbarmung, Vergebung und wahre Gerechtigkeit zu erweisen in einer Zugehörigkeit zum Nächsten, die nicht, wie es euere Schrift gebietet, nur den beschnittenen Hebräer einschließt, sondern jedermann umfaßt; und Meine Werke sind es, die euch klar und deutlich vor Augen führen, daß Ich die Barmherzigkeit von euch allen für einander geübt haben will und nicht Blut- und Brandopfer, die des Teufels sind.

Alle Menschen sind Kinder Gottes, Meine Kinder. Sie alle sind erwählt und berufen zum wahren ewigen Leben, allen steht die Welt Meines Reiches offen, denn sie alle haben Mein Leben in sich gleich euch, und kraft meines Lebens leben sie; sie alle waren einst schon bei Mir in Meiner nur für sie geschaffenen wahren Welt.

ICH bin die ewige Wahrheit, das wahre Licht und das wahre ewige Leben! Vom Himmel bin Ich in diese Welt gekommen, und niemand hat Mich gesandt. Der Gesandte ist doch ein Diener und Knecht dessen, der ihn sendet, – er muß das vertreten, weswegen er gesandt ist, er muß es im Namen seines Herrn tun und er muß diesen genau so loben, wie dessen Sache, die er vertritt.

Ihr aber sehet und höret, daß Ich in Meinem eigenen Namen rede, von Meinem Reiche spreche, mich selbst euch offenbare und euch sage, daß allein Ich die ewige Wahrheit, das wahre Licht, das wahre ewige Leben und der Anfang bin, durch den alles das geworden ist, was vor dem euch geltenden Anfange nicht so gestaltet war und im Großen und Ganzen überhaupt gar nicht gewesen ist.

ICH sage euch, daß dieses Firmament mit dieser Erde vergehen wird, Mein Wort aber in aller Ewigkeit lebendig besteht und bestehen bleibt! Ihr seht Meine Kraft in Meinen Werken, die Ich in Meinem Namen tue und die kein anderer tun kann.

Alles das sagt euch deutlich, daß niemand Mich hat senden können, sondern daß Ich Selbst kraft Meines Willens gekommen bin, um es euch zu sagen, in welcher Finsternis des Geistes und der Seele ihr da lebet, und euch der heuchlerischen Lüge und der Bosheit zu überführen, daß ihr die höllische Finsternis als ein Licht preist, und deshalb auch das Böse gut, das Gute böse, das Verlogene wahr, die Wahrheit Lüge und den Satan euren Gott nennt.

Wäre Ich gesandt, müßte der Mich Sendende größer und Mein Herr sein. Dann aber dürfte Ich nicht in Meinem eigenen Namen sprechen, auch nicht in Meinem Namen Offenbarungen geben, welche die euren Vätern gegebenen oder von ihnen aus den Sagen älterer Völker entnommenen Offenbarungen samt und sonders aufheben; dann müßte Ich sprechen, daß der Mich Sendende die ewige Wahrheit, das wahre Licht, das wahre ewige Leben und der Anfang sei. Weil aber allein Ich die ewige Wahrheit bin, spreche und tue Ich alles in Meinem Namen und in Meiner Kraft.

Euer Geist erkennt den wahren Geist, Sinn, das Licht und Leben Meines Wortes und Meiner Werke wohl; aber das finstere Malzeichen eurer Seele läßt die Erkenntnis des Geistes nicht in der Seele lebendig werden; denn deshalb fragt ihr höhnend, spottend und drohend zugleich weiter, wer Mich gesandt hätte und also gebe Ich euch zur Antwort:

Wer Mich sieht, der sieht Den, Der Mich gesandt hat! Das versteht ihr wohl; gerade aber deshalb treibt euch der böse Geist höllischer Finsternis durch die eigene Finsternis eurer Seele und eures Geistes desto ärger gegen Mich, und auch dann, so Ich dabei kein Wort über euren Gott sprechen würde, schreiet ihr: Gotteslästerer, der du ein Mensch bist und dich selbst zu Gott machst!

Also versteht ihr wohl, zu wem Ich Mich mache! ICH aber sage euch: so wie niemand sich in Meinen Augen zu dem machen kann, was er nicht an sich ist, gerade so mache Ich aus Mir keinen anderen als Den, Der Ich kraft Meines ewigen Wesens, Geistes und Lebens unwandelbar-unveränderlich bin, auch in dieser Meiner Menschengestalt.

Euer Vater sagt in eurer Schrift zu Mose: Ich habe dich zum Gott über den Pharao gesetzt; Aaron soll dein Prophet, du aber sein Gott sein, und er nennt Götter auch jene Vorderen, die das Hebräervolk zu führen und zu richten hatten. Würde Ich nur ein einziges Mal vor den Versammelten dieses Volkes sagen, daß Ich im Namen dieses ihres Vaters lehre und Meine Werke in seinem Namen und in seiner Kraft tue, würden sie Mich also gleich über die „Götter“ setzen, die er unter ihnen „Götter“ genannt hat.

Weil Ich euch aber wiederholt gesagt habe und weiter sage, daß dieser euer Vater der Satan ist, ein Seelen- und Menschenmörder vom Anfange an, ein Lügner, der nicht bestanden ist in der Wahrheit, der Lügen aus eigenem redet und Vater der Lüge ist, ist euer Haß in seinem Geiste gegen Mich grenzenlos, und aufs neue schreiet ihr: Gotteslästerer, Mamzer, der du keinen Vater nennen kannst auf Erden, du bist unserem Gott gelobt von uns, geschworen, schon gebannt worden und mußt sterben – du Unbeschnittener, Verfluchter!


Teil 10

Wissen, Glaube und wahre Erkenntnis

Der Mensch soll stets trachten, so viel als nur möglich zu wissen, ein jegliches Wissen sich anzueignen und, so weit er fähig ist, immer auch aus eigenem nach immer weiterem Wissen Ausschau zu halten; er soll auch kein fremdes Wissen schon von vornherein, ohne es und seine Grundlagen zu kennen, einfach verwerfen oder es gar lächerlich finden und es schmähen. Denn ein jegliches Wissen birgt Wahres und Gutes oder auch Falsches und Böses in sich, entspricht dem Tatsächlichen oder widerspricht sich selbst, ist in sich selbst fest gegründet oder auch nur ein irrender Glaube, der in falschen Annahmen ankert, und soll eben deshalb nicht gleich angenommen oder verworfen, sondern stets erst geprüft und richtig erkannt werden.

Je größer und je mannigfaltiger das Wissen eines Menschen ist, desto größere Vorteile, leider aber auch und vielfach desto größere Nachteile bringt es mit sich, weil es als geistiges Vermögen und seelischer Schatz seinerseits als Kraft tätig ist, teils eine seinen Werten entsprechende seelisch-geistige Einstellung schafft, eine bereits vorgefaßte und vorhandene auf andere Wege leitet oder sie gar aufhebt, in jedem Falle aber die jeweilig gerade vorhandene seelisch-geistige Einstellung auch nach außenhin wirken läßt; und diese Auswirkung ist eine Frucht, die den Baum, der sie zeitigt, untrüglich kennzeichnet.

Des Wissens gibt es Mengen, welche die Räume der Unendlichkeit und die Zeiten der Ewigkeit füllen. Über allem Wissen eines jeglichen erkenntnisfähigen Geistes unendlich erhaben steht die ewige Wahrheit – Gott!

Allein dem heiligen Wesen Gottes ist ein Geist ewiges Eigen, dessen Kraft die Wahrheit, und Er kraft dieses Seines Geistes Selbst die ewige Wahrheit ist, in dieser allwissend, kraft Seines Geistes allgegenwärtig und kraft Seines Wesens allmächtig.

Die Allmacht, die Allgegenwart und das Allwissen sind Kräfte, die von vornherein schon alles ausschließen, was entferntest einem Suchen, Forschen, Prüfen, Dafürhalten und Glauben auch nur ähnlich wäre. Nicht aber sie machen Gott höchst vollkommen, sondern die Kraft der Wahrheit ist es, in der Gott als das lebendige Wesen der ewigen Wahrheit Selbst höchst vollkommen, allmächtig, allwissend und allgegenwärtig ist.

Viel, sehr viel wissen die Menschen; mehr wissen Menschenseelen lichter Welten des Jenseits, noch mehr die Bewohner des Reiches Gottes – alles aber weiß Gott.

Allein dem Allwissen steht der Glaube ferne, alles andere Wissen baut auf dem Glauben und ist von diesem niemals so zu trennen, daß es wie das Allwissen dem Glauben ferne stehen könnte, weil alles andere Wissen unvollkommen ist und auf den Glauben gar nicht verzichten kann; denn würde es auch nur den Glauben an sich selbst ablegen wollen, bräche es auch schon in sich selbst zusammen.

Der Glaube ist es, der ein jegliches Wissen und selbst auch schon jegliche bloße Annahme bestätigt, wobei er aber selbst nicht erst die Frucht der Annahme oder des Wissens, sondern die Frucht der seelisch-geistigen Einstellung ist, die den vorgefaßten Glauben durch die Suche nach entsprechenden Annahmen oder auch Wissen zu erhärten und zu bestätigen trachtet.

Ist das seelische Wesen des erkenntnisfähigen Geistes und dieser selbst so eingestellt, daß er guten Willens das Gute und das Böse ganz gleich unterscheidet, wem immer eines der beiden begegnen, treffen und gelten mag, ist seine Einstellung, der dieser entspringende Glaube und die Suche nach einem diese Einstellung und den Glauben bestätigenden Wissen stets gut und desto besser, je größer sein Wissen in allen Dingen ist; denn er erkennt sie als gut oder böse, wird die guten Dinge pflegen, die bösen Dinge meiden und selbst gut und wahr bleiben.

Ist dagegen die seelisch-geistige Einstellung einer anderen Seele erkenntnisfähigen Geistes eine solche, daß diese das Gute und das Böse nur dann als gut oder böse zu unterscheiden gewillt ist, so es ihm selbst begegnet, trifft und gilt, sonst aber, so es sich um andere handelt, das Böse gut, das Gute böse nennt, demnach auch seinen Glauben einstellt und nach Annahmen und nach Wissen sucht, die einen solchen Glauben erhärten und bestätigen sollen, sind eine solche seelisch-geistige Einstellung, ein solcher Glaube und das ihn bestätigende Wissen stets schlecht; und sie sind desto schlechter, je größer das Wissen eines solchen Geistes ist, denn er wird, indem er das beste Wissen ablehnt, allein das Böse pflegen und selbst verlogen-böse bleiben.

Eine lebendige Seele erkenntnisfähigen Geistes, die das Gute vom Bösen nicht ganz genau zu unterscheiden vermögend wäre, gibt es nicht; denn daß sie ganz genau zwischen gut und böse zu unterscheiden vermag, bestätigt sie unzweideutig-klar, sobald sie der Auswirkung, und da ganz besonders der Auswirkung des Bösen an sich selbst ausgesetzt wird, mag sie bis dahin alles den anderen begegnende oder ihnen angetane Böse gut geheißen haben, schreit und ängstigt sie sich, sobald dasselbe Böse sich auch nur scheinbar gegen sie selbst wendet.

Eine Ausnahme davon bilden wenige Menschen eines verseuchten, vergifteten oder gewaltsam entstellten, die Seele und den Geist an regelrechter Auswirkung hindernden irdischen Leibes, wie auch die Besessenen, die trotz der Sucht lichtloser Seelen des Jenseits nach weiterer Umschau im Irdischen durch fremden Menschenleib – seitdem Gott in Christo Selbst auf Erden war – , doch nur sehr selten und sehr vereinzelt vorkommen.

Alle diese Armen haben zwar denselben erkenntnisfähigen Geist wie eine jegliche andere Seele erkenntnisfähigen Geistes, sind aber durch die erwähnten Umstände eine Zeitlang, manche gar auch für die Dauer ihres irdischen Daseins an Erkenntnisfähigkeit in dem Maße gehindert, je kleiner oder je größer das ihnen zugestoßene oder sich selbst zugezogene Übel ist, und sind auch nicht verantwortlich, weil sie über keinen freien Willen verfügen und nicht frei überlegen können.

Man hört Einwände, daß eine lebendige Seele erkenntnisfähigen Geistes, die im Irdischen ein jeglicher Mensch ist, das Gute und das Böse deshalb nicht unterscheiden kann und das Böse, das andere trifft und das sie selbst anderen zufügt, deshalb gut nennt, weil sie als Mensch in einer Umgebung geboren und unter Menschen erwachsen ist, die eine gleiche seelisch-geistige Einstellung aus Eigenem pflegen und durch ihre Auswirkung nach außen hin nur Böses stiften und üben.

Diese bedrängen, bedrohen und bekämpfen auch deshalb jede andere, fremde, bessere und gute seelisch-geistige Einstellung, weil sie einen Gott oder Gottheiten verehren und anbeten, dem oder denen sie das gleiche Wollen und Trachten andichten, oder wie ihr es an den Hebräeroberen sehet und höret: Diese nennen selbst die allerniedrigsten, schamlosesten, heimtückischsten und verwerflichsten Bosheiten, Verbrechen und Lügen deshalb einzig wahr, gut und auch noch heilig, weil ihr Gott es ihnen unter den unflätigsten Flüchen und Drohungen entsetzlicher Rache so zu glauben und so zu üben unnachsichtlich befiehlt; und sie trachten, seines Geistes voll, auch dem teuflischsten Verlangen eines solchen Gottes genüge zu tun, und müssen selbst dessen satanische grenzen- und namenlose Blut- und Rachegier gut, heilig und dreimal heilig heißen.

Alle diese, solche und alle ähnlichen Einwände bestätigen unzweideutig die eigene schlechte und böse seelisch-geistige Einstellung aller derjengen, die solche Einwände nur deshalb einer jeglichen besseren und guten Erkenntnis vorhalten, weil sie selbst an Schamlosem, Niedrigem und Bösem Gefallen haben, aber ihrer heuchlerischen Verlogenheit, was Böse und was Lüge ist, nicht wissen zu können, sofort überwiesen werden, sobald sich diese gegen sie selbst zu richten und sie selbst zu treffen auch nur den Anschein tragen.

Die seelisch-geistige Einstellung ist also jene Kraft, die jede anderweitige Erkenntnis fördert, hemmt oder auch zunichte macht; weil aber auch sie die Frucht des Willens jeglichen erkenntnisfähigen Geistes ist, ist und bleibt nicht sie, sondern der Wille maßgebend. Die seelisch-geistige Einstellung zeigt in aller ihrer Auswirkung nach innen wie nach außen hin untrüglich und unverkennbar nicht so sich selbst, sondern vielmehr den Willen des sie hegenden und pflegenden erkenntnisfähigen Geistes, wie ganz deutlich auch das, ob dieser Wille gut oder böse ist.

Es darf zwar niemals der so weittragende wie schwerwiegende Umstand außer acht gelassen werden, daß sehr viel Böses nicht so die Frucht des eigenen Willens ganzer Scharen erkenntnisfähigen Geistes, sondern vielfach die Frucht des Unwissens, des Irrglaubens und jener falschen Anschauungen, Erfindungen und Lehren jener ist, die eines größeren Geistes als die von ihnen geleiteten und geführten Scharen, als Gelehrsame und Weise, als Mächtige und Herrschende obenan stehen und den Scharen von Kindheit an ihren Willen, ihre Weisheiten und alle Frucht ihrer Gelehrsamkeit eingeben oder auch aufzwingen.

Mag durch alles das der erkenntnisfähige Geist der Scharen noch so in Unwissen gehalten, noch so irregeleitet und noch so vergiftet sein, und es auch in einem unendlich größerem Maße noch werden: sobald die Scharen des Besseren, Guten und Wahren belehrt werden, zeigt jeder einzelne unter ihnen sehr bald oder auch gleich, ob er guten oder bösen Willens ist.

Es soll mit diesen Meinen Worten nicht etwa gesagt werden, daß alle Gelehrsamen, Weisen, Herrschenden und Großen ausnahmslos bösen Willens und böse Menschen sind, denn die Werke so manches herrschenden Großen bezeugen seinen guten Willen genauso wie die Lehren so manches gelehrsamen Weisen. So es aber Tatsache ist, daß die Herrschsucht der Großen noch kein Volk wahrhaft glücklich machen und zufriedenstellen konnte, ist das eine noch größere Tatsache, daß die Gelehrsamkeit auch der weisesten Weisen in irdischen Dingen niemals noch auch nur einen einzigen Menschen und auch nur einen Schritt der Erkenntnis der ewigen Wahrheit nähergebracht hat.

Und Ich sage euch, daß durch die irdischen Weisheiten der zukünftigen Gelehrsamen zwar vielerlei und allerlei nützlichen wie unnützen, richtigen wie falschen, weisen wie lächerlichen und guten wie bösen Wissens, Glaubens und Dafürhaltens der Menschheit gegeben, sie aber gerade dadurch der Erkenntnis der ewigen Wahrheit noch mehr entfremdet wird, als es jetzt der Fall ist.

Alle Auswirkung, Tätigkeit und Frucht des erkenntnisfähigen Geistes der Menschen, wie ihr sie nun da sehet, höret und fühlet, war im Verlaufe der Zeiten irdischen Menschendaseins wiederholt schon da, zeitlich und örtlich von einer solchen Größe und Güte, daß sich das Heutige damit in gar keiner Weise vergleichen kann. Denn war der Geist der Menschheit und der sie Führenden nicht größer, als er heute ist, war er zeitlich und örtlich neben seiner Größe wahrhaft und gut, die Sinne seiner irdischen Hülle nicht ausschließlich auf irdische Dinge, sondern auch auf sich selbst und in die Ewigkeit gerichtet, nicht allein dem irdischen, sondern auch dem ewigen Leben zugewendet.

Bis auf die Oberen, Vorderen und Führenden dieses beschnittenen Volkes, wenden alle anderen Völker auch heute noch ihr seelisch-geistig-lebendiges Ich dem ewigen Leben zu, aber diese Betrachtung flaut angesichts des Unwissens, der Irrwege, der falschen Annahmen und sich selbst widersprechenden Lehren der gelehrsamen Weisen immer mehr ab, sich immer mehr allein den irdischen Dingen zuwendend; und auch das wird immer ärger werden, obwohl jetzt schon die Zeit da ist, daß gerade die Hebräer das Fluchen, die Todes- und Rachedrohungen wie auch das Verbot ihres Gottes, vom Baume des Lebens zu nehmen und ewiglich zu leben, einfach übergehen. Indem sie den Weg zum Baume des ewigen Lebens mit Flammenschwertern bewachenden Cherubim beiseite schieben, suchen sie heimlich Propheten auf oder halten sich selbst solche heimlich, um von den Verstorbenen und durch sie Einblick in das Leben zu gewinnen, welches ihnen ihr Gott in Abrede stellt.

Schon vertreten die Pharisäer und viele Schriftgelehrte das Leben auch nach dem irdischen Absterben, schon vertreten sie, wenn auch im ganz verkehrten Sinne, die Auferstehung des Leibes. Gefragt aber, von woher und von wem sie das haben, was ihrem Gott unbekannt ist, der den Dokumenten seines Geistes nach kein ewiges Leben außer seinem eigenen kennt, für alle anderen aber nichts anderes als den Fluch des Todes und die finstere Grube übrig hat, da schreien sie wie Besessene und schwören gleiche Rache wie ihr Gott.

Auch sie sind Gelehrsame der chaldäischen, persischen, römischen und griechischen Schulen geworden wie die Sadduzäer; diese aber, in der überwiegenden Mehrzahl allein nur in Dingen des Irdischen wühlend, höhnen und spotten das ewige Leben, die Auferstehung – und sind die ersten, die Jahwe bezüglich des Todes und der finsteren Grube voll und ganz zustimmen.

Aber auch die Gelehrsamen und Weisen der anderen Völker haben sich geteilt, entzweit, und auch sie reden und lehren gegeneinander, alle zusammen weit davon entfernt, der wahren Erkenntnis auch nur teilweise näher zu kommen. Ein Teil von ihnen wendet sein ganzes Trachten der Ergründung der Entstehung und dem Sein irdischer Dinge zu.

Indem sie allein in diesen Dingen wühlen und voll der Weisheit zu sein sich einbilden, halten sie lange Reden und Gegenreden darüber, wieso und warum das Kupfer hart und rot, das Blei dagegen grau und weich ist, warum und weshalb die eine Schlange Eier legt, wogegen die andere lebende Junge zur Welt bringt, welcher Art jene Ursachen sind, die sich der Herstellung von Gold aus billigen Dingen hindernd entgegenstellen, warum der Mensch nicht den Geruchssinn des Spürhundes, nicht die Sehkraft und die Flügel eines Adlers hat, wieso und weshalb alle Dinge gerade so und nicht anders beschaffen sind; es würde vieles und vielfach viel besser sein, würden sie es geschaffen haben, oder könnten sie es ihrer Weisheit und ihrem Willen nach wenigstens ändern.

Und wohl muß Ich es euch erst nicht sagen, denn ihr wisset selbst, daß es unter diesen und solchen gelehrsamen Denkern und Weisen nicht wenige gibt, die darüber nachsinnen und es als einen großen Mangel der Schöpfung wie der Natur bitter empfinden, daß nicht sie den Giftzahn der Otter, den Giftstachel des Skorpions und andere solche Dinge das Eigen ihres Leibes nennen können und eben deshalb, weil sie nicht in eigenem Besitze solcher Dinge sind, ersinnen sie ärgere, die nicht nur dem einzelnen tödliche Bisse und Stiche beibringen, sondern gleich ganze Scharen zerfleischen und dahinraffen.

Auch solche Gelehrsamen und Weise waren und sind da, aber Ich sage euch, daß ärgere noch kommen, Ärgeres ersinnen und den Sumpf geistiger Finsternis so vertiefen werden, daß die ganze Erde ein einziges Spiegelbild der Hölle sein wird – und würde bis dahin nicht ein großer Teil der Menschheit zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen und das Licht der Wahrheit hochhalten, würden auch noch jene dem Sumpfe dieser Hölle verfallen, die keines finsteren Geistes und nicht bösen Willens sind.

Neben den erwähnten sind Denker, Gelehrsame und Weise da, die ihr Trachten nicht irdischen Dingen, sondern der Ergründung des Wesens der Seele, des Geistes und des Lebens widmen, sich selbst aber geflissentlich übersehend und übergehend, weder das Wesen der Seele, noch das des Geistes und des Lebens fassen können, weil sie sich selbst fremd gegenüberstehen und sich von dem eigenen Irdisch-Leiblichen so irreleiten lassen, daß ihnen schon die wahre Selbsterkenntnis unendlich ferne steht und ihnen die Erkenntnis der Wahrheit unmöglich macht.


Gott der Herr erklärte den Seinen wiederholt:

Der Mensch kann das Wesentliche der Seele, des Geistes und des Lebens der Bewohner Meines Reiches, aber auch das Wesentliche der Seele, des Geistes und des Lebens derjenigen, die den Abgrund der Finsternis bewohnen, überhaupt nicht wahrnehmen, ebenso wenig wie das Wesentliche der Seele, des Geistes und des Lebens derjenigen, die noch nicht zur Erde gelangt sind, um irdisch zu werden. Er kann jedoch das Wesentliche der Seele, des Geistes und des Lebens der Bewohner des Jenseits, in das die Seele mit ihrem lebendigen Geist gelangt, nachdem sie sich vom irdischen Leibe gelöst hat, nur unter besonderen Umständen wahrnehmen. Denn das Wesentliche der Seele, des Geistes und des Lebens, das im Irdischen den Menschen bildet, ist auf die im Irdischen geschaffenen Sinne des irdischen Leibes angewiesen und kann durch diese Sinne im allgemeinen auch nur das Irdisch-Stoffliche wahrnehmen. Dies ist aber für das Wesen der Seele, des Geistes und des Lebens vollkommen ausreichend, um die Wahrheit so wie die Lüge, und das Gute so wie das Böse erkennen und zwischen beiden nach eigenem Willen die Wahl treffen und demnach auch handeln zu können.

Es gibt gute und es gibt böse Menschen; viele gute Menschen können aber leicht boshaft werden, und viele böse Menschen verharren und verhärten sich in ihrer Bosheit und werden womöglich noch ärger, wenn sie nicht wissen, warum sie also sind. Sie haben die Erkenntnis des Guten und des Bösen. Woher es aber kommt, warum es da ist, weshalb es aber zur Auswirkung kommt und welche Folgen es für die Ewigkeit zeitigt, war und ist vielen verborgen, weil ihnen die Erkenntnis der ewigen Wahrheit, der wahren Gotterkenntnis wie auch die wahre Selbsterkenntnis fehlt und sie zu einer solchen gar nicht gelangen wollen.

Es hat einzelne wenige Menschen gegeben, es gibt einzelne solche und es wird einzelne wenige geben, deren irdischer Leib das Wesen der eigenen Seele, des Geistes und des Lebens, also das lebendige Gesamtwesen nicht so vollkommen und so fest um- und einschließen kann, wie es bei fast allen andern Menschen der Fall ist. Weil eine bestimmte Menge des Wesentlich-Seelischen trotz der Untrennbarkeit vom Ganzen unfähig ist, gleich diesem Irdisches anzunehmen, ist es dadurch gezwungen, wenn auch in der innigsten Verbindung mit dem ganzen Wesen der Seele, doch teilweise außerhalb des irdischen Leibes und daher auch außerhalb der leiblichen Sinne – gleichsam wie vorgelagert – zu bleiben.

Daß dann in diesen Fällen das Wesentliche der Seele, des Geistes und des Lebens anderer Reiche und anderer Welten solchen Menschen wahrnehmbar wird – besser gesagt, unter gegebenen Umständen wahrnehmbar werden kann –, daß sich deren Bewohner Menschen ganz anders nähern, sich ihnen ganz anders offenbaren und sie auch ganz anders beeinflussen können als die anderen Menschen, die nicht so beschaffen sind, ist doch die allereinfachste Folge einer solchen Beschaffenheit. Die andere, gleich einfache Folge ist die, daß solche Menschen fühlen, sehen oder hören, was den anderen vollauf verborgen bleibt.

Alle Seher und Propheten-Mittler, ob gut oder böse, alle „Totenbefrager“, „Wahrsager“ und jene, die der Schrift nach den „Pythongeist“ haben und alle sonstigen Mittler des jenseitigen Geistes vom Geist zum Geiste – wenn sie nicht aus Gewinnsucht oder aus anderen Gründen sich so stellen, als wären sie Propheten-Mittler, ohne es wirklich zu sein, sondern um zu betrügen – waren und sind Menschen, deren Wesenheit der Seele, des Geistes, des Lebens und des irdischen Leibes also beschaffen sind.

Je nachdem, wie groß die Menge des nicht einverleibten seelischen Körpers ist, und je nachdem, welchem der Sinne des Menschen sie vorgelagert ist oder welchem der Sinne der Wille des eigenen Geistes, mitunter aber auch der Wille eines fremden jenseitigen Geistes sich mehr dienstbar macht oder machen kann, desto fähiger ist so ein Mensch zu Wahrnehmungen und auch als Mittler dessen, was andere aus dem Jenseits niemals so unmittelbar empfangen können. Durch die Mittlerschaft – also durch das prophetische Wesen solcher Menschen – ist viel Gutes gegeben worden, es ist aber auch das Furchtbarste eingetreten, weil der böse Geist sich finsterer Mittler unter ihnen bedient hat, und indem diese selbst böse waren, konnte er sie ohne Mühe dahin bringen, ihn, den Satan, zu ihrem „Gott“ zu erheben.

Weil aber die Bosheit derer, die den bösen Geist höllischer Finsternis von gleich finsteren Bringern und Gebern übernommen und angenommen haben, gerade so groß ist wie die Finsternis und Bosheit der Propheten-Mittler, und weil sie den Satansgeist ihres „Gottes“ immer weitertragen und ihn den anderen aufzuzwingen trachten, deshalb bin Ich Selbst gekommen.

Damit ist an Meinem Wesen, an Meinem Geiste, durch Mein Wort und Meine Werke die ewige Wahrheit, Gott, wie Er von Ewigkeit ist, zu erkennen, so daß jeder gute Wille einen Vergleich zwischen dem Geiste der ewigen Wahrheit, zwischen Mir und zwischen dem Geiste der Lüge und der Bosheit, dem Satan, anstellen und Mich an Meinem Geiste und an Meinem Wesen, Meinem Worte und an Meinen Werken vollauf erkennen kann.

Weil aber kein Seher, kein Prophet und kein Mittler die ewige Wahrheit Meines Wesens, Meines Geistes und Meines Lebens in der wahren Vollkommenheit der Kraft Gottes schauen und Mich daher auch niemals vermitteln oder offenbaren hat können, wie Ich im wahren Wesen Meiner Kraft bin, deshalb bin Ich Selbst gekommen als ein euch gleichender Mensch!

ICH bin aus dem Weibe geboren; niemand aber, kein Mensch ist Mein Vater! ICH bin der Sohn einer Mutter; Mir Selbst aber bin Ich ein eigener Vater von Ewigkeit. Niemand konnte Mich da auf Erden bilden noch zeugen, weil Ich im Wesen, Geiste und Leben war, bin und sein werde ewiglich; denn auch die Ewigkeit ist nur durch Mich.

Viele sind gekommen und haben Mich vor euren Ohren also gefragt:

Meister, Herr! Wir sehen, daß Du Wunder tust, die nicht unser Gott und nicht die Götter der Heiden tun können; denn auch Adonai-Jahweh hat noch keinen, der schon tagelang im Grabe gelegen ist, auferweckt und ihn gesund hinausgeführt.

Du bist aber doch geboren und ein Mensch! Sage: Konntest Du nicht als Geist oder in einer anderen Gestalt in Pracht und Herrlichkeit gekommen sein, oder konntest Du nicht wenigstens ungeboren kommen und beweisen, daß Du also erschienen bist plötzlich mitten unter uns, ohne erst vom Kinde zum Knaben und dann erst zum Manne zu werden?

Und damals habe Ich gesehen, daß etliche unter den Jüngern diese Fragen billigten, obwohl ihr selbst nichts dazu gesprochen habt. Was hätte Ich aber diesen Armen in der Seele und im Geiste antworten sollen?

ICH habe es ihnen sagen müssen, daß sie nicht wissen, was sie fragen; oder hätte es nur ein einziger von ihnen geglaubt, daß Ich nicht geboren worden bin, falls Ich also, wie Ich bin, zu ihnen gekommen wäre, und wäre Ich als Geist gekommen, hätten sie Mich wahrnehmen können, wenn sie von den Legionen der Geister, die da sind, die da leben und wirken, keinen einzigen sehen können, so sie keine Seher sind?

Und da Ich sie aufgefordert habe, sie selbst sollen Mir sagen, in welcher anderen Gestalt Ich hätte erscheinen müssen, damit ihrem Dafürhalten nach jeder Zweifel ausgeschlossen bleibe, da schwiegen sie, und nur der heidnische Söldner Arnas sprach:

Herr! Meister! Du hättest kommen müssen in der Gestalt, wie Gott ist, für andere! Mir bist Du heilig so, wie Du bist! Und ich weiß es: Du allein bist die ewige Wahrheit, Gott, weil Du es sagst!


An die elf Apostel vor Seiner Selbstaufopferung

(Anfang 783 d. R.)

Ich werde euch den Geist der Wahrheit senden, weil Ich Selbst zu euch komme, und der Geist wird von Mir zeugen, weil er von Meinem nehmen und sich durch euch verkünden wird.

ICH habe euch schon oft gesagt, wer Ich bin, und weil Ich als Mensch zu euch spreche, nennen einige Menschen Mich jetzt schon „Gottes Sohn“; aber wahrlich sage Ich euch: Dieser Sohn ist Sein eigener Vater durch den Geist der Wahrheit, und Er ist Mensch geworden, um euch den Geist der Wahrheit und Sich Selbst zu bringen, auf daß ihr Gott erkennet!

Kein Mensch hat Gott gesehen bis heute; sie sprechen von Gott und Vater, kennen ihn aber nicht, weil sie Mich nicht kennen wollen! Weil Ich ein Mensch geworden bin, um Selbst euch die Wahrheit zu bringen, sehen sie einen Menschen in Mir und hassen Mich, weil Ich Werke tue, die nur Gott tun kann, mehr aber noch deshalb, weil Ich ihnen die Wahrheit sage, daß allein Ich die ewige Wahrheit bin!

Und so ihr noch nicht begreifen könnet, sage Ich euch, daß der Vater Selbst Sohn geworden ist, ein Mensch Seines Wesens und Geistes, unbeschadet Seiner Kraft und Seines Seins, in dem Ich unwandelbar-unveränderlich gleich bleibe ewiglich; also bin Ich im Vater, Er in Mir, und desselben Einen Wesens und Geistes sind wir Eins von Ewigkeit, weil allein Ich die ewige Wahrheit bin!

Es gibt viele Welten, viele Reiche des Geistes und unzählbare Wesenheiten; Gott aber ist nur Einer, und Der ist kraft Seiner Wahrheit, Güte, Liebe, Erbarmung, Vergebung und Gerechtigkeit ein Mensch geworden, damit alle Ihn und Seinen Geist erkennen und durch die Erkenntnis Seiner Selbstaufopferung auch gerettet werden, wenn sie Ihm und Seinem Geiste folgen wollen. Deshalb ist Gott Selbst gekommen und deshalb bin Ich da, nicht aber deshalb, „damit eine Schrift erfüllet werde“, die, obwohl sie auch von Mir spricht, den wahren Gott und Seinen Geist ewiger Wahrheit so schwer frevelt und lästert, wie es seit dem Anfange noch nie gewesen ist.

Der Vater der Lüge und Schöpfer höllischer Finsternis, der in der Wahrheit Meines Wesens, Geistes und Reiches nicht bestanden ist, der einst schon ein Seelenmörder war und nach dem Anfange dieser Welt ein Menschenmörder, hat es verstanden, viele dahin zu bringen, nach seinen bösen Gelüsten zu wandeln.

Blut, Blut und immer wieder Blut von allem Lebenden, damit auch er von der Kraft des Lebens, die Irdisches an das Seelische jeglichen Wesens hier gebunden hat, genieße! Denn wenn auch sein Lebensdurst und sein Geist größer als der Geist vieler Menschen ist, kann er doch im irdischen Leibe nicht wie ein Mensch in Erscheinung treten, mag ihn danach noch so gelüsten; und deshalb drängt und betört er die Menschen, ihm zu dienen, damit sie dem Reiche der Finsternis des Geistes, dessen Fürst er ist, anheimfallen und Sklaven seiner Bosheit und Lüge bleiben in aller Zukunft.

Er hat es verstanden, viele dahin zu bringen, ihn als ihren Gott zu verehren, ihm ohne Unterlaß von Kindheit an Blutopfer und Brandopfer zu bringen und nach seinen bösen Gelüsten zu wandeln. ICH bin gekommen, um es ihnen zu sagen und zu bezeugen; sie aber hassen und verfolgen Mich als jenen, der ihren Gott lästert, weil Ich von diesem wahrhaft sage: Er ist der Satan!

ICH habe vor Zeiten diesen Menschen Mein Gebot bei Tage offenbaren lassen; aber schon die ersten, die dieses Mein Gebot erhalten haben, versteckten es zu unterst – und legten oben darauf ein Gesetz, das Mose im Finstern unter dem Drängen des blutgierigen Vaters der Lüge geschrieben hat, und dieser hat angeordnet, es „ewiglich“ zu halten.

ICH bin Selbst gekommen, auf daß alles das offenbar werde; und sie kennen Mich nicht, weil sie Gott und den heiligen Geist der ewigen Wahrheit nicht kennen wollen; sie wollen von den Gelüsten ihres Vaters nicht ablassen, und so Ich Mich nicht Selbst aufopfere, bin Ich umsonst gekommen!

Ihr lüsterner Vater verlangt Blut um Blut und alles für sich. Und sie werden auch Mein Blut für ihn durch sein Gesetz fordern. Wahrlich aber sage Ich euch: ICH gebe Mein Blut; aber an Mir hat ihr Vater nichts! Mein Blut gebe Ich, damit viele durch Meine Aufopferung zu der Erkenntnis kommen, wer Ich in der ewigen Wahrheit Meines Wesens, Geistes und Lebens bin, und daß Ich nicht zu richten, sondern diese Welt selig zu machen gekommen bin, auf daß, wer an Mich glaubt und Meinem Geiste nachfolgt, nicht in der Finsternis der Bosheit wandelt, sondern im Lichte der ewigen Wahrheit mit Mir lebe ewiglich!

Gott ist die ewige Wahrheit und die ewige Wahrheit bin Ich!


Teil 11

Die ewige Wahrheit bin Ich!

ICH habe ihnen oftmals gesagt:

Ihr, die ihr euch für Söhne eures Gottes haltet, wollt auch aus Mir einen euch gleichen „Sohn Gottes“ machen, und fraget deshalb ohne Unterlaß, wer Mein Vater sei und wer Mich gesandt habe, damit Ich sage, daß es euer „Gott und Vater“ sei. ICH aber sage euch: Nicht „der Vater und der Sohn“ sind die Wahrheit, sondern Gott, Der in Mir ist und Ich in Ihm! „Vater“ und „Sohn“ sind zwei Personen, Gott aber ist nur Einer. Und Er ist Selbst zu euch gekommen, weil Ich da bin. Und Ich sage es ihnen wahrhaft: Ich bin Selbst gekommen! Sie aber fragen immer wieder: Was machst du aus dir selbst? Du, ein Mensch, machst dich zu Gott! Wer hat Dich gesandt? Wir haben einen Vater, – Gott!

Und wenn Ich ihnen sage: Ihr kennet Gott nicht; denn wenn ihr Ihn kenntet, müßtet ihr Mich kennen und Mein Wort hören, – da spotten sie Meiner, verhöhnen Mich, fluchen Mir, fragen weiter dasselbe und halten Mir wieder ihren Gott und Vater vor! Wenn Ich aber dazu sage: Euer Vater ist ein Lügner, der in der Wahrheit nicht bestanden ist, ein Menschenmörder und Satan, dann suchen sie Mich zu steinigen und zu ergreifen, und sie fluchen Mir, weil ihnen die Gelüste des Vaters der Lüge mehr zusagen als Mein Wort und Ich.

Und sie werden Mich töten; diese Erde soll – ihrem Gesetze nach – Mein Blut trinken; aber es bleibt da zur Rettung vieler! Sie töten Mich, aber Ich werde kraft der Wahrheit Meines Willens zum Zeugnis der ewigen Wahrheit Meines Wortes auferstehen, damit diejenigen, die Mich nicht – wie ihr – sehen und hören können, an Mich und Mein Wort glauben!

Ich werde auferstehen und, bevor Ich in Mein Reich gegangen sein werde, werde Ich euch aufsuchen und euch weitere Lehren geben, der Welt zum Zeugnis und zur Erkenntnis.

Daran, daß dieser Mein Leib sein Blut verliert, erleidet er eine kleine Zeitlang den „Tod“; aber derselbe blutleere Leib wird auferstehen und leben, weil Ich es will und damit ihr Mich nochmals unter euch sehet und Mich höret zum Zeugnis.

So aber, wie Ich Mein Blut dalasse, werde Ich alsdann auch Meinen Leib nicht mitnehmen; beides soll dableiben und Mich unzählbar überall dort wieder verkörpern, wo Mein ewiges Wesen und Mein Geist wahrhaft erkannt und Mein Wort wahrhaft befolgt wird, damit Ich durch das Leben dieses Meines Leibes und Blutes jede Seele und jeden Geist stärke, der zu Mir kommen und in Meinem Geiste verharren will.

Davon aber werde Ich euch mehr sagen, bis der Tag kommt; das aber wisset jetzt schon: Wer mich wahrhaft sucht, bei dem bin Ich, bevor er noch weiß, daß Ich Der bin, Den er finden will, und er erkennt Mich auch dann, wenn er Meinen Namen niemals gehört hat; denn es genügt ihm, daß er Meinen Geist gefunden hat. Wer Gott wahrhaft sucht, der findet Mich und wird Mich wahrhaft erkennen! Wer aber einen Gott gefunden zu haben meint, dessen Geist nicht der Meine ist und dessen Name nicht Christus ist, der hat sich seinen Gott selbst erfunden, weil er nur den Namen Gott, der an sich kein Name ist, und nicht den Geist der ewigen Wahrheit gefunden hat; der Name allein tut es nicht, sondern der Geist.

Alle Menschen – von Anfang an – sprachen von Gott und Göttern, aber nur jene haben Gott erkannt, die Meinen Geist gesucht haben, und viele haben ihn gefunden schon vor Zeiten, weil Ich da war und Meinen Geist niemandem, der ihn gesucht, vorenthalten habe. Weil aber der Geist dieses Volkes den Geist des Abgrundes der Finsternis, den Vater der Lüge und blutgierigen Menschenmörder vom Anfange an zu seinem „alleinigen Gott“ erhoben hat, und der Lügner, der in der Wahrheit Meines Geistes und Reiches nicht bestanden ist, durch dieses Volk die ganze Erde zu verderben droht, deshalb bin Ich Selbst gekommen, um jene aus seiner Finsternis zu retten, die gerettet werden wollen.

Nicht um Meinetwillen bin Ich gekommen, sondern dieser Welt den finsteren Abgrund des Geistes jenes bösen Lügners zu zeigen und den Menschen Selbst die ewige Wahrheit zu bringen, die allein Ich im Wesen, Geiste und Leben bin.

Wer die ewige Wahrheit sucht, der sucht Gott! Wer aber wahrhaft sucht, der sucht zuerst Gottes heiligen Geist, und wer so sucht, der kann an Mir nicht vorbeigehen – und an Meinem Geiste muß er erkennen, wer Ich in der Wahrheit bin!

ICH sage ihnen immer wieder: Wollt ihr dem Worte, welches Meinen Geist euch offenbart, nicht glauben, so sehet wenigstens die Werke, die Ich tue und die sonst niemand getan hat, noch – außer Gott – jemand tun kann, und sie sagen Mir darauf: „Du hast den Teufel!“

Euch aber, die ihr Meine Jünger, und mehr noch, die ihr Meine Brüder und Freunde auf Erden seid, sage Ich: Viele Tausende haben gleich euch das gesehen und gehört von Mir, was ihr gesehen und gehört habt. Viele Tausende haben gleich euch Mein Wort gehört und Meine Werke gesehen; zählet aber jene aus all den Tausenden heraus, die wahrhaft wissen und glauben!

596 Wahrlich sage Ich euch: Jeder von euch hat mehr Finger an seinen Händen, als daß er so viele herausfände, die wahrhaft zu verstehen glauben und den Geist Meines Wortes annehmen wollen! ICH sage ihnen, wer Ich bin, Ich mache Blinde, Lahme und Unheilbare gesund, sättige Abertausende mit einem Stücklein Brot vollauf, erwecke vor Tagen Verstorbene, – und ihr Geist, Wille, Verstand und Glaube geht dahin, Mich zu ihrem König zu machen, weil sie berechnen, daß es dann keine Kranken mehr gäbe, niemand mehr arbeiten und auch nicht sterben müßte. So denken die meisten der Armen.

Die Oberen aber, die Pharisäer, Sadduzäer und Schriftgelehrten hassen Mich, weil Mein Wesen, Mein Geist und meine Werke sie erschrecken. Sie wissen, daß Mein Wort die Wahrheit ist, und sie fühlen und wissen, daß die ewige Wahrheit Gott ist, wie Ich es ihnen sage. Ihnen aber gefällt ihr Gott, dessen Geist der ärgste Widersacher der ewigen Wahrheit ist. Aber auch das sage Ich euch: Sie sterben mit diesem Geschlechte nicht aus! Es werden Nationen und Völker Meinen Namen kennen und ihm nach sich Christen nennen; sie werden den Namen CHRISTUS auf den Lippen führen, aber – gleich den Schriftgelehrten, Sadduzäern, Pharisäern und Judenoberen – den Vater der Lüge und den Abgrund der seelisch-geistigen Finsternis über Mich erheben, weil Mein Geist auch sie erschrecken wird!

Niemand kann Gott und zugleich dem Satan dienen. Der Satan verlangt Dienste, er weiß die ihm Ergebenen dazu zu verhalten, und sie tun dies gerne, weil sein Geist ihr Geist ist, und deshalb hat er auf Erden Bestand.

ICH verlange keine Dienste, die mir gelten sollen; Ich verlange keine Verherrlichung, weil sie Mir niemand geben kann; Ich verlange keine Opfer, weil alles Lebendige Mein Leben in sich trägt und Ich das wahre ewige Leben, nicht aber das Verderben bin! Das Verderben ist die Bosheit der Lüge und die Gier des Satans; denn alle Bosheit und alles Verderben ist sein Geist!

Darum sage Ich euch erneut: Was ihr wollt, daß euch die Nächsten tun, das tuet ihr vorerst ihnen! Das ist der Geist der Wahrheit, das ist Mein Geist und in seiner ewigen Wahrheit Geist Gottes! Wer das tut, der opfert sich Mir, aber er dient und verherrlicht sich selbst und nur dadurch dient er Mir, verherrlicht Mich und opfert sich Mir, wie auch Ich den Menschen diene, sie verherrliche und Mich zu ihrer Rettung aufopfere.

Kein Mensch hat bis jetzt Gott gesehen; diejenigen aber, die Mich sehen, sehen und hören Gott! Die Menschen aber sehen in Mir einen Menschen und selbst auch einige unter euch, die ihr Mir gefolgt seid, habt in Mir lange genug einen Menschen gesehen, und weil Ich auch euch in der Wahrheit sage, daß es nicht zwei Götter „Vater und Sohn“, gibt, sondern Ich der Vater Meiner Selbst bin, Er in Mir ist und Ich in Ihm unteilbar Derselbe bin in Ewigkeit, konntet auch ihr es nicht fassen. Und doch liegt der Grund dazu nur darin, daß auch vielen unter euch Gott und Götter von Kindheit an gelehrt wurden, die aber keine Götter, sondern zum Teile feindliche Wesen jenes Vaters sind, der zu den Seinen durch das Gesetz und durch die Schrift, die ihn zu Gott macht, spricht.

Sein grimmiger Zorn, seine Blut- und Rachegier macht die Seinen furchtsam, und sie stellen sich ihn so vor, daß er, sichtbar werdend, über das ganze Himmelsgewölbe ausgebreitet, die geballte Faust zeigt und zähneknirschend einen Fluch, grimmiger denn die vorausgegangenen Flüche, allen, die nicht seines Geistes sein wollen, zuschleudert und Rache droht.

So sehen alle die Verirrten Gott, so sehen Ihn viele, und vielen wird er auch weiter so dargestellt, solange die Hebräerschrift und ihr blutrünstiger Rachegott aufrecht erhalten bleibt. Und daß sie aufrechterhalten bleibt, dafür wird die größte Anstrengung des Geistes der Lüge, der Bosheit und der Finsternis sorgen; die Menschen werden ihm behilflich sein, und sie werden sich freuen, werden die „Schrift“ und ihren „Gott“ verherrlichen und auch Mich einen Gott nennen, den sie aber täglich dem Geiste dieser Schrift aufopfern zu müssen wähnen werden.

Und ihr engsten Getreuen, die ihr bei Mir seid und Mir nahesteht, ihr steht diesem Geiste sehr ferne – und doch hat seine Lüge gelegentlich auch euch im Banne der Ungewißheit und Zweifel gehalten. ICH weiß alles das zu werten, denn auch ihr seht in Mir einen Menschen vor euch und auch das konntet ihr gelegentlich nicht fassen, daß Ich arm, gar sehr arm bin, und weder ein Dach über Mir, ja nicht einmal ein Bett Mein Eigen nennen will.

Ja, Ich bin als Mensch gekommen, weil Gott zu den Menschen nicht anders kommen kann, will Er ihnen Selbst von Angesicht zu Angesicht wesentlich-persönlich erscheinen und durch Sein gesprochenes Wort Sich ihnen offenbaren. ICH bin erst des Geistes dieses Volkes und der Nationen wegen gekommen, unter welche der böse Geist sein Volk zu zerstreuen und so seinen Geist auch unter diese auszuwerfen und zu verbreiten beschlossen hat; dies geschah deswegen, damit die Menschen den wahren Gott und Seinen heiligen Geist, erkennen!

Und da Ich nun für die Zeit Meines Hierseins und Meiner Mir in ewiger Gerechtigkeit und Liebe Selbst gesetzten Aufgabe ein armer Mensch bin, zweifelt gelegentlich auch ihr und meint, Ich sei als „Mensch gewordene Gotteskraft“ von Gott gesandt, weil auch eurer bisweilen sich aufdrängende Meinung nach Gott nicht zugleich auch Mensch sein könne. Das aber ist die Folge, daß ihr bis jetzt von dem wahren Wesen und von der wahren Gotteskraft nie oder nur wenig gehört habt und nicht einmal die Kraft eures eigenen Geistes kennt; doch aber wird alles das kommen, durch Meinen Geist.

Ihr stehet hier bei Mir; wollt ihr es aber, umfaßt euer Geist alle die Gegenden und Orte, wo ihr wart oder wo ihr mit Mir gewesen seid, nicht aber die Gegenden und Orte allein, sondern auch alle die Menschen und sogar die Tiere, die Felder und die Bäume, von denen wir die Nahrung erhalten und genommen haben. Euer Geist umfaßt also, was ihr wisset und was ihr kennet; Mein Geist aber ist allgegenwärtig und umfaßt alles das, was Ich kenne, und Mein Wille beherrscht die ganze Schöpfung, weil diese ein Werk Meines Geistes, Meiner Kraft und Meines Willens ist.

ICH bin in diese Welt gekommen als Mensch. Die Kraft des ewigen Wesens, Geistes und Lebens Gottes ist aber dieselbe geblieben, in und außer Mir, unwandelbar-unveränderlich in Ewigkeit, die gleiche, weil Mein Geist sich durch Mich nie verändern kann.

Die ewige Wahrheit offenbare Ich euch durch Mein Wort, und das Wort bekräftige Ich durch Werke, die kein Mensch tun kann, damit ihr die Kraft des Wesens und Geistes Gottes an Mir und an ihnen sehet. Die Menschen sehen diese Werke und wundern sich, weil kein Mensch noch solche getan hat. Es sind Werke der Wahrheit, der Güte, der Liebe und des Erbarmens, die Ich tue, damit die Kraft Meines Geistes durch sie offenbar werde.

Das für Gottes Allmacht kleine Werk setzt sie in Erstaunen, weil sie auch nur Ähnliches nicht gesehen haben. Das große Werk der Wunder aber ist ihnen nicht der Beachtung wert, weil sie – inmitten der Wunder lebend – alles als selbstverständlich betrachten und meinen, daß es nicht anders sein könne. Und auch das ist eine Finsternis, die selbst schon im Lichte der Sonne ihren dunklen Geist zeigt, und sie ist der Vorhof zu der Finsternis des seelisch-geistigen Abgrundes, weil sie das große Wunder gar nicht beachtet oder es in der Tätigkeit der Kraft des eigenen Wesens und Geistes und nicht in der Kraft des lebendigen ewigen Wesens und Geistes Gottes sucht.

Die Sonne beherrscht die irdische Finsternis, soweit ihre Strahlen die Erde treffen; aber nur jene ihrer Gegenden werden von den Strahlen getroffen, die sich darbieten, von ihnen getroffen zu werden; weder die Sonne noch die Erde kann daran auch nur das Geringste ändern, weil beide ein Werk des Geistes sind, dessen Wille sie gerade so und nicht anders deshalb gestaltet hat, damit eines durch das andere in jener Tätigkeit erhalten werde, die dem Zwecke, zu dem sie der allgegenwärtige Geist Gottes geschaffen hat, voll und ganz entspricht.

Der Geist Gottes ist es und Sein Wille, der allen diesen Dingen geordnete Kräfte gab. Aber die Kräfte dieser Dinge sind kein Geist und kein Leben, sondern allein Kräfte, die, einander drängend, immer wieder nur die Kraft aufbringen, um weiter zu drängen und die Kräfte zu erhalten, ohne Willen, ohne Wissen, ohne Gefühl, ohne Freude, ohne Schmerz.

Der Geist der Allmacht gab den Dingen diese Kräfte dadurch, daß er sie durch Seinen Willen so geordnet hat, damit sie ein anderes, irdisch-weltliches Reich bilden; in diesem erwacht ein jegliches Wesen und sein Geist, der, dem böse gewordenen Wesen nachtrachtend, im Reiche Gottes nicht zufrieden war und deshalb dort auch nicht bestehen konnte, aber auch jene Wesen, deren Geist im Reiche Gottes zum vollen Bewußtsein seines Seins nicht gekommen ist, kraft des am Anfange jeglichem Geiste gegebenen und durch den Geist auch dem seelischen Wesen, dessen ewiges Eigen der Geist ist, nun eigenen Lebens. Dies dient dazu, daß das Wesen der Seele durch das da angenommene Greifbare dieser Welt selbst greifbar und ein dem eigenen Geiste entsprechendes Wesen dieses irdischen Reiches werde.

Ein jeglicher Geist, selbst ohne Gestalt und bestimmte Form, untrennbar an das Wesen der Seele gebunden, muß sich in dieser Irdischen Welt mit dem abfinden, was die Beschaffenheit der Gestalt und Form des ihm von Ewigkeit eigenen seelischen Wesens annimmt, und jedes seelisch-geistig-lebendige Wesen gibt uns schon durch sich selbst auch seinen Geist kund.

Unter allen seelisch-geistig-lebendigen Wesen erkennt aber nur der Mensch durch seinen urteilsfähigen Geist, welchen der anderen Wesen – im Sinne der Gefährlichkeit – ein guter oder ein böser Geist eigen ist.

Die Tiere selbst fühlen zwar ihren eigenen Geist, aber sie wissen nicht, daß und ob dieser gut oder böse ist, und handeln danach, weil sie keine Bedenken in dieser Richtung aufbringen. Schwächere Arten fühlen die Gefährlichkeit der anderen, fremden und stärkeren Arten sehr gut, und sie fürchten sich, weil ihr seelisches Wesen und ihr Geist sich an das da angenommene Irdische klammert und es nicht verlieren will.

Je kleiner der Geist des Wesens, desto unklarer das Gefühl, das Bewußsein, die Furcht und desto kleiner der Schmerz seines seelischen Wesens; je größer der Geist, desto mehr Gefühl seines seelischen Wesens, desto größerer Widerstand einer gewaltsamen Trennung gegenüber und desto mehr Anklammerung an den da angenommenen irdischen Körper.

Der Geist aller anderen Wesen ist aber niemals dem Geiste des Menschen gleich, weil allein dieser erkenntnisfähig ist. Wohl gibt es unter den anderen Wesen selbst viele solche, an deren Eigenschaften sich so mancher Mensch ein Beispiel nehmen könnte und auch sollte; doch sind diese Wesen ohne ihren Willen, ohne ihr Zutun so, wie sie sind, und gleichen eben den meisten ihrer Art.

623 Betrachtet ihr das seelische Wesen, den Geist und das Leben der Bäume, der Gräser und der Blumen werdet ihr finden, daß die Lebensart und der Geist der gleichen Arten fast gleich ist. Und Ich sage euch: Zweifelt nicht daran, daß der Baum, das Gras und die Blumen ein seelisches Wesen und einen Geist haben; wo ein Leben ist, dort ist ein Geist, und wo der Geist ist, dort auch das seelische Wesen. Wo kein Geist ist, dort ist auch kein Leben und kein seelisches Wesen! Das seelisch-geistig-lebendige Wesen der Pflanzen ist nur nicht imstande, sich aus dem Greifbaren solche Sinne zu schaffen, wie die Seele und der Geist der anderen Wesen; und das ist für sie und die anderen Wesen gut.

Betrachtet ihr den Geist und das Wesen der Tiere, werdet Ihr finden, daß die gleichen Arten fast gleichen Geistes sind, und die Nachkommenden gleichen Geistes und gleichen Wesens bleiben, wenn nicht ein größerer Geist – der des Menschen – sie seinem Willen unterwirft und durch die Größe seines Geistes den ihren bezwingt und ihn lenkt. Niemals aber bringt der Geist des Menschen den Geist des Tieres dahin, daß es zwischen der Wahrheit und der Lüge zu unterscheiden lerne und nach einer von beiden sucht.

Und weiter sage Ich euch: Das ist der unendliche Unterschied zwischen dem Menschen und allen übrigen seelisch-geistig lebendigen Wesen, daß nur allein der Mensch sich kraft seines erkenntnisfähigen Geistes und des eigenen freien Willens zu Gott emporheben kann, weil er die Wahrheit von der Lüge und die Güte von der Bosheit auch dann unterscheidet, als solche erkennt und erfühlt, wenn er diese Worte niemals zuvor gehört hätte; denn sie sind nicht als Worte, sondern als Kräfte seiner Seele eigen und ihr unauslöschlich eingeprägt! Er aber soll und muß sich entweder für die Wahrheit und ihre Güte, oder für die Lüge und ihre Bosheit entscheiden, denn deshalb geht er seelisch-geistig-lebendig einmal durch das Reich der Erde dieser Welt.

Am Anfange dieser Welt kannten die Menschen Gott die ewige Wahrheit voll und ganz, weil sie von dem Greifbaren der Dinge dieser Welt nicht soviel aufnehmen konnten, deshalb auch seelischer und geistiger waren, als jetzt die Menschen sind, und in ihrem seelischen Wesen, wie auch in ihrem Geiste erwachte die Erinnerung an eine Welt, die sie verloren hatten. Dieselbe Erinnerung führte sie auch dazu, die ewige Wahrheit zu erkennen; sie erkannten aber auch sich selbst gleichwie die Ursache und den Zweck ihres Daseins.

Zeiten folgten den Zeiten und mit ihnen auch die Menschen, die des Greifbaren der Dinge dieser Welt immer gieriger und deshalb – im Sinne der Feinheit – immer weniger seelisch-geistig werdend, ihren Geist den Dingen dieser Welt und nicht sich selbst, nicht der eigenen, ungreifbaren und unsterblichen Seele zuwandten. Nur wenige erwachten späterhin zu einer Erinnerung an das Leben in der wahren Welt Meines Reiches; in denen aber diese Erinnerung lebendig wurde, die standen auf, um zu lehren, um eine Erinnerung in der Seele und im Geiste der anderen wachzurufen.

Und um die Zeit war es, daß auch der Geist des Abgrundes höllischer Finsternis, der Geist der Lüge, der Bosheit, der Gier, des Neides, der Gewalt und der Rache in das neue Reich, in die Welt der greifbaren Dinge durch das Jenseits gelangt ist; und er frohlockte, als er die so lange Gesuchten, die er einstens alle in sein Lager herabziehen zu können meinte, hier als ganz andere, als irdische Wesen wiederfand. Er frohlockte aber zu früh! Denn alle seine Bemühungen, alle seine Versuche und Anstrengungen, von dem Greifbaren dieser Welt gleich dem Geiste der Seele der Menschen und dem Geiste der anderen seelischen Wesen an sich zu nehmen und gleichfalls ein greifbares Wesen dieser Welt zu werden, scheiterten kläglich und lösten nur eine jeden Wahnsinn weit übersteigende, aber ohnmächtige Wut aus!

Trotz seines großen Geistes blieb er unvermögend, aus eigener Kraft ein irdisch-greifbares Wesen zu werden, und gelangt er einmal doch bis dahin, wozu ihm Menschen ähnlichen Geistes verhelfen werden, wird er für eine kurze Spanne Zeit das genaue Gegenteil von dem werden, was er werden möchte. Das aber liegt in ferner Zukunft, und Ich sage euch das zum Zeugnis, damit viele, wenn es gekommen sein wird, wissen, daß ich es gesagt habe.

Zu jener Zeit aber werden Mich viele kennen, viele werden wahrhaft wissen, Wer Ich in Meiner ewigen Wahrheit bin. Aber die Anhänger des Geistes des Abgrundes höllischer Finsternis werden Mich auch dann noch verspotten und alle jene verfolgen, die Mich im Geiste der ewigen Wahrheit Christus, ihren allein wahren Gott nennen und in Meinem Geiste bis an das Ende verharren werden.

Wahrlich, die Verirrung dieser Menschen war und ist groß, aber das Ärgste sollte noch kommen, und weil es seit langem bereits da ist, bin Ich Selbst gekommen, um es dem Volke, in dem das Ärgste festen Fuß gefaßt und aus dem das Furchtbarste hervorgekommen ist, Selbst zu sagen, dieser Welt die ewige Wahrheit Meiner Selbst zu bringen, und sie allen, die Kinder der ewigen Wahrheit, Meine Kinder, also Kinder Gottes wieder werden wollen, zu geben. Die Verirrung dieser Menschen ist groß, aber die Bosheit dieses Volkes ist unendlich größer!

Die anderen Völker kennen gute und böse „Götter“, dieses Volk aber kennt nur einen Gott, der aber seinem Wesen wie seinem Geiste nach der bodenlose Abgrund aller Finsternis der Hölle ist, ein Vater der Lüge und der Bosheit – der Satan!

Blut, Blut und wiederum Blut, Vernichtung, Fluch über Fluch, Kriege, Massenmorde, Verfolgung aller anderen, Haß, Rache, Brand- und Blutopfer, unendlich und unersättlich und wiederum Blut und Opfer!

Die Greuel mancher Völker waren groß und die Not der Opfer schrie zum Himmel um Erbarmung. Die Greuel dieses Volkes sind größer, weil all sein Tun und Trachten einem Geiste gilt, und die bösen Gelüste dieses Geistes den Gelüsten der Mehrheit dieses Volkes zusagen. Das Tun und Trachten, die Blutgier, die Rachsucht und das Wüten dieses Geistes aber ersinnt Greuel, die den heiligen Geist Gottes, den Geist der ewigen Wahrheit, auf das schwerste freveln und lästern, indem der Geist des Abgrundes der Lüge und der Bosheit sich selbst zu Gott erhebt und von diesem Volke als der allein lebende wahrhafte Gott anerkannt wie auch als Schöpfer und Vater alles Lebendigen verherrlicht und angebetet wird.

Wahrlich sage Ich euch: An den Früchten erkennet ihr den Baum. An der Frucht des Geistes aber müßt ihr viel leichter und besser noch erkennen, ob derselbe ein Geist der Wahrheit und der Güte oder ob er der Geist der Lüge und der Bosheit ist.

Einige von ihnen wollen allein einen „Gott-Vater“, den sie nicht kennen, und sie verwerfen Mich. Die andern wollen Mich zum Gesandten oder zu einem ihresgleichen „Sohn“ eines Gottes machen, der Meines ewigen Wesens, Geistes, Lebens, Lichtes, Namens und Wortes und der ewigen Wahrheit, die allein Ich bin, ärgster Widersacher ist; dieser hat sich schon vor Zeiten selbst dadurch gerichtet, daß er den seelisch-geistigen Abgrund der Lüge und der Hölle geschaffen hat, der ihn aufnahm und von wo aus er die Finsternis der eigenen Lüge und Bosheit dem anderen Geiste zuschleudert.

Die Zeit ist nahe, daß es geschieht, und noch ihr werdet es erleben; und selbst ihr, die ihr Meine Jünger, Freunde und Brüder seid, werdet gegen die boshafte und heimtückische Beraubung und Entstellung Meines Wortes schwer zu kämpfen haben, ohne sie ganz abwenden zu können, weil der Geist vieler Menschen mit dem Geist des Abgrundes sich mehr denn je verbinden wird, um gegen Mich, gegen den Geist der Wahrheit und gegen euch anzukämpfen.

Wehe dem bösen Geiste und jenen, die durch ihn den heiligen Geist der ewigen Wahrheit jetzt schon freveln und lästern und es in der Zukunft noch mehr tun werden! Sie richten sich selbst und kein Erbarmen, keine Vergebung kann sie dem Abgrunde der seelisch-geistigen Bosheit und der höllischen Qual entreißen, weil sie, der Finsternis des bösen Geistes voll, auch der Erbarmung und Vergebung spotten.


Predigt in Bethanien im Hause des Simon

(1. April 783 d. R.)

Wahrlich sage Ich euch, daß vielen noch das, was Ich auf Mich genommen habe, auf Mich noch nehmen und vollbringen werde, nicht genug sein wird, daß es neben diesen auch noch viele andere geben wird, die alles, was Ich vollbracht habe und des Vollbrachten wegen Mich auch noch verachten und verspotten werden. ICH sage euch, daß es unendlich mehr noch jener geben wird, die da sagen werden, daß Ich willenlos alles das habe vollbringen müssen, weil Ich dazu von dem in diese Welt gesandt worden sei, der ein Gott und Vater dieses – kraft der blutigen Beschneidung gezeichneten – Volkes ist; diesen werden auch große Scharen nichtbeschnittener Völker gerade deshalb als ihren „Gott und Vater“ anbeten und verherrlichen, weil er das unendliche Gegenteil Meines Wesens und Meines Geistes und deshalb auch mein ärgster Widersacher ist.

Daß alles das geschieht, dafür werden die beschnittenen Knechte des beschnittenen Geistes ihres Vaters eifrig sorgen, und unzählige Scharen eines gleich beschnittenen Geistes werden daran ihren Gefallen finden, Mein Wesen, Meinen Geist, mein Wort und meine Werke neben und unter den beschnittenen Geist ihres Gott-Vaters zu stellen.

ICH sehe, wie tief ihr in der Seele über eine so traurige Voraussicht betrübt und entsetzt seid, und Ich sehe auch, daß einige unter euch an diesen Meinen Worten zweifeln, weil sie ein solches Geschehen für unmöglich halten, da sie sehen und hören, wie tief alle anderen Völker gerade den Gott dieses Volkes und das gezeichnete Volk seines Gottes wegen verachten. ICH aber sage euch, daß es geschehen wird – und wenn auch nicht von heute auf morgen, so doch bald, und daß auch viele unter euch die Anfänge eines solchen Geschehens miterleben und schon hier auf Erden viel darunter zu leiden haben werden.

Wie in den Zeiten zuvor und wie jetzt werden mehr noch in der Zukunft machtgierige, herrschsüchtige und gewalttätige Knechte des finsteren Fürsten dieser Welt auftreten und mehr denn je Völkerscharen auch dadurch zu beherrschen trachten, daß sie ihnen Furcht, Angst, Schrecken und Entsetzen vor einem Gott einflößen, der nach seiner Willkür prüft, in Versuchung führt, straft, rächt, nach Belieben Menschen in das Verderben bringt, verdammt und vertilgt, der seine ihn predigenden Knechte auf Erden dazu berechtigt, die gleiche Machtgewalt handzuhaben und das Gleiche, wie er will, für ihn zu üben.

So ein „Gott“ aber läßt sich bei keinem anderen Volke auf Erden in keiner anderen Schrift finden als allein in der „Schrift“ und im Geiste dieses gezeichneten Volkes, dessen Vordere und Obere alles daransetzen werden, ihn und auch sich – mehr noch als bisher – obenan zu setzen. Und Ich sage euch, daß es ihnen in ihrem und ihres Gottes Geiste zeitlich auch gelingen wird; denn sie selbst werden viele aus ihrer Mitte an die Spitze der euch anhängenden Scharen setzen, euch verfolgen, die Scharen ihrem Geiste und ihrem Gott durch Lockungen, List, Heimtücke, Heuchelei und Gewalt gefügig machen, und unter diesen dann nach jenen Ausschau halten, welche herrschsüchtig, machtgierig und gewalttätig ihrer irdischen Vorteile wegen die ihnen gemachten Angebote annehmen werden samt dem ihnen angebotenen Gott.

In seinem Geiste zur Macht gelangt, werden sie die machtlosen Scharen der Armen zwingen, sich diesem Gott und der Machtgewalt seiner Knechte zu beugen. Dann werden dieser Gott und seine Knechte obenan stehen, alles beherrschend, so weit ihre Gewaltmacht reicht, und sie, die ihren Gott von den Hebräern annehmen werden, werden sich alsbald die wahren Auserwählten nennen und bald gar nicht wissen, wie wahrhaft voll und ganz sie es auch sind.

Im Geiste ihres – das heißt des Hebräergottes – werden sie gleich anfangs mit den Beschnittenen beratschlagen und nicht wissen, was sie mit Mir, mit Meinem Wesen und vor allem anderen aber, was sie mit Meinem Geiste beginnen und wohin sie Mich stellen sollen, Der Ich nicht zu prüfen, nicht in Versuchung zu führen, nicht zu rächen, nicht zu strafen, nicht zu verderben, nicht zu verdammen, nicht zu vertilgen, nicht auszurotten, ja, Der Ich nicht einmal zu richten gekommen bin; denn Ich bin gekommen, um diese Welt selig zu machen, so sie guten Willens Mich und Meinen Geist aufnehmen und ihn zu bestätigen auch nur zu trachten sich bemühen will.

Mein Kommen, Meine Menschwerdung, Mein Dasein, Mein Wort und Meine Werke werden sie nicht ungeschehen machen und auch das nicht leugnen können, daß allein Ich die ewige Wahrheit und das wahre ewige Leben bin. Weil sie das aber nicht leugnen werden können, Mich aber, die ewige Wahrheit, die Ich bin, im Geiste ihres Hebräergottes nicht anerkennen dürfen und selbst auch nicht anerkennen wollen werden, werden sie Zeiten hindurch nicht etwa um die Stellung und um das Wesen, um das Trachten und Wollen ihres Gottes, sondern darum streiten, hadern, zanken und selbst auch gewalttätig kämpfen, was sie aus Mir, aus Meinem Wesen und Geiste machen und wohin sie Mich stellen sollen.

Der Geist der Finsternis, der Lüge und Bosheit wird über Mich erhoben werden, und dann wird eine Zeitspanne folgen, in der Gott, Der allein Ich die ewige Wahrheit und das ewige Leben bin, so gelästert und so gefrevelt wird, wie es niemals zuvor, nicht einmal in der tiefsten Verirrung und nicht in der finstersten und verlogensten Bosheit des erkenntnisfähigen Geistes geschehen ist. Denn sie werden Mich und Meinen Geist vom Satan und seinem Geiste nicht nur abhängig machen und Mich ihm unterstellen, sondern Mich auch noch bildlich seiner Blutgier aufzuopfern trachten – ohne Unterlaß!

Und wiedermals wird es eine Zeitspanne mit sich bringen, daß große Scharen erkenntnisfähigen Geistes freien Willens sich der Versklavung und der Finsternis, in der sie die Bosheit gewaltsam festhalten wird, bewußt werden, und diese Scharen werden die Ketten geistiger Sklaverei gleich gewaltsam sprengen, den ihnen gewaltsam aufgezwungenen und aufgedrungenen Gott samt dessen finsterem Trachten verwerfen.

Mit diesem aber werden sie zuvörderst auch noch Mich und nur aus dem Grunde von sich stoßen, weil die bis dahin sie beherrschenden Knechte des Geistes höllischer Finsternis neben den vielen Namen ihres Gottes und Vaters auch Meinen Namen frevelhaft nennen und ihn noch frevelhafter zur Deckung der eigenen und der ihres Gott-Vaters finsteren, verlogenen Bosheit mißbrauchen werden.

Bald aber werden viele unter den Scharen, welche die Ketten geistiger Sklaverei gesprengt haben werden, sich frei wähnen und erkennen, daß sie doch nicht frei sind, sondern daß sie die gesprengten Ketten für andere Fesseln eingetauscht haben, gleich so bedrängt wie zuvor sind und keinen Frieden in sich noch in Ihresgleichen finden.

Ruhelos werden sie nach der wahren Ursache der neuen Versklavung ausschauen, nach neuer Freiheit suchen. Sie werden aber weder diese noch den Frieden finden, weil sie taub und blind dafür sein werden, daß die sie festhaltenden Fesseln trotz allen Wechselns deshalb stets die gleichen sind, weil der Geist sie schafft und dieser Geist immer der gleiche und immer derselbe Geist ist; dessen Knechte geben den von ihnen geschmiedeten und den Scharen angelegten Ketten nur deshalb immer neue Formen und Namen, um die Schmiede gleicher Fesseln anderer Form und Namens bedrängen und bekämpfen zu können, die Scharen im finsteren Geiste der Bosheit und Gewalttätigkeit gegeneinander zu hetzen und sich selbst aber obenan zu erhalten und irdische Vorteile zu sichern.

Um die Zeit wird es große Drangsale geben und viele werden den Geist suchen, der allein ihnen die wahre geistige Freiheit und in seiner Folge auch den wahren inneren Frieden geben kann. Diesen zu jener Zeit kommenden Scharen rufe Ich heute schon zu:

Niemals und nirgends werdet ihr die Wahrheit, das wahre Leben, den wahren Frieden und die wahre Freiheit finden, solange ihr euch über Meinen Geist hinwegsetzt; denn allein Mein Geist ist der wahre Friede und die wahre Freiheit, weil allein Ich die ewige Wahrheit und das wahre ewige Leben bin!

Kommet zu Mir, die ihr guten Willens seid, schon hier auf Erden ein Leben voll inneren Friedens und freien Geistes zu führen, zum wahren ewigen Leben!


Teil 12

Und Ich sage euch heute, daß dieser Mein Ruf auch zu jener Zeit gehört werden wird; allein viele werden ihn aus dem Grunde nicht hören und nicht befolgen wollen, weil einen gleichen Ruf auch jene zuvor schon finden und ihn frevelhaft mißbrauchen werden, die – in Meinem Namen – lebendige Seelen fangen werden für den, den Ich „Vater der Lüge und Satan“ heiße, den aber sie, seines Geistes voll, als ihren „Gott und Vater“ anbeten und verherrlichen werden.

Alles das und Ärgeres wird kommen und geschehen. Seid aber deshalb nicht allzusehr besorgt und traurig. Denn alles das wird dereinst allem erkenntnisfähigen Geiste, der guten Willens ist, zum größeren Zeugnis und zur größeren Erkenntnis dienen, weil viele erst dann vollauf fassen werden, was alles bis dahin geschehen ist. Gerade auch das wird ihnen das große Zeugnis zur wahren Erkenntnis sein; denn dann wird auch jene Zeit kommen, da ihr selbst Mich wiedermals vom Geist zum Geist durch den Geist verkünden werdet, in derselben Wahrheit, die Ich bin!

In den Zeiten zuvor haben die Meinen durch wahre Propheten Mein Kommen und Meine Menschwerdung verkündet, und nun Ich da bin, will diese Welt – bis auf die kleine Schar, deren Kern ihr seid – Mich nicht erkennen und Meinen Geist nicht annehmen, weil Ich gerade zu jenen gekommen bin, die der Satan sich auserwählt hat, um von ihnen auch in dieser Welt als ein „Gott“ verherrlicht zu werden und durch sie der Schrecken dieser Welt zu sein. ICH sage ihnen das, und sie hassen Mich, sie schreien, daß Ich ihren Gott lästere, wie noch niemand ihn gelästert hat. Sie werden Mich sterben lassen, ihrem grenzenlosen Hasse nach und deshalb bin Ich gerade zu ihnen gekommen, damit Meiner Selbstaufopferung das Schwerste und Ärgste zuteil werde von ihnen, denn kein anderes Volk hätte Mir Gleiches bereitet.

ICH bin da, um gleich den Menschen einmal Selbst auch durch diese Welt zu gehen, die Ich zur Rettung eines jeglichen erkenntnisfähigen, einstens aus meinem Reiche gegangenen Geistes geschaffen habe. Meine Menschwerdung wie mein Dasein geben Zeugnis, daß Ich auch den schwersten Drangsalen der Bosheit nicht ausweiche, der Ich Selbst in diese Welt gekommen bin, die trotz der Drangsale, die der böse Geist hier zeitigt, das Beste ist, was Ich zur Rettung des verirrten und verführten Geistes geschaffen habe; dies diene zum Zeugnis und zur Erkenntnis, daß Ich alles tue, um zu retten, wer guten Willens gerettet werden und zu Mir in Mein Reich, zum wahren ewigen Leben wieder gelangen will.

ICH bin da, habe mich wesentlich-persönlich Selbst dieser Welt durch Wort und Werke verkündet und offenbart, und so Ich das alles vollbracht haben werde, was zu vollbringen Ich Mir Selbst vorgenommen habe, und so Ich wieder in Mein Reich eingegangen sein werde, werdet ihr, die ihr die Meinen seid, Mich und Meinen Geist weiter verkünden und weitertragen.

Die Bosheit und Heimtücke des Geistes höllischer Finsternis wird auch euch verfolgen, martern und ermorden, danach trachten, euer gesprochenes Wort zu verdrehen, das von euch Geschriebene aber zu rauben und zu vernichten; weil es ihr nicht ganz gelingen wird, wird sie sich mit der Beseitigung der Hauptstücke zufrieden geben und wird das Übrige so entstellen, daß aus den Resten niemand klar ersehe, wer Ich kraft der unwandelbar-gleichen ewigen Wahrheit Meines Geistes bin.

Trotz des Wütens des bösen Geistes und seiner Knechte aber wird Mein Kommen, Meine Menschwerdung, Mein Wirken und Mir nach auch euer Wirken, nicht ausgelöscht werden können und auch nicht ohne gute Frucht bleiben; denn viele werden durch euch im Jenseits erkennen, was der böse Geist sie auf Erden nicht erkennen hat lassen, und so, wie Ich euch schon gesagt habe, kommt auch die Zeit, da den Menschen ein Prophet gesandt werden wird, der, ihnen und euch willig dienend, derjenige ist, durch den ihr vom Geist zum Geist, durch den Geist Mich, Meinen Geist und Mein Wort wiedermal verkünden werdet, wer und wie Ich bin, wie auch alles das, was ihr bei Mir gesehen, gehört und erlebt habt.

Auch das wird dann ein Zeichen dieser Zeit werden, und viele werden das Zeichen richtig deuten können. Ihnen wird es ein Zeugnis zur wahren Erkenntnis sein, und sie werden selbst, kraft der Erkenntnis der ewigen Wahrheit – die allein Ich bin – zum wahren ewigen Leben gerettet, alle jene mitretten, die guten Willens annehmen, was ihr in Meinem Namen durch den Propheten in Meinem Geiste verkünden werdet; ihr aber seid jetzt schon Meines Geistes und ihr werdet zum Zeugnis und zur Erkenntnis die Kraft Meines Geistes selbst auch noch sichtbar empfangen.

Zu jener Zeit wird eine große Zahl falscher Propheten aufstehen, die, voll des Geistes des Unwissens, der Überhebung, aber auch der Heimtücke, der Bosheit und des Betruges, besonders Mir alles Lob in schönen Worten sprechen, gleichzeitig aber auch den Verirrten, Betrübten und nach innerem Frieden suchenden Geist vieler an sich locken. Sie werden behaupten, Ich Selbst, Christus, offenbare Mich und spreche durch sie, der Ich Mich niemals zuvor, selbst durch die größten der wahren Propheten, unmöglich persönlich-wesentlich offenbaren konnte und der Ich mich niemals auch in der Zukunft wesentlich-persönlich offenbaren kann; es hat nämlich noch keinen Propheten gegeben, noch wird es jemals einen geben, der die Kraft und das Licht meines Geistes unmittelbar aufzunehmen fähig wäre.

Hätte Ich mich jemals durch Propheten wesentlich-persönlich Selbst offenbaren können, daß sie und die Menschen voll und ganz hätten erkennen können, wer und wie Ich in der Kraft meines Wesens und Geistes wahrhaft bin, hätte Ich nicht selbst kommen und nicht Selbst Mensch werden müssen.

Doch ist gerade auch dieses Geschehen ein Zeugnis Meiner Kraft, Selbst zu kommen und Mich Selbst zu offenbaren, was kein anderes der unzähligen mit ihren Offenbarungen auf Propheten angewiesenen Wesen jemals vollbringen hat können, noch jemals vollbringen können wird.

Niemals hat auch nur einer der größten der wahren Propheten gesagt und verkündet, daß Gott durch ihn spreche; sondern alle wahren Propheten haben es immer wieder bekräftigt, daß sie als Mittler jenen reinen Wesen dienen, die Mich kennen und Mich durch sie den Menschen offenbaren! Allein die falschen Propheten der Beschnitten haben stets behauptet, daß Gott durch sie spreche. Welchen Wesens und Geistes dieser Gott ist, offenbart der Buchstabe der Dokumente der Schrift dieses Volkes unverkennbar jedermann, der nicht selbst im Sumpfe geistiger Finsternis sich heimisch fühlt und der ein Kind dieses Sumpfes nicht bleiben will.

Stets waren die Meinen bemüht, auch falsche Propheten in Meinem Geiste zu unterrichten und sie auf andere Wege zu bringen. Ohne Unterlaß waren sie tätig und bemüht, durch Propheten auch diesem gezeichneten Volke Meinen Geist, Mein Kommen und Meine künftige Menschwerdung zu verkünden.

Die Oberen und Vorderen dieses Volkes aber haben alle wahren, von den Meinen unterrichteten und Meinen Geist verkündenden Propheten grausam ausgerottet, ihr Andenken und Wort ausgelöscht und nur einige jener ihrer Propheten anerkannt, die, als Mittler dem blutgierigen Geiste höllischer Finsternis dienend, ihn, seinem Gebote nach, als den einen Gott verkündeten, der unter allen Göttern seinesgleichen nicht findet. Und wahrlich, auch ihr wisset es, wie es alle Völker, unter denen dieses Volk lebt, wissen: Dieser „Gott“ findet wahrlich Seinesgleichen nicht, da er allen Geist der Hölle in sich vereinigt!

Daß aber die Meinen selbst auch um die Propheten dieses Geistes bemüht waren, darüber geben jene wenigen Stellen der „Schrift“ dieses Volkes Zeugnis, die gegen den Gesamtgeist dieser Schrift sprechen; es sind nur sehr wenige, doch aber aus dem Sumpfe des Geistes dieser Schrift herausleuchtende Stellen, und Ich sage euch schon jetzt, daß gerade diese wenigen Stellen der Heimtücke des bösen Geistes die gesuchte Handhabe bieten werden, um die ganze Satansschrift Meinem gesprochenen und von euch geschriebenen Worte voran zu reihen, beide Schriften zu verknüpfen und den Satan über mich zu setzen.

Alles das werdet ihr einst, so die Zeit kommt durch den Propheten, von dem Ich spreche, den Menschen wieder verkünden, ungeachtet der Überzahl jener falschen Propheten, deren sich der Geist höllischer Finsternis zu jener Zeit bedienen wird, und die behaupten werden, Ich spreche durch sie. Abertausenfach ihres Unwissens, aber auch ihrer Überhebung, ihres Frevels, ihrer Heuchelei, Heimtücke und Bosheit überwiesen, werden sie es aber immer wieder behaupten, zu ihrem eigenen Verderben; denn viele unter ihnen werden, ohne Propheten zu sein, diesen frevelhaften Betrug üben, und sich selbst dadurch dem bösen Geiste zum Eigentum geben.

Was in der Zukunft möglich sein wird, ist und bleibt das, daß ein Mensch guten Willens, reinen Herzens und prophetischen Wesens Mich in reiner Erhebung seines Geistes und in Verbindung mit den Meinen so schauen wird können in der Gestalt, die Ich da angenommen habe: Christus wird er schauen können, wie Mich von nun an auch das Jenseits von Zeit zu Zeit zu schauen die Möglichkeit haben wird.

Es sei, daß ein Mensch in reiner Erhebung seines Geistes zu Mir auch Mein Wort hören können wird. Niemals aber werden Menschen, auch nicht durch einen solchen Propheten, Mein Wort auf die Art und Weise hören können, wie es den Wesen Meines Reiches, den Wesen des Lichtes und denen des Jenseits durch Propheten ihnen zu geben möglich sein wird; und es ist auch gar nicht mehr notwendig, daß Ich Mich Selbst auf diese Art und Weise zu offenbaren suche, da Ich nun Selbst da bin und es einem jeglichen Geiste guten Willens genügen wird, so Mich die Meinen einst so offenbaren werden, wie Ich da war.

Die Wesen aber, die durch Propheten eine andere ewige Wahrheit, ein anderes ewiges Leben und ein anderes wahres Licht, einen anderen wahren Weg und einen anderen über Mir stehenden Gott den Menschen offenbaren werden, sind allesamt Werkzeuge des Satans; sie sind selbst der Finsternis seines Geistes voll, soweit sie nicht etwa selbst arme unwissende, verirrte, verführte, verblendete Wesen eines so kleinlichen und nebelumlagerten Geistes sind, der nicht weiß, was er tut, und dem bösen Geiste ohne Bedenken nur deshalb auf diese Art und Weise so willig dient, weil andere daran Gefallen finden.

Doch aber ist die Zeit da, die durch Mein Leiden bald vollendet sein wird, und schon morgen trifft der böse Geist der Heuchler die Vorbereitungen dazu. Dir, Lasar, sage Ich, daß du Mein Leiden und Meine noch weiteren Werke nicht mehr mit deinen irdischen Augen, sondern von dort aus schauen wirst, wo du bereits vier Tage lang warst und von wo Ich Dich zum Zeugnis und zur Erkenntnis für viele, zurückgerufen habe. Nun aber gehet in Frieden und lasset Mich; denn auch die Kinder Meines Reiches und dessen Lichtes verlangen mit Mir zu sprechen.


Predigt auf dem Vorplatz des Tempels

(2. April 783 d. R.)

An die Scharen der Zuhörer

Nur die Echaimen und Späher unter euch wissen, was sie tun – ihr andern wisset es nicht, und Mein Friede ist euer Lohn zu eurer wahren Erkenntnis, die ihr einst zum wahren ewigen Leben erreichen werdet. Diejenigen aber, die ihre Echaimen und Späher bezahlt und ausgesandt haben, sind nicht hier, weil sie am besten wissen, was sie wollen; deshalb ist statt ihrer dieser Centurio mit den Seinen da – und schwer gekränkt werden sie sein und noch schwerer enttäuscht, da ihr Anschlag von dem durchschaut und abgeschlagen ist, den sie fast so sehr hassen wie Mich und der ihrer Heimtücke und Bosheit damit dienen soll, daß er ihrer Blut- und Rachegier willen ihnen den Henkerdienst an Mir leiste. Dies wird aber nicht geschehen zum ewigen Zeugnis und zur Erkenntnis, daß nicht der Irrtum des Unwissens, sondern die verlogene Bosheit wissenden Satansgeistes in seiner namenloser Blutgier und grenzenloser Vernichtungswut selbst auch an Dem, der die ewige Wahrheit ist, ihre vorgefaßte und beschlossene Rache genommen hat.

Nicht jene „Heiden“, die zwischen Wahrheit und Lüge und deshalb auch zwischen Gut und Böse wanken und taumeln, hier das Licht, dort die Finsternis sehend, – nicht diese werden jemals in rachsüchtiger Blutgier die Hand an Mich legen. Es werden vielmehr jene sein, die durch das blutige Zeichen der Beschneidung dem Satan ewiglich verbunden, kraft dessen Gesetze unnachsichtlich verpflichtet sind, das Böse gut, das Verlogenste wahr zu halten und zu heißen, die Wahrheit zur Lüge, die Güte zur Bosheit umzukehren, denselben Satan und sein Gesetz „dreimal heilig“ zu preisen; es werden jene sein, die, seines Geistes voll, alles zu vernichten trachten, was – diesem Geiste entgegengestellt – imstande ist, ihn als den Geist verlogenster Bosheit höllischer Finsternis richtig zu kennzeichnen.

Haßt aber dieser Geist alles, was auch nur den Anschein des Wahren und Guten an sich trägt, bis auf den Tod und will er es unnachsichtlich vernichtet wissen, – wie erst haßt er Mich, Der Ich euch allen öffentlich sage, daß er der Satan, Seelen- und Menschenmörder vom Anfang an, der Vater aller Lüge und Bosheit ist. Er bestätigt sich durch den Geist der Dokumente seiner „Offenbarungen“ und Gesetze als Gott der Hölle und Finsternis sowie als Fürst dieser Welt genauso, wie Ich ihn bestätige, Der Ich euch allen kraft Meiner Menschwerdung, kraft des Wesens Meines Geistes, kraft Meiner Worte und Werke immer wieder beweise, daß allein Ich die ewige Wahrheit, das wahre Licht und das wahre ewige Leben bin!

Ihr, die ihr dieses Mein Wort hört, seid von vielen Völkern und Nationen herbeigekommen, um mit diesem Volke allerlei Geschäfte zu machen und bei dieser Gelegenheit die Greuel der Ströme frisch vergossenen Blutes unzähliger armer Blutopfer, die schweißtriefenden, über und über mit Blut und Kot der armen Blut- und Brandopfer besudelten Priester zu sehen; ihr werdet von dem Gestank der dicken Schwaden verbrannten Fettes bald von dannen getrieben werden, weit weg von der Mördergrube jenes „Heiligtums“, auf dessen Gnadenstuhl der sitzt, der alles das unnachsichtig fordert, der mit dem frisch vergossenen, dampfenden Blute unschuldiger, armer Opfer besprengt zu werden verlangt und dem dieser Blutdampf, mit dem höllischen Gestank der dicken Schwaden verbrannten Nieren- und Darmfettes gewürzt, ein „übersüßer Wohlgeruch“ ist.

So mancher von euch, die ihr von diesem Volke Heiden genannt seid, will die Greuel der Blut- und Brandopfer nur deshalb einmal sehen, weil er durch Überlieferung hört, daß auch seine Väter oder ihre Nachbarn einst Gleiches und Ähnliches einem gleichen Gott oder Göttern auf Verlangen und zu Ehren geübt haben, die ihnen dieses Verlangens wegen als blutgierig und deshalb auch als böse galten, und die deshalb neben einem solchen blutgierigen, bösen stets auch einen guten Gott und gute Götter durch gute Taten und Werke verehrten.

Ihr, die ihr Heiden genannt werdet, ihr wendet euch gar bald von den Greueln solcher Opferungen voll des Ekels und Grauens ab; ihr staunt darüber, daß dieses Volk nur diesen einen und noch dazu einem solchen „Gott“ allein dienen will. Ihr empfindet eine gleiche Verachtung für einen solchen Gott wie für ein solches Volk; und weil ihr diese Verachtung nicht selten aussprecht, mehr aber noch, weil ihr der Ausübung solcher Greuel von jenen, die unter euch leben und sie dort wie hier üben wollen, Hindernisse entgegenstellt, deshalb der Haß dieses Volkes gegen euch, die ihr – den Dokumenten der Schrift dieses Volkes und seines „Gottes“ Gesetzes nach – unnachsichtlich allesamt ausgerottet, aller eurer Habe beraubt und die von euch etwa am Leben Gebliebenen diesem Volke dienstbar gemacht werden sollt.

Nennt aber dieses Volk euch, die ihr wohl zwischen Gut und Böse unterscheidet, die ihr neben dem Bösen untereinander, doch auch wieder einander und nicht weniger selbst auch diesem Volke Gutes zu erweisen trachtet, nennt dieses Volk euch „gottlose Heiden“; wie – frage ich euch alle – soll dieses Volk genannt werden, das den bösen Geist, den Satan, zu seinem alleinigen „Gott“ erhoben hat? Wie soll dieses Volk genannt werden, das kein anderes Ziel und kein anderes Trachten kennt, als seiner eigenen Vorteile wegen der namen- und grenzenlosen, unstillbar-unersättlichen Blut-, Rache- und Vernichtungsgier seines Gottes genüge zu tun, und welches deshalb abgrundtief unter dem finstersten Heidentum steht?

Schon der Erzvater und Begründer dieses Volkes nannte sich Ab-il-Habr, „der mächtige Fremde“, und im fernen Süden, an Äthiopien, Habasch und Oram grenzend und an die Gold- und Ebenholzlande reichend, ist jetzt noch das Land Ugand ab’ Habr nach ihm benannt. Je mehr und je länger er die Seinen und diese sich weiter durch Einrichtung unerhörter Vielweiberei vermehrten, desto mehr mußten sie den eigenen Volksangehörigen weichen, denn der gleiche Geist machte das gemeinsame Leben unter sich selbst unmöglich.

Im Verlaufe einiger Zeiten waren die Habiri, Ebri, Chebri, Ebräer und Hebräer überall schon dort bekannt, wo man sie heute kennt und wo sie überall, trotz des Sklavenraubes, trotz der Scharen Weiber anderer Nationen und Völker und trotz der Vermischung unter und mit diesen die ganz gleich Gezeichneten geblieben, die nirgends zu verkennen sind, solange der Geist sie beherrscht, dem sie sich durch die Beschneidung verbunden haben.


An die Pharisäer und Judenoberen

Zu den ihn bedrängenden Pharisäern sprach Er, nachdem sie Ihn gefragt hatten, ob es recht sei, dem Kaiser Steuern zu zahlen:

Was versucht ihr Mich, ihr Heuchler? Habt ihr Münzen da? Und da sich Ihm viele Hände mit Münzen entgegenstreckten, sprach Er:

Sehet! Diese Münzen da sind die des alten Herodes, der verstorben ist, und sie tragen weder den Namen, noch das Bild des Kaisers, sondern seinen eigenen Namen, wie diese da, die Münzen seiner Söhne sind und ihre Namen tragen; diese da sind zwar auch Münzen des Herodes Antipa, tragen den Namen des Kaisers, nicht aber dessen Bild; diese da sind Münzen des Philippus mit dem Bilde des Kaisers und des Augustustempels zu Pania; diese römischen Münzen da tragen den Namenszug und das Bildnis des Kaisers.

Wenn also die Kaiser und Könige die Münzen der Ordnung wegen eingeführt haben und sie dem, was allen zugute kommt und was allen nützlich ist, zuführen, so gebet dem Kaiser willig, was des Kaisers ist, Gott aber gebet, was Gottes ist, euren guten Willen zur Erkenntnis der Wahrheit, die Er ist!

Und weiter sprach der Herr zu den Pharisäern, Schriftgelehrten und Sadduzäern:

Seit langem sendet ihr eure Echaimen Mir entgegen und nach, damit diese Mich für den „Sohn Davids“ ausgeben und die, welche Mir anhängen, dazu bringen, Mich ihren König zu heißen, damit Ich deswegen dem Rechte der Römer verfalle. Zu diesem Zwecke und um die Mär nicht nur den aus dem Heidentum, sondern auch den Mir anhängenden Armen eures Volkes durch eure Schrift zu bekräftigen, habt ihr die Echaimen mit dem geschriebenen Worte Davids ausgestattet, damit sie gehen und alle die Mir Anhängenden fragen:

„Was dünket euch von CHRISTUS, dem Herrn? Wisset ihr, wessen Sohn er ist? Er ist Sohn Davids und derjenige, welcher das Joch der Römer von unserem Volke wegnehmen wird; denn er ist es, den auch David seinen Herrn nennt, da er durch den Geist im Geiste spricht: Der Herr sprach zu meinem Herrn, setze dich zu meiner Rechten, bis daß ich alle deine Feinde wie einen Schemel zu deinen Füßen lege“.

Viele der Armen haben auch diese Lügen geglaubt, weil sie aus eigenem zu denken nicht fähig sind. Der Großteil aber – denkend! – hielt den Echaimen alsogleich den Widerspruch vor, wieso derjenige, den David seinen Herrn nennt, Sohn Davids sein sollte?

Wehe euch, ihr Schriftgelehrten, Pharisäer, Heuchler! Wohl wisset ihr, daß der heimtückische Einschleicher, Meuchel- und Scharenmörder David mit dem „Herrn“, zu dem der „Herr“, euer Gott, „setze dich zu meiner Rechten“ spricht, keinen anderen als seinen Wegweiser und Führer meint, den heimtückischen Asasel Samuel; dieser wartete zur Rechten des Satans begierig, bis nicht der „Herr“, sondern sein so gelehriger wie blutgieriger Schützling David nicht nur den ehrlichen, armen König Saul, sondern auch dessen ganzes Haus mit Bergen armer Opfer seiner Blutgier – des Geistes der beiden Herren voll – teuflisch-grausam in die Grube fahren ließ!

Ich aber sage euch, ihr Heuchler: Kein einziges dieser armen Opfer dient den beiden „Herrn“ als Schemel ihrer Füße und kein einziges steht auch nur nahe jener finsteren Grube, in welcher die beiden „Herren“ samt ihrem ergebenen Knechte David stecken, einer den anderen als Schemel seiner Füße betrachtend und dabei ohne Unterlaß nach immer neuen solchen Schemeln Ausschau haltend. Selten bleibt ein Knecht hinter seinem Herrn zurück, so er sieht, daß seine Werke dessen Gelüsten wohl gefallen, und bald sind die Gelüste des Herrn auch die Gelüste des Knechtes.

So schwer aber euer David mit Schuld überladen und mit Blut überflutet ist, so sehr er des Geistes seines Oberherrn Jehova-Zebaoth und seines zweiten Oberherrn Samuel voll auf Erden gewütet hat, und so große Scharen armer unschuldiger Opfer er grausam foltern und blutig in die Grube fahren hat lassen, hatte er immer noch nicht seinen und seiner beiden „Herren“ Gelüsten an Blutgier und Blutrausch genüge getan; denn noch im Sterben und angesichts der Grube, vor der er selbst stand, fühlte er sich in seiner Blut-, Rache- und Vernichtungsgier verpflichtet, seinen seiner durchaus würdigen Sohn Salomon anzuweisen, ja weise zu sein und ja nicht zu vergessen, die grauen Haare dieses und jenes Menschen blutig in die Grube fahren zu lassen! Und wie David sich seine Verdammnis geschaffen, so schafft auch ihr Heuchler euch die gleiche, die ihr die Hölle auf Erden baut, die ihr euch da an der Qual, Bedrängnis, Not und Verzweiflung der Armen weidet!

Wehe euch, ihr Schriftgelehrten, Pharisäer, Sadduzäer, Oberen, Heuchler, die ihr den Armen die Hölle schafft, den Himmel in eurer Herrlichkeit wähnt! Denn allein in dieser gipfeln alle jene Verheißungen, die euren Vätern durch die Propheten jenes Geistes der gegeben hat, den ihr als euren Gott preist, und seines verlogenen Geistes übervoll, sprecht ihr insgeheim zu euch selbst:

Unser Gott kennt kein ewiges Leben des Menschen, sondern nur dessen Geburt, ein kurzes Sein – und die Grube; weshalb auch seine Verheißungen dem Sein zwischen der Geburt und der Grube gelten. Daß aber dieser Verheißungen des Reichtums, Wohlergehens, Ansehens, der Herrlichkeit und der Macht nicht alle teilhaftig werden können, sehen wir genau; denn alles das kann es nur geben, so der weitaus größere Teil der Menschen der Ermöglichung solcher Verheißungen dient! Wohlan denn, lasset uns nicht die Dienenden, sondern die Herrschenden sein! Denn also denkt auch unser Gott Zebaoth, der nur jene segnet, welche die Macht und Herrlichkeit auf Kosten der anderen an sich zu reißen wissen!

Das ist euer Geist, der Geist der Dokumente eurer Schrift und Urheber des Geistes dieser Schrift, der sich selbst durch den Geist des Buchstabens der Dokumente eurer Schrift unverkennbar als der Geist höllischer Finsternis, als der Satan und als der Fürst dieser Welt bestätigt. Wie wollt ihr Heuchler dem Pfuhl der Hölle entrinnen, so der „Gott“ der Hölle euer „Gott“ und Vater ist und so ihr, seines Geistes voll, die Hölle schon hier auf Erden in einem seiner vielen Namen baut?

Wehe euch, ihr Schriftgelehrten, Pharisäer, ihr Sadduzäer und Oberen, ihr Heuchler, die ihr denselben bösen Geist höllischer Finsternis als den „Gott aller Götter“ preist, die ihr immer wieder neue verlogene Märchen erfindet und daß dieser Satan der wahre Gott sei, den Armen zu glauben aufzwingt! Ihr setzet aber, wenn Denker und Gelehrte seelisch-geistig reinerer Völker, als ihr seid, an euch mit Disputaten über das Wesen dieses eures Gottes herantreten, sogleich eine andere Maske auf! Ihr bedeutet ihnen nämlich heuchlerisch und heimtückisch, daß, so wie sie ihre Götter- und Heldensagen in Schriften dokumentiert festhalten, ihr es gleichfalls getan habt, und eure Schrift deshalb auch keine andere Bedeutung für euch habe als ihre Schriften für sie!

Und so sie euch das Unreine, Blutgierige, mit der allereinfachsten Menschlichkeit, mit dem allereinfachsten Gerechtigkeitssinn Unvereinbare, Schamlose, das angesichts zahlloser unwiderlegbarer Tatsachen Verlogene und Böse des Geistes eurer Schrift vorhalten, findet ihr Heuchler keine andere Antwort als ein heimtückisches Achselzucken, abschreckende Handbewegungen; und wo ihr im Geiste eures Gottes nicht Rache nehmen könnt, bergt ihr diese mit grenzenlosem Hasse in eurem Herzen!

Denn wohl wisset ihr, daß der Verkehr eurer Propheten mit den Wesen des Geistes eurer „Schrift“ keine Sagen, sondern Tatsachen sind, deren Frucht eben diese eure Schrift ist, ein Verkehr, den auch andere Völker längst schon kannten und übten, bevor noch ihr und euer Volk dagewesen seid, ein Verkehr, der neben viel Gutem auch viel Böses gebracht, niemals aber zuvor dem bösen Geiste höllischer Finsternis die Möglichkeit geboten hat, sich zum alleinigen „Gott“ eines Volkes aufzuschwingen. Denn erst durch eure Propheten und durch euch ist er seiner Verheißungen wegen alleiniger Gott eures Volkes, und – wahrlich seid ihr seine Auserwählten!

Wehe euch, ihr Schriftgelehrten, Pharisäer, Heuchler, die ihr wohl wisset, daß es nicht nur die wenigen, von euren Vätern und von euch anerkannten, sondern Abertausende „Propheten“ eines ganz andern Geistes in eurem Volke gegeben hat, die deshalb alle unter ausgesuchtesten Foltern qualvoll sterben mußten, weil sie einen anderen Geist und einen ganz anderen Gott als den euren offenbarten.

Und so euch diese Wahrheit vorgehalten wird, wie sprecht Ihr Heuchler da? Ihr sagt: Hätten wir gelebt in den Tagen unserer Väter, würden wir nicht teilgenommen haben an dem Blute dieser Propheten!

Ihr Heuchler seid gleiche Söhne eurer Väter; denn wie viele Propheten der Essaier habt ihr in euren und kurz erst vergangenen Tagen gemordet, die an die Grenze Galiläas gelockt oder gefangen dahin geschleppt wurden, damit ihr Blut nicht innerhalb der Grenze der Hoheitsrechte des Prokurators Pilatus vergossen werde, sondern auf dem Gebiete des Herodes Antipa. Dieser legte nach dem Gesetze der Schrift um dreißig bis fünfzig Schekel für den Kopf eine Binde vor seine Augen und ließ euch so lange die Gebannten aufopfern, bis es Pilatus zu Ohren kam, der ungeachtet der Hoheitsrechte des Herodes seine Leute gesandt hatte, um solche neue Greuel aufzuspüren und ihnen gewaltsam Einhalt zu gebieten.

Da aber seine Leute dort die von euch Gebannten bereits blutend fanden, haben sie gleich an Ort und Stelle das Blut der Opfer mit dem Blute der ganzen Mörderschar vermischt, dem Pilatus berichtet, und dieser hat Herodes Dinge angedroht, die ihn erschreckten, desto mehr, da Pilatus von da ab durch die Sebastener Centurien die Grenze scharf bewachen ließ und dadurch euch und dem Antipa die weitere Ausübung solcher Greuel unmöglich machte. Deshalb kennt euer Haß gegen ihn keine Grenzen, und Pilatus will bis auf den heutigen Tag keine Freundschaft mit Herodes pflegen.

Hier stehen zwei der Vertrauten des Pilatus, der Centurio und seine Leute, die genau wissen, daß Ich die Wahrheit sage, und sie wie auch ihr sollt es hören, daß der Prokurator und der Herodes Freunde werden Meinetwegen; was Ich euch deshalb sage, damit, wenn es geschieht, ihr euch auch an dieses Mein Wort erinnert.

Wehe euch, ihr Schriftgelehrten, Pharisäer, Oberen, Heuchler, da auf euren Händen das Blut des Zacharja klebt, von dem ihr sagt, er sei der Vater Johannes des Täufers, des größten Propheten aller Zeiten, der gleichfalls das Opfer der unendlichen Blut- und Rachegier des Geistes höllischer Finsternis geworden ist. Ihr Schlangenbrut und Otterngezücht! Wie, frage Ich euch, wollt ihr dem Pfuhl der Hölle entrinnen?

Zacharja, der als euer Priester deshalb euch und eurem Gott den Rücken gekehrt hat, weil er zur Erkenntnis der ewigen Wahrheit gelangt ist, habt ihr in Sepphoris, die ihr die Stadt Juda nennet, vor den Altar eures Gottes hingeschleppt und ihn dort im Geiste eures Gottes grausam hingemordet. Und die Hinmordung Johannes des Täufers? War das allein des Herodes Werk? Ihr Otterngezücht! Euer Werk ist das und Herodes euer Werkzeug dazu!

Selbst ihr untereinander speiet euch das eigene Gift gegenseitig in das Angesicht; denn was sagt ihr Pharisäer und Schriftgelehrten dazu, so euch die Sadduzäer fragen, wieso und welchen Todes eigentlich der arme Aaron gestorben ist, da er gesund mit Mose und Eleasar die steile Höhe besteigt und dort auf Befehl eures Gottes als gesunder Mann sterben muß? Es steht geschrieben: – dort ziehest du sein Kleid aus, ziehest es dem Eleasar an, und Aaron soll daselbst sterben!

Was gebet ihr Heuchler da zur Antwort? Lügen, weil ihr Heuchler selbst die Verkörperung der Lüge seid!

Und nochmals sage Ich euch: Was nützt es, der Finsternis der Hölle das Licht der ewigen Wahrheit zu predigen, so euer Geist sich dem bodenlosen Sumpf des Abgrundes der Hölle nicht abwenden will, weil er der Gelüste des Satans und Vaters der Lüge übervoll ist? Machet, ihr Heuchler, das Maß der teuflischen Bluttaten eurer Väter voll zum ewigen Zeugnis und zur Erkenntnis, wer ihr seid, wer euer Gott ist – und wer Ich bin!

Jerusalem, Jerusalem! Wie oft schon habe Ich diesem Volke, welches deine Mauern einst einem friedlichen Volke geraubt hat und nun da wohnt, die Meinen gesandt und es unter den Strahlen des Geistes der Wahrheit versammeln wollen, wie die Henne ihre Küchlein unter ihre Flügel ruft – und dieses Volk hat alle, die Ich als Propheten ihm gesandt habe, martervoll hingemordet!

Wie oft habe Ich nun Selbst zu den Oberen, Führern und Mächtigen, wie oft zu euch Selbst gesprochen, welche Werke getan – und wie oft ihnen und auch euch „Wehe euch!“ zugerufen! Wie oft habe Ich von euch, ihr Pharisäer, Schriftgelehrten, Sadduzäer, Oberen, Heuchler, nichts anderes verlangt als allein das, Mir offen zu sagen, ob derjenige ein Gott, ob derjenige wahr, gut, gerecht und Vater des Lebens sein kann, der unter der ganzen Menschheit allein euch sich auserwählt und allein mit euch um der blutigen Vorhaut willen ein „ewiges Bündnis“ schamlos gegen alle anderen Menschenkinder schließt?

Und so Ich euch, ihr Heuchler, vor Augen gehalten habe, daß Ich, um Gotteslästerer zu sein, Mich Selbst lästern müßte, was aber aus dem Grunde nicht möglich ist, weil allein Ich die ewige Wahrheit, das wahre Licht und das wahre ewige Leben bin, Mich Selbst also nicht lästern kann, und daß euer Geschrei „Gotteslästerer“ gar keine Antwort auf Meine Frage ist, da habt ihr, des Geistes dieses eures Gottes übervoll, Mir zugeschrien:

Unser Gott ist nicht Gott der Menschen, sondern allein unser Gott, dessen Söhne wir kraft des Bundes der Beschneidung und kraft der unseren Vätern von ihm gegebenen Verheißungen sind. Nach seinem Gesetze ist allein der Beschnittene unseres Volkes unser Bruder und Nächster, alle anderen sind unsere Feinde, und so es geschrieben steht, daß wir jeden Feind ausrotten, berauben oder uns dienstbar machen müssen, tun wir es, ohne zu fragen, ob es gut oder böse ist. Denn für uns ist es gut, und wäre es auch noch so böse, bleibt es trotzdem gut, weil unser Gott es so haben will! Hochgelobt und dreimal heilig sei unser Gott Zebaoth, der Herr der Heerscharen, der uns von allen Völkern auserwählt und allein uns seine Verheißungen gegeben hat; denn seine Güte an uns währet ewiglich, da nur wir, die Söhne seines erstgeborenen Sohnes Israel, auch seine Söhne sind und er allein unser Vater ist!

Dieser euer Vater ist der Satan, der Seelen- und Menschenmörder vom Anfange an, Anführer eines jeglichen bösen Geistes, der in der Wahrheit nicht bestanden ist, der die Lüge aus eigenem erfunden hat, Lügen lehrt und redet und daher der Vater der Lüge ist, nach dessen Gelüsten auch ihr tut, die ihr wahrlich seine Söhne seid!

Als Pharisäer und Schriftgelehrte haßerfüllt drohten, Christus durch das Volk wegen „Gotteslästerung“ steinigen zu lassen, wandten sich die Heiden und einige Juden aufgebracht dagegen. Cartophilos, der Vertraute des Pilatus, gebot jedoch dem Wüten der Judenoberen Einhalt.


Teil 13

An die Scharen der Zuhörer

Da hob Christus, der Herr, die Hand und sprach:

Der Friede sei mit euch allen! Ihr aber, die der Prokurator gesandt hat, ihr sollt Meinetwegen heute und in den folgenden vier Tagen nicht weiter bedrängt werden, denn groß wird eure Bedrängnis hernach an dem Tage sein, der zum ewigen Zeugnis und zur wahren Erkenntnis Mein Tag sein wird, ein Tag, an dem das Furchtbarste geschieht, desgleichen von allem Anbeginn nicht geschehen ist noch in aller Zukunft der Ewigkeit jemals geschehen wird können!

Und Ich sage euch allen: Groß und finster ist die Wüste des Geistes jetzt, aber größer und finsterer wird sie werden, trotz des Lichtes, welches Ich bin und welches dableiben wird. Denn die Knechte des Geistes höllischer Finsternis werden nicht ruhen, nicht rasten und keine – selbst die schändlichsten Mittel nicht scheuen, um das Licht des Geistes der ewigen Wahrheit so in Finsternis umzukehren, wie sie das Böse umkehren und es nicht nur gut heißen, sondern auch noch heilig preisen. Es stehen viele da unter euch, die den Geist des Volkes und dessen Gesetz durch dieses Volk kennen und es eines solchen, seines Gottes wegen verabscheuen.

Ich aber sage gerade ihnen: Es sind nicht wenige unter euch, die den Tag sehen werden, an welchem ihre nächsten und selbst auch ihre eigenen Kinder, denselben „Gott“, der ihnen jetzt Ekel und Grauen einflößt, als ihren eigenen Gott preisen und sprechen werden:

„Wir danken dir, du großer Gott, daß du uns Christus gesandt hast!“

Erinnert euch, so es kommt, daß Ich es euch gesagt habe und es wird kommen! Möget ihr jetzt dieses Mein Wort mit noch soviel Kopfschütteln, mit noch so ungläubigem Lächeln und mit noch so hellem Auflachen aufnehmen, als würde Ich schalkhaft Unmögliches euch, euren Kindern und Nächsten zumuten.

Die Knechte des Geistes höllischer Finsternis werden aber im Geiste dessen, den sie zum „Gott-Vater“ aller Menschen und auch zu Meinem „Vater“ erheben werden, die Lüge ausfindig machen und sie den Völkern gewaltsam aufzwingen, daß Ich deshalb in diese Welt gesandt worden bin, um dem „Vater“, der wahrlich ihr „Vater“ ist und sein wird, „ein wohlgefälliges Opfer“ zu sein, und sie werden trachten, Mich alltäglich immer wieder dem zu opfern, der in dieser Mördergrube dort auf dem Stuhl seiner Gnaden sitzt, so dieser mit frisch vergossenem dampfenden Blute armer Opfer besprengt wird.

Groß, übergroß wird die Gewaltmacht, das Ansehen, der Reichtum und die Herrlichkeit der Knechte des Geistes höllischer Finsternis werden. Denn des Geistes dieses ihres „Gottes und Vaters“ übervoll, werden sie nicht nur das gesprochene, sondern auch schon das nur aus eigenem erdachte Wort mit den teuflischesten Martern, Foltern und qualvollem Töten rächen, niemandem erlauben, nach der Erkenntnis der Wahrheit zu trachten, damit jedermann im bloßen blinden Glauben in dem Sumpfe ersticke, dem sie die Scharen der Armen zutreiben werden; zu alledem werden sie Meinen Namen mißbrauchen und den heiligen Geist der ewigen Wahrheit, der allein Mein Geist ist, so freveln und lästern, wie er niemals zuvor gefrevelt und gelästert worden ist.

Im Geiste dieses ihres „Gott-Vaters“ werden sie die Wahrheit zur Lüge, die Güte zur Bosheit umkehren, die niedrigsten Lügen für Wahrheiten ausgeben, die teuflischesten Bosheiten und die satanischesten Werke als Gottgefällig und heilig preisen, Kriege und Scharenmorde, Raub, Brand und Vernichtung gut heißen, selbst solches und Ärgeres üben, die Raubenden, Mordenden und Plündernden segnen und auszeichnen und ihnen das Himmelreich verheißen.

Alle aber, die nicht blindlings jedem ihrer Winke demütig folgen, werden sie verdammen, foltern, martern, töten und alles irdische Gut der so Hingemordeten an sich nehmen; sie werden in gold- und silbergewirkten Kleidern Paläste bewohnen und von da aus die Armen von einer Not, Bedrängnis, Angst, Qual und Verzweiflung in immer ärgere leiten und drängen, ihnen ohne Unterlaß mit der ewigen Pein der Hölle drohen, so lange, bis in großen Scharen der Armen jeder Funke der Erkenntnisfähigkeit eigener Geisteskraft und eigenen freien Willens erstickt und erloschen sein wird.

Und es werden neben- und nacheinander Menschen aufstehen, die, von Mitleid mit den Scharen der Armen ergriffen, nach Mitteln sinnen werden, sie der Hölle, in welcher sie die Knechte des Geistes höllischer Finsternis gefangen festhalten, zu entreißen; und in den Schriften suchend, die den Knechten des bösen Geistes die Rechtfertigung alles ihres Tuns und Lassens bieten, werden sie so manches finden, was ihre Werke nicht rechtfertigt, sondern anklagt, und sie werden die Schriften in den Mundarten der Scharen schreiben, die Schriften dann ihnen vorhalten und sie auffordern, sich von ihren Peinigern zu befreien und das Lager der Hölle zu verlassen. Diesem Rufe werden große Scharen folgen, in der guten Meinung, dem Pfuhle des höllischen Abgrundes den Rücken gekehrt und sich der Wahrheit zugewandt zu haben.

Ihre und ihrer Führer Meinung wird keine böse sein, doch werden sie den finsteren Pfuhl höllischen Sumpfes mit einem ganz gleichen Pfuhl vertauschen, der ihnen nur deshalb als ein solcher nicht erkenntlich sein wird, weil er einen anderen Namen tragen wird, wobei zu noch größerer Täuschung der Umstand viel beitragen wird, daß mit dem Verluste so großer Scharen die allgewaltige Herrlichkeit der Herrscher des ersteren Pfuhles viel an Machtvollkommenheit und Ansehen einbüßen wird.

Die vermeintlichen neuen Retter und Führer werden es nicht fühlen und daher auch nicht wissen, wie schwer sie selbst durch den Geist des eben verlassenen Pfuhles vergiftet sind, und deshalb wird es ihnen genügen, sich eben nur von dem Pfuhle abgewendet zu haben; und sie werden nichts Besseres ausrichten und nichts Besseres schaffen können, weil sie den Geist, der als „Gott“ den Sumpf seines Pfuhles beherrscht, voll und ganz mitnehmen werden, was ein Anlaß zu immer weiter greifender Trennung der Führer und der Scharen sein und neue Qualen, Bedrängnisse, Elend, Not, Kämpfe und Verzweiflung schaffen wird.

Das eigene Volk wird seine eigenen Angehörigen, ein Bruder den anderen, ein Volk das andere und alle untereinander werden sich hassen und verfolgen; und da wird die Zeit kommen, da viele das ganze Unheil und die Hölle dieser Welt in den Lügen, dem Irrwahn, der Heimtücke und der Bosheit der geistlichen Lehrer, Führer und Machthaber erblicken und sie um ihr immer noch bestehendes Ansehen, ihre Machtgewalt, ihr Wohlergehen und ihre Herrlichkeit beneiden werden. Sie werden die Scharen der Armen auffordern, allein ihnen nachzufolgen und alles zu verwerfen, was ihnen diejenigen lehren, die selbst dasjenige, was sie lehren, nicht glauben und die sich gegenseitig beweisen, wissentlich Lügen für Wahrheiten auszugeben und zu lehren.

Und weil die Not, Bedrängnis, Qual und Verzweiflung durch ein Blutvergießen, durch Brandschatzung, Raub- und Schandtaten, desgleichen es bisher nur zweimal in ähnlichem Ausmaße an Zahl der Opfer auf Erden gegeben hat, immer ärger sein wird, werden die neuen Prediger irdischen Wohlergehens große Scharen nach sich ziehen und auf deren Kosten sich des gleichen Tuns befleißigen wie jene, gegen die sie die Scharen wenden werden.

Groß, übergroß wird Haß, Neid und Rachegier aller gegen alle werden, und keiner wird es einsehen wollen, daß es ein und derselbe Geist ist, der sie gegeneinander hetzt, und dem sie willig alle gleich dienen, ob sie ihn da als ihren „wahren Gott“ anpreisen oder ob sie ihn dort verlachen, verneinen und als Schreckbild der Dummen darstellen werden; und viele der Armen werden sehen, hören und fühlen, daß auch die neuen Prediger des Wohlergehens auf Erden es sich auf ihre Kosten wohl ergehen lassen, und werden nach und nach immer mehr den Geist erkennen, der sie alle beherrscht, und dann wird es auch immer mehr solche geben, die nach der Erkenntnis der Wahrheit trachten werden!

Sie werden es genau fühlen, daß die Erkenntnis der Wahrheit allein im Geiste wohnt und daß dieser Geist allein mit gutem Willen aufzunehmen, mit gutem Willen allein zu behalten und mit gutem Willen allein zu betätigen ist.

Tausende und Abertausende „Wahrheiten“ des Geistes werden ihnen von allen Seiten geboten werden; sie aber, die guten Willens sind, werden bald erkennen, daß in keiner der ihnen gebotenen „Wahrheiten“ der Geist der Wahrheit ist, da die Erkenntnis der einen Hälfte der Wahrheiten in Gewalttaten, die der anderen Hälfte in unergründlich-finsteren Geheimnissen mündet, von denen die ersteren rücksichtslos geübt und die anderen willenlos blindlings geglaubt werden sollen. Und da die geistige Not der Finsternis der Wüste des Geistes am größten sein wird und viele im Geiste rufen werden:

Wo bist Du, ewige Wahrheit? Wo bist Du, Gott, so es einen persönlichen Gott des Geistes und der ewigen Wahrheit gibt? Warum kommst Du nicht, so Du doch all das Übel dieser Welt siehst und so Du, wenn Du wahrhaft bist, auch hörst, daß unendliche Scharen nach Dir rufen und Dich zu erkennen, wie Du wahrhaft bist, Verlangen tragen in ihrer Not, Bedrängnis, Qual und Verzweiflung?

Dann wird die Zeit kommen, da ein Prophet aufstehen, aufs neue Meinen Namen, Mein Wesen, Meinen Geist, Mein Wort und Meine Werke den Menschen in der Wahrheit so verkünden wird, wie Ich Selbst jetzt dieses Mein Wort verkünde und offenbare. Dann werden auch die Meinen wiedermals – und auch viele von euch, die ihr da Mein Wort höret – mitbeteiligt sein, um Mich durch ihn und durch den Geist vom Geiste zum Geiste der Finsternis in der Wüste des Geistes zu verkünden, Mich ihr in der Wahrheit in Erinnerung zu bringen; dieser Prophet wird mit den Seinen, die durch euch und durch ihn Mich erkannt haben werden, in der Finsternis der Wüste des Geistes rufen:

So wer wahrhaft guten Willens Gott so erkennen will, wie Er kraft Seines heiligen Geistes der ewigen Wahrheit ist, der wende sich zu Dem, Der in Christo da war und Der es wiederholt gesagt, wie auch abertausendfach bewiesen hat, daß allein ER die ewige Wahrheit, das wahre Licht und das wahre, ewige Leben, Gott ist!

Viele werden ihn und die Seinen hören, viele aber werden enttäuscht in der Wüste der Finsternis des Geistes weiter nach Wahrheiten suchen, die ihnen mehr zusagen, als die Wahrheit, die Ich bin.

Es werden auch dann Menschen kommen und so fragen, wie ihr heute fraget Wer, was und wie ist denn die ewige Wahrheit?

Und Ich sage euch heute deutlich, offen und klar, was Ich wiederholt vielen schon gesagt habe und was aller Zukunft der Ewigkeit gilt: Gott ist die ewige Wahrheit, und die ewige Wahrheit bin Ich!

Auf Geheiß der von den Pharisäern, Schriftgelehrten und Hohenpriestern ausgesandten Echaimen seid ihr da mit Mir eingezogen – und viele unter euch, die Rufe hörend „Hosianna dem Sohne Davids“, „Hosianna dem König der Juden“, riefen und schrien mit, ohne auch nur ein wenig darüber nachzudenken, was sie tun und was für Folgen ein solches ihr Tun für Mich unabwendbar nach sich gezogen hätte, wüßte der Prokurator und die Seinen nicht, was es bezwecken und was es herbeiführen sollte. ICH aber bin mit euch da eingezogen, um allen nochmals die Wahrheit öffentlich zu sagen, daß Ich weder Davids Sohn bin, noch ein König werden will, da weder Ich noch Mein Reich von dieser Welt ist und Ich euch nochmals sage, daß allein Ich die ewige Wahrheit bin!

Und euch, die ihr „Gottlose Heiden“ genannt werdet, lasse Ich das Zeugnis da, daß keiner von euch Mich bedrängt, keiner von euch Mich gehaßt, keiner von euch Mir geflucht, keiner von euch Mir nach dem Leben getrachtet, keiner von euch Mich zu vernichten gesucht hat, und Ich sage euch, daß keiner von euch in böser Absicht seine Hand gegen Mich erhoben oder an Mich anlegen wird, trotzdem die würdigen Söhne eines David gerade durch die Verbreitung der heimtückischsten aller Lügen, daß Ich ein Sohn Davids sei, bisher sicher damit rechneten.

Weil sie aber sehen, wie falsch ihre Rechnung ist und daß sie das gegen Mich Beschlossene niemals durch andere erreichen können, werden sie nun im Geiste ihres Gottes dessen und ihren Blutdurst und ihre Rachegier selbst an Mir stillen – und so es geschieht, lasset euch dann nicht etwa einfallen, ihnen wehren zu wollen! Denn was auch geschieht und was sie an Mir vollbringen werden, geschieht zum ewigen Zeugnis und zur Erkenntnis der Wahrheit allen, die guten Willens sind! Im Frieden seid ihr mit Mir da eingezogen und im Frieden habt ihr das Wort der Wahrheit angehört. Nun aber – gehet in Frieden wieder, und der Friede sei mit euch!


An die Abgesandten des Pilatus

Niemand vermag das Kommende ungeschehen zu machen, oder es auch nur zu ändern als allein der Geist; denn allein der Geist ist es, der alles Geschehen, welches war, welches ist und welches zukünftig geschehen wird, schafft. Vor jeglichem Anfange, da Gott kraft Seines heiligen Geistes der ewigen Wahrheit und des wahren ewigen Lebens allein geschaffen hat, war alles Geschehen allein auch in Ihm, wie auch das Wort Gott allein das Eigen des Wesens Seines Geistes war.

Es sind mit und neben Ihm vor jeglichem Anfange unzählige Scharen allerlei Wesen unendlich verschiedenen Geistes und unendlich verschiedener Gestalt dagewesen, und gleich Ihm nicht geschaffen, weil ihr Sein gerade so ewiglich ist wie das Sein Gottes. Allein aber das Wesen des Geistes Gottes hatte vor jeglichem Anfange die Kraft des Lebens, allein Ihm ist die Lebenskraft vor jeglichem Anfange eigen gewesen, allein Er war vor jeglichem Anfange die ewige Dreieinheit: Wesen- Geist- Leben!

Keinem der unzähligen Scharen, Gruppen und Arten, der mit und neben Ihm vor jeglichem Anfange seienden Wesen des Geistes war die Lebenskraft eigen, und deshalb war sich kein Wesen des Geistes seines Seins bewußt, konnte auch nicht wirken, war nicht tot, aber wie der Sand der Wüste war es brach und unfruchtbar in Räumen verstreut. Diese waren allein dem höchst vollkommenen Wesen des Geistes Gottes dienlich; sie mußten zu einer Welt gestaltet werden, in der eine jegliche leblose Zweieinheit Wesen – Geist von den Strahlen des Lichtes des Geistes Gottes und mit diesen auch von Seiner eigenen Lebenskraft durchdrungen werde, dieselbe Lebenskraft empfangen, sich des eigenen Seins bewußt werde und kraft der Beschaffenheit des eigenen Wesens und Geistes wirken könne.

Das ist das Schaffen Gottes, und also ward von Ihm Sein Reich geschaffen, das Reich des Lichtes des Geistes der ewigen Wahrheit, das Reich des wahren ewigen Lebens, der Anfang, von dem Ich so oft schon gesprochen habe, nämlich der Anfang alles jenes Geschehens, welches die Frucht und Folge der Tätigkeit und der Auswirkung eines jeglichen, vor allem anderen aber des Willens eines jeglichen erkenntnisfähigen Geistes ist. Wähnet also den Anfang eures und alles des lebendigen Seins, das ihr auf Erden sehet, nicht hier auf Erden!

Denn Ich sage euch:

Ein jegliches Wesen des lebendigen Geistes, von dem Gräslein über den Baum hinweg, über allerlei Getier bis zu der erkenntnisfähigen Dreieinheit Wesen-Geist-Leben, die der leibliche Mensch dieser Welt ist, steht kraft der Erkenntnisfähigkeit des ihm eigenen Geistes über allem nicht erkenntnisfähigen Geist; alle diese Wesen des Geistes sind ewiglich da. Der Anfang, von dem Ich spreche, gilt nicht ihrem Sein, sondern dem Geschehen, an dem sie ausnahmslos alle zugleich das Leben kraft des Willens Meines ewig lebendigen Geistes empfangen haben und sich ihres Seins bewußt wurden.

Dieses Geschehen und dieser Anfang des Lebens aller Wesen des Geistes, die sind, reicht in Zeiten einer Vergangenheit, für die ihr keinen Maßstab habt, in Zeiten, die tausend Mal weiter zurück reichen, als diese Welt da besteht, in der ihr jetzt lebet, um einmal durch die ihr eigenen Kräfte zu gehen, obwohl alles das, an dem Bestand des ewigen Seins gemessen – gestern war.

Behaltet aber fest im Wesen eures Geistes das Wissen, daß jene Lebenskraft, welche ein jegliches Wesen des Geistes, das bis zu dem Anfange, von dem Ich spreche, eine brachliegende, sich ihres Seins nicht bewußte Zweieinheit des Wesens und des diesen eigenen Geistes war, von Mir empfangen hat, die Kraft des Lebens Meines Geistes ist. Sie kann keinem lebendigen Wesen, das als lebendige Seele ein Mal durch das Reich der Erde dieser Welt geht, weder verloren gehen noch genommen werden; das Wesen der lebendigen Seele kann auch niemals vernichtet werden, weil es – von dem ihm eigenen Geiste und dieser von der ihm aus Mir gegebenen Lebenskraft untrennbar – ein Ganzes seines eigenen ewigen Seins ist.

Was ihr da an Lebendigem sehet, ist die lebendige Seele mit dem ihrem Wesen eigenen Geiste, unsterblich und unvernichtbar; denn käme die lebendige Seele nicht als der lebendige Same her, um da, vom Irdischen nehmend, irdisch zu wirken, würde Lebendiges nicht da sein; weil es aber ist, war es und wird es in aller Zukunft der Ewigkeit bleiben!

Sprechet ihr also von der lebendigen Seele, sprechet nicht etwa: Ich habe eine unsterbliche Seele, oder: ich habe den Geist, und der bleibt leben, sondern wisset und sprechet:

Ich bin eine unsterbliche und unvernichtbare Seele – Ich, der ich den irdischen Leib deshalb da trage, um einmal durch das Reich der Erde gehen und da wirken zu können. Ich, der ich die lebendige Seele bin, lebe auch dann, so ich diesen irdischen Leib ablege oder so er mir gewaltsam genommen wird, ich lebe, weil ich bin! Weil ich bin, war Ich und werde sein; denn wäre ich nicht gewesen, würde ich nicht da sein – ich bin aber!

Und sprechet nicht: Ich sterbe, aber mein Geist geht in das Jenseits und der wird leben, denn Ich sage euch:

Einen Geist ohne das Wesen, dessen Eigen er ist, gibt es nicht; er ist in dem Allergeringsten und Nichtigsten wie im Vollkommensten und Größten stets an das Wesen, gleich der ihm und durch ihn auch dem Wesen eigenen Lebenskraft untrennbar gebunden; diese Dreieinheit Wesen-Geist-Leben ist die Seele, die ihr seid, die alles Lebendige ist, und die nach Ablegung und Verlust ihres im Irdischen sich aufgebauten Leibes in derselben Dreieinheit in das Jenseits eingeht und bestehen bleibt, weil sie ist!

Und auch das wisset: Einen Tod und eine Vernichtung der lebendigen Seele gibt es nicht. Wohl aber kann und tut sich gerade der erkenntnisfähige Geist ein Leben schaffen, welches unendlich ärger ist, als der Tod der Vernichtung, mit dem der Lügner, den diese Beschnittenen zu ihrem „alleinigen Gott“ erhoben haben, allen droht. Alle müssen doch gerade deshalb durch das Reich der Erde dieser Welt gehen, um vom Baume der Erkenntnis des Guten und des Bösen zu nehmen und je vollkommener, desto besser und unerläßlicher zu erkennen, was Gut und Böse ist; sie müssen an der Güte, Liebe, Erbarmung, Vergebung, Gerechtigkeit und Selbstaufopferung die Wahrheit und an der Heimtücke, Bosheit, Ungerechtigkeit, Verfolgung, Rache- und Vernichtungsgier die Lüge finden, und erkenntnisfähig, kraft des eigenen freien Willens frei erkennen, nach eigenem freien Willen wählen, handeln und dadurch auch frei für sich entscheiden.

Zum wahren ewigen Leben ist die Erkenntnis des Guten und des Bösen für einen jeglichen erkenntnisfähigen Geist unerläßlich; denn sie ist es, der die Erkenntnis der Wahrheit und der Lüge auf dem Fuße folgt und jeden erkenntnisfähigen Geist, der guten Willens ist, zur wahren Gott- und Selbsterkenntnis führt.

Diese Erkenntnis war den großen Scharen der Wesen erkenntnisfähigen Geistes eigen, die als erste ihrer Art in das Reich der Erde dieser Welt gelangt sind, um da, von den Kräften der Erde an sich nehmend, ein Mal als irdische Menschen hier zu wirken und zu sehen, was Gott zur Rettung aller geschaffen hat, die, einstens den verlogenen Lockungen des bösen Geistes nachgehend, das Reich Gottes verlassen haben, um in Welten zu versinken, die der Lebenskraft des Geistes keine Möglichkeit zur Auswirkung bieten; diese sind somit Welten, in denen trotz der Lebenskraft des Geistes der Wesen nur Vergessen, Bewußtlosigkeit und Ohnmacht herrscht.

Die ersten von dort aus in das Reich der Erde dieser Welt gelangten Scharen erkenntnisfähigen Geistes erinnerten sich als irdische Menschen an das traurige Geschehen der Empörung des Geistes der Lüge gegen das Licht des Geistes der Wahrheit, das einst stattgefunden hatte. Sie wurden an dieses Geschehen auch von jenen erinnert, die, in der Wahrheit bestanden, im Reiche Gottes geblieben sind und die von dort aus von Zeit zu Zeit ihre irdischen Brüder aufgesucht haben, um sie zu erinnern und ihnen den Weg zu weisen, der sie wieder in das von ihnen so leichtsinnig oder auch so mutwillig verlassene Reich Gottes führt.

Diesen ersten und den unzähligen ihnen nachfolgenden Menschenscharen war lange Zeiten hindurch die wahre Gott- und Selbsterkenntnis eigen; sie wußten, daß alles auf Erden Lebende aus der Welt des Schweigens, der Ohnmacht und des Vergessens hierher gelangt, um da, irdisch verkörpert und aus der Ohnmacht geweckt, einmal durchzugehen und nach Ablegung des irdischen Leibes jene Welt des Jenseits zu beziehen, die sich der erkenntnisfähige Geist kraft seines Willens, Wirkens und kraft seiner Erkenntnis auf Erden geschaffen hat.

Erst als der böse Geist höllischer Finsternis und die Seinen auf dem Wege durch das Jenseits – von jenen geführt, die selbst bösen Trachtens auch im Irdischen der Erkenntnis der ewigen Wahrheit böse abgewendet waren – diese Erde und da jene fand, die er so lange gesucht hatte, erst von da ab war es um die Erkenntnis der Wahrheit im Irdischen immer ärger bestellt; denn er und die Seinen setzten und setzen alles daran, um jede Erinnerung des erkenntnisfähigen Geistes an sein eigenes wie auch an GottES ewiges Sein durch die Offenbarung der Lüge zu verwischen und zu töten.

Kein jemals auf Erden lebendes Volk hat den bösen Geist höllischer Finsternis zu seinem alleinigen Gott erhoben, um allein ihm und durch ihn sich selbst zu dienen, um mit ihm gegen alle anderen Völker und Nationen Bündnisse zu schließen und alles zu vernichten zu trachten, was die Menschheit der Erkenntnis der ewigen Wahrheit auch nur näherzubringen imstande ist.

Was aber bisher kein Volk angenommen, was bisher ein jedes Volk abgelehnt und von sich gewiesen hat, das hat dieses an Leib und Seele gezeichnete Volk voll und ganz verwirklicht; und mit diesem Geschehen ist auch die Zeit erfüllt worden, welche wahre Propheten aller Zeiten und Völker vorausgesagt haben, indem sie verkündeten, daß der wahre ewige Gott Selbst Mensch werden wird, um persönlich allem erkenntnisfähigen Geiste, der guten Willens ist, die ewige Wahrheit, Sich Selbst, so zu verkünden, wie Er ewiglich derselbe ist, der lebendige, wahre Gott; und Ich sage euch: Die Zeit ist und Ich bin da!

Hat das Volk der Beschnittenen den Satan zu seinem alleinigen Gott erhoben, bedroht es mit ihm diese Welt, das Jenseits und die Ewigkeit aufs neue, bin Ich gekommen, um es nicht nur diesem Volke, sondern dieser Welt zu beweisen, daß allein Ich die ewige Wahrheit, das wahre Licht und das wahre ewige Leben bin.

Es muß vollbracht werden, weswegen Ich gekommen bin! Niemand vermag das Kommende ungeschehen zu machen, oder es auch nur zu ändern, als allein der Geist, weil der Geist alles Geschehen schafft. ICH gehe jetzt, und euch lasse Ich Meinen Frieden auch dann, so Meine Stunde gekommen ist. Es wird das Traurigste geschehen, da Ich auch deswegen gekommen bin, daß es geschieht – und ewiglich dem Zeugnis und der Erkenntnis diene.

Das aber sage Ich euch noch:

Bin Ich auch Meiner eigenen schwersten Selbstaufopferung wegen gekommen, so meint nicht, daß diejenigen, die im Geiste ihres Gottes an Mir alle Rache üben und alle seine wie ihre Blutgier stillen werden, etwa schuldlos sind, weil Ich Mich zum Zeugnis und zur Erkenntnis aufzuopfern beschlossen und sie das zu vollbringen etwa bestimmt habe. Denn einer solchen Meinung nach würdet ihr auch alle Räuber und Mörder schuldlos sprechen, die, nachdem sie ein Haus geplündert, in Brand gesteckt und alles Gut fortgeschleppt haben, den sie dann aufsuchenden und ihnen ihre böse Tat um seiner Kinder willen vorhaltenden Hausherrn auch noch grausam ermorden, heuchlerisch sprechend: Wir sind nicht schuld an seinem Blute, denn weshalb ist er uns nachgegangen? Er weiß doch, wer wir sind, und ist er trotzdem gekommen, kommt sein Blut über ihn selbst, denn er hat es so haben wollen!

Dient euch ein solches Zeugnis der Mörder und Räuber zur Erkenntnis der Heimtücke, Lüge und Bosheit, soll und wird Mein Zeugnis euch und vielen zur Erkenntnis der Wahrheit dienen. Und wird euch das kommende, traurige Geschehen einige Stunden der Bedrängnis bringen, so wisset, daß auch das vielen zum Zeugnis und zur Erkenntnis dienen wird.

Der Friede sei mit euch!


Teil 14

Predigt in Bethanien

(3. April 783 d. R.)

Des nächsten Tages kam Gott der Herr Selbst nach Bethania und hat da nach der Grablegung des von Lasar verlassenen irdischen Leibes den Anwesenden, unter welchen viele Essaier aus allen Gegenden, vorzüglich aus Galiläa, angekommen waren, Lehren über die Wahrheit des ewigen Lebens gegeben.

Er sprach:

Es gibt ein Sterben im Irdischen, aber keinen Tod, denn das Verlassen, die Wegnahme, das Ablegen oder Zerstören des irdischen Leibes ist kein Tod, sondern das Eingehen der lebendigen Seele in eine andere Welt, die nicht so wie diese irdische, sondern so gestaltet ist, wie der erkenntnisfähige Geist der lebendigen Seele sie sich allein oder auch mit Scharen seinesgleichen gestaltet.

Im Irdischen ist die lebendige Seele kraft des sich da ihrer ewigen Beschaffenheit entsprechend aufgebauten Erdenleibes an die Gesetze dieser irdischen Welt so lange gebunden, solange ihr irdischer Leib nicht natürlich verbraucht oder gewaltsam zerstört wird.

Diese Welt mit ihrer Erde und mit ihrem Himmel wird vergehen, nicht aber die lebendige Seele und nicht Mein Wort. Die lebendige Seele legt da nur das ab, was sie aus dem Irdischen an sich genommen und der ewigen Gestalt, Form und Beschaffenheit ihres Wesens und diesem ewig eigenen Geisteskraft entsprechend sich aufgebaut hat, um im Irdischen wahrnehmen und tätig sein zu können.

Das Werden und Vergehen in dieser Welt gilt eben allem, was aus ihr und aus dem Irdischen geschöpft und aufgebaut wird, nicht aber der lebendigen Seele, da ihr Sein ewig ist, ihr ewiges Wesen nichts vom Irdischen dieser Welt an sich hat, und sie deshalb in dieser Welt fremd ist; sie kann das hier Aufgenomme, und wenn auch noch so vollkommen und gut Aufgebaute, eine verhältnismäßig nur sehr kurze Zeitspanne erhalten, denn das da Aufgenommene und Aufgebaute ist vergänglich, und wenn noch so gepflegt, verbraucht es sich in sich selbst.

Das Verbrauchen oder die gewaltsame Zerstörung des irdischen Leibes oder Körpers führt zum Sterben eines jeglichen im Irdischen lebenden und nur einmal durch dieses Reich gehenden Wesens.

as aber stirbt und vergeht, ist wieder nur das aus dem Irdischen dieser Welt Aufgenommene und zum irdischen Leibe oder Körper Aufgebaute; dieses allein stirbt, nicht aber die lebendige, der Ewigkeit angehörende und ihr eingeschlossene Seele, die als Wesen-Geist-Leben deshalb gleich Gott ein ewiges Sein hat, weil sie in der Form und Gestalt ihres Wesens und des diesem ihren Wesen ewig eigenen Geistes mit und neben Gott ewiglich da war. Von der Lebenskraft Meines Geistes durchdrungen, derselben Lebenskraft teilhaftig, bildet sie gleich Meinem Wesen eine unzerstörbare und unvernichtbare Dreieinheit, die im ewigen Sein der Ewigkeit miteingeschlossen war, ist und bleibt.

Es gibt außerhalb Meines Reiches der ewigen Wahrheit, des wahren Lichtes und des wahren ewigen Lebens auch ein Reich der Ohnmacht, der Bewußtlosigkeit und des Vergessens. Aus diesem Reiche gelangt nach und nach alles das, was einmal durch das Reich dieser irdischen Welt gehen muß, hierher und bildet hier kraft des eigenen, hierher mitgebrachten Leibes das, was an lebendigen Wesen da ist.

Nicht die geist- und leblosen, wenn auch noch so großen Kräfte des Reiches der Erde dieser Welt können ein Leben schaffen; sie bewirken nur, daß alles Seelisch-Geistig-Lebendige, aus dem Reiche der Ohnmacht und Bewußtlosigkeit hierher Gelangte, von weiblichen Vorgängern gleicher Art Angezogene, Einverleibte und durch das Zutun des Männlichen Aufgerüttelte und Geweckte, indem es von den Kräften des Reiches der Erde dieser Welt selbst nimmt, sich seines Seins und Lebens bewußt wird und der Beschaffenheit seines Wesens und Geistes nach wirken kann.

Hat einstens das eigensinnige und mutwillige Verhalten großer Scharen Wesen erkenntnisfähigen Geistes diese zum Verlassen Meines Reiches gedrängt und war ihr Eingehen in das lichtlose Reich der Ohnmacht und der Bewußtlosigkeit einem Sterben gleich, birgt doch dasselbe Reich keinen Tod. Einen Tod, nämlich in der Bedeutung des völligen Vernichtens und Nichtseins, selbst auch nur des allergeringsten, nichtssagendsten, unscheinbarsten und aIlernichtigsten seelisch-geistig-lebendigen Wesens gibt es nicht; und schon das Wort Tod in der Bedeutung des völligen Vernichtens und Nichtseins ist an sich nichts anderes als die heimtückischste, verlogenste und boshafteste Ausgeburt des blut-, rache- und vernichtungsgierigen Geistes so boden- wie uferlosen Sumpfes höllischer Finsternis, eine Ausgeburt des Satansgeistes.

Dieser weiß es genau, wie sehr eine jegliche lebendige Seele und ganz besonders die Seele erkenntnisfähigen Geistes am Leben hängt; und er weiß auch, daß die Seele erkenntnisfähigen Geistes ihrer ewigen Gestalt und Form wie auch ihrer und ihres Geistes Beschaffenheit nach kein anderes als allein das menschliche Wesen im Irdischen schaffen, bilden und aufbauen kann; und ihm ist auch das nicht verborgen geblieben, welche Einbuße das Erinnerungsvermögen der lebendigen, den Menschen im Irdischen schaffenden und den Menschenleib aufbauenden Seele erkenntnisfähigen Geistes erlitten hat und wie gründlich jedes Bild, jede Erinnerung und Vorstellung des furchtbaren einstigen Geschehens in der Menschenseele zerstört und verlöscht ist.

Er weiß aber auch das, wie jede Spur einer aufgetauchten und wieder auftauchenden solchen Erinnerung, die in Form einer mehr oder minder ausgeprägten Ahnung auflebt, vielfach unterdrückt, wenn aber ausgesprochen, sogleich von dritter Seite durch Irreleitung, Lügen und selbst auch mit Gewalt erstickt wird; und weil der böse Geist alles das weiß, deshalb nennt er schon das Sterben den Tod, deshalb droht er ohne Unterlaß mit der Lüge des Todes, der Ausrottung, der Vernichtung und des Nichtseins.

Sehet die Dokumente der Hebräerschrift, durch die der Satan sein Wesen und seinen Geist den sich Auserwählten offenbart, wie er da gleich nach den Lügen seines lächerlichen Schaffens jedem erkenntnisfähigen Geiste mit der Vernichtung des Todes droht, der seine Hand nach dem Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen ausstrecken, was gut und was böse ist, erkennen und wissen will. Weil es aber gerade in der Kraft der Erkenntnisfähigkeit des Geistes der den Menschen hier schaffenden Seele liegt, schon aus eigenem durch die Kraft der eigenen Gefühle erkennen zu müssen, was gut und was böse ist, und weil der böse Geist das weiß, darum läßt er in seinen solchen Offenbarungen verkünden, daß es eigentlich eine Schlange war, die den Menschen zur Erkenntnis des Guten und des Bösen „verführt und verleitet“ hat.

In seinem grimmigen Zorne verflucht so ein Gott die Schlange, verhängt über das Weib Schmerzen, über den Mann Kummer und ewigen Tod, indem er zu der Lüge greift, daß der Mensch von der Erde gemacht, wieder zur Erde werde; er verflucht den Acker, und damit der Mensch, der erkannt hat, was gut und was böse ist, nicht auch den Baum des ewigen Lebens erkenne und ewiglich lebe, sucht er ihm den Weg zu dieser Erkenntnis dadurch zu sperren, daß er seine Teufel, die er Cherubim nennt, mit Flammenschwertern bewaffnet, den Weg zum Baum des Lebens verwehren läßt.

Wohl weiß es dieser Gott des Sumpfes höllischer Finsternis, daß Ich der Baum des wahren ewigen Lebens, die ewige Wahrheit und das wahre ewige Leben Selbst bin; wohl weiß er, daß Ich auch der Baum der wahren Erkenntnis, der Baum der Wahrheit bin und daß jeglicher erkenntnisfähige Geist, der willig von Meinem nimmt, an Mir erkennt, was wahrhaft gut ist, und daß jedermann, der guten Willens ist, an allem Gegenteiligen das Böse erkennen muß.

Wohl weiß es der böse Geist und Vater aller Lüge, daß Ich viele wahre Propheten gesandt habe, die von den Reinen Meines Reiches und von den im Jenseits, aber in Meinem Lichte Stehenden, unterrichtet, seit langem meine Menschwerdung und Mein persönliches Kommen unter den Menschen schon durch lange Jahrhunderttausende hindurch verkündet haben, bevor noch die ersten seiner Auserwählten in das Reich der Erde dieser Welt gelangt sind.

Wohl konnten er und die Seinen es nicht verhindern, daß selbst in die geschriebenen Dokumente des Sumpfes seines Geistes gute Brocken und Bröcklein Meines Geistes hineingebracht, Meine Menschwerdung und Mein Kommen, wenn auch noch so verstümmelt, doch den Weg auch in die Dokumente der Satansschriften gefunden hat; denn unablässig waren die Meinen auch um die Propheten des bösen Geistes bemüht und gaben durch sie, was durch Propheten eines solchen Geistes irgendwie nur möglich war.

Aber gerade diese wenigen Brocken und Bröcklein der Wahrheit und Güte leuchten aus dem finsteren und giftigen Sumpfe der Schrift des Satansgeistes desto klarer hervor, je dichter die finstere Pest der Lüge, des Blutdurstes, der Rachegier und der Vernichtungswut sie umstellt.

Daß Ich kommen werde, wußte auch der böse Geist, und deshalb stehe Ich in der Offenbarung seines erlogenen Paradieses als der Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen da, und deshalb verbietet er unter Drohungen mit dem Tode, von dem Baume der Erkenntnis zu nehmen, da er weiß, daß ein jeglicher erkenntnisfähige Geist, der vom Baum der Erkenntnis guten Willens nimmt, nicht allein Mich, sondern auch ihn vollauf erkennen muß.

Ungleich mehr noch als an dem Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen liegt dem bösen Geiste höllischer Finsternis daran, daß kein erkenntnisfähiger Geist den Baum des ewigen Lebens fände, die Wahrheit des ewigen Lebens einer jeglichen seelisch-geistig-lebendigen Dreieinheit erkenne und weiß, daß er gleich Gott nicht geschaffen, sondern kraft seines ewigen Seins war, ist und ewiglich sein wird.

Daß die Menschen das Gute und das Böse im allgemeinen kraft der Gefühle, die der lebendigen Seele erkenntnisfähigen Geistes eigen sind, erkennen müssen und er an dieser Kraft weder durch Gebote, noch Verheißungen und Verbote ein Jota ändern kann, das weiß er, aber er setzt alles daran, damit niemand Mich und ihn wahrhaft erkenne; denn in der Stunde, da es geschieht und da der erkenntnisfähige Geist der Menschen guten Willens weiß, daß allein Ich die ewige Wahrheit, das wahre Licht und das wahre ewige Leben bin, weil Mein Kommen, Meine Menschwerdung, ein jedes Meiner Worte und alle Meine Werke es bestätigen, weiß er in derselben Stunde ganz genau auch das, wer der HebräerGott ist; denn die geschriebenen Dokumente seines Geistes, Willens und Trachtens sprechen deutlich und kennzeichnen ihn genau.

Erkennen die Menschen aus eigenem, was gut und was böse ist, weil die Kraft der Gefühle, wenn auch noch so boshaft unterdrückt und heuchlerisch gedreht, niemals erstickt und vernichtet werden kann, sollen sie im Trachten des Geistes höllischen Sumpfes niemals zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen; denn einmal zur Erkenntnis der Wahrheit gelangt, haben sie auch schon den Weg zum Baum des ewigen Lebens gefunden, den der Satan durch seine Teufel so strenge zu verwehren und zu versperren trachtet.

Um aber den Weg zum Baum der wahren Erkenntnis, um den Weg zur Erkenntnis der ewigen Wahrheit, die keine andere als die wahre Gott- und wahre Selbsterkenntnis ist, um den Weg zum Baum des ewigen Lebens, welches allein Ich bin, jedermann, der guten Willens ist, frei zu machen, deshalb bin Ich gekommen, auch deshalb bin Ich da und sage durch euch dieser Welt:

Der böse Geist der Hölle hat durch die Seinen und durch Propheten ihm neigenden Geistes unter den Nationen und Völkern zeitlich und örtlich begrenzt große Finsternis verbreitet, furchtbar unter den Menschen gewütet, Unheil, Grauen, Entsetzen und Verzweiflung gestiftet und daneben vielfach auch von seinen Propheten geschriebene Dokumente seines Wollens und Trachtens dagelassen.

Was aber bedeuten diese alle zusammengenommen, gegen den Geist der Hebräerschrift, in der sich derselbe böse Geist, dokumentarisch festgehalten, seinen Auserwählten offenbart? Nichts: denn enthalten die anderen Schriften noch so viel Irrtum, noch so viel Wahn, Unwissen, Verstricktheiten und Blutgier, ist das alles nicht mit der Hebräerschrift zu vergleichen.

Diese nämlich stellt eine geistige Mauer dar, über die hinweg jeglicher Ausblick in die Vergangenheit vollkommen versperrt werden soll, kein darin einmal eingeschlossener erkenntnisfähiger Geist aus dem dort aufgestauten Sumpfe einen Ausweg finde, niemals erkenne, was und wer er selbst wahrhaft ist, niemals erfahre, von wo und wieso er herkommt, warum und weshalb er da ist. Er soll auch gar nicht zu wissen trachten, welchem Ziele er zustreben soll, und in der Pest des blinden Glaubens schmachten, er sei aus Lehm geschaffen, mit dessen Verbrauch und Zerstörung er selbst auch verbraucht, zerstört, vernichtet, dem Tode und dem ewigen Nichtsein verfalle.

Ein solcher Geist ist selbst vielen, vielen Hebräern unbegreiflich; in dieser Beziehung finden unzählige Hebräer ihren Gott trotz aller seiner Verheißungen irdischen Reichtums, Macht, Wohlergehens und Erhabenseins über alle anderen Völker, die ausgerottet und, wo sie weder Jahweh-Zebaoth noch seine Auserwählten vernichten können, sie sich solche wenigstens dienstbar zu machen haben, unglaubwürdig.

Trotz aller dieser und anderen Verheißungen und trotz aller seitens eines solchen Gottes mit seinen Auserwählten geschlossenen und von ihm bei seinen vielen Namen beschworenen Bündnissen gegen alle Völker der Erde, trotz aller Furcht und Angst vor den Flüchen und den entsetzlichsten Rachedrohungen eines solchen Gottes fühlen sich unzählige Hebräer doch benachteiligt und suchen das, was Jahweh-Zebaoth ihnen vorenthält, bei den Propheten der Essäer, bei denen der anderen Völker, wie auch bei ihren eigenen.

Wie haben die Oberen, die Schriftgelehrten, viele Pharisäer und selbst Sadduzäer als Weltweise und Denker in der Schrift gesucht, um auch nur die leiseste Andeutung über ein weiteres Leben und über das Leben überhaupt darin zu finden!

Sie sehen und hören bei den Propheten der Essäer und der Völker, wie lebendig diese mit ihren Verstorbenen sprechen, sie erhalten da selbst auch von den verstorbenen Ihren Nachrichten und Auskünfte, die ohne Zweifel nur ihr Geist und Wissen und dadurch schon auch ein Beweis an sich sind, daß die Verstorbenen leben.

Sie suchen in der Schrift, finden die Prophetin von Endor, die dem König Saul Samuel ruft – und dieser erscheint; daß er sich so rachsüchtig und giftig gegen Saul ausläßt, ist vielen verständlich, denn Samuel ist des HebräerGottes getreuer Knecht.

Lebt aber dieser, kann er erscheinen und sprechen, müssen es doch andere auch; warum aber verbietet der HebräerGott diesen Verkehr, warum nennt er, der sich doch selbst auch seiner Propheten zu Offenbarungen seines Geistes, Willens und Trachtens bedienen muß, warum nennt er Propheten, die menschlich-sittlich unendlich über die seinen und über ihn selbst erhaben sind, Zauberer, Wahrsager, Seher, Totenbefrager, Zeichendeuter, die den Pythongeist haben, und warum befiehlt er, sie zu bannen, zu steinigen, zu töten und auszurotten?

Die Dokumente der Hebräerschrift kennzeichnen doch das Wesen und den Geist seiner Propheten genau so deutlich, wie ihn selbst! Warum spricht er nirgends in dieser Schrift von einer unsterblichen Seele? Warum sagt er dagegen wiederholt: Wer meinen Bund nicht hält, dieser oder jener meiner Satzungen auszuweichen trachtet und mir nicht gehorchen will, der sei verflucht und dessen Seele soll ausgerottet werden ewiglich!

Seine Offenbarung, den Menschen aus Erdenkloß, aus Lehm gebaut und dieses Gebilde durch das Einblasen seines Odems zu einem lebendigen Wesen gestaltet zu haben, gibt selbst vielen Hebräern zu denken und sie fragen sich:

Ist denn der Odem Gottes eine lebendige Seele und macht er allein die Menschen lebendig? Es lebt doch auch das Tier; von wem hat denn dieses seinen Odem? Ist das Tier keine lebendige Seele, wie ist eine solche dann der Mensch? Überdies widerspricht diese Offenbarung allen folgenden, denn ausdrücklich und wiederholt offenbart „Herr“ Jahweh-Zebaoth durch seinen Knecht Mose:

„Die Seele ist das Blut! – und Blut ist das Leben! Wer also was immer schlachtet und es nicht vor das Heiligtum, der Wohnung des Herrn und Gottes Israels, tut, daß es dem Herrn zum Opfer und süßem Wohlgeruch gebracht werde, der soll des Blutes schuldig sein und ausgerottet werden“.

Der Herr, Gott Israels, will das Blut auf seinen Altar gesprengt und gegossen haben zum übersüßen Wohlgeruch und nicht, daß im Felde geschlachtet und das Blut den Feldteufeln gegeben wird.

Die Brandopfer müssen mit Fleisch und Blut auf dem Altare des Gottes Israels verenden, das Blut aller andern Opfer muß aber auf den Altar gegossen werden; ist also das Blut die Seele oder das Leben?

So und ähnlich denken und streiten viele Hebräer so lange, bis irgend ein Sadduzäer als Weltweiser und Denker entscheidet, also sprechend:

Das Beste der Schrift besteht darin, daß sie uns Hebräer allen Völkern obenan stellt, wir also das Volk aller Völker sind, wie der Gott unserer Schrift der Gott aller Götter ist; die vernünftigste aller seiner Offenbarungen ist aber diejenige, die da kurz und bündig sagt: ‘Du bist Erde und Staub und wirst zu Erde und Staub wieder werden!’ Wir sehen selbst, daß dem so und nicht anders ist, wissen, daß es das Alpha und Omega, ein Werden, ein Vergehen, der Anfang und das Ende alles Lebendigen ist – Amen!

So wie diese Sadduzäer vom Sein und Leben denken, denken auch viele andere, die sich Weltweise und Denker nennen – und Ich sage euch, daß die Zeit gar nicht so ferne ist, wo die weitaus überwiegende Zahl der Menschen nicht anders denken und sprechen wird; und zu dieser Zeit werden viele von euch, die ihr heute dieses Mein Wort höret, Mich, Meinen Geist und auch dieses Mein Wort vom Geist zum Geist durch den Geist und durch den Propheten der Menschheit verkünden, den zu jener Zeit zu senden, Ich euch versprochen habe.

Jetzt ist der Baum des ewigen Lebens, der Vater alles Lebendigen Selbst zu euch gekommen! Sehet Mich an! ICH allein bin die ewige Wahrheit und das wahre ewige Leben! Den Weg zum Baume des ewigen Lebens, den der böse Geist höllischer Finsternis allem erkenntnisfähigen Geiste durch seine heimtückisch-verlogenen Offenbarungen zu verwehren und zu sperren trachtet, den Weg mache Ich jedermann frei. Und nochmals sage Ich euch:

Einen Tod, der die Vernichtung und das Nichtsein der lebendigen Seele bedeuten soll und den es in der Wahrheit nicht gibt, diesen Tod offenbart der Vater der Lüge und der Finsternis des Geistes trotz besseren Wissens deshalb, weil er die Furcht und Angst, das Grauen und Entsetzen der lebendigen Seele vor dem Sterben kennt; und schon an dieser Qual findet er eine Art teuflischer Berauschung, indem sie ihm und seinesgleichen über die eigene Verworfenheit und Verdammnis, die er über sich selbst und seinesgleichen verhängt hat, hinwegzusetzen hilft und seine Gier zu immer ärgerem Verlangen entfacht.

Unendlich fürchten sollen sich die Menschen vor ihm und vor seinesgleichen. Angst, Grauen, Entsetzen und Verzweiflung sollen die Menschen ergreifen, so sie seine Flüche, Rache-, Todes-, Ausrottungs- und Vernichtungsdrohungen hören oder lesen. Not, Elend und die schwersten Drangsale sollen die Menschen aufs neue drängen, seines Geistes und seines Trachtens voll, einander zu bedrängen, zu berauben, zu zerfleischen und einander in den „Tod“ zu treiben, den er offenbart und der die größte Lüge des Vaters der Lüge ist.

Gäbe es einen solchen Tod, der die völlige Ausrottung, Vernichtung und Nichtsein der lebendigen Seele mit dem ihr ewig eigenen Geiste zur Folge hätte – wahrlich sage Ich euch, daß es keinen Satan und keine Teufel geben würde. Denn sein, seiner Teufel und Knechte Haß gegen die Allmacht der ewigen Wahrheit und des wahren ewigen Lebens ist so grenzen- und namenlos, daß sie sich viel lieber den verlogenen erfundenen Tod selbst geben, sich selbst vernichten und ihr Sein wegwerfen würden, als sich zu wenden und Mich als Den anzuerkennen, Der Ich in der ewigen Wahrheit Meines unwandelbarunveränderlichen Geistes und in der Wahrheit des ewigen Lebens bin.

Sie würden sich selbst vernichten und ihr Sein von sich werfen, nicht allein aus Haß gegen die ewige Wahrheit, sondern schon aus boshaftem Trotz, um dadurch die Allmacht der ewigen Wahrheit und des ewigen Lebens der Ohnmacht zu überführen.

Wie oft habe Ich es den Hebräeroberen und Vorderen, da sie Mich bedrängend Mir vorhielten, Ich mache Mich Selbst zu Gott und lästere den ihren, der doch ihr Gott und Vater ist, gesagt, daß dieser ihr Vater und Gott schon kraft der Dokumente der Schrift seines Geistes ein Satan, Seelen- und Menschenmörder vom Anfang an und der Vater der Lüge ist.

Es wissen viele unter euch, daß so mancher von diesen Vorderen der Hebräer Mich insgeheim aufgesucht und so mancher von ihnen Mich bei der Gelegenheit auch darum gefragt hat, wieso gerade Ich, Der Ich den Tod keiner lebendigen Seele kenne, ihren Gott und Vater einen Seelen- und Menschenmörder nennen kann, da doch nur derjenige Mörder sein kann, der, mit Absicht zu morden, ein Ebenbild Gottes – also den Menschen tötet.

ICH aber habe ihnen stets das Gleiche gesagt, was Ich da euch sage: Der böse Geist höllischer Finsternis ist deshalb ein Seelen- und Menschenmörder, weil er der Urheber des Sterbens unzähliger und unübersehbarer Scharen Seelen erkenntnisfähigen Geistes schon in der Ewigkeit war; denn diese sind, von ihm verführt und von seinem Geiste nehmend, selbst dadurch im Geiste und im Wesen entstellt worden und deshalb nicht mehr fähig gewesen, das Reich der ewigen Wahrheit mit den dort Reingebliebenen weiter zu bewohnen, so daß sie es aus eigener Mitschuld und infolge der sich selbst eigenwillig zugezogenen Entartung verlassen haben; sie sind in ein Reich gelangt, in dem Kräftemangel herrscht und welches deshalb keinerlei Wahrnehmungsmöglichkeit und Betätigung des Geistes der lebendigen Seele bietet. Dadurch büßte diese trotz der niemals von ihrem Wesen und Geiste trennbaren Lebenskraft in der Folge ihr Bewußtsein ein und mußte einer schweren Ohnmacht verfallen, was dem irdischen Sterben nicht nur gleichkommt, sondern es in so mancher Hinsicht auch noch übertrifft.

Aus diesem Reiche des Vergessens der Bewußtlosigkeit und der Ohnmacht, aus diesem Reiche, welches dem Satan und den Seinen infolge ungleich tieferer Entstellung und Entartung der Beschaffenheit ihres Wesens voll und ganz verschlossen ist, aus diesem Reiche gelangt nach und nach alles Lebendige in das Reich der Erde, dieser sehr bald hernach von Mir geschaffenen Welt, und muß da zum zweiten Male sterben, um in das Reich des Jenseits zu gelangen.

Der Urheber alles dieses unzählbaren Sterbens ist der böse Geist höllischer Finsternis, dessen Bestehen im Reiche des Lichtes der ewigen Wahrheit unmöglich ist, weil die ewige Wahrheit auch das wahre ewige Leben ist, er aber die Vernichtung alles Lebendigen, das nicht seines Geistes und Trachtens ist, ausfindig zu machen schon gesucht hat, als er mit den Seinen noch Meines Reiches ansichtig war.

Als das Wesen eines einstens großen Geistes weiß er, daß seine Lebenskraft, wie eines jeglichen andern seelisch-geistigen Wesens, die Lebenskraft Meines Wesens und Geistes ist. Gerade dieses Wissen stachelte seine heimtückische Bosheit dazu auf, Mittel ausfindig zu machen, deren Kräfte die Trennung der Lebenskraft vom Seelisch-Geistigen aller, die nicht seines Geistes und Trachtens sind, nach sich ziehen und seiner Vernichtungsgier entsprechend auch die Trennung des Seelischen von dem Geistigen zeitigen würden; das hätte zur Folge, was er in seiner Rache- und Vernichtungssucht so gierig herbeisehnt – den Tod, der aber als Ausgeburt der Finsternis seines Geistes allein im Sumpfe höllischen Pfuhles, mit Lügen gesäugt und mit Bosheiten gespeist, als Schreckbild weiter spukt.

Es ist aber Tatsache, daß der böse Geist in aller Ewigkeit kein Mittel und keine Kraft findet, um Meine den ewig mit und neben Mir seienden Wesen ihres eigenen Geistes einstens gegebene Lebenskraft auch nur von einem einzigen der nichtssagendsten und nichtigsten dieser Wesen zu trennen, weil es solche Mittel und Kräfte nicht gibt; und eine solche Trennung steht selbst der Allmacht ferne, weil sie weitab außerhalb der Gesetze liegt, welche der unwandelbar-unveränderliche Geist der ewigen Wahrheit Sich Selbst gesetzt hat und die deshalb auch unwandelbar unveränderlich bleiben.

Diese heilige Tatsache erfüllt den bösen Geist höllischer Finsternis mit unauslöschlichem, geradeso grenzenlosem wie namenlosem Hasse gegen alles, was aus der Wahrheit ist; und weil die ewige Wahrheit einstens von der eigenen Lebenskraft einem jeglichen seelisch-geistigen Wesen gegeben hat, auf daß es gleich Gott, mit und neben Dem es ewiglich da sei, lebe, richtet der böse und verlogene Widersacher seine Vernichtungsgier gegen das Leben, weil Ich der Vater des Lebens bin.

So groß der Geist des Vaters der Lüge und der Bosheit einstens war, desto kleiner wurde er beim Verlassen Meines Reiches, in dessen Lichte und Wahrheit er nicht bestanden ist, aber desto größer war sein Hochmut, Trotz, Haß, seine Rache- und Vernichtungsgier, für die ihm Mein Reich verschlossen war. Und weil weder er noch jene Scharen, die seines Geistes voll mit ihm gegangen sind, die von ihm und von einander angenommenen und auch selbst geschaffenen bösen Eigenschaften gegen niemand anderen wenden konnten, die Kraft des Geistes aber zur Auswirkung seiner Eigenschaften drängt und Gegenstände für sein Wirken sucht, wandte sich die Bosheit, Heimtücke, Verlogenheit, Rache- und Vernichtungsgier aller gegeneinander zu. Dadurch wurde auch der Grundstein zum Auf- und Ausbau des Pfuhles höllischen Sumpfes gelegt und mit gegenseitigen Drohungen, Flüchen, Rache- und Vernichtungsschwüren geweiht.

Gegenseitige Verfolgung, Schrecken, Angst und Entsetzen vor einem zwar nur eingebildeten, aber in der Finsternis des Geistes wie des Reiches dieser Hölle desto fester sitzendem Wahn der Vernichtungsmöglichkeit des Lebens und Seins zwang zur Flucht gerade so wie zur Gewalt und Abwehr der Bedränger, und nicht nur einmal wandten sich viele der Teufel gegen den Satan selbst, indem sie statt seiner einen andern auf den Thron der Hölle setzten, dann aber bald wieder den Abgesetzten hindrängend, damit dieser die Taten des Herabgezerrten durch Tod und Vernichtung räche.

Der Satan aber im Bewußtsein seiner Macht gegenüber den Seinen wie auch dessen, daß er dem Verlangen nach einer solchen Rache, die er über alles gerne selbst an so manchem der Dränger geübt hätte, nicht nachkommen kann, sprach, um sich den Anstrich einer Gottheit zu geben, von Erteilung einer Gnade, und von da an wurde der Thron des Reiches der Hölle Gnadenstuhl genannt. Bis dahin war das Wort Gnade, welches die finsteren Bewohner des Sumpfes der Hölle oft und oft zuvor in Meinem Reiche gehört haben, noch nicht ausgesprochen worden, und nun, da der Satan in seiner Heimtücke es ausgesprochen hat, fand es einen gleich heimtückischen Widerhall selbst auch an dem Gnadenstuhl.

Inzwischen war bereits auch diese Welt mit dem Reiche der Erde und dem Reiche des Jenseits kraft des Willens Meines Geistes geschaffen, die Erde voll des Lebens und Wirkens der unendlichen Mannigfaltigkeit des da einmal durchgehenden Seelisch-Geistigen und auch das Jenseits durch die aus dem Reiche der Erde dort eingelangten Scharen belebt.

Einige wenige Seelen erkenntnisfähigen Geistes, die einst schon dem Vater der Lüge und den Seinen nahegestanden sind, fanden weder auf Erden noch dann im Jenseits das richtige Feld zur Auswirkung der in ihnen schlummernden bösen Eigenschaften und sie stiegen, dieses Feld suchend, in die Tiefen des Reiches des Jenseits, wo sie der gleichfalls suchende böse Geist mit den Seinen fand; durch sie wurde er von dem Vorhandensein des Jenseits und der Erde unterrichtet und sogleich wußte er auch, warum und zu welchem Zwecke Ich alles das geschaffen habe.

Und als er Scharen, Herden und Mengen der seelisch-geistig-lebendigen Wesen im Jenseits und auf Erden sah, nahm er an, Mein Reich zertrümmert zu haben; und nun schwoll sein Hochmut zu einer Überhebung, der allein sein Wesen und Geist fähig ist und die mit Worten einer irdischen Sprache nicht ausgedrückt werden kann.

Die von ihm rast- und ruhelos gesuchten Mittel und Kräfte, die eine Zerstörung und Vernichtung der von ihm gehaßten seelisch-geistig-lebendigen Wesen herbeiführen, konnte und wird er auch niemals finden. Doch aber fand er dafür auf Erden das Sterben, und bald war es ihm klar, daß er der Urheber dieses Sterbens ist, obwohl ihm bis dahin gerade diese Erscheinung völlig unbekannt war und er auch nur Ähnliches nicht für möglich gehalten hätte.

Denn auch er, gleich einem jeglichen andern seelisch-geistig-lebendigen Wesen, hatte bis dahin weder ein Werden noch ein Vergehen geschaut und sich deshalb weder einen Anfang und schon gar nicht ein Ende des Seienden auch nur vorstellen können. Nun aber fand er es im Reiche der Erde, in dieser Welt, und dieser Fund, das Sterben der durch das Irdische einmal gehenden lebendigen Seelen, sollte ihm einen ausgiebigen Ersatz für die von ihm so rastlos gesuchte Zerstörung und Vernichtung von allem, was er haßt, bieten.

Ähnliche und gleiche Seelen erkenntnisfähigen Geistes, die ihm den Weg durch das Jenseits in das Reich der Erde gewiesen hatten, fand er auch hier. Sich jener, die ihn und die Seinen hergebracht hatten, bedienend, nützte er die als Propheten tauglichen Menschen dazu aus, ihn und die von ihm bevorzugten Mitanführer seiner Teufel den Menschen als Götter zu verkünden.

Ihm selbst wie auch seinen Teufeln ist es zu jener Zeit unmöglich gewesen, selbst durch die so gefundenen Propheten zu sprechen, doch aber gaben sich dazu als williges Werkzeug gerade jene her, die selbst zuvor im Menschenleibe durch das Reich der Erde einmal gegangen sind und ihn mit den Seinen hergebracht haben.

Bis dahin hat die Menschheit auf Erden allein von Einem wahren, ewigen und guten Gott gesprochen, nur Dieser ward auf Erden gelehrt und angerufen; nun aber tauchten zeitlich und örtlich, da und dort Götter auf, die durch den Mund ihrer Propheten Blut und Leben als ihnen angenehme Opfer forderten, die Verweigerung und Nichterfüllung ihrer Wünsche mit Flüchen, Rache-, Todes- und Vernichtungsdrohungen beantworteten, und wo Angst, Furcht und Entsetzen ihren Forderungen entgegenkam, ihr Verlangen zu bis dahin unerhörten Greueln unersättlich steigerten.

Nicht aber immer und auch nicht überall auf Erden konnten die bösen Götter ihre Gier an Blutopfern stillen; denn viele der Völker und Nationen, durch Propheten eines anderen Geistes belehrt, fanden die Greuel der Blutopfer predigenden Propheten als vom bösen Geiste besessen und verwahrten sie hinter sicheren Verschlüssen; dort aber, wo trotz des sicheren Gewahrsams eine weitere Auswirkung solcher Propheten Befürchtungen aufkommen hat lassen, wurden sie kurzerhand erdrosselt und ihre Leichname verbrannt. Denn auch das sollt ihr wissen, daß die Gräber keine alte Einrichtung sind und daß zuvor alle Völker und Nationen auf Erden keine andere Einrichtung kannten als die, den Leichnam eines jeglichen Verstorbenen im Feuer auflösen zu lassen, was Ich weder als besser noch als schlechter dem Eingraben gegenüber heiße.


Teil 15

Predigt an die Seinen

(Gründonnerstag, 6. April 783 d. R.)

Am Donnerstag, dem sechsten April des Römerjahres 783, hielt Gott der Herr in Christo im Hause des Arathama Seine große Predigt und sprach unter anderem zu den um Ihn und die heilige Mutter versammelten Seinen:


Vormittags

Was Ich für die, welche sich einst von Mir abgewandt haben, geschaffen habe, daran und darin findet jedermann die wahre Ursache seines einmaligen Daseins erklärt und dadurch auch den wahren Zweck seines einmaligen Daseins. Jedermann muß da das Gute und das Böse an sich selbst in seiner Auswirkung erkennen wie auch an all seiner Umgebung, und er erkennt es trotz aller gelegentlichen Einwände, Ab- und Ausreden; denn niemand will, daß ihm Böses geschehe, mag er es heuchlerisch-tückisch noch so gut heißen, sofern es andere trifft oder er selbst es anderen tut.

Wohl muß sich der Mensch gegen die Bosheit der anderen wehren, und ist die Abwehr gerecht, ist sie auch gut, selbst dann, so dasselbe Übel diejenigen trifft, die es boshaft und tückisch-heuchlerisch den anderen zuzufügen trachteten und auch zufügen. Das ergibt Kampf und wieder Kampf, aber das Reich der Erde, obwohl es ein Spiegelbild der wahren Welt Meines Reiches ist, und die Menschheit es als solches gestaltet erhalten hat, ja in werktätiger Befolgung Meines Wortes auch noch weiter ausbauen könnte, ist eben kein Himmelreich; die Menschen aber sind es, die, voll des finsteren, bösen und tückischen Geistes, Willens und Trachtens, den andern da das Leben und damit auch das Reich der Erde nicht nur zu einem Spiegelbild der Hölle, sondern zur Hölle selbst gestalten.

Anders als mit der Erkenntnis des Guten und des Bösen verhält es sich mit der Erkenntnis der Wahrheit und der Lüge, denn da entscheidet neben dem Wissen hauptsächlich der Glaube, wogegen die Erkenntnis des Guten und des Bösen hauptsächlich von den Gefühlen abhängig ist. Hier entscheidet mehr die Seele, dort wieder mehr der Geist, und daher ist es vielen Menschen nicht leicht, ganz besonders nicht im Großen und Allumfassenden, die Wahrheit und die Lüge voll und ganz zu erkennen und voneinander streng zu trennen.

Deshalb gehört zur Erkenntnis der ewigen Wahrheit vor allem andern das wahre Wissen von Mir, dann der gute Wille zur Annahme dieses Wissens; kraft beider gehört dazu die Erkenntnis, daß das Sein und Dasein der Schöpfung, der Menschheit und all des anderen Seelisch-Geistig-Lebendigen die Ursachen, die Folgen, den Zweck und das Ziel haben, wie Ich es die Menschen lehre, und daß dem nicht anders ist, und schließlich durch alles das tatsächlich, unwiderlegbar Wahre auch der Glaube an Mich.

Was Ich für die einst von Mir sich Abgewendeten und Fortgezogenen geschaffen habe, das meide Ich nicht; denn Ich bin wesentlich-persönlich Selbst gekommen, um da das Ärgste, was die Verlogenheit, Bosheit, Blut- und Rachegier, der Menschenhaß und die Verlogenheit der Hölle und des alten Satans auf die Erde gebracht hat, und was der alte Satan vorzüglich durch seine beschnittenen Auserwählten da üben läßt, über Mich ergehen und auswüten zu lassen zum ewigen Zeugnis der ewigen Wahrheit Meiner.

Es soll in Ewigkeit niemand sagen können: Herr! Wohl hast Du für uns die Erde geschaffen, damit wir dort das Gute und Böse erkennen, einander Gutes tun und dadurch wieder zu Dir in Dein Reich zum wahren ewigen Leben gelangen. Ich und unzählige Scharen meiner Mitmenschen haben anderen nur Gutes gewollt, nur Gutes getan; aber unser Leben auf Erden war eine einzige Kette von Bedrängnissen, Schmerz, Qual und Verzweiflung, eine Hölle, der Du Selbst ausgewichen bist und mit keinem Finger an sie gerührt hast.

Das und Ähnliches wird niemand sagen können in Ewigkeit; denn Ich bin gekommen, bin da und rühre dieselbe Hölle so von Grund auf, wie es kein Mensch tun kann. Darum der namenlose Haß des alten Satans und seiner ihm anbetend dienenden, beschnittenen, auserwählten Teufel in Menschenhaut wider Mich; ein höllischer, teuflischer Haß, dem der Mensch CHRISTUS zum Opfer fallen wird – schon morgen, Der aber am dritten Tage darauf, früh in Seiner Gotteskraft auferstehen und weitere sieben Wochen bei euch dableiben wird.

Das ist Mein Erlösungswerk, daß, wer wie ihr guten Willens ist, in und an Mir, an Meiner Menschwerdung, an Meinem Wesen, Geiste, Leben, Namen, Worte und Werken den allein wahren, ewigen und allgütigen GOTT erkenne, Meinem Worte und Meiner Offenbarung nach aber auch sich selbst als das unzerstörbare und unvernichtbare Wesen der Dreieinheit Seele-Geist-Leben; des weiteren, daß er in dieser wahren Gott- und Selbsterkenntnis nicht mehr dem Unwissen, den Irrtümern der Finsternis und der Lüge des Todes anheimfalle, sondern das Licht der Erkenntnis der Wahrheit des ewigen Lebens habe und das Sterben nicht fürchte. Dieses führt nämlich jedermann, der Meinem Worte nach werktätig zu sein auch nur ehrlich trachtet, zu Mir in Mein Reich, zum ewigen Leben.

Menschen sterben; was aber an ihnen stirbt, ist der abgelegte irdische Leib, niemals aber sie selbst, weil sie Seele, Geist und Leben sind und weil diese Dreieinheit – unzerstörbar und unvernichtbar – eines ewigen Seins ist.

Es sind außer den Dingen dieser Welt wie auch außerhalb ihrer selbst viele Dinge und Kräfte da, die ihr nicht sehen, nicht hören und nicht greifen könnt, selbst die lebendige Seele, die ein jeglicher unter euch ist, ist eine Dreieinheit ihres Wesens-Geistes-Lebens, und doch ist es keinem von euch möglich, dieses wahre Wesen des eigenen Ichs zu sehen, zu hören oder zu greifen.

Trotzdem aber haben die Nationen und Völker der Erde von allem Anfange an gewußt, daß deren jeder einzelne unter ihnen eine solche lebendige unsterbliche Seele ist, und sie fanden es immer wieder durch den Verkehr ihrer Propheten mit den lebendigen Seelen des Jenseits bestätigt, umso mehr, je mehr Propheten einem Volke erstanden waren, und je fähiger sie gewesen sind, den lebendigen Seelen des Jenseits als Werkzeug und als Dolmetsch ihrer eigenen Einstellung zu dienen.

Wieviel des Wahren und Guten einerseits und wieviel des Verlogenen und Bösen anderseits oder auch wieviel Irrtum und Irrwahn dieser Verkehr jeweilig den Völkern und Nationen gebracht hat, sehet ihr an dem Wirken und Schaffen wie auch an der Erkenntnis der euch bekannten Völker und Nationen so gut wie an euch selbst.

Durch diesen Verkehr schwangen sich oft lichtlose und finstere wie auch böse Wesen des Jenseits zu Göttern der Menschen auf. Diese setzten sie neben ihren guten Gott, neben ihre Götter und taten auch nach deren Verlangen. Durch denselben Verkehr wurde aber auch der böse Geist höllischer Finsternis, der Satan, zum alleinigen „Gott“ erhoben von diesem Volke, welches zum Zeugnis und zur Erkenntnis seiner Zugehörigkeit zu ihm das schamlose Zeichen der Beschneidung von ihm angenommen hat und, im Bunde mit ihm gegen alle Völker und Nationen der Erde stehend, an Leib und Seele so gezeichnet ist, daß es nirgends verkannt werden kann.

Zwar hat sich der böse Geist höllischer Finsternis durch seine jenseitigen und irdischen Knechte auch anderen Nationen und Völkern oft schon als Gott aufgedrängt, hat ihnen die gleichen oder ähnlichen Offenbarungen durch Propheten seines Trachtens zu geben gesucht und von ihnen dieselben Blutopfer an Mensch und Tier wie von diesem gezeichneten Volke verlangt. Doch mußte er sich bei allen jenen Völkern, die ihn auch als ihren Gott anerkannt haben, mit der Stelle eines bösen Gottes zufrieden geben, dem nur deshalb geopfert wurde, um seiner Rachsucht zu entgehen.

Viele gute Wesen des Jenseits wie auch die Reinen Meines Reiches haben den Völkern und Nationen durch ihre Propheten stets die Wahrheit des ewigen Lebens offenbart und sind von diesen zu „Göttern“ erhoben worden, weil die Völker in ihnen das wahre Leben sahen; das aber ist stets gegen den Willen der Offenbarer geschehen. Dagegen haben aber finstere Seelen des Jenseits als willige Knechte des Geistes höllischer Finsternis kein wahres Leben, sondern allein Verderbnis, Tod und Vernichtung der lebendigen Seele verkündet, Opfer verlangt und durch Drohungen der furchtbarsten Rache zu erzwingen gesucht; und wer in den tiefsten Pfuhl eines solchen boden- und uferlosen Sumpfes geistiger Verkommenheit und Verworfenheit Einblick nehmen will, der lese die Schrift dieses gezeichneten Volkes!

Denn diese Schrift ist es, die den bösen Geist höllischer Finsternis zu einem „alleinigen wahren Gott“ erhebt und diesen Satan „dreimal heilig“ preist, weil er nicht das wahre ewige Leben, nicht die Wahrheit, Güte, Liebe, Erbarmung, Vergebung, Gerechtigkeit und Selbstaufopferung, sondern die Grube, der Tod, die Lüge, Bosheit, der Haß, die Rache, Ungerechtigkeit, Verdammnis, Verderbnis und Vernichtung ist, dafür aber seinen gezeichneten Auserwählten alle Güter und alle Dinge dieser Welt auf Kosten der nicht Auserwählten und nicht Gezeichneten verheißt.

Um der Menschheit den Ausblick und den Einblick in die Vergangenheit abzusperren, gibt er durch prophetische Menschen dieses Volkes Offenbarungen, die andere Völker längst zuvor schon durch die Seinen kannten und die sie nur zum allerkleinsten Teile annahmen, das meiste davon verwarfen, weil es gegen ihr besseres Wissen sprach.

Seine Offenbarungen widersprechen der allereinfachsten Vernunft gerade so wie der höchsten Erkenntnis; denn seine Angaben über die Erschaffung dieser Welt sind gerade so finster wie die Finsternis, mit der er beginnt und in der er über den Wassern schwebt.

Er gibt an, das Licht geschaffen zu haben, daß er es von der Finsternis getrennt habe; was für ein Licht er aber geschaffen hat, das zeigt der Geist des Buchstabens der Schrift seiner Offenbarungen unverkennbar; denn eine tiefere Finsternis als die seines Geistes gibt es nicht!

Was an dieser seiner Offenbarung Wahres ist, ist seine Scheidung des Lichtes von der Finsternis; denn er, der diese einst schuf, mußte von dem Lichte scheiden, und als Vater der Lüge konnte er im Reiche der ewigen Wahrheit nicht bestehen. Deshalb spricht er in seinen solchen Offenbarungen wohl berechnend nicht vom Lichte und der Finsternis des Geistes, sondern vom Lichte des irdischen Tages und von der Finsternis der irdischen Nacht, bevor er noch an die Schaffung der Sonne, des Mondes und der Sterne geht.

Er gibt an, am sechsten Tage seines Schaffens Menschen gemacht zu haben, Mann und Weib; will sie gesegnet und aufgefordert haben, fruchtbar zu sein, sich zu mehren und die Erde zu füllen. Nachdem er aber, durch alle diese Werke müde, am siebenten Tage ausgeruht hatte, will er ein Paradies geschaffen und dort seinen ersten Auserwählten eingesetzt haben. Diesen will er aus Lehm gemacht und ihm seinen eigenen Odem in die Nase geblasen haben, wodurch der Erdenkloß erst zu einer lebendigen Seele ward. Dann will er aus der Rippe dieses zu einem lebendigen Menschen gewordenen Lehmmannes das Weib gebaut und ihr – ungleich dem zuvor geschaffenen Menschen – keinen lebendigen Odem, also keine lebendige Seele eingehaucht haben.

Die Folge davon ist, daß nur der gezeichnete Beschnittene eine lebendige Seele zu sein glaubt, das Weib des eigenen Volkes aber, gleich allen Menschen aller anderen Nationen und Völker, für seelenlose Tiere hält, die allein seiner Erhaltung und seines Wohlergehens wegen da seien.

Damit er aber also denke und also glaube, deshalb verbietet ihm so ein Gott unter Todesdrohungen die Erkenntnis des Guten und des Bösen. Weil der erkenntnisfähige Geist eines jeglichen Menschen das, was gut und was böse ist, schon an und in sich trotz aller gegenteiligen Gebote und Verbote auch gegen seinen eigenen Willen wohl erkennen muß, verflucht so ein „Gott“ nicht nur alles, was den Menschen zu dieser Erkenntnis dienlich ist, sondern auch noch den Acker und alles, was er zur Erhaltung seines irdischen Lebens notwendig hat.

Er offenbart dem Menschen in teuflischer Lüge, daß er als aus Erde wieder Erde würde, verschweigt ihm in satanischer Schadenfreude die Wahrheit des ewigen Lebens und er stellt, damit er auch weiter verhindere, daß der Mensch den Weg zum Baume des ewigen Lebens suche und ihn finde, seine Teufel, die er Cherubim nennt, mit Flammenschwertern auf, um den Weg zum Baume des ewigen Lebens zu sperren.

Das ist der Geist des Gottes dieses gezeichneten Volkes, und weil die Menschen den wahren Weg zum Baume des ewigen Lebens derzeit nicht finden können, ist der Baum des ewigen Lebens Selbst unter sie gekommen. Denn trotz des Satans und seiner Cherubim bin Ich da, Der Ich allein die ewige Wahrheit, das wahre Licht, das wahre ewige Leben und der Weg zu diesem Leben in Meinem Reiche bin.

Lasset euch auch niemals von der Schulweisheit, der Gelehrsamkeit und von dem augenblicklichen Wissen derer täuschen, die, als Menschen großen Geistes gepriesen, viel reden, dicke Rollen und Bücher über alle Dinge schreiben und selbst so tun, als würde alle Erkenntnis und alles Können allein der Größe ihres Geistes gegeben. Sie sind insgesamt arme Toren, die in falschem Glauben an die eigene Größe alles berechnen, an den Zahlen von Maß und Gewicht, Menge und Form alles ergründen wollen und, in unendliche Fernen schweifend, dem Naheliegendsten absichtlich ausweichen, weil sie sich selbst unendlich ferne stehen.

Von diesen Menschen aber habt ihr am wenigsten zu fürchten, außer sie setzen der Wahrheit, die ihr verkünden werdet, Spott entgegen. Von dem Wahne der eigenen Durchgeistigtheit durchdrungen, werden diese armen Narren euch Narren heißen, und, so sie nicht bei alledem boshaft sind, euch auch wegen eurer vermeintlichen Geistesarmut bemitleiden. Tritt euch aber ein solcher armer Narr entgegen, boshaft euch seine Schulweisheit, Gelehrsamkeit, Berechnungen und Erkenntnisse vorhaltend, dann fordert ihn auf, euch zu sagen, wieso, weshalb, warum, zu welchem Zwecke diese Welt da ist, von wo alle die Wesen lebendigen Geistes her sind, von wo der Geist und das Leben hergekommen sind und ohne Unterlaß weiter herkommen?

Fraget, warum, weshalb, zu welchem Zwecke alles Lebendige einmal da durchgeht, wo es hinkommt, welchem Ziele es entgegengeht? Und so er betroffen schweigt und nicht zugibt, es nicht zu wissen, dann saget ihr ihm alles das Woher, Weshalb, Wieso, Warum, dann saget ihm die Ursache alles dessen und führet ihm alle die Folgen vor Augen; denn wie die Ursache die Folgen zeitigt, so bestätigen diese ihrerseits die Ursache untrüglich.

Die Grundursache aller Folgen ist das Sein alles dessen, was ist. Dieses aber zeitigt seinerseits Ursachen, deren Folgen zu immer neuen Ursachen werden, die ihrerseits weitere Folgen zeitigen, welche alle im Sein alles dessen, was ist, begründet sind und die Tatsache bestätigen, daß allein das Sein keine Ursache hat. Denn wie es ist und sein wird, war es auch und hat aus dem einfachen Grunde weder Anfang noch Ende, weil es ist, ruhend in seinem Sein, welches keinen Anfang hat, und allein nur dieses Sein ist natürlich.

Diese Welt, so wie sie ist, war nicht, und sie ist unnatürlich, wie alles das, was als Gewächs des Feldes, des Waldes, was als Tier und als Mensch irdisch da ist oder auch noch da sein wird, um einmal durch das Reich der Erde dieser Welt zu gehen und sich da auszuwirken. Was der erkenntnisfähige Geist des Menschen überirdisch, übersinnlich und übernatürlich nennt, gerade das ist natürlich, das heißt im ewigen Sein seiner selbst ruhend. Allein die Unnatürlichkeit des Irdischen und dieser Welt führt viele zu der irrigen Annahme, daß sie so, wie sie sind, natürlich seien, und indem sie in allem, was sie für natürlich halten, ein immerwährendes Werden und Vergehen sehen, wähnen diese Menschen, daß auch sie hier erst geworden seien und hier auch vergehen.

Derzeit umfaßt dieser Wahn nur wenige einzelne, und derzeit werdet ihr unter den euch bekannten Völkern wenig Gelegenheit finden, solche Wahnvorstellungen in der Wahrheit aufzuklären. So ihr aber einstens wiedermals Mich, Mein wahres Wesen, Meinen Geist und Mein Wort aus dem Lichte Meines Reiches durch das Jenseits den Menschen, und zwar durch einen Propheten, verkünden werdet, von dem Ich euch gesagt habe, daß er kommen werde, wird zu jener Zeit dieser Wahn des Werdens und Vergehens, der Wahn des Todes durch das irdische Absterben des irdischen Leibes so groß sein, daß nur wenige einzelne in der Erkenntnis der Wahrheit des ewigen Lebens da sein werden.

Gibt es jetzt nur einzelne, die alles, was da ist, nur nach Maß, Gewicht und Menge berechnen und es vermittels Zahlen durchdringen wollen, wird es zu jener Zeit große Scharen Menschen geben, die, des Wissens untereinander streitig, für eines desto größeren Geistes gehalten werden, je mehr sie einander kleinliche, niemandem nützende, ja selbst kindische, lächerliche Annahmen vorlegen; diese, an Zahlen und Worten überreich, sollen einen Sinn ergeben, über den die Schöpfer selbst keine klare Auskunft geben werden können, weil sie etwas schaffen werden, was ihrem Wollen nach sinnreich sein soll, im Grunde genommen aber – weil niemandem auch nur ein Jota nützend – sinnlose Spielereien sein werden.

Menschen großen Geistes, die jedem Dinge dieser Welt in das Innerste schauen, um es sich selbst und mit Worten irdischer Sprachen auch anderen erklären zu können, gibt es unzählige. Und ihr wisset, für wie weise sie sich selbst halten und dafür auch gehalten werden, so sie von den Dingen, mehr und anders als die anderen bis dahin getan, sprechen, lehren und schreiben.

ICH aber sage euch, daß das wirkliche Wissen aller dieser großgeistigen Menschen, trotz seiner scheinbaren Entwicklung, Entfaltung und Vervollkommnung stets unter den Bergen seiner Anhäufung auf einem und demselben Punkte so lange begraben bleibt, solange solche Menschen alles andere, nur nicht vorerst sich selbst zu durchdringen und sich selbst zu erforschen trachten werden, solange sie nicht erkennen, wer und was sie selbst sind, woher sie kommen, weshalb und zu welchem Zwecke sie da sind und welchem Ziele sie zustreben sollen.

Wohl kann die Kraft des erkenntnisfähigen Geistes selbst das durcdringen und erforschen, was dieser Geist als Mensch nicht mit Worten einer irdischen Sprache den anderen erklären kann, weil es selbst im Irdischen Dinge gibt, die kraft der Gefühle der Seele wahrgenommen, erkannt und durchdrungen, eben in Gefühlen gipfeln, die in Worten der Sprache nicht ausgedrückt und nicht erklärt werden können, und doch gehen gerade die großgeistigen Menschen dieser Erkenntnis gerne aus dem Wege.

Der erkenntnisfähige Geist des Menschen kann alles durchdringen und erforschen, so er vorerst sich selbst zu durchschauen trachtet, so er vorerst sich selbst erforscht, und so er vorerst sich selbst den anderen zu erklären weiß. Stellt er aber das seelisch-geistig-lebendige Ich, stellt er die lebendige Seele, deren untrennbares Eigen der Geist von Ewigkeit ist, beiseite und sucht er Dinge zu erforschen, die auf derselben Grundlage ihres ewigen Seins aufgebaut und – wie er selbst – lebendig sind, ohne daß er dem Seelischen und Geistigen ihres Wesens nachforscht und dieses zu durchdringen sucht, sucht er falsch; und will er mit einer solchen seiner seelisch-geistigen Einstellung Dinge durchdringen und erforschen, denen keinerlei seelisch-geistig-lebendige, sondern durch die wechselseitige Wirkung bloße Bewegungskräfte eigen sind, sucht er falsch. Er geht irre und entfernt sich von der wahren Erkenntnis desto mehr, je mehr er diese Dinge durchdrungen zu haben glaubt, und je besser er es versteht, sie und ihre Kräfte sich dienstbar zu machen.

Die Folge ist die gleiche wie die Folge aller Irrwege: Sucht der erkenntnisfähige Geist alle Dinge sonst, nicht aber vorerst sich selbst zu ergründen, durchdringt er weder das wahre Wesen der Dinge, noch das wahre Wesen seiner selbst; er bleibt trotz seines sonstigen noch so großen Wissens nur einseitig wissend, muß schließlich sich selbst allen Dingen dieser Welt gleichstellen, und, weil er das Werden und Vergehen aller Dinge des Irdischen sieht, glaubt er in seinem Unwissen ganz falsch auch an das eigene Vergehen.

Statt zur Erkenntnis der Wahrheit des ewigen Lebens gelangt er zum finsteren Aberglauben des ewigen Todes, und lebendig in dieser Finsternis der Lüge gefangen, trachtet er erst gar nicht darnach, sich zum Lichte der ewigen Wahrheit zu erheben. Daß dem jetzt schon so ist, sehet und höret ihr an der Weisheit vieler, die großen Geistes zu sein glauben und die gläubig dafür auch gehalten werden.

ICH aber sage euch, daß es damit noch unendlich ärger werden wird, und daß Menschen eines großen Geistes einem Scherben mehr Augenmerk zuwenden werden, als sich selbst, von dem Wahn beseelt, der Scherben könne ihnen das Sein aller Dinge und auch ihr eigenes Dasein erklären.

Wie aber der böse Geist höllischer Finsternis gerade diesen Glauben an den ewigen Tod zu erhärten, fest zu verankern, auszubauen und zu verbreiten sucht, dafür gibt gerade die Schrift dieses beschnittenen Volkes ein Zeugnis, welches zur Erkenntnis neben Meinem Worte dableiben soll.

Kein Buchstabe soll dieser Schrift genommen werden; denn die Zeit wird kommen, daß der erkenntnisfähige Geist der Menschen, die guten Willens sind, kraft eurer Weisungen den Geist dieser Schrift und ihm nach auch das Wesen dieses Geistes richtig erkennen. Sie werden Vergleiche zwischen ihm und dem Geiste Meines Wortes und Meiner Werke ziehen und zu der Erkenntnis gelangen, daß allein Ich die ewige Wahrheit, allein Ich das wahre Licht des Geistes und allein Ich das wahre ewige Leben bin.

Er wird erkennen, daß hingegen das Wesen des Geistes der Hebräeschrift der Vater der Lüge, Bosheit, Rachsucht, Blutgier, Vernichtung, Finsternis des Geistes und Verfechter des Todes ist, den es nicht gibt, und den auch er trotz aller seiner Blut-, Rache- und Vernichtungsgier niemals herbeiführen können wird, weil Ich das wahre ewige Leben und der Vater alles Lebens bin, – auch des seinen!

Es lautet zwar die den Beschnittenen durch Propheten des bösen Geistes höllischer Finsternis gegebene Schrift in andere Sprachen übersetzt viel milder, als sie an sich ist; denn die Beschnittenen und ihre Rabbanen, vom ersten Ptolemäer und von Antiochus Epiphanes zum Übersetzen dieser Schrift in das Griechische gezwungen, suchten nach Worten, die das Niedrige des Ausdruckes der Grundschrift mindern und mildern mußten. Solcher Worte sind eine Unmenge gefunden und auch hinterlistig verwendet worden. Doch aber ist und bleibt der Geist des Ganzen nach wie vor der gleiche und derselbe Geist der Lüge, Bosheit, Heimtücke, Blut-, Rache- und Vernichtungsgier, der gleiche und derselbe Satansgeist in aller Zukunft!

Auf diese Wahrheit weist ohne Furcht und Zagen und ohne Pause hin, wie ich ohne Unterlaß sie allen predige; diese Wahrheit tragt überall hin, so Ich in Mein Reich gegangen bin, und ihr selbst dann Meinen Namen, Meinen Geist und Mein Wort unter die Völker und Nationen tragen werdet.

Die Mächtigen und Oberen dieses gezeichneten Volkes werden euch schwer bedrängen, hassen und bis zur Vernichtung überall dort verfolgen, wo ihr hinkommt; denn vor euch werden Ihresgleichen bereits dort sein, und vor euch werden diese die Kunde eures Ankommens erhalten. Erstaunt werdet ihr vernehmen, daß Mein Name vielfach dort schon bekannt ist, wohin ihr ihn als die Ersten zu tragen meintet, und entsetzt werdet ihr darüber sein, was sie aus Meinem Wesen, Geiste und Worte machen, für wen sie Mich ausgeben und wie sie Mein Wort verkehren!

Und so ihr ihnen und dem Volke, mit dem die Gezeichneten dort gemeinsam leben, die Wahrheit über Mich, Der Ich allein die ewige Wahrheit bin, saget, werden sie euch vor fremde Statthalter, Könige, Fürsten und Richter schleppen, diesen Geld und Gut anbieten, euch heimtückisch böser Umtriebe gegen dortige Obrigkeiten und Einrichtungen anklagen und verleumden, als Anführer und Umstürzler, als Verbrecher und Lästerer des Hebräergottes wie auch der Götter des dortigen Volkes hinstellen; sie werden nicht eher ruhen, bis daß sie nicht nur euch alle, sondern auch viele von denen, die euch guten Willens und der Erkenntnis der Wahrheit voll nachfolgen werden, unter Foltern und Martern sterben sehen.

Ich sende euch wenige, weil Ich weiß, daß ihr jetzt trotz allem die Wahrheit Meines Wortes lehren, und dieses wie auch euer Zeugnis für eine Zeitlang und soweit genügt, daß Meine Menschwerdung, Meine Werke, dieses Mein euch gegebenes Abendmahl, Meine Leiden, Meine Auferstehung und Wiedereingehen in Mein Reich trotz allem Wüten des bösen Geistes höllischer Finsternis durch sein auserwähltes Volk der Menschheit, dieser Welt und dem Jenseits erhalten bleiben wird.

Und Ich sage euch nochmals, daß auch das Wenige für heute und für eine Zeitlang genügt, ja daß die Verfolgung in der Hinsicht sogar auch von guten Folgen sein wird, weil gerade das Treiben des bösen Geistes während der folgenden Zeitspanne großen Scharen erkenntnisfähigen und guten Willen aufbringenden Geistes zum Zeugnis und zur Erkenntnis dienen wird.

Ich sende euch wenige. Die Oberen und Mächtigen der Beschnittenen aber werden ganze Scharen aussenden; diese Gesandten und Bezahlten werden gleichfalls als Meine Apostel auftreten, sich gelegentlich auch für Seher, Beschwörer, Weissager und Propheten ausgeben und behaupten, daß durch sie „der weise Geist des Jenseits“ spreche.

Sie werden Versammlungen der Gemeinden an den Abenden zusammenrufen, den „Geist der Weisheit“ wie auch die Verstorbenen beschwören, sie werden Lügen über Mich und euch verkünden und solcherart sprechen: Ich sei vom Hebräergott gesandt worden, um ihn und seine Namen zu verherrlichen und zu bestätigen, auf daß alle Menschen in ihm – gleich den Juden – ihren Gott und Vater erkennen sollen, seine Satzungen halten, allein an seine durch Propheten gegebenen Offenbarungen glauben, ihm Blutopfer darbringen und Mich als den Mittler zwischen ihm und den Menschen betrachten. Viele dieser Knechte des Geistes höllischer Finsternis werden aber auch so tun und so sich gebärden, als würde Ich Selbst durch sie sprechen und alle die von ihnen heimtückisch erlogene Bosheit bestätigen.

Nach und nach werden sich die Maßgebenden des Hebräertums aller von euch und euren Mitarbeitern hergestellten Schriftstücke zu bemächtigen wissen, werden vieles davon ganz vernichten und den Rest dem Sinne des Tuns der von ihnen ausgesandten falschen Apostel, Propheten und Verkünder anpassen, damit auch diese von ihnen so heimtückisch entstellten, verfälschten und mit dem Geiste des Buchstabens ihrer Schrift durchsetzten Schriftstücke dasselbe bestätigen, was ihre bezahlten Afterapostel gegen Mich und euch verkünden werden.

Und da seitens dieser Knechte der Finsternis und Lästerer des heiligen Geistes der ewigen Wahrheit, die allein Ich bin, den Menschen „Offenbarungen“ in der Art und Weise vorgeführt und gegeben werden, wie sie Propheten allezeit geübt haben und wie sie in euren Essaiergemeinden geübt werden, werden selbst auch viele durch euch zur Erkenntnis der Wahrheit bereits gelangten Menschen wankend werden. Die sich immer mehr ihrer bemächtigenden Zweifel werden sie nach und nach auch den heimtückischen Lügen zugänglich machen und sie so verwirren, daß sie sich bald hierher, bald dorthin neigen werden.

Scharen werden Mein Wesen, Meinen Geist, Meinen Namen und Mein Wort von und durch euch annehmen. Bald aber werden größere, von den bezahlten und ausgesandten beschnittenen Afteraposteln des Hebräertums gewonnene Scharen den euren und euch feindlich gegenüberstehen und Zank, Streit und Hader, Gewalt und selbst Kampf um Meine Stellung gegenüber dem Hebräergott heraufbeschwören. Sie werden nicht eher ruhen, bis daß dieser böse Geist höllischer Finsternis über Mich gesetzt, und als „wahrer Gott“, dem auch Ich gehorsam sei, durchgesetzt sein wird, damit nicht das Licht der Wahrheit in dieser Welt leuchte, sondern eine noch größere Finsternis diese Welt beherrsche, als es bisher war.

Zu jener Zeit – und diese werden viele unter euch erleben – werden viele der Beschnittenen nach dem Vorbilde der Hebräerpriesterschaft den Gemeinden als Hirten, Bischöfe und Oberhirten obenan gesetzt, und hernach werden diese gewaltsam-offen das vollbringen, was versteckte Bosheit, Lüge, Hinterlist, Heuchelei und Heimtücke begonnen und bis dahin vollbracht hat.

Wie ich wird auch vieles von dem geschriebenen Geiste Meines Wortes sterben müssen. Doch seid getrost und nicht traurig, denn jeder gute Same muß, um vielfache und gute Frucht zu bringen, vorerst selbst scheinbar sterben; niemals aber ist er tot, weil Ich das ewige Leben bin, alles Lebende die Lebenskraft von Mir erhalten hat und weil das Leben eines jeglichen seelisch-geistig-lebendigen Wesens Meine Eigene Lebenskraft ist, kann auch das unscheinbarste und nichtigste Seelisch-Geistig-Lebendige in aller Zukunft der Ewigkeit weder verloren gehen, noch vernichtet und auf keine Art und Weise seiner Lebenskraft beraubt werden.

Kann aber selbst das unscheinbarste Wesen des Geistes die von Mir ihm einstens gegebene Lebenskraft auf keine Art und Weise jemals verlieren, nie mehr in aller Zukunft der Ewigkeit seines Lebens – welches Meine Lebenskraft ist – auf keine Art und Weise beraubt werden, wie, frage Ich euch, sollte jemals Mein Wort, welches Geist und Leben Meines Geistes und Lebens ist, vernichtet werden oder verloren gehen?

Kraft Meines Wesens und Geistes bin Ich die ewige Wahrheit, und Mein Wort bleibt trotz allen Wütens des bösen Geistes und seiner Knechte schon in und durch euch als lebendiger Same des Zeugnisses zur wahren Erkenntnis da; und wird das von euch Geschriebene noch so heimtückisch und boshaft beraubt und entstellt werden, werdet ihr es zur gegebenen Zeit wiedermals aus Meinem Reiche durch das Jenseits und durch den Propheten, den Ich euch zu senden versprochen habe, verkündigen, der kommen wird!

Der Himmel und die Erde dieser Welt werden vergehen. Mein Wort aber ist ewiglich, weil es Geist und Leben von Meinem Geiste und Leben ist!

Es haben schon einige unter euch und selbst auch jene, die nach ihrem Sterben Mein Reich schauen und doch auch unter euch zugegen sind, gar vieles über die Erwartung Meiner Ankunft, Meiner Menschwerdung und über das hiebei Geschehene aufgeschrieben. Es werden Johannes und Matthäus Mein Wort und so manche von euch mit noch anderen, die euch in der Erkenntnis der ewigen Wahrheit nachfolgen werden, gar vieles, was ihr sehet, höret und von Mir wisset, schreiben, um nicht allein durch das lebendige Wort, sondern auch auf diese Art und Weise Meinen Namen und Mich den Menschen zu bringen, ihnen Mein Wort zu geben und es zu erhalten.

Die Knechte des Geistes höllischer Finsternis werden alle diese eure Schreiben und Schriften gänzlich zu vernichten trachten. Weil es ihnen aber kraft eures Wirkens und kraft eurer Selbstaufopferung sehr schwer gemacht werden wird, werden sie das von euch Geschriebene nach und nach rauben, stehlen lassen, kaufen und große Teile verbrennen und vernichten; sie werden die Reste im Geiste Satans, der ihr Gott und Vater des Trachtens ihres Geistes ist, so entstellen, daß Ich, gleich ihnen, auch als ein Sohn eines solchen Geistes und Gottes, als einer ihres Volkes erscheine und Mein Wort eines Geistes sei, der sich in schwersten Widersprüchen selbst entgegen redet und sich selbst dadurch aufhebt.

Die Finsternis wird frohlocken, und ihre Knechte werden meinen, den lebendigen Samen Meines von euch geschriebenen Wortes zertreten und zerstampft zu haben, so daß es niemals mehr aufkeimen, aufgehen, wachsen, blühen und gute Frucht bringen können werde.

Und ihr Frohlocken wird den Gipfel zu jener Zeit erreichen, da es ihren Knechten gelingen wird, die Schrift der Hebräer Meinem von euch geschriebenen und von ihnen im Geiste ihres Gottes entstellten Worte voranzustellen, beiderlei Schriften heimtückisch-verlogen zu einer Schrift zu verflechten, um die Lüge über die Wahrheit und den alten Satan, den Seelen- und Menschenmörder vom Anfange an, den Lügner, der in Meiner Wahrheit nicht bestanden ist, Mir, der Ich allein die ewige Wahrheit bin, als den „wahren Gott“ und auch noch als Meinen „Vater“ obenan zu setzen!

Ihr habt gesehen und sehet auch jetzt, wie heimtückisch und teuflisch die Knechte des Geistes höllischer Finsternis gegen Mich und Mein Wort, ja selbst auch gegen Meine Werke sich wenden, wie sie Mich verleumden, Mir fluchen und blutige Rache schwören; und Ich sage euch, daß Ich nach dem Gesetze ihres Gottes und dessen Knechtes Mose schon geschätzt, gebannt, als verbannt und ihrem Herrn Jahweh Hochheiliges für ein qualvolles Opfersterben bestimmt bin und daß die Schätzungssumme von dreißig Silberlingen – da sie Mich als den Fremdling nach dem Gesetze nicht auf fünfzig schätzen dürfen – bereits wohl gezählt ist.

Es wird das geschehen, weswegen Ich in diese Welt gekommen bin, und Ich mahne euch, es ruhig geschehen zu lassen, weil Ich es Mir zum ewigen Zeugnis und allem erkenntnisfähigen Geiste zur wahren Erkenntnis Selbst festgesetzt habe – und euer Bemühen, es etwa doch gewaltsam hindern zu wollen, keine andere Folge haben würde als ein unnützes Blutvergießen, ohne das Furchtbare verhindern zu können.

Wähnet aber nicht, daß der böse Geist höllischer Finsternis und seine Knechte auf Erden deshalb schuldlos sein würden, weil Ich Mir alles Selbst festgesetzt habe und Ich gekommen bin, damit auch das geschehe. Würden diese nicht wissen, was Gut und Böse ist, könnten sie zwischen Wahrheit und Lüge nicht unterscheiden, und würden sie geistig taub und blind sein, wahrlich, sie hätten keine Schuld, und wäre dem so, hätte Ich nicht kommen müssen.

Weil sie aber ganz genau zwischen Gut und Böse unterscheiden, weil sie an sich selbst – wenn es sie trifft – wohl wissen, was wahr und was verlogen ist, weil sie Meine Werke kennen, Mein Wort hören und Ich ihnen immer wieder sage, und sie deshalb auch wissen, Wer Ich bin, sind sie sehend, wissen ganz genau, was sie tun – und desto größer ist ihre Schuld!

Was sie Mir tun, werden sie auch euch und dem von euch Geschriebenen tun, ja, ihr Haß, ihre Blut-, Rache- und Vernichtungsgier wird ärger noch auflodern, falls sie sehen werden, daß Ich trotz des Sterbens auferstanden bin und ihnen bewiesen haben werde, daß es für das Wesen lebendigen Geistes keinen Tod, sondern nur das Leben gibt, und daß das wahre ewige Leben Ich bin, wie Ich es auch ihnen wiederholt gesagt habe.

Sie werden aber auch weiter sehen müssen, daß Mein Geist und Mein Wort in euch lebendig ist, ihr in Meinem Geiste wirkt, Mich und Mein Wort unter die Menschen tragt, große Scharen durch euch Meinen Namen, Mich, Meinen Geist und Mein Wort annehmen und, Mich erkennend, wahrhaftig auch erst erkennen, wer der Hebräergott ist.

Wendet sich der teuflische Haß und die Rachegier der Knechte dieses Gottes jetzt allein gegen Mich, wird er sich auch gegen euch, gegen Mein von euch geschriebenes Wort und gegen die euch nachfolgenden Scharen wenden.

Ihr kommt zu Mir in Mein Reich, und das von euch Geschriebene, beraubt, durch boshaft eingeflochtene Widersprüche entstellt und der wahre Sinn des Restlichen heimtückisch dem Geiste aller Jehovapropheten und Jehovaknechte angepaßt, wird scheinbar auch mitsterben.

Ich aber sage euch: Wie Ich sterbe, aber auferstehen werde, so wird auch Mein durch euch geschriebenes Wort des Evangeliums durch Beraubung, Drosselung und Entstellung sterben, zur gegebenen Zeit aber so lebendig auferstehen, wie Ich Selbst! Ihr werdet Zeugen Meiner Auferstehung und Meines weiteren Wirkens unter euch sein, bis daß Ich in Mein Reich, von dannen Ich gekommen, wieder aufgestiegen bin, nachdem Ich von euch und von dieser Welt Abschied genommen habe.

Ihr werdet aber auch Zeugen der Auferstehung Meines von euch geschriebenen Evangeliums sein; denn durch euch und den Propheten, von dem Ich euch oft schon gesagt habe, daß er kommen werde, wird es seine Auferstehung feiern!

Alle Erkenntnis des Seelisch-Geistig-Lebendigen ist den Menschen seit dem Bestehen der Erde, dieser Welt und des Lebens in ihrem Reiche durch Propheten und durch den Verkehr mit reinen Geisteswesen Meines Reiches und dann auch des Jenseits gegeben worden; je demnach, welchen Geistes, Willens und Trachtens der Prophet und die seiner sich bedienenden Wesen des Jenseits waren oder sind, war oder ist auch ihre Erkenntnis. Großes und Gutes ist auf Erden durch den Verkehr der Propheten mit den reinen Wesen Meines Reiches aufgerichtet und aufgebaut worden, und große Scharen des durch das Jenseits dem Lichte Meines Reiches zustrebenden Geistes nahmen daran teil.

Währenddessen sind aber Scharen von Menschen in das Jenseits eingegangen, deren Trachten nicht nach dem Lichte Meines Reiches gerichtet war, und durch diese fand der böse Geist höllischer Finsternis mit den Seinen den Eingang hierher zu den Menschen – und indem er seine Wegweiser als Werkzeuge seines Willens benutzte, fand auch er durch sie „Propheten“, die bald viel Böses unter den Menschen stifteten und Greuel auf Greuel häuften.

Nirgends aber, bei keiner Nation und bei keinem Volke, konnte der böse Geist der Hölle mit den Seinen mehr erreichen, als daß er neben dem guten Gott und guten Göttern irgend eine Stelle als der böse Gott innehaben konnte, und die Seinen eine solche als böse Götter beziehen konnten.


Teil 16

Predigt an die Seinen - Vormittags - eine Fortsetzung

(Gründonnerstag, 6. April 783 d. R.)

Erst nach unzähligen Jahrtausenden hat er gefunden, was er so lang gesucht hat! Und welche Finsternis der Hölle der Verkehr seiner jenseitigen Knechte mit den Propheten und Erzvätern dieses seines gezeichneten Volkes auf die Erde gebracht hat, seht ihr nirgends deutlicher und klarer als an dem Buchstaben der Dokumente des Geistes der Hebräerschrift, wie auch an dem Glauben und an den Werken dieses Volkes selbst. Nicht daß die Menschen dieses Volkes anders als die eines anderen Volkes wären; denn daß es unter ihm auch gute Menschen wie überall gibt, sehet ihr an der Zahl der unter euch anwesenden Angehörigen dieses Volkes.

Doch macht aber der Geist, der die Oberen, Lehrer und Führer und durch sie das Volk beherrscht, es zu dem, was es in seiner Gesamtheit ist; der Geist macht es zu einem Volke, welches allen Völkern der Erde fremd ist und das selbst auch seinerseits alle anderen Nationen und Völker für „Fremdlinge“ hält. Denn der Geist des Wesens, welches die Väter und Propheten zu ihrem alleinigen Gott erhoben haben, kennzeichnet allein sie als sein „auserwähltes Volk“; er fordert und befiehlt unnachsichtlich, ihm alle anderen Völker und Fremdlinge und Feinde seines Geistes auszurotten, zu ermorden, zu berauben oder sie sich zumindest dienstbar zu machen.

Und sehet! So Weise und Große anderer Völker den Hebräeroberen die satanische Blut- und Rachegier des Jahweh vorhalten, halten ihnen diese sofort die „Schrift“ entgegen, auf den Buchstaben weisend: Du sollst nicht töten, nicht rauben, nicht stehlen! – Und wohl sprechen diese Weisen und Großen der anderen Völker die Wahrheit, so sie den Kopf schütteln und sprechen:

Diese kurze Weisung und dieses Gebot ist nicht der Geist Jahwehs, denn diese wenigen Worte widersprechen dem ganzen bluttriefenden Gesetz unendlich! Sie sind der denkbar krasseste Widerspruch all der übrigen blutrünstigen Satzungen und Gebote, – da, an dieser Stelle muß ein anderer Geist gesprochen und mitgewirkt haben.

Ihr wisset, daß es die Meinen waren, die sich ohne Unterlaß auch um die Knechte und Propheten Jahwehs bemüht haben, und das wenige Gute, das in der Satansschrift unter den Bergen blutrünstiger Rachegier zu finden ist, ist ihr Werk, dessen Licht aber von der tiefen Finsternis des Ganzen verschlungen wird.

War bisher alle und allerlei Erkenntnis des Seelisch-Geistig-Lebendigen der Menschheit nur durch Propheten gegeben und hat sich der alte Satan durch Propheten seines Geistes zum alleinigen Gott eines Volkes aufzuschwingen gewußt, war damit für Mich die festgesetzte Zeit gegeben, in der Ich Selbst zu kommen, Selbst Mensch zu werden, Selbst wesentlich-persönlich die Menschen Mich erkennen zu lehren und Mich Selbst aufzuopfern beschlossen habe, zum ewigen Zeugnis und zur Erkenntnis.

Ist den Menschen allerlei Erkenntnis von dem Lichte der Meinen bis zur tiefsten Finsternis der Hölle stets nur durch Propheten offenbart worden, sollten sie nun Den auf Erden sehen, hören und erkennen, Der allein die ewige Wahrheit, Der allein das wahre ewige Leben, und Der allein das wahre Licht ist – Christus! Ich Selbst bin gekommen, Ich Selbst offenbare Mich euch und dieser Welt, damit sie an der Kraft des Wesens Meines Geistes, an dem Geiste Meines Wortes und an Meinen Werken Gott erkenne, Wer und wie Ich in der Wahrheit bin, daß sie wisse, daß allein Ich die ewige Wahrheit bin, – und sie sich, so sie guten Willens ist, nicht mehr und von niemandem irreführen lasse.

Wird die Bosheit der Knechte des Geistes höllischer Finsternis, nachdem Ich in Mein ReIch gegangen sein werde, nach und nach euch alle beseitigen, Mein von euch geschriebenes Wort berauben und entstellen, den alten Satan über MIch setzen und ihn als den wahren Gott anbeten, damit niemand zur Erkenntnis der Wahrheit gelange und weder MIch, noch den alten Satan wahrhaft erkenne, werde Ich und Mein Wort nach einer Zeitspanne des ärgsten Wütens und noch ärgerer Greuel finsterer Satansknechte wiedermals der Menschheit durch Propheten offenbart werden; und diejenigen, die Mich zu jener Zeit aufs neue offenbaren werden, seid ihr!

Eine längere Zeitspanne wird bis dahin verlaufen, doch ist euch diese ein Augenblick der Ewigkeit – und so der „Menschensohn“, den Ich euch als den brauchbaren Propheten versprochen habe, in diese Welt kommen wird, wird es euch scheinen, als wäre alles das bisherige Geschehen erst gestern gewesen. Doch seid ihr vorerst da auf Erden mit Mir und ihr werdet vorerst, nachdem Ich in Mein Reich gegangen sein werde, eure selbst freudig übernommene Aufgabe als Menschen auf Erden erfüllen.

Wie Ich, sollt auch ihr ohne Unterlaß gerade auf den Geist der Hebräeschrift hinweisen und den Geist des Buchstabens dieser Dokumente höllischer Finsternis, so wie Ich, den Menschen erklären, denn nirgends sonst hat der alte Satan seine verlogene Bosheit, seinen Blutdurst, seine Rachegier, Vernichtungswut, seine teuflischen Gelüste und die Finsternis seines Geistes so offenkundig-rückhaltslos, so deutlich und so schamlos offenbart wie durch den Buchstaben der Dokumente dieser Hebräerschrift.

Wird er und seine finsteren Knechte euch wie Mich verfolgen, denket in schwerer Bedrängnis daran, was er und sie Mir getan haben und was sie Mir ohne Unterlaß dadurch weiter tun, so sie euch und alle, die euch nachfolgen werden, weiter verfolgen. Doch aber werde Ich euch die Kraft geben, alles freudig zu erdulden, denn überall werde Ich mit und bei euch sein.

Nicht um die Hingabe eures irdischen Lebens wird euch bangen, sondern weil ihr der langsamen Zerstörung und dem teilweisen Sterben des von euch geschriebenen Evangeliums zusehen und zuhören werdet müssen, ohne es abwenden zu können, das wird eure größte Qual sein.

Schon jetzt sind einige unter euch da, die sich fragen:

Ja, kann denn das geschehen, kann denn das so werden? Warum verhinderst Du es nicht, Herr, Der Du alles, was Du willst, doch vermagst?

Euch, die ihr so denket, sage Ich: Nein! Ich kann es nicht verhindern. Mein Wille ist in der Wahrheit begründet, und weil der ewigen Wahrheit gerade die Gewalt am meisten ferne steht, kann Ich keinen erkenntnisfähigen Geist gewaltsam an der Auswirkung seines eigenen freien Willens hindern. Ich müßte ihm seinen freien Willen gewaltsam nehmen und würde durch eine solche Gewalttätigkeit ärger, als er ist!

Wohl kann ein Mensch den andern oder andere an der Ausübung einer bösen Tat, gegen ihn oder gegen seinen Nächsten gewaltsam hindern, indem er sie abzuwehren oder abzuschwächen trachtet; immer wird er aber allein die Kraft des irdischen Wesens der Tat abwehren, niemals aber den Willen, der die Tat verwirklichen soll und der auch dann bleibt, so die Tat nicht zustande kommen konnte.

Inwieweit eine solche gewaltsame Abwehr notwendig ist, oder gar gugeheißen werden kann, entscheidet unfehlbar die Stimme des eigenen, zwischen Gut und Böse unterscheidenden Gewissens. Versetzt sIch der Angreifende in die Lage des Angegriffenen und umgekehrt, und messen sie eine solche Versetzung nach dem einem jeglichen erkenntnisfähigen Geiste eigenen Verlangen, daß ihm nIchts Böses geschehe, dehnen sie diesen ihren Wunsch auch auf alle ihre Nächsten aus, da mögen sie sich an ihre Brust klopfen und ehrlIch und offen sagen: Was du nIcht willst, daß dir geschehe, das tue auch keinem andern! Und mißt das Gute und das Böse jeder an sIch selbst, weiß er auch ganz genau, inwieweit er durch eine gewaltsame Abwehr Gutes oder Böses getan hat.

Es sollte und müßte alles das Böse nicht sein. Weil aber die Welt des Reiches dieser Erde das Spiegelbild des Himmels so gut wie das Spiegelbild der Hölle ist, je nachdem, wie es die hier ein Mal durchgehenden Scharen erkenntnis-fähigen Geistes zu dem einen oder dem anderen Spiegelbild zu gestalten trachten, ist das Gute und das Böse da, und mit ihm gehen Ärgernis, Gewalt und Kampf einher.

Doch nochmals sage Ich euch: Wehe dem, der das Ärgernis großzieht, Gewalt übt und den Kampf zu entfachen sucht, um andere zu erniedrigen und sIch selbst zu erhöhen, andere zu berauben und sich selbst zu bereichern! Dies alles ist ein böses Übel, dem sIch der einzelne so hingibt wie ganze Völker und Nationen, die der Erkenntnis der ewigen Wahrheit ferne stehen.

Bei alledem handelt es sIch aber stets um irdische Güter, Macht, Herrlichkeit und Ansehen, und da vermag die Bosheit und die Heimtücke der Gewalttätigkeit Großes zu erringen, um es stets wieder an eine größere Gewalttätigkeit, Heimtücke und Bosheit über kurz oder lang abtreten zu müssen; denn so wünscht es der böse Geist höllischer Finsternis, damit die Bosheit, Heimtücke und Gewalttätigkeit immer neue Nahrung habe und seine Blutgier gelegentlIch auch durch die Blutopfer der „Schlachtfelder“ stille.

So verhält es sIch beim Irdischen. In Dingen des rein Seelisch-Geistigen, in Dingen der Erkenntnis, ist es ganz anders: denn da vermag die Gewalt gar nIchts, weil da der eigene Wille maßgebend ist und bleibt; und ist der Wille nicht gut, ist er jeglIcher besseren Erkenntnis abgeneigt, und rIchtet da die Güte, Liebe, Erbarmung, Vergebung nIchts aus, macht es Gewaltanwendung jeglIcher Art nur desto ärger!

Dann sprach Gott der Herr:

Die Großen und Mächtigen dieser Welt herrschen über die Völker und gebieten ihnen auch mit Gewalt. So aber soll und darf es unter euch nicht sein, denn Ich sende euch nIcht, daß ihr herrschet und gebietet, sondern daß ihr die Menschen zur wahren Gott- und Selbsterkenntnis so führet, wie Ich euch zur wahren Erkenntnis Meiner geführt habe!

Gleichwie Ich nicht gekommen bin, um Mir dienen zu lassen, sondern daß Ich allen diene und auch dieses Mein Leben da auf Erden hingebe zum ewigen Zeugnis, zur wahren Erkenntnis Meiner und zum Heile des wahren ewigen Lebens für viele, also sollt auch ihr euch nicht dienen lassen, sondern einander und allen dienen! Wer unter euch wahrhaft groß sein will, der sei aller Diener - und wer unter euch wahrhaft der Erste sein will, der sei aller Knecht!

Wahrlich sage Ich euch: Was ihr auf Erden Mir binden werdet, in Meinem Namen und in Meinem Geiste, das wird dem Himmelreiche gebunden sein zum wahren ewigen Leben; die Menschen aber Mir, Meinem Reiche und dem wahren ewigen Leben wahrhaft binden, werdet ihr nur dann können, so ihr selbst ihnen das lebendige Beispiel der Wahrheit, Güte, Liebe, Erbarmung, Vergebung, Gerechtigkeit und Selbstaufopferung seid. Wer sich dann selbst von euch löst, der löst sich auch von Mir und von Meinem Reiche und trägt seine eigene Schuld.

In der wahren Erkenntnis Meiner habt ihr die wahre Gotterkenntnis; im Wissen eures eigenen ewigen Seins als Seele und Geist mit dem von und aus Mir empfangenen Leben habt ihr die wahre Selbsterkenntnis durch Mein Wort, und in alledem habt ihr den Schlüssel des Himmelreiches und des wahren ewigen Lebens.

Dieser Schlüssel öffnet Mein Reich allen, die guten Willens ihn von euch annehmen und mitnehmen auf den Weg zu Mir! Und derselbe Schlüssel versperrt vor ihnen die Pforten der Hölle, ja er läßt sie den Weg dorthin gar nicht betreten!

Mit diesem Schlüssel ist Mein Reich nun allen geöffnet worden, die nach Erkenntnis der ewigen Wahrheit dürsten; und mit demselben Schlüssel ist nun auch der Pfuhl aller finsteren Geheimnisse, aller finsteren Geheimnistuerei in Lügen, aufgetan und an das Licht der ewigen Wahrheit gebracht.

In diesem Schlüssel liegt der Fels, auf dem ihr Meine Gemeinde da auf Erden bauen werdet, und diesen Fels wird die Hölle niemals überwältigen, denn dieser Fels heißt: Die ewige Wahrheit! Darum aber hat die Hölle ihre Pforten aufgetan und alle ihre Einwohner herausgespien, um dieses Schlüssels habhaft zu werden, ihn unauffindbar zu verstecken und statt seiner Schlüssel da anzubringen, die den aufgetanen Pfuhl aller finsteren Geheimnisse wieder verschließen.

Mit der Hilfe großer Scharen ihrer irdischen Knechte wird es der Hölle gelingen, den Pfuhl ihrer finsteren Geheimnisse wieder zu verschließen und ihren Lügen durch finstere Geheimnistuerei ein noch größeres Feld zu schaffen als bisher. Weil sie aber samt allen ihren finsteren Knechten und Sklaven das Geschehen dieser Zeit – Mein Dasein – nicht ungeschehen machen und über Mich, Mein Wort und Meine Werke, aber auch nicht über euch hinwegkommen wird können, wird sie auf dem Felsen des Schlüssels der wahren Gott- und Selbsterkenntnis auch Meinen Namen aushängen mit euren Namen; aber den Schlüssel der Erkenntnis der Wahrheit wird sie durch Schlüssel ihrer finsteren Geheimnisse ersetzen und Meine Gemeinde zu dem führen, von und vor dem alle zu retten, Ich in diese Welt gekommen bin.

Ich habe euch dasselbe in anderen Meinen Worten wiederholt schon gesagt und jedesmal erschrecket ihr aufs neue. Ich aber sage euch stets, daß auch das alles zum ewigen Zeugnis und unzähligen Scharen zur wahren Erkenntnis Meiner gereichen wird, so die Zeit kommt, daß auch das alles den Menschen offenbart wird von euch selbst, die ihr längst zuvor schon in Meinem Reiche wohnen und von dort aus durch das Jenseits Mich auf Erden wiedermals verkünden werdet in der Wahrheit, die allein Ich ewiglich bin, da Ich euch zu jener Zeit den Menschen senden werde, der euch hören, eueren Weisungen folgen werde, und durch den ihr Mich den Menschen verkündigen werdet.

Alle Menschen also, die ihr Mir auf Erden in Meinem Namen und in Meinem Geiste binden werdet, indem ihr sie zur wahren Erkenntnis Meiner und zur wahren Selbsterkenntnis bringet durch Mein Wort, sind Mir, Meinem Reiche und dem wahren ewigen Leben gebunden. Mir aber in Meinem Geiste gebunden, sind sie gelöst von dem, der sie einstens schon durch seine Großsprechereien und Lügen betört hat und dessenwegen sie aus Meinem Reiche gegangen sind.

Die Zeit ist da, daß Ich dieses Mein irdisches Leben hingeben, es aber diesem Meinem irdischen Leibe und Blute wiedergeben, auferstehen und dann sieben irdische Wochen unter euch da weiter wirken werde. Niemand hat die Macht, Mir dieses Mein irdisches Leben zu nehmen, Ich Selbst gebe es zum ewigen Zeugnis und zur wahren Erkenntnis Meiner allem guten Willen hin, denn allein Ich habe die Macht, es hinzugeben und es Mir wieder zu nehmen.

So Ich dann nicht mehr in diesem Meinem Leibe unter euch bin, bin Ich doch mit und unter euch. Denn wahrlich sage Ich euch, und dessen seid in aller Zukunft eingedenk:

Wo immer einer Mich ruft, wo immer zwei, drei, mehrere und noch so viele in Meinem Namen und in Meinem Geiste versammelt sind, bin Ich mitten unter ihnen!

In Meiner Gemeinde und in Versammlungen, die in Meinem Namen und in Meinem Geiste gehalten werden, und wo Mein Wort in den Seelen der Menschen wahrhaft lebendig ist, dort ist auch der wahre Friede – Mein Friede! Und wer den Frieden Meiner Gemeinde und Versammlungen stört, die in Meinem Namen und in Meinem Geiste gehalten werden und Ich mitten unter ihnen bin, der stört auch Meinen Frieden und Mein Friede ist nicht in ihm!

Des weiteren sprach Gott der Herr über Wesen, Kraft und Zweck jener neuen Welt des Jenseits, die bis zur Zeit Seiner Menschwerdung nicht dagewesen ist. Solange Er auf Erden wirke, bleibt diese Gemeinsame Welt bestehen, bis Er Seine Sich Selbst gesetzte Aufgabe vollbracht habe und erklärte dazu:

Durch jene Gemeinsame Welt des Jenseits komme Ich wieder und werde in diesem Meinem Leibe auferstehen, dem kein Tropfen dieses Meines Blutes mehr eigen sein wird. Dieses Mein Blut wird vergossen und bis auf das allergeringste Teilchen in sein himmlisches Grundwesen verklärt werden, während Ich in der Verklärung noch am Kreuze erhöht hängen werde, damit das Kreuz die Erhöhung und die Kraft habe durch Mich, zum ewigen Heile aller, denen das Kreuz zur wahren Erkenntnis Meiner gereichen wird und die guten Willens im Zeichen des Kreuzes die Kraft finden, die dem Kreuz durch Mich ewiges Eigen bleibt.

Hat das irdische Leben der von Mir dieser Welt gesandten wahren Propheten zeitlich und örtlich unter allen Völkern der Erde viel Gutes und Wahres gestiftet und unzählige Menschen zum zeitlichen und ewigen Heile gereicht, soll dieser Welt und dem Jenseits Mein Kommen, Mein eigenes Wort, Mein Sterben und Mein Kreuz unendlich mehr bringen. Auch wird diese Welt und das Jenseits durch Mein Sterben und durch Mein Kreuz mehr empfangen, als sie durch Meine Werke da empfangen hat.

Ich habe hier zwar Unzählige von ihren irdisch-leiblichen schweren Gebrechen und Leiden befreit und sie geheilt; eine ganze Anzahl von vor Tagen bereits Verstorbenen in ihren irdischen Leib zurückgerufen und viele andere von der Bedrängnis finsterer und irrender Seelen des Jenseits durch Mein bloßes Nahekommen befreit. Davon aber und daran hat die Welt nichts; denn viele der Geheilten hatten und haben leider selbst nichts anderes davon, als daß sie sich der Gesundheit ihres Leibes freuten und gegangen sind, vielfach – wie ihr selbst wisset – um die Gesundheit im Irdischen gründlich gegen Mein Wort auszunützen. Denn sie sind nicht gekommen oder auch nicht zu Mir gebracht worden, um Mein Wort zu hören und den Geist Meines Wortes anzunehmen, sondern eben nur deshalb, um auf Erden leiblich gesund zu werden.

Die leiblich gesunden Menschen wähnen und betrachten es als selbstverständlich, daß sie einen gesunden Leib auf Erden haben, weil sie nicht wissen, was Außerirdisches um sie wirkt und welche überirdische Hilfe ihnen ohne Unterlaß zuteil wird. Es kann aber das böse Trachten der Finsternis auf Erden nicht gewaltsam, nicht gewalttätig und nicht vollkommen unterbunden werden; denn wie sonst würde da ein jeglicher Mensch auch das Böse erfahren und erkennen, würde er es, gleich dem Guten, nicht persönlich-wesentlich an sich selbst fühlend erleben?

Daß die Menschen alles das sie selbst berührende Gute selbstverständlich finden, ist zwar nicht so selbstverständlich, doch aber jenen verständlich, die es wissen, daß sie Äonen von Zeiten hindurch in Meinem Reiche gelebt haben, wo allein das Gute herrscht, wo allein das Gute geübt wird und deshalb dort auch selbstverständlich ist.

Dieses unbewußte Gefühl der Selbstverständlichkeit alles Guten bringt jede Menschenseele mit in diese Welt und dieses Gefühl wird erst richtig lebendig, sobald das Böse an den Menschen herantritt. Dann aber gibt kein Mensch, der doch – bis auf vereinzelte Ausnahmen – durch die einstige Abwendung von Mir und das eigen- und mutwillige Verlassen Meines Reiches das ihm begegnende Böse selbst schafft oder mitschafft, die Schuld sich selbst oder jenen seiner Mitmenschen, die das Böse im Kleinen oder im Großen schaffen und die wahren Katastrophen über ganze Völker bringen.

Der Mensch gibt auch äußerst selten den finsteren Mächten des bösen Geistes höllischer Finsternis die Schuld, sondern er macht für alles das Böse Gott verantwortlich, indem er zumindest fragt, wie Gott es zulassen könne? Das Unwissen sucht die Schuld an allem Bösen überall sonst, nur dort nicht, wo sie steckt und wo sie herkommt. Und weil das Böse kommt, zweifelt dieses Unwissen an Gottes Güte und an Gott Selbst.

Leset die Hebräerschrift, und ohne daß Ich erst ihren Geist und Sinn erklären müßte, werdet ihr selbst darin finden, wer die Menschheit mit der schwersten seelisch-geistigen, aber auch mit allerlei irdisch-leiblicher Pestilenz, Aussatz, Geschwüren und Gebrechen schlägt, wer ihr verlogen mit dem ewigen Tode der finsteren Grube droht und sie glauben machen will, sie sei Erde und würde wieder sonst nichts als Erde werden.

Höret, was Ich euch über Leben und Tod sage: Sterben und Tod ist ein unendliches Zweierlei; denn der Tod existiert genau so nicht, wie das Nichts nicht existiert. Der „Tod“ ist nichts als eine heimtückische Erfindung und eine Lüge des bösen Geistes höllischer Finsternis, um mit ihr seine Drohungen gegenüber den Unwissenden und Irrenden oder Boshaften – wie er selbst – wirksam zu machen. Das Sterben aber ist nichts anderes als das Eingehen in eine andere Welt.

Aber auch das Leben und das Bewußtsein ist ein großes Zweierlei. Wesentlich in der Kraft ist beides da; allein das Bewußtsein kann von Ohnmacht und Bewußtlosigkeit eine kürzere oder längere Zeit, selbst auch Zeiten hindurch, verdrängt werden, niemals aber das Leben als solches selbst, weil es, des Geistes und dessen seelischen Leibes untrennbares Eigen, die Kraft Meiner eigenen Lebenskraft ist; es kann deshalb niemals mehr weder abgelegt, noch verloren, weder irgendwie eingebüßt, noch vernichtet werden, weil Ich das wahre ewige Leben bin.

Bin Ich da, ist das Reich Gottes, Mein Reich, zu euch gekommen, durch Mich und durch jene neu erschaffene Welt des Jenseits, die seit den Tagen Meiner Menschwerdung besteht und mit dem Tage, da Ich wieder in Mein Reich gegangen sein werde, ihrer Kräfte entkleidet werden wird. Sie wird dann immer wieder für kleine Zeitspannen von einigen irdischen Tagen gebildet und mit Kräften ausgestattet werden, die den Menschenseelen aller Welten des Jenseits die Gelegenheit bieten, sich in ihr für diese kurze Zeitspanne gegenseitig zu finden, zu sehen, zu hören, zu sprechen und – soweit sie guten Willens sind – zur wahren Erkenntnis Meiner selbst auch Mich zu schauen und zu hören die Möglichkeit finden.

Nun Ich da bin unter euch, werde Ich nach dem Vollbrachten und nach Meinem Sterben durch jene Welt gehen, und da Ich durch sie bis an die Pforten der Hölle gegangen sein werde, werde Ich wiederkommen und werde auferstehen in diesem Meinem Leibe, der blutleer sein wird. Darin, in diesem Leibe, werde Ich noch sieben Wochen bei euch sein, werde euch alles des von Mir Gesagten nochmals erinnern, dann aber von euch, die ihr die Meinen seid, und auch von dieser Welt Abschied nehmen, um wieder in Mein Reich zu gehen, von dannen Ich gekommen bin.

Wie Mein Blut zuvor schon bei Meinem Sterben am Kreuze, werde Ich auch Meinen Leib bei Meinem Abschied von euch und von dieser Welt, in seine himmlischen Grundwerte verklärt, euch und der Welt dalassen als wahres Brot und als wahren Wein des Himmels. Sie dienen zu Speise und Trank jeder lebendigen Seele erkenntnisfähigen Geistes guten Willens, die auch durch eure Arbeit und durch eure Selbstaufopferung Mich lebendig erkennen, Mein Wirken, Mein Leiden und Meine Selbstaufopferung lebendig erfühlen und, also wahrhaft sehend, wissend und fühlend in wahrer Selbst- und Gotterkenntnis, an Mich glauben und Mein Wort zu ihrem eigenen ewigen Heile bestätigen wird.

Selig seid ihr, so ihr selbst sehet, höret, fühlet, erkennet und so ihr also selbst wisset und glaubet! Nehmet aber jetzt schon Maßstab an dem guten Willen und an der Seligkeit jener Kommenden, die Mich nicht wie ihr sehen und hören werden können, Mich aber doch wahrhaft erkennen, wahrhaft erfühlen und, Mein Wort gleich euch bestätigend, im wahren Wissen an Mich glauben werden, zum wahren, ewigen Leben!

Was aber jene sich selbst bereiten, und was jene erwartet, die gleich euch Mein Wort gehört, viele Meiner Werke gesehen und allein schon daran erkennen müssen, daß Ich trotz dieser Menschengestalt nicht von dieser Welt bin, was Ich ihnen nicht nur immer wieder gesagt, sondern eben durch Meine Werke, die allein Gott tun kann und die Meine Werke sind, auch bewiesen habe, das wisset ihr, die ihr auch darüber wohl unterrichtet seid.

Doch aber liegt alles das in dem freien Willen eines jeglichen erkenntnisfähigen Geistes selbst; und weil eine jede Seele erkenntnisfähigen Geistes in ihres eigenen Geistes freiem Willen den maßgebenden, entscheidenden Faktor hat, kann gerade die ewige Allmacht an diesem freien Willen des erkenntnisfähigen Geistes nicht mit Gewalt rütteln und ihn schon aus dem einfachsten aller Gründe gar niemals gewalttätig zwingen wollen, weil sie die Allmacht der unwandelbar-unveränderlichen gleichen ewigen Wahrheit, Güte, Liebe, Erbarmung, Vergebung, Gerechtigkeit und Selbstaufopferung ist.

Dann sprach der Herr unter anderem:

Die Erde des Alls dieser Welt ist deshalb so geschaffen worden, daß jede Seele erkenntnisfähigen Geistes, die sich einstens von Mir abgewendet und Mein für sie geschaffenes Reich eigenwillig und mutwillig, ja selbst auch böswillig verlassen hat, ein Mal als Mensch da durchgehend, das Gute und Böse an aller ihrer Umgebung und an sich selbst erkennen muß. Macht nun die Bosheit, Verlogenheit, Selbstsucht, Herrschsucht und der Größenwahn einzelner Unmenschen, teuflische Religionen, Kulte der Priesterschaften des Satans und andere Einrichtungen das irdische Leben ganzer Völker und Nationen zu einer Hölle, soll und wird niemand in der Zukunft der Ewigkeit sagen können, daß Gott die Erde für den Menschen geschaffen hat, daß Er Selbst aber wohlweislich ihr ausgewichen sei.

Darum bin Ich gekommen, darum bin Ich da und Ich lasse, wie seit Meiner Ankunft bisher, auch weiter das Ängste sich gegen Mich zum zeitlichen und ewigen Zeugnis auswüten, daß alles das Mir und euch wie auch allen denjenigen, die durch euch von Mir wissen und an Mich glauben werden in wahrer Erkenntnis Meiner, nichts anhaben kann.

Ich werde leiden, morgen auch schon sterben, das heißt, diesen Meinen Leib verlassen, dann den Scharen der Gemeinsamen Welt des Jenseits und denen der lichtlosesten Welten predigen – am dritten Tage früh aber wieder kommen, von Meinem dagelassenen blutleeren Leibe Besitz nehmen, in ihm auferstehen, weiter sieben irdische Wochen unter euch sein, weiter wirken und am fünfzigsten Tage nach Meiner Auferstehung in Mein Reich eingehen, um euch am achten Tage darauf Meinen Geist zu senden, den ihr sehen werdet im Lichte Meiner Kraft!

Das sage Ich euch, damit ihr die Ruhe Meines Friedens lebendig in euch selbst erfühlet, Meinen Frieden lebendig in euch selbst erhaltet - und nichts unbesonnen unternehmet, was euch nur Schaden bringen und an dem, was geschehen wird, nichts ändern würde; in demselben Sinne und Geiste wirket aber auch auf diejenigen Meinen, die da nicht zugegen sind und die ihre Hände unbesonnen für Mich zu erheben bereit wären, denn das würde zu unnützem und zwecklosem Blutvergießen führen.

Ich gebe der Hölle und ihrem Auswurf ein Zeugnis ihrer und seiner Bosheit, wie es niemand anderer geben kann, und die Hölle mit ihrem Auswurf bestätigt Mein Zeugnis, indem sie und ihr Auswurf ihre und seine teuflische Bosheit an Mir auswüten läßt, wie es an niemandem anderen möglich ist, weil niemand anderer Der ist, Der Ich bin und sie deshalb auch niemand so empfinden kann.

Als der Herr davon gesprochen hatte, da sprach Er weiter zu den um Ihn versammelten Seinen im Hause des Arathama:

Entsetzt euch nicht und seid deshalb nicht traurig; denn auch das wird zum Zeugnis dienen, so die Zeit kommt; es wird Meinem Worte und eurem Wirken in Meinem Namen und Geiste so ergehen, wie es einem jeden guten Samen ergeht, der, um vielfache und gute Frucht zu bringen, scheinbar selbst erst sterben muß.

Die Bosheit der Hölle und ihres Auswurfes wird zwar alles tun, um das Geschehen dieser Zeit – und das sage Ich euch, daß es das größte Geschehen aller Zeiten der Ewigkeit ist – ungeschehen und vergessen zu machen, es im Sumpf ihrer eigenen Niedertracht und Verworfenheit zu ersticken; und es wird ihr soweit gelingen, daß sie darüber schadenfroh und höhnisch frohlocken wird, aber – der Erfolg wird doch nur ein halber sein, denn Mich und euch, Mein und euer Dasein, Wirken und Kampf wird sie weder ungeschehen noch vergessen machen können.

Durch eure Arbeit und Werktätigkeit, durch euren Kampf und eure Selbstaufopferung wird der Menschheit das Wissen von Meiner Menschwerdung, von Meinem und eurem Wirken und Werken, von Meinem Sterben und von Meiner Auferstehung, von Meiner Himmelfahrt und von der Sendung Meines Geistes an euch, sichtbar im Lichte Meiner Kraft, bleiben! Und das wird genügen, daß Mich die Menschen so erkennen werden, wie ihr Mich erkannt habt und wie ihr Mich erkennt – so die Zeit kommt.

Wahre Propheten aller Zeiten und aller Völker haben seinerzeit Meine künftige Menschwerdung immer wieder vorausgesagt. Ihre Voraussagen sind den nachkommenden Geschlechtern überliefert und nach Zeiten von dem einen oder anderen Propheten wieder verkündet worden.

Die Priesterschaften vieler Völker der Erde, des Erwartens der Menschwerdung Gottes ungeduldig und sich einen Gewinn versprechend, haben aus so manchem der wahren, nicht wenige aber auch aus so manchem falschen und finsteren Propheten „menschgewordene Götter“ gemacht und damit große Gewinne und Reichtümer dieser Welt erworben. Sehet euch die Tempel und Priesterschaften der Völker an, betrachtet ihre Religionen und Kulte, ihre Handlungen und Werktätigkeit – und ihr werdet erkennen, daß sie nichts sonst als ein einziges, das Unwissen, den Aberglauben und die Furcht der Menschen gierig ausnützendes, sehr einträgliches Gewerbe ist.

Der alte Satan, dessen Menschenhaß, Blutdurst und Rachegier unstillbar, grenzen- und namenlos sind, will den Menschen als unzerstörbare und unvernichtbare, einmal durch das Reich der Erde dieser Welt gehende Dreieinheit Seele-Geist-Leben nicht kennen, und darum offenbart er in seiner teuflischen Verlogenheit und Tücke, daß er den Menschen aus Lehm geknetet und ihm den „lebendigen Odem“ in die Lehmnase geblasen habe, damit der Lehmklotz ein lebendiges Wesen sei.

Diesem „lebendigen Wesen“ gibt er als das erste und oberste Gebot – unter Todesdrohungen – das Verbot der Erkenntnis des Guten und des Bösen, und da es ausgeschlossen ist, daß der Mensch hier auf Erden das Gute und das Böse nicht erkenne, verflucht er die Erde, die Arbeit und sucht ihm den Weg zum wahren ewigen Leben zu sperren, damit er ihm zur Beute falle.

Der Mensch erkennt an allen seinen seelischen Regungen, an seinem seelischen Leid und Schmerz, an seiner Freude, an seinem seelischen Frieden, daß er eine Seele hat – eine Seele ist! Er erkennt an der eigenen geistigen Tätigkeit wie auch an dem geistigen Schaffen seiner Mitmenschen, daß er einen Geist hat, daß der Geist nicht die Seele ist, weil er an sich selbst feststellen kann und feststellt, wie oft und gelegentlich auch wie schwer der Wille des Geistes den Gefühlen der Seele und umgekehrt diese dem Willen des Geistes widersprechen, was den „inneren Kampf“ mit sich selbst auslöst. Der Mensch erkennt sich selbst als Seele-Geist-Leben!

Der Hebräergott aber will von alledem nichts wissen und er schleudert dem Menschen den Fluch zu:

„Du bist nichts als Lehm, Erde und Staub und wirst wieder nichts sonst als Lehm, Erde und Staub werden!“

Blutgierig und blutrünstig wie der alte Satan schon einmal ist, verkündet und fordert er satzungsgemäß – nach dem Gesetze der Hölle:„Das Blut ist die Seele, die Seele ist das Blut, und Ich habe es euch gegeben, daß ihr damit auf eurem Altare Versöhnung erwirket; denn mir ist das Blut die Versöhnung!“

So der Hebräergott, die Hebräerschrift, die jüdische Priesterschaft und demnach auch die Juden selbst, die, soweit sie von ihrer Seele und ihrem Weiterleben nach ihrem Absterben des irdischen Leibes sprechen und daran glauben, dieses von anderen Völkern übernommen haben, wider das Gesetz des Hebräergottes und die Hebräerschrift.

Die Überlieferungen der Voraussagen der wahren Propheten von der einstigen Menschwerdung Gottes haben sich bis in diese Zeit erhalten und zur Folge gehabt, daß sich Menschen in vielen Ländern zusammenfanden, denen „vom Geist zum Geiste durch den Geist“ der Kinder Meines Reiches verkündet ward, daß die Zeit der Menschwerdung Gottes nahe sei und sie sich darauf vorbereiten sollen in einer Ihm wohlgefälligen Werktätigkeit.

So entstanden die Gemeinden der Asamjas in Arjavartha und Arya, die Aschai dieser Lande, die Asaeji in Ägypten und Äthiopien, die Esaioi der Griechen, die Chasadochi in Skythien und Sarmatien, die Amschai Honovers der Perser, die Alfadurburi und Woluspari der Germanen, die Asideianimi der Römer und andere, die, wie ihr als ihre Nachkommen wisset, weit und breit voneinander wußten und die alle mitsammen durch Boten und Sendlinge in Verbindung standen.

Sie arbeiteten für den eigenen Lebensunterhalt, betrieben keinerlei Geschäfte zwecks eigener Bereicherung, pflegten Kranke, Verunglückte, Verwundete, lernten Arzneien kennen und richtig anwenden, reichten allen schuldlos Hilfsbedürftigen das Notwendige, speisten Hungernde, nahmen Obdachlose auf – kurz gesagt, sie waren, ohne Mich zu kennen und ohne Mein Wort gehört zu haben, Meinem Namen, Geiste und Worte nach werktätig. Kam ihnen in ihren Zusammenkünften einmal irgendwo die Weissagung, daß die Menschwerdung Gottes nahe sei, war das ihr größter Festtag.

Wegen ihrer Kenntnis der Arzneien und Krankenpflege, wie auch ihrer uneigennützigen und aufopferungsvollen Hilfsbereitschaft wurde ihnen fast überall ein Wohlwollen von Arm und Reich, ja auch von der Obrigkeit der meisten Länder entgegengebracht. Allein die Juden waren ihre Feinde und das ganz besonders, als auch einige Juden in der Zeit des Jochanan Hyrkan die „fremde Sache“ zu der ihren machten und die Werktätigkeit der griechischen Esaioi, der syrischen Aschai und der ägyptischen Asaeji nachahmten, Glieder warben, und, sich Eschaier, Eschäer und auch Eschener nennend, bekannt wurden.

Bereiteten sich alle die anderen Aschai, Esaioi, Asaeji und ihresgleichen auf die Menschwerdung Gottes vor, erwarteten dagegen die jüdischen Eschaier einen jüdischen Maschiach, Messias, Erlöser, Heiland, der die Verheißungen des Hebräergottes verwirklichen und alle Völker der Erde unter die Herrschaft der Juden zwingen sollte. Das war einer der großen Unterschiede zwischen den Aschai aus den Völkern und den jüdischen Eschaiern.

Man schloß diese jüdischen Eschaier von Tempel und Proseuche aus und verfolgte die anderen in den Judenlanden schwer, bis der erste Herodes den Verfolgungen ein Ende machte, um sie dann auf seinem Krankenlager selbst wieder unerhört hart anzuordnen, da er sich in seinem finsteren Aberglauben von den Juden einreden ließ, die Aschai-Eschaier hätten ihm die Todeskrankheit als „Totenbefrager“ angezaubert.

Die meisten römischen Asideianimi mit den griechischen Esaioi, ägyptischen Asaeji und den anderen ihresgleichen gab es zur Zeit des Marius in vielen Städten Italiens wie in Rom selbst und sie erfreuten sich des allgemeinen Wohlwollens.

Als aber im Römerjahre 667 die große Pest aus Mauretanien nach Italien gebracht wurde, immer mehr Opfer hinraffte und die italischen Pontifices, Priester, Haruspices und selbst die Auguren, vom Volke bestürmt, weder Rat noch Abhilfe wußten, streuten einige von ihnen – auch auf Rat der Juden – unter das sie bestürmende Volk die Mär aus, daß es möglicherweise die Asideianimi sein könnten, die „durch ihren Verkehr mit den Toten“ die Pest aus den Gräbern heraufbeschworen hätten, bezeugt dadurch, daß sie die Erkrankten pflegen, selbst aber nicht erkranken. Das genügte, um einen Sturm gegen die Unschuldigen zu entfachen, dem einige zum Opfer fielen. Aber Marius, Pompejus, Strabo, Sulla und andere Große des Landes machten dem dadurch ein Ende, daß sie ausnahmslos alle die so unvernünftig Verdächtigten gefangennehmen und auf die Ponza-Inseln bringen ließen, halb zur Sicherheit der Bedrohten, halb als Verbannte.

Dort, auf der Insel Pandeteria, sind einige Vorfahren und ein Elternteil von so manchem unter euch da geboren, wie Annunta, die Mutter Meiner lieben Mutter, deren Vorfahren wiederum aus Germanien kamen, oder wie Jasen, der Pflegevater Meiner lieben Mutter, die er als siebenjährige Waise vom Sterbelager ihrer lieben Mutter in sein Haus, zu seinen eigenen sechs zum Teil schon erwachsenen Kindern nahm und der dann auch Mein Pflegevater war. Rund zwanzig Jahre verbrachten die Gefangenen dort. Einige starben, eine Anzahl wurde von Seeräubern geraubt, meist nach Tyrus und Ptolemaïs gebracht und dort verkauft. Den Großteil jedoch ließ Pompejus während und nach dem Kriege gegen die Seeräuber und gegen Mithridates nach Syrien bringen, wo sein Legat Scaurus die Fähigsten von ihnen - an die zweihundert Mädchen, Frauen, Jünglinge und Männer als Kranken- und Verwundetenpfleger, Köche, Diener, Pferde- und Tierwärter für seine Legionen behielt, den weitaus größeren Teil aber mit unterwürfiger Zustimmung der jüdischen Hohepriester und Brüder Hyrkan und Aristobul in Galiläa ansiedeln ließ.

Das ist ungefähr hundert Jahre her. Zu jener Zeit machten die Juden kaum ein Viertel der Einwohner Galiläas aus, fühlten sich aber als die Herren des Landes und der neue Zuzug „ungläubiger Gojims“ stachelte ihren Haß gegen alles Fremde umso mehr auf, je besser dieses als das Ihre war.

Sie gaben – wie zuvor schon allen anderen – den Angekommenen jüdische Namen; nannten die Akkios Jakob, die Jubas Juda, die Simonides und Similius Schimon, die Johannes’ Jochan, die Jasens und Jasons Josche; so also auch gaben sie Meinem Pflegevater und Meiner Pflegemutter andere Namen. Und da sie wußten, woher die Angekommenen nach Galiläa gebracht worden waren, gaben sie ihnen den Sammelnamen: Panderi.

Ich habe die Voraussagen aller wahren Propheten aller Zeiten des irdischen Daseins der Menschen durch Mein Kommen und durch Meine Menschwerdung bestätigt und bin da, durch diejenige ein äußerlich euch gleichender Mensch geworden, die Ich in Ewigkeit dazu erwählt und Mir geheiligt habe.

Sie aber – Meine liebe irdische Mutter – sollte und mußte aus einem derjenigen Meiner Kinder hervorkommen, die auf Grund der mündlichen und schriftlichen Überlieferungen der Voraussagen wahrer Propheten Meine Menschwerdung erwarteten. Allen diesen waren aber gerade die „Panderi“ im Wissen und in der Werktätigkeit und im Kampfe wider alles Böse, wie auch im Erdulden schwerer Drangsale weit voraus. Die Eltern der seligen Mutter Meiner lieben Mutter waren auf Pandeteria gefangen. Dort wurde im Römerjahre 673 Annunta geboren und vier Jahre darauf auch Jasen, der spätere Pflegevater Meiner Mutter und dann auch Meiner Selbst.

Immer wieder habe Ich den Juden, die Mich so namenlos hassen, auf ihr Drängen und Geschrei: wer denn Mein Vater sei, wer Ich sei und von woher Ich komme, die Antwort gegeben: Ich bin die ewige Wahrheit, das wahre Licht, das wahre ewige Leben und der Anfang! Ich bin aus Meinem Himmlischen Reiche gekommen und bin Mein Eigener Vater; wer Mich sieht, der sieht Ihn und Den, Der Ihn gesandt hat; denn Ich Selbst bin gekommen und vollbringe da Meine eigene Sendung, die Ich durch Mein Wort und Meine Werke – und durch diese Mich Selbst bestätige!

Wie sie Mein Wort aufnahmen, wisset ihr alle. Indem sie Mir ihre und ihres Gottes furchtbare Rache schworen und teuflischste Flüche geiferten, konnten sie nicht genug Schimpfnamen für Mich finden, von welchen „Hundesohn“, „verfluchter unbeschnittener Samariter“, „Ägypter“, „Zauberer, der den Teufel hat“, „Mamzer“ und „Panderimamzer“ nicht die schlimmsten sind.

Und Ich sage euch, daß sie noch ärgere erfinden werden und Ärgeres noch, indem sie alles daransetzen werden, Meine Mutter, Mich Selbst und euch alle, die ihr die Meinen seid, der Nachwelt so hinzustellen, als würde Ich mit euch aus dem Hebräerjudentum hervorgegangen sein, als würde Ich Selbst ein jüdischer Meschiach, Messias, Heiland sein, der gesandt worden sei, den Hebräergott als „Seinen himmlischen Vater“ zu preisen, Sich ihm zum angenehmsten Blutopfer darzubringen – und alle Völker der Erde diesem alten Satan so zu unterwerfen, daß sie in Meinem Namen ihm dienen. Und nochmals sage Ich euch, daß sie dieses – und mehr noch mit ihren Knechten, Handlangern und Gesinnungsgenossen aus den Völkern auch durchsetzen werden!

Seid aber deshalb nicht so entsetzt und nicht so traurig, denn Ich sage euch: Haben wahre Propheten, die Ich jeweils dem einen oder anderen Volke der Erde gesandt habe, und die, von Kindern Meines Reiches unterrichtet, seinerzeit Meine Menschwerdung im voraus verkündet haben, hat deren letzter und größter, Jovian der Täufer, den die Juden Jochanan oder Juchan, und die anderen demnach Johannes nennen, verkünden können, daß Ich da bin!

Und also hat er verkündet: Gott die ewige Wahrheit ist in Christo dem Herrn da, und er sagte bei seinen Taufen:

Ich taufe mit Wasser, Er aber tauft mit Seinem heiligen Geiste!

Ich habe Johannes mit Meinem Geiste und mit Wasser getauft als den einzigen Menschen auf Erden, damit er Meinen Geist durch das gesprochene Wort der wahren Erkenntnis Meiner weitergebe und diejenigen, die in gleicher Erkenntnis Meiner Meinen Geist annehmen, zur Bekräftigung, Bestätigung und Bekenntnis dessen in Meinem Namen und Geiste mit Wasser taufe. Ich habe Meinen Geist und habe mit ihm Meinen Johannes getauft, damit in ihm durch die Kraft Meines Geistes die Erinnerung alles des in Ewigkeit Geschehenen lebendig werde und er sich Meiner voll und ganz erinnere. Dessen war allein er – als der größte aller jemals von Mir gesandten Propheten – fähig, und deshalb ist er der einzige Mensch, den Ich getauft habe auf Erden.


Teil 17

Predigt an die Seinen - Vormittags - eine Fortsetzung

(Gründonnerstag, 6. April 783 d. R.)

Allen anderen Menschen muß alles das in Ewigkeit Geschehene Meinem Worte nach und Mein Wort selbst gelehrt werden, damit sie Mich und sich selbst in der Wahrheit erkennen und wissen, aus welchen Gründen und Ursachen, woher, weshalb und zu welchem wahren Zwecke ein jeglicher einmal durch das Reich der Erde dieser Welt geht, wohin er hernach geht und welches das wahre Ziel sein soll und sein muß, will jemand wieder zu Mir in Mein Reich, zum wahren ewigen Leben eingehen.

Die werktätige Befolgung Meines Wortes dient dem zeitlichen und ewigen Wohle und Heile aller, die Mich im wahren Wissen von Mir annehmen und, ehrlich gewillt, Mein Wort werktätig zu befolgen, ihr Wissen von Mir, ihren Glauben an Mich und an sich selbst durch Annahme der Taufe bekräftigen, bekennen und besiegeln wollen.

ICH bringe den Menschen in dieser Welt keinen neuen, leeren, hohlen, verkehrten, in unerforschlichen und finsteren Geheimnissen aufgehenden, die Menschen in Furcht und Angst haltenden Glauben, sondern die Wahrheit und das wahre Wissen von Gott und ihnen selbst.

Sie sollen wissen, daß sie als Seele und Geist gleich Mir eines ewigen Seins sind, daß sie das Leben in der Ewigkeit an dem von Mir für sie geschaffenen Anfange, in der von Mir für sie geschaffenen Welt Meines himmlischen Reiches aus Meiner Eigenen ewigen Lebenskraft empfangen haben – und es in aller Zukunft der Ewigkeit niemals mehr und auf keine wie immer gedachte Art und Weise verlieren können.

Wohl kann die Dreieinheit Seele-Geist-Leben für Zeit und Zeiten das Bewußtsein des eigenen Seins und Lebens verlieren, niemals aber das Leben selbst, weil dieses vom Geiste so untrennbar ist, wie dieser von dem ihm ureigenen Wesen der Seele; und diese Untrennbarkeit mit der ureigenen sonstigen Beschaffenheit der Seele und des Geistes ist es, die das dreieinige Wesen unzerstörbar und unvernichtbar macht. Das sollen und müssen die Menschen wissen, wollen sie zur wahren Selbsterkenntnis gelangen, um durch diese auch zur wahren Erkenntnis Dessen, Wessen Lebenskraft ihnen eigen ist, durch die sie ewig leben, weil sie die ewige Kraft Meines Wesens und Geistes ist.

Sollen sie nun ihre wahre Gott- und Selbsterkenntnis, das Wissen von Mir, ihren Glauben an Mich und ihren guten Willen, Mein Wort werktätig zu befolgen, durch die Annahme der Taufe in Meinem Namen und Geiste bekennen und besiegeln, bin Ich ihnen auch darin vorangegangen; Ich habe von Meinem Johannes die Taufe verlangt und angenommen, um auch dadurch zu bestätigen, daß Ich nicht gekommen bin, zu fordern und zu befehlen, sondern allen, die guten Willens sind, zu dienen, sie durch die wahre Erkenntnis Meiner und ihrer selbst froh, friedlich, freudig und selig zu machen, zu ihrem eigenen zeitlichen und ewigen Heile.

Sie sollen wissen, daß Ich niemand prüfe, weil Ich eines jeglichen Menschen seelisch-geistige Einstellung, Willen und Trachten kenne, daß Ich niemanden in Versuchung führe, weil Ich die ewige Wahrheit, Güte und Liebe bin, die, unwandelbar-unveränderlich wie Ich Selbst, jeder Art einer Versuchung zum Unreinen, Schlechten, Verwerflichen und Bösen durchaus unfähig ist und ihr unendlich ferne steht. Sie sollen wissen, daß Ich niemand strafen und keine Rache nehmen kann, weil Ich die Erbarmung, Vergebung, Gerechtigkeit und Selbstaufopferung bin, Eigenschaften, die unwandelbar dieselben wie Ich Selbst unwandelbar bin, alles Gegenteilige absolut ausschließen, und weil ein jeglicher, der Böses tut, sich selbst richtet.

Daher kann Ich auch niemanden durch Drohungen und Flüche einzschüchtern, in Furcht, Angst und Entsetzen zu bringen suchen, um ihn Mir dadurch gefügig zu machen. Desgleichen kann Ich niemanden mit Krankheiten aller Art plagen, schlagen, quälen und verdammen; denn alles das, mit namenlosem Haß gegen alles Wahre, Gute, Schöne, Reine, Erhabene und Heilige verbunden, sind die seelisch-geistigen Eigenschaften des bösen Geistes höllischer Finsternis, Eigenschaften des alten Satans, der damit in seiner Hebräerschrift prahlt und in seiner so namenlosen wie grenzenlosen Blutgier unstillbar und unersättlich die Greuel der Blut-, Brand-, Gelübde- und Sühnopfer an Mensch und Tier satzungsgemäß fordert.

ICH prüfe nicht, sondern Ich lehre und stelle es dem freien Willen eines jeglichen Menschen vollkommen frei anheim, ob und wie er Mein Wort und Mich Selbst aufnehmen will. ICH führe nicht in Versuchung, sondern Ich lehre, woher, wodurch und durch wen, warum und weshalb die mannigfaltigen Versuchungen kommen, entstehen, und lehre auch das, wie, womit und wodurch der Mensch sie überwinden, von sich weisen und ihrer Herr werden kann – und Ich sage euch:

Der alte Satan, den die alten Hebräerjuden im dämonischen, finsteren Verkehre, der das unendliche Gegenteil der wahren Prophetie ist, zu ihrem „alleinigen Gott“ erhoben haben, wie er sie durch Bündnisse mit ihnen gegen alle anderen Menschen und Völker der Erde zu seinem auserwählten Volke erklärt hat, derselbe alte Satan wäre samt den Seinen machtlos, würden die ihm da verfallenen Menschen nicht nach seinen Gelüsten handeln und den anderen ihr irdisches Dasein zu einer Hölle machen.

Das alles und viel mehr den Menschen Selbst zu sagen, sie aus der Finsternis des Unwissens, des Irrtums, der erfundenen falschen und verkehrten Lehren über Gott, „Götter“ und sich selbst, sie aus der Verlogenheit, Bosheit und Tücke der „Offenbarung“ des HebräerGottes und der Hebräerschrift – dieser alles Wahre und selbst auch das Menschliche im Menschen tötenden, höllischen und die Lüge des ewigen Todes verbreitenden Pest – zu erretten, bin Ich gekommen! Sie zum Lichte der wahren Gott- und Selbsterkenntnis und durch diese zum Lichte des Lebens hinauf zu führen zu ihrem eigenen, zeitlichen und ewigen Heile, deshalb und deswegen bin Ich Selbst gekommen; und das ist Mein Erlösungswerk, dessen gute Frucht jedem zufällt, der es annimmt und sich werktätig daran beteiligt.

Der Täufer Johannes hat Meine Menschwerdung verkündet: Gott die ewige Wahrheit ist in Christo dem Herrn da!

ICH habe die Voraussagen seiner Vorgänger, wie durch ihn selbst bestätigt, und ihr werdet Meine Bestätigung unter die Völker tragen. Die Bosheit des Hebräergottes, der Hebräerschrift und der Juden wird es mit den teuflischesten Mitteln zu hindern und zu vernichten suchen, wird es aber nicht vernichten können. Indem sie dies erkennt, wird sie alles daran setzen, um aus dem großen Geschehen dieser Zeit, von dem Ich sage, daß es das größte Geschehen aller Zeiten der Ewigkeit ist, ein jüdisches Geschehen zu machen; sie wird dies zu dem Zwecke tun, Mich und euch alle der Umwelt und Nachwelt als Juden hinzustellen und Mich ihrem Vater, dem Hebräergott – dem alten Satan –, als „Gott, dem Vater“ unterzuordnen, was ihr mit der Zeit und mit Hilfe eigen- und geltungssüchtiger, verjudeter Handlanger aus den Völkern auch gelingen wird.

Meine frohe Botschaft, Mein Evangelium, welches zum Teile von Johannes dem Seher und Matthäus schon geschrieben ist und bald, nachdem Ich von der Erde und von euch Abschied genommen habe und in Mein Reich eingegangen sein werde, vollendet werden wird, wird in zahlreiche „Auch-Evangelien“ von den Juden in ihres Vaters, ihrer Schrift und in ihrem eigenen Sinne und Geiste verfälscht, Mein Wort darin verdreht und es wird Mir darin Jüdisches in den Mund gelegt werden. Dieses Mein Evangelium wird durch jüdische Erfindungen entstellt und mancher Hauptstücke beraubt werden, und so wird es auch den Schriften mit der Zeit ergehen, die ihr selbst den von euch Mir auf Erden gegründeten Gemeinden schreiben werdet.

In Meinem Namen werden die verjudeten und getauften Großen aus den Völkern dem Hebräergott allerorten Tempel bauen und weihen, werden für ihre Geltungssucht, ihren Größenwahn und ihre Herrschsucht immer hochtrabendere Titelnamen und Würden erfinden. Sie werden Mich und euch mit Namen nennen, die aber der Geltungssucht, dem Größenwahn und der Herrschsucht der Tempeloberen schließlich nur als Aushängeschild und Lockmittel dienen werden, die ihnen, dem Hebräer-Gott und dem Judentum guten Fang und große Beute sichern, den Menschen aber ihr irdisches Leben und Dasein zu einer Hölle machen wird, aus der es scheinbar kein Entrinnen gibt.

Viele Menschen werden sich dagegen empören, eigene Tempel unter eigenen Namen aufrichten, aber demselben Hebräergott dienen; viele andere werden sich von alledem lossagen, doch aber dadurch den Juden ganz in die Hände fallen, von ihnen gegen die ersteren gehetzt werden, und nun wird die Hölle auf Erden zwiefach vertreten sein, dem alten Satan zur Schadenfreude. Denn dadurch wird er Blut- und Brandopfer auch ohne Satzungen, Tempel und Altäre bekommen.

Menschen eines und desselben Volkes, derselben Sprache und desselben Blutes werden einander des Glaubens und des Unglaubens wegen, der Zugehörigkeit zu dem einen oder anderen Tempel, zu der einen oder anderen Anschauung, Verbindung und Partei wegen gegenseitig hassen, bis aufs Blut bekämpfen, zum Himmel und zur Hölle schreien, beten und fluchen, Gott, den sie nicht kennen und erkennen werden wollen, anrufen, ja, Ihn und sich selbst verwünschen; sie werden verzweifelt einander zurufen: Lasset uns zerreißen diese Fesseln und sie von uns werfen!

Der Hebräergott aber, der alte Satan lacht und spottet ihrer, wie in den jüdischen Psalmen geschrieben steht; denn er weiß, daß seine beschnittenen und nicht beschnittenen Anbeter und Knechte ihm dienen und seine den Menschen angelegten Fesseln gelegentlich und unter dem Zwang der Verhältnisse nur deshalb ein wenig lockern, um sie dann desto fester anzuziehen.

Alles das werdet ihr von Meinem Reiche aus mit ansehen, mit anhören, miterleben. Ihr werdet Mich fragen, aber Ich sage euch jetzt schon: Hat Johannes der Täufer nach von Mir empfangener Taufe sich alles Geschehens in der Ewigkeit erinnert, Mich erkannt und demnach verkündet, Gott, der allein wahre Gott, die ewige Wahrheit ist wesentlich-persönlich Selbst herniedergekommen, Er ist in Christ dem Herrn da! – werdet ihr Mich, Meinen Geist, Meinen Namen und Mein Wort also unter die Völker tragen, wo viele Mich annehmen werden.

Aber jüdische Verlogenheit, Bosheit und Tücke wird es so verderben und dahin bringen, wie Ich es euch sage; dagegen wird auch, so die Zeit kommt, ein Prophet kommen, den Ich den Menschen senden werde und durch den ihr Mich wiedermals auf Erden in der Wahrheit verkünden werdet, die allein Ich ewiglich bin! Hat der Täufer verkündet ‘Gott ist da!‘ – und Ich habe Mich und ihn vor euch und Abertausenden anderen durch Wort und Werke bestätigt – wird der erste wahre Prophet nach ihm verkünden: Gott war da in Christo dem Herrn!

Das sei jetzt euer Trost und Wissen, so ihr Meines Wesens, Namens und Wortes wegen Drangsale aller Art von den und durch die beschnittenen Auserwählten des Satans und der Hölle da erleiden werdet. Das wird euer Trost und Wissen sein, so ihr bei Mir in Meinem Reiche leben und schaffen werdet, und ihr werdet Freude haben an dem Menschen, den Ich einem großen Volke senden werde, so die Zeit kommt; denn willig wird er allen euren Weisungen folgen und er wird nicht aus sich selbst reden, sondern ihr durch ihn. Von euch, die ihr die Meinen seid, wird er nehmen und Mich wird er verherrlichen, in der Wahrheit!

Und so ihr fragen wollt, ob er denn Glauben finden werde, so sage Ich euch, daß er soviel Glauben auf Erden finden wird, wie Ich ihn da gefunden habe und wie ihr ihn da unter den Völkern nach Mir bald finden werdet! Denn die Völker sind keine Juden; unter diesen habe Ich in nur sehr vereinzelten einen Glauben geweckt. Denn die Finsternis der Lüge, einmal verwurzelt und Seele, Geist und Leib durchdringend, ist dem Lichte der Wahrheit unzugänglich.

Viele des Volkes aber, zu dem Ich den Menschen senden werde – so die Zeit kommt – werden um jene Zeit und zuvor schon den Hebräergott und die Hebräerschrift so weit aus eigenem erkannt haben, daß sie diese verwerfen werden, Mich und euch aber mit in der falschen Meinung, Ich und ihr wären aus dem Judentum hervorgegangen. Inwieweit sie den guten Willen zur Erkenntnis Meiner aufbringen werden, werdet ihr dann selbst sehen und selbst hören.

ICH sage euch heute schon, daß jenes Volk die Früchte der wahren Gott- und Selbsterkenntnis bringen wird – wohl nicht alsbald, mit der Zeit aber doch. Dem aber werden Drangsale vorangehen und es begleiten, desgleichen es auf Erden nie zuvor gegeben hat. Der böse Geist höllischer Finsternis wird durch seine beschnittenen irdischen Knechte gegen die Wahren, Armen und Gerechten wüten, die sich zur Wehr setzen, dem Wüten der Hölle gegen sie Einhalt gebieten und mit der Zeit sich alles dessen auch erwehren werden, worauf für sie eine bessere Zeit anbrechen wird.

In jenen Tagen wird dann das große Volk von euch durch den Menschen, den Ich ihm und euch senden werde, die Wahrheit über das größte Geschehen aller Zeiten der Ewigkeit in dieser Zeit erfahren: die Wahrheit über Mich, über euch und dadurch über das alles, was jüdische Tücke, Bosheit, Verlogenheit und jüdischer Haß gegen alles Wahre, Gute, Schöne, Reine, Erhabene und wahrhaft „Göttliche“ erst allein und dann mit Hilfe verjudeter, eigennütziger, geltungs- und herrschsüchtiger Menschen aus den Völkern aus Mir, aus euch, aus Meinem von euch geschriebenen Evangelium wie auch aus euren eigenen Schriften über Mich und Mein Wirken da auf Erden gemacht hat.

Dann werden viele Mich und euch in der Wahrheit erkennen, in der Ich da mit euch gewirkt habe und in der ihr, Mir nach, weiter da wirken werdet, bis Ich euch in Mein Reich aufnehmen werde. Viele werden Mich und euch in derselben Wahrheit aufnehmen, viele dagegen nicht! Denn sie werden hören und lesen, daß Ich von dem, was zu jener Zeit Meine Anordnung, Meine Stiftung, Meine Einrichtung, Mein Wille genannt werden wird, nichts desgleichen angeordnet, gestiftet, eingerichtet, aufgetragen und gewollt habe, desgleichen nichts haben will.

ICH verlange nämlich von einem jeglichen, der Mein sein und zum wahren, ewigen Leben in Mein Reich wieder gelangen will, nichts als einzig und allein jene Werktätigkeit, die dem zeitlichen und ewigen Wohle und Heile der Gemeinschaft, der Familie, der Freundschaft, der weiteren Umgebung, des Volkes und der Menschheit dient.

Dann werden viele ein Unbehagen empfinden, wenn sie weiter hören werden, daß Ich euch sende und gesandt habe, die Menschen Mich und das zu lehren, was Ich euch offenbart, gesagt und gelehrt habe, und, so sie Mich und Mein Wort annehmen, es werktätig befolgen und diesen ihren freien Entschluß mit dem Siegel der Taufe bekräftigen wollen, sie zu taufen

Im Namen, Gottes, Der da ist JESUS CHRISTUS,

im heiligen Geiste Seiner Wahrheit.

Es wird in vielen gerade Meine Forderung der Werktätigkeit in Meinem Namen und Geiste, wie Ich sie Selbst da zum Vorbilde und Zeugnis geübt habe, ein Unbehagen, wenn nicht etwa gar Widerwillen erzeugen, und sie werden sich abwenden, nichts mehr hören, lesen und wissen wollen, um die Ausrede in sich selbst zu nähren, sie wüßten es nicht.

Diejenigen aber, die in jener Zeit als die Oberen, Großen, Reichen, Hohen, Mächtigen, Angesehenen und allerlei hochtrabende Titel tragenden Vorsteher ihrer Tempel und ihrer Gläubigen hören und lesen werden, daß Ich nichts von alledem, das heißt keine neuen Tempel, keine neue Priesterschaft und damit ein neues und einträgliches Gewerbe da auf Erden zu stiften gekommen bin und nichts desgleichen gestiftet habe, da werden diese ein großes Geschrei erheben.

Sie werden hören und lesen, daß Ich vor allem nicht gekommen bin, um den Hebräergott und die Hebräerschrift als Muster und Vorbild der wahren Gott- und Selbsterkenntnis zu preisen und euch aufzutragen, daß ihr es lehrend und preisend den Völkern der Erde tückisch-heuchlerisch aufzwinget; Ich bin deshalb gekommen, um den Hebräergott mit seinen vielen Namen und Nichtnamen, als den alten Satan, Teufel, und Vater aller Lüge, den Sinn und Geist des Buchstabens der Dokumente der Hebräerschrift als den tiefsten seelischen Sumpf und die ärgste geistige Pest, als Auserwählte des Teufels und alles das samt und sonders als Auswurf tiefster Hölle zu kennzeichnen.

Da werden alle die beschnittenen und nicht beschnittenen, gesalbten und nicht gesalbten Diener, Knechte, Priester, Hohenpriester und Anbeter des Hebräergottes und der Hebräerschrift ein großes Geschrei gegen den gekommenen Propheten anstimmen; sie werden behaupten, daß es keine Prophetie seit den letzten jüdischen Propheten mehr gäbe, werden den Propheten und die Seinen verleumden und verfolgen, aber das Gegenteil wider ihn erreichen.

Mein von euch geschriebenes Evangelium wird in jener Zeit längst nicht mehr da sein, sondern eine ganze Anzahl jüdischer und im jüdischen Sinne und Geiste verdrehter, verdorbener und verfälschter „Auch-Evangelien“ und „Episteln“; doch aber wird selbst in diesen so viel des Wahren erhalten bleiben, daß ihr den Propheten und die Seinen darauf aufmerksam machen können werdet; auch das wird die jüdischen und verjudeten Gegner Meiner ewigen Wahrheit ihrer Verlogenheit, Heuchelei, Tücke und Bosheit überführen.

Durch den teuflischen Haß, die Blutgier und den Mord an Mir werden die Juden sich selbst ihrer Teufelsknechtschaft überführen. Das aber würde mit der Zeit im Gedächtnis der Menschen abflauen, und viele würden dann der Meinung sein, daß die Juden ihrer Zeit andere Juden wären als zur Zeit Meiner Menschwerdung und daß die kommenden Juden keinen Anteil an dem hätten, was ihre Vorgänger verbrochen haben. Das aber wäre ein schwerer Irrtum, da die zukünftigen Juden der anderen Zeit wegen wohl andere Juden als die dieser Zeit sein werden; da aber der aus der Hebräerschrift geschöpfte Geist des Hebräergottes ein und derselbe bleibt, werden auch die zukünftigen Juden an Seele, Geist und Leibe dieselben bleiben wie sie heute sind – und gibt es unter ihnen heute wie zukünftig vereinzelt wenige Ausnahmen, bestätigen diese das Große und Ganze desto mehr.

Die Seele und der Geist sind es, die des Menschen Antlitz gestalten, welches die seelisch-geistige Einstellung und Regungen widerspiegelt, selbst dann, wenn es irgendwie unschön oder auch durch Gewalt entstellt ist. Der irdische Leib ist das greifbare Abbild des seelischen Leibes und diesem nach aufgebaut, darum ein Produkt und irdisches Kleid der Seele, die ihrerseits mit dem ihr untrennbar ewiglich eigenen Geiste durch den sich da aufgebauten irdischen Leibesorganismus äußere Eindrücke empfängt, die eigenen Gefühle, den Willen des Geistes und die Einstellung beider wiederum dem Geiste mitteilt; dadurch geht dann die Einstellung der Seele und des Geistes auch in Fleisch und Blut des irdischen Leibes über, steckt darin und kann unter gegebenen Umständen teilweise wie auch zur Gänze auf das Leibliche der Nachkommen übergehen, das heißt, sie ist erblich; das übrige vollenden dann die Erziehung und die Lehren.

Der Umstand, daß die wenigen Juden vor der Zeit ihrer Rückkehr aus Babylonien und bald wieder – nach Esra und Nehemja – bis in diese Zeit nicht von Jüdinnen, sondern der weitaus überlegenen Mehrzahl nach von Mädchen und Frauen vieler anderer Völker der Erde abstammen, die wiederum neben einer Jüdin oder auch ohne eine solche fremde Mädchen und Frauen nahmen, müßte die Jahrhunderte hindurch der hebräisch-jüdische Typus längst schon in dem ihm Fremden aufgegangen sein.

Da dem aber nicht so ist, sondern da im Gegenteile das Fremde allermeist im jüdischen Typus aufgeht, ist dieses ein Zeugnis, wie übertragbar der Typus ist, der im Fleische und Blute in ihnen steckt. Auch darauf werden Menschen des großen Volkes kommen in jener Zukunft, die auch den Propheten bringen wird, durch den ihr Mich und Mein Wort, Mein Wahres Evangelium wiedermals den Menschen in der Wahrheit verkünden werdet..

Dann werden viele erkennen, daß dem teuflischesten Verbrechen, welches die Juden schon diese Nacht und des nächsten Tages an Mir und dann im Laufe der Zeit auch an euch begehen werden, ein noch teuflischeres mitgefolgt ist, indem sie Mich und euch als Juden hingestellt, Mein und euer Wort der Wahrheit beraubt, verdreht, verfälscht und Mir und euch den Hebräergott und die Hebräerschrift obenan gestellt haben.

Viele werden Mich dann erkennen und annehmen, viele dagegen nicht; diese werden teils ihre Schulweisheit, teils die „Ehrwürdigkeit des Althergebrachten“, teils die Größe des Wissens und Könnens ihrer Zeit wider Mich und euch ins Treffen führen. Sie werden einen Ausweg suchen, der an Mir und an euch vorbei zu dem großen „Unbekannten“ führt, werden sich aber trotz aller ihrer Einwände niemals über Mich und euch hinwegsetzen können, weil sie sich über sich selbst hinwegsetzen, das heißt, ihre eigene Seele, ihren eigenen Geist, ihr eigenes Leben und ihr eigenes Dasein samt allem ihrem Wissen und Können verleugnen müßten.

Ihr selbst werdet bald, nachdem Ich in Mein Reich gegangen sein werde, den Streit und Kampf um Meine Gottheit und Meine Menschheit gegen die Juden und ihre verjudeten Hörigen aus den Völkern erleben, ihn führen, und in der Erkenntnis der ewigen Wahrheit Meiner verharren bis an euer irdisches Ende, worin euch viele, viele nachfolgen werden.

Ginge es dem Trachten der Juden nach, würde der Nachwelt weder von Mir, noch von euch, weder von Meinem, noch von eurem Dasein, weder von Meinen, noch von euren Werken auch nur das Geringste erhalten bleiben dürfen. Sie würden gerne Mich und euch, Meinen und eure Namen ausrotten und vernichten, wie ihnen ihre Schrift satzungsgemäß gebietet, was ihnen aber niemals gelingen wird. Und das sehr bald erkennend, werden sie Mich und euch zu den Ihren zählen, Mich und euch für Juden ausgeben, das heißt, als aus dem Hebräerjudentum hervorgekommen.

Aus dem Hebräerjudentum und durch dieses ist niemals etwas wahrhaft Menschliches, geschweige denn Gutes, Schönes, Reines, Großes, und Erhabenes, dem Wohle und Heile der Menschheit dienendes gekommen und kann niemals kommen, weil die Verlogenheit, Bosheit, Tücke, Blut- und Rachegier, der Menschenhaß des Hebräergottes, der Hebräerschrift und der Hebräerjuden als Auswurf tiefster Hölle es nicht zuläßt und unfähig ist, solches hervorzubringen. Deshalb werden die Juden alles daran setzen, um das größte Geschehen aller Zeiten der Ewigkeit jüdisch so zu verdrehen und so hinzustellen, als sei es aus dem Judentume hervorgekommen – und das werden sie mit Hilfe eigen-, geltungs- und herrschsüchtiger verjudeter Handlanger aus den Völkern im Laufe der Zeit durchsetzen!

Dadurch werden dieselben Völker, die das Volk der Hebräerjuden als das listigste, aber auch tückischeste, absonderlichste, arbeitsscheueste und barbarischeste kennen, es tief verabscheuen und den Hebräergott vom Hörensagen ihrer Gelehrten für einen untergeordneten, beschränkten, dafür aber mit Recht für einen desto böseren, tückischeren und blutgierigeren Dämon halten.

Schwer irregeführt durch die jüdische Verlogenheit wird ihnen unter teuflischem Mißbrauch Meines Namens eine ganz andere Meinung über den Hebräergott und die Hebräerschrift aufgedrängt und beigebracht werden, und mit Hilfe verjudeter Handlanger aus den Völkern werden sie es so weit bringen, daß die Völker in Meinem Namen den alten Satan, Teufel, Mörder und Vater aller Lüge, den Hebräergott, als ihren „Gott und Vater“ preisen und anbeten werden!


Mittags

Um die Mittagszeit erinnerte der Herr Seine Hörer an das Essen – und da sie angesichts Seiner und der heiligen Mutter sowie Seines heiligen Wortes eingedenk davon absehen wollten, sprach der Herr:

Auch die reinste und beste seelisch-geistige Nahrung kann die leibliche Nahrung nicht ersetzen, und der Hungernde hört selbst das Wort Gottes nur halb. Und da sie von dem Furchtbaren sprachen, das nach Seinem Worte bevorstand, so fragten sie, ob Er es nicht abwenden könnte oder ob nicht sie es mit den anderen aller der Seinen abwenden könnten.

Er aber, der Herr, hob Seine Rechte und sprach:

Niemand von euch kann es hindern, nicht einmal der sonst so mächtige Landpfleger, der ohne seine Kohorten ohnmächtig ist und es geschehen lassen wird müssen. Jeder Eingriff eurerseits würde nichts sonst als unnötiges Blutvergießen herbeiführen und euch schaden.

Die Völker wissen nicht, daß der Satan dieses Volk besetzt hält, es beherrscht und es sich auserwählt hat, damit es die Hölle auf Erden aufrichte, in der die Menschheit, von ihm beherrscht, elend umkommen soll. Dies würde im Verlaufe der Zeiten und in gar nicht allzu ferner Zukunft vollauf auch geschehen, wäre Ich nicht gekommen, um jene Pläne zu durchkreuzen, die der alte Satan als Hebräergott in der Hebräerschrift seinen beschnittenen Auserwählten unter teuflischesten Drohungen und Flüchen auszuführen befiehlt, ohne zu bedenken, daß sie auch ohne die teuflischen Drohungen und Flüche die Verwirklichung seiner Pläne und Verheißungen aus eigenem anstreben. Sie sind nämlich eines Sinnes – und deshalb sein auserwähltes Volk, welches alle anderen Völker der Erde beherrschen will.

Alles berechnend, werden sie Mich und euch alle für Juden oder auch aus dem Judentum stammend ausgeben, Mein gesprochenes und von euch geschriebenes Wort im Sinne und Geiste ihres Hebräergottes und ihrer Hebräerschrift verdrehen, verkehren und es so mit Hilfe ihrer verjudeten Handlanger aus den Völkern verfälscht im Laufe der Zeiten auch wider die ewige Wahrheit Meiner, gegen euch und gegen die arme Menschheit durchsetzen.

Dann aber werden dieselben verjudeten Handlanger und Helfershelfer der Juden aus den Völkern der Verheißungen des Hebräergottes und der Hebräerschrift selbst habhaft zu werden trachten und in diesem Sinne und Geiste eine Gewaltherrschaft aufrichten, dergleichen es bis dahin auf Erden nie zuvor gegeben hat.

Von Kaisern, Königen und Großen über die Kleineren und Kleinen dieser Welt bis zum Taglöhner, Lastträger und Bettler wird sich alles ihrer Gewaltherrschaft beugen müssen, Zeiten hindurch auch die Juden selbst. Diese aber werden auch währenddessen keinen Augenblick darauf vergessen, daß diese Gewaltherrschaft über alle Völker und Menschen der Erde ausschließlich allein nur ihnen verheißen wurde; sie müsse also denjenigen entrissen werden, die als verjudete Handlanger, Helfershelfer und Judengenossen wohl verpflichtet seien, den Hebräergott und die Hebräerschrift „heilig“ zu preisen und den beschnittenen Auserwählten damit zu dienen, die aber niemals das Recht hätten, sich deswegen auch nur als Miterben der Verheißungen des alten Satans auszugeben und sie den Juden streitig zu machen. Das wird offene Kämpfe, ungleich mehr noch aber heimlich-finstere Wühlarbeit und einen Wettstreit zwischen den beschnittenen und nichtbeschnittenen Buhlen um die geliebte Gewaltherrschaft über die Völker der Erde geben.

Die nichtbeschnittenen Anbeter des Hebräergottes und der Hebräerschrift werden durch ihre maßlose und sinnlose, aber auch teuflische Herrschsucht Ihresgleichen so aufbringen, daß etliche abfallen und Gegenparteien bilden werden. Aber vom Geiste des Hebräergottes und der Hebräerschrift gleich den anderen besessen, werden sie nichts besseres damit bewirken als jene, und die damit einhergehenden Kämpfe werden den Völkern Blut- und Brandopfer auferlegen, so wie sie der alte Satan, der Hebräergott mit seiner höllischen Schar haben will.

Zuvor schon und währenddessen werden die von Esrah und Nehemja geschriebenen und dem Wahrsager Jesaja zugeschriebenen Voraussagen und jüdischen Berechnungen und Wünsche eine Bestätigung erfahren, die sie sich ganz, ganz anders vorgestellt haben, als sie schrieben und schreiben ließen:

Du, Israel, sollst und wirst die Milch der Völker saugen und du sollst sie nicht schonen, sondern sie beherrschen, Könige und Fürsten sollen und werden deine Pfleger, Königinnen und Fürstinnen deine Saugammen sein; alle und alles soll dir dienen; sie werden vor dir auf ihr Angesicht zur Erde niederfallen und den Staub deiner Füße lecken!

– und nicht genug daran, in Micha ergänzten:

Die Gojim und ihre Gewaltigen sollen Staub lecken wie die Schlangen, wie das Gewürm der Erde werden sie zitternd und verwirrt hervorkriechen aus ihren Löchern, Häusern und Burgen zu dir, sie werden sich fürchten vor dem Herrn, deinem Gott und vor dir sich entsetzen!

Das wird wohl in jener Zeit kommen, aber nicht von den Juden, sondern von ihren verjudeten und übermächtig gewordenen, unter schwerem und frevelhaften Mißbrauch Meines Namens den Hebräergott als ihren Vater und die Hebräerschrift als „heilige Grundwahrheit“ preisenden Handlangern. Diese werden eine Gewaltherrschaft errichten, welche Kaiser, Könige und ihre Völker unter sich zwingen, Angst, Schrecken, Furcht und Entsetzen vor ihr verbreiten und eine Hölle in vielen Ländern aufrichten wird, der Hekatomben von Blut- und Brandopfern an vorher gefolterten Menschen anheimfallen werden – darunter auch Juden selbst als Opfer ihres und ihrer Vorfahren Werkes; und so wird sich ihr Werk an ihnen selbst auswirken. Und in vielen Ländern der Erde wird das Judentum dieses sein Ziel erreichen.

Des weiteren sprach der Herr:

Der Glaube kann keinem erkenntnisfähigen Geiste aufgezwungen werden, sondern muß kraft der Erkenntnis und kraft des Willens desselben Geistes in der Seele entfacht und lebendig erhalten bleiben.

Ist der Wille des Geistes gut, trachtet er und dürstet er nach der Erkenntnis der ewigen Wahrheit, wird er, so ihr Mich, Mein Wesen, Meinen Geist und Mein Wort in der Wahrheit, die allein Ich ewiglich bin, ihm vorhaltet, euch hören, das Licht und Leben des Geistes Meines Wortes annehmen und den wahren lebendigen Glauben an Mich durch das Wissen von Mir in seiner Seele entfachen. Also wird er dann kraft des Wissens von Mir und kraft des lebendigen Glaubens an Mich aus seinem eigenen guten Willen so Mein sein, wie ihr die Meinen seid.

Ihr traget den Völkern das Wissen von Mir zu, denn sollen sie an Mich glauben, müssen sie vorerst wissen, daß Ich bin, daß Ich da war, daß Ich euch gelehrt habe und euch zu ihnen sende, damit sie durch euch Mich, die ewige Wahrheit, erkennen, im Wissen von Mir zur wahren Erkenntnis Meiner gelangen und kraft dieser Erkenntnis in lebendigem Glauben an Mich werktätig des Heiles des wahren ewigen Lebens in Meinem Reiche teilhaftig werden.

Wer guten Willens ist, der wird euch hören, das Wissen von Mir von euch annehmen und aus eigenem an Mich glauben, ohne daß ihr ihm erst lange zureden und ihn nötigen müsset, was euch niemals einfallen darf, denn wer nicht aus eigenem den guten Willen zum Wissen von Mir und zur wahren Erkenntnis von Mir aufbringen, an Mich nicht glauben und Mein Wort werktätig nicht befolgen will, dem mehr zureden und ihn nötigen zu wollen, ist von vornherein schon vergeblich.

Ein solches Wissen, mit einem solchen Glauben gepaart, hat aber keine wahre Erkenntnis, und deshalb steht ein solches Wissen mit einem solchen Glauben und umgekehrt dieser mit jenem in ständigem Widerspruch und Zweifel gegeneinander und zueinander.

So viele Erkenntnisse und allerlei Glaubensarten die Menschenseelen und ihren Geist bewegen, entfalten oder auch beschweren und vergiften, ist doch unter allen so keine wirksam, so bedeutungsvoll und von einer solchen unendlichen Tragweite wie die Erkenntnis des Guten und des Bösen, denn jede andere Erkenntnis und Glaubensart wird erst erworben, wogegen die Erkenntnis des Guten und des Bösen aus jenem lebendigen Funken der Seele fließt, der ihr einstens beim Auszuge aus Meinem Reiche erhalten geblieben ist.

Dieser lebendige Funke birgt vieles von der einst der Seele eigenen und von allen anderen Äonen von Zeiten hindurch ihr entgegengebrachten Güte, aus ihm sprießt unaufhaltsam die Erkenntnis des Guten und des Bösen. Er ist auch der Grundstock des lebendigen Gewissens – und wehe, wehe jedem erkenntnisfähigen Geiste, der den Funken des Gewissens zu drosseln und zu ersticken sucht und gewissenlos das Gute böse und das Böse gut nennt, wie es ihm gerade paßt und vorteilhaft erscheint.

Ein jeder solcher Mensch tut es dem bösen Geiste höllischer Finsternis nach, dessentwegen er sich einst von Mir abgewandt, Mein Reich verlassen und dem er nachgezogen ist; denn dieser böse Geist höllischer Finsternis und Vater der Lüge war der erste, der die ewige Güte und das ewiglich Gute als böse und das von ihm geschaffene Böse – und er darin sich selbst – gut genannt hat.

Da er aber den Menschenseelen auf Erden nicht mehr einreden kann, daß das Böse gut und das Gute böse ist, verbietet er unter Todesdrohungen die Erkenntnis des Guten und des Bösen an der allerersten Stelle seiner Satzungen; er sperrt ihnen den Weg zum wahren ewigen Leben und hat dadurch erreicht, daß sein Volk, seines Geistes voll, weder bei sich, noch bei ihm nach Gut und Böse fragt und das Böse nur dann böse nennt, so es darunter selbst leidet. Für sich selbst verlangt es von allen Völkern der Erde nur Gutes, das Böse aber, das es selbst den anderen zufügt und unter dem die anderen leiden, heißt dieses Volk gut, so es ihm zugute kommt; und in einer solchen seelisch-geistigen Einstellung hat es den Funken des Gewissens in seiner Seele längst schon so weit erstickt, daß es nur sich selbst berechtigt hält, Gutes zu empfangen.


Teil 18

Predigt an die Seinen - Abends - eine Fortsetzung

Die Stunde ist gekommen, daß der Vater alles Lebens verherrlicht werde im Leibe des Menschensohnes durch die Krone Seiner Selbstaufopferung zum ewigen Zeugnis und allem guten Willen zur Erkenntnis der ewigen Wahrheit.

Dieses Mein Zeugnis wird viele durch euch zur wahren Erkenntnis Meiner bringen, und guten Willens wird ihnen diese Erkenntnis Macht über den Bösen und über das Fleisch geben zum wahren ewigen Leben, das sie von Mir, aus Mir und durch Mich haben.

Es lebt also ein jeglicher Geist jeglicher Seele kraft Meines Lebens, aber das wahre ewige Leben in Meinem Reiche lebt wahrhaft nur der erkenntnisfähige Geist, der guten Willens in der ewigen Wahrheit Meiner und Meines Reiches bestanden und rein geblieben ist.

Jede Seele erkenntnisfähigen Geistes aber, die sich einstens von Mir abgewendet hat und aus Meinem Reiche gezogen ist, um der Schar des finsteren, bösen und verlogenen Widersachers nachzugehen, ist aber nicht zu ihm gelangt, sondern sie ist in der Leere, die sie durchziehen wollte, es aber nicht konnte, der Bewußtlosigkeit und Ohnmacht anheimgefallen.

Sie ist nun in diese irdische, von Mir geschaffene Welt gelangt, um hier, zum Bewußtsein des eigenen Lebens und Seins geweckt, einmal da durchzugehen. Sie lebt zwar da und wird auch weiter leben in aller Zukunft der Ewigkeit; jedoch zum wahren ewigen Leben in Mein Reich werden allein jene wieder gelangen, die guten Willens den allein wahren Gott erkennen in Dem, Der ihretwegen Selbst Mensch geworden und Dessen Name Christus ist nun in Ewigkeit.

ICH habe die ewige Wahrheit auf Erden verherrlicht durch Wort und Werke der Güte, Liebe, Erbarmung, Vergebung, Gerechtigkeit und werde ihr die Krone der Selbstaufopferung aufsetzen, damit Mein Werk auf Erden vollbracht ist zum ewigen Zeugnis und zur Erkenntnis der Wahrheit für viele. Ihr, die ihr die Meinen seid, werdet an Meinem Werke teilnehmen, da Ich euch sende, und durch eure Selbstaufopferung werdet ihr die ewige Wahrheit verherrlichen, um in jene Herrlichkeit einzugehen, die ihr bei Mir in Meinem Reiche hattet, ehe diese Welt war.

ICH habe den Namen Gottes den Menschen offenbart, den Namen Dessen, Der allein die ewige Wahrheit, das wahre Licht und das wahre ewige Leben ist – Christus –, und nun kennen Mich die Meinen, die ihr seid, Mein Wort haltet und den Menschen Zeugnis geben werdet, die, euch gleich, guten Willens die Meinen werden durch euch.

ICH sende euch unter die Völker dieser Welt, und viele werden an eurem Worte erkennen, daß Ich es euch gegeben habe, daß ihr Meinen Geist und Mein Wort in euch lebendig traget, Mich und Mein Wort ihnen verkündigt; an euren Werken werden viele erkennen, daß Ich euch gesandt habe, und viele werden durch euch an Mich glauben, zum wahren ewigen Leben.

Kraft Meines Geistes bleibe Ich bei und in euch, bei und in ihnen und werde den seligen Frieden aller der Meinen lebendig erhalten, daß sie eins sind unter sich, eins mit euch und eins mit Mir, alle, die gleich euch guten Willens durch euch Mich erkennen, an Mich glauben und Mein Wort werktätig zu befolgen trachten werden, damit sie, eins mit euch und mit Mir, Mein bleiben für alle Zukunft der Ewigkeit.

Wie ihr von Mir, werden viele von euch erfahren, daß so wie Ich und ihr, auch sie nicht von dieser Welt sind, sondern daß sie alle einstens mit euch bei Mir in Meinem Reiche Aeonen von Zeiten in Seligkeit und Frieden gelebt haben, von Mir aber gegangen sind, um dem Bösen nachzugehen. Nun aber gelangen sie nacheinander auf die Erde dieser Welt, und da sie einstens die finstere Stätte des bösen Widersachers der ewigen Wahrheit nicht erreicht haben, hat er seit langem schon sie da aufgesucht, um sie sich vollends zu unterwerfen und sie vollends zu verderben.

Sich gebärdend, als sei er Gott, verbreitet er seit langem durch finstere Seelen verstorbener Menschen, gleich finsterer Propheten seines Geistes sich bedienend, unter den verschiedensten Namen Angst und Schrecken unter den Völkern der Erde, zwingt sie durch Todesdrohungen, Rachenahme und Flüche, ihm Mensch und Tier als Blut- und Brandopfer darzubringen. Und da bin Ich Selbst gekommen, um sie vor dem Bösen und vor dem Verderben zu bewahren!

Sie sind nicht von dieser Welt, wie auch Ich nicht von dieser Welt bin; sie sollen dem Bösen nicht anheimfallen und vollends verderben, sondern sich der ewigen Wahrheit in werktätiger Befolgung Meines Wortes heiligen; denn Mein Wort ist die Wahrheit, die zum Lichte des wahren ewigen Lebens in Mein Reich führt.

Wie Ich euch sende, so sendet auch ihr die Besten unter jenen, die durch euch die Meinen werden, in die Welt, damit immer mehr Menschen zur Erkenntnis der ewigen Wahrheit Meines Wesens, Geistes, Lebens, Namens, Wortes und Werkes, zur wahren Gott- und Selbsterkenntnis gelangen und guten Willens in derselben Wahrheit geheiligt werden, eins seiend mit euch und mit Mir in Meinem Geiste.

Bleiben sie wie ihr in Meinem Geiste, Mein Wort werktätig befolgend, wird alle Nachwelt glauben, daß ihr sie gesandt habt, wie Ich euch sende; denn bleiben sie eure Nachfolger, in Meinem Geiste und in Meinem Worte bis an ihr irdisches Ende verharrend, und geben sie allezeit den andern ein Zeugnis ihrer Werke, in Meinem Geiste und nach Meinem Worte getan, wird sich kein Mensch der Erkenntnis der ewigen Wahrheit verschließen können.

Leider wird dem nicht so werden; denn der finstere, verlogene und böse Widersacher der ewigen Wahrheit, in welcher er nicht bestanden ist, hat auf Erden unter den Menschen einen großen Anhang. Und wie dieser sein Anhang anjetzt wider Mich wütet und Ich ihn an Mir vollends auswüten lasse, zum ewigen Zeugnis und zur wahren Erkenntnis aller jener, die guten Willens sind, also wird derselbe sein Anhang auch wider euch wüten. Er wird auch desto mehr in der Zukunft wider alle jene wüten, die durch euch die ewige Wahrheit, das wahre Licht und das wahre ewige Leben, den allein wahren Gott an und in Mir erkannt haben und in dieser wahren Erkenntnis jeden anderen entschieden ablehnen werden, der ihnen von den Knechten des Geistes höllischer Finsternis auch als ein wahrer Gott gepriesen und aufzuzwingen gesucht wird.

Ewige Wahrheit gibt es nur Eine, denn allein Gott ist die ewige Wahrheit – und dieselbe ewige Wahrheit bin Ich!

Aber noch einen Dienst will Ich euch erweisen. Ihr werdet weit und breit in die Länder gehen und oft werden eure Füße wund werden und erlahmen. Darum will Ich sie euch in dieser Stunde waschen, damit ihr in Erinnerung dessen gekräftigt werdet und die beschwerlichen Reisen überwindet, auch in dem Wissen, daß Ich bei euch sein werde.

Da Er aufstand, ein Wasserbecken in Seine Hände nahm und zu den ersten Seinen trat, da wichen sie in namenloser Überraschung zurück und fielen vor ihm nieder; und als Andreas und Petrus, die gerade vor ihm knieten, es nicht zulassen wollten, da sprach der Herr:

Laßt es Mich tun! Es wird euch alle stets auch dessen erinnern, daß Ich die Meinen – die ihr seid – allen zu dienen berufen habe und daß ihr den Menschen dienend, Mir dient, Der Ich in diese Welt nicht zu herrschen, sondern allen zu dienen gekommen bin. Und als der Herr auch noch den Schwestern die Füße waschen wollte, da baten Ihn alle weinend, davon abzulassen – sprechend und bittend, es sei genug. Da trocknete Er Seine Hände in dem Ihm dargereichten Linnen, und sie segnend, sprach Er: Mein Friede sei mit euch!

Liebet euch untereinander, so wie Ich euch liebe! Niemand hat größere Liebe, als derjenige, der auch sein eigenes irdisches Leben für das zeitliche Wohl und Heil der Seinen hinzugeben bereit ist, und es freudig auch hingibt, so ihnen schwere Gefahr droht.

ICH habe die Menschen lieb; denn sie waren einstens in Meinem Reiche die Meinen, tragen Mein Leben in ihrem Geiste, in ihrer Seele und in ihrem irdischen Leibe – sie sind Meine Kinder. Sie haben sich einstens von Mir abgewendet und Mein Reich verlassen, um Meinem und ihrem großsprecherischen und verlogenen, tückischen, finsteren und bösen Widersacher nachzulaufen.

ICH aber bin die Vergebung! Ihnen das persönlich zu offenbaren, bin Ich gekommen. ICH will sie vor der Gefahr bewahren, die nicht allein ihr zeitliches, sondern auch ihr ewiges Heil bedroht, und werde dieses Mein irdisches Leben freudig hingeben, um sie von ihnen abzuwenden, so sie Mich erkennen, annehmen und Mein Wort werktätig zu befolgen ehrlich auch nur trachten wollen. Dafür gebe Ich dieses Mein Leben freudig hin und sage euch: Niemand kann es Mir nehmen! ICH gebe es hin, um es Mir wieder zu nehmen, denn Ich habe die Macht es hinzugeben und es Mir wieder zu nehmen.

ICH werde das vollbringen, weswegen Ich gekommen bin, auch in dem Wissen, daß Meine Selbstaufopferung bei vielen kein Verständnis finden und für sie vergeblich sein wird in ihrem irdischen Leben. Deretwegen aber, die guten Willens Mich und Mein Wort annehmen, muß Ich das Mir schon in Ewigkeit Vorgenommene vollbringen und für alle diese geschieht es nicht vergeblich, was ihr an euch selbst fühlet, die ihr die Meinen seid.

Und da sage Ich euch: Euch habe Ich gekannt in der Ewigkeit, vor dem Anfange, den ich für all den seelisch-geistigen, aber leblos in der scheinbaren Leere der Unendlichkeit brachliegenden Samen geschaffen habe! Euch habe Ich gekannt in Meinem Reiche und euch habe Ich gesandt, daß ihr mit Mir da seid als lebendige Zeugen, Augen- und Ohrenzeugen des größten Geschehens aller Zeiten der Ewigkeit, Zeugen Meiner Menschwerdung, Hörer und Träger Meines Wortes und Geistes, Zeugen Meiner da getanen Werke, Meiner Selbstaufopferung, Meines Sterbens, Meiner Auferstehung, Meiner Himmelfahrt und der Sendung Meines Geistes – euch sichtbar – im Lichte Meiner Kraft!

Dieselbe Bosheit und Tücke der Hölle und ihrer beschnittenen Auserwählten, die Ich scheinbar machtlos über Mich da ergehen und an Mir auswüten lasse, wird auch euch überall nachstellen, und die meisten von euch werden ihrem Hasse zum Opfer fallen. Ihr alle wißt, daß es mir ein Kleines wäre, auch diesen ihren Anschlag wider Mich, gleich den zahlreichen anderen zuvor, zunichte zu machen.

Wie oft sollte Ich von gemieteten Mördern gesteinigt, erstochen oder vergiftet werden; aber entsetzt schrien sie auf, als die Steine in ihren Händen zu Staub wurden, den anderen das Messer aus der Hand fiel, bevor es wider Mich erhoben ward; und als Ich dem einem oder dem anderen der „lieben Gastgeber“, der Mir den Becher mit seinem „auserlesenen Besten“ hinhielt, sagte, er tue Mir die größte Ehre an, so er selbst trinke, da Ich mit dem Geringeren, den die anderen trinken, vollauf zufrieden wäre, oder, da Ich einem anderen seinen eigenen Becher genommen, den Mir gereichten ihm hinhielt und gesagt habe: ‘Trinken wir, du guter Freund!’ – da standen oder saßen sie wie zu Bildsäulen erstarrt. Und nicht wenige unter euch hier wissen, daß sich zu solchen Anschlägen selbst auch jene Juden überreden oder auch mieten ließen, an deren Ihren Ich, ja auch an mehreren von ihnen selbst Gotteswerke getan habe. Ihr ersehet daraus alle, wie teuflisch die Bosheit und Tücke dieses verbrecherischen Volkes ist.

Würde Ich für das, was Ich euch und dieser Welt offenbart habe, nicht sterben und nicht auferstehen, würde Meine Offenbarung und Lehre – ohne das Siegel der schwersten Selbstaufopferung – niemals so bestätigt und so bekräftigt werden können, als wenn Ich dafür sterbe und auferstehe. Wie Mein Wort und Meine Werke Mich als die ewige Wahrheit und das wahre Licht bestätigen, wird Mich Meine Auferstehung bestätigen als das wahre ewige Leben, von welchem alles, was Seele und Geist ist, an dem von Mir dafür geschaffenen Anfange empfangen hat und es in aller Zukunft der Ewigkeit nicht ablegen und in keiner Art und Weise verlieren kann.

Mein Leben, am Anfange allem seelisch-geistigem Samen gegeben und untrennbar damit verbunden, bleibt dem Geiste und seiner Seele untrennbar für alle Zukunft der Ewigkeit eigen – und wird dem äußeren Leibe mitgeteilt, das heißt übertragen. Einstens in der wahren Welt habt ihr alle den Leib Meines Reiches getragen, wie ihr da euren irdischen Leib traget, und, von ihm getrennt, werdet ihr in Meinem Reiche den Leib der wahren Welt tragen.

ICH habe mit der Schöpfung des Alls dieser Welt mit der Erde auch eine Anzahl einzelner Welten des Jenseits für diejenigen geschaffen, die infolge ihrer seelischen und geistigen Einstellung und ihrer da getanen Werke nicht von da gleich in Mein Reich gelangen können, und in jeder dieser Welten trägt der dort Angelangte den Leib, der dem Wesen der betreffenden Welt entspricht.

Von dort kann, wer will, gelegentlich wohl zur Erde gelangen, hier auf Erden aber nur das wahrnehmen, was Seele, Geist und Leben ist; alles andere ist ihm verschlossen, als wäre es nicht, selbst auch der irdische Leib irdischer Wesen, und demnach nimmt er auch die Menschen nur als Seelen wahr. Will jemand in eine andere Welt des Jenseits von der seinen aus gelangen, muß er den Leib seiner Welt ablegen, das heißt sterben, um sich in der anderen einen ihr entsprechenden Leib zu schaffen.

Doch habe Ich seit der Stunde Meiner Menschwerdung auch noch eine Gemeinsame Welt geschaffen, eine Welt des Jenseits, in welche die Bewohner aller Welten des Jenseits gelangen oder auch gebracht werden können, ohne ihren Leib ablegen zu müssen; denn die Kräfte der Gemeinsamen Welt durchdringen alle gleich und geben ihnen eine leibliche Hülle, die alle einander sehen, hören und miteinander sprechen läßt.

Diese Gemeinsame Welt des Jenseits besteht seit der Stunde Meiner Menschwerdung, steht in Verbindung mit Meinem Reiche, mit Mir und mit euch. Alle die unübersehbaren Scharen in ihr wissen von Mir, sehen Mich und euch, hören Mein Wort, was Ich wiederholt schon jenen Menschenscharen gesagt habe, die ihre Verstorbenen tot in den Gräbern oder zu Asche verbrannt wähnen, als wären sie nicht, dieweil sie genau so wesentlich-persönlich und lebendiger sind als diejenigen, die an ihr Nichtsein glauben.

ICH lasse die Gemeinsame Welt bestehen, bis Ich in der Zeit zwischen Meinem Sterben und Meiner Auferstehung auch dort Selbst gesprochen habe, dann noch, bis Ich in Mein Reich gegangen sein werde. Und Ich sage euch, wie auch ihnen allen, die gleich euch Mich sehen und Mein Wort hören: Wird die Gemeinsame Welt aufgelöst, geht damit auch alles das Leibliche in Auflösung über, das dem gewonnenen besseren Wissen und dem guten Willen des einzelnen nicht mehr entspricht; es bleibt das Leibliche, das dem entspricht, und dieses wird den Träger – ohne daß er sterben müßte – in die lichtesten Welten des Jenseits, viele jedoch, sehr viele, gleich zu Mir in Mein Reich bringen!

Und da sage Ich euch, daß Ich auch zukünftig zu den Gedenktagen Meiner Menschwerdung, Meiner Selbstaufopferung, der Sendung Meines Geistes – und auf Wunsch Meiner lieben Mutter – zum Gedenktage des Sterbens des von Mir getauften Täufers Johannes, an dem ihr aller Verstorbenen gedenken sollt, stets eine solche Gemeinsame Welt schaffen werde, so lange es Menschen auf Erden geben wird, – bis dann auch die letzten der Kinder, die sich einstens von Mir sich abgewandt und eigensinnig, mutwillig aus der wahren Welt Meines Reiches gegangen sind, auf diese Erde gelangen, sterben und in das Jenseits oder gleich zu Mir in Mein Reich gelangen werden. Dann hat das All dieser Welt mit der Erde den Zweck erfüllt, zu dem es geschaffen ward, und wird sich zu dem scheinbaren Nichts auflösen, das es zuvor war.

Seit der Zeit der Schöpfung des Alls dieser Welt mit der Erde und mit dem Jenseits reichen die jenseitigen Welten in ihrer verschiedenen Beschaffenheit von den Lichtgrenzen Meines Reiches bis zu den Grenzen der Finsternis der „Schöpfung“, das heißt der Hölle des alten Widersachers der ewigen Wahrheit, des Hebräergottes. Diese bieten den verstorbenen Menschen auch noch im Jenseits die Möglichkeit, das zu erkennen, was sie auf Erden nicht erkannt haben, weil es ihnen da entweder verborgen geblieben ist, oder aber auch, weil sie es nicht erkennen wollten und aus allerlei, meist aber aus selbstsüchtigen Gründen von sich gewiesen haben.

Die Welten des Jenseits stellen – bildlich gesprochen – eine Stufenleiter dar, die zum Lichte der ewigen Wahrheit und des ewigen Lebens hinauf führt, wie auch zur Finsternis des Todes hinab.

Die meisten Verstorbenen, das heißt die von ihrem irdischen Leibe Getrennten, gelangen in eine der Welten der Mitte dieser Stufenleiter allermeist bewußtlos, werden aber aus diesem Zustande teils durch die auf sie einwirkenden Kräfte der betreffenden Welt, teils von den dort wirkenden Seelen erkenntnisfähigen Geistes anderer Welten der Stufenleiter geweckt und zu der Erkenntnis zu bringen gesucht, die den dort Wirkenden eigen ist; dadurch können die zum Bewußtsein ihres Seins Gelangten – ihrer eigenen seelisch-geistigen Einstellung und der daraus sich ergebenden freien Entscheidung nach – die Stufenleiter der Welten hinauf oder auch hinab gehen.

Die Zeitdauer der Bewußtlosigkeit, die mehr ein Schlaf als jene selbst ist, richtet sich allermeist gleichfalls nach der seelisch-geistigen Einstellung, die dem Betreffenden auf Erden eigen war, und kann demnach eine kurze oder auch eine lange und sehr lange sein, was aber keinem eben zum Bewußtsein kommen kann und dem Boshaften nur insofern nachteilig ist, daß sie in gelegentlich halbwachen Zuständen, wie träumend, sich von ihren auf Erden getanen bösen Werken schwer bedrängt und verfolgt fühlen.

Mit der Zeit gelangen aber alle zum vollen Bewußtsein ihres Seins und Lebens und streben dorthin, wohin sie ihre Einstellung und neu gewonnene Erkenntnis hinzieht. Da aber der Zustrom der vom irdischen Leibe losgelösten Menschen in diese Welt der Mitte ein ununterbrochener ist, gibt es dort für die Meinen stets Arbeit genug, was auch ihr alle erfahren werdet, sobald ihr von dieser Erde zu Mir in Mein Reich gekommen seid.

Wird einmal das offene, wände- und bodenlose ungeheure Massengrab der einst von Mir sich abgewandten, aus Meinem Reiche gegangenen, gestorbenen und zum bloßen seelisch-geistig-lebendigen bewußtlosen Samen gewordenen Kinder einmal erschöpft werden, kommen keine Menschen mehr auf die Erde; und stirbt da ihr letzter, dann hat sie ihren Zweck erfüllt und wird – wie Ich schon gesagt habe – samt dem All dieser Welt sich zu dem auflösen, was es ursprünglich war, das heißt zu einem scheinbaren Nichts.

Dann wird auch der Zustrom der Menschen von der Erde in das Jenseits ein Ende nehmen, und die Mitte der Stufenleiter der jenseitigen Welten wird sich im Verlaufe der Zeiten immer mehr leeren, bis niemand mehr dort sein wird. Dadurch wird eine Unterbrechung der bis dahin bestehenden, von Stufe zu Stufe gehenden Verbindung eintreten, welche die völlige Trennung der zu Mir in Mein Reich Strebenden von denen, die den verkehrten Weg gegangen sind, bewirken wird.

Die so entstehende Lücke wird immer größer werden, denn die zu Mir in Mein Reich, wie auch die abwärts Strebenden werden die Stufenleiter der jenseitigen Welten weiter gehen, und im Verlaufe einer Zeit, die ihr eigenes Geschehen – nämlich das, wovon Ich jetzt spreche – haben wird, werden die Meinen zu Mir in Mein Reich, die anderen dagegen, deren es im Vergleiche zu den Meinen nur wenige geben wird, in den finsteren Pfuhl der Schöpfung des Widersachers der ewigen Wahrheit gelangen.

Damit und dadurch wird auch das Jenseits mit seinen Welten den Zweck erfüllt haben, zu dem es geschaffen ward, und zwecklos geworden, wird es aufgelöst werden zu dem, was es vorher war. Daraus aber und mit noch anderen Kräften ausgestattet, werde Ich dann noch ein Mal – das letzte Mal – eine Gemeinsame Welt schaffen, deren Anziehungskräften sich niemand, auch nicht der finstere Widersacher mit den Ärgsten der Seinen entziehen können wird!

Von dort aus werden alle die wahre Welt Meines Reiches, aber auch den finsteren Pfuhl der Hölle schauen, eine Zeit hindurch Mein Wort hören wie auch das Wüten des alten Satans dagegen sehen, da er wohl in äußerster Ferne, doch aber dem Geschehen zugezogen, sich dem nicht entziehen könne und zusehen müsse, welche seelische und geistige Veränderung sich nach und nach wachsend in vielen derjenigen vollzieht, die er schon als ihm sicher verfallen wähnte und die er verlieren wird.

Die Bekenntnislehren vieler Völker sprechen von einem „furchtbaren Endkampf zwischen Licht und Finsternis“, zwischen Gut und Böse, zwischen Wahrheit und Lüge, von einem „Letzten Gericht“ oder auch „Weltgericht“ am letzten oder am „Jüngsten Tage“ und stellen sich alles das bildlich und ganz anders vor, als es sein wird. Denn es wird so sein, wie Ich es euch sage.

Und auch dann, währenddessen es geschehen wird, bleibt die Entscheidung dem freien guten Willen eines jeglichen ganz ohne Zwang überlassen. Wird sie aber getroffen, wozu Ich einem jeglichen übergenug Zeit lassen werde, wird auch die letzte von Mir dazu geschaffene Gemeinsame Welt ihren Zweck erfüllt haben – und mit ihrer Auflösung wird auch die endgültige Trennung der unendlichen Gegensätze zwischen Wahrheit und Lüge, Licht und Finsternis, Gut und Böse, Liebe und Haß, Himmel und Hölle, Gott und Satan erfolgen für alle Zukunft der Ewigkeit. Es wird wohl ein „Letztes Gericht“ sein, aber ein Gericht, währenddessen und durch das sich die Gerichteten selbst ihr Urteil nach ihrem eigenen, freien Willen, ihrer freien Erkenntnis und freien Entscheidung sprechen werden für immer.

Ein kleines Beispiel, Hinweis und Vorbild jenes zukünftig entscheidenden Geschehens werde Ich der jetzt bestehenden Gemeinsamen Welt während der Zeitspanne zwischen Meinem Sterben und Meiner Auferstehung geben. – Doch aber wende Ich Mich wieder den Menschen zu.

Der denkende und gute Mensch bewundert in stillen Stunden die Schöpfung, fühlt sich mit ihr eins, in ihr GOTT, Den er nicht kennt, näher, sich selbst dabei fast nichtig klein und weiß nicht, daß sie seinetwegen – der Menschen wegen – geschaffen ward und daß sie als ihm sichtbare, hörbare und greifbare Wirklichkeit, der er wähnt, die Ewigkeit zumessen zu müssen, also nichts als ein schwaches und vergängliches Spiegelbild der wahren und unvergänglichen Welt Meines Reiches ist.

Es haben viele, viele Menschen schon gesagt, und viele, viele, die Mich nicht so erkennen, wie Ihr Mich erkannt habt und kennet, werden auch zukünftig teils guten Willens im Unwissen, teils aber auch spöttisch, boshaft und höhnisch fragen: Ja, wer, wie und wo ist Gott? Was, wie und wo ist das Reich Gottes? Wir durchdringen die Unendlichkeit des Alls, kennen es, wissen was, wie und wo es überall ist – aber GOTT und Sein Himmlisches Reich finden wir nicht!

Diesen und jenen werden sich aber viele zugesellen, die, unfähig und unwillig, sich selbst als Seele, Geist und Leben zu ergründen und zu erkennen, teils gleichfalls guten Willens, doch im Unwissen, teils aber auch spöttisch, boshaft und höhnisch fragen werden, was, wie und wo die Seele ist. Nicht wenige werden sich sogar Seelenärzte nennen und das zu heilen vorgeben, dessen persönliche Wesentlichkeit sie in Abrede stellen, und die, sich selbst widersprechend, so weit gehen werden, in entseelten irdischen Leibern die Seele zu suchen und triumphierend zu verkünden, nichts dergleichen gefunden zu haben, was nicht wenig Beifall finden und selbst auch als Weisheit gepriesen werden wird.

Selbst nicht wissend, wie schwer sie seelisch-geistig verjudet sind, werden sie durch solche ihre Weisheiten jenem jüdischen „Prediger Salomo“ zustimmen und ihm bestätigen, daß er schon in den letzten Jahren des Judenkönigs Herodes das „gewußt“ habe, was sie erst nach vielen, vielen Jahrhunderten später „finden“ konnten, nämlich das, was der Prediger Kohelet verkündet:

„Alles ist eitel, ganz eitel, alles ist Eitelkeit! Was hat der Mensch von seiner Arbeit da und von seiner Mühe? Ein Geschlecht stirbt aus, ein anderes kommt – und nur die Erde ist ewig!“

Diese Pest der Lüge des Todes, der mit dem Absterben des irdischen Leibes auch die Zerstörung und Vernichtung des seelisch-geistig-lebendigen Ur- und Grundwesens zur Folge haben soll und nirgends sonst so hervortritt wie in dem Fluche des Hebräergottes in der Hebräerschrift: „Du bist Staub und Erde und wirst wieder Staub und Erde werden“, hat schon viele der die Juden beherbergenden Völker befallen und vergiftet. Und so weit, ja weiter noch, wird es die Verjudung der Menschen bringen, daß selbst diejenigen, die in frevelhaftem Mißbrauch Meines Namens sich fälschlich für eure Nachfolger, dagegen aber mit vollem Rechte für Stellvertreter des Hebräergottes auf Erden ausgeben werden, den Menschen nicht werden sagen können und auch nicht sagen wollen, daß sie kein Lehm und Staub sind; des weiteren, daß sie keine Erde oder Asche, wie es der Hebräergott fluchend verkündet, sondern Seele, Geist und Leben sind und daß dieses wahre Ich eines ewigen Seins ist.

Denn dadurch würden sie die Lüge und Bosheit des Hebräergottes aufdecken – und damit auch ihre eigene Verlogenheit, die dafür aus dem falschen jüdischen „Wahrsager“ Hesekiel und aus dem nie dagewesenen Daniel die „Auferstehung des Fleisches“ erfinden und verkünden wird, trotz des Wissens, daß das, was irdisch-vergänglich-verweslich ist, keine Unverweslichkeit erfahren kann und für das Himmelreich untauglich ist.

Zum Zeugnis dessen habe Ich das Ansinnen derjenigen abgelehnt, die als Zeugen dessen, daß Ich eine ganze Reihe, darunter auch einige Tage zuvor Verstorbener in ihren abgelegten, jedoch nicht verwesten und daher auch zum Weiterbewohnen noch brauchbar hergestellten Leib zurückgerufen habe, an Mich herantraten, Ich solle einen oder den anderen ihrer Lieben auferwecken, die schon wochen-, ja auch schon monatelang in den Gräbern lagen. Solchem Ansinnen konnte und kann auch Ich schon aus dem einfachen Grunde nicht entsprechen, weil Ich gegen das dem Irdischen gegebene Gesetz nicht handeln will; es ist zum Zeugnis und zur Erkenntnis Meiner übergenug an dem, was Ich da an guten Werken vollbracht habe und noch vollbringen werde.

ICH habe unseren lieben Lasar zurückgerufen, und er ist dem jüdischen Wüstling und Mörder zum Opfer gefallen – auch ein Zeugnis, und es werden auch alle die anderen von Mir Zurückgerufenen sterben, das an ihnen Verwesliche dalassen, sie selbst aber zu Mir in Mein Reich aufgenommen werden.

Also gibt es wohl eine Auferstehung des dreieinigen Wesens der Seele, ihres untrennbar ihr von Ewigkeit her eigenen Geistes und des beiden untrennbar eigenen Lebens; niemals aber gibt es eine Auferstehung des Fleisches in dem Sinne, den die Priesterschaften einiger Völker vertreten, und denen nach der falsche jüdische „Seher“ Hesekiel den Hebräergott die Gräber des gesamten Volkes Israel auftun, die Gebeine sich sammeln, sie mit Fleisch, Adern und Haut überziehen, vom Winde aus vier Richtungen anblasen und lebendig auferstehen läßt.

Gleich den anderen falschen jüdischen Wahrsagern, Traumdeutern, Sehern und Mittlern des Hebräergottes, denen die Juden erst seit näherer Berührung mit den Griechen den Namen „Propheten“ geben, wie es im Buche Samuel geschrieben steht, sieht auch Hesekiel den lebendig machenden „Odem“ des Hebräergottes im Winde und läßt daher das auferstehende Totengebein des ganzen Volkes Israel durch das Anblasen des Windes lebendig werden. Daher sage Ich euch: Auch das werden die Juden mit ihren verjudeten Handlangern und Genossen aus den Völkern wider Mich und wider Mein von euch geschriebenes Wort ausnutzen und dahin verfälschen, als hätte auch Ich die „Auferstehung des Fleisches“ nicht nur den Juden, sondern allen „verheißen“ und dadurch die jüdischen „Propheten“ durch Meine eigene Auferstehung erweiternd „bestätigt“.

So aber wie Ich auferstehen werde, kann und wird kein Mensch auferstehen. Denn wie alle die von Mir da vollbrachten Gotteswerke, soll auch Meine Auferstehung nach Meinem Sterben nichts sonst als das Zeugnis Meiner Kraft sein und der wahren Erkenntnis Meiner dienen, so ich auch dann in Meinem vollständig ausgebluteten Leibe noch volle sieben Wochen dableiben und werktätig sein werde, dieses Geschehen wird die Juden und dann auch ihre verjudeten Handlanger veranlassen, alles daran zu setzen, um es auszulöschen und durch Erfindungen zu ersetzen, die ein Widerspruch ihrer selbst sein werden.

Meine Auferstehung werden sie niemals als ungeschehen hinstellen und den Menschen verheimlichen können. Was aber die „Auferstehung der Toten“ betrifft, habe Ich euch wiederholt schon gesagt, daß es die Auferstehung der Seele, des Geistes und des beiden untrennbaren Lebens in der wahren Gott- und Selbsterkenntnis ist.

Ohne diese Erkenntnis sind die Menschen seelisch-geistig „tot“, auch beim allerbesten leiblichen Wohlbefinden und irdischen Schaffen; denn sie wissen dann nicht, woher sie kommen, welcher Ursachen wegen und zu welchem wahren Zwecke sie da sind, wohin sie von da gehen – und all dieses Unwissen läßt sie vor dem Sterben erschaudern. Sie fürchten den „Tod“, der so vielen völlige Zerstörung und ewiges Nichtsein ihrer selbst bedeutet, den Tod, den allein der Hebräergott fluchend verkündet – und den es in der Wahrheit nicht gibt!


Teil 19

Predigt an die Seinen - Abends - eine Fortsetzung

Die Einsetzung des heiligen Abendmahles

Dann aber sprach der Herr:

Wahrlich, euch soll ein Mahl bereitet werden, ein heiliges Mahl – und das soll eingehalten werden und wird auch gehalten, so lange die Erde und die Menschen auf ihr bestehen – und selbst in Ewigkeit werdet ihr euch dieses Mahles erinnern!

Wenn ihr diesen Meinen Leib nicht in reinem Brote essen und wenn ihr dieses Mein Blut nicht in reinem Weine trinken werdet, wird eure Seele Meiner Selbst und Meiner Kraft niemals voll teilhaft werden und der Geist eurer Seele wird aus ihr nicht die Kraft dieser Nahrung schöpfen können.

Denn Mein Leib ist wahre Speise und Mein Blut ist wahrer Trank jeglicher Seele, deren Geist in wahrer Erkenntnis Meiner ihr die Kraft dieser himmlischen Nahrung nicht vorenthält und es weiß, daß sie und er in dieser Kraft in Mir und Ich in ihnen bleibe, zu ihrem eigenen ewigen Heile.

Wahre Propheten aller Zeiten und Völker haben Meine Menschwerdung verkündet und selbst in den Propheten dieses verkehrten Volkes steht geschrieben, daß alle von Gott Selbst gelehrt werden! Jeder nun, der von Gott gelehrt sein will, der kommt zu Mir!

Kein Mensch hat bis jetzt Gott auf Erden gesehen; nun aber ist die Zeit da und ihr sehet Ihn! Denn darum bin Ich Selbst gekommen, daß ihr Ihn sehet in einer euch gleichenden Menschengestalt; denn wie sonst würdet ihr Mein Wort mit euren irdischen Ohren hören können? Das Licht des Geistes der Wahrheit, das lebendige Wort des Geistes der Wahrheit, das lebendige Wort des ewigen Lebens und Heiles, Mein Friede und die Kraft Meiner Werke bestätigen Mein wahres Wesen, dem alles das eigen ist; und daran erkennt ihr alle, daß Ich die ewige Wahrheit, das wahre Licht und das wahre ewige Leben bin!

Wahrlich sage Ich euch: Wer Mich sieht und Mich guten Willens wahrhaft erkennt, wer Mein Wort hört und es in Werken befolgt, der weiß, Wer Ich bin, auch ohne daß Ich es ihm besonders sage, der glaubt an Mich, ohne daß Ich den Glauben von ihm verlange und der hat auch das wahre ewige Leben durch Mich, weil Ich das wahre ewige Leben bin.

In dem aber, was Ich aus Meinem Reiche zum Grundwesen dieser Meiner irdischen Menschengestalt mitgenommen und mitgebracht habe, um auch das euch dazulassen zum ewigen Zeugnis und zur wahren Erkenntnis Meiner Menschwerdung, gegen welche alle Meine Schöpfung gar nichts bedeutet, bin Ich auch des wahren ewigen Lebens wahrhaft lebendige Speise für euch, das wahrhaft lebendige Brot des Himmels und der wahrhaft lebendige Trank, der wahrhaft lebendige Wein Meines Reiches – in welchen beiden Ich vom Himmel herabgekommen bin und welche da in dieser Meiner Gestalt leben durch Mich.

Wundert euch also darüber nicht, so Ich euch sage:

Mein Leib ist wahrhaft Speise, und Mein Blut ist wahrhaft Trank eurer Seele – das Brot und der Wein des Himmels! Wer von diesem Brote würdig ißt, und von diesem Weine würdig trinkt in wahrer Erkenntnis Meiner und durch Werke Mir nachfolget, der wird leben in Ewigkeit!

Denn das Brot, welches dieser Mein Leib ist, wie auch der Wein, welcher dieses Mein Blut ist, werde Ich jeglicher Seele geben, deren Geist guten Willens Mich erkennt und Mich wahrhaft aufnimmt, auf daß Ich in seiner Seele lebe und sie durch Mich.

Wie der irdische Leib des Menschen das irdische Brot und den irdischen Wein zur reinen irdischen Nahrung hat, hat auch der himmlische Leib der Seele, die in Meinem Reiche lebt, sein himmlisches Brot und seinen himmlischen Wein in einer noch unendlich reineren Form und Nahrung, die Ich an dem euch geltenden Anfange für euch geschaffen habe und die dort in verklärtem reinen Wesen unerschöpflich ist, ohne erst dem lebendigen Wesen des Gewächses entnommen werden zu müssen.

ICH habe mit euch das irdische Brot gegessen und den irdischen Wein getrunken in den Tagen Meines Wirkens da auf Erden. Von nun an aber werde Ich von diesem irdischen Brote nicht mehr essen und von diesem Weine nicht mehr trinken bis an jene Zeit, da Ich das wahre Brot und den wahren Wein des Himmels mit euch essen und trinken werde in Meinem Reiche und Ich mit euch das Mahl des persönlichen Wiedersehens halten werde – euch zur ungetrübten Freude, Seligkeit und Frieden, welche diese Welt nicht kennt!

Vom Himmel, der Mein Reich ist, bin Ich gekommen. Vom Himmlischen habe Ich an Mein ewiges Wesen genommen, auf daß es Mein irdischer Leib und Mein irdisches Blut werde – wie es nun ist, und Ich es als wahrhaft himmlische Nahrung jeder Seele dalasse, die kraft der wahren Erkenntnis ihres Geistes Mich, Meinen Geist und Mein Wort lebendig erfühlend, darnach hungert und dürstet, Mich in der himmlischen Nahrung zu empfangen.

Darum sage Ich euch wiedermals: Mein ewiges Wesen, Mein Geist und Mein Leben ist unwandelbar-unveränderlich Dasselbe geblieben, – aber die Gestalt, nämlich das Wesen dieser Meiner Menschengestalt? Doch aber habt ihr die Gestalt Meines wahren Wesens in der Verklärung gesehen und wisset, daß auch Meinem ewigen Wesen eine Gestalt eigen ist.

Das Grundwesen eurer irdischen Gestalt ist der Leib eurer Seele; das Grundwesen dieser Meiner irdischen Gestalt ist Mein ewiges Wesen, welches, um in Fleisch und Blut auf Erden erscheinen und sich da den Menschen wesentlich-persönlich offenbaren zu können, vom Himmlischen angenommen hat, auf daß dieses den Leib und das Blut Meiner irdischen Menschengestalt bilde: dieses ist, in seine himmlischen Werte durch Meine Kraft verklärt, die reinste Nahrung eures seelischen Leibes, damit dieser ein lebendig-reiner Brunnen sei, aus dem euer Geist die Kraft lebendig-reiner Nahrung wesentlich mit schöpfen kann, um sich selbst lebendig rein zu erhalten.

Hat der erkenntnisfähige Geist seine himmlische Nahrung durch die wahre Erkenntnis Meiner, also durch die wahre Gotterkenntnis geistig empfangen, und ist er wahrhaft guten Willens entschlossen, durch Werke Meines Geistes und Wortes Mir nachzufolgen, soll der seelische Leib, dessen ewiges Eigen er ist, auch seiner himmlischen Nahrung wesentlich teilhaftig werden durch Mich.

ICH bin die wahrhaftige Nahrung eurer Seele, das wahre Brot des Himmels, welches Ich für euch angenommen und mitgenommen habe und mit dem Ich vom Himmel herniedergekommen bin, und so Ich es zu euch sage, versteht ihr nun den wahren Sinn, Geist und Wesen des Wortes: ‘Dieser Mein Leib ist wahrhaft Speise und dieses Mein Blut ist wahrhaft Trank eurer Seele, und wer Mich würdig empfängt, der hat das wahre ewige Leben!‘

Während dieser Worte stand Er auf, und breitete, vor den Augen der Versammelten in einem wunderbaren Lichte verklärt, Seine Hände über das bereitgestellte Brot und über den Wein, segnete die beiden Gestalten und sprach:

Der himmlischen Nahrung der Seele, deren Geist in wahrer Erkenntnis Meiner, guten Willens Mir werktätig nachzufolgen trachtet, Mein Segen und Mein Friede in Meiner Kraft! Das ist Mein Leib! – Das ist Mein Blut!

Er brach die Brote in kleine Stückchen – und sie auf die Schüssel legend, sprach der Herr:

Das ist Mein Leib, den Ich zum ewigen Zeugnis und zur wahren Erkenntnis Meiner geben werde jeglicher Seele, deren Geist des gleichen guten Willens sein wird, wie euer Geist jetzt.

Nehmet alle dieses himmlische Brot Meines Leibes ein und in eurer Seele auf und tuet es zum Gedenken Meiner Menschwerdung, Meines Wirkens und Meiner Selbstaufopferung auf Erden! Es wird euch gereichen zum Heile des wahren ewigen Lebens!

Den Becher mit dem gesegneten Wein in Seiner Linkennd und Seine Rechte über die Anwesenden haltend, sprach Er:

Das ist Mein Blut, das vergossen werden wird zum ewigen Zeugnis Meiner Selbstaufopferung und zur wahren Erkenntnis Meiner, auf daß es eurer Seele ein wahrer Wein des Himmels sei. Trinket davon alle, damit eure Seele die lebendige Kraft der Vergebung der Sünden erfühle zum wahren ewigen Leben, und tuet es, auf daß auch euer Geist der Kraft teilhaftig werde und in der Wahrheit verharre!

Dann wandte Er Sich an Maria, die Gnadenvolle, die durch Ihn Geheiligte, die mit heißen Tränen in den Augen dastand, und sprach zu ihr:

Mutter, nimm die Schüssel und diene diesen Meinen Kindern mit Mir! Da nahm sie die Schüssel mit dem Heiligen in ihre Hände und Er, ein Stückchen nach dem anderen aus der Schüssel nehmend und es in das Heilige des Bechers tauchend, gab es den um Ihn Knieenden – einem nach dem anderen – mit den Worten:

Mein verklärter Leib in der durch Mich geheiligten Brotgestalt und Mein verklärtes Blut in der durch Mich geheiligten Weingestalt gereiche dir zur lebendigen Verbindung mit Mir und zum wahren ewigen Leben!


Nach dem Heiligen Abendmahl

Nachdem Johannes der Seher im Namen aller Anwesenden Gott Christus für alle seine Gnaden und Werke gedankt hatte, fiel er vor dem Herrn in die Knie und sah in Tränen der Seligkeit zu Ihm auf. Da hob der Herr ihn auf und sprach zu den Seinen: Jetzt seid ihr alle eines Geistes, einer Erkenntnis und eines Trachtens, wenn auch nicht alle des gleichen Wissens; denn viele wissen noch zu wenig von Mir und auch von sich selbst, und deshalb sage Ich euch:

Sehet zu, daß, so ihr Mich in schwerster Erniedrigung sehet, in Bedrängnis, von den Judenoberen und ihren Knechten verhöhnt, verspottet, verlästert, verflucht, gepeinigt, gefoltert und an das Kreuz geschlagen, wenn ihr Mich sterben sehen werdet, wehrlos und hilflos wie das ärmste Opfer, daß ihr dann nicht an Mir und an Meiner Kraft zweifelt! Denn es muß zum ewigen Zeugnis und zur wahren Erkenntnis gerade Meiner geschehen, und vielen wird die wahre Erkenntnis gerade dieser Meiner Selbstaufopferung zur wahren Erkenntnis Meiner und zu ihrem eigenen ewigen Heile gereichen.

Keiner von euch soll auf den Gedanken kommen, daß er selbst und die Seinen oder durch sie auch noch weitere Kreise derjenigen, die Mein Wort gehört, einige Meiner Werke gesehen oder an sich selbst erlebt haben und Mir deshalb zugetan sind, für Mich eintreten müsse, damit das nicht geschehe, was zum ewigen Zeugnis und zur wahren Erkenntnis geschehen muß!

Denn deshalb, daß es geschieht, bin Ich doch gekommen, um das verkehrteste Volk unter allen verkehrten Völkern vor der Welt zu überführen, welche finsteren Geistes, Sinnes und Trachtens es ist, weil es sich der Finsternis der Hölle durch den Bund dienstbar verpflichtet wähnt und fühlt - gegen alle anderen Völker der Erde, wie es die Finsternis der Hölle durch die „Schrift“ unnachsichtlich fordert.

Das, was Ich nun da auf Erden zu vollbringen in der Ewigkeit vor jeglichem euch geltenden Anfange schon beschlossen habe, werde Ich vollbringen, zum ewigen Zeugnis und zur wahren Erkenntnis jeglichem erkenntnisfähigen Geiste, der willens ist, zu erkennen, daß allein Ich die ewige Wahrheit, Güte, Liebe, Erbarmung, Vergebung, Gerechtigkeit und Selbstaufopferung bin, das wahre Licht und das wahre ewige Leben!

In Meinem Reiche, wo die Wahrheit, Güte und Liebe allen seelischen Wesen erkenntnisfähigen Geistes eigen ist, kann die Erbarmung, Vergebung, Gerechtigkeit und Selbstaufopferung nicht geübt werden; denn die dort an sich schon allgemein herrschende Wahrheit, Güte und Liebe findet nichts, an dem sie Erbarmung, Vergebung, Gerechtigkeit üben und wofür sie sich aufopfern könnte.

Diese Eigenschaften können also nur an dem Gegenteiligen, das außerhalb Meines Reiches lebt, geübt werden, nur außerhalb Meines Reiches wesentlich zur Geltung kommen; und damit sie in ihrer vollen, erhabensten, reinsten und vollkommenen Geltung und Auswirkung auch da auf Erden greifbar wirksam und werktätig von Mir Selbst offenbart werden, allem erkenntnisfähigen Geiste, der guten Willens ist zum Zeugnis und zur Erkenntnis Meiner, deshalb bin Ich Selbst gekommen. Deshalb habe Ich da diese Meine Menschengestalt angenommen, um alle die Eigenschaften Meiner unwandelbar-unveränderlich ewigen Wahrheit mit der schwersten Selbstaufopferung zu krönen und sie vor den Augen dieser Welt als ein euch irdisch-gestaltlich gleicher Mensch zu vollbringen.

Dieser Mein Leib und dieses Mein Blut wird in der Verklärung durch Meine Kraft dableiben, und in den beiden Gestalten von Brot und Wein wird dieser Nahrung des Himmels jede Menschenseele teilhaftig werden, deren Geist in wahrer Erkenntnis Meiner in Meinem Geiste aufgeht und Mein Wort zu betätigen guten Willens trachtet.

In der Kraft Meiner Verklärung hat eure Seele Mich in diesem Meinem Leibe und Blute jetzt schon empfangen als wahre himmlische Speise und Trank – wahre himmlische Nahrung, die Ich in Meinem ewigen Wesen für euch dort angenommen habe und mit der Ich vom Himmel herniedergekommen bin, auf daß eure Seele da auf Erden himmlischer Nahrung wesentlich teilhaftig werden kann, wie einstens schon in Meinem Reiche. Mit dieser himmlischen Nahrung auch von Meiner Kraft empfangend, wird jede solche Seele guten Willens dem Bösen der Finsternis dieser Welt und der Hölle in der Wahrheit begegnen und in der Wahrheit auch ausharren können.

Bin Ich in dieser Meiner Gestalt nicht mehr bei euch auf Erden, habe Ich diesen Meinen Leib und dieses Mein Blut verklärt dagelassen und bin Ich in der Kraft Meines wahren ewigen Wesens in Mein Reich gegangen, von dannen Ich gekommen bin, gedenket, daß Mein Geist allgegenwärtig ist in lebendiger Kraft – und daß Ich in der Verklärung dieses Meines Leibes und Blutes gleichfalls da bin unter euch!

Kein Geist als solcher an sich ist gestaltet, da er, irgendwie fest gestaltet, nicht nach außen hin, nach vielen Richtungen und Weiten wirken könnte. Weil er nicht fest gestaltet ist, kann er frei auch außerhalb der Gestalt des seelischen Wesens wirken, dem er ewiges Eigen ist. Also ist auch Mein ewiges Wesen gestaltet, nicht aber Mein Geist, der, allgegenwärtig und allüberall zugleich lebendig-tätig, das ewige Eigen Meines Wesens ist, und infolge der Kraft seiner lebendigen Allgegenwart keine Gestalt haben kann.

Auf daß ihr aber Meine Kraft sehet, auch dann, so Ich in dieser Meiner Menschengestalt nicht mehr unter euch bin, werde Ich Meinen Geist euch sichtbar senden und Ich werde, damit ihr ihn sehen könnt, ihm eine Gestalt geben, die nicht die seine ist. Ihr sollt den Geist der ewigen Wahrheit, den Geist Gottes, Meinen Geist ohne das Wesen Meiner Gestalt sehen als das wahre Licht und ihr sollt auch Meine sieben unwandelbar-unveränderlichen Eigenschaften als lebendige Lichter des wahren Lichtes sehen.

Und Ich sage euch:

Dann aber, wenn ihr mit der Kraft des Lichtes Meines Geistes wesentlich angetan sein werdet, dann gehet alsbald und lehret alle Völker alles das, was Ich euch gelehrt habe, und welche Menschen guten Willens es annehmen, betätigen und behalten wollen, die taufet im Namen Gottes, der da ist Jesus Christus, in Seinem Geiste ewiger Wahrheit!

In diesem wahrhaft heiligen Abendmahle, welches Ich euch dargereicht habe, hat eure Seele kraft Meiner Verklärung Mich, Meinen Leib und Mein Blut empfangen und ist selbst darin verklärt, was ihr lebendig erfühlet in der Seligkeit und im Frieden des wahren ewigen Lebens. Und darum sage Ich euch:

So ihr euch aufmachet, Mich, die ewige Wahrheit in der Welt zu lehren und Willige zu taufen, gebet dann allen davon, die danach verlangen werden – und tuet es zum lebendigen Gedenken der Menschwerdung und der Selbstaufopferung Gottes!

Ein jeglicher, der reuigen Herzens, reuiger Seele und reuigen Geistes guten Willens und reinen Verlangens kommt, um Meinen Leib und Mein Blut in Meiner Kraft verklärt in seiner Seele zu empfangen, der wird Mich bereit finden, ihn aufzunehmen, er wird mit der durch Mich lebendigen Nahrung des Himmels Meiner teilhaftig werden und von der Kraft Meines Geistes empfangen, auf daß er die Kraft finde, in der Wahrheit auszuharren.

Und kommen noch so viele: so sie kommen, guten Willens Mein Wort zu betätigen, wird ihre Seele gesättigt werden durch den Empfang Meiner; denn bei jedem einzelnen bin Ich zugegen, und mag die Zahl der bereitzustellenden Brote unendlich sein, und der Wein den Inhalt der Meere übersteigen, bin Ich in der Verklärung dieses Meines Leibes und Blutes voll und ganz wesentlich im kleinsten Stückchen Brot und in jedem Tropfen Wein, so der Geist der nach Mir verlangenden Seele zu Mir strebt und Mein Wort zu betätigen wahrhaft sich bemüht.

Wie Ich vor euren Augen mit einigen Stückchen irdischen Brotes Abertausende leiblich wiederholt gesättigt habe, und wie Ich kraft des Willens Meines Geistes durch die ihm und Meinem Wesen eigenen Kräfte das Brot dieser Welt so vermehrt habe, daß nach der Sättigung von Abertausenden hundertfach mehr übriggeblieben ist, als zuvor da war, werde Ich kraft der Verklärung diesen Meinen Leib und dieses Mein Blut so vermehren, daß es da ist, unerschöpflich ohne Zahl!

Zum ewigen Zeugnis und zur wahren Erkenntnis allen, die guten Willens sind, Mich wahrhaft zu erkennen und Mein Wort werktätig zu befolgen zu ihrem eigenen ewigen Heile, werde Ich das Leben dieses Meines irdischen Leibes und Blutes hingeben, – es ihm aber wieder geben! Niemand nimmt es Mir, sondern Ich gebe es hin, um es Mir wieder zu nehmen, weil Ich das wahre ewige Leben bin! Die Bosheit und Blutgier der Knechte des Geistes höllischer Finsternis werden Mir dieses irdische Leben nehmen, weil Ich es zum ewigen Zeugnis und zur wahren Erkenntnis Meiner hingeben werde, und die Bosheit wird jauchzen in der Meinung, Mir das Leben genommen zu haben, durch welches dieser Mein Leib und dieses Mein Blut lebt.

ICH aber werde es ihm wiedergeben, auf daß geschehe, was auf Erden nie geschehen ist und in aller Zukunft der Ewigkeit auch sonst nicht geschehen wird – die Auferstehung des ausgebluteten, getöteten und abgestorbenen irdischen Leibes!

Wohl habe Ich viele Verstorbene zum Zeugnis und zur Erkenntnis Meiner Kraft zum Leben erweckt, indem Ich die vom irdischen Leibe getrennte lebendige Seele mit ihrem erkenntnisfähigen Geiste, der ihr untrennbares Eigen ist von Ewigkeit, in den von ihr verlassenen, aber durch Meine Kraft für sie wieder bewohnbar gemachten irdischen Leib zurückgerufen habe.

Diese Menschen leben und werden Mir Zeugnis geben mit euch, werden aber – gleich allen anderen – sterben, um ihren irdischen Leib dazulassen. Denn dieser kann weder in das Jenseits und schon gar niemals in die Welt Meines Reiches eingehen, und eine Auferstehung des irdischen Leibes wird niemals stattfinden, weil er gleich allem Irdischen vergänglich und kein Träger des ewigen Lebens ist, sondern eine Zeitlang durch die Lebenskraft des Geistes und der Seele lebt, die sich ihn da auf Erden aufgebaut haben.

Allein Ich werde auferstehen und diesem Meinem ausgebluteten Leibe wie auch Meinem in der Selbstaufopferung vergossenen Blute Mein Leben wiedergeben, auf daß beides dableibe in himmlischer Verklärung durch Mich in Meiner Lebenskraft für alle diejenigen, die in wahrer Erkenntnis Meiner Mein zu sein trachten werden, zum Heile des wahren ewigen Lebens in Meinem Reiche! Höret, was Ich euch sage:

Morgen schon werde Ich sterben, das heißt, Mich von diesem Meinen da getragenen, am Kreuze vollständig ausgebluteten Leibe trennen, der von Mir in der Stunde Meiner Menschwerdung geschaffenen Gemeinsamen Welt des Jenseits alles das sagen und alle alles dessen noch einmal erinnern, dessen Ich euch in diesen Tagen und heute erinnere.

ICH werde dasselbe auch in jene Welten des Jenseits tragen, die in ihrem Gefallen an seelisch-geistiger Finsternis an der Gemeinsamen Welt keinen Anteil genommen haben; und so Ich auch dort vollbracht haben werde, weswegen Ich hingehe, werde Ich wiederkommen, von diesem Meinem Leibe Besitz nehmen, darin an Meinem Tage – dies soll – vor Aufgang der Sonne auferstehen, dann noch weitere sieben Wochen bei euch bleiben und am fünfzigsten Tage wieder in Mein Reich eingehen, von dannen Ich gekommen bin.

So wie jetzt werde Ich nicht mehr unter euch sein. Aber Ich lasse euch nicht als Waisen allein, sondern bleibe bei euch und unter euch, kraft der Allgegenwart Meines Geistes; daß ihr dessen stets in aller Zukunft erinnert werdet und bleibet, werde Ich am achten Tage nach der Wiederkehr in Mein Reich euch überzeugen, daß Ich bei euch, mit euch und unter euch bin. Ihr werdet in eurer Mitte und über euch Meinen Geist im Lichte Meiner Kraft schauen und das Licht seiner Kraft so lebendig empfangen, wie jetzt durch Mein Wort.

Das Geschehen wird euch Trost sein dafür, daß Ich nicht mehr wie jetzt unter euch weilen werde. Es wird euch die Kraft geben zu gehen, den Völkern der Erde Mich, Mein Wesen, Meinen Geist, Meinen Namen, Mein Wort und Meine Werke zu verkünden und diejenigen, die Mich in wahrer Erkenntnis Meiner und ihrer selbst annehmen, durch werktätige Befolgung Meines Wortes Mein sein und nach dem Ableben ihres irdischen Leibes zu Mir in Mein Reich gelangen wollen, zu taufen; und das Gedächtnis der Sendung Meines Geistes wird euch nicht erlahmen lassen.

Die Kraft Meines Geistes, der in dem euren leben, wirken und euch Meinen Frieden erhalten wird, wird euch alle Widerwärtigkeiten und Bosheiten dieser Welt überwinden lassen. Ihr werdet mit den dem wahren Leben Gewonnenen ausharren bis an das irdische Ende, hernach zu Mir in Mein Reich kommen; ihr werdet bitter darüber klagen, daß alle eure Arbeit, Mühe, Drangsale und selbst auch die freudige Hingabe eures irdischen Lebens der Verlogenheit, Tücke und Bosheit, dem Haße und den teuflischen Machenschaften der Juden und ihrer verjudeten Handlanger aus den Völkern nicht aufkommen hat können und nicht aufgekommen ist. Die jüdischen Lügen, Erfindungen, Entstellungen, Verdrehungen und Verfälschungen Meines Wesens und Wortes werden nämlich immer mehr Anhänger, immer größere Verbreitung und auch Gläubigkeit finden, wodurch in gleichem Maße die Wahrheit immer mehr verdrängt werden wird. ICH aber sage euch:

Wohl wird es zum ewigen Zeugnis wie auch zur wahren Erkenntnis des Wütens des bösen Geistes höllischer Finsternis auf Erden, vorzüglich durch seine auserwählten Bundesgenossen geschehen und mehr geschehen, als ihr glaubet – aber wie Ich Selbst, wird auch die ewige Wahrheit niemals umkommen, denn die ewige Wahrheit bin Ich!

Mag die Tücke, Bosheit und Verlogenheit der Juden und ihrer vergifteten Handlanger aus den Völkern Mein Wort, Mein Evangelium, welches Johannes mit Matthäus gemeinsam schreiben werden, wie auch euer Wort, welches ihr in Meinem Namen und Geiste an die Mir und Meinem Reiche gewonnenen Menschen schreiben werdet, noch so berauben, im jüdischen und verjudeten Sinne und Geiste noch so verdrehen, entstellen, verdrehen und fälschen; durch eure Tätigkeit, Arbeit und Aufopferung wird die Wahrheit Meiner Menschwerdung, Meines Wirkens und Sterbens am Kreuze, Meine Auferstehung, Himmelfahrt und Sendung Meines Geistes euch, den Meinen, doch dableiben!

Die Menschen werden durch das Vorgehen der Juden und ihrer verjudeten Handlanger dem Hebräergott zugeführt werden, dabei aber in ihrer seelischen und geistigen Vorstellung doch mehr Mich tragen, weil Ich als ein ihnen gleichender Mensch eben hier bin und sie sich Mich in Menschengestalt leichter, wirklicher und lebendiger werden vorstellen können als den Hebräergott.

Dieser weiß seinen Auserwählten nur in der Finsternis, in Feuer, Blitz, Donner und Rauch und wiederum nur in der Finsternis zu erscheinen; er fordert sie unter teuflischen Flüchen und Drohungen auf, ihm ohne Unterlaß Blut-, Brand-, Gelübde- und Sühnopfer an Mensch und Tier darzubringen, was alles die verjudeten, den Hebräergott und die Hebräerschrift preisenden Knechte und Diener der Hölle ihren Gläubigen teils verschweigen, teils ganz anders erklären werden, als es ist.

Es wird durch das Treiben der Juden in jener Zeit so weit kommen, daß vielen Menschen der Schuhriemen mehr wert sein und mehr bedeuten wird als Mein Name und Ich, den sie hassen werden, ohne zu wissen, weshalb und warum.

Das alles werdet ihr von Meinem Reiche aus durch das Jenseits und kraft eures eigenen Einblickes in das Irdische wahrnehmen und darüber klagen; aber – euer Leid wird der Freude weichen, denn so alles das geschehen wird auf Erden, ist dadurch auch eure Zeit gekommen.

Haben wahre Propheten aller Zeiten des irdischen Daseins der Menschen seinerzeit den Völkern jeweils Meine künftige Menschwerdung verkündet und hat deren letzter und größter, der Täufer Johannes, in die Wüste der seelisch-geistigen Finsternis der Juden gerufen: Gott die ewige Wahrheit ist aus Seinem Reiche herniedergekommen und ist in Christo dem Herrn unter uns da!, werde Ich, so die Zeit kommt, die Ich euch angezeigt habe, euch und den Menschen des großen Volkes den Propheten senden, durch den ihr verkünden werdet:

Gott die ewige Wahrheit war in Christo dem Herrn da, aber Verlogenheit, Tücke, Bosheit und Haß der Juden mit ihren verjudeten Handlangern und Helfershelfern hat aus Ihm und aus uns Juden gemacht, Ihm und uns den Hebräergott übergeordnet, Seinem Evangelium die Hebräerschrift obenan gesetzt und Ihn tief unter den alten Satan El Schaddai-Jahweh erniedrigt.

Viele werden aufhorchen, aber die Verjudung ihrer Seele, ihres Geistes und Herzens wird sich sträuben, und der Haß anderer wider Mich wird euch, dem Propheten und den Seinen alle möglichen Hindernisse in den Weg stellen, und da, da werdet ihr Freude an ihm haben. Denn er wird ausharren, allen euren Weisungen willig folgen, niemals aus eigenem reden, sondern allein das, was ihr durch ihn reden und ihm zu schreiben ansagen werdet. Von euch, von den Meinen wird er nehmen und Mich wird er verherrlichen in der Wahrheit, die allein Ich ewiglich bin!

Freude werdet ihr an nicht wenigen der Seinen haben, die durch euch und ihn, Mir und dem wahren, ewigen Leben in Meinem Reiche zugeführt werden, Leid dagegen um diejenigen, die von Anfang des Geschehens an sich für seine aufrichtigsten und besten Brüder, Freunde, ja als seine Beschützer ausgeben werden – als wäret nicht ihr und Ich sein Schutz! Jene werden haßerfüllt gegen ihn auftreten und selbst die Obrigkeit des Landes auf ihn hetzen, nur deshalb, weil er eben nur euren, nicht aber ihren Weisungen und Anordnungen folgen wird. Doch aber, wie ein jeglicher, der Böses tut, sich selbst richtet, wird auch sie die Last ihrer Werke gegen ihn und gegen euch in Ewigkeit bedrücken.

Das Wissen über das Geschehen in der Zukunft, von dem Ich jetzt spreche, wird euch trösten, stärken und nicht kleinmütig werden lassen, so ihr bald erfahren werdet, wie verlogen, boshaft, tückisch und teuflisch die Juden wider die ewige Wahrheit Meiner, Meines Wortes und wider euch vorgehen werden, um Mir und euch ihren Hebräergott, Meinem Evangelium und euren Schriften ihre Hebräerschrift voranzustellen und obenan zu setzen.

ICH aber sage euch: Mein Wort ist ein wahrhaft guter seelisch-geistiger Same, voll der Kraft der ewigen Wahrheit, voll des wahren Lichtes und Lebens Meiner Selbst; und wie ein jeglicher gute Same, um vielfache und gute Frucht zu bringen, scheinbar vorher selbst absterben muß, wird auch der gute Same, Mein Wort, von den Juden und ihren verjudeten Helfershelfern verdreht, entstellt, verfälscht und, in den Sumpf jüdischer Teufelei gezerrt, gleichfalls scheinbar vorerst selbst absterben, was euch aber nicht beirren und kleinmütig machen darf. Denn gerade auch das wird vielen zum Zeugnis und zur Erkenntnis dienen, welch ein Auswurf der Hölle das ist!

ICH werde sterben – morgen schon, und weil es geschehen muß, da Ich auch deshalb in diese Welt gekommen bin, soll und darf keiner von euch wie auch keiner von den nicht anwesenden Meinen auch nur das Geringste dagegen unternehmen! ICH werde sterben, Mich von diesem Meinen da getragenen Leib trennen, von ihm dann wieder Besitz nehmen und in ihm auferstehen. ICH sterbe wirklich, Mein Wort aber wird nur scheinbar absterben.

Wie aber Ich auferstehen werde, so wird auch Mein Wort auferstehen, so die Zeit kommt, von der Ich zu euch gesprochen habe. So und in anderen Worten habe Ich es den Meinen wiederholt schon gesagt – und da fragten sie Mich, ob der Mensch, den Ich in jener Zukunft senden werde, den Glauben finden würde auf Erden? Und da sage Ich euch, daß er so viel Glauben finden wird, wie ihr findet, so ihr Mich und Mein Wort den Menschen verkünden werdet, nachdem Ich von euch in Mein Reich gegangen sein werde.

Ihr habt gesehen, gehört, erfahren und erlebt, wie unendlich schwer es ist, die Menschen aus den Völkern, geschweige denn die Juden zur wahren Gott- und Selbsterkenntnis zu bringen. ICH Selbst bin da, habe dreieinhalb Jahre Aber- und Abertausenden gepredigt, habe geredet, gelehrt, ihnen erklärt und täglich, ja stündlich Werke an Unzähligen der Ihren vollbracht, die kein Mensch vollbracht, die kein Mensch je getan hat, noch tun wird, weil kein Mensch sie tun kann – und da genügt es, so Ich euch sage: Zählet euch samt denjenigen, von welchen ihr wisset, daß sie, nachdem sie Mich gesehen, Mein Wort gehört, einige Meiner Werke geschaut oder auch an sich selbst erlebt haben, in wahrer Gott- und Selbsterkenntnis von Mir in ihr Heim gegangen sind; und ihr werdet nicht über fünftausend kommen, die überdies, auf die nahen und fernen Lande und Orte verteilt, von wo sie zu Mir kamen, eine Zahl darstellen, die, an Meinem Kommen und Wirken gemessen, klein, ja nichtig erscheint und doch entsprechend ist.

Es sind ja alle Menschen bis auf vereinzelt wenige Ausnahmen, die aber als Ganzes eine stattliche Anzahl ergeben, doch dieselben, die der Großsprechereien des Vaters der Lüge wegen sich von Mir abgewendet und Mein Reich verlassen haben, um ihm nachzulaufen, der das zu schaffen versprach, was Ich nicht schaffen könne, und woran Meine Schöpfung mitsamt Mir und allem ihm Widerstrebenden zugrunde gehen und vernichtet werden müsse. Es sind dieselben einst zuvor in Meinem Reiche Meine Kinder gewesen, die ihm nachgelaufen und nur durch ihr Sterben in der Leere der Unendlichkeit, weitab von der wahren Welt Meines Reiches, davon bewahrt geblieben sind, seine Schöpfung höllischer Finsternis zu erreichen und ihm zu verfallen.

Nun kommen sie nach und nach auf die Erde des Alls dieser Welt und da erwacht mit ihrer seelischen, geistigen und irdisch-leiblichen Entwicklung ein zwar unbestimmtes, doch aber unverdrängbares, mehr oder minder empfundenes, sich aber immer wieder meldendes Gottesbewußtsein, welches sie Gott suchen läßt, Den sie nicht finden, weil Er in Seinem wahren persönlichen Wesen ihrem Gedächtnis entschwunden ist.

Dem war am Anfange des Menschendaseins auf Erden nicht so; denn da kam so manchem – wenn auch nicht voll und ganz – doch eine Erinnerung an das geschehene Furchtbare und demnach auch die Erkenntnis. Aber im Verlaufe der Zeiten erfuhr auch diese Erinnerung immer größere Einbußen und Wandlungen, die spekulative Menschen dazu ausnutzten, sich selbst einen „Gott“ oder gleich mehrere „Götter“ zu schaffen, sich dazu irgend eines falschen Sehers, Wahrsagers, Totenbefragers und dergleichen falschen Propheten zu bedienen, wenn nicht selbst als ein solcher und gleichzeitig auch als „Diener und Mittler“ der gefundenen „Gottheit“ aufzutreten, womit die Priesterschaften aufkamen.

Das Hauptmerkmal der Privilegien des Priestertums und jeder Priesteschaft ist ein aus der Lüge und Heuchelei entspringender Größenwahn, Vertreter ihrer Gottheit oder Gottheiten auf Erden zu sein, göttliche Verehrung von seiten der Gläubigen für sich zu fordern und ihnen einprägen zu dürfen, daß es ohne sie kein Nahen zu Gott, kein Erhören und kein Heil gebe, da nur sie die Machtvollkommenheit über alles das hätten. Was das Priestertum und jede Priesterschaft daneben noch kennzeichnet, ist ihre grenzenlose Herrschsucht, die, wo immer es auch nur einen Schein einer Möglichkeit gibt, keine andere Obrigkeit duldet als allein ihre eigene.

Trotz der vielen „Götter“ und ihrer Priesterschaften gibt es überall „Gottsucher“, die zu denjenigen gehören, die mehr als andere denken, doch aber den „Gott“, den sie suchen, auch nirgends finden, weil es ein Gott ihrer Ansichten und Wünsche sein müßte – und den gibt es nicht! Gerade aber sie geben ein Zeugnis, daß in ihnen ein Gottesbewußtsein lebt, welches sich mit alledem, was die Priesterschaften vertreten und verfechten, in keinerlei Art und Weise vereinbaren läßt.

ICH sende euch, daß ihr, nachdem Ich von euch in Mein Reich gegangen sein werde, das wahre Wissen von Mir, Mich und Mein Wort unter die Völker traget und die Willigen Mir und Meinem Reiche zuführet zu ihrem eigenen, zeitlichen und ewigen Heile. Ihr seid Meine Apostel, Träger und Prediger der ewigen Wahrheit, und soll diese eure Werktätigkeit ein wahrhaft apostolisch-priesterliches Amt sein, darf es mit dem, was die Völker das Priestertum nennen, und was ihr alle als Priestertum kennet, nichts zu tun haben und muß alledem unendlich ferne bleiben!

Ihr müßt den Menschen dienen, nicht sie zu beherrschen trachten! Ihr müßt für euren Lebensunterhalt, so lange als es möglich ist, selbst sorgen, dürft für eure Lehrtätigkeit, Predigten, Taufen und andere in Meinem Namen und Geiste geübte Verrichtungen kein Entgelt fordern noch nehmen; ihr dürft niemandem an Mich zu glauben irgendwie zwingen, sondern sollt es dem freien guten Willen und Entschlusse eines jeglichen Menschen ganz frei anheimstellen, ob er Mich annehmen und Meinem Worte nach werktätig zum Wohle und Heile der Gemeinschaft sein will, und ihr müßt allen ein Vorbild der Werktätigkeit sein, wie Ich Mein ganzes irdisches Dasein allen ein Vorbild der Werktätigkeit war und bin.

Bin Ich in diese Welt gekommen, um Mir da nicht dienen zu lassen, sondern daß Ich allen diene zu ihrem zeitlichen und ewigen Heile, dürft auch ihr euch nicht dienen lassen, sondern sollt wahre Diener derjenigen sein, die durch euch zur wahren Gott- und Selbsterkenntnis kommen, Mich und euch annehmen, Mein Wort werktätig zu befolgen frei sich entschließen und alles das durch Annahme der Taufe in Meinem Namen und Geiste besiegeln wollen für alle Zukunft.

Wie Ich keinen von euch – einzig und allein Meine Mutter ausgenommen, weil sie Mir in Meiner Menschwerdung Mutter ist – den anderen irgendwie vorziehe und keinen über den anderen setze, so darf sich auch keiner von euch über den andern setzen und den oder jenen dem anderen vorziehen.

In einer und derselben Pflicht sollen und müssen alle auch das gleiche Recht haben, welches, der eigenen heiligen Pflicht stets eingedenk, zugleich größeres Wissen, größere Fähigkeiten und bessere Eignung zur Führung, Obsorge und Leitung der Mir zuzuführenden und zugeführten Menschen, rastlose Werktätigkeit und vorbildliches Betragen des einen und des anderen anerkennt, diesen treue Gefolgschaft leistet, und dadurch dem Ganzen, also auch sich selbst und Mir dient.

So ihr in Meinem Namen, Meinem Geiste und Worte nach unter den Völkern Gemeinden gründen werdet, sollen deren Glieder, noch bevor ihr weitergegangen sein werdet, einen oder auch einige der Leitenden, Obsorgenden, Prediger und Mitarbeiter selbst aus ihrer Mitte wählen, den oder die ihr ihnen zwar vorschlagen, nicht aber irgendwie aufzwingen dürfet, da sie sich untereinander am besten kennen. Seid mit der Aufnahme der Menschen in die Gemeinschaft nicht voreilig, denn nicht die Zahl der Glieder einer Meinen Namen tragenden Gemeinde ist maßgebend, sondern der innere, seelisch-geistige Wert eines jeden einzelnen Gliedes, sei es Mann oder Weib, Schwester oder Bruder.

Ihnen muß gleich bei der Einführung und Belehrung über ihr ewiges Sein, über die Ursachen und den Zweck ihres einmaligen irdischen Daseins, wie auch Meines Kommens in diese Welt vor Augen geführt werden, daß nicht das Rufen zu Mir: „Herr, Herr!“, nicht die Anbetung Meiner, nicht das Lobpreisen Meines Namens und nichts desgleichen sie zu Mir in Mein Reich wieder bringen kann, sondern weit vor alledem die Werktätigkeit, die schon dem zeitlichen Wohl und Heil der Gemeinschaft der Menschen dient.

Wer seinen Mitmenschen so dient, der dient damit auch Mir in der Wahrheit! ICH will keine Diener, die Mir dienen, sondern Kinder, die Mich als den Vater alles Lebens wieder erkennen und lieben, Kinder, die wissen, daß alles, was sie einander getan haben und tun, Mir doppelt und mehrfach tun. Sie, die für Mein Leid und für Meine Freude keinen Maßstab haben, sie müssen stets Meines Wortes erinnert und eingedenk sein:

Was immer ihr auch den Kleinsten und Geringsten unter euch getan habt und tuet, das tuet ihr Mir! Alles was ihr wollt, daß andere euch tun, das tuet ihr ihnen zuvor! Darin seid ihnen ein leuchtendes Beispiel und Vorbild!


Teil 20

Predigt an die Seinen - Abends

Nach dem heiligen Abendmahl - eine Fortsetzung

Weiter aber sprach der Herr:

Erst dann, so jemand dieses Mein Wort werktätig zu befolgen sich entschließt und durch das Wissen von Mir Mich und Mein Wort annehmen will und getauft zu werden bittet, erst dann erfüllet sein Verlangen. Seid aber vorsichtig und nicht voreilig, ganz besonders, so Juden sich einfinden, was bald geschehen wird, auch in böser Absicht, die ihr in ihnen nicht ersehen, bald aber bestätigt finden werdet.

Es werden sich auch nicht wenige aus der Schar jener jüdischen Eschaier bei euch einfinden, die, erst den Täufer Johannes hörend, dann auch Mir folgten, bald aber Mein Wort wider den Hebräergott, die Hebräerschrift und das Hebräerjudentum „zu hart“ fanden, sich abwandten und nicht mehr kamen. Seid besonders auch vor diesen auf der Hut, wie vor den Juden überhaupt, weil sie das auserwählte Volk des Teufels und der Hölle sind.

Trotzdem werde Ich auch einige wenige aus dem Judentum berufen, den Völkern und den Juden selbst zum Zeugnis, was alles der gute Wille in wahrer Gott- und Selbsterkenntnis zu vollbringen vermag, was den Völkern aber erst dann offenbart wird in der Wahrheit, so die Zeit, von der Ich oft schon gesprochen habe und die Ich herbeiführen werde, kommt.

Wie jede Gemeinschaft der Menschen auf Erden eine Führung, Leitung und Obsorge haben muß, um nicht in ein Chaos zu geraten, so auch die Gemeinschaft in Meinem Namen und Geiste, und deshalb spreche Ich davon, daß sich die Glieder jeder größeren Gemeinde die Fähigsten und Geeignetsten aus ihrer Mitte wählen sollen, dann aber auch den Gewählten eine wahrhaft treue Gefolgschaft zu leisten solange verpflichtet sind, solange jene das ihnen gebrachte Vertrauen werktätig rechtfertigen. Werden sie aber eines Vergehens überführt, welches der wahren Erkenntnis Meiner, Meines Wortes und ihrem freiwillig übernommenen Amte widerspricht, sollen und müssen sie Würdigeren weichen, was aber schon aus dem Grunde sich sehr selten, wenn überhaupt ereignen wird, weil das Amt seinen Trägern Pflichten aufbürdet, die ihnen keinen Gewinn an irdischen Gütern eintragen dürfen.

Zu ihren weiteren Pflichten wird auch die gehören, mit den Leitenden und Führenden der nahen und fernen Gemeinden durch Boten und – wo es notwendig erscheint – auch persönlich Verbindung zu halten, damit in allen einzelnen Gemeinden als einem Ganzen ein und dasselbe Wissen von Mir, ein und dasselbe – Mein – Evangelium, eine und dieselbe wahre Gott- und Selbsterkenntnis, eine Lehre, ein Geist, ein Wille, ein Trachten und eine Werktätigkeit sei, zum zeitlichen und ewigen Heile aller, die Mein sein wollen.

Glieder aber, die trotz ihres freien Entschlusses und Annahme der Taufe in Meinem Namen, Geiste und Meinem Worte nach nicht werktätig zu sein trachten und einen Lebenswandel führen, der anderen Gliedern und selbst auch den Außenstehenden ein Ärgernis ist, und die trotz aller Hinweise, Mahnungen und selbst auch Bitten darin verharren, sind aus der Gemeinde auszuschließen, ob und welches Amt immer ihnen bis dahin anvertraut wurde, oder auch ohne dieses; denn so ein Unkraut wirkt verderblich auf das Ganze, und ihr, die ihr alles Böse in Meinem Namen und Geiste zu bekämpfen habt, dürft es unter euch nicht dulden.

So wird es werden, so werdet ihr in Meinem Namen und Geiste Meinem Worte nach wirken, werktätig sein, viele der wahren Erkenntnis Meiner und ihrer selbst gewinnen, viele Gemeinden in vielen Ländern und Städten gründen, gleichzeitig aber auch schwer und aufopferungsvoll gegen jene Verlogenheit, Tücke und Bosheit der höllischen Finsternis kämpfen, die sich der Juden und der verjudeten Handlanger aus den Völkern bedienen wird; diese werden alles daransetzen, das Licht und das Leben der wahren Gott- und Selbsterkenntnis in die Finsternis und Verderbnis jüdischen Sumpfes zu zerren und darin zu ersticken.

Jahrhunderte nach euch werden eure Nachfolger den schweren Kampf dagegen fortsetzen, aber nach und nach der teuflischen Bosheit der Juden und ihrer inzwischen immer mächtiger und gewalttätiger gewordenen verjudeten Handlanger unterliegen. Wie zuvor, werden diese auch hernach alles zu vernichten trachten, was die Menschen auch nur auf die Spur eures wirklichen und wahren Wirkens führen könnte.

Ihren vermeintlich „vollen Sieg“ werden sie mit einem Größenwahn krönen, desgleichen es nie vorher gegeben hat und dem sich von den Herrschern der Völker bis zu den Bettlern alles wird beugen müssen. Das wird aber ihrem Größenwahn noch nicht genügen und sie über den Gipfel des mit den verwerflichsten und teuflischesten Mitteln Erreichten bis an den finsteren Abgrund weitertreiben, der sie zwar nicht gleich verschlingen, aber in zahlreiche neue Handlanger der Juden spalten wird, die sich in den seelischen Sumpf und in die geistige Pest des Buchstabens der Dokumente der Hebräerschrift noch tiefer hineinwühlen und andere in denselben jüdischen Sumpf mit Posaunentönen und Geschrei zerren werden: Jahweh, Jahweh ist Gott!

Die Juden werden alledem frohlockend zustimmen; aber eingedenk des einzig und allein ihnen geltenden, seitens des Hebräergottes mit teuflischen Schwüren und Opferforderungen an Mensch und Tier, ihrerseits mit der schamlos-blutigen Beschneidung besiegelten Bundes gegen alle Völker und Menschen der Erde und eingedenk der einzig und allein ihnen geltenden Verheißungen, werden die Juden im Geheimen wühlen. Dann aber werden sie auch öffentlich die Menschen zum Unglauben und zur Gottlosigkeit hetzen, die Weltbeherrschung den Ärmsten versprechen, sich aus diesen Heere von Kämpfern schaffen, die sich gegen alles gewalttätig wenden werden, was ihnen die Juden mit ihren Handlangern als Widersacher und Feinde hinstellen werden. Dadurch werden nie zuvor dagewesene Kämpfe und Drangsale entstehen, welche die Juden dazu ausnützen werden, sich alles und alle dienstbar zu machen, alle auszubeuten, alle auszuplündern, die Weltherrschaft anzutreten, und dann kommt die Zeit, von der Ich zu euch gesprochen habe!

Das für den heutigen Tag und Ich werde euch, nachdem Ich auferstanden sein werde, alles dessen nochmals erinnern und euch noch mehr sagen.


An die Scharen der Gemeinsamen Welt

(7. April 783 d. R.)

Mein Friede sei mit euch! Tröstet euch und weinet nicht! Denn Ich habe vollbracht, was zu vollbringen Ich Mir Selbst gesetzt habe, was aber in keiner Weise die Bosheit des Geistes entschuldigt, was dieser Mir angetan hat und noch antun wird.

Was Ich der kleinen Schar der Meinen auf Erden und auch den anderen Menschen, die Mein Wort hören wollten, gesagt habe und noch sagen werde, sage Ich auch euch: Furchtbares habe Ich erlitten; denn für Mein Leid und Meinen Schmerz haben weder Menschen auf Erden noch ihr einen Maßstab und Sinn. Qualvolles werde Ich noch erleiden; aber das qualvollste Leid und den namenlosesten Schmerz bereitet Mir das Wissen, daß alles Mein Wirken, alles Mein Leiden und alle Meine Selbstaufopferung für so viele vergeblich dargebracht worden ist!

Sehet euch um und wendet euch zu jenen Scharen, die ohne eigenes Licht wie ein dichter Nebel von ferne lagernd herschauen, und sehet, wie nahe sie den undurchdringlich finsteren Abgründen des bösen Geistes stehen, der Gewalt über sie übt und sie führt, und wie sie ihm folgen! Auch sie wie er wissen um das größte Geschehen aller Zeiten der Ewigkeit und leicht könnten auch sie zu Mir kommen, wollten sie wie ihr in Meinem Geiste tätig sein – und sehet, sie kommen nicht!

Weil sie aber nicht zu Mir kommen wollen – zum ewigen Zeugnis und zur immerwährenden Erkenntnis soll auch das vollbracht werden – , gehe Ich Selbst auch zu ihnen hin, und bis in den finstersten Abgrund des lebendigen Geistes hinab werde Ich rufen, predigen und Mich so offenbaren, wie Ich Mich den Menschen auf Erden offenbart habe. Denn sie sollen nicht die verlogene und heuchlerische Ausrede haben, von dem, was hier auf Erden geschehen ist, keine Kenntnis zu haben, weil sie es wissen und Ich sie dieses Wissens überweise! Und so Ich wieder von dort zu euch zurückkehre, die ihr Mir dorthin nicht folgen könnt, werdet ihr erstaunt und traurig darüber sein, wie wenige Mir von dorther gefolgt sein werden – doch soll es auch dieser wenigen wegen geschehen, denn Ich ginge hin, auch nur eines einzigen wegen!

Wenn auch dieses Mein Werk vollbracht sein wird, nehme Ich wieder Meinen blutleeren irdischen Leib an, werde in ihm zum Zeugnis Meiner Kraft auferstehen, die kleine Schar der Meinen auf Erden eine kurze Zeitspanne weiter führen, stärken und nochmals aller Meiner Worte erinnern zur Erkenntnis allen, die guten Willens sein werden, sie statt Meiner zu hören, durch ihr Wort Mich zu finden, und ihnen nachfolgend, zu Mir zu kommen.

Und so auch das noch vollbracht sein wird, nehme Ich Abschied von der Erde und komme wieder so zu euch, wie ihr Mich jetzt seht. Denn Mein auf Erden getragener Leib und Mein dort vergossenes Blut bleibt dem Irdischen, auf daß alle, die Mich wahrhaft finden, Meinen Geist annehmen und Mir nachfolgen wollen, Mich auch leiblich in Gestalt von Brot und Wein unter sich auf Erden so haben, wie Ich dort war!

Kraft Meines Geistes bin Ich allgegenwärtig, also überall zugegen; so sie aber in Meinem Namen und in Meinem Geiste im heiligen Verlangen nach Mir über Brot und Wein das Gebet sprechen, das schon Johannes in Meinem Namen und Ich die Meinen auf Erden zu beten gelehrt habe, und so sie sich jener Worte erinnern, die Ich bei dem der kleinen Schar der Meinen gegebenen Heiligen Abendmahl gesprochen haben, bin Ich wahrhaft so leiblich unter ihnen, wie Ich auf Erden war; und sie werden Meines Geistes sein und sie werden Mich in den durch den Geist geheiligten Gestalten von Brot und Wein haben.

Mein auf Erden getragener Leib hätte niemals eine Verwesung erfahren können, wie auch nicht Mein Blut, und deshalb bleibt beides kraft Meines Geistes rein in die Kräfte gewandelt da, die, selbst ein irdisches reines Leben, dem irdischen Leben dienen und die sich stets dort einfinden werden, wo sie durch die Kraft des nach Mir verlangenden Geistes herbeigesehnt werden.

Alles das aber soll die Menschen auch zu der Erkenntnis bringen und soll ihnen in aller Zukunft in Erinnerung bleiben, daß Gott die ewige Wahrheit und das wahre, ewige Leben allein der ewige wahre Gott ist, Der niemals die Greuel der Blut- und Brandopfer verlangt hat noch jemals verlangen wird. Denn solche Greuel verlangt allein der blutgierige, böse und verlogene Geist höllischer Finsternis, der durch Propheten seiner Gelüste und Gier, Gott zu sein behauptend, die Menschen unter Drohungen seiner Rache dazu drängt, ihm das Blut armer Opfer ohne Zahl und ohne Unterlaß darzubringen; und weil er ihnen für diesen teuflischen Dienst durch seine Propheten alle Vorteile des irdischen Lebens verheißen läßt, finden sie an ihm Gefallen und stoßen Den boshaft von sich, Der die ewige Wahrheit und das wahre ewige Leben, der wahre ewige Gott ist!

Doch aber gehet und führet in Frieden jene Scharen, die durch das größte Geschehen und das Vernehmen Meines Wortes aus eigenem guten Willen der sie umgebenden Finsternis zu entrinnen trachten, und suchet auch die kleine Schar der Meinen auf Erden auf und stärket sie, denn groß ist die Bedrängnis, die sie Meiner wegen so willig erdulden. ICH aber wende Mich zu jenen, die den Sumpf und Abgrund höllischer Finsternis füllen und die zu Mir nicht kommen wollen!

Worte Gottes kurz nach Seiner Auferstehung

Wie zuvor hat CHRISTUS den Seinen auch noch nach Seiner Auferstehung vorausgesagt, was der böse Geist höllischer Finsternis durch seine irdischen Knechte aus Ihm und aus Seinem Worte machen wird, und da sie entsetzt wie fragend zu Ihm aufsahen, sprach Er:

Gedenket, daß jeder gute Same, um viele gute Frucht zu bringen, vorher selbst scheinbar sterben muß – und Mein Wort ist wahrhaft guter Same, dessen Frucht das Heil des wahren ewigen Lebens ist.

Er versprach ihnen, Seinen heiligen Geist ewiger Wahrheit in sichtbarer Gestalt als das wahre Licht zu senden, damit sie mit Seiner Kraft aus der Höhe angetan werden und in Seiner Wahrheit ausharren, so die Bosheit der Knechte des Geistes höllischer Finsternis ihnen und Seinem Worte nachstellen, sie verfolgen, geißeln, einkerkern und ermorden wird, damit sie dem Gott ihrer Finsternis einen ihm wohlgefälligen Dienst tun.

Und Er eröffnete eine weite Zukunft vor ihren seelischen Augen wiedermals so, wie des öfteren zuvor, und sprach:

Das Evangelium Meines Wortes über Mich und Mein Reich wird in verdorbener Weise den Völkern der Erde verkündet werden, und unter Mißbrauch Meines Namens werden sie von vielen in Meinem Namen in schwere Irrtümer verführt werden.

Ein Volk wird sich gegen das andere erheben, Reich gegen Reich, Brüder wider die Brüder, es werden Kriegsgerüchte sein, Aufstände ausbrechen und Kriege geführt werden, Krankheiten, Not und Drangsale werden die Zeichen jener Zeit sein, aber alles das ist nicht das Ende dieser Welt.

Scharen werden die Verstorbenen fragen, und viele falsche Propheten werden aufstehen, von der Finsternis des Geistes getrieben, der sie beherrscht, und als falsche Christusse werden sie viele in Irrtum verführen; die ihnen Anhängenden und selbst einer tieferen Finsternis als zuvor Anheimgefallenen werden weitere Scharen locken und sprechen:

Kommt zu uns! Siehe, da ist Christus, da spricht er mit uns in der Kammer und da tut er Zeichen der Wunder, dort gibt er uns die Offenbarung der Wiedergeburt, er, der Wiedergeburt-Erstling; kommt und höret, was er und die Gottbegnadeten aus den Höhen uns sagen – und viele werden durch diese Lügen verführt werden.

Ich sage euch, daß alles das kommen und das Zeichen jener Zeit sein wird, in der ihr wiedermals Zeugnis geben werdet von Mir, die ihr von Anfang an bei Mir und die Meinen seid. Eine Zeit hindurch werdet ihr bei Mir traurig sein über die Bosheit dieser Welt, die sich freuen wird. ICH aber werde eure Traurigkeit in Freude wandeln und euch den Menschen senden, durch den ihr die Welt der Sünde überweisen werdet, was sie aus Mir und aus Meinem Worte gemacht hat.

Fraget heute nicht, ob jener Menschensohn, da er kommt, Glauben finden wird auf Erden, denn sehet, welchen Glauben Selbst Ich in der Finsternis da gefunden habe, Der Ich mit euch Wenigen zufrieden bin, weil durch euch große Scharen Mich finden werden trotz des Wütens des bösen Geistes. Aber das sage Ich euch, daß er euch Freude machen und euch ein Trost sein wird; denn er wird nicht aus eigenem und aus sich selbst reden, sondern das, was er von euch hören wird, das wird er aufnehmen, das wird er reden und Mich in der Wahrheit verherrlichen, weil er von euch, die ihr die Meinen seid, das Meine nehmen wird, und ihr durch ihn das Meine verkündigen werdet in der Wahrheit, die Ich ewig bin.

Weiters sprach der Herr zu den Seinen, als sie eingedenk Seines Wortes, Seiner Lehren und Seiner Handlungen beim Heiligen Abendmahl zu Ihm sprachen:

Herr! Da Du zu uns gesprochen hast:

Wahrlich sage Ich euch: So wer Mich ruft, so zwei, drei und mehrere in Meinem Namen und in Meinem Geiste versammelt sind, bin Ich mitten unter ihnen! –

Und so Du weiter gesagt hast:

Wahrlich sage ich euch: So ihr in Meinem Namen und in Meinem Geiste über das Brot und über den Wein sprechen werdet: ‘Das ist Sein Leib und Sein Blut, auf Erden von Ihm angenommen und in Seiner Selbstaufopferung zum ewigen Zeugnis und zur wahren Erkenntnis hingegeben, auf daß Er in diesen beiden Gestalten leiblich lebendig da bleibe, wie Er auf Erden wa‘ – bin Ich da – wollen wir Dich, Herr, in den Dir durch Dich Selbst und Deine leibliche Gegenwart geheiligten Häuser und Bauten also unter uns haben. Also sollst Du unter den Menschen auf Erden mitwohnen, und sie sollen nun Gotteshäuser haben, in denen Gott wahrhaftig-leiblich-lebendig so zugegen ist, wie Du Herr jetzt unter uns.

Und Gott der Herr gab ihnen zur Antwort:

Wie ihr alles das einrichten werdet, soll voll und ganz euch überlassen sein, denn maßgebend ist, daß es dem entspricht, was Ich euch gesagt, was Ich euch gelehrt habe und was ihr erkannt habet; daß ihr keinerlei Einrichtungen einführen werdet, die dem, was ihr empfangen habt, auch nur nebensächlich irgendwie widersprechen würden, weiß Ich, und deshalb sage Ich, daß alles das euch überlassen sein soll.

Doch aber sage Ich euch, daß ihr erst gar nicht dazu kommen werdet. Jene, die statt euch Meinem Namen Tempel bauen werden, werden darin nicht Meinen Geist, nicht Mein Wort, wie ihr es kennet, nicht eure Erkenntnis und auch nicht euren Geist, sondern jenen Geist obenan stellen, hegen, pflegen und anbeten, dessentwegen Ich gekommen bin, um ihn als den bösen Geist höllischen Sumpfes und Pfuhles, als den Seelen- und Menschenmörder vom Anfange an, als den Lügner, der aus eigenem die Lüge erfand, daher Vater der Lüge ist, so zu kennzeichnen, wie Ich ihn seinen beschnittenen Knechten gegenüber gekennzeichnet habe. Deshalb hassen sie Mich als den ärgsten „Gotteslästerer“ so grenzen- wie namenlos, weil er gerade sie zu seinen Auserwählten und sie gerade ihn, zu ihrem Gott erhoben haben.

Als Vater der Lüge lügt Er gegen Mich, Der Ich allein die ewige Wahrheit bin; auch er mit seinen Knechten, wie überhaupt alles, was einstens vor dem Anfange nur seelisch-geistig war, hat das Leben von Mir, von Meiner eigenen Lebenskraft empfangen und deshalb bin Ich der Vater alles Lebens.

Läßt er aber durch Propheten seines Trachtens und durch die Dokumente der Schrift offenbaren, daß er dieses verkehrten Volkes Vater und Gott sei, hat diese seine Offenbarung eben seinen Sinn und sein Trachten und ist anjetzt deshalb eine nur halbe Lüge, weil er tatsächlich der Vater jener Eigenschaften der Seele und des Geistes ist, die nicht nur dieses verkehrte Volk, sondern auch alle anderen Knechte und Sklaven dieses Geistes auszeichnen und kennzeichnen. Weil sie nämlich Eigenschaften frönen, deren Vater und Schöpfer er ist, sind sie seine Söhne und er als ein solcher Schöpfer und Vater auch ihr Gott, der die ihm seelisch-geistig am nächsten Stehenden von allen anderen als seine Auserwählten auch leiblich gekennzeichnet haben will und von ihnen deshalb das schamlose Blutopfer der Vorhaut unnachsichtig fordert.

Und damit sie weder seine noch ihre eigenen Werke als höllisch-teuflische Gier und Verlangen nicht zu erkennen trachten, verbietet er unter Todesdrohungen und Flüchen die Erkenntnis des Guten und des Bösen, und damit ihnen die Wahrheit des ewigen Lebens verborgen bleibe, stellt er zwei seiner Teufel auf, die mit Flammenschwertern den Weg zum Baume des Lebens sperren.

Nun aber ist der wahre Baum des wahren ewigen Lebens, wesentlich-persönlich da und bietet Sich Selbst jeglichem erkenntnisfähigen Geiste, der guten Willens ist, an, zum wahren ewigen Leben.

Der blutrünstige Rachegott und Vater der Lüge weiß es, wie, in welcher Weise und in welcher Art der Kraft er selbst und alles das seiende Seelisch-Geistige, das Leben an dem Anfange von, aus und durch Mich empfangen hat. Weil er aber seinen Auserwählten auch als Schöpfer und Vater des Lebens erscheinen muß, will er ihnen auch als ein Gott gelten, ergreift lügenvoll einen Klumpen Lehm, formt ihn zu einer menschlichen Gestalt und haucht dieser „das Leben“ in die Lehmnase. Er will also die lebendige Seele „geschaffen“ haben – und siehe, selbst eine solche unsinnig-plump-grobe Lüge wird nicht allein von den Auserwählten dieses Lügners geglaubt wie auch nicht geglaubt, sondern bald werden sie andere Knechte und Sklaven dieses Vaters der Lüge und dazu noch in Meinem Namen als die heiligste aller Wahrheiten preisen und die halbe Erde mit der Pest eines solchen seelisch-geistigen Sumpfes gewaltsam anstecken und vergiften.

Deshalb sage Ich euch: Nicht Mir, sondern diesem Geiste höllischer Finsternis und blutrünstiger Rachegier werden Tempel in Meinem Namen gebaut werden, aber ohne Mich, ohne Meinen Geist, ohne euch und ohne euren Geist, obgleich auch eure Namen an diesen zukünftigen Tempeln als Aushängeschilder ausgehängt werden. Und mit großer Machtgewalt wird man unendliche Scharen armer Menschen in diese Tempel treiben und alle mit Folterkammern, Blut- und Brandgerüsten ganz im Sinne, Verlangen, Gier und Trachten des bösen Geistes höllischer Finsternis bedrohen, der in diesen Zukunftstempeln als Gott und Vater aller obenan auch über Mich gesetzt werden, von dort aus lange Zeit hindurch die halbe Menschheit beherrschen und sie in seinem Banne halten wird.

Ich habe diesen Geist wie auch den Buchstaben der Schrift, durch den er sich selbst als Lügner und Satan bestätigt, gegenüber den Menschen und gegenüber den beschnittenen Seinen ganz besonders und in der Wahrheit gekennzeichnet und Mich Selbst gleichwohl deutlich dieser Welt nicht allein offenbart, sondern auch bestätigt; die Oberen und Diener der zukünftigen Tempel aber werden gerade das Gegenteil von dem tun, was Meines Geistes ist, und selbst das deutlich ihnen davon Dagelassene werden sie verkehren und Ich sage euch heute schon:

Sie werden deutlich und klar lesen können, daß Ich unter anderem gerade den Schwur verabscheue, weil auch dieser Frevel die Erfindung des bösen Geistes höllischer Finsternis ist, um Mich, Der Ich allein die ewige Wahrheit bin, bei jeder Gelegenheit in den Schmutz niedriger irdischen Händel, Streitigkeiten, Beteuerungen und gewaltsamer Treueversprechungen heimtückisch herabzuzerren. Er selbst hingegen hat seinen beschnittenen Auserwählten, damit sie ihm glauben, bei allen seinen sich beigelegten Namen und Nichtnamen, immer wieder schwören müssen und er schwört weiter; deshalb werden sie gerade in Meinem Namen gegen Meinen Geist und gegen die ewige Wahrheit – die allein Ich bin – diesem finsteren und blutrünstigen Rachegeiste selbst schwören, den Menschen also zu schwören gebieten und der Pest der Hinterlist und Heimtücke dieses Geistes voll, werden sie die Menschheit in denselben Sumpf gewaltsam treiben, der ihnen Lebensbedürfnis ist.

Immer wieder sage Ich es euch und immer wieder erschrecket ihr aufs neue, glaubet es nicht recht, wie ihr auch das nicht geglaubt und lange nicht fassen habt können, daß Ich Mich zum ewigen Zeugnis und zur wahren Erkenntnis allem Geiste, der guten Willens ist so aufopfere, wie Ich Mich aufgeopfert habe. ICH weiß, daß es einige von euch auch jetzt noch nicht voll und ganz fassen können, wie es möglich ist, daß die ewige Allmacht Sich scheinbar so ohnmächtig selbst der Ohnmacht des heimtückisch verlogenen, bösen Widersachers hingeben kann, das Ärgste, was die unstillbare Blut- Rache- und Vernichtungsgier des Teufels ersinnen kann, scheinbar wehrlos über Sich ergehen läßt und es ruhig erduldet.

Sehen es aber diejenigen, die also denken, nicht gerade darin die traurige Ohnmacht des bösen Widersachers? Nein! Denn sie können es nicht schauen, wie der böse Geist von Kräften, die er aus sich schöpft und die er in seiner eigenen Bosheit zum Namenlosen schürt, gequält wird, wie er vom gleich grenzen- und namenlosen Hasse verzehrt wird und wie er sich gebärdet, da er sieht, daß Ich Mein ewiges Leben unwandelbar-unveränderlich in derselben Kraft der Wahrheit lebe, die Mein ewiges Eigen ist, weil Ich die ewige Wahrheit, das wahre Licht und das wahre ewige Leben bin, von dem doch auch er das seine empfangen hat. Für alles das aber, was ihn bewegt, habt ihr gar keinen Sinn, denn dafür gibt es weder Worte einer Sprache, noch ein Gefühl in euch, da allein er und aus seiner Schar die ihm am nächsten Stehenden jene Gefühle aufbringen, deren Schöpfer er ist und die er auch diesen Seinen einzupflanzen verstanden hat.

Und deshalb sage Ich euch wiedermals: Laßt es gut sein, daß alles so kommt, wie es angesichts der seelisch-geistigen Wüste dieser Welt kommen wird und in der freien Auswirkung des Geistes derselben Wüste vorerst gar nicht viel anders kommen kann; seid in eurem Leid dessen eingedenk, daß auch der allerbeste Same scheinbar erst selbst aufgelöst und scheinbar sterben muß, um aufgehen und die Früchte bringen zu können, die seinem Wesen eigen sind.

Wie der gute Sämann, sollt auch ihr den guten Samen der ewigen Wahrheit, die Ich ewiglich bin, unverdrossen weiter säen, mag der böse Geist höllischer Finsternis und seine irdischen Knechte noch so viel davon zertreten und noch so viel eigenen Giftes unter euere Saat streuen, damit diese darin verderbe.

Zu euerem Trost und besserem Verständnis sage Ich euch weiter, daß, würde das nicht kommen, was kommen wird, würde die Menschheit zur gegebenen Zeit von dem Dasein und von der Tätigkeit des bösen Geistes der Hölle nicht alles erfahren und wissen; sie würde ihn und sein Trachten niemals so voll und ganz erkennen, würde sich im Laufe der Zeiten nicht alles das an ihr selbst so auswirken und der böse Geist sich dadurch selbst so bestätigen, daß sich sehr viele aus eigenem sagen werden müssen:

Wird uns so ein Geist als „Gott und Vater“ vorgehalten, gelehrt und aufzuzwingen gesucht, sind wir tausendemal besser daran, so wir uns seiner, wie auch seiner Knechte entledigen und ohne einen solchen „Gott-Vater“ in wirklicher Menschlichkeit Menschen sind, denen seine unstillbare Blut- und Rachegier fremd ist.

Daß dann viele mit dieser Erkenntnis und mit diesem Entschluß auch Mich mitverwerfen werden, wird nur deshalb geschehen, weil bis dahin alle mit der Pest der Lüge vergiftet sein werden, daß auch Ich nur deshalb gekommen sei, um denselben „Gott und Vater“, denselben Hebräergott ob seiner Verlogenheit, Bosheit, unstillbaren Blutdurst, unersättlichen Rachegier und satanischer Vernichtungswut zu verherrlichen und diesen finsteren Geist höllischen Pfuhles, als „Gott Vater“ zu bestätigen.

Die Tempeloberen, Hohepriester und Tempelknechte jener Zukunft werden „Gottlosigkeit, Frevel und Greuel“ schreien, in Meinem Namen die so „Gottlosen“ zurückzubringen trachten; sie werden jedem aber, den Mein Name etwa doch angelockt haben wird, sogleich wieder denselben Hebräergott als den „wahren Gott und Vater“ vorhalten, an den unbedingt zu glauben sei, da doch auch Ich – laut des Buchstabens, den bald jetzt schon die Knechte des Hebräergottes schaffen werden und der zu jener Zeit für euer Werk ausgegeben werden wird – ihn als den „allein wahren Gott und Vater“ verherrlicht und angebetet habe.


Teil 21

Worte Gottes kurz nach Seiner Auferstehung - eine Fortsetzung:

Weil Ich alles das weiß, darum und allein darum sage Ich euch nicht: Gehet und bauet Gotteshäuser der ewigen Wahrheit, sondern das sage ich:

Gehet und lehret alle Völker, was Ich euch gelehrt habe und so sie durch euch Meinen Namen, Meinen Geist, Mein Wesen und Mein Wort annehnen und euch nachfolgend, zum wahren ewigen Leben in Mein Reich wiedergelangen wollen, taufet sie: Im Namen Gottes, Der da ist Jesus Christus im heiligen Geiste der ewigen Wahrheit!

Zwar werden die finsteren Knechte des Hebräergottes bald eine andere Taufe ersinnen und, eure Taufe für Ketzertaufe ausgebend, im Namen desselben Hebräergottes alle verfluchen und verdammen, die an dieser Taufe, an euch und an Mir festhalten werden. Die teuflische Machtgewalttätigkeit der wachsenden Größe dieser Zukunftstempel wird das übrige dazu beitragen, daß in ihnen von Mir nichts sonst als Mein bloßer Name Christus bleiben und selbst auch er noch tief dem Hebräergott unterstellt werden wird. Allerdings werden sie Mich in bildlichen Darstellungen zu seiner Rechten setzen und ungleich weniger in seinem als vielmehr in Meinem Namen die Menschen ihm so lange gewaltsam zutreiben, bis sich große Scharen gegen sie, gegen ihren Hebräergott und in ihrer Vergiftung und Unkenntnis der Wahrheit ganz folgerichtig auch gegen Mich empören und mit dem Hebräergott auch Mich verwerfen werden.

Euch wird es bald jetzt schon bitter leid tun, daß ihr nicht das vollenden könnt, weswegen ich euch sende, doch aber sage Ich euch, daß es nicht auf die Spanne Zeit ankommt und daß alles, was vollendet werden soll, auch vollendet werden wird. Denn es kommt auch jene Zeit, daß ihr selbst und viele mit euch dieselbe Wahrheit, Mich, Mein Wesen, Meinen Geist und Mein Wort wiedermals verkünden werdet, nicht als irdische Menschen, sondern vom Geist zum Geiste durch den Geist, nach der Art und Weise, wie ihr es durch das Essaiertum an den Propheten kennet, von denen selbst unter euch einige da sind.

Oft habe Ich euch gesagt: So viele wahre Propheten da waren, die den Meinen als Dolmetscher und Mittler der Vorhersage Meines persönlichen Kommens unter die Menschen dieser Welt dienten, habe Ich sie gesandt, und so zukünftig ein wahrer Prophet kommen wird, um in Meinem Namen euch und mit euch den Menschen zu dienen, werde Ich ihn senden!

Viele wahre Propheten hätten begehrt zu sehen, was ihr sehet, haben es nicht gesehen, sehen Mich aber nun mit euch und freuen sich trotz ihres bitteren Leides um Mich dessen, was sie nun mit euch schauen; sehen aber sie jetzt, soll auch der wahre Prophet, den Ich zu gegebener Zeit euch senden werde, auch das sehen, was ihr mit den dagewesenen wahren Propheten heute sehet. So die wahren Propheten allezeit, um den Umweg vom Geist zum Geiste zu kürzen, das Wort der Meinen hörten und ihren Weisungen willig folgten, weil Ich sie gesandt habe, wird auch der Prophet, den Ich senden werde, euch hören und euren Weisungen folgen.

Auch ihr seid jetzt und zuvor schon die Meinen, die ihr schon vieles Meinetwegen erduldet habt und Arges noch um der ewigen Wahrheit willen erdulden werdet zum Zeugnis und zur wahren Erkenntnis für viele.

Wie aber kein Prophet der ewigen Wahrheit seine Sendung vollenden konnte, weil er stets gerade durch einige jene, die ihm am nächsten gestanden sind und die er zu den besten der Seinen zählte, an seiner Sendung mehr oder minder, selbst aber auch gewaltsam gehindert war, wird auch jener Menschensohn, den Ich als Meinen Propheten euch senden werde, der euch hören und euren Weisungen willig folgen wird, seine Sendung nicht vollenden können. Doch aber bin

Ich Selbst die wahre Vollendung alles Gegebenen und noch zu Gebenden und werde auch dann dafür sorgen, daß alles das, was vollendet werden muß, auch vollendet wird.

Das, was zu vollbringen Ich Mir von Ewigkeit und vor dem Anfange Selbst festgesetzt habe, habe Ich vollbracht. Hat der böse Geist höllischer Finsternis, dem schon die wahren Propheten, die Ich gesandt habe, ein Greuel waren, an ihnen, weil sie die Meinen sind, durch seine irdischen Knechte Greuel geübt, mußte er doch in seiner unstillbaren Blut- und Rachegier an Mir, Der Ich kein Prophet der Wahrheit, sondern die ewige Wahrheit wesentlich-persönlich Selbst bin, größere Greuel üben, und wie sich seine irdischen beschnittenen Knechte und Sklaven darum bemüht haben, sehet ihr an Mir und entsetzet euch immer wieder mehr.

Seid aber in keiner allzugroßen Sorge, denn der Same, den ich in den Fruchtacker eures seelisch- geistig- lebendigen Wesens gesät habe, ist aufgegangen und unausbleiblich wird er gute Frucht bringen, selbst dann, so die Knechte und Sklaven des Hebräergottes durch die Größe ihrer zukünftigen Tempel, durch ihre Machtgewalt, Würden, Ansehen, Reichtum und Herrlichkeit sicher gemacht, diesen Samen, samt der Frucht unter der blut- und greuelbesudelten Mosesdecke erstickt wähnen werden, dieweil der aufgegangene Same und die lebendige Kraft seiner Frucht nur auf die Abnahme der ihn hindernden Decke wartet.

Diejenigen aber, die dieses Hindernis beseitigen werden, so die Zeit dazu gegeben sein wird, seid ihr, der euch jetzt schon verheißene Prophet und mit diesem jene, die durch euch und ihn zur Erkenntnis der ewigen Wahrheit gelangt, Mich, Meinen Geist und Mein Wort, euch nachfolgend dann weiter tragen werden. Dann wird es nur eine Frage der Zeit sein, daß die abgenommene Decke in denselben Sumpf geworfen werden wird, von wo sie die Knechte des bösen Geistes herausgezerrt hatten.

Und wird auch der euch versprochene Prophet, der kommen wird, weil Ich ihn euch sende, seine Sendung nicht vollenden können, werdet ihr durch ihn den Menschen doch so viel geben, daß es zur Erkenntnis der ewigen Wahrheit mehr als reichlich genügt. Zu jener Zeit werde Ich in Meinem Reiche euch rufen und euch sagen: Sehet dort das neugeborene Menschenkind an und kümmert euch darum, lasset es nicht aus den Augen, denn der Tag wird kommem, da es euch dienen wird. Freudig werdet ihr fragen: Herr, ist es der uns damals versprochene Prophet? und Ich werde sagen: Ja; denn auch die Zeit mit ihren Zeichen ist da; daß aber nicht Ich, sondern die Einstellung und das Trachten des erkenntnisfähigen Geistes auf Erden diese Zeichen schafft, wisset ihr ja. Und während dem auf Erden ein Jahr dem anderen folgen wird, werdet ihr nicht nur einmal kommen und Mich bezüglich des euch anvertrauten Propheten staunend und besorgt fragen: Herr! Dieser da? Dieser Menschensohn soll jener Prophet sein, den zu senden Du uns damals, da Du Selbst unter uns auf Erden weiltest, versprochen hast?

Ja! – Dieser da, werde Ich sagen, und der Seher Johannes zu euch tretend, wird euch in seiner, alles gut und schön findenden Art und immer heiteren Gemütes weiter sagen:

Ja, ihr lieben Kinder Gottes, er ist es, den ich damals schon auf Erden in dem Meere des Schweigens der Ohnmacht unter jenen gesehen habe, unter denen und ähnlichen ich kurz zuvor selbst noch war und die das Mal des Reiches weder ablegen noch verlieren haben können, machet die Augen besser auf, schauet ihn euch näher an und lasset Gott den Herrn in Ruhe!

Und dieser Weisung, die in dieser gemütlich-aufmunternden Art nur diesem Johannes eigen ist, folgend, werdet ihr bald begreifen, warum es gerade er ist, wie auch das alles, weswegen ihr staunend so besorgt sein werdet.

Auch ihr seid einstens aus meinem Reiche gegangen, nicht aber um dem bösen Geiste und seiner Schar nachzugehen, sondern um jene Scharen, die durch seine Großsprecherei und ein ihnen bis dahin vollkommen fremdes Schaffen betört, ihm nachfolgten, zu warnen und sie so zur Einkehr wie auch Rückkehr zu bewegen. Sehr viele euresgleichen waren fest entschlossen, die unübersehbaren Scharen zu retten; aber angesichts des auch ihnen fremden Schaffens des bösen Geistes, angesichts der eine begrenzte Ferne hüllenden Finsternis, angesichts der Hartnäckigkeit, Verstocktheit und des bereits an Bosheit grenzenden abweisenden Verhaltens ganzer Gruppen der Betörten und der sonstigen Stellungnahme gegen das gütige Zureden und Mahnen der Retter; angesichts all dieses Geschehens und dessen Steigerung gerieten auch viele dieser Retter mehr oder minder in Aufregung. Daß sie dem ihnen bis dahin unbekannte Übel des Zornes und den ihn unvermeidlich begleitenden Folgen selbst anheimfielen, ist nur das einfache Ergebnis eines Übels aus dem anderen.

Es gibt wohl im Wesen und in der Kraft wie auch im Sinne und Geiste des Wortes Zorn wie in allen den anderen seelisch-geistig aufgebrachten Eigenschaften sehr große und unendliche Unterschiede; niemals aber darf das Wesen, die Kraft, der Sinn und Geist des Wortes Gerechtigkeit als Eigenschaft mit dem Wesen, Geist und Sinn des Zornes in Einklang zu bringen gesucht und zwecks Abschwächung und Beschönigung, von einem „gerechten“ oder gar auch noch „heiligen“ Zorne gesprochen werden, da der Zorn als solcher nie gerecht und deshalb schon gar niemals „heilig“ ist, weil er der wahren Gerechtigkeit und deshalb auch der wahren Güte, Liebe, Erbarmung, Vergebung, Selbstaufopferung und der ewigen Wahrheit – Mir – unendlich ferne steht.

Gerade aber deshalb spricht der böse Geist höllischen Pfuhles und Sumpfes nicht nur vom „gerechten und heiligen“ Zorn, von „gerechter und heiliger“ Rache, von „gerecht-heiliger“ Vernichtung, sondern auch noch von „heiliger“ Blutgier, der „heilige“ Blut- und Brandopfer notwendigerweise seitens der gleichgesinnten finsteren Knechte und Sklaven dieses Teufelsgottes dargebracht werden müssen, damit auch sie durch die Greuel „geheiligt“ seien.

Hütet euch also, dem Zorne Raum und Freiheit zu geben, der den Gefühlen des seelischen Leibes entspringend, auch den Geist in Mitleidenschaft zieht und ihn nur allzuleicht verfinstern kann; lasset also nicht das Gefühl des Zornes, sondern die Kraft des Geistes maßgebend und auch des Zornes Herr sein.

Sehet, wie die Heimtücke und Bosheit mit haßerfülltem und rachelechzendem Zorn Mich verfolgt und Mich ohne Unterlaß auch nur zu einem einzigen ihresgleichen Zornesausbruche zu verleiten gesucht hat. Die beschnittenen Knechte ihres haß-, vernichtungs-, zorn- und rachespeienden Lügenvaters, Höllengottes und Satans wollten mit allen Mitteln teuflischer Bedrängnis und Bedrohung durchaus auch Mich zu einem gleichen Zornesausbruch zwingen. Dies ist aber unmöglich. Deshalb schreien sie, daß das Wort, kraft dessen Ich ihren blutrünstigen Rachegott als den Satan, Seelen- und Menschenmörder vom Anfang an und Vater der Lüge, der in der Wahrheit nicht bestanden ist und sie kraft desselben Wortes als Knechte und Sklaven dieses blutrünstigen Rachegeistes und als Heuchler kennzeichne, die ärger als das giftigste Otterngezücht sind, nicht das laut gesprochene Wort der Wahrheit, sondern Worte des Zornesausbruches seien.

Weil aber auch diese Lüge den Heuchlern der Zukunft nicht genügen wird, werden sie als würdige Söhne ihres Lügenvaters selbst weitere Lügen ersinnen, die auch Mich im Zorn erscheinen lassen werden, damit Ich auch in diesem Sinne und Geiste nicht als Der erkannt werde, Der Ich kraft des Wesens Meines Geistes unwandelbar-unveränderlich dieselbe Wahrheit bin in Ewigkeit.

Das Wesen, die Kraft, der Sinn und Geist jener Eigenschaft, die im Leiblichen der Seele durch die Einwirkung einer ganz bestimmten geistigen Einstellung zu ganz bestimmten Dingen und deren Auswirkung auf diese Einstellung des Geistes als ein Gefühl ganz bestimmter Art erzeugt und mit dem Worte Zorn bezeichnet wird, kann Meinem Wesen und Geiste als Eigenschaft in keinem, auch nicht in dem entferntesten Sinne eigen sein. Und deshalb kenne Ich sie selbst als eine Mir fremde und unendlich ferne stehende Eigenschaft jenes Seelischen, dem ein erkenntnisfähiger Geist eigen ist, und deshalb, weil diese Eigenschaft niemals gut, sondern in jedem Falle minder oder mehr dem Bösen neigt und nur allzu leicht dem Bösen ganz anheimfallen kann, sage Ich euch: Hütet euch und lasset das Gefühl des Zornes im Seelischen eures ewigen Ich nicht aufkommen, sondern lasset die Kraft des Willens des Geistes maßgebend und Herr dieses, wie auch aller anderen bösen Gefühle sein.

Dagegen aber sage Ich euch und durch euch allem erkenntnisfähigen Geiste auf Erden wie auch im Jenseits:

Wehe und dreimal wehe allem jenen erkenntnisfähigen Geiste, der maßgebend, seine Macht, Herrschaft und Kraft gegen jene Gefühle seines seelischen Leibes gewaltsam und gewalttätig wendet, die kraft des lebendigen Funkens des in seinen seelischen Leib von Mir gelegten Gewissens als Same, Wurzel und lebendig blühendes Gewächs solche Gefühle wachruft und zeitigt! Diese nämlich, über alle anderen erhaben, mahnen vorzüglich den Geist zur Aufbringung guten Willens und sind deshalb eine sehr wichtige Grundlage seiner eigenen Reinheit und seiner wahren Größe.

Ein gegen diese Art von Gefühlen sich gewaltsam wendender und sie gewalttätig unterdrückender Geist ist unrein, und ein unreiner Geist achtet und folgt der Kraft jener unrein-niedrigen Gefühle des ihm untrennbar eigenen seelischen Leibes, die seiner eigenen und eigens vorgefaßten unrein-niedrigen Einstellung gegenüber allem, was reiner und erhabener als er ist, entsprechen. Er sucht dagegen alle dem Erhaben-Reinen etwa doch noch neigenden oder erst auftauchenden Gefühle des eigenen seelischen Leibes so lange und so gewaltsam zu drosseln, bis sie im Keime schon erstickt, den unreinen Geist ungestört in Gefühlen schwelgen lassen, die seiner unrein-niedrigen Einstellung entsprechen; und dann kommt es von selbst, daß er sich und seine solche Einstellung für hocherhaben-rein hält, dagegen das wahrhaft Erhabene-Reine als das Gegenteil verspottet, verhöhnt oder sogar auch boshaft bekämpft.


Predigt an die Seinen 30 Tage nach Seiner Auferstehung

(7. Mai 783)

Über das Wirken des Hebräergeistes und das künftige Geschehen

Der Geist der Wahrheit wird zeugen von Mir, daß sie Mich nicht kennen wollen, daß sie nicht glauben an Mich, Der Ich allein die ewige Wahrheit, das wahre Licht, der wahre Weg und das wahre ewige Leben bin! Und der Geist wird sie der Sünde überführen, daß sie den Geist des Abgrundes und der Finsternis über Mich gesetzt haben und ihn, den Vater der Lüge, den Satan, der in der Wahrheit nicht bestanden ist, nach den Weisungen der Hebräerschrift auch als ihren Gott anbeten werden.

Und der Geist der Wahrheit wird durch euch die Wahrheit sprechen, weil er von dem Meinem nimmt, und ihr, die ihr die Meinen seid, werdet dann wiedermals verkünden, daß er Mein Geist, der Geist der Wahrheit, der Geist Gottes, unwandelbar-unveränderlich der gleiche in aller Ewigkeit ist und auch ihr, die ihr mich, Mein Wort, Meinen Geist und das Licht der ewigen Wahrheit angenommen habt – ihr werdet in demselben Geist durch den Geist Mich den Menschen wiedermals verkünden!

Jetzt sehet ihr Mich nochmals als einen euch gleichenden Menschen – und das Wesen des Menschen allein ist es, das einige unter euch anfänglich zweifeln hat lassen. Aber ohne diesen angenommenen irdischen Leib hätte auch der Geist der Wahrheit, der Geist des ewigen Wesens Gottes, niemals Seine Offenbarung so und in der Weise geben können, wie es geschehen ist. Vor allem anderen aber hätte Ich, Der Ich dasselbe ewige Wesen, derselbe Geist der Wahrheit bin, die eigene, allen wahrnehmbare Selbstaufopferung nicht vollbringen können, da das Gesetz, welches durch den Willen Meines Geistes diesem Geiste und dem Wesen, dessen Eigen er ist, ewiglich gilt, niemals geändert oder überschritten werden kann.

Gott bleibt nämlich in Seinem Wesen und in den sich Selbst gesetzten Grenzen unwandelbar-unveränderlich in Ewigkeit, auch dann, wenn Er zeitlich ein Mal eine euch gleichende Gestalt auf dieser Erde an Sich genommen hat, um ohne Propheten und ohne Vermittlung Sich Selbst euch zu lehren, euch die ewige Wahrheit Seines ewigen Wesens und Geistes Selbst zu offenbaren.

Durch die Kraft des Willens Meines Geistes und Wesens habe Ich einzelne, vor Gott kleine Handlungen vollbracht, die aber außer Mir niemand tun kann, auf daß die Menschen, aber auch ihr sehet, höret, fühlet und, also empfangend, euch jenes wahre Wissen aneignet, das im Geiste der Wahrheit aufgeht; so könnt ihr, durch dasselbe Wissen geheiligt, in wahrhaft unerschütterlichem Glauben an euch selbst und an die reine Kraft des Geistes der ewigen Wahrheit in demselben Geiste neben Mir in Meinem Reiche an dem wahren Leben teilnehmen ewiglich!

Wohl denen, die sehen, hören, fühlen, erkennen, annehmen, wissen und glauben! Selig aber sind alle jene, die Mich nicht sehen können werden und die doch an Mich glauben werden, zum wahren, ewigen Leben!

Viele empfangen das Wissen durch die Sinne des Leibes, und ihre Seele macht aus dem so Empfangenen meist das, was ihr Geist daraus machen will. Der Wille des Geistes des Menschen, sein Trachten und seine Erkenntnis zieht den suchenden anderweitigen Geist der Seelen erkenntnisfähigen Geistes jenseitiger Welten an sich, und vereint bauen sie an dem, wonach der Geist des Menschen verlangt. Ist das suchende, dem Geiste und der Seele des Menschen sich also anschließende seelisch-geistige Wesen aus dem Lichte der Wahrheit, sagt es dem verlangenden Menschengeiste, in welchem Punkte sein Verlangen gipfelt und welche Grenze des Willens nicht überschritten werden soll.

Die sich aber oft gleichfalls den Menschen anschließenden Seelen der Schatten der Verirrung oder gar jene des seelisch-geistigen Abgrundes schüren alles unreine Trachten, Verlangen und Wollen des Menschengeistes ins Grenzen- und Uferlose. Der Mensch steckt dann mitten im seelisch-geistigen und leiblichen Sumpf, und findet er daran Gefallen, so hält er nach dem rettenden Ufer gar nicht mehr Ausschau.

Viele Menschen dagegen tragen im eigenen Geiste einen guten und festen Willen, der alles durch die leiblichen Sinne Empfangene sich unterwirft, dem eigenen Verlangen, aber auch den etwa ihm widersprechenden Gefühlen seiner Seele selbst eine feste Grenze setzt und sich also der Wahrheit auch ohne fremden Einfluß selbst nähert. Eines solchen Geistes waren auch einige wahre Propheten der Juden, die aber die Oberen dieses Volkes gerade deshalb rachsüchtig verfolgt, gefoltert und gemordet haben.

ICH aber sage euch auch das:

Meine Ankunft, Mein Wirken, Meine Selbstaufopferung wie auch die Aufopferung vieler, die Mir und euch wahrhaftig nachfolgen werden, gleichen derzeit erst einem Fruchthalm und einer Saat, die gesetzt und gesät worden sind; diese werden aber bald – und das noch zur Zeit eurer Drangsale und Folter – mit allerlei Schmutz und Mist zugedeckt und mit der giftigen Jauche des alten Geistes der Rache und der Blutgier vermengt werden, was bei euch die größte seelische Folter auslösen wird.

Seid aber deshalb nicht traurig! Euch sende Ich den Geist der Wahrheit und lasse euch – und durch euch die Menschen – nicht als Waisen, Ich Selbst komme zu euch in Meinem Geiste, und ihr werdet ihn empfangen in der ewigen Wahrheit Meiner Selbst.

Ihr werdet denselben Geist anderen zutragen und ihn offenbaren. Aber selbst viele jener, die durch euch empfangen werden, werden den Geist nur zum Scheine annehmen, auf daß, wenn sie ihn erkannt haben, sie ihn entstellen und dann offen gegen ihn und gegen euch auftreten.

Durch den so entstellten Geist werden sie Meiner spotten und nur die Aussicht auf den eigenen Vorteil wird sie veranlassen, Mich erst ihren großen Propheten gleichzustellen; da es unmöglich gemacht werden wird, daß Mein Wort, welches die zwei Jüngsten unter euch in Schrift umsetzen werden, gänzlich vernichtet wird, werden sie Mich über ihre großen Propheten setzen, Mich den „Gesandten Gottes“ und dann auch den „Sohn Gottes“ nennen, damit der finstere Geist der Blutgier und der Rache auch weiterhin ihr Gott bleibe und sie nach den seinen auch den eigenen Gelüsten frönen können.

Zeiten werden vergehen, es werden Kriege wie selten zuvor geführt werden und in der Gier des Geistes höllischer Finsternis, aber im schwersten Frevel Meines Geistes, Wortes und Namens wird Blut in Strömen vergossen werden. Not, Elend, Hunger und Folter aller Art werden noch ärgeres Blutvergießen, Rachegier und Pein auslösen: alles im Namen eines Gottes, der in der Wahrheit nicht bestanden ist, der der Satan ist; und daneben wird Mein Wesen, Mein Geist, Wort und Namen zum Ergötzen des alten Satans gefrevelt und gelästert.

Aber Ich sage euch:

Ein Augenblick der Ewigkeit, der aber die Menschen jetzt als halbe Ewigkeit dünkt, wird vergehen, und der Geist der ewigen Wahrheit wird aufs neue bezeugen, daß der Geist Gottes ES Mein Geist ist, Der Ich jetzt also zu euch spreche.

ICH kenne eure Gedanken, und wenn ihr meint, daß Mein Wesen, wie Ich Mich euren Augen offenbare, dem Geiste der Wahrheit nicht vollauf entsprechen kann, sollt ihr in wenigen Tagen eines andern belehrt werden; denn wie ihr Mich jetzt, nicht aber den Geist der Wahrheit sehen könnet, also werdet ihr den Geist, nicht aber Mich sehen. Könntet ihr aber den Geist der Wahrheit mit euren leiblichen Augen aufnehmen, käme er nicht in einer Gestalt, die das Licht des irdischen Tages bricht? Nein!

Und weil es also unmöglich wäre, werde Ich ihm eine Gestalt geben, die nicht die seine ist, auf daß ihr, wenn ihr ihn gesehen und empfangen habt, euch erinnert und erkennt, daß Ich auch eine irdische Gestalt angenommen habe, die nicht die Meine ist, die aber in Ewigkeit für jene bleiben soll, die niemals so rein durchgeistigt sein werden, daß sie Mein ewiges Wesen und Meinen Geist in der Kraft Gottes schauen könnten; und diese sind es, die Mich in der Gestalt, die Ich jetzt also angenommen habe, verklärt durch die Kraft Gottes, schauen sollen, auf daß auch ihre Seligkeit gleich jenen Reinen, welche die Kraft des Geistes Gottes in Meiner ewigen Wesenheit schauen werden, vollkommen sei.

Und abermals sage Ich euch:

Wer Gott wahrhaft sucht, und von Ihm als vom Vater spricht, wer den heiligen Geist der Wahrheit sucht und Gott anruft, der sucht nach Mir, Mich ruft er an, und Ich bin bei ihm auch dann noch, wenn er wahrhaft zu suchen aufhört und Mich dieses Meines da auf Erden angenommenen Wesens wegen nicht als den ewigen Vater alles Lebens anerkennt. Denn viele werden das wirkliche Wunder der Menschwerdung Gottes – gleich euch – nicht sogleich und viele wieder nicht so bald wie ihr fassen können. Dem Geiste Gottes, dem Geiste der Wahrheit, der Mein Geist ist, kann nichts verborgen bleiben, und kraft dieses Geistes weiß Ich, ob ein Mensch nicht fassen kann oder ob er nicht fassen will.

Darum habe Ich euch Mir auserwählt, weil ihr das größte Geschehen, welches die Allmacht Gottes kraft des Geistes der Wahrheit krönt und dem gegenüber das ganze Werk der Schöpfung gar nichts bedeutet, fassen könnt: das Geschehen, daß Gott, um den Menschen Sich Selbst und Seinen Geist der Wahrheit wesentlich-persönlich geben zu können, ein irdischer Mensch geworden ist und Selbst also zu euch spricht. Darum habe Ich Mir euch auserwählt, weil Ich euch von Ewigkeit kenne, und ihr deshalb jetzt mit Mir da seid, trotzdem auch ihr ein solches Geschehen anfänglich nicht habt fassen können.

Mehr als drei Jahre habt ihr Mich begleitet; ihr habt an Meiner Seite gesehen, gehört und erlebt, was niemand vorher erlebt hat und auch in der Zukunft nicht erleben wird. ICH habe euch alles erklärt, und alles habt ihr fassen können; daß aber Ich als Mensch in Meinem wahren, ewigen Wesen und kraft Meines Geistes Gott im Wesen wie im Geiste bin, das konntet ihr nicht alle gleich fassen bis heute, da ihr fasset, wisset und glaubet! Und darum habe Ich euch erwählt, weil ihr, die ihr nicht alle gleich fassen habt können, jetzt desto mehr glaubet! Und euer Glaube soll gestärkt werden kraft des Geistes der Wahrheit, den ihr sichtbar empfangen werdet zum wahren Glauben, zum wahren Wissen und zur wahren Erkenntnis.

Ihr konntet bis heute das Große nicht alle gleich fassen, wir aber sind vielen begegnet, die das Große, wenn auch nicht vollauf, so doch auch gefaßt haben. Weil sie aber von ihrem „Gott“, der der blutgierige Mörder der Menschen, der Vater der Lüge und der Finsternis, der Satan ist, der allen erkenntnisfähigen Geist in den höllischen Abgrund der Bosheit zu führen sucht, weil sie an seinen Gelüsten Gefallen finden und von ihm nicht ablassen wollen, haben sie zwar das große Geschehen dieser Zeit zur guten Hälfte gefaßt; sie haben es aber durch den bösen Willen ihres finsteren Geistes aus ihrer Seele verdrängt, es nicht fassen wollen, weil Mein Geist und Mein Wort etwas ganz anderes von ihnen fordert als ihr „Vater“ und ihr „Gott“.

Euch hat das Wesen dieser Meiner Menschengestalt länger getäuscht, diese aber nicht so. Ihr bewundert mit großem Staunen Meine Werke, aber Mein Wort habt ihr anfänglich nur zur Hälfte verstanden, und sobald ihr Mich leiden sahet, war auch schon der Zweifel im Herzen so mancher unter euch, und sie dachten bei sich:

Der Geist Gottes ist in Ihm, Er aber Selbst ist doch nur ein Mensch, vielleicht doch nur Gottes Sohn, wie es durch die Propheten der jüdischen Essaier verkündet wird. Denn wäre Er Gott Selbst, wie wäre es möglich und wie könnte Er es ohne Widerstand dulden, daß gerade der ärgste Auswurf der unmenschlichen Schlangenbrut so furchtbar-grausam mit Ihm verfahre? Er müßte doch mit dem bloßen Gedanken das ganze giftige Otterngezücht vernichten können! Davon sind wir überzeugt. Warum tut Er nichts dergleichen?

Daß Ich es tun könnte, davon seid ihr überzeugt. Weil Ich es aber nicht getan habe, haben einige an Mir gezweifelt. Hätten sie Mein Wort stets verstanden und stets in lebendiger Erinnerung, wäre kein Zweifel in ihnen aufgekommen. Jetzt seid ihr vollständig davon überzeugt, daß Ich es zwar tun könnte, es aber doch nicht tun kann, weil dem Geiste Gottes, Meinem Geiste, sieben Kräfte: die Wahrheit, Güte, Liebe, Erbarmung, Vergebung, Gerechtigkeit und Selbstaufopferung eigen und Mein unwandelbar-unveränderliches Gesetz sind, und Ich keine Gewalt der Vernichtung kenne.

Hättet ihr Mein Wort lebendig in euch, müßtet ihr wissen, daß eine Vernichtung keine solche ist; es kann die Seele des Menschen mit ihrem Geiste und dessen Leben durch Gewalt vom irdischen Leibe getrennt und dieser vorzeitig der Verwesung preisgegeben werden. Den lebendigen Geist des Wesens der Seele und diese selbst zu vernichten, vermag niemand – auch Gott nicht – weil die Kraft des Lebens einem jeglichen Geiste von Ihm und aus Ihm gegeben wurde. ICH schenkte diese Kraft aus Meiner Macht dem ewigen Gesetze Meines Geistes zufolge einem jeglichen Wesen durch den Geist einer jeglichen Seele und kann sie kraft dieses Gesetzes nicht zurückfordern in Ewigkeit.

Nur der ewig unwandelbar-unveränderliche Geist, dessen Vollkommeheit keine größere und höhere sein kann, birgt die Allmacht in sich, und die Kräfte des unwandelbar-unveränderlichen Wesens und Geistes Gottes wirken stets unveränderlich, an welchem Mittelpunkte immer das Wesen Gottes, dem dieser Geist eigen ist, sich befinden mag. Begreifet ihr nun, daß der Geist, nicht aber das Wesen als solches an sich maßgebend ist?

Ein jegliches durch den Geist lebendes seelisches Wesen – die Kraft des Lebens konnte nur diesem gegeben werden und ist sein Eigen – hat eine ganz bestimmte Gestalt durch den Geist, der ein untrennbares Eigen des Wesens der Seele von Ewigkeit her ist. Aber nur das Wesen ist gestaltet, der Geist nicht; denn er ist nicht das seelische Wesen, sondern die Kraft, die mit der Kraft des Lebens verbunden ist und jenes seelische Wesen, dessen Eigen sie sind, seiner Urbeschaffenheit nach entfaltet, gestaltet und es nach seiner Kraft leitet.

In Ewigkeit, in der es auch für euch – und all den Geist – keinen Anfang gibt, wußte Ich um den Zeitpunkt, an dem Ich Selbst in diese Welt, deren Schöpfung einstens in den Äonen der Zukunft gelegen war, zu kommen beschlossen habe. ICH tat dies, um zu dem von Mir sich abgewandten und blindlings dem Abgrunde der vom Satan geschaffenen Finsternis zustrebenden Geist der Menschen Selbst zu sprechen, ihn Selbst zu lehren, ihm Meinen Geist der Wahrheit zu geben und Mich zum Zeugnis derselben ewigen Wahrheit auch aufzuopfern für Zeit und Ewigkeit. Mein Geist, Mein Leben, Mein Wesen ist unwandelbar-unveränderlich dasselbe geblieben! Aber die Gestalt, die Ich da trage, das Aussehen?

ICH mußte zu den Menschen sprechen; sie mußten Mich hören, Mich sehen; Mein Wirken und Meine Handlungen mußten ihren leiblichen irdischen Sinnen offenbart werden, auf daß sie auf diesem Wege und durch den erkenntnisfähigen Geist die Seele erreichen, die gegen Offenbarungen rein geistiger Art meist nur wenig empfindlich, vielfach sogar auch verschlossen ist.

ICH mußte im Menschenleibe Handlungen vollbringen, sprechen und Werke tun, die kein Mensch tun kann; Ich mußte Mich sprachlich den Menschen offenbaren – Wort und Werke durch die größte Selbstaufopferung bekräftigen und alles das durch die Kraft Meiner Auferstehung, durch Mein Scheiden von dieser Welt und durch Mein Wiedereingehen in Mein Reich krönen.

Sagt Mir aber selbst: In welcher anderen Gestalt als in der eines euch gleichenden Menschen konnte oder sollte Ich alles das vollbringen? Denket vernünftig, wahrhaft nach, und die wahre Erkenntnis wird kommen! Daß sie aber kommt, dafür werde Ich weiter sorgen – und auch die Zeit wird kommen, in der ihr längst schon in Meinem Reiche wohnen, eure Erkenntnis aber weiter unter die Menschen tragen werdet, die, ohne Mich oder euch gesehen zu haben, Mich und euch wahrhaft erkennen werden, weil sie den Geist der ewigen Wahrheit suchen werden; und sie werden durch den Geist und durch euer Zutun Mich finden. Zu jener Zeit wird die Menschheit trotz ihres „Gottes“ und trotz ihrer Gottheiten noch gottloser sein, als sie es jetzt ist.

Und Ich sage euch abermals:

Wenn ihr wollt, daß euch die Menschen was tun, das tuet ihr erst ihnen, denn das ist der Geist Gottes, das ist Sein Gesetz und nur so wird ein wahrer Prophet sprechen, wenn er im Geiste der ewigen Wahrheit, in Meinem Geiste sprechen wird!

Heute knirschen die Armen mit den Zähnen, ballen insgeheim die Faust und fluchen dem blutgierigen Satan, der des einzelnen Macht, Reichtum und Gewalt „segnet“, damit dieser nach dem Gesetze gerechtfertigt erscheine, wenn er die Armen seiner Gier opfert. Sie sagen sich, daß der böse Asasel eigentlich ein Engel gegen einen solchen blutgierigen Rachegott ist; denn der arme Asasel nimmt den ihm in die Wüste gejagten Ziegenbock, dem ein Priester die Sünden des Volkes auf den Kopf geladen hat, gütig und ohne Rachegedanken an, nimmt ihm die Sünden ab und steckt sie ruhig ein. Der Satan ersann einen Teufel, der besser wäre als er, wenn er vorhanden wäre.

Zu jener Zeit aber werden die Menschen Gott, Den sie nicht kennen werden, öffentlich fluchen, Mich verlachen und den Geist der Wahrheit, der Mein Geist ist, so lästern und freveln, wie es niemals zuvor war.

Viele werden aufstehen und lehren, daß alles, was ist, im einzelnen aus allem entstanden sei, um ein Ganzes zu bilden, um zu entstehen und zu vergehen. Sie werden sagen, Gott sei ein erdachtes Märchen für Dumme, und ein Wesen, das kurzerhand „Gott“ genannt werden könnte, sei eine Lächerlichkeit; und sie werden das Absterben des Menschen als den Tod völliger Vernichtung und des Nichtseins predigen und um die Machtgewalt mit jenen streiten, die zwar einen „Gott“ predigen, ihn aber so darstellen werden, daß er nicht allein als eine traurig-grausame Lächerlichkeit, sondern auch als eine Unmöglichkeit und offene Lüge jedem erkenntnisfähigen Geiste erscheinen muß, der nicht selbst ein ausgesprochen verlogener Heuchler oder ein Fauler im Geiste ist.

Und zu jener Zeit werdet ihr mit vielen anderen eure Erkenntnis wiedermals unter die Menschen tragen und ihnen das übermitteln, was ihr bereits lange Zeit zuvor ihnen übermittelt habt und was so boshaft verunstaltet oder vernichtet wurde.

Wiederholt habe Ich euch gesagt und nochmals sage Ich euch:

Niemals noch und keinem Volke hat sich der Geist höllischer Finsternis, der Geist der Bosheit und der Lüge, der Satan, so voll und ganz offenbart als diesem verkehrten Volke! Jedes andere Volk, seitdem es in Irrtümer gedrängt wurde, kannte bis jetzt gute und böse „Mächte“ oder „Geister“, und weil es keine andere Erklärung weder für die Art und Weise der Offenbarungen noch für das wahre Wesen dieser „Mächte“ fand, erklärte es sie für „gute und böse Götter“.


Teil 22

Worte Gottes kurz nach Seiner Auferstehung - eine Fortsetzung:

Die Erzväter dieses Volkes aber und ihnen nach die Mächtigen mit ihren anerkannten Propheten wählten nur einen einzigen Geist, einen Geist, dem ganze Heerscharen gleichen Geistes in die Finsternis und in den Sumpf seiner Bosheit folgten. Der Geist der Erzväter und der sich ihnen durch das finstere Jenseits offenbarende Geist fanden aneinander großes gegenseitiges Gefallen, weil sie sich einst schon in einer anderen Welt kannten und einander nahegestanden sind. Sie fanden sich in dieser Welt, auf dieser Erde wieder und ohne Zögern waren sie bereit, um Gegendienste, die ihrer Gier nach irdischer Machtgewalt, Habe und Befriedigung ihrer Gelüste entsprachen, diesem Geiste zu dienen und seine unstillbare Blutgier ihrerseits zu stillen.

Also kam ein schamloser und abscheulicher Bund zustande, der, immer wieder erneuert, von beiden Seiten immer wieder beschworen und erweitert wurde. Der Geist fordert Blut, immer wieder Blut! Blut von Menschen, Blut vom Tier, das Blut der Vorhaut seines Bundes, das Blut der Nichtbeschnittenen – Blut, gierig und unersättlich Blut!

Wie er einst schon, da sein weiteres Verbleiben in Meinem Reiche der Wahrheit unmöglich ward, daran Befriedigung gefunden hatte, durch boshafte Lügen vielen Geist sich ähnlich zu machen und auf diese Weise den Geist vieler an den Rand des Abgrundes seiner höllischen Finsternis zu bringen, also haust er jetzt da auf Erden mit demselben Geiste, der durch das eigene Leben mit dem seelischen Wesen, dem er untrennbar von Ewigkeit angehört, die Seele des Menschen ist.

Also fordert der böse Geist höllischer Finsternis Opfer und wieder Opfer; Opfer an Blut, Schmerz, Qual, Leid und Folter, Jammer, Elend und Vernichtung. Jede Nichterfüllung dieser seiner satanischen Gier bedroht er unter Flüchen mit furchtbarer Rache und er verkündet durch seine Propheten Racheschwüre, die einander an teuflischer Bosheit und Grausamkeit überbieten.

Auch manche andere Völker kennen diesen Geist unter anderem Namen, und sie sagen offen, daß dieser ein böser Geist, ein finsterer und furchtbarer RacheGott sei. Sie fürchten ihn, und die Furcht treibt sie dazu, ihm Blutopfer zu bringen; die „guten Götter“ aber beten sie an. Ihr Unwissen ist groß, ihre Verirrung ist größer, sie aber freveln den Geist der ewigen Wahrheit nicht, weil sie ihn nicht kennen.

Und weil jenen Heiden, die diesem Volke begegnet sind, gesagt wurde, und sie es selbst sahen und fühlten, daß der böse Geist der „alleinige Gott“ dieser Menschen ist, und sie durch die Beschneidung auch seine leiblich gezeichneten Auserwählten sind, war auch ihre Furcht vor diesem Volke so groß, daß es langer Jahrhunderte bedurfte, um dem Wüten des bösen Geistes und seiner Auserwählten einigen Einhalt tun zu können.

Dieser böse Geist aber gebärdet sich weiter durch diese Seinen, als sei er Gott, und er wird noch mehr frohlocken, weil durch die Ränke seiner Auserwählten auch noch viele andere kommen und ihn als Gott mehr anbeten werden, als es diese anfänglich Auserwählten tun. Sie werden ihm zwar die Vorhaut vorenthalten, ihm aber Ströme von Blut, teuflische Gerichte durch Kriege und allerlei dergleichen Mordtaten darbringen. Sie werden seine wie auch die eigenen Gelüste am vergossenen Blute unschuldiger Mitmenschen, an ihren Schmerzen, Ängsten, ihrem Leid, ihrer Not, ihrem Elend, Jammer und ihrer Vernichtung stillen, ganz so und noch viel ärger, als es der Prophet Jeremia, dieser getreue Knecht des Geistes höllischer Finsternis, von diesem seinen Herrn sagt, dessen blutrünstige Gelüste also lobpreisend:

Rüstet Schild und Tartsche, schärfet Schwerter und Spieße, ziehet Panzer an, setzet Helme auf, rennet mit den Wagen, besteigt Rosse und ziehet hin, rasselt und sprenget heran - denn das ist der Tag des Herrn, Herrn Jahwehs, des Weltherrschers, der Tag der Rache; daß er sich räche an seinen Feinden, die das Schwert fressen soll und der von ihrem Blute volltrunken wird; denn sie müssen dem Herrn, Herrn Jahweh, ein Schlachtopfer werden!

ICH habe euch die „Schrift“ wiederholt erklärt und euch den Geist des Satans zu erkennen gegeben. Vergleichet Meinen Geist mit dem Geiste der Hebräerschrift – und euch werden die Augen aufgehen, das Herz und die Seele! Euch kann die Wahrheit hier und die Lüge dort, das Licht hier und die Finsternis dort, das Leben hier und die Grube dort nicht verborgen bleiben, weil der Geist der Wahrheit es ist, der in seinem Lichte den finsteren Abgrund der Hebräerschrift jedermann offenbart.

Aber auch das sage Ich euch:

Es werden nach euch andere kommen und sich eure Nachfolger nennen, wie auch etliche, die sich Meine Stellvertreter nennen werden, als ob Gott und Sein heiliger Geist, Der Ich im Wesen der ewigen Wahrheit bin, einen „Stellvertreter“ nötig hätte oder einen solchen überhaupt haben könnte! Daher habe Ich gesagt und sage es nochmals:

Gehet und lehret alle Völker alles das, was Ich euch gelehrt habe!

Ihr werdet es tun! Jene aber werden nicht das lehren, was Ich euch gelehrt und zu halten geboten habe. Sie werden die Hebräerschrift lehren, sich nach dem Gesetze Mosis kleiden, sie werden durch Zeremonien den heiligen Geist der ewigen Wahrheit freveln und sich auf den Geist der „Schrift“ berufen.

Die Bosheit desselben Geistes der Rache und der Blutgier wird aber die Schrift, welche zwei von euch schreiben werden, Mein Evangelium, durch seine irdischen Knechte entstellen und es bald seiner „Schrift“ hinten anhängen, um eine Schrift aus beiden zu machen, damit eine noch größere Finsternis entstehe! Diese Mißgeburt einer Schrift werden sie anerkennen und ihre Widersprüche durch größere zu decken suchen!

ICH bin die ewige Wahrheit! Die ewige Wahrheit aber ist Gott und Sein heiliger, den Geist der Menschen heiligender Geist der ewigen Wahrheit! In diesem Geiste bin Ich das wahre Licht, der wahre Weg und das wahre ewige Leben, Ich, Mein Wort und Mein Evangelium, nicht aber die Hebräerschrift, die der Geist der Finsternis, der Gewalt und der Rache, der Geist des Satans ist!

Es bleibt erhalten, und sie werden es lesen, daß Ich die ewige Wahrheit bin! Sie werden es lesen, daß der Vater in Mir ist, Ich in Ihm bin, Wir also nicht zwei sind, sondern daß Einer in Mir ist, Ich, und der Geist Gottes Mein Geist ist! Sie werden es lesen, daß der Vater Ich Selbst bin, daß wer mich sieht, den Vater schaut, wer Mich und Mein Wort hört, das Wort Gottes vernimmt, und wer die Werke schaut, die Ich tue, die Werke Gottes sieht!

Alles das und noch viel mehr wird trotz des Wütens des alten Satans und seiner finsteren irdischen Knechte erhalten bleiben. Sie aber werden mir trotzdem ihren „Vater“ vorsetzen und nicht erkennen wollen, daß er der Geist des höllischen Abgrundes der Lüge und der Bosheit ist. Ja, sie werden sogar so weit gehen, daß sie Mich zu einer göttlich-geistlosen Person erniedrigen werden.

Meinen Leib und Mein Blut, welches Ich zum ewigen Zeugnis, zur wahren Erkenntnis und zur himmlischen Speise und Labung dem Geiste und der Seele der Menschen dalasse, wie Ich es versprochen habe, werden sie demselben Geiste der Hölle statt der Vorhaut und anderer schändlicher und grausamer Blutopfer abertausendfach und alltäglich aufzuopfern sich bemühen.

ICH habe euch versprochen, daß Mein Leib und Mein Blut dableibt, und in der Gestalt von Brot und Wein habe Ich Mich euch dargereicht. Ihr selbst habt die himmlische Speise genossen und Ich habe euch gebeten, allen davon zu geben, sobald Ich auch diesen Meinen Leib also dagelassen habe, wie es mit Meinem Blute bereits geschehen ist. Gebet allen davon, die darnach im Geiste verlangen werden; denn wahrlich sage Ich euch: Tuet es zum Andenken der Menschwerdung und der Selbstaufopferung Gottes!

Ein jeder, der guten Willens und der reinen und reuigen Herzens kommt, um Mich, Meinen Leib und Mein Blut zu empfangen, der wird Mich bereit finden, ihn aufzunehmen und er wird auch von Meinem Geiste empfangen, auf daß er die Kraft finde, in der Wahrheit auszuharren.

Und kommen noch so viele, wenn sie guten Willens in der Wahrheit Meines Geistes kommen, sollen sie mit diesem himmlischen Leibe gesättigt und mit dem himmlischen Weine gelabt werden durch Mich, denn bei jedem Einzelnen bin Ich wesentlich-persönlich zugegen, wie Ich da unter euch bin. Und mag die Zahl der zu verlangenden Brote unendlich sein und der Wein den Inhalt der Meere übersteigen, Ich bin da, voll und ganz in dem kleinsten Stückchen Brot und in jedem Tropfen Wein, so der Geist des Verlangenden zu Mir strebt und Mir seine Seele, seinen Geist und sein Herz wahrhaft darbietet, indem er Mir in Meinem Geiste ernstlich durch die Werke nachzufolgen trachtet und sich wahrhaft bemüht, den guten Willen dazu aufzubringen.

Wie Ich mit einem Stückchen Brot Abertausende vollauf leiblich, und wie ihr gesehen habt, nicht nur ein Mal gesättigt habe, wie Ich kraft Meines Geistes das Brot dieser Welt nach Meinem Willen so vermehrt habe, daß das Hundertfache des anfangs Vorhandenen noch übrig geblieben ist, will Ich auch Meinen Leib und Mein Blut also vermehren, daß daran niemals ein Mangel eintreten kann.

Merket aber auf:

Nur jene, die wahrhaft zu Mir zu kommen trachten werden, werden Mich seelisch-geistig empfangen können. Kommt ein Heuchler, finsterer Seele und verstockten Herzens und Geistes, wird er nicht Mich, nicht himmlische Speise und Trank, sondern lediglich irdisches Brot und den Saft der Rebe einnehmen. ICH werde zugegen sein, aber empfangen kann Mich eine solche Seele und ein solcher Geist nicht, weil er heuchlerisch nur einer irdischen Handlung genüge tut, Meinen Geist aber nicht sucht und die ewige Wahrheit frevelt.

Mein Geist ist allgegenwärtig; also werde Ich überall auch dort zugegen sein, wo das irdische Brot und der irdische Wein zum „lieblichen Wohlgeruche“ jenem Geiste der Schrift zu opfern gesucht werden wird, der – selbst des irdischen Lebens gierig – nur an Strömen frisch vergossenen dampfenden Blutes unschuldiger armer Opfer grausame Befriedigung findet. ICH werde dort zugegen sein; aber sie werden Mich diesem Geiste der Hölle nicht aufopfern können! Weil sie aber durchaus ihm opfern wollen werden, werden sie nur irdisches Brot und nur irdischen Wein opfern und an diesem findet jener Geist keinen Gefallen, daran und davon hat er nichts – und dadurch ist er gerichtet!

Weil er aber dadurch gerichtet ist, wird er trachten, des frisch vergossenen dampfenden Blutes auf andere Art und Weise habhaft zu werden. Seine eigene mit der Bosheit der ihm dienenden Menschen verbindend, wird er die Lüge schüren, und die Menschen werden sich ihm zuliebe in Kriegen und Drangsalen aufopfern, welche die Welt bis dahin nicht gesehen hat. Erschrecket aber nicht! Fürchtet nichts und verzaget nicht!

ICH lese die Frage in euren Seelen: Warum läßt Du das alles zu? Warum willst Du das alles dulden? Warum sagst Du nicht ein Wort zur Vernichtung des Bösen? Das ist eure Frage! Und Meine Antwort ist: Ich bin die ewige Wahrheit. Die ewige Wahrheit aber ist Gott und Mein Geist ist in derselben Wahrheit die unwandelbar-unveränderliche Kraft der Güte, Liebe, Erbarmung, Vergebung, Gerechtigkeit und Selbstaufopferung.

Und Ich sage euch:

Gegen eine einzige der sieben Kräfte der Wahrheit kann die gesamte Kraft der Lüge, Bosheit und Gewalt nicht aufkommen; denn je mehr diese finsteren Kräfte wüten, desto sicherer, rascher und schwerer ist ihr Fall. Ein sehr Leichtes und Einfaches wäre die Vernichtung! Was aber, saget Mir selbst, wäre dann die ewige Wahrheit, die nur deshalb eine solche ist, weil sie unveränderlich-gleich ewiglich währt! Kann denn die Güte, Liebe, Erbarmung, Vergebung und Gerechtigkeit das Gegenteilige einfach vernichten, weil der Wille des Gegenteiligen ein entgegengesetzter ist?

Nein! Keine dieser Meiner Kräfte kann an die Vernichtung eines gegenteiligen Willens auch nur denken; weil sie alle der ewigen Wahrheit, der höchsten Vollkommenheit des lebendigen Wesens und Geistes, also Gottes Eigenschaften sind, die in ihrer Kraft aus dem Geiste der Wahrheit ausgehen und als Ein heiliges Ganzes den Willen Gottes, der Mein Wille ist, rein offenbaren. Die Vernichtung eines gegenteiligen Willens und Trachtens erkenntnis-fähigen Geistes, der die Fähigkeit besitzt, frei zu wählen, strebt nur die Bosheit der Lüge allein an.

Wie aber die Kraft der Wahrheit ohne das Wesen und den Geist, dem sie eigen ist, niemals wirken, ja nicht einmal vorhanden sein könnte, gerade so ist die Lüge ohne das Wesen und den Geist, dem sie eigen ist, undenkbar. Das Wesen jedoch, dessen Geist die Kraft der Wahrheit ein unwandelbar-unveränderliches Eigen ist, bleibt von Ewigkeit ewiglich in demselben Wesen und Geiste unveränderlich und schon deshalb höchstvollkommen Gott, Der Ich euch Meinen Geist derselben Wahrheit gebracht habe.

Jenes Wesen aber, dessen Geist jetzt die Kraft der Lüge eigen ist, hat einst das Wesen, den Geist, das Leben und das Licht Gottes nicht so wie ihr jetzt Mich als Menschen, sondern in der Vollkommenheit Seines ewigen Wesens, Seiner Kraft und in der vollen reinen Größe Seines Geistes geschaut; es hat sich so viel von der Kraft der Vollkommenheit Gottes angeeignet, daß es fast alle die anderen Wesen erkenntnisfähigen und großen Geistes an Wissen und Können bei weitem übertraf. Es war damals so Gottähnlich wie bald kein zweites der unzähligen über freien Willen und Erkenntnisfähigkeit verfügenden Geisteswesen. Gott, in Seiner ewigen Wahrheit kennt kein Geheimnis, und Er hat niemals dem freien Geiste auch nur das Geringste, was den dazu fähigen Geist zu Ihm zu führen imstande wäre, vorenthalten.

ER will es, und es ist Seiner Liebe zu all diesem Geiste heiliges Streben, all diesen Geist so weit zu bringen, daß er aus freiem Willen und kraft der Erkenntnis der ewigen Wahrheit Ihm ähnlich sei, denn nur dann ist ein wahres ewiges Leben voll Seligkeit und heiligen Friedens in Seinem Reiche angesichts Seiner möglich. All der erkenntnisfähige Geist soll Ihm kraft seines freien Willens ähnlich sein, und je mehr vollkommen die Wesen eines solchen Geistes zu sein trachten und je größer die Zahl derer ist, die das Höchste, das ihnen zu erreichen in der Wahrheit möglich ist, sich zu eigen machen und in der wahren Erkenntnis weiter in der Wahrheit zu wirken sich bemühen, desto größer ist auch Seine Freude.

Jenes Wesen aber, von dem Ich euch gesagt habe, daß es einst so Gottähnlich war wie nur wenige, ging durch die Erkenntnis der ewigen Wahrheit nicht deshalb, daß es weiter in ihr wirke; der Geist dieses Wesens richtete all sein Verlangen nach dem Wissen und Können und suchte im Laufe der Zeiten die Allmacht des Wesens und Geistes Gottes zu übertreffen.

Er weckte durch dieses unerfüllbare und unmögliche Verlangen und durch seine Anmaßung die Bewunderung und den Beifall einer Schar Wesen ihm ähnlichen Geistes; und da er die bis dahin gehabte Erkenntnis als ein seinen Willen hemmendes Hindernis empfand und sich das immer starrsinniger einredete, sein Wille aber nicht imstande war, das bereits erlangte Wissen und Können zu erweitern und zu vergrößern, sondern beides merklich abnahm, sann er einer Erkenntnis nach, welche die vorher in der Wahrheit gefaßte übertreffen sollte! Und also erfand er die Gegenerkenntnis der Wahrheit, die Lüge!

ICH habe euch oft schon gesagt, daß der Geist es ist, der sich kraft seines Lebens in dem ihm untrennbar eigenen Seelischen ein entsprechendes Wesen schafft.

Die neue, gewollt falsche Erkenntnis des böse gewordenen Geistes hatte also unabwendbar erst seine eigene Entstellung, der also entstellte Geist eine immer tiefer greifende Veränderung und Entstellung des seelischen Wesens zur Folge. Die Kraft der Lüge löst durch den Geist immer ärgere Bosheiten aus, und aus dem einstigen Großengel ward ein Satan, den das Licht des Reiches Gottes nicht mehr tragen konnte und der in sein sich geschaffenes Reich der Finsternis, in den Abgrund der Hölle zog, wohin sein Anhang ihm folgte. Es waren Ereignisse, die gleich traurig wie furchtbar auf all den Geist eingewirkt und unaussprechliches Leid dem Geiste der Wahrheit, Mir, zugefügt haben, obwohl Ich von Ewigkeit um diese Zeitwende des Auftretens desselben Geistes gegen Mich, die ewige Wahrheit, gewußt habe.

Unwandelbar-unveränderlich wie das Wesen und der Geist Gottes ist, empfindet Er Leid und Freude, ohne dadurch verändert werden zu können. Ihr habt für Sein Leid oder für Seine Freude keinen Maßstab gleichwie für Seine Kraft der Allmacht.

Das aber macht Ihn unveränderlich, weil Seine Freude und Sein Leid der Wahrheit entspringen und wie diese Sein Geist und Er Selbst rein sind. Aus diesem Grunde kann Seine Freude nicht mehr geben als Er ohne Unterlaß gibt, und Sein Leid kennt kein Nachtragen, keine Vergeltung mit Bösem, keine Rache und keine Vernichtung.

In dem Leben und in der Tätigkeit des freien erkenntnisfähigen Geistes der Menschen auf dieser Erde seht ihr die Wiederholung so mancher einstiger Vorgänge in Meinem Reiche, die dicht vor und während seines Auszuges aus Meinem Reiche stattfanden. Wieviele sind es da, welche die Wahrheit suchen, um ihr zuzustreben? Und wieviele suchen die Lüge und tun nach ihrer Kraft?

Wahrlich, Ich sage euch:

Ich bin gekommen, um den Menschen Selbst Meinen Geist der Wahrheit zu bringen und ihnen das Wesen Gottes durch Mich, Mein Wort und Meine Werke zu offenbaren, auf daß Mein Reich auch hier erkannt, und soweit es diese Welt zuläßt, auch hier aufgerichtet werde, auf daß Mein Reich zu euch komme, bis ihr, durch das hier aufgerichtete irdische Gottesreich ein Mal gehend und hier auf Erden in der Wahrheit Meines Geistes wirkend, hernach den seligen Einzug in Mein Reich wieder halten könnt.

Ich bin gekommen, auf daß auch Mein Reich zu euch komme! Und sehet, wie die Menschen Mich empfangen haben und wie sie mit Mir, Der Ich die ewige Wahrheit bin, verfahren sind! Den Kreuzestod haben sie Mich nach vorheriger Marterung so erdulden lassen, wie niemanden zuvor; denn nicht alle Wesen der Seele und des Geistes können bei gleichen Wunden den gleichen Schmerz empfinden, weil der Schmerz und die Qual durch den irdischen Leib dem Wesen der Seele zugefügt vom Geiste lebendig wahrgenommen werden, und die Größe des Geistes wie auch seine Vollkommenheit steigern den Schmerz und die Qual. Darum sage Ich euch, daß ihr für die Furchtbarkeit Meiner ausgestandenen und noch anhaltenden Qual keinen Maßstab findet.

Müßte und muß Ich also leiden? Nein! ICH müßte nicht. Aber Ich leide also zum ewigen Zeugnis und zur Erkenntnis allem erkenntnisfähigen und erkenntniswilligen Geiste, daß Ich, durch seine Abwendung von Mir, durch seine Entfremdung und durch seine Wendung gegen Mich Selbst unsagbar leide, daß aber er von Mir, der Ich die ewige Wahrheit bin, kein Leid, keinen Schmerz, keine Bedrängnis, keine Qual und keine böse Vergeltung jemals erfahren kann, weil er sich durch seine Abwendung von Mir, durch seine Entfremdung und Wendung gegen Mich selbst straft und selbst richtet.

Groß ist der Schmerz und die Qual, die Ich erleide und für die ihr keinen Maßstab habt; unendlich größer aber ist Mein Leid in dem Wissen, daß Ich alles das für so viele umsonst vollbracht habe und daß alles Mein Tun und alle Meine Selbstaufopferung für so viele vergeblich dargebracht ist.

ICH habe euer Entsetzen gesehen, als Ich nach Meiner Auferstehung euch aufgesucht habe. Alle habt ihr euch entsetzt, und obwohl Ich euch vorausgesagt habe, daß Ich auferstehen und kommen werde, war euer Entsetzen so groß, daß etliche unter euch, Meines Versprechens und Meiner Kraft vergessend, nicht wußten, was sie sagen sollten. Eine ist, die sich nicht entsetzt hat – Meine irdische Mutter. Sie aber ist auch die einzige, die vollauf mit Mir gelitten hat.

Zwar habt auch ihr mit Mir gelitten und sehr, Ich weiß es. Ihr werdet aber mehr leiden, und Ich kann es euch nicht abnehmen; denn durch euer Leid und durch eure Qual werden viele gerettet werden, und voll der Erkenntnis werdet ihr mehr Qual von Mir erbitten wollen, da euch die durch die Bosheit des bösen Geistes zugefügte Qual zu gering dünken wird – und in diesen Stunden werdet ihr vergessen, daß von Gott, von Mir, kein Leid und keine Qual kommen kann.

Sehet Mich an! ICH wandle mit euch schon an die dreißig Tage, seitdem Ich auferstanden bin, ein Mensch, in dessen Leibe nicht ein einziger Tropfen Blutes vorhanden ist. Meine Wunden sind groß, ohne Blut lebendig, schmerzhaft und offen. In Meiner durch den schweren Spieß aufgerissenen Seite findet eine Hand Platz und kann das durchbohrte Herz greifen. ICH aber wandle mit euch, um euch auch noch die letzten Lehren und Weisungen zu geben, damit ihr Mich in allem und jedem vollauf erkennet, auf daß euch keine Zweifel mehr befallen.

Darum sage Ich euch:

Ich habe das Brot gesegnet und gesagt: Esset davon, es ist Mein Leib! ICH habe den Wein gesegnet, und gesagt: Trinket davon, es ist Mein Blut!

Wer also in der Wahrheit Meinen Leib ißt und Mein Blut trinkt, der hat das ewige Leben und wird nicht verloren gehen. Denn der Geist der Wahrheit, der Geist Gottes, Mein Geist ist es, der da mit Mir zugegen ist und der mit jedem, der diesem Geiste werktätig zu folgen wahrhaft sich bemüht und in der Wahrheit, Güte, Liebe, Erbarmung, Vergebung, Gerechtigkeit und Selbstaufopferung Mir zu folgen sucht oder Mir zu folgen wenigstens zu versuchen ernstlich gewillt ist, sich verbindet; und Ich werde seinen guten Willen stärken zum wahren, ewigen Leben.

Ihr sehet, Mein Leib lebt ohne Blut, und Ich sage euch, daß mein Blut lebt; obwohl der Ort, an dem es vergossen wurde, dort in der Ferne liegt, auf daß ihr die Kraft Meines Wesens, Geistes, Lebens und Willens erkennet und auch das zur Bekräftigung der Erkenntnis der ewigen Wahrheit euch diene, daß dieser Mein Leib und dieses Mein Blut also leben wird in aller Zukunft in jenen beiden Gestalten, die Ich ihnen gegeben habe, weil sie ein Leben aus einem Leben haben, dem jeglicher Schmerz fremd ist.

ICH habe euch oft schon gesagt, daß ihr euch vorerst nicht zu den anderen Heiden wenden, sondern bei diesem, Gott und Seinen heiligen Geist der Wahrheit so schwer lästernden Volke so lang als möglich ausharren sollt, weil auch Ich nicht zu den Heiden, sondern zu diesen teils verirrten, teils so finsteren und bösen Menschen gekommen bin, auf daß sie keine Ausrede haben, Ich hätte ihnen die ewige Wahrheit, Mich und Mein Reich vorenthalten.

Es hat seit dem Anfange dieser Welt auf der Erde Völker und Nationen gegeben, die alle aufzuzählen, vielen Menschen schwer fallen würde, auch dann, wenn jene bekannt wären. Viele dieser Nationen und Völker erdachten für sich große und stolze Namen; niemals aber hat es ein Volk auf Erden gegeben, das Gott die ewige Wahrheit so gelästert hätte wie das Judenvolk, das seelisch-geistig so tief gestürzt ist, um sich in blinder Überhebung „Sieger“ über „Gott“, „Gottüberwinder“, „Israel“ zu nennen! Mag ein Name an und für sich nicht viel oder nicht alles bedeuten, der Geist aber, der den Namen aufbringt, ist maßgebend, weil er die Eigenschaften und die Richtung seines Willens durch den Namen offenbaren will. Denket also: „Sieger“ über „Gott“, „Gottüberwinder“! Welch ein Satansgedanke, welch ein Satansgeist!

Das Wesen dieses Geistes gesellt sich dem aus Freude über den gelungenen Raub goldener Götzen trunkenen, schlafenden Erzvater Jakob zu und zwingt den Träumenden zu einer bösen Balgerei und Würgerei, die so lebhaft wirkt, daß sich der bäumende und ringende Mensch die eigene Hüfte verrenkt, das mit ihm ringende Wesen aber nicht losläßt, bis dieses sich besiegt erklärt, sich Gott nennt, den Sieger segnet und also auffordert, sich Israel zu nennen:

Mit ‘Gott‘ hast du gerungen und bist obgelegen, daher sollst du dich nicht mehr Jakob, sondern Israel nennen, das ist ‘Gottüberwinder!‘

Wahrlich sage Ich euch:

Von demselben Geiste werden viele beseelt werden und sich mit boshaftem Stolze gleichfalls für „Gottüberwinder“ ausgeben, wenn sie sich auch anders als Israel nennen werden; denn nicht der Name ist von ausschlaggebender Bedeutung, sondern der Geist! ICH habe euch die „Schrift“ und nicht nur einmal ihrem und Meinem Geiste nach wohl ausgelegt, und ein jeder, der Mein Wort aufgenommen und behalten hat, hat auch das Wesen jenes Geistes erkannt, das sich in der Hebräerschrift durch Menschen ähnlichen Geistes zu „Gott“ erhebt und sich gebärdet, als wäre es „Gott“.

Bis jetzt hat aber nur dieses Volk dem Geiste der Schrift in Bosheit, Lüge und Grausamkeit geopfert, was an Blut geopfert werden konnte. Die Zeit aber ist nicht fern, wo andere demselben Geiste mehr zu opfern suchen werden in Meinem Namen. Und sie werden Gott, den heiligen Geist der Wahrheit, Mein Wesen, Mich Selbst, Der Ich als Wesen auch jetzt als Mensch in Meiner und Meines Geistes Kraft Derselbe einpersönliche im Geiste der Wahrheit unwandelbar-unveränderliche Schöpfer, Erlöser und das wahre, ewige Leben bin, unendlich mehr freveln und lästern.

Denn sie werden Mich dem Satan unterordnen, Mich und Meinen Geist der Wahrheit mit dem Geiste und mit dem Wesen des Satans so vermengen und sich einen solchen „Gott“ und eine solche „Wahrheit“ schaffen, daß niemand mehr imstande sein wird, die ewige Wahrheit, den Geist der ewigen Wahrheit und noch viel weniger das wahre ewige Wesen Gottes, Mich, zu erkennen! Alles das wird geschehen. Seid aber deshalb weder traurig noch verzagt!

Die Wahrheit kennt keinerlei Gewalt, weil sie unwandelbar-unveränderlich bleiben muß! Das aber ist ihr ewiger Bestand ohne Anfang und ohne Ende, weil sie im Wesen und im Geiste Gottes, in Meinem Wesen und Geiste begründet ist!

Was veränderlich ist und die ewige Wahrheit nicht erkennen will, geht unabwendbar dem Abgrunde entgegen, auch wenn es gegen die ewige Wahrheit noch so wüten und noch so toben mag.

Die Knechte des Geistes höllischer Finsternis werden eine solche irdische Macht und Gewalt aufstellen, daß kein Mensch lange Zeit hindurch sich gegen den Satansgeist dieser Gewalt erheben wird können, ohne der Rachegier aller der unmenschlichen Teufel zu verfallen. Es werden sich aber auch viele nur deshalb nicht erheben können, weil ihr Geist durch falsche Lehren vergiftet sein wird und sie unfähig werden, von euch, den Meinen, ihrer Vergiftung wegen die Wahrheit empfangen zu können. Jene aber, die trotzdem aufstehen werden, um ihrer Ansicht nach und aus eigenem einen Funken Lichtes in die Finsternis zu werfen, werden das Gegenteil deshalb erreichen, weil sie in der Wirrnis, in der Lüge und in dem Gifte nur herumrühren und dadurch neue Bosheiten und noch größere Wirrnis schaffen werden.

So wird es einen kurzen und doch sehr langen Lauf der Zeit immer ärger werden, bis es soweit kommt, daß die Mehrheit der Menschen ein aus der Finsternis des Satans, aus seinen Lügen und aus Mir und Meinem beraubten und verfälschten Worte zusammengesetztes Schreck-bild gänzlich verwerfen wird; und das nichtssagendste irdische Ding, die allerkleinste Münze, ja der Schuhriemen wird in den Augen dieser Menschen mehr Wert haben als ein solcher „Gott“, der ihnen gelehrt werden wird.

Aber auch das sage Ich euch:

Diese Menschen werden mit der Verwerfung auch Mich verwerfen. ICH sage euch aber mehr: Viele, sehr viele werden Mich gerade dadurch finden! Und das wird der Wahrheit größte Bestätigung werden, daß sie allein Mich und Meinen Geist finden und wahrhaft erkennen werden, daß allein Ich Gott die ewige Wahrheit, das wahre Licht, der wahre Weg, und das wahre ewige Leben bin; zu jener Zeit werdet ihr mit den anderen Meinen die Menschen abermals lehren, nicht als Menschen im irdischen Leibe, sondern als Seelen Meines Lichtes, von Geist zu Geist durch den Geist, und dadurch werden hernach viele zur Erkenntnis der ewigen Wahrheit gelangen und werden Mich finden.

Es wird kein Leichtes sein, denn auch der Geist der Lüge, der Bosheit und der Finsternis wird alles aufbieten, um seine Herrschaft über die Seele und über den Geist der Menschen aufrechtzuerhalten. Auch er wird die Seinen aussenden, damit auch sie von Geist zu Geist durch Mittler wirken und dadurch dem Geiste, der in Meiner Wahrheit wirken wird, begegnen!

Der Geist der Lüge und die Seinen werden das Wort „Gott“ und auch Meinen Namen durch Menschen-Mittler die anderen Menschen hören lassen, werden durch Mittler von der Wahrheit, vom Lichte und vom ewigen Leben sprechen, damit die Zuhörenden boshafte Lügen für Wahrheit, die Finsternis für Licht, das Unwissen und die falsche Erkenntnis annehmen und blinder werden als vorher.

Zu jener Zeit wird es mehr „Propheten“, Mittler, Seher und derer, die die „Toten“ befragen, geben als zur Zeit, da Mose und die Seinen von Geist zu Geist mit den Wesen der Finsternis sprachen und Mose alle anderen Seher und Mittler deshalb grausam zu steinigen oder noch grausamer zu beseitigen befohlen hat, weil sie die Wahrheit gesucht und, von guten Seelen des Jenseits unterrichtet, die Bosheit des Geistes, der mit Mose und den Seinen sprach, erkannt und den anderen darüber Mitteilungen gemacht haben.

Zu jener Zeit, in jenem künftigen Geschehen, wird der böse Geist und die Seinen, da sie erkennen werden, daß große Scharen der ewigen Wahrheit Meines Wesens und Geistes zuzustreben trachten, die zukünftigen Pharisäer, Schriftgelehrten, Sadduzäer, Weisen und Oberen aufstacheln, und sie alle werden sich gegen jene Kleinen boshaft wenden, die Mich und Meinen Geist wahrhaft erkannt haben oder Mich erkennen wollen. Sie werden zu Lügen, Zwang und Gewaltmitteln greifen, auf daß ihr eigenes Unwissen, ihr seelisch-geistiger Sumpf, ihre verlogene Aufgeblasenheit und boshafte Armseligkeit nicht offenbar werde. Sie werden den Schmutz ihrer Dünkel weiter für den Abglanz ihrer Größe ausgeben, um damit die armen, durch sie irregeführten und seelisch-geistig vergifteten Menschen auch noch weiter blenden und sie ins geistige und leibliche Verderben führen zu können.

Die jüdischen Erzväter und ihre Nachkommen haben den Bund mit dem Abgrunde der höllischen Finsternis nur deshalb geschlossen und ihm deshalb grausam Blut- und Brandopfer zugesagt, weil er ihnen Verheißung-en irdischen Wohlergehens, Ansehens vor der Welt, Macht, Reichtum und Gewalt über alle anderen Völker machte. Hätte der finstere und blutrünstige Geist dieses nicht getan, sie wären sicherlich auf kein Bündnis mit ihm eingegangen – und hätten dasselbe ohne ihn zu erreichen gesucht, weil ihr Geist diesem Geiste ähnlich ist.

Es werden aber viele andere kommen, die den schändlichen Bund der Beschneidung zwar verwerfen, die Früchte des Bundes aber trotzdem für sich beanspruchen werden, weil sie gleichen Geistes auch mit den Verbündeten des Satans sein werden – und es wird so zwischen den Unbeschnittenen und den Beschnittenen zu niedrigen und schändlichen Kämpfen kommen wie auch zu noch niedrigeren und schändlicheren Bündnissen um die Frucht des Bundes, um das Wohlergehen, um das Ansehen und den Reichtum, um die Macht und die Gewalt.

Im Geiste eines „Gottes“, den beide anbeten werden und welcher der Satan ist, werden sie um die Frucht seiner Verheißungen zu seiner übergroßen Schadenfreude feilschen und kämpfen, denn auch dieser Kampf wird seiner bösen und finsteren Blutgier Opfer schaffen und ihm darbringen.

Kommt aber dann die Zeit – und sie wird kommen –, da die Menschen aufstehen und die ewige Wahrheit, Mich und Meinen Geist durch euch, die ihr die Meinen seid, nach langer Zeit wiedermals empfangen, annehmen und selbst weitergeben werden, wird derselbe Satan die beschnittenen und nichtbeschnittenen Leugner Meiner ewigen Wahrheit und Lästerer Meines Geistes sowie alle die anderen Satansanhänger und unfrommen Heuchler aufbieten.

Sie werden die gegeneinander geführten Kämpfe einstellen, um ihre ganze Wut, all ihre Hinterlist und Tücke und Bosheit gegen eine Handvoll Menschen zu wenden, die durch euch, die ihr die Meinen seid, unterrichtet, die ewige Wahrheit und den heiligen Geist Gottes, Mich, wahrhaft erkennen und diesen Meinen Geist und Mich in Meiner Wahrheit so verkünden werden, daß auch dieses Mein Wort wiedermals offenbar werde, zum Zeugnis und zur Erkenntnis der ewigen Wahrheit!

Und alle die zukünftigen Schriftgelehrten, Pharisäer, Sadduzäer, Weisen, Gelehrsamen, Oberen, Mächtigen und Vorderen, aber auch die verführten und demselben bösen Geiste ergebenen Völker jener in der Zukunft liegenden Tage werden um die Verhöhnung, Verspottung, Verleumdung, Erdrückung und Vernichtung geradeso wetteifern, wie es heute der Fall ist.

Wie heute der Schriftgelehrte, der Hohepriester, Pharisäer, Sadduzäer und Rabbi über das ewige Leben im Reiche jenes Geistes, den sie „Gott“ nennen, mit- und durcheinander streiten und wie sie auch von der Auferstehung, entgegen der Offenbarung und gegen das Gesetz ihres finsteren Rache-Gottes, sprechen, also werden es auch die kommenden Rabbi, Pharisäer, Schriftgelehrten und Hohenpriester tun, die andere Namen für sich ersinnen werden.

Und wie heute viele gelehrte Weise, Sadduzäer samt den meisten Oberen und Mächtigen den Geist, den die Pharisäer und Schriftgelehrten „Gott“ nennen, insgeheim verlachen, das ewige Leben und die Auferstehung offen verneinen, verleugnen und verspotten, also werden es auch die kommenden, nicht beschnittenen gelehrten Weisen, Sadduzäer, Vorderen und Mächtigen tun.

Der böse Geist der Finsternis bleibt ihr Beherrscher in der Zukunft so wie jetzt, ob sie ihn verlachen und verneinen oder ob sie ihn als ihren „Gott“ anbeten werden. Steht ihr Geist diesem Geiste nahe, sind ihre Begierden der Gier dieses Geistes ähnlich oder gar gleich, bleibt es dem bösen Geiste ganz gleichgültig, ob sie ihn anbeten oder verlachen, weil sie sich seelisch-geistig dort befinden, wo er sie haben will, und sie ihm ohnehin dienen.

Heute haben sich alle die beschnittenen Großen gegen Gott, Der allein die ewige Wahrheit ist, und gegen Seinen Geist, gegen Mich vereinigt, um Mich zu vernichten, der Ich allein die ewige Wahrheit des Wesens und Geistes Gottes, Gott in der ewigen Wahrheit desselben Geistes und, unbeschadet dieses Meines da angenommenen Menschenleibes, auch im Wesen derselbe Gott bin ewiglich! Sie glaubten, durch die gewaltsame Beseitigung Meiner auch die ewige Wahrheit beseitigen zu können, weil sie – vom Irdischen geblendet – sich von der Bosheit der eigenen Lügen und von dem Geiste des Abgrundes höllischer Finsternis mehr versprechen und mehr erhoffen.


Teil 23

Worte Gottes kurz nach Seiner Auferstehung -

eine Fortsetzung:

Und oft habe Ich euch gesagt: Öffnet eure Ohren und höret, wie sie Mich verdammen! Öffnet eure Augen und sehet, wie Mein Wort sie erschreckt!

Und saget Mir: Habe Ich euch auch nur ein einziges Mal gesagt oder euch aufgefordert, dem Irdischen zu entsagen und das Gute, das die Erde und das Leben auf ihr den Menschen bietet, zu verwerfen und es nicht zu genießen? Nein! Allein aber, weil Ich ihnen immer wieder gesagt habe, sie sollen auch allen anderen das gönnen, wonach sie selbst Verlangen tragen, und das Gute, das die Erde bietet, allen zukommen lassen, weil für alle genug da ist und alle Menschen – ohne Ausnahme – Kinder des wahren Lichtes und des wahren ewigen Lebens sind, deshalb hassen sie Mich. Sie fühlen sich nämlich durch das ihnen gegebene Satansgesetz allein auserwählt und wollen, weil ihnen das Gute, das ein jeder hätte, nicht mehr gut genug wäre, Besseres haben als jeder Mitmensch, der ihnen kein Mitmensch, kein Nächster, sondern ein Fremdling ist.

Sie müssen zusammenstehlen, durch Betrug, Wucher, Hinterlist und Gewalt ihre Mitmenschen berauben, auf daß sie sich durch die Macht der Habe ein Ansehen schaffen und Gewalt ausüben können. Denn ihr Geist ist der Geist jenes „Gottes“, dem sie also dienen, daß sie durch eigene Bosheit und Lügen den Neid und die Rachegier der Beraubten wecken, und die Verzweifelten, die zur Gewalt greifen, demselben Geiste des Abgrundes der Hölle zutreiben.

Weil Ich aber auch den Beraubten nichts anderes als die ewige Wahrheit Meines Wesens und Geistes geben und nur dasselbe sagen kann, was Ich zu den Räubern spreche, wollen auch sie Meinen Geist und Mich nicht, denn auch ihr Verlangen geht nicht darnach, allen das Gute zu gönnen und zu geben, sondern es selbst zu haben. Und ist einer dieser Ärmsten einmal so weit gekommen, daß er hat, wird er oft ärger denn jener Räuber, der des Habens schon gewöhnt ist.

Viele sind gekommen, um Mich zu fragen, wie sie wahrhaft selig werden könnten, und Ich habe den Reichen immer wieder gesagt: ‘Schenke den Armen, was du hast, und folge Mir nach!‘ Ist Mir aber auch nur ein einziger dieser Menschen nachgefolgt? Nein!

Den Armen an Habe sagte Ich immer: ‘Du siehst in deiner Armut ein Kreuz. Nimm es und folge Mir nach, um zu sehen, wie Ich es trage! Siehst du das Kreuz in deiner Armut, siehe Mich an, Der Ich auf Erden nicht soviel Eigentum habe, wo Ich Mein Haupt hinlegen könnte!‘

Ist Mir aber auch nur ein einziger dieser Menschen nachgefolgt? Nein! Sie fragten nicht danach, wie sie selig werden könnten, sondern danach, daß Ich ihnen irdisches Gut und irdische Habe schaffe, und da Ich das zu ihrem eigenen ewigen Heile nicht tat, gingen sie, um nicht nach Seligkeit, sondern nach Habe auszuschauen.

Ihr allein seid mit Mir gegangen, ohne zu fragen, wie ihr wahrhaft selig werden könnt. Ihr seid fast alle an irdischer Habe arm; erst aber bei Mir habt ihr größere Armut an Habe mit Mir gekostet, und euch ist diese Armut kein Kreuz! Wer Meinen Geist aufzunehmen wahrhaft gewillt ist, dem wird kein Kreuz zu schwer werden, und überschätzte er seine Kraft und fiele er unter der Last, werde Ich bei ihm sein, ihn aufrichten und das Kreuz von ihm nehmen, das ihm die Bosheit des Geistes der Lüge selbst oder durch böse Menschen auferlegt hat.

So wie heute diese verkehrten Menschen Mich, Meinen Geist, den Geist Gottes, den Geist der Wahrheit höhnend und spottend in ihrer und ihres Gottes Blut- und Rachegier verwarfen – und Mir jetzt noch, da Ich bereits den Kreuzestod gestorben bin, noch gieriger nachstellen als zuvor, weil sie genau wissen, daß Ich auferstanden bin, wie Ich es euch gesagt und versprochen habe, so werden sie auch euch und mehr noch Meinem von euch geschriebenem Worte nachstellen und Mein Evangelium zu vernichten suchen. Vieles werden sie davon vernichten, vieles dafür aus eigener Lüge und Bosheit mit dem Geiste ihrer „Schrift“ vermengen, um das wahre Licht in die Finsternis einzuschließen und es darin zu ersticken.

Wenn aber die Zeit kommt, wird das Licht Meines Wesens, Geistes, Lebens und Wortes wiedermals die Finsternis durchbrechen, und Mein Geist wird durch euch vielem Geiste Zeugnis geben von Mir in der Wahrheit! Und viele werden ihr Herz öffnen, damit das Licht Meines Wesens, Geistes und Wortes in die Finsternis ihrer Seele dringe, durch die wahre Erkenntnis und durch den guten Willen ihres Geistes. Viele aber werden ihr Herz dem Lichte der ewigen Wahrheit noch mehr verschließen, weil ihre Seele die Finsternis liebt und ihr Geist an dem Geiste der Lüge und der Bosheit ein so großes Gefallen gefunden hat, daß er sich von ihm nicht trennen will.

Die große Mehrzahl der heute das beschnittene Volk Lehrenden weiß es, daß der Geist, den sie für einen Gott ausgeben, dem sie Blut- und Brandopfer zu bringen und ihn anzubeten jedermann verpflichten, kein Gott ist, kein Gott sein kann, aber sie lehren ihn weiter, weil ihnen dadurch ihre Macht, ihr Ansehen und die weitere Handhabung tückischer Gewalt am besten gesichert erscheint. So wie ihr „Gott“ haben auch sie für das Volk nichts anderes übrig als Drohungen der Rache, der Vernichtung und der Verdammnis, wie es der böse Geist durch seine Knechte im Gesetze geoffenbart hat.

Auf Mosis Stuhl sitzen jetzt Schriftgelehrte und Pharisäer gleichen Geistes, und da Ich im Vorhofe ihres Tempels zum Volke gesprochen hatte, kamen sie und verlangten heuchlerisch, daß Ich mit ihnen hineingehe und also auch mit ihnen sprechen sollte, da etliche schwerhörig, auch viel zu angesehen und viel zu alt seien, um zwischen den anderen sich drängen zu lassen.

Und da Ich in der Vorhalle unter ihnen war, sprachen sie:

Wir sehen, daß das Volk dir folgt und viele großen Gefallen an dir gefunden haben. Wir wollen von jetzt an vergessen, daß du unsern Gott so lästerst, wie es kein Mensch und kein Heide bis jetzt getan hat. So du dich beschneiden ließest, bieten wir dir einen Stuhl in unserer Mitte an, Gut und Gold, soviel du brauchst. Denn du hetzest das Volk gegen Gott, gegen sein Gesetz und gegen uns aus Zorn über deine Armut. Sprich zum Volke: „Eure Schriftgelehrten und Pharisäer sitzen auf dem Stuhl Mose, und wie eure Väter einst diesem auserwählten Knechte des jeden Ungehorsam rächenden Jahweh folgen mußten, also sollt und müßt auch ihr alles tun und halten, was sie euch sagen; denn Gott spricht zu euch nicht nur durch das Gesetz, sondern auch durch sie, die er zu Hütern des Gesetzes berufen und bestimmt hat“.

Und desgleichen mehr sprachen sie und bedrängten Mich. Darüber verging die Zeit, und viele aus dem Volke ließen sich nicht halten, sie drangen mit etlichen von euch hinein, und ihr alle habt gehört, welche Antwort Ich den Heuchlern gegeben habe in der Wahrheit:

Weder nach ihren Lehren, noch nach ihren Werken soll das Volk tun! Denn ihre Werke sind böse und ihre Lehren noch ärger, weil sie der Rache voll sind und von Blut triefen! Sie binden schwere und unerträgliche Lasten und legen sie den Menschen auf die Seele und auf die Schultern, selbst aber rühren sie mit keinem Finger die Lasten an und tun nur Werke, um vor den Menschen gesehen zu werden, den ersten Platz in der Synagoge zu haben, auf dem Markte gegrüßt, Rabbi genannt zu werden und bei den Gastmahlen obenan zu sitzen.

Und Ich sagte ihnen: ‘Wehe euch, boshafte, verblendete und verlogene Führer! Wehe euch, Schriftgelehrte, Pharisäer, Heuchler!‘ Und Ich zählte ihnen alle ihre bösen Werke und alle ihre heimtückischen Lügen auf; etliche von euch haben es mitangehört und in ihrer Seele verwahrt. ICH mußte es ihnen vor dem Volke sagen, daß sie Söhne derer sind, die die wahren Propheten gemordet haben; und Ich sagte ihnen, daß sie es sind, die das Maß der Väter zum Überlaufen bringen, weil sie Mich, die ewige Wahrheit, Gott, Der kraft des Willens Seines Geistes Mensch geworden ist, CHRISTUS, Den sie – Mich – sehen, und Mein Wort, welches das wahre Wort Gottes ist, hören, nicht sehen und nicht hören wollen, ärger als Otterngezücht und Schlangenbrut sind.

ICH sagte ihnen, daß sie Mich und Mein Wort zu vernichten trachten, weil sie dem finsteren Geiste der Hölle ergeben dienen wollen und der Hölle nicht entrinnen werden, auf daß über sie all das gerechte Blut komme, von dem Blute des wahren Propheten Sebael bis zum Blute des gerechten Zacharja. Diesen haben sie in ihrer Synagoge ermordet, weil er den größten der Propheten, den Täufer Johannes, den Ich ihm geschenkt und den sie gleichfalls ermordet haben, nicht beschneiden ließ und nicht mehr ein Priester des bösen Geistes höllischer Finsternis bleiben wollte.

Und weiter sagte Ich ihnen:

„Wie oft habe Ich euch versammeln wollen, so wie die Henne ihre Küchlein unter ihre Flügel versammelt! Ihr aber habt es nicht gewollt und habt die Propheten gesteinigt und getötet, die Ich zu euch gesandt habe, und Ich sage euch jetzt:

Selbst bin Ich gekommen, damit ihr in der Wahrheit unterrichtet seid, die allein Ich bin, und ihr euch in Meinem Namen in ihr versammelt, daß ihr nicht mehr in der Finsternis des geistigen Abgrundes, sondern in dem Lichte der Wahrheit lebet und in Meinem Geiste, welcher allein der Geist der Wahrheit ist, in Güte, Liebe, Erbarmung, Vergebung, Gerechtigkeit und Selbstaufopferung für einander wirket. Das aber wollt ihr nicht, weil ihr daran Gelüste und Gefallen gefunden habt, unter einem Geiste euch zu versammeln und ihm zu dienen, der übervoll der Lüge, der Bosheit, der Rache, des Hasses, der Erbarmungslosigkeit, der Ungerechtigkeit und der Vernichtungsgier ist. Dieser Geist, der allein ist euer ‘Gott‘!

ICH bin gekommen und sage euch die Wahrheit, weil Ich die Wahrheit bin! Ihr aber behauptet, daß Ich ein verfluchter, unbeschnittener Samariter sei, der den Teufel habe, der diesen euren Gott lästere und in einem solchen Geist wütet ihr gegen Mich! ICH bin Selbst gekommen, aber des Geistes dieses eures Gottes voll, höret ihr Mich nicht und ihr werdet das Haus, welches die Seele jedes einzelnen beherbergt, so wüst und finster lassen wie zuvor, ja ihr werdet dafür sorgen, daß auch Mein Wort verwüstet und im Geiste eures Gottes verfinstert wird.“

Aber Ich sage euch: Alles das mag zum endlichen Zeugnis und zur endlichen Erkenntnis der Wahrheit geschehen, bis daß die Zeit abermals erfüllt sein wird. Ihr werdet Mich nicht mehr sehen, aber viele andere werden da sein, die Mein Wort aufs neue vernehmen werden, nicht durch Mich, sondern vom Geist zum Geiste durch den Geist, und der Geist wird zeugen von Mir, weil er von Meinem Geiste nimmt, Mich, die ewige Wahrheit offenbaren wird – und viele werden sprechen:

Hochgelobt der Geist, der da kommt im Namen CHRISTI!

ICH sagte ihnen die Wahrheit, weil Ich die ewige Wahrheit bin! Statt aber Mich und Mein Wort anzunehmen, bedrängten sie Mich, und mit welchem Hasse, mit welcher Rachegier sie Mich bis heute verfolgen, sehet ihr, die ihr darunter selbst auch schwer mitleidet. Viele werden also leiden um Meines Wesens, Geistes und Wortes willen, weil sie fühlen werden, daß Ich ein anderer bin als der ihnen gelehrte, und dessen Geist und Wesen man ihnen also auslegen werden wird; sie werden nämlich daran die Unmöglichkeit der völligen Gleichbedeutung Meines Geistes und Wesens mit dem Geiste und Wesen dessen, der ihnen gelehrt wird, erkennen und für die Erkenntnis der ewigen Wahrheit auftreten.

Der Geist der Zeit und die Mächtigen dieses Volkes der Beschneidung suchten nun die Wahrheit also zu vernichten, daß sie den Träger und Verkünder martervoll gemordet haben; und der böse Geist wird eine Zeitlang noch derart wüten. Die Lüge und die Bosheit werden jeden Verkünder der Wahrheit verhöhnen und verspotten, viele in Martern hängen oder zu Boden steinigen in der Meinung, daß mit seinem Absterben auch die ewige Wahrheit getötet wird.

Die Zeit wird aber kommen, da der böse Geist genau erkennen wird, daß er sich mit der Verspottung, Verhöhnung und mit der Erfindung neuer, noch raffinierterer Hinterlist, Heimtücke, Spitzfindigkeit und Lügen begnügen müsse; und er wird eine Zeitlang jauchzen und jubeln, weil er wahrnehmen wird, daß diese Mittel die bis dahin gehandhabte Tötung einzelner Sucher und Verkünder der ewigen Wahrheit übertreffen werden. Er wird nämlich dadurch eine große Menge der die ewige Wahrheit Suchenden oder jene Menschen, die sie bereits gefunden haben und sie weiter verkündigen, mehr niedertreten und ohnmächtiger machen können als durch die qualvolle Ermordung einzelner.

Wie aber die Wahrheit niemals durch die Tötung des irdischen Leibes einer ihrer Verkünder getötet werden kann, weil sie Gottes, das Eigen des Wesens und Geistes der ewigen Wahrheit, das ewige Eigen Meines Wesens und Geistes ist, und wie die Seele und der Geist keines Wesens getötet werden kann, wird auch die ewige Wahrheit niemals durch die Lüge und deren Bosheit, was da an Heimtücke, Hinterlist und Spitzfindigkeiten ist, vernichtet werden können.

Für die Seele und den Geist des Menschen gibt es nur die Wahl zweier Wege: Entweder den Weg durch die Wahrheit und Güte zum wahren ewigen Leben, ewigem wahren Lichte und ewiger Seligkeit, in der Betätigung der Seele und ihres Geistes an dem Tun und Walten Gottes, an Meinem Tun in Meinem Reiche – oder den Weg durch die Lüge und Bosheit zum ewigen Leben in seelisch-geistiger Finsternis, ewiger Qual des Unfriedens und unstillbarer Gier des Tuns und Waltens des bösen Geistes, des Satans, in dem Abgrunde, den er für sich und die Seinen geschaffen hat und weiter schafft.

Der böse Geist meint, daß es die Herrlichkeit aller Herrlichkeiten ist, über all den anderen Geist herrschen zu können und niemanden über sich stehen zu wissen; er will es nicht erkennen, daß er der Sklave der niedrigsten Gefühle seines Wesens und das Opfer eigener Lüge ist; er steigert die ihrer Bosheit entquellende Gier, Niedertracht, Hoffart, Eigenliebe und Überhebung grenzenlos, unersättlich, ziellos im Wahne unumschränkter Selbstherrlichkeit, mag sie auch nur die der Finsternis und des bodenlosen seelisch-geistigen Abgrundes sein.

Betrachtet die Menschen, deren Seele und Geist dem Beherrscher des Abgrundes höllischer Finsternis zustreben, und ihr sehet denselben Geist im Kleinen! Sprechet ihnen zu, weiset ihnen Tatsachen vor, tut Wunder und opfert euch bis zum letzten Blutstropfen auf; will ihr Geist den Weg der Lüge und der Bosheit weitergehen, und gehen die Gefühle ihrer Seele in einem solchen Geiste auf, ist alles euer Mühen um solche Menschen vergeblich!

Und Ich sage euch: Nicht dieser Menschenseelen und nicht allein dieses ihres Geistes wegen bin Ich gekommen, nicht dieses Geistes und dieser Menschenseelen wegen allein sende Ich euch jetzt! ICH werde euch später wieder senden zu Menschen, die zu jener Zeit kommen werden, da Mein Geist selbst durch den euren, durch euch und durch den Geist des Menschen, also vom Geist zum Geiste zu ihnen sprechen – und auch dann wiedermals von Mir und von euch zeugen wird in Meines Geistes ewiger Wahrheit!

Zwar bin Ich auch des bösen Geistes höllischer Finsternis wegen gekommen, doch für diesen Geist ist Mein Kommen vergeblich. Aber jener Menschen wegen bin Ich gekommen, jener Menschen wegen sende Ich euch jetzt und jener Menschen wegen werde Ich euch auch in ferner Zukunft senden, die da kommen werden, wenn die Zeit sich wieder erfüllt hat: alles jener Menschen wegen, die Meine Kinder, Kinder Gottes sind, die vom Satansgeist nur geblendet, irregeführt und seelisch-geistig vergiftet, aus Unwissen ihm anhangen, weil sie Gott die ewige Wahrheit, Mich, durch seine Lügen und Bosheit damals schon in Ewigkeit verkannt haben und Mich – gleich den kommenden Menschen – auch jetzt nicht kennen.

Diese Meine Kinder werden euch folgen, so sie gehört haben, auch dann, wenn ihr Geist dem bösen Geiste auch noch so nahe gekommen ist und bis dahin in diesem Geiste tätig war. Sie werden es bald bezeugen, daß sie GottES Kinder sein wollen. Denn sie werden erkennen, daß das Leben Meines Geistes in ihnen ist und der Funke des Lichtes der ewigen Wahrheit Meines Geistes in ihnen lebt, den sie nicht wie viele andere mutwillig und boshaft erdrückt haben, um mit dem bösen Geiste die höllische Finsternis teilen zu können, die jedwede Bosheit deckt und sich verlogen auch „ein Licht“ nennt.

Darum habe Ich euch schon anfangs gesagt:

Werfet das Heilige nicht vor die Hunde und das Reine nicht den Säuen vor, damit sie es nicht beschmutzen, nicht zertreten, sich dann umwenden und euch auch noch zerreißen! Gesagt habe Ich es euch; aber die bissigen Hunde mit den unreinen Säuen werden sich selbst einfinden und einstellen, sie werden das Reine beschmutzen, das Heilige zertreten und euch mit vielen anderen zertreten!

Sie werden nicht alle zähne- und hauerfletschend, böse grunzend und bellend kommen, sondern auch mit freundlichen Mienen; und sie werden euch heuchlerisch aufnehmen, eure Worte anhören, mit euch eine Gemeinschaft eingehen, das aufgeschriebene Wort von euch immer wieder verlangen, damit auch sie auf Grund des von euch Geschriebenen, das sie heimtückisch berauben und in ihrer Bosheit verunstalten werden, selbst weiter lehren, eigene falsche Apostel aus ihren Reihen aussenden; – und da wird das Reine beschmutzt und das Heilige zertreten werden bis zur Unkenntlichkeit!

ICH aber sage euch:

Das Wesen und der Geist des Reinen und des Heiligen, das wahre Licht Meiner ewigen Wahrheit wird darin entstellt werden; niemand aber wird imstande sein, das Wesen des heiligen Geistes der ewigen Wahrheit darin zu töten, weil Ich das Wesen bin, CHRISTUS, im Wesen und in demselben Geiste Gott, Der Ich unwandelbar-unveränderlich bin in Ewigkeit.

Meine Menschwerdung bestätigt Mein ewiges Wesen; Mein Wort, Meine Werke und Mein Tun bestätigen Meinen Geist, der Geist und das Wesen aber bestätigen Mich und werden ewiglich bezeugen, daß allein Ich die ewige Wahrheit bin, Gott. Dessen Name und Dessen Wort konnte die Lüge zwar boshaft beschmutzen und entstellen, Ihn Selbst in Seinem zeitlich angenommenen irdischen Menschenleibe verfolgen, bedrängen, martern und sogar töten, das heißt, Sein wahres ewiges Wesen eine Zeitspanne lang von dem angenommenen irdischen Leibe trennen; die ewige Wahrheit aber, die Heiligkeit Seines Geistes und die Reinheit Seines Wesens kann sie niemals entstellen und beschmutzen.

Dadurch aber, daß die Lüge Meinen Namen boshaft zu beschmutzen und Mein Wort zu entstellen trachtet, noch mehr aber zu entstellen trachten wird, werden viele irregeführt. Sie werden zwar von Mir hören, an Mich glauben, Mich aber wahrhaft zu erkennen, wird ihnen nicht, oder nicht leicht möglich sein; und das wird viele in Zweifel bringen, die der böse Geist des Abgrundes und der böse Menschenwille zu ihrem Vorteile auszunutzen trachten werden, um Scharen derer, die das Licht der Wahrheit hassen, zu vermehren, da sie in ihrer Finsternis meinen, daß die Zahl der Bösen und die Menge der Lüge imstande sein müssen, Mich und Meinen Geist zu verdrängen. Sie kennen nämlich die Kraft Gottes nicht, weil ihnen das wahre Licht und die ewige Wahrheit ein Greuel ist.

Alles das wird kommen, weil Gott jegliche Gewaltanwendung fremd ist und Er in der ewigen Wahrheit Seines Wesens und Geistes einem jeglichen Wesen der Seele erkenntnisfähigen Geistes und freien Willens auch eine vollkommen freie Wahl läßt.

Das unwandelbar-unveränderliche Wesen Gottes und Seines Geistes der Wahrheit birgt die Allmacht in sich; aber die Allmacht schließt jede Gewaltanwendung gegenüber dem freien Willen jeglichen anderweitigen, erkenntnisfähigen freien Geiste vollkommen aus, weil es dann nur Sklaven der Gewalt, aber keine freie Seele erkenntnisfähigen freien Geistes gäbe, der nach eigener Erkenntnis und nach eigenem freien Willen frei wählen, handeln und über das eigene seelisch-geistig-lebendige Wesen entscheiden könnte.

Der erkenntnisfähige Geist hatte seinen eigenen freien Willen in der Ewigkeit seit dem Anfange, an dem er das Leben von Mir und aus Mir empfangen hat; er hat seinen freien Willen im Irdischen und wird ihn ewiglich ungeschmälert behalten.

Als all der Geist einst in der Ewigkeit, von der Kraft Meines Lebens durchdrungen, zum Leben erwacht war und zum Bewußtsein des Seins gelangt ist, sah er durch das ihm untrennbar eigene seelische Wesen Mein Reich und entfaltete in und mit dem Wesen in Meiner Welt das, was seine und seines seelischen Wesens Beschaffenheit vorher nur als Grund-werte in sich barg. Diese Beschaffenheit ist so verschiedenartig, daß ihr jetzt nur einen kleinen Teil davon in den mannigfaltigen seelisch-geistig-lebendigen Wesen dieser Welt sehet.

Aus all den Wesen ragten aber alsbald Geistesgruppen hervor, die die anderen an Zahl unendlichen Wesen anders beschaffenen Geistes dadurch unendlich übertrafen, daß sie aus eigenem in dem Vorhandenen schaffen und durch das Geschaffene aufeinander, aber auch auf den anderen, kleineren, des höheren Schaffens unfähigen Geist einwirken konnten. Dazu habe Ich jenen, die Mich schauen und als die höchste Vollkommenheit fassen konnten, vielfache Beispiele und vielfache Weisungen gegeben; und viele Wesen aus der Gruppe jenes Geistes entfalteten sich alsbald so, daß sie Mein Ebenbild wurden im Geiste, und dieses Erreichen erfüllte sie mit unendlicher Seligkeit!

Sie sahen Mich, sprachen mit Mir, Mein Tun und Walten war ihr Tun und Walten, sie waren gleichen Trachtens und gleichen Willens mit Mir. Ihr Schaffen war ungetrübt, weil Mein Reich die Welt des wahren Lichtes, der wahren Seligkeit ist, und das Seelisch-Geistig-Lebendige in keinerlei Art und Weise bedrängen kann. Sie schauten Mich, die Wahrheit, das Licht und das ewige Leben Meines Geistes und Wesens; sie kannten keinen Anfang, da sie kein Werden und kein Vergehen des Seins des Lebens sahen, weil all der Geist zum gleichen Zeitpunkte zum Leben erweckt ward, und sie suchten keine Wahrheit, kein Licht, weil sie Mich, Mein Wesen und Meinen Geist hatten und zu Mir kein Gegensatz da war. Sie glichen Mir und waren Meines Wesens und Geistes Ebenbild, obwohl ihr Wesen ein anderes war, ein anderes ist und in Ewigkeit bleiben wird.

Derjenige aber, der Mir von allen Wesen erkenntnisfähigen Geistes – im Sinne des Wissens und Könnens – einst am nächsten stand, fing an, auch Mein Wesen durchdringen zu wollen, und Ich gab ihm Selbst die volle Aufklärung. Nichts habe Ich ihm vorenthalten, damit er erkenne, daß ein jedes Wesen des Geistes nur das erreichen kann, was seine und seines Geistes ewige Beschaffenheit in sich birgt. ICH sagte ihm, daß eine Überschreitung dieser Grenze, die schon in den Werten der ewigen Beschaffenheit des Wesens und seines Geistes begründet ist, nicht ohne furchtbare Nachteile bleiben könne. ICH sagte ihm, daß Ich allein dieses Furchtbare kenne, obwohl Ich es weder gesehen und Selbst auch niemals schaffen könnte, da es das gerade Gegenteil Meines Wesens, Meines Geistes und Meines Willens wäre.

Und Ich sage euch:

Ich wußte es von Ewigkeit, daß es dazu kommen wird, und – nach Menschensinn gesprochen – war Ich vor die Wahl gestellt, entweder eine Welt für alle Wesen des Geistes zu schaffen und allen das Leben zu geben oder allein inmitten all des seelisch-geistigen leblosen Seins angesichts der Untätigkeit eines unendlichen seelisch-geistigen Brachfeldes zu leben.

ICH wußte, daß etliche der Wesen durch ihren Geist Mir entgegen schaffen werden. Wollte Ich aber in der Gerechtigkeit Meiner ewigen Wahrheit und ihrer Kraft bleiben, konnte Ich diese Wesen nicht übergehen. Es hätte all den anderen Wesen erkenntnisfähigen freien Geistes auf die Dauer nicht verborgen bleiben können. ICH hätte sie deshalb nicht übergehen können, weil ein solches Schaffen Meines Willens eine Gewalttat wäre und das zur Folge hätte, was durch Mich, durch Mein Wesen und Meinen Geist nicht vorhanden ist, der Tod!

Daß Ich vor eine solche Wahl gestellt wurde, sage Ich euch nur deshalb, um eurem Geiste durch Worte und nach Menschensinn ein Bild und ein verständliches Beispiel zu geben, damit ihr nach eigenem Sinn einen Vergleich daran habet. Der ewigen Wahrheit Meines Wesens und Geistes ist aber eine Wahl nach eurem Ermessen und Sinn fremd. ICH spreche also, um von euch verstanden zu werden.

Jener Mir einst so nahe stehende Geist wollte sich aber mit der Wahrheit Meiner Erklärungen nicht zufrieden geben, und sein Verlangen ging so weit, daß Ich sein Wesen und seinen Geist Meinem Wesen und Geiste gleichstelle! Vergeblich gab Ich ihm Aufklärungen über die Unmöglichkeit der Erfüllung eines solchen Verlangens; vergeblich wies Ich darauf hin, daß die ewige Beschaffen-heit Meines Wesens, Geistes und Lebens in unwandelbar-unveränderlicher Wahrheit bleiben muß und über die sich selbst gesteckten Grenzen unmöglich hinaus kann, weil in diesem Gesetze jene Kraft der Allmacht enthalten ist, die Mich in unveränderlicher Vollkommenheit kraft Meines Willens unwandelbar erhält; sie schließt die Schaffung eines zweiten gleichen Wesens und Geistes schon von vornherein auch deshalb aus, weil das Sein eines jeglichen Wesens der Seele und ihres Geistes ein ewiges, also nicht erschaffen ist.

Vergeblich wies Ich darauf hin, daß ein solches Verlangen, selbst dann, wenn es erfüllbar wäre, die größte Ungerechtigkeit gegenüber all den anderen Wesen erkenntnisfähigen Geistes wäre, da Ich das Gleiche allen schaffen müßte, und daß dann, wo es eine unendliche Zahl Götter gäbe, die des gleichen Geistes, gleichen Könnens, gleichen Wissens und Willens wären, unbedingt das eintreten müßte, was er nicht kennt, der Tod, weil jeglicher seelisch-geistige Verkehr, jegliche Entfaltung des Willens und des Schaffens unmöglich wäre. Ein solches Verlangen hätte einen Stillstand zur Folge, der unbedingt in einer Auflösung ein Ende finden müßte, dessen Schrecklichkeit nicht einmal Mir ein Bild geben kann, weil sie von vornherein unmöglich ist.

ICH machte den immer mehr sich anmaßenden Geist darauf aufmerksam, daß er sich genau betrachten, besehen und die Wahrnehmung machen solle, wie sehr ein solches Verlangen und Trachten auch sein Wesen, dessen Eigen er ewiglich ist, geändert und zu seinem Nachteile entstellt hatte! Er aber fand gerade daran ein großes Gefallen, eine Änderung seines Wesens auch im äußeren Aussehen erzielt zu haben, und alsbald fanden mehrere Wesen ähnlichen und gleichen Geistes gleichfalls Gefallen daran und gesellten sich ihm zu, unterstützten sein Verlangen und verschlossen sich jeglicher Ermahnung, jeglicher Erklärung und jeglichem Hinweis auf die Unmöglichkeit der Erfüllung dieses ihres Verlangens.

Und alsbald sprachen sie:

Ist Dir das nicht möglich, bist Du kein Gott! Ist es Dir aber möglich und Du willst es nicht tun, dann ist Dir die Gerechtigkeit nicht eigen, weil allein Du ein Herr bleiben willst, dem wir die Knechte abgeben sollen!

Und da Ich ihnen sagte, daß Ich niemals jemand knechte, noch jemals knechten werde, weil Ich es kraft der ewigen Wahrheit Meines Wesens und Geistes nicht tun kann, da all dem freien Geiste die Freiheit seines Willens erhalten bleiben muß durch Meinen Geist der Wahrheit, da ging der Anführer so weit, Mir zu sagen, daß Ich ihnen die Wahrheit vorenthalte, ihren freien Willen hemme und sie bedrücke, weil Ich fürchte, sie könnten Besseres schaffen, als Ich es getan habe.

Um den Verlauf dieser Zeit war es, da der erkenntnisfähige, freie Geist zu erkennen und das ihm untrennbare eigene seelische Wesen zu fühlen begann, was Wahrheit und Güte und was Lüge und Bosheit ist.

Eine ungeheure Erregung bemächtigte sich großer Scharen Wesen erkenntnisfähigen Geistes, und viele fanden an dem Tun des Anstifters und seines Anhanges ein mehr oder minder großes Gefallen; denn sie sahen die Veränderung, die diese herbeigeführt hatte und versprachen sich davon und daraus Vorteile, die nur die Lüge in ihrer Bosheit sich auszudenken vermag. Die sich jetzt schon einstellende Qual des Zweifels, der Unsicherheit, des Unwissens und des unbestimmt neuen Wollens war dem nach dem Bösen ausschauenden Geiste neu, und viele fanden auch daran Gefallen.

Die Veränderung des Wesens und des Geistes der Bösen ward immer größer, und da sie gewahr wurden, daß sie das Licht Meines Wesens und Geistes nicht mehr ertrugen, daß sie die Welt Meines Reiches nicht mehr trug, und da sie an die Grenze gelangt waren, um es verlassen zu müssen, versuchten sie, ihr Verbleiben durch eine gewaltsame Zerstörung zu erzwingen, was ihren vollkommenen Fall nur noch mehr beschleunigt hat. So also fielen sie in ein Reich, das sie sich selbst geschaffen haben, in den seelisch-geistigen Abgrund, und da ihr freier Wille ewiglich frei bleibt, hängt es allein von ihrem Willen und nicht von Meinem ab, ob sie ewiglich in der Finsternis und in der Qual ihres unstillbaren Wollens und Trachtens verbleiben wollen.

Haben sie aber angesichts Gottes, angesichts Seines Wesens und Geistes, also im Wissen gehandelt, daß auch sie alle Ihm ihr Leben verdanken, wie werden sie jemals den Willen aufbringen, zur Wahrheit zurückzukehren, da sie sich boshaft selbst auch für eine Wahrheit halten? Da sie Gott und Seinen heiligen Geist verworfen haben und in der Lüge ihres bösen Willens sich dünken, selbst Götter zu sein, wie sollen sie jemals zu Mir kommen, da sie Mich für den Widersacher ihres Verlangens und ihrer Gier halten?

Das wahre Bild des Wesens und Geistes Gottes ist ihnen so entschwunden, daß sie bis an diese Zeit keine klare Vorstellung von Mir mehr aufbringen konnten, und erst, da Ich als Mensch auf dieser Erde erschienen bin, erkannten sie an Meinem Wesen, an Meinem Geiste, an Meinen Worten, Meinem Walten und Meinen Werken den alten Gott der Wahrheit.

ICH wollte es, daß auch sie Mich nochmals sehen und erkennen. Denn Ich sage euch, das Ich nicht allein der Seelen der Menschen wegen, sondern auch dieser verlorenen bösen Lügner wegen gekommen bin, auf daß auch sie alle Mich nochmals sehen und Mich nochmals erkennen sollen, bevor die Zeit des Jüngsten Tages und mit dieser die Scheidung der zwei Welten so unendlich verschiedenen Geistes vollzogen werden wird. ICH bin auch wegen dieser sich selbst verdammenden Wesen gekommen, sie haben Mich erkannt und sich durch eine Wut, die jene Mir einst in Meiner Welt entgegengebrachte womöglich noch übertrifft, noch tiefer gerichtet.

Ihr Anführer, der Satan, rief die Seinen von allen Ecken und Enden der Welten herbei. Er mußte aber alsbald erfahren, daß weder er noch die Seinen die Grenzen Meines Reiches, welches Ich kraft Meines Willens den Menschen, den Seelen des Jenseits, aber auch ihm und den Seinen zum Zeugnis und zur Erkenntnis zur Erde mitgenommen habe, durch die Bosheit der Gewalt nicht überschreiten können. Er mußte weiters erfahren, daß sie Meinem Wesen, Meinem Geiste, Meinem Willen, Tun und Handeln nichts anhaben können, weil sie nicht einmal Meine Nähe ertragen und vor dem Lichte, welches kraft Meines Wortes in die von gleich finsteren Wesen besessenen Menschen dringt, die Flucht ergreifen.

Und weil sie ihre Ohnmacht gegenüber dem Wesen und Geiste der ewigen Wahrheit sehen und fühlen, peitschen sie böse Menschen wider Mich auf, damit diese wenigstens Meinen angenommenen irdischen Leib vernichten, weil sie den Wahn nähren, daß damit auch das Licht Meines Wesens, Geistes, Namens und Wortes zum Erlöschen gebracht werden könnte.

Die bösen Menschen haben das Ihrige dazu getan, haben Mich am Kreuze sterben lassen, können aber weder Mein Wesen, noch Meinen Geist, noch selbst den Leib vernichten, den Ich zeitlich angenommen habe, um als Mensch zu leiden; er soll, gleich dem vergossenen Blute, ewiglich mitleben, zum Zeugnis und zur wahren Erkenntnis allen, die guten Willens Mich erkennen und Mir nachfolgen wollen zum wahren ewigen Leben.

Wie hat sich der böse Geist bemüht, alle Jünger Johannis und auch euch alle dahin zu bringen, daß ihr an der ewigen Wahrheit Meines Wesens, Geistes und Wortes zweifeln und euch von Mir abwenden sollt!

Dann erinnerte der Herr die Seinen an den Bericht des Licius und sprach:

Erinnert euch des Tages, da Ich bei Tarichäa am See Genezareth den Mir dorthin nachgekommenen Vielen Mein Wort, Mein Evangelium, das wahre Wort Gottes bis zur elften Stunde gepredigt – und da wir in das Schiff gestiegen waren, wolltet ihr abstoßen, damit Ich Ruhe fände. ICH aber sagte euch damals: Lasset uns bleiben, damit der Mann, der Mich sucht und in der zwölften Stunde ankommen wird, uns finde. Weniger Ich, Der Ich weiß, was er bringt, sondern ihr sollt ihn hören und Mir alsdann sagen, wie ihr das Gehörte angenommen habt und wie ihr es deutet. Und als der Mann kam, fragte Ich ihn: Suchst du Mich, Licius? Und er sprach:

Herr, ich sehe, daß Du es bist, Den ich suche; denn Du kennst mich, ohne mich je gesehen zu haben. Ja, ich suche CHRISTUS, den Herrn. Johannes sendet Dir den Gruß in Deinem Namen und spricht:

‘Gegrüßt und gelobt sei Jesus Christus, unser Herr und Gott in Ewigkeit!’ Und er bittet Dich, Du möchtest ihm den Ort sagen, an dem er mit Dir nochmals sprechen könne, bevor er nach Akkon ziehe, um auch dort zu predigen und zu taufen in Deinem Namen! Darum aber sendet er mich, damit ich Dir ein Gesicht erzähle, das ich ohne Traum geschaut und das ich dem Täufer gesagt habe, der sehr betrübt darüber war – und mich statt des Dulus sendet, den er ansonsten gesendet hätte, damit ich es Dir sage.

Da forderte Ich ihn auf, es nicht allein Mir, sondern euch allen zu sagen, damit ihr es hört – und Licius sprach:

In Aera wurde viel von Johannes, von seiner Lehre und von seiner Taufe gesprochen, der da ein Prophet GottES ist, Buße predigt und am Jordan tauft, um die Menschen würdig zu machen, daß sie Gott, Der im Herrn CHRISTO Mensch geworden ist und unter uns weilt, aufnehmen, hören und verstehen können, wenn Er sie mit dem Lichte Seines heiligen Geistes tauft.

Ich nahm meine Schwester mit, ließ sie bei einer zweiten Schwester in Neve und ging gegen Bethsaida nach dem Jordan, wo ich Johannes fand, sein Wort gehört habe und von ihm getauft wurde. Ich blieb bei ihm, um sein Wort weiter zu hören. Er aber spricht immer nur von Dir, Herr, und nicht alles kann man verstehen. Da kam ein Bekannter aus Neve, um mir zu sagen, daß meine Schwester sehr erkrankt sei, und ich bat den Täufer, daß er mich zu ihr gehen und wieder kommen lasse.

Und Johannes sprach: Nimm von dem Wasser des Jordans mit. Ehe du heimkommst, wird deine Schwester gesund und du taufe sie der dir gegebenen Lehre nach im Namen Gottes, Der da ist Jesus Christus, im heiligen Geiste der ewigen Wahrheit! Als ich in Neve ankam, fand ich meine Schwester gesund, belehrte und taufte sie und sprach vor vielen anderen, was ich von Johannes gehört habe – und sie wunderten sich.

Am nächsten Tag um die elfte Stunde nahm ich den Weg zu Johannes wieder auf, da der Weg an die zwölf Stunden scharf gegangen werden mußte. So ich aber in der Wüste war, konnte ich plötzlich nicht weiter; konnte nicht zurück, nicht vorwärts, nicht rechts, nicht links und wußte nicht, wie mir geschah – und bald wurde es halb finster ringsum und in mir, und wie im Traum, der aber kein Traum war, sah ich nur Sand und Steine um mich her, konnte mich nicht rühren – und darüber schienen mir viele Tage vergangen, so daß Hunger und Durst mich sehr peinigten.

In dieser Not ist es mir eingefallen, um Hilfe zu rufen, und da Johannes von Deiner Macht und Güte immer spricht, rief ich, Herr, Deinen Namen – und sah Dich von ferne, wußte aber nicht, daß Du es bist, weil ich Dich bis jetzt nicht gesehen habe; nun aber erkenne ich Dich. Da stand aber auf einmal einer bei mir, der sprach:

“Dein Johannes und dein CHRISTUS sind Menschen, die Gott lästern, wie es noch nie ein Mensch getan. Johannes bezeugt, daß CHRISTUS Gott sei, und einige Menschen nennen CHRISTUS ‘Gottes Sohn‘. Ich aber will dir zeigen, daß dieser keine Macht hat, daß er um das eigene Leben fürchtet und Gott lästert, weil er mich, der ich allein Gott der Juden bin, Satan nennt. Du wirst alles das sehen und den Menschen bezeugen; winke und rufe ihn herbei!“

Ich rief und winkte Dir, und Du, Herr, kamst näher. Da sprach er durch mich:

“Siehe, dieser Mensch liegt schon viele Tage in der Wüste, ist dem Verhungern nahe, und hilfst du nicht, stirbt er. Bist du Gottes Sohn, oder Gott Selbst, so sprich, daß diese Steine zu Brot werden, damit er esse.“

Du aber sagtest: „Nicht vom Brote allein lebt der Mensch. Wahrhaft leben tut er, so er das Wort hört, welches aus Meinem Munde geht – und es beachtet.“

Und der andere, der sich „Gott der Juden“ nannte, sprach zu mir: “Du siehst, daß ihm die Macht, aus Steinen Brot zu machen, fehlt!“ Und zu Dir, Herr, sprach er durch mich: “Bist du Gottes Sohn oder Gott selbst, so besteige mit mir die Zinne meines Tempels und laß dich von da hinab, es könnte dir nichts geschehen. Denn bist du Gott, kannst du es allein tun, ohne daß die Engel dich tragen müßten.“

Du aber, Herr, gabst zur Antwort: „Gott, Der keinen des geringsten Geistes in Versuchung führt, wird Sich nicht selbst versuchen wegen Dingen, die niemanden zu Ihm, Der Die ewige Wahrheit ist, bringen können, und Er wird niemals Ähnliches tun.“

Und der andere sprach zu mir: “Du siehst, daß er um sein Leben fürchtet, und wirst es bezeugen vor den Menschen“; zu Dir aber, Herr, sprach er wiederum durch mich: “Ich bin der Gott, dem allein Anbetung gebührt. Ich schenke Güter und Macht, Reichtum, Gewalt und Ansehen jedem, der mich anbetet und mir opfert. Die es aber zu tun sich weigern, verfallen meinem Zorn, und meine Rache ist furchtbar. Besteige den höchsten Berg, und alle Reiche, die du von da übersehen kannst, will Ich dir geben, sagst du ‘Gott‘ zu mir!“

Und Du, Herr, sprachst: „Satan! du bist ärger als ehedem! Siehe, auch deinetwegen und deinesgleichen bin Ich gekommen und alsoweit geht nun deine Erkenntnis? Seelen- und Menschenmörder du! Bereitest du dir also das ewige Leben in deinem Wesen und Geiste? Satan nennt dich die ewige Wahrheit, Satan, das heißt: der sich selbst Wegwerfende! Welch ein Wesen und ein Geist warst du, und was bist du geworden, Satan!“

Und der andere lachte böse und sprach zu mir: “Bezeugen sollst du vor Menschen, wie dieser mich lästert, mich, der ich Gott meines Volkes bin, – Satan nennt, wie ich es dir gesagt habe.“

Du aber, Herr, hobst Deine Hand und sprachst: „Hinweg von Mir!“

Und ich hörte ein Zähneknirschen, sah aber niemanden mehr, und es ward licht um mich, licht in mir – und ich ging weiter, dem Jordan zu, der Gedanken voll, weil er nur durch mich zu Dir hat sprechen können. Wie ich eingetroffen bin und die Zeit erfahren habe, ersah ich daraus, daß das Gesicht mich nicht eine Stunde aufgehalten hatte; und ich berichtete Johannes das Erlebte wirklich und wahr.

Er aber ward betrübt und sendet mich zu Dir, Herr, um Dir das Gesicht zu sagen. Ich, Herr, bin nicht aus dem Judentum, kenne den Gott der Juden nur vom Hörensagen her. Johannes sagte, daß er der böse, rachsüchtige und blutgierige Geist höllischer Finsternis ist, zu dem auch die gemachten Götzen gehören, denen auch einige andere Heiden Blut opfern, da sie das Werk desselben bösen Geistes sind, und seien sie auch nur aus Stein und Erz, und haben sie gleich kein Leben, verkünden sie doch den Geist, der sie hervorbringt, um durch sie das zu erreichen, was er will.

Und Johannes sagte zu mir: Gehe hin und sage dem Herrn: “Herr, wie ist es denn möglich, daß die Deinen also versucht werden, da Du hier und dabei bist?“

Damals sagte Ich euch:

Um diese Stunde weiß Johannes nicht nur, wie es möglich ist, er weiß auch jetzt, warum es also geschieht. Als er dich hörte, hatte er nur auf die Sprache des anderen geachtet; nun aber achtet er Meiner Sprache, durch die Ich geantwortet habe – und er ist nicht mehr betrübt. Du aber, Licius, sollst dem Drängen des anderen wohl nachkommen; du sollst dieses Gesicht vor den Menschen bezeugen, damit auch das vielen zur Erkenntnis der ewigen Wahrheit und zur Erkenntnis der Lüge diene.

Dann habe Ich euch gefragt, wie ihr das Gehörte aufgenommen habt und wie ihr es deutet? Niemals habe Ich ein Fragen nötig, ihr wisset das. Aber alle Meine Fragen dienen dem Zeugnis und darum fragte Ich, damit auch eure Antwort dem Zeugnis diene für viele. Etliche unter euch konnten oder wollten das Gehörte damals nicht deuten, Andreas aber stand auf und sprach:

Brüder, ich will für euch sprechen, und der Herr wird uns dann sagen, ob mein Geist licht ist in Seinem Geiste. So oft der Herr zu uns vom bösen Geiste gesprochen hat, sagte Er uns, daß wir nicht diejenigen fürchten sollen, die zwar den Leib töten, der Seele und ihrem Geiste aber nichts anhaben können. Zu fürchten ist vielmehr der böse Geist höllischer Finsternis und die Seinen, der da die Seele, den Geist und den Leib des Menschen zu verderben vermag, wenn der Geist und die Seele des Menschen an ihm Gefallen finden, ihn aufnehmen und in der Meinung, sich selbst zu dienen, sein Sklave werden!

Und so oft der Herr zu uns vom bösen Geiste sprach, stets sagte Er dazu: ‘An Mir hat er nichts!’ Wir wissen, Herr, daß der böse Geist Dir nichts anhaben kann. Da Du aber als Mensch jetzt unter uns bist und mit uns wandelst, versucht er, Dir etwas anhaben zu können vor den Menschen; weil es ihm unmittelbar nicht möglich ist, sucht er ‘Mittler’ unter uns und jenen, die Dich suchen, damit er Dich lästern und zugleich jene und uns durch seine Lügen und Bosheit von Dir abwenden und verderben kann.

Unser Herr hat uns aber auch oft gesagt, daß nicht einmal ein Sperling vom Dache fällt, ohne daß Gott es wüßte und dabei wäre; das weiß auch jener Widersacher, von dem alles Böse stammt und kommt, weil er Urheber alles Bösen ist. Er wußte also, daß, sobald er an diesen unseren Bruder herantrete, auch der Herr da sein würde, und daß er durch Licius Ihn lästern und dadurch auch den Bruder verführen und verderben könnte, damit auch er weiterhin viele andere verderbe!

Als damals Andreas so gesprochen hatte, sagte Ich euch:

Wenn auch nicht voll, spricht Andreas doch im Lichte Meines Geistes und das genügt. Heute aber sage Ich euch, daß der böse Geist höllischer Finsternis Menschen finden wird, die dasselbe Gesicht durch euch zur Kenntnis bekommen, die aber nicht wie Licius zu Mir, zu euch kommen werden, sondern weil sie, gleich dem Satan, Mich hassen und euch heimtückisch verfolgen werden, werden sie dem Gesicht des Licius ein anderes Gesicht, eine ganz andere Bedeutung geben, damit der Geist der ewigen Wahrheit verfinstert werde, und der böse Geist höllischer Finsternis, der Satan, unerkannt bleibe in seinem Wesen. So wird derselbe böse Geist durch Menschen Meinem ganzen von euch geschriebenen und weitergetragenem Worte tun.

Aber trotz aller Bosheit, Ränke, Hinterlist und Heimtücke seiner irdischen Knechte bleibt selbst dem kleinen, zwischen den Lügen eingeklemmten Resten Meines wahren Wortes sein volles Licht der ewigen Wahrheit, und so die Zeit kommt, wird Mein Geist durch euch, die ihr die Meinen seid, den Menschen Mein Wort wiedermals bringen und ihm jene Reinheit geben, die sein wahres Eigen ist, und es wird aus der unreinen Umklammerung befreit werden.

Zu jener Zeit, da böse Menschen Mein Wort verunstalten werden, werden sich dann weiterhin viele Menschen fragen:

Gott Selbst soll dagewesen sein? Gott Selbst soll uns gelehrt und Sein Wort, Seinen heiligen Geist dagelassen haben? Und ist das Sein Wort, welches wir da hören? Sind das die Nachfolger der Seinen? Sie lehren uns vor dem Worte CHRISTI ein Wort voll des Unwissens, voll offenbarer Lügen, Bosheiten, voll der Blutgier, Flüche und Rache und sagen, daß dieses Wort das wahre und heilige Wort Gottes sei!

Zu jener späteren Zeit werden viele Menschen sehen und erkennen, daß Mein Wort das unendliche Gegenteil des Wortes ihres Gottes ist, und sie werden jene, die sich eure Nachfolger nennen werden, um die wahre Erkenntnis des so furchtbaren Widerspruches fragen. Diese aber, nicht um das Licht der ewigen Wahrheit, sondern, gleich diesen heutigen Pharisäern und Schriftgelehrten, um ihre Macht, um ihr Ansehen, um Gewalt und Wohlergehen bemüht, werden den Fragenden Ketzerei und geistige Armut vorhalten und dicke Rollen voll der bösesten Spitzfindigkeiten und voll unverständlicher Ränke vorweisen, damit die ewige Wahrheit, aber auch die Lüge ihres „Gottes und Vaters“ verschleiert bleibe!

Und wieder viele andere werden spotten, freveln, lästern und boshaft fragen:

Gott soll dagewesen sein? Und ihr lehrt Sein Wort? Was ist seit jener Zeit, da euer CHRISTUS dagewesen sein sollte, anders geworden als es ehedem war? Sind etwa jetzt nicht größere Räuber, Diebe, Betrüger, Schändlinge und Massenmörder da als vorher? Hat es denn vorher jemals größere Not, größeres Elend, mehr Leid und mehr Tränen gegeben als heute? Hat es jemals vorher ein größeres Menschenmorden geben können als derzeit? Wie lautet das Wort dieses eures Gottes?

Und die falschen Nachfolger werden sich beeilen, werden auf die „Schrift“ pochen, die nicht Mein Wort ist, und werden aus der Schrift die Psalmen der Vernichtung des Nächsten singen und vorbeten. Und wieder viele andere werden sich mit Ekel und Abscheu abwenden, um den Namen Gottes, Meinen Namen, nicht mehr hören zu müssen, und sie werden mit dem ihnen gelehrten Schreckbild eines Gottes, der in Wahrheit der Satan ist, auch Mich verwerfen.

Viele andere aber werden, weil ihnen die Menschen keine Wahrheit, keine wahre Gott- und Selbsterkenntnis geben können und keine geben wollen, die Verstorbenen rufen und die Seelen der ins Jenseits Gegangenen fragen und die Verirrung vergrößern, denn die Erkenntnis der allermeisten Gerufenen wird jener der Rufenden gleich sein.

Jene aber, die sich für eure Nachfolger ausgeben werden, werden auf die Schrift der Finsternis pochen und schreien:

Es steht geschrieben: ‘Wenn Mann oder Weib ein Zeichendeuter, Wahrsager, Zauberer und Totenbefrager ist, sollen sie des Todes sterben und ausgerottet werden! Ihr Blut sei auf ihnen! Es soll keiner leben, der ein Zauberer, Wahrsager und Totenbefrager ist, noch der, der die Wahrheit von den Toten erfragen will, denn das ist dem Herrn Jahweh ein Greuel und deshalb müssen sie vertilgt werden!’

Und weiters erinnerte sie Christus, der Herr, an den Prasser Simrah:

Erinnert euch des Tages, da die Brüder des Simrah, dieses verstorbenen reichen Prassers, zu Mir kamen, um Mich zu fragen, ob sie es glauben sollen, daß dieser ihr Bruder „so schwer hinter dem Grabe leide“, wie es ihnen der „Geist“ Lazarus durch die Prophetin Hemeba zu Akkrabim geoffenbart habe. Sie suchten aber die Prophetin nicht deshalb auf, da sie die Sorge um den verstorbenen Bruder trieb – sie haben ihn zu seiner Lebzeit gehaßt – , sondern die Gier um sein Erbe und der Streit darüber war es, welchem von beiden Erben das größere und bessere Erbe zufalle, was der „Tote“ entscheiden solle.

Statt des durch die Prophetin gerufenen Simrah erschien aber die Seele Lazarus, der zu seiner Lebzeit auf Erden lahm und voll von Geschwüren vor der Türe des reichen Prassers gelegen war, und dem selbst die Abfälle von dem Tische des Wüstlings verweigert worden waren und die lieber vernichtet wurden, als daß er sie genieße; denn die Bosheit freute sich über das Elend des Armen.

Lazarus gab den Brüdern kund, daß Simrah nicht erscheinen könne, weil er in der Finsternis nach der gehabten Pracht suche und nach der Völlerei, die nicht erfüllt werden könne, was ihm alles eine Pein wie die des Feuers sei. Wie gerne ihm Lazarus auch helfen möchte, könne er es nicht, weil die Kluft zwischen ihnen unüberwindlich sei – und überwände Lazarus diese Kluft, könnte er doch nicht helfen, weil der Boshafte sie nicht überwinde, solange er geistig finster und seelisch blind, lahm, taub und unvermögend sei, um an der Hand des Helfenden den Ort der Finsternis zu verlassen, die Kluft zu überwinden und die lichten Höhen zu erklimmen.

Aber selbst dann, wenn Lazarus ihn ergreifen und an das Licht der Höhen bringen möchte, bleibe der andere immer in derselben Finsternis; weil er blind sei und weil er nicht hören könne, suche er weiter die gehabte Pracht auch dort – und die gewohnte Völlerei bleibe ungestillt. Würden aber seine seelischen Augen und Ohren noch so geöffnet werden, bliebe er doch in gleicher Finsternis, weil das, was er suche und haben wolle, nicht da sei, und allem anderen verschließe er seine Sinne, tobe und jammere. Und Lazarus mahnte die Brüder, sie sollten, weil sie selbst zum Leben genug hatten, das Erbe Simrahs unter die Armen verteilen, damit sie nicht auch einmal solcher Pein verfallen werden wie ihr Bruder, der Prasser.

Also kamen sie zu Mir und fragten Mich, was Ich ihnen sage, und Ich gab Ihnen den einzig guten Rat: ‘Tut, was euch Lazarus durch die Prophetin zu tun geheißen hat!’ Sie aber murrten gegen dieses Mein Wort und gingen davon.

Damals sagte Ich euch: Sehet! Diese und solche Menschen fragen die Verstorbenen, was sie tun oder lassen sollen. Sie nehmen aber nur als wahr an, wenn ihnen die „Toten“ das sagen, was sie hören haben wollen; sagen sie ihnen das, was sie nicht hören wollen, lügt der „Tote“ oder er irrt sich. Verlangen die Menschen noch so Unsinniges, und der „Tote“ bestätigt es, ist es gut, und die „Toten“ nehmen solches auch von den Menschen an. Sie finden sich gegenseitig, bestätigen einander das Gewollte und Gewünschte und bilden eine Gemeinschaft, die bei den Guten gut und bei den Bösen böse ist.

Heute sage Ich euch: Also war es bis jetzt und also wird es werden, so lange, bis die Zeit kommt, da viele den Geist der ewigen Wahrheit und durch ihn Mich erkennen werden in der Wahrheit Meines Geistes.

Viele fragen sich heute und viele werden sich auch in der Zukunft fragen, ob denn alles das Böse und Schreckliche sein müsse? Und Ich sage euch: Nein, es sollte nicht, es müßte nicht sein! Da es aber boshaft geschaffen ward, ist es da und muß durch seine Auswirkung, wie alles andere, das Endziel, das als Folge der Auswirkung unausbleiblich ist, erreichen.


Teil 24

Worte Gottes kurz nach Seiner Auferstehung - eine Fortsetzung:

Der böse Geist höllischer Finsternis, der Urheber der Lüge und der Bosheit, hat sich ein Ziel gesetzt, wird aber das gerade Gegenteil erreichen, weil er die ewige Wahrheit zu überflügeln und niederzutreten beschlossen hat!

Die Wahrheit ist der unwandelbar-unveränderliche Geist Gottes und wird daher ewiglich währen, in dem Wesen und durch das Wesen Gottes. Die ewige Wahrheit geht unwandelbar-unveränderlich den Weg der Güte, Liebe, Erbarmung, Vergebung, Gerechtigkeit und Selbstaufopferung, – Eigenschaften, die in ihrer Gesamtheit die ewige Wahrheit des Geistes sind, dessen Wesen das Wesen Gottes ist, Der unwandelbar-unveränderlich Derselbe ewige Gott ist!

Jeder erkenntnisfähige freie Geist kann auch durch seinen eigenen guten Willen diesen Weg gehen und ist, sobald er ihn zu gehen wahrhaft und ernstlich auch nur versucht, geistig dem Geiste der ewigen Wahrheit, dem Geiste Gottes, Meinem Geiste und Mir auch im Wesen ähnlich als Mein, Gottes, Ebenbild. Alle Wesen des Geistes sind Ebenbilder ihrer Art; aber zwei sich noch so gleichende Wesen derselben Art sind nicht gleich, weil sie zwei sind, und ein jedes ein anderes zu seinem ihm noch so gleichenden Gleichen ist. Daher können seelisch-geistig-lebendige Wesen, insoferne es die Entfaltung der seelischen und geistigen Fähigkeiten zuläßt, einander überflügeln, und der Geist der Menschenseele ist es, der sich guten Willens zu jener wahren Erkenntnis entfalten kann, die ihn, wenn er ihr nach auch handelt, Gottähnlich macht!

Da aber Gott höchstvollkommen in Seinem Wesen, Geiste und Leben von Ewigkeit unwandelbar-unveränderlich gleich ist, kann zwar viel andersgearteter, veränderlicher, erkenntnisfähiger Geist guten Willens Gott ähnlich, Sein Ebenbild werden, niemals aber im eigenen Geist und in seinem seelischen Wesen Gott Selbst werden. Denn wie Gott Selbst Sich nicht überflügeln kann, weil es keine größere Höchstvollkommenheit kraft Seines ewigen Wesens, Seines ewigen Geistes und Seines ewigen Lebens außer Ihm gibt, kann auch kein anderer Geist sich selbst überflügeln, weil die Grenze seiner Entfaltung in seinem Geiste und dem Wesen begründet ist, dem er untrennbar von Ewigkeit eigen ist.

Ein Geist aber, der die Wahrheit verwirft und die Grenze des Möglichen boshaft und mit Gewalt zu durchbrechen oder zu umgehen sucht, will nicht nur kein Ebenbild Gottes und auch kein Gott, er will mehr sein, er will Gott überflügeln, und da es unmöglich ist, sucht er einen Gegensatz des Vollkommensten, Reinen und Heiligen, einen Gegensatz der ewigen Wahrheit: Er erfindet Lügen, durch deren Bosheiten er zum Widersacher der ewigen Wahrheit des Wesens und Geistes Gottes wird, und in diesen seinen Eigenschaften schaffend, bildet auch er eine eigene Welt, ein eigenes Reich, welches das Gegenteil des Reiches Gottes ist, der seelisch-geistige Abgrund, die Finsternis der Hölle.

Die Lehre über den Geist ist die höchste Lehre, und daher lehre Ich euch, den Geist zu erkennen. Die Propheten, Seher und Weisen aller Zeiten auf Erden lehrten den Geist und forderten die Menschen auf, ein Leben zu führen, das dem Willen und Trachten des jeweilig sich ihnen und dem durch sie sich offenbarenden Geiste entsprach. Viele von ihnen kamen der Erkenntnis der ewigen Wahrheit nahe und sehr nahe, weil sie die im Lichte der ewigen Wahrheit stehenden Meinen hörten, sie vielfach auch sahen, ihnen ihre Seele und ihr Herz öffneten und durch sie Mich aufnahmen, ohne Mich zu kennen.

Dagegen traten aber auch andere Mittler auf, die ihre Seele und ihr Herz den Wesen eines anderen, eines finsteren und bösen Geistes öffneten und die durch diese einen Geist aufnahmen, der das gerade Gegenteil Meines Geistes ist; die Menschen lehrten und lehren immer noch diesen Geist, ohne ihn wahrhaft erkennen zu wollen. Sie lehrten und lehren einen solchen Geist als den Geist der Wahrheit, weil er der Geist ihrer Gelüste und ihrer Gier ist, weil sie ihm in der Wesenheit ihrer Seele und ihres Geistes ähnlich sind und von ihm weder ablassen können noch ablassen wollen.

Seine Verworfenheit ist nämlich so unendlich groß, daß die ärgsten der von ihm begangenen Schandtaten, mit dem Maßstab dieses Satansgeistes gemessen, nicht als solche, sondern von den Menschen seines Trachtens als eine notwendige, die Gier und das Gesetz dieses Geistes stillende ‚Pflichterfüllung’ heuchlerisch-boshaft betrachtet und auch von unwissenden anderen als ein unabwendbares Übel angesehen werden, an dem sie mitwirken.

Die Lehre über den Geist war auf Erden seit dem Anfange, und solange die Menschen durch dieselbe Lehre zweierlei Geist zweier unendlich sich widersprechenden Wesen kennen lernten, war die Lehre zur Erkenntnis der Güte und der Bosheit und zur Wahl des entsprechenden Handelns ausreichend, und ein besonderes wesentlich-persönliches Eingreifen des Einen, eines solchen Eingriffes mächtigen Wesens und Geistes, nicht unbedingt notwendig.

Aber die „Väter“, Seher und Propheten dieses gezeichneten Volkes nahmen auf Betreiben des finsteren und bösen Geistes die „Lehre über den Geist“ also auf, daß alle Wahrheit und Lüge, alle Güte und Bosheit, alle Blut-, Rache- und Vernichtungsgier in einem Wesen und Geiste vereinigt sei; sie haben also beschlossen, daß ein solches Wesen allwissend und allmächtig genug sein könnte, um Gutes und Böses zugleich als gut anordnen, verlangen, verheißen und erfüllen zu können.

Als sie dann die Wahl dahin getroffen hatten, diesen Geist als ihren „alleinigen Gott“ anzuerkennen, seine Blut- und Rachegier der ihnen von ihm verheißenen bösen und ungerechten Vorteile wegen durch blutige und schamlose Opfer, heimtückische und bluttriefende Gewalttaten aller Art zu stillen, sich selbst und alle anderen Menschen diesem Geiste untertänig zu machen, damit die ganze Welt zum Abgrund höllischer Finsternis werde, dann mußte das geschehen, was der Geist der Wahrheit in Ewigkeit, als Er allem Seelisch-Geistigem das Leben gab, beschlossen hatte, und was Er durch wahre Propheten aller Zeiten und Völker offenbaren hat lassen:

Gott Selbst mußte unter den Menschen als Mensch erscheinen, Selbst mußte Er kommen, um ihnen kraft Seines lebendigen Wortes Sich und Seinen Geist der Wahrheit zu erkennen zu geben, und Ich bin da!

Sehet, wie Mich diese Welt empfangen hat von dem Tage Meines Erscheinens als Menschenkind an, und wie die Anhänger und die erblichen Söhne des Geistes der Finsternis mit mir verfahren bis heute, wo Ich bald von euch Abschied nehme, um in Mein Reich wieder einzugehen und doch bei euch zu bleiben.

Und dasselbe, was sie Mir seit der ersten Stunde Meines Erscheinens als Menschenkind auf Erden bereitet haben, werden sie auch Meinem von euch gepredigten und geschriebenem Worte zu bereiten trachten. Wie es ihnen gelungen ist, den Leib, den Ich da angenommen habe, so zu entstellen, daß selbst ihr euch vor Mir entsetzet, also wird es ihnen gelingen, auch Mein Wort, das zwei von euch, die Ich dazu ausersehen habe, nämlich Johannes und Matthäus, schreiben werden, zu entstellen.

Frohlocken wird der alte Satan, und jauchzen werden die Seinen; denn er wird sich gerade da als „Gott“ der Blut- und Rachegier, Verderbnis und der Machtgewalt in seinem und ihrem finsteren Geiste erweisen und bestätigen.

Vielen bleibt er derselbe „Gott“ wie jetzt. Viele werden Mich ihm untertan machen und Mich daher neben ihn stellen; viele werden uns aber gleichstellen als Einen und in furchtbarem Widerspruche einer solchen Einheit, werden sie Mich ihm abertausendfach jeden Tag aufs neue aufzuopfern suchen und die seelisch-geistige Finsternis wird scheinbar undurchdringlich werden.

Ihr versteht alles das heute noch nicht voll und ganz, weil alles das in ferner und doch so naher Zukunft liegt. Es sollte und müßte nicht geschehen; da aber die Lüge, die Bosheit und ihr Urheber da ist und auch ihm wie den Ihm neigenden Menschen der freie Wille nicht genommen werden darf, wird es geschehen zum Zeugnis und zur Erkenntnis, daß der Satan mit den Seinen wesentlich persönlich da ist, daß aber auch Ich in Meinem Geiste der Wahrheit weiter da bin; und zu jener Zeit werdet ihr abermals Zeugnis geben von Mir, Meinem wahren Wesen, Meinem wahren Geiste und Meinem wahren Worte!

Mein Wesen und Mein Geist ist die ewige Wahrheit, mit der die Güte, Liebe, Erbarmung, Vergebung, Gerechtigkeit und Selbstaufopferung Eines sind in Meinem Wesen und in Meinem Geiste! Das Kleinste, das gegen die reine Kraft einer dieser Meiner unwandelbar gleichen Eigenschaften spricht und handelt, ist Mein Geist nicht!

Die reine Kraft der Wahrheit ist in den sechs anderen reinen Kräften begründet, alle einzeln in allen den anderen, und alle zusammen als eigene höchst vollkommene reine Kraft im heiligen Wesen und Geiste Gottes.

Sagt euch jemand, daß er wahr ist, so prüfet, ob er auch gut, lieb und erbarmungsvoll zu jedem Wesen ist, wie er vergibt, wie er sich aufopfert und wie er gerecht ist. Ganz besonders werdet ihr an seiner Gerechtigkeit erkennen, wie er wahr ist; denn ist er wahr, wird er niemals richten!

Weil Ich das den Pharisäern, Schriftgelehrten und den anderen Judenoberen immer wieder gesagt habe, schrien sie auf in grimmigem Zorn und suchten Mich zu steinigen. Sie wollten es nicht hören, daß ihr Gesetz, das Blut um Blut, Zahn um Zahn, Auge um Auge, Leben um Leben, Blut- und Brandopfer unersättlich fordert, das Zeremonien der höllischen Finsternis vorschreibt, Rache und Vernichtung brütet, ein Gesetz des Satansgeistes ist! ‘In diesem Geiste richtet ihr!’ – habe Ich ihnen wiederholt gesagt. Gehet zu Mir und sehet, was es heißt: Ich will Barmherzigkeit und nicht Opfer!

Richtet nicht, denn ihr richtet euch durch euer Gericht selbst; ihr habt die Gewalt an euch gerissen, um durch die Gewalt zu richten. Gewalt aber ist die Frucht der Lüge, und euer Gericht ist eine verlogene Bosheit schon darum, weil jedwede Strafe eine böse Vergeltung und als solche eine heuchlerisch verkappte Rache ist. Sie ist der Geist der Finsternis eures „Gottes“, der ein Satan ist in seiner Unersättlichkeit nach Blut und Rache.

ICH richte niemand! ICH bin nicht gekommen zu richten, sondern die Welt selig zu machen durch Mein Wort und durch Meinen Geist der Wahrheit, auf daß durch den Geist und durch Mein Wort auch Mein Reich komme zu euch, so ihr Mein Wort beachten und es werktätig befolgen wollt.

Ihr meint, daß der Geist Gottes mit euch ist, in euch ruht; Ich aber sage euch, ihr Pharisäer, Schriftgelehrten und ihr Oberen, daß der Geist eures Gottes nicht allein mit euch ist und auf euch ruht, mehr, viel mehr noch, denn der Geist eures Gottes ist in euch! Ihr seid seiner so voll, daß er euch aus den Augen schaut, aus eurem Munde Gift speit, in jeder eurer Bewegungen und Handlungen sichtbar wird, daß sein Bild in eurem Antlitze sich spiegelt, und euch auch dadurch als seine Auserwählten kennzeichnet! Möget ihr das sichtbare Blutzeichen seines und eures Bundes mit ihm noch so verdecken, den Stempel seines Geistes tragt ihr im Gesichte und seid also gezeichnet, daß euch jetzt und in der Zukunft kein anderer Mensch verkennen wird, zum Zeugnis und zur Erkenntnis.

Gott ist die Wahrheit, und die Wahrheit bin Ich!

Ihr beschnittenen Heuchler spottet Meiner und fragt boshaft immer wieder, was Ich aus Mir mache! Ihr wollt die Größe der reinen ewigen Wahrheit nicht begreifen und das heilige Wesen derselben ewigen Wahrheit nicht fassen, daß Ich aus Mir einen Menschen gemacht habe, Der an irdischem Gute und an irdischer Habe der Ärmste unter den Allerärmsten ist, und Der nichts anderes aus Sich macht, als Den, Der Er ewiglich ist. ICH bin gekommen, euch und der Welt die Wahrheit zu sagen, auf daß ihr an Mir durch Meinen Geist und durch Mein Wort den wahren, ewigen, lebendigen Gott erkennt und an Mir euch offenbar werde, daß euer „Gott“ das Wesen des Abgrundes höllischer Finsternis ist: der Satan!

Alles das und unendlich mehr habe Ich ihnen gesagt. Sie aber sind noch ärger geworden, weil sie an Mir und durch Mich die Wahrheit erkannt haben. Die Wahrheit, die sie vorher nur geahnt haben, stand nun in einem armen Menschen personifiziert vor ihnen und dieser arme Mensch gab ihnen durch Sein Wort einen Geist kund, vor dessen Kraft und Größe ihre eigene Finsternis und die Finsternis des Geistes ihres Gottes jedermann offenbar ward!

Sein Wort bekräftigte der arme Mensch durch Handlungen und Werke, von denen das allergeringste ihr Wissen und Können wie auch das Wissen und Können ihres ‚Gottes’ unendlich weit überragt und ihnen sein Unvermögen, in der Wahrheit und Güte Großes zu vollbringen, klar deutet, indem es das Können und die Kraft Meines Geistes bezeugt und bestätigt.

Ihr Gott und sie leisten in seinem Geiste und nach seinem Gesetze Großes in der Lüge, Bosheit, Blutgier, Rache, im Haß, in der Verfolgung, Gewalttätigkeit und Vernichtung. Sie wenden alle die Kräfte, die der Geist ihres Gottes sind, gegen Mich, weil sie an Mir, an Meinem Geiste, an Meinem Worte und an Meinen Werken die ewige Wahrheit, Gott, erkannt haben.

Sie wollen Mich aber deshalb nicht anerkennen, weil sie schon einen Gott haben, dessen Verheißungen ihrem eigenen Geiste und Trachten entsprechen, und weil Ich ihnen die Wahrheit sage, daß ihr mit ihm geschlossener Bund und seine ihnen gemachten Verheißungen der größte Frevel und eine Lästerung des heiligen Geistes und der ewigen Wahrheit sind und den Satansgeist ihres Gottes bestätigen.

Euch aber, die ihr so lange mit Mir gewandelt seid und alles das mit angehört und mitangesehen habt, soll das zur Lehre und zur weiteren Erkenntnis dienen, daß derjenige erkenntnisfähige Geist, dem die Erkenntnis der ewigen Wahrheit gegeben wurde, noch sehr weit davon entfernt ist, selbst wahr und gut zu sein oder es werden zu müssen.

Wahrlich sage Ich euch:

So mancher dieser Menschen hat Mich und Meinen Geist durch Mein Wort, Mein Wesen und Meine Werke eher, früher, mehr und besser erkannt als ihr anfänglich, trotzdem ihr stets bei Mir gewesen seid, sie aber nicht immer; sie haben deshalb früher erkannt, weil ihr Geist größer ist als der eure. Hat aber die Erkenntnis sie wahr und gut oder auch nur um den allerkleinsten Gedanken besser gemacht, als sie bis dahin waren?

Nein! Gerade das Gegenteil ist eingetreten, weil ihnen die erworbene finstere Erkenntnis alles ist. In ihr konnten und können sie das Schmutzigste, Gräßlichste und Schamloseste rechtfertigen, jede Gewalttat, Vernichtung und jeden Greuel gutheißen, jede Bosheit, Lüge, Vergeltung und Rache gerecht und Gottgefällig nennen, weil der Gott, der sie zu dieser Erkenntnis führt, selbst noch Ärgeres verlangt, Ärgeres tut und an alledem unersättlich ist. Nun haben auch viele von ihnen die Erkenntnis der ewigen Wahrheit und sie haben auch die Erkenntnis der Lüge vollauf. Es hängt von jedem einzelnen von ihnen allein ab, welche Wahl er trifft, welchem Geiste nach er handeln will! Welche Wahl aber die meisten dieser Menschen getroffen haben, sehet ihr an Mir, vor Dessen Aussehen angesichts der gräßlichen Wunden ihr euch entsetzt habt.

Und es werden andere Schriftgelehrte, Pharisäer und Obere kommen, die sich, nicht beschnitten, andere Namen geben werden, und auch sie werden trotz einer besseren Erkenntnis im Geiste Satans handeln und in Meinem Namen denselben Satan als ihren „Gott“ anbeten. Gegen sie werden neue Sadduzäer und neue Schulweisen auftreten, die Gott, Seele und das ewige Leben verspotten und die predigen werden, daß das lebendige Fleisch den Geist hervorbringe und der selbst wieder den Weg des Fleisches nehme, wie es heute die Sadduzäer und Echaimen unter sich lehren. Auch sie werden durch ihre

Heute haben sich alle die Schriftgelehrten, Pharisäer und Oberen mit den Schulweisen, Echaimen und Sadduzäern, die sich gegenseitig befehdet, gehaßt, verleumdet und bekämpft hatten, wie ein Mann vereinigt, um Mich, die ewige Wahrheit, zu beseitigen und – ihrer Meinung nach – zu vernichten. Wie sie einander an Lüge, Bosheit, Blut- und Rachegier zu übertreffen suchen, um bei dem Vernichtungswerk hervorzuragen, gerade so und mit noch mehr Heimtücke werden sich die kommenden Schriftgelehrten, Pharisäer, Oberen, Schulweisen, Echaimen, Sadduzäer und mit ihnen auch die Irregeführten und Boshaften vereinigen. Sie werden wie ein Mann gegen den Geist der ewigen Wahrheit auftreten, der sich in jener Zukunft den Menschen abermals durch euch, die ihr die Meinen seid, und durch den Menschen vom Geist zum Geiste offenbaren wird, um von Mir zu zeugen!

Aber auch der Geist des Abgrundes höllischer Finsternis wird in jener Zeit der Zukunft die Seinen aussenden in Scharen, damit auch sie – durch den Geist falscher Propheten – vom Geist zum Geiste sich offenbaren, um das Licht der ewigen Wahrheit zu blenden, auf daß die Menschen, mehr noch als bis dahin irregeführt, aus der Finsternis ihrer Seele und ihres Geistes nicht herausfinden. Die falschen Seher, Betrügerpropheten und Totenbefrager jener kommenden Zeit werden sich samt ihren Führern, Leitern und Beschützern so bekämpfen, wie es im Laufe aller Zeiten der Fall war.

Sie werden so viele Wahrheiten durch den Verkehr vom Geist zum Geiste bringen, als sie Köpfe zählen werden; ein jeder wird seine Wahrheiten verfechten und nur wenige werden erkennen wollen, daß allein Ich, Mein Wesen und Mein Geist, die Eine ewige Wahrheit bin in Güte, Liebe, Erbarmung, Vergebung, Gerechtigkeit und Selbstaufopferung. Das Geringste nämlich, was diesen unwandelbar-unveränderlichen Eigenschaften Meines Wesens und Geistes widerspricht, ist ein Unwissen und ist, je mehr ihnen widersprechend, eine desto größere Lüge, Bosheit, Heuchelei, Irreführung, Finster-nis des Geistes des Satans, mag er seine Offenbarung noch so salbungsvoll-heuchlerisch durch die jenseitigen und irdischen Seinen vom Geist zum Geiste den Menschen geben.

Und viele Seelen der Abgeschiedenen werden – wie zuvor alle Zeiten – ihre Offenbarungen durch magische Wunderschauen zu bekräftigen suchen und Dinge vollbringen, die die Schulweisen, Echaimen und Sadduzäer jener Zeit in Erstaunen, aber auch in Wut versetzen werden, weil diese geringfügigen Dinge sie ihres Unwissens und ihrer Bosheit überweisen werden; und sie werden alle Niedertracht und Tücke aufbringen, um sich und den Geist, dem sie dienen, aufrechtzuerhalten.

Desgleichen aber und dasselbe werden auch die Schriftgelehrten und Pharisäer jener Zukunft tun, und darüber noch die wirklichen und falschen Seher, Propheten und Totenbefrager mit dem Geiste Moses, Samuels, Elias und Davids „steinigen“, auf daß sie sich im Geiste des alten Satans selbst erhalten in seiner traurigen Herrlichkeit.

Viele werden kommen, um der eigenen irdischen Vorteile wegen, noch mehr aber aus bloßer Gefallsucht, und werden sich für Seher, Zukunftsleser aus den Sternen, aus der Hand und der Schrift, für Traumdeuter, Offenbarer, Totenbefrager und Propheten ausgeben, ohne es zu sein; als auch ein williges Werkzeug des Geistes der Finsternis werden sie mehr oder minder bewußt zu Betrügern an den Mitmenschen und zu Verbrechern an der ewigen Wahrheit.

Frohlockend wird der Pharisäer mit den Echaimen und der Sadduzäer mit den Schriftgelehrten jener Zukunft auf diese Menschen immer wieder hinweisen und schreien:

„So sehen die Seher, Totenbefrager und Propheten aus? Lug und Trug, Betrüger- und Verbrechertum!“

Und sie werden in ihrem Eifer vergessen, wie sehr sie sich gegenseitig mit dem Vorwurf des Unwissens und der bewußt verbreiteten Lüge bekämpfen, und wie ein Mann werden sie sagen: Wir sind die Wahrheit!


Predigt am Abend vor der Himmelfahrt

(27. Mai 783 d. R.)

ICH habe vollbracht, was zu vollbringen Ich in der Ewigkeit beschlossen habe, und nun gehe Ich von dieser Welt in Mein Reich, wohin ihr Mir folgen werdet, da ihr die Meinen seid.

Wie die Knechte des Geistes höllischer Finsternis Mich verfolgt haben, weil Ich die ewige Wahrheit, das wahre Licht und das wahre ewige Leben bin und es ihnen durch Wort und Werke bewiesen habe, werden sie auch euch, Mein von euch geschriebenes Wort und die, die durch euch die Meinen werden, hassen, verfolgen und zu vernichten trachten und vieles wird ihnen gelingen zum Zeugnis und zur Erkenntnis vielen.

Die finsteren Knechte des alten Satans werden auch euch töten, weil sie ihm einen gefälligen Dienst damit erweisen, und es wird eine Zeit kommen, daß die seelisch-geistige Finsternis durch sie so groß werden wird, wie eine solche seit dem Menschensein auf Erden bis dahin noch nie so verbreitet gewesen ist. In dieser Finsternis wird allein Mein Name CHRISTUS, nicht aber Mein wahres Wesen, Mein Geist und Mein Wort leuchten; denn längst zuvor wird Mein Wort und Ich durch die Knechte der Finsternis so entstellt werden, daß kein Mensch eine wahre Gott- und Selbsterkenntnis haben, sich aber desto mehr gebärden wird, als hätte er beides und als wüßte er alles.

Meine Menschwerdung, Mein Wirken in dieser Welt, Mein Leiden und Meine Selbstaufopferung für alle Menschen ohne Unterschied und ohne Ausnahme, werden viele ausnützen zu ihrem eigenen Ansehen, Reichtum, Machtgewalt und Wohlergehen; denn sie werden über Mich jenen „Vater“ stellen, der durch solche Verheißungen jene an sich zu ketten weiß, die seines Geistes und seines Trachtens sind wider die ewige Wahrheit.

Ihre Bosheit wird so groß und so unerträglich werden, daß sich Menschen empören und ihrer Machtgewalt Schranken setzen werden, dieselbe Bosheit wird aber in der Finsternis und insgeheim und offen weiter wühlen und wüten. Es werden sich viele der „Retter“ finden, alle aber werden nur durch Machtgewalt und Gewalttätigkeit das zu erreichen suchen, was sich einzig und allein nur durch die wahre Selbsterkenntnis, durch den eigenen guten Willen und durch Selbstaufopferung zu- und füreinander erreichen läßt.

Kriege und Aufstände werden einander ablösen, Not, Elend, Leid, Bedrängnisse schwerster Art über die Menschen bringen, viele zur Verzweiflung treiben – und dann, nach einem schweren Blutvergießen, desgleichen selten auf Erden war, dann wird wiedermals eure Zeit kommen, daß ihr Mir aufs neue Zeugnis geben werdet durch jenen Propheten, den Ich euch und den Menschen senden werde.

Und so dieser kommt, wird er euch ein Trost sein, denn durch ihn werdet ihr die Welt der Sünde überführen, daß sie nicht geglaubt hat an Mich in der Wahrheit, die allein Ich im Lichte Meines Geistes und Lebens bin, und daß sie aus Mir den gemacht hat, der Ich nicht bin, der Ich nicht war und nie sein werde, weil Ich in Meinem Wesen, Geiste und Leben unwandelbar-unveränderlich bin, auch in dieser Meiner Menschengestalt.

ICH hätte euch noch vieles Zukünftiges zu sagen, aber ihr könnt es jetzt gar nicht ertragen. Wenn aber jener kommt, den Ich euch dann senden werde, werdet ihr alles das längst schon selbst wissen und euer bis dahin getragenes Leid um die arme Menschheit wird dem Troste weichen, daß durch euer neuerliches Wirken auf Erden – vom Geist zum Geiste durch den Geist – vieles sich mit der Zeit ändern und besser gestalten wird, durch die Erkenntnis der ewigen Wahrheit vieler.

Wenn der Prophet kommt, werdet ihr durch ihn die Menschen alle Wahrheit lehren; denn er wird nicht aus sich selbst reden, sondern das, was er von euch hören wird, das wird er reden und Mich wird er verherrlichen in der Wahrheit, die er von euch, die ihr die Meinen seid, hören und verkündigen wird.

Da fragten Ihn die Seinen:

Herr! Du Selbst bist da, die Menschen sehen Deine Werke glückselig, so sie ihnen gelten, und die anderen staunen. Wie viele sind es aber, die Deinem heiligen Wort gläubig entgegenkommen, um es lebendig aufzunehmen und werktätig zu befolgen? Wird also der Mensch, da er kommen wird und wir durch ihn, Glauben finden auf Erden?

Nicht nur einmal habe Ich euch gesagt: Selig seid ihr, daß ihr Mich sehet, Mein Wort höret und Zeugen Meiner Werke seid; denn alles das hätten alle dagewesenen wahren Propheten und Gerechten zu sehen und zu hören begehrt; sie haben es zu ihrer Zeit nicht gesehen und nicht gehört – sehen und hören Mich aber jetzt, sehen und hören auch euch, und unendlich ist ihre Freude!

Es nehmen wohl alle Menschen und selbst viele der finsteren Widersacher ewiger Wahrheit Meine Werke an, Mein Wort aber nur wenige, weil es jedermann und alle – ohne Ausnahme – verpflichtet, einander nur Gutes zu tun und sich für einander auch aufzuopfern. Doch aber sage Ich euch, daß viele Meinem Worte glauben, es angenommen haben und auch jetzt werktätig befolgen, ohne daß ihr es wisset.

Ihr werdet sie alle finden, und auch sie werden dann mit euch Zeugnis geben der ewigen Wahrheit; sie sind nach und nach von weither gekommen, daß sie oder die mitgebrachten Ihren geheilt werden, und da es geschehen war, hörten sie denselben oder den nächsten Tag willig auch Mein Wort, und es ist auch von ihnen aufgenommen worden und in ihnen aufgegangen.

Da sie aber ihre irdischen Pflichten wieder heimriefen, sind sie gegangen und wissen nicht alles, was sie wissen müssen, um die volle Erkenntnis der ewigen Wahrheit zu haben; ihr aber werdet sie bald dazu bringen, und es wird euch nicht schwer fallen, da sie Mich Selbst auch gesehen, Mein Wort zum Teile selbst gehört haben und Zeugen Meiner an ihnen oder den Ihren getanen Werke sind.

Weil ihr so lange bei Mir seid, weil ihr Mich, Mein Wort und Meine Werke voll und ganz kennt, ist euer Wissen gleich eurem Glauben groß und vollkommen in der Erkenntnis der ewigen Wahrheit, in der wahren Gott- und Selbsterkenntnis, und selig seid ihr!

Selig seid ihr, wenn euch die Menschen schmähen und verfolgen und alles Böse mit Unrecht wider euch reden um Meinetwillen! Freuet euch und frohlocket, denn euer Lohn ist das wahre ewige Leben in Meinem Reiche!

Von den Zukünftigen aber sage Ich euch: Wahrhaft selig sind alle jene, die Mich nicht wesentlich-persönlich sehen, nicht hören und doch im wahren Wissen lebendig glauben werden an Mich, zum Heile des wahren, ewigen Lebens!

Darum fraget jetzt nicht darnach, ob jener Mensch, den Ich senden werde, so die Zeit erfüllt sein wird, und auch ihr durch ihn Glauben finden werdet auf Erden; denn habe Ich keinen einzigen der wahren Propheten den Völkern der Erde jemals vergeblich gesandt, wird auch derjenige nicht vergeblich kommen, den Ich euch zukünftig senden werde. Fraget auch nicht, wann es geschehen wird; die Zeit ist unaufhaltsam, und weil sie, für den erkenntnis-fähigen Geist geschaffen, der Ewigkeit eingeschlossen ist, gehen alle Zeiten in ihr so auf, daß nur alles Geschehen seine Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft hat, stets aber den Mittelpunkt der Ewigkeit darstellt und auch in aller Zukunft darstellen wird.

Daher sind ein, zwei oder mehrere irdische Jahrtausende eine zwar lange Zeitspanne, so jemand an die Zukunft denkt; sind sie aber in der Ewigkeit als bereits vergangen aufgegangen, scheint alles das in ihrem Verlaufe Geschehene gestern, vorgestern und vorvorgestern gewesen zu sein.

Also wird es auch mit dem Kommen des euch Versprochenen werden. Ihr werdet bei Mir in Meinem Reiche sein, von dort aus auch in den Welten des Jenseits wirken, auf den euch versprochenen Menschen warten, in das Irdische schauen, und es wird euch das Warten auf ihn lang zu lang dünken; so aber er dann kommen wird, wird es für euch ein Heute sein!

Seid also getrost und wachet, auf daß ihr gerüstet seid in jener Zeit, da euch gesagt werden wird:

Gehet, sehet und macht euch bereit, denn der Dolmetscher und Mittler eurer Erkenntnis der ewigen Wahrheit in CHRISTO, unserm Gott und Herrn, ist angekommen, damit diese Welt aufs neue euer Zeugnis erfahre in der Wahrheit, in der ihr Mich erkannt und in der ihr Mich verkündet habet auf Erden, die aber durch die tückischen Knechte des bösen Geistes höllischer Finsternis, noch während eures Wirkens auf Erden im Menschenleibe, ärger aber noch nach eurem Eingehen in das Reich Gottes beraubt und bis zur Unkenntlichkeit entstellt und verdreht wurde.

Und weiters sprach der Herr:

Wer an Mir in dieser Meiner Menschengestalt, an Meinem Worte und an Meinem Wirken nicht erkennen, nicht wissen und nicht glauben will, daß Gott die ewige Wahrheit in Mir ist und Ich in Ihm in der Kraft Meines ewigen Wesens, Geistes und Lebens, unwandelbar-unveränderlich ein und derselbe Gott auch in dieser Meiner da angenommenen Menschengestalt, der hat keine wahre Gotterkenntnis; er wird so lange zu keiner wahren Gott- und Selbsterkenntnis gelangen, bis daß er Mich so erkennt, wie ihr Mich nun erkannt habt.

Euch ist es gegeben worden, Mich zu sehen, Mein Wort von Mir persönlich zu hören, und Meine Werke zu schauen – ja, mehr noch, denn euch ist es gegeben worden, in Meinen Verklärungen das ewige Wesen Gottes zu sehen; und nun wisset ihr, wie das persönliche Wesen Gottes in Mir ist, wie es in Ewigkeit – vor Meiner Menschwerdung – war und wie es in aller Zukunft der Ewigkeit bleiben wird.

Zuvor werde Ich diesen Meinen irdischen Leib verklärt durch Meine Kraft dalassen, wie Ich Mein da vergossenes Blut dagelassen habe als himmlische Speise und Trank für jede Seele, deren Geist guten Willens Mich erkennt und in Meinem Geiste werktätig Mir in Mein Reich nachzufolgen trachtet, zum Heile des wahren ewigen Lebens.

Euch habe Ich in Ewigkeit gekannt, euch habe Ich einst schon auserwählt und also seid ihr mit Mir jetzt in dieser Welt, von Mir erwählt und berufen, Mich und das Wort Meines Evangeliums den Völkern und Nationen der Erde zu verkünden, auf daß die Welt durch Mich und durch euch Mich in der Wahrheit erkenne, die allein Ich ewiglich bin. Sie sollen dadurch kraft der wahren Gott- und Selbsterkenntnis dem Unwissen, den Irrtümern und der seelischen und geistigen Finsternis der Lüge und der Bosheit entrissen werden und im Lichte der wahren Erkenntnis zu ihrem eigenen, zeitlichen und ewigen Heile wandeln. Denn viele werden durch euch an Mich glauben!

Darum habe Ich euch anfänglich oft gesagt: Selig seid ihr, die ihr Mein Wort aus Meinem eigenen Munde höret, Mich und Meine Werke sehet, daß ihr wisset und glaubet! Wahrhaft selig sind aber alle diejenigen, die Mich nicht, wie ihr jetzt, sehen und hören werden können, und doch an Mich glauben werden zum wahren ewigen Leben!

Heute brauche Ich es euch nicht mehr zu sagen, da ihr wisset und da ihr wahrhaft die Meinen seid, die Ich auserwählt und berufen habe. Aber das sage Ich euch: Es werden viele aufstehen, die Ich weder erwählt, noch berufen habe, die auch ihr nicht berufen habt, sondern die sich aus eigenem berufen und die andere berufen machen werden, sich und sie für berufen erklären; diese werden bei alledem nicht Mir, sondern wider Mich, wider euch und wider ihre Mitmenschen Meinem, eurem und ihrem alten Widersacher, dem alten Satan, dienen, zu ihrem eigenen und vieler ihrer Mitmenschen zeitlichen, für so manchen aber auch zu dessen ewigem Verderben.

Sie werden Mein Wort lesen und es auch ihren Mitmenschen wohl predigen:

‘Sammelt keine irdischen Schätze, ihr sollt kein Geld und Gold in euren Säcken und Gürteln haben! Ihr sollt nicht Länder und Meere durchziehen, um Judengenossen zu machen! Ihr sollt nicht unter dem Vorwande langer Gebete die Häuser der Witwen und das Gut eurer Mitmenschen verschlingen! Ihr sollt Mein Reich den Menschen nicht verschließen! Ihr sollt euch nicht Väter nennen lassen, noch Meister, Lehrer und Herr! Ihr sollt es nicht den Königen, Fürsten, Gewaltigen und Großen dieser Welt nachtun und die Völker mit Macht und Gewalt beherrschen, sondern wer der Erste unter euch sein will, der sei aller Knecht, und wer der Größte unter euch sein will, der sei der Diener aller in der Wahrheit, da auch Ich nicht gekommen bin, zu herrschen, zu richten und Mir alle dienstbar zu machen, sondern daß Ich allen diene und Mein Leben hingebe für ihr zeitliches und ewiges Heil.’

Alles das und viel mehr werden sie lesen und es andere auch lehren und ihnen predigen, selbst aber von alledem das gerade Gegenteil tun, im Sinne, Geiste, und Trachten Meines, eures, ihres und der Menschen alten Widersachers, des alten Satans, dessen Gelüsten sie gerade so nachgehen werden wie die Juden, denen Ich es wiederholt gesagt habe und die Mich dieser Wahrheit wegen als den ärgsten „Gotteslästerer“ verfolgt und gekreuzigt haben.

Sie werden es unumwunden offen nicht nur zugeben, daß dieser Mein alter Widersacher ihr „Vater und Gott“ ist, sondern werden auch alle anderen gewaltsam und gewalttätig zwingen, an diesen ihren Vater als an den wahren Gott zu glauben, und alle erbarmungslos verdammen, die allein an und in Mir die ewige Wahrheit, das wahre Licht und das wahre ewige Leben, den Anfang und den Weg in Mein Reich erkennen und allein an Mich auch glauben werden.

Trotzdem aber werden alle jene Menschen, die Meinen Namen kennen, von Meinem Worte und von Meinen da getanen Werken gehört haben und sich in allerlei Anliegen an Gott wenden werden wollen, sich zu keinem anderen als zu Mir und an Mich wenden. Denn sie werden sich allein Mich wesentlich-persönlich in ihrer Seele und kraft des guten Willens ihres erkenntnisfähigen Geistes lebendig und rein so vorstellen können, wie Ich da bin. Wer sich in seiner Seele geistig Mich so vorstellt, wahrlich Ich sage euch, der stellt sich Mich nicht umsonst so vor, denn bei ihm bin Ich dann nicht nur kraft Meines allgegenwärtigen Geistes, sondern auch wesentlich-persönlich zugegen, wie jetzt da unter euch.

Wie Mich in der wahren Welt Meines Reiches und in Meiner Menschwerdung da auf Erden niemals jemand zürnen gesehen hat und Mich in aller Ewigkeit nicht zürnen sehen wird, kann sich kein Mensch, der Mein wahres Wort und von Meinen Werken hört, Mich jemals als zürnend vorstellen, sondern nur in der Wahrheit, die Ich bin, in einem lebendigen Bilde voll der Güte, Liebe, Erbarmung, Vergebung, Gerechtigkeit und Selbstaufopferung.

Wer immer sich in Meinem Namen und in Meinem Geiste an Mich wendet und sich Mich in diesen Meinen Eigenschaften in seiner Seele bildlich also vorstellt, der hat seelisch-geistig die allein wahre Gottesvorstellung, die nicht trügt und nicht irreführt, weil sie das lebendige Bild der ewigen Wahrheit, des wahren Lichtes und des wahren ewigen Lebens ist und Ich Selbst zugegen bin.

Unter den großen Weisen dieser Welt gibt es nicht wenige „Gottsucher“, die aber sämtlich auch noch dann Gottsucher bleiben, so sie den von ihnen in allem und jedem vorhanden wähnenden und alles und jedes belebenden Gott gefunden zu haben glauben und ihn den anderen als eine allumfassende, alles in sich einschließende und darin selbstbestehende ‚Weltseele’ lehren und erklären.

Weil aber die geistreichsten oder auch die spitzfindigsten ihrer „Erklärungen“ und Lehren über die „Weltseele“ ihnen selbst und daher auch jedem anderen keine wesentlich-persönliche Gottesvorstellung geben, ja, diese vollständig aufheben und unmöglich machen, sind diese mit einer solchen Gottesvorstellung selbst tief unzufrieden; und sie suchen weiter nach Gott, weil die gesunde Vernunft ihnen selbst sagt, und sie es an und in ihrem eigenen Wesen fühlen, daß gerade so, wie sie einzeln selbst wesentlich-persönlich sind, in höchstvollkommenen Maße doch auch Gott wesentlich-persönlich sein muß – und Er ist es!

Sie aber, die kraft ihres Geistes viele ihrer Mitmenschen überragen, und dadurch vollkommener als andere zu sein meinen, suchen und wähnen die höchste Vollkommenheit nicht im Geiste, sondern ungleich mehr im Wesen Gottes, suchen sich deshalb auch dieses allgegenwärtig vorzustellen wie Seinen Geist – gelangen dadurch zu einer unendlichen Größe Gottes, also zu einem von ihnen gedachten Trugbild, das jede bildlich erfaßbare Vorstellung des Wesens Gottes unmöglich macht und schon aus diesem Grunde die persönliche Wesenheit Gottes aufhebt.

Trugannahmen zeitigen Fehlschlüsse, und das Endergebnis ist falsch, weil es die Frucht der Fehlschlüsse und der Trugannahmen ist, die ihrerseits teils jenem Unwissen und teils jenen Irrtümern entfließen, die für Wissen und Tatsachen gehalten werden; durch diese kann aber kein Mensch zur wahren Gott- und Selbsterkenntnis gelangen, weil schon ihre Grundlage Unwissen und Irrtum, mitunter aber sogar auch die Bosheit und Lüge wider die Güte und Wahrheit ist.

Also wissen die Weisen dieser Welt ihre eigene Größe in ihrem Geist, wähnen aber die Größe Gottes in Seinem Wesen; oder aber sie messen die Größe Seines persönlichen Wesens nach der Größe Seines allgegenwärtigen Geistes – und heben dadurch das Persönliche der Gestalt Seines Wesens in dem Wissen auf, daß sie diesem Wesen keine Unendlichkeit und Allgegenwart zuschreiben können.

Weil sie aber anderseits fühlend die Allgegenwart des Geistes Gottes von vornherein erkennen, wähnen sie Gott unpersönlich, eben nur als bloßen Geist. An und in sich aber erkennend, daß es keinen Geist gibt, der nicht das Eigen eines persönlich gestalteten Wesens wäre, in diesem selbst und nach außenhin wirkend, können sie auch Gott das persönlich gestaltete Wesen nicht absprechen. Sie gelangen zu dem Irrwahn, der Geist Gottes wirke sich in allem anderen persönlich Gestalteten und in allen Dingen aus, die einzeln wie auch in ihrer Gesamtheit „in geheimnisvoller Art und Weise“ das persönliche Wesen Gottes darstellen, beziehungsweise Ihm die persönliche Gestalt Seines Wesens ersetzen, wodurch Er wesentlich-persönlich unvorstellbar und demnach auch unerforschlich und unergründlich sei.

Die ihnen unerklärliche Tatsache des Lebens, des Bewußtseins, des seelischen und des geistigen Wirkens, Wollens und Trachtens führt viele der großen Weisen dieser Welt zu der falschen Annahme, die Gesamtheit des da Seienden böte im übertragenen Sinne auch Gott sein wesentliches Dasein in den gestalteten Wesen und Dingen.

Durch Beobachtung, Erfahrung, Suche, Feststellungen und allerlei daraus gewonnener Erkenntnis, mehr als andere ihrer Mitmenschen geistig entwickelt, wissen viele dieser Weisen, daß die seelen-, geist- und leblosen Dinge dieser Welt niemals Seelisches, Geistiges und Leben-diges zeitigen und niemals hervorbringen können und zu dem Zwecke da sind, um der Entwicklung, der Tätigkeit und dem Wirken des Seelisch-Geistig-Lebendigen zu dienen. Alles das Seelisch-Geistige und Lebendige müsse daher seinen Ursprung und sein Sein ganz woanders haben; es müsse nämlich schon als solches auf ‚geheimnisvoll-unergründliche Art und Weise’ auf die Erde gelangt sein, um irdisch gestaltet – ihrer ganz falschen Annahme nach – dem gestalteten „Allgeist“ oder auch der „Weltseele“, wie sie sich Gott ausdenken und nennen, eine Wesentlichkeit in schier unendlicher Gestaltlichkeit zu geben!

Ein solcher Irrwahn hat zur Folge, daß die ihn Pflegenden und ihm verfallenen geradezu gezwungen sind, Gott alles, aber schon alles, genauso das Höchste, Erhabenste, Reinste und Heilige wie auch das Niedrigste, Verwerflichste, Abscheulichste und Teuflischeste zuzumuten und Ihm zu unterstellen. Sie schreiben Ihm demnach auch alles zu, was immer geschehen mag, als wäre er der Urheber der Wahrheit und der Lüge, der Güte und der Bosheit, der Liebe und des Hasses, der Erbarmung und der Hartherzigkeit, der Vergebung und der Rache, der Selbstaufopferung und der Selbstsucht, der Seligkeit und der Verzweiflung, der Milde und der Blutgier, des Lebens und der Verdammnis, der Erhaltung und der Vernichtung!

Um jeder Seele erkenntnisfähigen Geistes, die keine wahre Gotterkenntnis und Selbsterkenntnis hat, zu zeigen, daß Gott kraft der ewigen Dreieinheit Seines Wesens, Geistes und Lebens eines persönlich-ewigen Seins ist, bin Ich wesentlich-persönlich Selbst in diese Welt gekommen. ICH habe hier Selbst durch die Mir geheiligte Mutter und Jungfrau diese Meine Menschengestalt angenommen, in der Ich den Menschenseelen dieser Welt und den Seelen des Jenseits durch Meine Menschwerdung, durch Mein Wort und durch alle Meine Werke, durch Mein Sterben auf dem Kreuze und durch Meine Auferstehung gezeigt, bestätigt und bewiesen habe, daß Gott wesentlich-persönlich in Mir ist wie diese Meine Menschengestalt in Ihm durch Mich.

ICH habe bestätigt, daß Ich auch in diesem Meinem da angenommenen Leibe dieselbe ewige Wahrheit, dasselbe wahre Licht und dasselbe wahre ewige Leben bin: unwandelbar-unveränderlich dieselbe ewige Dreieinheit Meines Wesens, Geistes und Lebens, der allein wahre ewige Gott, in und an Dem es nichts gibt und von Dem nichts kommen kann, was Meiner ewigen Wahrheit, Güte, Liebe, Erbarmung, Vergebung, Gerechtigkeit und Selbstaufopferung auch nur im allergeringsten widersprechen würde.

Euch habe Ich erwählt und berufen, weil Ich euch von Ewigkeit kenne und weiß, daß ihr Zeugnis geben werdet der Wahrheit, nicht um euretwillen, sondern um aller derer willen, die durch euch von Mir wissen, guten Willens an Mich glauben und Mein Wort werktätig zu befolgen trachten werden, zu ihrem zeitlichen und ewigen Heile. ICH habe außer euch ungezählte Hunderttausende in all den Jahren Meines irdischen Wirkens gerufen, und sie alle hätten von Mir erwählt und berufen sein können; sehet aber und fraget: Wo sind sie alle?

Also seid nur ihr auserwählt und berufen, der Wahrheit Zeugnis zu geben. Allesamt zählt ihr wohl nur nach wenigen Hunderten; um aber der ewigen Wahrheit Zeugnis zu geben vor den Menschen, genügt es für jetzt vollauf, da Mein Geist, der Geist der Wahrheit, in euch lebendig ist, und Ich werde ihn euch sichtbar im Lichte auch noch senden, damit ihr von Meiner Kraft empfanget und, mit der Kraft des Lichtes Meines Geistes angetan, die Finsternis und Bosheit der Hölle und dieser Welt zum ewigen Zeugnis und zur wahren Erkenntnis allen, die guten Willens sind, so überwinden werdet, wie Ich sie überwunden habe.

Ihr kennt die „Götter“ der Völker, ihr wisset auch von dem „Gott“ der Weisen dieser Welt, ihr kennt den „Gott“ und die „Schrift“ dieses verkehrten Volkes, dessen Oberste nach dem Gesetze der „Schrift“ Mich an das Kreuz gebracht haben als ihres Gottes „ärgsten Lästerer“. Wie Mich, werden sie auch euch verfolgen und zu töten trachten, um ihrem Gott nach seinem Gesetze gefällig zu sein; denn wer von ihnen euch verdammt und euch tötet oder euch sonstwie sterben läßt durch andere, der tut nach dem Gesetze der Schrift dem HebräerGott damit einen Dienst.

So ihr nun Mich, Mein Wesen, Meinen Geist, Meinen Namen, Mein Wort und Meine Werke in der Wahrheit, in dem Lichte und in dem Leben weiter so verkündigen werdet, wie Ich Mich euch verkündigt und offenbart habe, werden sie gegen euch genau so wüten, wie sie sich an Mir ausgewütet haben – und ihr Haß gegen Mich, der sie mehr denn je verzehrt, seitdem sie von Meiner Auferstehung wissen, wird euch treffen.

Da Ich in diesem Meinem blutleeren Leibe nicht mehr öffentlich, wie es vorher war, lehre und wirke, und weil sie die Vergeltung des von ihnen so schwer gedemütigten Landpflegers fürchten, sind sie still und warten ab, in der Hoffnung, daß mit Meinem Abgange von dieser Welt bald alles so wird, wie es war, bevor Ich gekommen bin, um vor allen anderen gerade ihnen die Wahrheit zu sagen und vor allen anderen gerade ihnen zu zeigen, wer und wie der wahre ewige Gott in Seinem Worte und in Seinen Werken ist!

Sie haben Meine Werke gesehen, ja so mancher von ihnen hat sie an sich selbst erlebt; sie haben Mein Wort gehört, das Wort der ewigen Wahrheit, des Lichtes und des wahren ewigen Lebens. Gerade aber Meines Wortes wegen haben sie Mich als „Gotteslästerer“ nach den Satzungen ihrer Schrift ihrem Gott gelobt, geschworen, für den Verrat Meiner Ruhestelle denselben Satzungen nach dreißig Schekel an Blutgeld bezahlt wie für ein jüdisches Weib, für einen Fremden, für einen jüdischen Knecht oder für einen „Fremdling“ überhaupt, da Ich ihnen gleich den allermeisten unter euch ein Fremdling bin. Sie haben Mich gefangen, nach denselben Satzungen zum Tode verdammt, gefoltert und gekreuzigt. Haben sie alles das an Mir getan, werden sie trachten, auch euch allen dasselbe zu tun.

ICH Selbst habe ihnen wiederholt gesagt, wer ihr „Gott und Vater“ ist – und groß war ihr Geschrei, ihr Geschimpfe, ihre Verwünschungen, Flüche und Racheschwüre gegen Mich. ICH habe ihnen wiederholt gesagt, daß sie Gott nicht kennen, da, wenn sie Gott kennen würden, sie Ihn in Mir, in Meinem Worte und an Meinen Werken erkennen müßten; aber ihr Geschrei, Geschimpfe, ihre Verwünschungen, Flüche und Racheschwüre waren womöglich noch ärger.

So ihr nun gehen und Mich, Mein Wesen, Meinen Geist, Meinen Namen, Mein Wort und Meine Werke den Völkern verkünden werdet, wird dieses böse und verkehrte Volk der Hölle, das jetzt schon von allen Völkern des Römerreiches, aber auch weit darüber hinaus beherbergt wird, euch hassen und verfolgen, weil es das Licht der ewigen Wahrheit nicht vertragen kann und weil ihm das Wort der ewigen Wahrheit Bedrängnis ist.

Kraft der eingegangenen und durch schamlose, blutige Beschneidung besiegelte Bündnisse mit dem, der an allererster Stelle als oberstes Gebot unter Todesdrohungen die Erkenntnis des Guten und des Bösen verbietet, den Weg zum wahren ewigen Leben sperrt, allein dieses Volk aus allen Völkern der Erde als sein Volk sich auserwählt, um es durch Verheißungen irdischen Wohlergehens, Ansehens, Reichtums und Machtgewalt auf Kosten aller anderen Völker an sich und an die Hölle zu fesseln, muß es allein ihm und der Hölle dienen, auf daß die Hölle auch auf Erden sei und der Fürst der Hölle, der HebräerGott, der Gott dieser Welt werde durch sein Volk.

Demselben Volke und vor allen anderen seinen Oberen, Vorderen, Großen und Maßgebenden habe Ich immer wieder gesagt und durch Wort und Werke vor Augen geführt, vor Ohren ihnen bestätigt und bewiesen, daß von, durch und aus Gott nichts, aber schon gar nichts kommen kann, was Seiner ewigen Wahrheit, Seinem wahren Lichte, Seinem wahren Leben, Seiner unwandelbar-unveränderlichen Güte, Liebe, Erbarmung, Vergebung, Gerechtigkeit und Selbstaufopferung auch nur entferntest widersprechen könnte.

ICH habe ihnen immer wieder gesagt und ihnen durch Wort und Werke bewiesen und bestätigt, daß die ewige Wahrheit niemals jemanden zum Bösen versuchen, zum Bösen auffordern, zum Bösen durch Drohungen und Flüche drängen, prüfen, strafen, rächen, verdammen und vernichten kann, daß Gott, die ewige Wahrheit, niemandes Herz und Seele verhärten kann, um an ihm die Macht seiner Rache, Strafe und bösen Vergeltung zu zeigen. Des weiteren habe Ich bestätigt, daß die ewige Wahrheit und Güte keine Lahmen, Tauben, Blinden, Stummen und Beladenen macht, nicht schlägt, nicht tötet, als das wahre Licht keine Finsternis des Geistes und der Seele schafft.

ICH habe ihnen alle diejenigen Stellen ihrer Schrift vor Augen geführt, an welchen der Teufel mit alledem und noch viel Ärgerem prahlt, derselbe, den sie als ihren „Gott und Vater“ preisen, dem sie nach dem eigenen Geständnis des Mose vor dem Pharao Rah-amen-cheper-Thot-mesu, Greuel opfern und dienen, weil sie um seiner Verheißungen willen an seinen Gelüsten Gefallen finden.

ICH aber bin nicht gekommen um zu richten, sondern die Welt selig zu machen; selig aber wird die Welt erst in der wahren Gott- und Selbsterkenntnis, in der Erkenntnis der ewigen Wahrheit, des wahren Lichtes, des wahren ewigen Lebens und durch die werktätige Befolgung Meines Wortes:

Was ihr wollt, daß andere euch tun, das tuet ihr ihnen zuvor!

ICH kenne die Völker und Nationen der Erde und weiß am allerbesten, welche Unterschiede ihr ewiges seelisch-geistiges und ihr irdisch-leibliches Wesen aufweist und wie sich die einen vor den anderen unter ihnen auszeichnen, wie sie, vorzüglich in rein seelischem und geistigem Sinne, über den anderen stehen.

ICH kenne Völker und Nationen, die da waren, die gegenwärtig da sind, wie auch alle, die noch kommen werden. ICH aber habe niemals gesagt und werde niemals zu irgend einem Volke und irgend einer Nation sagen: Mein Volk bist du, welches Ich Mir aus den Völkern der Erde zum Eigentum auserwählt und mit dem Ich einen ewigen Bund wider alle Völker der Erde geschlossen habe, auf daß du sie beraubest, vernichtest und die, welche du nicht ausrotten kannst, dir dienstbar und zinsbar machen mußt, und es dir also wohlergehe auf Erden!

Niemals habe Ich gesagt und niemals werde Ich sagen:

Allein du bist Mein Volk, alle anderen sind Mir und dir Fremdlinge; dein Bruder und dein Nächster ist allein derjenige, der gleich dir das Zeichen deines ewigen Bundes mit Mir – die Beschneidung – trägt und der Meine Satzungen hält; alle anderen sind Fremdlinge, Meine und deine Feinde, und du sollst deinen Feind hassen, ihn ausrotten, ihn nicht schonen und dich seiner nicht erbarmen!

Mein Wort lautet anders, ganz anders! Denn Ich sage: Mein seid ihr alle, die ihr Mich erkennen, Mein Wort hören und es werktätig befolgen wollt zu eurem eigenen zeitlichen und ewigen Heile! ICH bin die ewige Wahrheit, das wahre Licht und das wahre ewige Leben, alles Lebens Vater! Ihr allesamt seid Meine Kinder, weil ihr Mein Leben in euch traget und kraft Meines Lebens lebet, welches ihr an dem von Mir für euch alle geschaffenen Anfange empfangen habt und durch welches ihr, die ihr in Ewigkeit vor dem für euch von Mir geschaffenen Anfange ein bloß zweieiniger, lebloser, seelischer und geistiger Kern waret, dreieinig geworden seid, ein jeglicher in seinem eigenen Wesen als Seele-Geist-Leben!

Also seid ihr und mit euch alle die schier unendliche Mannigfaltigkeit der Gruppen und Arten seelisch-geistigen, mit und neben Mir von Ewigkeit her gewesenen Samens durch die Gabe des Lebens von Mir und aus Mir dreieinig geworden, wie Ich Selbst kraft der ewigen Dreieinheit Meines Wesens, Geistes und Lebens bin. Ihr seid wohl erst seit dem von Mir für euch geschaffenen Anfange dreieinig, Ich Selbst ewiglich. Da aber auch das Wesen eurer Seele, eures Geistes und das von Mir empfangene Leben durch Mich eines ewigen Seins ist, seid ihr selbst auch eines ewigen Seins und als Dreieinheit der Seele, des Geistes und des Lebens unzerstörbar und unvernichtbar für alle Zukunft der Ewigkeit.

Wohl können euch eine verkehrte seelisch-geistige Einstellung, Abwendung von der ewigen Wahrheit, Hinneigung zu allerlei Lügen sowie Irrtümer und andere Umstände eine Zeitlang und selbst auch Zeiten hindurch das Bewußtsein eures Seins, Daseins und Lebens, wie auch bestimmten Erinnerns berauben; aber die Dreieinheit Seele-Geist-Leben, die ihr seid, ist unzerstörbar und unvernichtbar.

Es kann niemand – auch Ich nicht – das Wesen der Seele von dem ihm untrennbar ewiglich eigenen Geiste und das Leben von den beiden Faktoren trennen, der Seele den Geist und diesem das Leben nehmen, die Seele, den Geist und das Leben teilen, zerstören und vernichten. Es kann die Seele den Geist oder umgekehrt der Geist die Seele und beide das Leben auf keinerlei Art und Weise jemals verlieren, weil alle drei eine untrennbare Einheit sind und in aller Zukunft bleiben.

Also sind alle Menschenseelen auf der Erde, in den Welten des Jenseits und die Reingebliebenen Meines Reiches Meine Kinder – von Mir aus; ob jemand aber wahrhaft Mein Kind sein, werden und bleiben will, hängt nicht von Mir, sondern von einem jeglichen selbst ab, da Ich einem jeglichen erkenntnisfähigen Geiste seinen freien Willen lasse, in aller Zukunft.

Des eigenen freien Willens mächtig haben alle Seelen, die nun ein Mal durch das Reich der Erde dieser Welt gehen, nach Äonen von Zeiten eines selig-friedlichen Lebens die wahre Welt Meines für sie geschaffenen Reiches verlassen, um, von Mir abgewendet, dem nachzugehen, der seinem freien Willen freien Lauf gegeben hat und zu Meinem, zu ihrem und zum ärgsten Widersacher alles dessen geworden ist, was Mein und Meine Schöpfung ist.

Wohl nicht freien Willens gelangen diese Scharen, die sich einstens von Mir abgewendet haben, die aus Meinem Reiche dem Bösen nachgegangen, aus eigener Schuld in der weltenlosen Leere der Unendlichkeit gestorben und zum unscheinbaren seelisch-geistig-lebendigen Samen geworden sind, auf die Erde, um in einem irdischen Leibe einmal da durchzugehen. Aber diese Maßnahme, die den freien Willen des vergifteten, erkenntnisfähigen Geistes einmal umgeht, ist unerläßlich und unumgänglich notwendig. Es würden nämlich sonst alle die Scharen, die sich von Mir abgewendet haben, aus Meinem Reiche gegangen, dem Bösen nachgezogen, in der weltenlosen Leere unter vorherigem Verlust ihres himmlischen Leibes gestorben und im Verlaufe der Zeiten zur unscheinbaren, brachliegenden Nichtigkeit eines bewußtlosen seelisch-geistig-lebendigen Samens geworden sind, in der Nichtigkeit brach liegen bleiben. Das wäre ungerecht.

Die Ankunft auf dieser Erde aber und ein irdisches Werden in einem irdischen Leibe bringen das seelische Wesen des Samens, der die Grund- und Stammwerte der eigenen Gestalt und Formen in sich birgt, zur Erweckung, Entwicklung und damit auch die Erweckung des Geistes; es ermöglicht das Bewußtsein des eigenen Lebens und Daseins und mit alledem die Weiterentwicklung des ganzen seelisch-geistigen Wesens, insoweit und insofern diese nicht etwa von dritter Seite gewalttätig unterbrochen wird oder auch kraft der eigenen Beschaffenheit die irdische Vollentwicklung nicht erreicht. Ist also das irdische, einmalige Dasein nicht nach dem freien Willen des Menschen, ist es doch die Folge seiner einstigen, kraft seines freien Willens vorgefaßten Abwendung von Mir und des mit demselben freien Willen vorgefaßten Verlassens der wahren Welt Meines Reiches.

Meine Schöpfung des Alls dieser Welt und Meine Maßnahme, die von Mir sich abgewandten und aus der wahren Welt Meines Reiches dem großsprecherischen und finsteren Lügner und Mörder nachgegangenen Scharen nach und nach je einmal durch das Reich der Erde dieser Welt gehen zu lassen, ist keine Vergeltung, keine Prüfung, keine Strafe für ihr einstiges Verhalten wider Mich; sie ist vielmehr eine heilige Maßnahme, durch welche die weit, weitaus überwiegende Mehrzahl auch derjenigen gerettet werden wird, in welchen damals jedes Fünklein guten Willens erloschen war und die ganz nahe daran waren, dem finsteren Lügner anheimzufallen und in dem höllischen Pfuhle des Widersachers verlorenzugehen.

Dieser belügt seit langem auch diese Welt durch „Propheten“, die keine solchen, sondern nur finstere Mittler bloßer Eingebungen sind, mittels derer er die Menschen zugunsten seiner teuflischen Gelüste irreführt und sich durch sie so gebärdet, als sei er Gott, der da das Wohl und Wehe, das Leben und den Tod aller in seiner Hand hätte.

Wohl habe Ich längst, längst vor Meinem Eintreffen in dieser Welt, den Völkern und Nationen der Erde wahre Propheten Meines Geistes gesandt, sie von den Meinen unterrichten und ihnen verkünden lassen, daß Ich zur gegebenen Zeit wesentlich-persönlich Selbst in Menschengestalt auf die Erde kommen werde; und nun bin Ich da, wogegen der finstere Mörder und Lügner es bei den Gesichten und Wiedergaben der Eingebung seiner finsteren Magier, Zauberer, Traum- und Zeichendeuter bleiben hat lassen müssen. Von diesen würzten auch die von den Hebräerjuden anerkannten, angesehensten und größten die Wiedergabe ihrer Eingebungen, Gesichte, Träume und Deutereien mit marktschreierischen Schwätzereien, Scharlatanereien und Possenreißerei.

Was ihre eingetroffenen ‚Voraussagen’ betrifft, sind diese teils so gegeben, daß sie jedermann beliebig deuten kann, andernteils aber als „Voraussage“ erst geschrieben worden, nachdem das Vorhergesagte längst schon geschehen war; und so ist gar vieles irgendeinem der anerkannten „Propheten“ der Juden nachträglich zugeschoben worden, wovon jener nichts gewußt hat und was er daher auch nicht geschrieben hat. Ja, die Juden haben Propheten wie Daniel, der niemals da war, erfunden! Desgleichen erfanden sie auch so manches Geschehen, wie das der Esther und des Mordochai, welches so erfunden und erlogen oder auch anderen abgelauscht und jüdisch verdreht wiedergegeben ist wie die jüdische Schöpfungsoffenbarung, die Sintflut mit der Arche Noahs, der Turmbau zu Babel und vieles mehr, von den „ägyptischen Wundern“, von dem Zuge der Hebräerjuden durch das Meer und anderen solchen Wundern gar nicht erst gesprochen.

ICH bin gekommen und verkünde die ewige Wahrheit, das wahre Licht und das wahre ewige Leben Meines Wesens, Geistes, Namens und Wortes persönlich-Selbst und sage euch wiedermals: das Reich der Erde mit dem All dieser Welt ist ein Spiegelbild der wahren Welt des himmlischen Reiches; dieses ist jedoch vollkommen in seinem Wesen wie in seinen Kräften und es hält daher von allem Seelisch-Geistig-Lebendigem jedwede Bedrängnis, selbst der allergeringsten Art, vollständig ferne.

Das Reich der Erde ist aber auch zu dem Zwecke da, den von Mir sich abgewandten und aus Meinem Reiche gegangenen Scharen alles Gute wie auch alles Böse schon durch ihren irdischen Leib, den sie sich hier aufbauen, zu vermitteln, um dadurch sowohl das Gute als auch das Böse desto mehr auch seelisch-geistig erkennen zu müssen, damit niemand gegen den anderen eine Ausrede habe, nicht zu wissen, was Gut und was Böse sei. Deshalb muß die Erde, obwohl sie das Spiegelbild einer der Welten Meines Reiches ist, doch wieder auch ein kleines Schattenbild der Hölle sein und kleinere Arten von Bedrängnissen in sich bergen. Sonst wäre da die Erkenntnis des Guten und des Bösen von vornherein unmöglich, und das Dasein der Menschen zwecklos.

Also birgt das Wesen der Erde an sich schon auch bestimmte Arten allerlei Bedrängnisse durch seine Auswirkung auf den irdischen Leib, was aber zwecks der Erkenntnis des Guten und des Bösen unumgänglich notwendig ist – und die Erde durchaus nicht zu einer Hölle macht, weil sie trotzdem das Spiegelbild der Welten Meines Reiches ist, insoweit und insoferne das Gute, das Schöne, Reine und Erhabene an ihr beachtet wird, und dessen ist viel, sehr viel da!

Was dem Dasein und dem Leben so vieler da auf Erden die Hölle bereitet und aus dem Spiegelbild des Himmels, welches die Erde darstellt, gelegentlich und immer wieder eine Hölle mit all ihrer Finsternis und Qual macht, ist nicht das Wesen der Erde an sich, sondern der böse Geist höllischer Finsternis, der seine finsteren und bösen Gelüste durch die finsteren und bösen Gelüste seiner irdischen Knechte und Sklaven stillt.

Betrachtet das Gute, das diese Erde allem Seelisch-Geistig-Lebendigem bietet, messet daran die aus ihr kommenden Bedrängnisse, und ihr werdet finden, daß diese in Anbetracht des Guten keine allzu schweren sind, und das umso weniger, als man sich gegen die Bedrängnisse, die das Wesen und die Kräfte der Erde den Menschen bereiten, auch noch in allerlei Art und Weise schützen kann.

Vergleichet ihr dagegen die Verheerungen, die Bedrängnisse und die Höllenqualen, die der böse Geist höllischer Finsternis durch die Irrungen und Bosheiten seiner ihm ergebenen irdischen Knechte über die Erde und Menschen immer wieder bringt, werdet ihr finden, daß das Böse, welches von der Erde aus den Menschen Bedrängnisse bringt, mit der Hölle jener Bedrängnisse in keiner Art und Weise verglichen werden kann. Denn die Bedrängnisse, welche die Beschaffenheit der Erde und des irdischen Leibes gelegentlich auslösen, dienen der Erkenntnis des Guten und des Bösen, dem ewigen Heile aller, die guten Willens sind. Die Verheerungen aber, die Menschen finsterer Seele und bösen Geistes da auf Erden immer wieder anrichten, dienen dem Verderben, der Hölle und dem Satan, der sich schadenfreudig daran ergötzt, da er bei alledem auch noch – denn das tun die Juden – als Gott dieser Welt angerufen, gepriesen und angebetet wird. Wohl werden die Menschen geboren, um zu sterben; und das Sterben ist nicht gut, ja in den Augen des Unwissens, des Irrtums und der Unkenntnis des in der Ewigkeit Geschehenen wird das irdische

Das Reich der Erde ist aber auch zu dem Zwecke da, den von Mir sich abgewandten und aus Meinem Reiche gegangenen Scharen alles Gute wie auch alles Böse schon durch ihren irdischen Leib, den sie sich hier aufbauen, zu vermitteln, um dadurch sowohl das Gute als auch das Böse desto mehr auch seelisch-geistig erkennen zu müssen, damit niemand gegen den anderen eine Ausrede habe, nicht zu wissen, was Gut und was Böse sei. Deshalb muß die Erde, obwohl sie das Spiegelbild einer der Welten Meines Reiches ist, doch wieder auch ein kleines Schattenbild der Hölle sein und kleinere Arten von Bedrängnissen in sich bergen. Sonst wäre da die Erkenntnis des Guten und des Bösen von vornherein unmöglich, und das Dasein der Menschen zwecklos.

Also birgt das Wesen der Erde an sich schon auch bestimmte Arten allerlei Bedrängnisse durch seine Auswirkung auf den irdischen Leib, was aber zwecks der Erkenntnis des Guten und des Bösen unumgänglich notwendig ist – und die Erde durchaus nicht zu einer Hölle macht, weil sie trotzdem das Spiegelbild der Welten Meines Reiches ist, insoweit und insoferne das Gute, das Schöne, Reine und Erhabene an ihr beachtet wird, und dessen ist viel, sehr viel da!

Was dem Dasein und dem Leben so vieler da auf Erden die Hölle bereitet und aus dem Spiegelbild des Himmels, welches die Erde darstellt, gelegentlich und immer wieder eine Hölle mit all ihrer Finsternis und Qual macht, ist nicht das Wesen der Erde an sich, sondern der böse Geist höllischer Finsternis, der seine finsteren und bösen Gelüste durch die finsteren und bösen Gelüste seiner irdischen Knechte und Sklaven stillt.

Betrachtet das Gute, das diese Erde allem Seelisch-Geistig-Lebendigem bietet, messet daran die aus ihr kommenden Bedrängnisse, und ihr werdet finden, daß diese in Anbetracht des Guten keine allzu schweren sind, und das umso weniger, als man sich gegen die Bedrängnisse, die das Wesen und die Kräfte der Erde den Menschen bereiten, auch noch in allerlei Art und Weise schützen kann.

Vergleichet ihr dagegen die Verheerungen, die Bedrängnisse und die Höllenqualen, die der böse Geist höllischer Finsternis durch die Irrungen und Bosheiten seiner ihm ergebenen irdischen Knechte über die Erde und Menschen immer wieder bringt, werdet ihr finden, daß das Böse, welches von der Erde aus den Menschen Bedrängnisse bringt, mit der Hölle jener Bedrängnisse in keiner Art und Weise verglichen werden kann. Denn die Bedrängnisse, welche die Beschaffenheit der Erde und des irdischen Leibes gelegentlich auslösen, dienen der Erkenntnis des Guten und des Bösen, dem ewigen Heile aller, die guten Willens sind. Die Verheerungen aber, die Menschen finsterer Seele und bösen Geistes da auf Erden immer wieder anrichten, dienen dem Verderben, der Hölle und dem Satan, der sich schadenfreudig daran ergötzt, da er bei alledem auch noch – denn das tun die Juden – als Gott dieser Welt angerufen, gepriesen und angebetet wird. Sterben als böse, ja, als das Böseste von allem Bösen betrachtet. ICH aber sage euch: Wohl ist das Sterben nichts Gutes, doch aber ist es die unumgängliche, notwendige Folge der einstigen Abwendung von Mir, die Folge des mutwilligen, ja bei nicht wenigen auch schon des böswilligen Verlassens der wahren Welt Meines Reiches, die Folge des irdischen Daseins – und die Folgen der eigenen Schuld!

Wer guten Willens diese Schuld erkennt, da Ich sie der Welt nun Selbst offenbare, der wird das Sterben nicht als Vergeltung, Prüfung und Strafe, nicht als Böses, sondern gleich Mir und euch als unumgängliche und unerläßliche Notwendigkeit erkennen, als den Helfer, der ihm das Tor zu einem weiteren Leben und Wirken in einer der Welten des Jenseits oder gleich auch in Mein Reich öffnet, je nach seinen auf Erden getanen Werken. Daher ist das natürliche irdische Sterben an sich ein heiliges Geschehen, und als rein irdisches Auswirken wäre es auch heute schmerzlos, wie es Jahrmillionen des Menschendaseins hindurch gewesen ist – an sich ein friedliches Einschlafen und eine Bewußtlosigkeit, während der sich die Dreieinheit Seele-Geist-Leben von dem da getragenen und verbrauchten irdischen Leibe getrennt hat, um in das Jenseits einzugehen.

Seit dem Anfange des Menschendaseins hat es lange, lange Zeiten hindurch keine solchen Krankheiten und kein solches Siechtum gegeben auf Erden wie viel später dann und wie heute; denn einerseits war der irdische Leib der Menschen einer ganz anderen Beschaffenheit als im Verlaufe der Zeiten dann später, und anderseits war damals der Widersacher der ewigen Wahrheit, der böse Geist höllischer Finsternis mit seiner Schar nicht da. Seitdem er aber von einigen finsteren Seelen des Jenseits, die ihm einstens schon geneigt waren und die dann weder ihr irdisches Dasein im Menschenleibe noch ihr Leben in den jenseitigen Welten zu besserer Einsicht und Erkenntnis haben nutzen können, hierher geführt ward, ist so manches anders geworden.

Wohl sind viele Menschen durch Ersinnen neuer Genüsse, Unmäßigkeit und viele andere Umstände an so manchen ihrer leiblichen Übel selbst mitschuldig; woher aber, von wem und durch wen ansonsten alle die unverschuldeten Übel, Krankheiten und Siechtümer kommen, sagen deutlich – damit auch noch prahlend – der HebräerGott, die „Propheten“ und die Schrift dieses verkehrten Volkes des Teufels, wie es geschrieben steht:

Wer macht die Menschen stumm, taub, lahm und blind? Tue ich es nicht? Bin ich es nicht, der Herr? Der Herr wird sie schlagen mit Verdorrung, Fieberhitze, Brand, giftiger Luft, mit Geschwülsten, bösen Drüsen, mit Geschwüren auch an Leibesstellen daraus der Unflat abgeht; mit Gelbsucht, Grind und Krätzen, mit Wahn, Blindheit und Raserei, er wird dich aussätzig machen vom Scheitel bis zur Sohle, daß du nicht geheilt werden kannst!

In Jesaja sagt er: Ich kann das Licht bilden und schaffe die Finsternis, ich kann Frieden geben und schaffe alles Übel.

In Samuel sagt er: Ich töte und kann lebendig machen, ich führe in die Hölle und kann herausführen. Desgleichen und des noch unendlich Ärgeren ist die Schrift übervoll.

Also bin Ich gekommen und habe dem verkehrten, verbrecherischen Volke durch Wort und Werke gesagt, gezeigt, bestätigt und bewiesen, daß die ewige Wahrheit, das wahre Licht und das wahre ewige Leben – der wahre ewige Gott – das unendliche Gegenteil eines solchen Geistes, Trachtens und Willens ist. Denn als das wahre Licht schaffe Ich keine Finsternis, als das wahre ewige Leben töte Ich nicht, sondern gebe das Leben, als die ewige Wahrheit schlage Ich nicht, sondern heile!

ICH verhärte keines Menschen Herz und Seele, sondern suche sie Mir zu öffnen, Ich versuche keinen Menschen, sondern lade und rufe alle zu Mir, auf daß sie Mich in der Wahrheit erkennen, die allein Ich ewiglich bin und sie in der wahren Erkenntnis Meiner Mein Wort werktätig befolgen, zu ihrem zeitlichen und ewigen Heile. Als die Vergebung strafe Ich nicht; Ich richte nicht, sondern mache selig alle, die guten Willens sind, zu Mir zu kommen; als die wahre Gerechtigkeit, Erbarmung, Vergebung und Selbstaufopferung steht Mir nichts so unendlich ferne und nichts ist Mir so unendlich fremd wie böse Vergeltung und Rache.

Die „Schrift“ dieses verkehrten Volkes spricht von vielen, vielen Wundern, die der HebräerGott getan und bewirkt haben will. Sehet euch aber alle diese „Wunder“ näher an: Plage, Plage, und wieder Plage. Erwürgung aller Erstgeburt, Blut und Plage, Plage und Finsternis, Finsternis und wieder Finsternis, Blitz, Donner, Rauch, Feuer, Heuschrecken, Mücken, Frösche, Hagelschlag – Blut und Plage, Ersäufen aller Heere Ägyptens samt Pharao: Wunder über Wunder! Aber die angeblichen Augen- und Ohrenzeugen all der Wunder glaubten nach den eigenen Berichten des Mose nicht an die Wunder und weil sie an die geschehenen und gehörten Wunder nicht geglaubt haben, mußten sie zu Abertausenden sterben, was auch als Wunder gilt.

ICH bin gekommen und habe Werke getan, die von allen Augen- und Ohrenzeugen ganz richtig als Gotteswerke gewertet und nicht ganz richtig als Wunder angesehen wurden; hat aber auch nur ein einziges Meiner so zahlreichen da getanen Werke irgendwem auch nur den Schatten einer Plage oder einer Bedrängnis auferlegt? Nein! Es hat hingegen einem jeglichen die Plage genommen, und Ich habe nicht darauf gesehen, ob der Geplagte mehr zu den Gerechten oder mehr zu den Ungerechten gehört hat.

ICH bin nicht gekommen zu richten, sondern alle selig zu machen – alles aber zu dem ewigen Zeugnis und zu der wahren Erkenntnis, daß von Gott der ewigen Wahrheit keine Plage kommt, keine Plage kommen kann, daß Er nicht richtet, nicht Böses mit Bösem vergilt, nicht prüft, nicht prüfen kann, weil Er allwissend ist, niemanden in Versuchung führt und nicht führen kann, weil Er die wahre Gerechtigkeit ist in Seiner Erbarmung und Vergebung, kraft welcher Er daher auch niemals straft und rächt.

ICH bin gekommen und habe der Welt durch Meine Menschwerdung, durch Mein Wort, durch Meine Werke, durch Mein Sterben und durch Meine Auferstehung bestätigt und bewiesen, daß Gott wesentlich-persönlich in Meinem Wesen, Geiste und Leben auch in dieser Meiner zeitlich angenommenen Menschengestalt ist, die Ich Meiner Selbstaufopferung wegen wie auch deshalb habe annehmen müssen, um in ihr der Welt durch Wort und Werke zu zeigen, wie Gott in den unwandelbar-unveränderlich gleichen Eigenschaften Seines ewigen Wesens, Geistes und Lebens ist.

ICH habe die Mir in Ewigkeit Selbst gesetzte Aufgabe auf Erden vollbracht und nun sende Ich euch unter die Völker der Erde, um ihnen Mich, Mein Wesen, Meinen Geist, Meinen Namen und Mein Wort zu verkünden. Wer euch aufnimmt, der nimmt Mich auf, und wer Mich aufnimmt, der nimmt Gott die ewige Wahrheit auf und das wahre Licht, welches ihn schon durch sein zeitliches Heil zum Heile des wahren ewigen Lebens führen wird in Mein Reich.

Schwer, sehr schwer wird eure Aufgabe sein, aber ihr werdet sie vollbringen, weil ihr eine ungleich schwerere Aufgabe auf euch genommen und vollbracht habt, als ihr einstens mit den aus Meinem Reiche ausziehenden Scharen gegangen seid, um sie zur Einkehr in sich selbst und zur Umkehr zu bewegen. Eurem und euresgleichen damaligem Eingreifen und Wirken verdanken nicht wenige ihre Rettung durch rechtzeitige Einkehr und Rückkehr in Mein Reich. Ihr aber – ohne Rücksicht auf euch selbst – seid bei den von Mir sich abgewendeten Scharen geblieben, habt ihnen noch in letzter Zeitspanne, da jede Rückkehr unmöglich geworden war und sie in Verzweiflung aufgingen, Trost zugesprochen, nicht um euch selbst, sondern bis zum letzten Augenblick allein um sie besorgt – um dann auch noch viel schwerer als sie selbst zu sterben.

Schwer, sehr schwer wird eure Aufgabe sein; denn es werden andere Völker und Nationen der Erde, die diesem verkehrten Volke ähnlich oder gleich, auch in allerlei Art und Weise seelisch vergiftet sind, ihren Kopf darüber schütteln, von Gott der ewigen Wahrheit, von dem Vater alles Lebens zu hören, daß Er als der Ärmste der Armen auf die Erde gekommen ist. Sie werden hören, daß Er noch in dem von Ihm und durch Ihn geheiligten Zelte des reinen Leibes Seiner von Ihm in Ewigkeit erwählten irdischen Mutter vor der Bosheit der Menschen geflüchtet und in einem Felsenstalle auf einem Bund Stroh geboren worden ist. Sie werden hören, daß Er späterhin als Zimmermann, Taglöhner und Lastträger gearbeitet und Sein ganzes irdisches Dasein hindurch nicht so viel Sein Eigen genannt hat, wo Er Sein Haupt hingelegt hätte, des weiteren, daß Er, dessen die Allmacht ist, sich von dem verkehrtesten, bösesten und widrigsten unter den Völkern verfolgen, gefangennehmen, zum Tode verdammen, quälen, schlagen, martern und kreuzigen hat lassen!

Sie werden aufhorchen, wenn sie von Meiner Auferstehung, Meiner Himmelfahrt und von der Sendung Meines Geistes, euch im Lichte Meiner Kraft sichtbar, hören werden, denn das wird ihnen groß und göttlich erscheinen. Aber die Armut, das Erdulden und die Selbstaufopferung wird ihnen nicht so bald verständlich werden, weil sie die wahre Herrlichkeit Gottes nicht kennen und in dem Irrtum befangen sind, die Herrlichkeit Gottes bestünde in abertausendfachem Reichtum, in Pracht, Machtgewalt, Machtvollkommenheit und in der Hoheit aller Kaiser und Könige, Fürsten, Hohepriester, Großen und Mächtigen dieser Welt.

Auch werden sie die Köpfe darüber schütteln, so sie von euch hören werden, daß Gott die ewige Wahrheit niemanden prüft, niemanden in Versuchung führt, niemanden straft – und über alles andere keine Vergeltung und keine Rache übt, die Ihm unendlich ferne und fremd ist und die Er nur an dem finsteren, verlogenen und bösen Widersacher kennt, am Satan, dem HebräerGott, und seinen Knechten.

Gerade das werden viele nicht fassen und verstehen wollen, denn es ist immer jemand da, der dem anderen Unrecht und Böses tut, selbst darüber Klage führend, welches Unrecht und welch Böses andere ihm tun. Einer tut dem anderen Unrecht und Böses, und alle warten darauf, daß, ob und wie Gott den und die anderen strafen und an ihnen für ihr unrechtes und böses Tun Rache nehmen werde.

Der allen und alles vergebende Gott wird gerade den Ärgsten unter den Übeltätern als ungerecht erscheinen, da die Heuchler alles das Böse, das sie an anderen tun, gut und gerecht nennen, bis dasselbe sie zu treffen auch nur droht; trifft es sie, ist es nicht mehr gut und gerecht, sondern böse und teuflisch – und schon schreien sie und zetern um Strafe und Rache Gottes für die anderen.

Ihr aber wisset, daß jedermann, der anderen Böses und Unrecht tut, sich selbst richtet; denn seine Werke folgen ihm nach in das Jenseits, wo er jene Welt bezieht, die seinen Werken entspricht und der er nicht entfliehen kann, bis er – andern Sinnes und Trachtens geworden – bereut und in Werken aufgeht, die ihm die Last seiner ungerechten und bösen Werke erleichtern und abnehmen, oder aber, bis er im Verharren des Unrechts und böser Werke noch tiefer sinkt!

Kein Volk der Erde aber wartet darauf und ruft nach Rache und Strafe seines Gottes an allen andern Nationen und Völkern so wie dieses verkehrte Volk des Teufels, das sich kraft der Verheißungen seines RacheGottes auserwählt und über alle andern unendlich hoch erhaben dünkt, da sein RacheGott es an allen andern Rache zu nehmen unter Flüchen und Drohungen drängt und ihm sagt:

Alle Orte, die dein Fuß betritt, sind dein, und niemand wird euch widerstehen können; Furcht und Schrecken vor euch wird dein Gott über alles Land verbreiten, das ihr betretet. Dein Gott wird dir große und reiche Städte geben, die du nicht gebaut hast, Häuser alles Gutes voll, die du nicht gefüllt hast, Brunnen süßen Wassers, die du nicht gegraben hast, Ölgärten und Weinberge, die du nicht gepflanzt hast.

Dein Jahweh wird alle Krankheiten von dir wegnehmen und alle die großen Seuchen auf die Völker, deiner Feinde, legen, und du wirst alle Völker auffressen, die der Herr, dein Jahweh dir geben wird – und du sollst ihrer nicht schonen. Laß dich nicht von ihnen in Furcht jagen, denn dein Herr, dein Jahweh, ist in deiner Mitte, ein großer und schrecklicher Gott, Jahweh, der die Völker ausrotten wird vor dir, eines nach dem andern, denn du wirst sie nicht auf einmal vertilgen können, damit sich nicht die wilden Tiere des Landes wider dich mehren; der Herr aber wird sie dahingeben und schlagen, bis sie vertilgt sind. Er wird ihre Könige in deine Hand geben, und du wirst ihre Namen vertilgen unter dem Himmel, und niemand wird dir widerstehen können, bis du sie vertilgest.

Dein Mund soll den Herrn preisen, und in euren Händen sollt ihr zweischneidige Schwerter führen, um Rache zu üben an den Völkern und Nationen, ihre Könige binden mit Ketten und ihre Edlen mit eisernen Fesseln, ihnen tun nach dem geschriebenen Rechte!

Könige werden dich pflegen, Königinnen deine Saugammen sein; sie werden vor dir niederfallen zur Erde auf ihr Angesicht und werden den Staub deiner Füße lecken! Saugen sollst du die Milch der Völker und die Brust der Könige soll dich säugen, auf daß du wissest, daß ich der Herr bin, dein Heiland und Erlöser, des Kraft und Stärke in Israel ist!

Also setzt dieses verkehrte Volk, dem solche Verheißungen gegeben wurden, alles daran, sie auch in Erfüllung zu bringen; denn alles Verbrechen, das es an den anderen Völkern übt, ist ihm die Befolgung der ihm aufgegebenen Satzungen, und daher ein Gottesdienst. Es ist jetzt schon unter vielen Völkern heimisch und vielfach auch obenan – und wo immer sich Teile eines Volkes gegen das Aufsaugen und Auffressen auflehnen, schreit dieses verkehrte Volk des Teufels zeternd und klagend, daß es ohne Ursache bedrängt, gehaßt und verfolgt sei!


Teil 25

Worte Gottes kurz nach Seiner Auferstehung - eine Schlußfortsetzung:

So ihr nun gehen und Mich, Meinen Namen und Mein Wort den Völkern verkünden werdet, wie Ich Selbst Mich diesem verkehrten und verbrecherischen Volke verkündet habe, und es Mich dafür als den ärgsten Gotteslästerer verfolgt, nach seinem Gesetze verdammt, an das Kreuz gebracht, und Mich weiter mehr denn je haßt, wird es auch euch namenlos hassen und alles daransetzen, auch euch baldmöglichst zu beseitigen.

Weil aber dieselben Hohenpriester, Oberen, Vorderen und Maßgebenden, die Mich als „Gotteslästerer“ verdammt und an das Kreuz gebracht haben, sehr bald erkennen werden, daß es nicht nach ihrem Wunsche geht und daß auch nicht wenige des verkehrten Volkes, die nicht so verkehrt wie ihre Oberen sind, an Mich glauben, werden sie zur List und Tücke, zu Erfindungen, Lügen und Verkehrtheiten greifen. Sie werden Scharen von ihresgleichen Heuchlern zu euch senden, die euch hören, scheinbar allem zustimmen, sich gläubig stellen, die Taufe verlangen und bald auch das inzwischen von Johannes und Matthäus geschriebene Evangelium fordern werden unter Beteuerungen, eure Jünger zu sein und das Evangelium selbst auch weiter tragen zu wollen.

Ist es so weit gekommen, werden sie eigene Gemeinden gegen die von euch gewonnenen und gegründeten aufrichten wider Mich, wider Mein Wort, wider euch und die Euren wüten, – und ihr werdet es nicht ganz hindern können; denn unter den vielen, die sich aus diesem verkehrten und verbrecherischen Volke an euch heranmachen werden, werdet ihr nicht immer unterscheiden können, ob der eine guten Willens aufrichtig, und der andere voll heuchlerischer List, Tücke und Bosheit ist; denn in Verstellungskünsten sind viele dieses Volkes unübertrefflich, schon nach dem Beispiele des Heuchlers David, der, die Hand des Königs Achis fürchtend, sich irrsinnig gestellt hat, wie geschrieben steht:

Und David verstellte sein Angesicht in Gebärden, tobte und fiel zwischen ihren Händen hin und her, stieß an den Türen herum und ließ den Geifer seines Mundes über seinen Bart fließen, bis der König Achis sprach: Siehe, der Mensch ist wahnsinnig“ – und also entkam der Heuchler der Hand des Achis.

ICH habe euch schon früher und öfters gesagt, was die Bosheit, Verlogenheit, List, Tücke, Heuchelei und Finsternis dieses verbrecherischen Volkes aus Mir, aus Meinem Wesen, Geiste, Leben, Worte und Meinen Werken machen wird.

Jetzt verhalten sich die Oberen, Vorderen, Angesehenen samt den Hohepriestern abwartend und still, in der Hoffnung, daß, sobald Ich nicht mehr da sein würde, ihr euch als Fremdlinge ihres Volkes nicht getrauen würdet, wie Ich vor ihnen aufzutreten, Der Ich auch ein Fremdling ihres Volkes bin und die Mich deshalb einen verfluchten Samariter, Ägypter und Panderimamzer nannten und schimpften.

Sie wollen es nicht annehmen und verstehen, daß Ich keinem Volke, also auch nicht dem ihren, ein Fremdling bin, weil sie ohne Ausnahme durch Meine Lebenskraft leben, und sie demnach alle Meine Kinder sind, so sie Meine Kinder sein wollen und nicht Kinder des alten Satans, der ein Seelen- und Menschenmörder ist vom Anfange an, der auch Mein Leben in sich trägt, aber in der Wahrheit Meiner und Meines Reiches nicht bestanden ist, weil er Lügen aus eigenem redet und Vater der Lüge ist.

Sie sind still und warten. Werden sie aber sehen, daß ihr öffentlich, Mir nachfolgend, Mich lehret und die Menschen in Scharen für die Erkenntnis der ewigen Wahrheit gewinnet, wird ihr Haß wider Mich und wider euch wie die Hölle auflodern; und sie werden alles daran setzen, um das, was sie nicht völlig vernichten werden können, zumindest dahin zu lenken und so zu entstellen, daß darin nicht Ich als die ewige Wahrheit, das wahre Licht und das wahre ewige Leben klar und deutlich zu erkennen sein werde, sondern daß darin ihr Rachegott die oberste Stelle einnehme, ohne mit irgendeinem seiner vielen sich beigelegten Namen genannt zu werden.

Ihr seid immer aufs neue darüber entsetzt und traurig, so Ich euch die Fälschung Meines Wortes voraussage; aber Ich sage euch, daß gerade auch das vielen zum Zeugnis und zur wahren Erkenntnis Meiner dienen wird, so die Zeit kommt.

Nehmet euch ein Beispiel an jedem guten Samen, der, in fruchtbaren Boden gesät, um vielfache und gute Frucht zu bringen, scheinbar vorerst selbst als solcher sterben, somit verwandelt werden muß. Also wird es auch mit dem guten Samen Meines Wortes geschehen. Es wird wohl vielfach fruchtbaren Boden finden, aber die Bosheit der Finsternis wird auf demselben Boden so viel des jüdischen Unkrautsamens werfen, daß alles das Gute samt dem Giftigen, ineinander und durcheinander verwachsen, ein Gemisch ergeben wird, dem ein jeglicher das entnehmen wird können, was seiner seelischen und geistigen Einstellung am besten zusagt. Und es wird darüber zu großen Zerwürfnissen, Zweifel, Zank, Hader, Feindseligkeiten und Kämpfen kommen, aus welchen aber allseitig und immer wieder die Knechte des Vaters der Lüge, der Bosheit und der Finsternis als Sieger hervorgehen werden. Denn nicht allein dieses verkehrte Volk, sondern auch nicht wenige Menschen aus den anderen Völkern wollen und müssen einen Gott haben, der prüft, in Versuchung führt, mit Blindheit, Taubheit, Krankheiten, Seuchen und Kriegen schlägt, plagt, straft, rächt, verdammt, damit sie mit alledem den anderen drohen können.

Mit Meinem Wesen, Geiste, Namen und Worte jemandem zu drohen, ist unmöglich, weil Ich in der ewigen Wahrheit Meiner Selbst auch die unwandelbar gleiche Güte, Liebe, Erbarmung, Vergebung, Gerechtigkeit und Selbstaufopferung bin, – und deshalb werden die Menschen bei allen Geschehen und Werken, die gegen diese heiligen Eigenschaften Meines Wesen und Geistes gerichtet sind, nicht Mich, sondern jenen „Gott“ anrufen, dessen Eigenschaften gegen die Meinen gerichtet sind.

Menschen, welche die böse Vergeltung, Strafe, Rache, Verdammnis und Vernichtung von Gott für die anderen erflehen zu können meinen, können sich niemals an Mich wenden, sondern nur an den alten Widersacher, der in der Wahrheit nicht bestanden, ein Seelen- und Menschenmörder vom Anfang an ist, der aus eigenem die Lüge wider die Wahrheit redet und Vater der Lüge ist.

Es kommt die Zeit – und sie ist gar nicht ferne – daß Meine und eure Widersacher, von dem Vater der Lüge mit Blindheit, Taubheit, Seelen- und Herzensverhärtung geschlagen, die Menschen in Meinem Namen lehren, ihnen aber den Hebräergott als „Gott, den Vater“ predigen und darauf hinweisen werden, daß demselben Hebräergott und auch Mir ein Satan als „Gott der Hölle“ entgegenwirke.

Meinem Worte und der Überlieferung Meines Wortes nach werden sie die Menschen dahin lehren, daß ein einstiger Großengel, hoffärtig werdend und sich wider Gott empörend, samt der Schar seiner zu Teufeln gewordenen Engel aus dem Himmel in die Hölle gestürzt ward, von wo er mit seinen Teufeln auf die Erde kommt, um Menschen zu verderben und sie dann in die Hölle hinabzuzerren.

Der Sinn und Geist dieser Lehre wird aber so hingestellt werden, als hätte Gott die ewige Wahrheit dem Satan und seinen Teufeln den Pfuhl der Hölle bereitet, als wäre Gott die ewige Wahrheit auch der Schöpfer der Hölle und der Teufel, was ganz falsch erdacht und, in absichtlicher Verdrehung Meiner diesbezüglichen Lehre, eine Lüge wider die ewige Wahrheit werden wird. Denn der Satan mit seinen Teufeln ist ein solcher aus eigenem geworden und hat den Pfuhl der Hölle in seiner finsteren Bosheit wider das Licht der ewigen Wahrheit selbst geschaffen.

Hernach haben sich dann große Scharen der Kinder Gottes, durch die Großtuerei und Großsprecherei des Widersachers und seiner Schar neugierig gemacht, mutwillig, ja manche auch schon böswillig von Mir abgewandt und die wahre Welt Meines für sie geschaffenen Reiches verlassen, um das Schaffen des Großtuers und Lügners zu sehen und sich davon zu überzeugen, daß er tatsächlich das schaffe, was Ich nicht geschaffen habe und nicht schaffen kann, die gewillt waren, zu ihm zu stoßen. Diese Scharen haben zwar das Schaffen des Satans und seiner Schar zumindest teilweise gesehen, aber nicht mehr zu ihm stoßen können, weil sie, durch den Verlust ihres himmlischen Leibes und unfähig, sich in der weltenlosen Leere der Unendlichkeit, in die sie geraten waren, einen ihrer seelischen Gestalt entsprechenden anderen Leib zu schaffen, dort gestorben sind.

ICH habe dann für sie das Reich der Erde mit dem All dieser Welt des Jenseits geschaffen, habe sie also als seelisch-geistig-lebendiger Same aus der Sphäre der Ohnmacht und des Schweigens nach und nach auf die Erde gelangen lassen, um nach und nach ein Mal da durchzugehen: Von alledem werden Meine und eure Widersacher nichts wissen wollen, weil es den Offenbarungen dessen widerspricht, den bis dahin auch sie als ihren „Gott und Vater“ anerkennen, annehmen und ihn auch allen anderen aufzuzwingen trachten und vielen aufzwingen werden.

Sie werden die Menschen vor den Lügen, Bosheiten, Verführungskünsten, Lockungen, Versuchungen, Netzen, Fallen, Tücken, Listen und Gelüsten des Satans und seiner Teufel warnen, vom Satan predigen, daß er sich diejenigen erwähle, von denen er wisse, daß sie allem Bösen zugänglich seien, daß er ihre Sinne, Seelen und Herzen so verblende, daß sie nur das gutheißen, was ihnen gut dünkt, daß sie anderen Böses und Teuflisches tun und es gut nennen.

Sie werden vom Satan sagen, daß er durch diese Verblendeten, die zwischen Gut und Böse nur dann unterscheiden, so das Böse sie selbst trifft, alle die anderen auf allerlei Art und Weise bestehlen, berauben, mit Wuchern belegen, ausnützen und sonstwie übervorteilen läßt, Unfrieden, Haß und Feindseligkeiten unter die Menschen sät; sie werden von ihm sagen, daß er ihnen das Habhaftwerden irdischer Güter, Reichtümer, Würden, Machtgewalt und Wohlergehen auf Kosten der anderen als Segen hinstellt, um sie und durch sie auch andere verführen, alle der Erkenntnis der Wahrheit unzugänglich zu machen und sie verderben zu können – kurz gesagt:

Alles das, was ihr Gott und Vater durch seine Propheten in der Schrift dieses verkehrten Volkes von sich selbst verkünden und in den Dokumenten der Schrift schreiben hat lassen, alles das, was dieser ihr Gott und Vater im Großen übt und von den Seinen im Großen geübt haben will, alles das werden sie im Kleinen dem Satan und seinen Teufeln zuschreiben; sie werden die Menschen in Unwissen und Unkenntnis der ewigen Wahrheit festhalten und deshalb Zeiten hindurch dieselbe Schrift vor den Kleinen geheimhalten. Unendlich ferne der wahren Gott- und Selbsterkenntnis, werden sie nach nichts so sehr trachten als nach dem, wovor sie alle anderen als vor „Lockmitteln des Satans“ warnen werden, nämlich nach irdischen Gütern, Reichtümern, Ansehen, Oberhoheit, Macht in einer nie zuvor dagewesenen Machtgewalt.

Alles das wird zu großen Zerwürfnissen und selbst äußerst blutigen Kämpfen unter ihnen führen, zur Zerreißung des Ganzen in viele einander feindliche Lager, aber die Lüge und Bosheit wird immer noch, ja mehr denn zuvor, obenan bleiben. Kommt aber die Zeit, daß die geheim gehaltene Schrift heraufgeholt und jedermann zugänglich gemacht wird, dann wird die Menschheit seelisch und geistig bereits so vergiftet sein, daß sie zum weitaus überlegenen Teile keinen Sinn und keine Anteilnahme dafür finden und die Schrift gar nicht lesen und kennen lernen wollen wird – zur Genugtuung der obenan stehenden Maßgebenden, die sich in der Schrift auch wohl weiter auskennen und weiter auch wider Mich und wider Mein Wort handeln werden!

Sie werden Mein Wort lesen: Schwöret nicht! Schwöret niemals und leistet keinen Eid, denn das ist vom Bösen! Sie aber werden wider Mich und Mein Wort schwören und den Eid von anderen fordern, auch der allernichtigsten Dinge wegen.

Sie werden lesen: Wahrlich sage Ich euch: Viele werden kommen und sprechen: Herr! Herr! Tag und Nacht haben wir Deinen Namen verkündet, Tag und Nacht sind wir auf den Knien gelegen und haben gebetet, Tag und Nacht haben wir Dich verherrlicht, Tag und Nacht Dich angerufen!

Ich aber werde ihnen sagen: Habe Ich euch das zu tun geheißen? Sehet: Ich war hungrig, ihr habt Mir keine Nahrung gegeben! ICH war durstig, ihr habt Mich nicht gelabt; Ich war nackt, ihr habt Mir nicht einmal ein Lendentuch gegeben, Ich war ohne Obdach, ihr habt Mich nicht beherbergt! –

Und da werden sie fragen: Herr! Herr! Wann haben wir Dich hungrig, durstig, nackt, ohne Obdach und bedürftig gesehen? –

Ich aber werde den Heuchlern sagen: Was ihr den Kleinsten eurer Nächsten getan habt, das habt ihr Mir getan! Weichet von Mir, ihr Heuchler, und kommet erst dann, so ihr die Finsternis und Bosheit eures Heuchlertums abgelegt und durch gute Werke in der Erkenntnis der ewigen Wahrheit mit dem Lichte der Güte, der Liebe und Herzensreinheit angetan sein werdet!

Das und manches andere Gleiche werden sie lesen; sie werden aber das Gegenteil tun wider Mich, wider Meinen Geist, wider Mein Wort; und werden sie in Meinem Namen gelegentlich doch einmal den Ärmsten Gutes erweisen, wird es ein Tropfen von dem Meere ihres Überflusses sein, und aller Welt wird es verkündet werden, wie sehr ihnen das Wohl der Armen am Herzen liege, wie besorgt sie wegen der Armut der Mitmenschen seien und wie sehr sie sich selbst aufopfern, um den Ärmsten gelegentlich einmal ein Stückchen Brot geben zu können.

Sie werden lesen, beten und andere beten lehren: „Vergib uns so, wie auch wir vergeben“, sie werden lesen, daß Ich gesagt habe, nicht nur sieben-, sondern siebenundsiebzigmal und immer wieder zu vergeben, daß es keinen Menschen auf Erden gab und gibt, dem Ich nicht vergeben hätte, weil Ich die Vergebung bin! Sie werden es lesen und gelegentlich ihren Mitmenschen auch so manches vergeben, was diese einander Unrechtes tun, damit sie allen anderen als diejenigen erscheinen, als ob sie die Macht der Vergebung und der Verdammnis hätten und als wären sie die Vergebenden. Was aber die Menschen wider sie selbst tun und sprechen werden, werden sie niemals und niemandem vergeben und umso weniger, mit je größerem Rechte jemand wider Ihr Tun sprechen und je reinere Wahrheit ihnen jemand sagen wird.

Sie werden lesen, was Ich den Hohenpriestern, Pharisäern und Schriftgelehrten und den anderen Vorderen und Oberen dieses verkehrten Volkes wiederholt gesagt habe: daß sie das Himmelreich den Menschen verschließen, schon deshalb auch selbst nicht hinkommen, daß sie unter dem Vorwand langer Gebete Gut und Habe der anderen verschlingen und darum schwere Verdammnis sich selbst schaffen, daß sie Länder und Meere durchziehen, um Judengenossen zu werben und um die, welche es geworden sind, zu Kindern der Hölle zu machen. Sie werden lesen, daß sie ohne Unterlaß wider die Wahrheit schwören, daß sie äußerlich gereinigt, inwendig – gleich übertünchten Gräbern – übervoll des Raubes, der Habgier und der Unreinheit sind, daß sie sich den Schein der Güte und Gerechtigkeit vor den Menschen geben, aber übervoll der Tücke und Heuchelei sind, Söhne derjenigen, die die wahren Propheten gemordet haben, von welchen nichts geschrieben steht in ihrer „Schrift“.

Sie werden das und mehr desgleichen lesen, aber ganz dasselbe, ja auch noch Ärgeres wider Mich tun, wider Meinen Geist, wider Mein Wort und werden dabei so tun und so sich gebärden, als gälte Mein Wort nicht ihnen, sondern allein jenen ihrer beschnittenen Vorgänger und Vorbilder, die dieses Mein Wort aus Meinem eigenen Munde gehört haben. Sie werden lesen, daß Ich gesagt habe: Ich werde zu euch Propheten und Gerechte senden, und diese werdet ihr verfolgen, geißeln und töten!

Aber wider Mein Wort werden sie behaupten, daß kein Prophet mehr gesandt werden wird, weil sie da sind, und sie werden falsche und wahre Propheten genauso, ja ärger noch verfolgen als es die Propheten der Väter dieses verkehrten Volkes mit den wenigen wahren Propheten getan haben, die Ich unter sie gesandt habe und von welchen die Hebräerschrift nichts sagt.

Sie werden Mein Wort lesen: Jerusalem, Jerusalem! Du Stadt - mit der Ich die Erde meine - die du wahre Propheten tötest, die Ich gesandt habe! Wie oft habe Ich deine Kinder durch die von Mir gesandten wahren Propheten versammeln wollen, wie eine Henne ihre Küchlein sammelt unter die Flügel, du aber hast es nicht gewollt! Und darum wird euer Haus wüst gelassen werden.

Ihr werdet Mich von nun an nicht mehr sehen, aber Ich sage euch, daß die Zeit kommen wird, in der viele sprechen werden: Gesegnet sei, der da kommt im Namen des Herrn! Denn Ich werde einen Propheten senden, von dem dann viele so sagen werden.

Sie werden auch dieses Mein Wort lesen, es aber so verdrehen, als würde Ich Selbst im Namen ihres Herrn und Vaters bereits gekommen sein. Da Ich für die Zukunft spreche und mit diesem Meinem Worte Zukünftiges offenbare, werden sie dieses Mein Wort den darnach Fragenden auch so darstellen, als würden sie diejenigen sein, die im Namen des Herrn da seien und im Namen des Herrn zu den anderen kommen, eines „Herrn“, der nicht Ich bin; denn ihre Werke werden jedermann beweisen und bestätigen, daß sie nicht Meine, sondern eines andern, ihres „Herrn“, das heißt des Hebräergottes Kinder sind.

Es werden nicht wenige über den Sinn Meines Wortes nachdenken, so sie lesen werden, daß sie „ihr Haus wüst gelassen haben“ und daß die Zeit kommen wird, da viele sagen werden: Gesegnet sei, der da kommt im Namen des Herrn!

Und da viele Mich für den Herrn halten werden, trotz allem und wissend, daß Ich niemals mehr in dieser Meiner Menschengestalt auf die Erde kommen werde, werden sie sich selbst sagen, daß Ich denjenigen werde senden müssen, der in Meinem Namen kommen wird, da Ich auch sonst wiederholt sage: Ich werde euch Propheten und Gerechte senden.

Sie werden dann aber auch noch lesen, daß derjenige, den Ich senden werde, die Welt der Sünde überführen wird, daß sie nicht geglaubt haben an Mich in der Wahrheit, die allein Ich ewiglich bin, daß derjenige, den Ich senden werde, nicht aus sich selbst reden und lehren werde, sondern das reden und lehren wird, was er von euch, den Meinen, empfangen, nehmen und Mich verherrlichen wird. Dann wird so mancher erkennen, daß da ausdrücklich von einem wahren Propheten die Rede ist; und da werden sie längst zuvor schon von einem „Geist“ und „Geist der Wahrheit“ reden, ohne zu bedenken, daß der Geist als solcher an sich nicht reden und nicht lehren kann, sondern nur durch den seelisch-leiblichen Organismus dessen, dem er eigen ist, was ein jeglicher an und in sich bestätigt findet.

Wenn nun der wahre Prophet, den Ich euch senden werde, kommen wird und ihr durch ihn Mich wiedermals den Menschen in der Wahrheit verkünden werdet, die allein Ich bin, werden Mich und euch viele erkennen und sagen: Gesegnet sei, der da kommt im Namen des Herrn! denn wahrlich wird er in Meinem Namen kommen.

Diejenigen aber, die wider Mein Wort reden und behaupten, daß keine Propheten mehr kommen werden, außer daß falsche auftreten, werden ihn verspotten, verhöhnen, verleumden, beschimpfen, ihn und die Seinen verfolgen, ihm fluchen und alles daransetzen, um die ihnen so verhaßte Wahrheit weiter in der Finsternis zu drosseln.

Sie werden Mein Wort lesen: Kaiser, Könige, Fürsten, Große und Mächtige dieser Welt beherrschen ihre Völker und sind gebieterisch zu ihnen. So aber soll und darf es unter euch nicht sein! Sondern wer wahrhaft groß sein will unter euch, der sei aller Diener, und wer wahrhaft der Erste unter euch sein will, der sei aller Knecht, gleichwie auch Ich nicht gekommen bin, um Mir dienen zu lassen, sondern daß Ich allen diene. Gebet also dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist!

Das und mehr noch werden sie lesen; aber sie werden wider Mich, wider Meinen Geist und wider Mein Wort, welches ausdrücklichst auch sagt und ihnen sagen wird, daß Mein Reich nicht von dieser Welt ist, und daß daher auch das Reich der Meinen nicht von dieser Welt sein kann, trachten, aller Macht und Güter dieser Welt habhaft und so machtvollkommen auf Erden zu werden und zu sein, daß sie selbst über Kaiser und Könige, Große und Mächtige dieser Welt herrschen und gebieterisch gegen sie sein werden wie zueinander.

Sie werden lesen: Hütet euch vor den Heuchlern, die in Schafskleidern zu euch kommen, aber reißende Wölfe sind; an ihren Werken sollt ihr sie erkennen, wie den Baum an seiner Frucht. Sie aber, die reißenden Wölfe in Schafskleidern, werden auf andere als auf reißende Wölfe hinweisen und jeden verfolgen und verdammen, der da wagen würde, ihnen ihre Werke vorzuhalten und sie an Mein Wort zu erinnern.

Alles, was jemand immer zu ihrer Machtgröße, Machtvollkommenheit, Bereicherung, zu ihrem Herrschertum und ihrer Herrlichkeit tun und beitragen wird, werden sie gutheißen, loben und segnen, als geschehe es zur Ehre Gottes und als wäre es ein Gottesdienst, dessen sicherer Lohn das Himmelreich sei. Dagegen aber werden sie herrschsüchtig, machtgewalttätig jedermann verfolgen und zu vernichten suchen, der auch nur ein Wort dagegen reden wird in der Wahrheit.

Menschen werden aufstehen und sich wider sie empören; aber Kaiser, Könige, Fürsten und Obrigkeiten, weil ihnen untertan und von ihrer Machtgewalt selbst auch abhängig, werden sie und ihre Einrichtungen schätzen und jedermann verfolgen und vernichten, auf den die finsteren Wölfe in Schafskleidern hinweisen und klagen werden, daß er ihr Feind sei; und sie werden sich aller Habe und Güter der von ihnen Vernichteten bemächtigen, damit ihre Machtgewalt auch dadurch immer größer werde.

Also werden sie den Gipfel aller irdischen Herrlichkeit, Macht und Machtgewalt erreichen, was eine namenlose Anmaßung, Überheblichkeit, grenzenlosen Hochmut, ja auch Selbstvergötterung zur Folge haben wird. Die Frucht alles dessen wird Abfall, weitere Teilung, Zerreißung, Haß, Neid, Kämpfe und der langsame, aber unaufhaltsame Niedergang der ganzen Herrlichkeit sein. Denn die abgefallenen Scharen mit ihren Oberhäuptern, von Königen, Fürsten und Mächtigen dieser Welt unterstützt, werden ihre eigenen Glaubensgemeinschaften bauen, von welchen viele wieder abfallen werden, um unter anderen Köpfen ihre eigenen Gemeinden zu gründen. Jedes dieser Lager wird von sich selbst behaupten, das Beste zu wollen, die Wahrheit zu kennen, zu lehren und zu verteidigen; alle werden einander gegenseitig beschuldigen, bewußt Falsches zu lehren und Antichristen zu sein, die sie allesamt auch wirklich sein werden.

Die Folgen alles dessen werden nicht ausbleiben können. Da die Führenden aller einzelnen Lager das Augenmerk ihrer Gläubigen nicht so auf das Wort der Lehre, sondern vielmehr auf die Werke der Häupter und Oberhäupter der anderen Glaubensgemeinschaften lenken und alle einzeln sich dieses Mittels gegeneinander bedienen werden, werden in den Seelen der Gläubigen immer schwerere Zweifel an alledem aufleben müssen; diese werden in der Folge einen immer größeren Unglauben zeitigen, bis daß der Unglaube vieler und sehr vieler, ja der meisten Menschen so groß werden wird, daß der Schuhriemen in ihrem Geiste und Sinne mehr Wert haben wird als das Wort Gott!

Kommt diese Zeit, ist mit ihr auch die Zeit dieses verkehrten Volkes des Teufels Jahweh gekommen, welches die Zeit im Sinne und Geiste der Verheißungen und Satzungen seiner Schrift ausnutzen wird: „Rache zu nehmen an den Völkern der Erde, ihre Könige zu binden mit Ketten, ihre Edlen mit eisernen Fesseln, ihre Namen zu vertilgen unter dem Himmel nach dem geschriebenen Rechte“!

In jener Zeit wird dieses verkehrte Volk zu einer Macht auf Erden gelangen, durch die der Name so manchen Königs und so manches Großen auf Erden getilgt werden wird, zu einer Macht, vor der sich die Häupter und Oberhäupter auch aller Glaubensgemeinschaften beugen und trachten werden, Teilhaber derselben Macht zu sein. Um die Mächtigen des verkehrten Volkes nicht zu erzürnen und sie sich geneigt zu erhalten, werden sie untereinander darin wetteifern, sich für Gotteskämpfer, Verfechter und Verteidiger ihrer und des verkehrten Volkes „Wahrheiten“ auszugeben, und darum werden sie den Gott und die Schrift des verkehrten Volkes tausendfach mehr loben und preisen als Mich und Mein Wort.

Wahrlich sage Ich euch, daß sie sehr zu kämpfen, zu fechten und zu verteidigen haben werden, um ihre und des verkehrten Volkes geschriebenen und demnach auch geübten „Wahrheiten“ auch weiter für Wahrheit ausgeben zu können und dadurch auch sich selbst obenan zu erhalten; bis dahin werden viele des verkehrten Volkes im Einverständnis mit ihren Obrigen einen eigenen Unglauben und eigene Gottlosigkeit vorgeben und große Scharen aus allen Völkern an sich ziehen, sie in schweren Unglauben an Gott und das ewige Leben stürzen und sie gegen die Häupter und Oberhäupter aller dem verkehrten Volke fremden Glaubensgemeinschaften führen und aufbringen.

Dann aber wird auch die Zeit kommen, daß nicht wenige, die von Gotteskämpfern, Verfechtern und Verteidigern der Wahrheit hören und dabei sehen und fühlen werden, was für „Wahrheiten“ da die Gottesmänner und Gotteskämpfer verfechten und verteidigen, sich selbst fragen und sich selbst sagen werden:

Ja, braucht denn Gott Kämpfer, Verfechter und Verteidiger auf Erden, und bedarf denn solcher die ewige Wahrheit? Nämlich der Gott, Der die ewige Wahrheit ist, Der soll der Menschen bedürfen, die Ihn verteidigen, verfechten und für Ihn kämpfen sollen? Unmöglich! Denn die ewige Wahrheit kann weder einer Verfechtung, noch einer Verteidigung und schon gar niemals der Kämpfer bedürftig sein, da Gott, Der die ewige Wahrheit ist, selbst unendlich hoch erhaben über jedweden Kampf wider Ihn steht, sodaß jede Angabe und Behauptung, Ihn verteidigen zu wollen oder Ihn verteidigen zu müssen, an sich schon ein Wahn und eine grenzenlose Anmaßung ist. So werden nicht wenige denken und sich selbst wie auch andere fragen, was für ein Gott es sein müßte, der Menschen dazu bedarf, damit diese Ihn verfechten, verteidigen und für Ihn kämpfen?

Aber alsogleich werden die Häupter und Oberhäupter aller Glaubensgemeinschaften auf die „Schrift“ dieses verkehrten Volkes hindeuten; sie werden behaupten, daß Gott, der seinem auserwählten Volke vorangeht, Schrecken, Angst, Furcht und Entsetzen vor seinem Volke unter alle Völker der Erde wirft, für sein Volk streitet und die Völker vor ihm vertilgen will, daß dieser doch Kämpfer, Verfechter, Verteidiger bedürfe, die selbst die Völker ausrotten, vernichten und andere berauben, sich dienstbar und zinsbar machen, Haine, Säulen, Götter und Altäre zerstören, zermalmen, verbrennen, zerschlagen und vertilgen. Kämpft also der Hebräergott für sein Volk, muß dieses und alle die seiner Verheißungen teilhaftig werden wollen, für ihn kämpfen, ihn verfechten und ihn verteidigen.

Also ist es der Hebräergott, der Kämpfer, Verteidiger und Verfechter bedarf, wie die Hebräerschrift immer wieder bestätigt; Kämpfer, Verteidiger und Verfechter, die seine Finsternis für ein Licht, seine Lügen für Wahrheit, seine Bosheit für Güte, seinen Menschenhaß für Liebe, seine Parteilichkeit für Erbarmung, seinen Blutdurst für Vergebung, seine Rachegier für Gerechtigkeit ausgeben und ihn als ihren „Vater und Gott“ preisen, weil er das unendliche Gegenteil Meines Wesens, Geistes, Namens, Wortes und Meiner Werke ist.

Und heute sage Ich euch: Ihr selbst werdet es noch auf Erden erleben, daß selbst dieses mein Wort von Meinen und euren Widersachern für eine „schwere Gotteslästerung“ ausgegeben wird und sie alles daransetzen werden, gerade auch dieses Mein Wort zu vernichten, weil es ihnen unmöglich sein wird, es so zu entstellen, daß die Wahrheit, das Licht und das Leben des Sinnes und Geistes auch dieses Meines Wortes in der Entstellung verschwinde und jedermann die wahre Erkenntnis verschließe.

Ob die Menschen Mich, Mein Wesen, Meinen Geist, Meinen Namen, Mein Wort und Meine Werke als die ewige Wahrheit, das wahre Licht und das wahre ewige Leben, also als Gott, oder ob sie Mich in alledem bloß als einen Menschen ihresgleichen annehmen werden, ist hinsichtlich etwaiger Verfechtung und Verteidigung Meiner ganz gleich, da Ich weder als Gott, noch als Mensch irgendwelcher Verteidiger noch Kämpfer und Verfechter bedarf.

Denn an Mir wird niemand und niemals jemand etwas finden können, was irgendwelcher Beschönigung und Reinwaschung, also auch Verfechtung und Verteidigung bedürfen würde – selbst auch dann nicht, so jemand Mich, Mein Wort und Meine Werke nicht in der Wahrheit, sondern nur aus Schriften kennen wird, die für Mein Wort ausgegeben werden, nicht aber Mein Wort, sondern jüdische Verdrehungen, Verfälschungen und Erfindungen wider Mich und Mein Wort sein werden.

Besseres, für Zeit und Ewigkeit Geltendes, Erhabeneres, Höheres, Reineres, Heiligeres als Ich Selbst dieser Welt gebracht und gegeben habe, wird kein Engel Meines Reiches, kein Mensch dieser Welt und keine Menschenseele des Jenseits jemals ersinnen, bringen und geben können. Denn deshalb bin Ich Selbst wesentlich-persönlich gekommen, damit die Welt an Mir, an Meiner Menschwerdung, an Meinem Worte, an Meinen Werken, an Meiner Selbstaufopferung, an Meinem Sterben und an Meiner Auferstehung die ewige Wahrheit, das wahre Licht und das wahre ewige Leben erkenne und, in der wahren Gott- und Selbsterkenntnis Mein Wort werktätig befolgend, schon ihr zeitliches Heil habe und zum wahren ewigen Leben in die wahre Welt Meines Reiches wieder gelange.

Mich irgendwie zu erhöhen vermag niemand, weil Ich die ewige Wahrheit, das wahre Licht, und das wahre ewige Leben und der Anfang bin, was Ich durch Mein Wort und durch jedes Meiner Werke wohl zur Genüge bestätigt und bewiesen habe. Gerade deshalb aber setzt der finstere alte Widersacher durch seine gleich finsteren irdischen Knechte jetzt schon alles daran, um Mich zu erniedrigen, und sie mit vielen anderen kommenden Antichristen werden auch weiter alles daransetzen, Mich unter den alten Widersacher zu erniedrigen, um seiner Verheißungen teilhaftig zu sein auf Erden.

Wie aber niemand Mich irgendwie erhöhen kann, kann und wird Mich niemals jemand erniedrigen können. Denn je mehr jemand immer Mich zu erniedrigen trachtet und trachten wird, desto mehr verurteilt und verwirft er sich selbst. Denn nur die Finsternis der Lüge, Bosheit und Tücke trachtet, Mir die ewige Wahrheit, das wahre Licht und das wahre ewige Leben abzusprechen im Sinne und Geiste dessen, der durch seine „Propheten“ sich gebärdend, als sei er Gott, die Menschen durch dieselben seine Propheten dahin führen läßt, sie seien nichts als Staub und Erde, würden wiederum nichts sonst als Staub und Erde werden und dürften zur Erkenntnis des Guten und Bösen nicht gelangen. Er sperrt ihnen auch – in Widerspruch zu alledem – den Weg zum Baume des ewigen Lebens ab, damit ihnen die Wahrheit des ewigen Lebens verschlossen bleibe.

ICH bin gekommen und lehre die Menschen, daß sie nicht Staub und Erde, sondern – als Seele und Geist – eines ewigen Seins sind, das Leben in der wahren, für sie geschaffenen Welt Meines Reiches empfangen haben, was auch der von Mir für sie geschaffene Anfang war, daß sie Äonen von Zeiten in der wahren Welt Meines Reiches selig und friedlich schaffend waren, dann aber, durch die Großsprechereien des wider Mich sich gewendeten Großtuers und seiner Scharen neugierig gemacht, dem zum Satan gewordenen Widersacher in großen Scharen nachgezogen sind.

ICH lehre sie, daß sie in der weltenlosen Leere der Tiefen außerhalb Meines Reiches gestorben, zur Unscheinbarkeit eines bloßen seelisch-geistig-lebendigen Samens geworden sind und als solcher in das Reich der Erde des von Mir geschaffenen Alls dieser Welt gelangen, um da, mit irdischem Leibe angetan, das Gute und das Böse zu erkennen und, indem sie einander Gutes tun, den Weg durch das Jenseits in Mein Reich wieder zu finden.

ICH bin gekommen, auf daß die Menschheit und vor allem dieses verkehrte Volk nicht in der Finsternis der Lüge und des Todes, sondern im Lichte des Lebens wandle und durch Mein Wort zur wahren Gott- und Selbsterkenntnis gelange, zum Heile des wahren ewigen Lebens.

ICH bin die ewige Wahrheit, bin niemals in der Finsternis gewesen und habe deshalb auch niemals gesagt: „Es werde Licht!“ Denn Ich bin das wahre Licht! Und niemals habe Ich Meine Hand zum Himmel erhoben, um zu beteuern, daß Ich ewiglich lebe, da Ich das wahre ewige Leben bin! Also bedarf Ich weder als CHRISTUS, die ewige Wahrheit, noch als der Mensch CHRISTUS irgendwelcher Verteidiger, Verfechter, Kämpfer, sondern die Menschen bedürfen friedlicher Träger und Prediger Meines Wesens, Geistes, Lebens, Namens, Wortes und Meiner Werke zu ihrem zeitlichen und ewigen Heile.

Mich kann niemand erhöhen, so er in Mir die ewige Wahrheit, den allein wahren Gott erfühlt und erkennt – und Mich kann niemand erniedrigen, so er an Mir den bloßen Menschen CHRISTUS sieht, da Ich als Mensch da bin und jedermann sich sagen und eingestehen muß, daß so ein Mensch wie Ich nie zuvor da war und auch künftig nicht kommen wird, solange die Erde bestehen wird.

Niemals habe Ich irgendwen gezwungen, an Mich und Mein Wort zu glauben, und auch ihr dürfet niemand jemals zwingen, an Mich und Mein Wort zu glauben, da sich keine Seele erkenntnisfähigen Geistes zum Glauben zwingen läßt. Wohl kann durch allerlei irdische Gewaltmittel so mancher, ja es können ganze Scharen gezwungen werden zu sagen „ich glaube“ oder „wir glauben“; im Herzen aber und in der Tiefe der Seele glauben sie doch nicht und bekennen dieses, sobald die Gewalt an Kraft einbüßt und sie von ihr nichts mehr zu befürchten haben.

Es haben viele, viele Menschen Mich gesehen, Mein Wort gehört, Meine Werke geschaut, ja viele von diesen an sich selbst erlebt – und also sind manche gläubig geworden, viele dagegen aber nicht; Ich aber richte weder die Gläubigen noch die Ungläubigen, weil ein jeglicher kraft seines eigenen freien Willens sich selbst richtet, und daher ist Mein Gericht gerecht, weil Ich niemanden richte. Denn Ich bin nicht gekommen zu richten, sondern in dieser Welt alle selig zu machen, die guten Willens sind. Wer nicht guten Willens ist, der ist schon gerichtet; denn wo kein guter Wille des Geistes, dort ist die Seele finster, voll des Unfriedens, und wo kein Friede, dort kann auch keine Seligkeit einziehen.

ICH zwinge niemanden, sondern lade alle ein, zu Mir zu kommen, auf daß sie in der wahren Erkenntnis Meiner und ihrer selbst selig werden, schon hier auf Erden und unendlich mehr noch im wahren ewigen Leben. Wer immer also zu Mir kommt und sich an Mich wendet, den nehme Ich als Mein Kind auf; zwingen aber kann Ich niemanden, weil sich kein erkenntnisfähiger Geist zwingen läßt zu dem, was er nicht annehmen will, und weil der Zwang Heuchler aufzieht, die alsogleich ihrer wirklichen Gesinnung freien Lauf lassen, sobald der Zwang erlahmt.

Sehet euch dieses verkehrte Volk, seinen Gott und die Satzungen seiner Schrift an! Kein anderes Volk der Erde kennt solche Todesdrohungen, solche Flüche, solche Bündnisse, solche Racheschwüre, Drohungen und Plagen, Seuchen, Krankheiten, Verderben, Vernichtung einerseits und Verheißungen aller irdischen Macht und Herrlichkeit auf Kosten aller anderen Völker anderseits als gerade dieses verkehrte Volk.

Trotz solcher Verheißungen und trotz der fürchterlichen Flüche und Drohungen berichtet dieselbe Schrift, wie oft und immer wieder das Volk ungeachtet all der Drohungen und Flüche wie auch der Zwangsmittel der Oberen, ja wie oft diese Oberen selbst sich zu irgend einer anderen Gottheit gewendet haben, worauf ihr „Gott“ – schon durch Mose und dann durch andere seiner Propheten – seinen grimmigen Zorn unter neuen Drohungen und Flüchen verkündet: Wer den Göttern opfert und nicht dem Herrn allein, der sei verbannt und getötet! Der Priester soll das Blut auf den Altar des Herrn gießen und das Fett zum lieblichen Wohlgeruche des Herrn verbrennen – und nicht den Feldteufeln opfern!. Siehe, sie opfern den Teufeln, und nicht allein mir, ihrem Gott!

Nun aber das Volk und gelegentlich auch seine Oberen, nicht zuletzt auch Salomon, sahen, daß das Wesen der Opfer dasselbe ist, war es ihnen ganz gleich, wem sie solche darbringen, denn sie wollten es sich auch mit den anderen „Göttern“ nicht verderben.

Des weiteren sprach der Herr zu den Seinen: Gehet und prediget den Menschen! Kraft der Menschwerdung Gottes in CHRISTO ist euch auch das Reich des Himmels nahegekommen. Kraft der willigen Beobachtung des Geistes Seines Wortes und seiner Werke gelanget ihr zur Erkenntnis, daß allein Er die ewige Wahrheit, das Licht, der Weg und das wahre ewige Leben ist, Gott!

Kraft dieser Gotterkenntnis und der Beobachtung des Geistes Seines Wortes bauet ihr das Himmelreich, das euch schon auf Erden so nahe gekommen ist; denn die Werktätigkeit in Seinem Geiste baut das höchste Gut des Himmelreiches – die Seligkeit des inneren Friedens, an welchem jegliche fremde Bosheit machtlos stehen bleiben muß!

Gehet aber vorerst nicht zu jenen, die da von den Juden „Heiden“ genannt werden, sondern prediget Mein Wort erst den zum Zeichen des „ewigen Bundes“ mit dem bösen Geiste beschnittenen Hebräern, die sich Juda und einem ihrer Väter nach auch Israel, „Gottüberwinder“, nennen. Diesen, dem wahren ewigen Leben Verlorenen predigt Meine Menschwerdung, Mein Wort und Meine Werke, auf daß vorerst die kraft des Zeichens der Beschneidung dem bösen Geiste Verbundenen die Wahrheit so hören und wieder hören, wie Ich Selbst sie ihnen durch Mein Wort und Meine Werke gegeben habe.

Das, was diese Menschen Mir, Meinem Worte und Meinen Werken im Geiste ihres Gottes getan haben und was sie in demselben Satansgeiste tun, werden sie auch euch auszukosten trachten lassen. Sie werden euch in ihren Synagogen schlagen und geißeln, werden euch denen, die sie selbst als „nichtbeschnittene Fremdlinge“ hassen, überantworten, euch vor Statthalter und Könige schleppen um Meinetwillen und um der ewigen Wahrheit, die Ich bin.

Wie sie Mich wegen „Lästerung“ ihres Gottes, von welchem Ich in der Wahrheit sage, daß er der Satan, ein Seelen- und Menschenmörder vom Anfange an, ein Lügner aus eigenem und ein Vater der Lüge ist – wie sie Mich mit der Blut- und Rachegier dieses ihres Gottes hassen, so werden sie auch euch vor die Gerichtshöfe der von ihnen gehaßten „Fremdlinge“ schleppen und euch da heimtückisch der Lästerung der Götter dieser Fremden anklagen, damit diese, irregeführt, „das Wort der Wahrheit“ rächen, welches allein dem Wesen und dem Geiste des Hebräergottes gilt.

Alles das aber geschieht ihnen selbst und den Heiden zum Zeugnis und zur unaufhaltsam kommenden Erkenntnis, die aber von den Beschnittenen gewaltsam der eigenen und der Gier des bösen Geistes, der ihr Gott ist, untergeordnet und in der Finsternis der eigenen Seele gedrosselt wird. Ihnen hat der Fürst dieser Welt durch die Väter und durch die Propheten alles irdische Gut verheißen, so sie ihm zu Willen sind. Weil er sie vom Anfange kennt, hat er sie von allen Völkern der Erde auserwählt und sie mit ihrem Willen dahin gebracht, sich so zu zeichnen, daß sie auch leiblich von allen anderen unterschiedlich bleiben – als sein Eigentum.

Weil aber das schamlose Zeichen im Verlaufe der Zeiten auch vielen Fremdlingen gewaltsam aufgenötigt wurde und diese seelisch-geistig nicht das Eigentum des Fürsten dieser Welt, sondern arme, an den Satansgeist dieses Volkes gebundene und gewöhnte Gefangene sind, sollen vorerst diese dem Verderben entrissen und aus der Finsternis gerettet werden, was den unstillbaren Haß der Satansknechte zum Überlaufen bringt.

Sie wissen, daß das geschriebene Wort weiter dringt und nachhaltiger als das gesprochene wirken kann, so es weitergetragen und ausgebreitet wird; und weil sie es wissen, werden sie dem geschriebenen Worte der Wahrheit gerade so nachstellen, wie sie es Mir getan und wie sie es euch tun werden. Wie sie aber trotz des Beistandes und trotz der verzweifelten Anstrengungen des bösen Geistes und dessen Anhanges und trotz des eigenen rache- und haßerfüllten Zutuns das Geschehen nicht ungeschehen machen und niemanden – von Meinem Wesen erst gar nicht gesprochen – vernichten können, wird es ihnen auch niemals gelingen, das geschriebene Wort der Wahrheit gänzlich zu vernichten.

Bald wird es ihnen klar werden, und sie werden trachten, das Geschriebene so zu entstellen und so zu verdrehen, als wäre es ein Geist ihres Geistes, vom Geiste jenes Wesens der Finsternis ausgehend, mit dem sie den Bund der Beschneidung um die Verheißung der Güter dieser Erde eingegangen sind.

Sie werden trachten, dem geschriebenen Worte der Wahrheit ihre eigene Schrift voranzustellen, damit das Licht der Wahrheit beschattet werde, die Finsternis auch weiter als Licht gelte. Und weil in einem so geschaffenen Zwielicht niemand mehr aus eigenem feststellen wird können, wo die Finsternis aufhört und wo das Licht zu strahlen anfängt, und da neben den Verheißungen irdischen Wohlergehens, irdischer Machtgewalt, Herrschaft und Ansehen auch das ewige Leben und das Himmelreich verheißen wird, werden sich bald große Scharen bald finden, die an einem solchen Geiste Gefallen finden werden; und sie werden erklären, daß allein dieses Gemisch, allein diese satanische Verflechtung von Wahrheit und Lüge die Erkenntnis der Wahrheit sei.

Alles das wird kommen; denn auch Mein Wort soll dem Samen gleichen, welcher, um Frucht zu bringen, selbst vorerst scheinbar absterben muß! Seid aber deshalb nicht traurig und nicht verzagt, da wiedermals die Zeit kommen wird, wo ihr selbst Mein Wesen und das Wort der Wahrheit verkünden werdet aufs neue, nicht im irdischen Leibe, sondern vom Geist zum Geiste durch den Geist eines zum gegebenen Zeitpunkte dazu geborenen Menschen.

Viele werden verführt werden, euch aber wird niemand verführen können. Ihr werdet viele der wahren Erkenntnis, durch diese Mir und durch Mich dem wahren ewigen Leben zuführen und viele gewinnen zu Ihrem eigenen Heile, und durch sie zu vieler anderer ewigem Heile! Trachtet aber, daß die Erkenntnis der ewigen Wahrheit und das ihr eigene Licht in jenen, die ihr gewonnen habt, durch das Beispiel eurer Werktätigkeit lebendig erhalten bleibe, daß es nicht abflaue und sie dann leichter verführt werden können gleich jenen, die zur Erkenntnis der ewigen Wahrheit überhaupt nicht gekommen sind.

ICH habe Mir euch erwählt und euch habe Ich in diese Welt gesandt, damit ihr mit Mir da seid und nach Mir die notwendige Zeitspanne dableibet. ICH kenne euch vor und seit dem Anfange, der durch Mich ist; und weil Ich euch kenne, deshalb habe Ich Mir euch erwählt, und deshalb sende Ich euch, weil ihr die Meinen seid in der Wahrheit!

Ihr werdet Mich, Mein Wesen, Meinen Geist, Meinen Namen und Mein Wort unter die Völker tragen, und viele werden durch euch des Lichtes der ewigen Wahrheit und des wahren ewigen Lebens teilhaftig werden. Bald aber werden Scharen derer aufstehen, die des finsteren und bösen Widersachers der ewigen Wahrheit ergebene Knechte und Sklaven sind; und um viele leichter verderben zu können, werden sie behaupten, daß auch sie in Meinem Namen kommen und auch von euch gesandt worden seien.

Diese Knechte und Sklaven des Geistes höllischer Finsternis werden falsche Propheten-Betrüger-Lügner mitführen, die Kinder des Lichtes anlocken und sprechen: „Kommet her, sehet und höret! Hier, durch diesen Propheten oder diese Prophetin spricht der ‘Geist aller Weisheit’ über Christus!“

Aber auch: „Christus selbst spricht durch jenen Propheten zu uns und mit uns!“ – „Kommt hin in jenes Haus, dort spricht er mit uns, in jener Stube, in jener Kammer!“ – Der Geist aller Weisheit bestätigt, daß Christus in das Fleisch der Erde gekommen ist, gesandt und Christus bestätigt die Weisheit des von ihm also sprechenden Geistes! Komm also mit und siehe die Wunderzeichen, die da neben der Offenbarung des Geistes aller Weisheit in der Kammer zu schauen und zu hören sind! Komm, komm und höre dort, was deine eigenen Verstorbenen dir sagen, wie sie den Geist der Weisheit preisen, was sie von Christus wissen und wie der Geist selbst Christus bestätigt, nicht nur in der Kammer, sondern auch auf dem Felde, in jenem Garten, dort in der Wüste – komm also, komm!

ICH sage euch, daß es geschehen wird; denn bedenket, daß es zum Zeugnis und zur Erkenntnis geschehen wird für spätere Zeiten und für die Ewigkeit!

Auch der gute Same, soll er vielfache und gute Frucht bringen, muß vorerst scheinbar selbst absterben. Und so wird es auch sein mit Meinem Worte, mit Meinem Namen und mit euch.

Sehet, Ich bin von den Juden gekreuzigt worden, Ich bin am Kreuze gestorben, begraben, aber auferstanden, Ich lebe und lehre, wirke weiter und gehe in Mein Reich.

Und so wie Ich auferstanden bin, so wird die Zeit kommen, daß auch Mein Wort durch euch, durch euer Wirken und durch euer Zutun auferstehen wird! Und die Zeit wird kommen!

Dazu werde Ich euch den Menschen senden, durch den ihr Mich verkünden werdet in der Wahrheit, die allein Ich ewiglich bin.

Da werdet ihr längst schon in Meinem Reiche sein, werdet von Meinem Reiche aus in den Welten des Jenseits wirken. Und ist dann Gemeinsame Welt, die Ich jeweilig zu den Gedenktagen Meiner Menschwerdung, Meiner Selbstaufopferung, der Sendung des heiligen Geistes und auf Wunsch Meiner lieben Mutter auch zu den Gedenktagen aller verstorbenen Menschen schaffen werde – und dann, dann werdet ihr Mich wiedermals verkünden.

ICH werde euch den Menschen senden und er wird euch Trost sein und auch Freude. Ihr werdet Freude an ihm haben, denn er wird allen euren Weisungen willig folgen. Er wird nicht aus sich selbst reden, sondern das, was ihr durch ihn reden werdet und ihm zu schreiben ansagen werdet.

Von den Meinen, die ihr seid, wird er nehmen, Mich wird er verkünden und Mich wird er verherrlichen in der Wahrheit, die Ich allein ewiglich bin. Die Zeit wird kommen!

Noch ein Gebot gebe Ich euch. ICH gebiete nichts, sondern lasse es jedem, seinem eigenen freien Willen, ob und wie er will.

Allein, für euch, die ihr Zeugnis der Wahrheit geben sollt, die ihr allen anderen Vorbild sein sollt, euch sage Ich:

Liebet euch untereinander, wie Ich euch liebe. Niemand aber hat größere Liebe als derjenige, der sein irdisches Leben freudig hingibt für das Wohl der Seinen!

Ich hätte euch noch vieles zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen. ICH gehe, aber Ich werde euch nicht als Waisen lassen; Ich sende und gebe euch den Geist der Wahrheit, weil Ich Selbst komme und bei euch bleibe, wenn Ich in Mein Reich gegangen bin. Wenn er kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch der Wahrheit erinnern, weil er von meinem nehmen und in euch leben wird!

Ihr, die ihr Meine Jünger seid, Mich gesehen und gehört habt und Mir nachgefolgt seid, werdet zeugen von Mir; die Welt aber wird eurem Zeugnisse nachstellen und sie werden den Fürsten dieser Welt, der schon gerichtet ist, über Mich erheben, auf daß er auch weiter der „Gott“ dieser Welt bleibe.

Seid aber nicht traurig! Der Retter und der Tröster wird kommen und von Mir zeugen durch euch, weil er von euch, von den Meinen nehmen wird – und der Geist der Wahrheit wird die Welt der Sünde überführen, daß sie nicht glaubte an Mich!

ICH habe euch gesagt, wer Ich bin, und sage euch nochmals, daß Ich, der Vater des Lebens und der Geist der Wahrheit Eins sind in Mir, weil Ich im Vater bin, Er in Mir und der Geist der Wahrheit Mein Geist ist. Wer Mich sieht, der sieht den Vater und wer Mich hört, der hört das Wort der Wahrheit – das Wort Gottes!

Kein Mensch hat Gott gesehen bis jetzt; ihr aber, und viele mit euch, ihr habt Ihn gesehen, und ihr sehet Ihn, weil ihr Mich sehet. ICH gab euch Mein Wort, und Mein Wort ist das wahre, ewige Leben, welches durch dasselbe Mein Wort aus Gott ist, denn das Wort „Gott“ war ewiglich, vor jeglichem Anfange, in Mir Selbst.

Betet ihr, so sprechet ihr mit Gott, mit Mir! Wollt ihr aber mit Mir im Geiste wahrhaft sprechen, macht nicht wie die Juden und anderen Heiden viele Worte, sondern in der wahren Erkenntnis, daß Ich allem Geiste das Leben gegeben habe, daß ich daher der Vater all des lebendigen Wesens der Seele und des Geistes bin und in der Erkenntnis, daß ich die ewige Wahrheit bin, sprechet:

Vater unser, der Du Mensch geworden und zu uns gekommen bist, Der Du im Himmel, auf Erden und kraft Deines Geistes in allen Deinen Werken wohnst, geheiligt sei Dein Name CHRISTUS!

Gib, daß durch die Erkenntnis und durch das Wandeln in Deinem heiligen Geiste der Wahrheit Dein Reich zu uns komme, und Dein Wille geschehe, wie im Himmel, also auch auf Erden.

Gib uns heute unser tägliches Brot, – vergib uns also, wie auch wir Menschen einander vergeben, und bewahre uns vor Versuchung und vor allem Übel!

So ihr beten wollt, betet in solchen Worten und in diesem Meinen Geiste!

Wehe den Menschen, wenn Ich also zu vergeben fähig und bereit wäre, wie sie es tun! Ihr aber lehret sie diese Zwiesprache zwischen Mir und ihnen, damit sie der Vergebung in diesen Worten stets erinnert bleiben und wahrhaft zu vergeben lernen; denn eine Wahrheit ohne Vergebung ist eine Wahrheit ohne Güte, ohne Liebe, ohne Erbarmung, ohne Gerechtigkeit und ohne Selbstaufopferung – und eine solche Wahrheit ist keine Wahrheit, sondern Heuchelei der Lüge.

ICH aber werde dieselbe ewige Wahrheit und Vergebung auch denjenigen sein, die dieses Gebet hersagend, sich in der Nichtvergebung selbst ihr eigenes Urteil sprechen werden, denn so sie diese Worte sprechen, im Herzen aber verstockt bleiben, ohne Vergebung, wird ihre eigene Verstocktheit ihr Richter sein, der gerade so verstockt, keine Güte, keine Liebe, kein Erbarmen und keine Selbstaufopferung, gleich den Verstockten, aufbringend ein grausamer Richter ist, der in eigener Lüge aufgehend, seine selbst dahinstrebenden Opfer dem Abgrunde der Bosheit und der Finsternis zutreibt.

So gehet hin, lehret alle Völker, was Ich euch gelehret habe, und so ihr es tut, bleibe Ich bei euch alle Tage, bis an das Ende dieser Welt! Gehet in Meinem Namen und lehret sie alles halten, was Ich euch geboten habe, und so sie dies tun wollen, dann taufet sie Im Namen Gottes, Der da ist JESUS CHRISTUS, im heiligen Geiste der Wahrheit!


Anhang

Anmerkungen:

1)Der Begriff „Volk“ (lateinisch „gens“ oder „tribus“, griechisch "ethnos") bedeutet eine Volksgruppe oder einen Volksstamm, deren Angehörige auf Grund ihrer Herkunft und Blutsverwandschaft eine territorial geschlossene Gemeinschaft bilden. Der Begriff „Nation“ (lateinisch: „populus“, griechisch: "demos") steht nach heutigem Sprachgebrauch für die Staatsnation, eine vorwiegend auf politischem Willen und politischem Interesse begründete Gemeinschaft; als Beispiel mag das „römische Volk“ („populus Romanus“) dienen, das sich aus Bürgern unterschiedlichster Herkunft, Volkszugehörigkeit und sozialer Stellung zusammensetzte.

2) Siehe 1. Mose 14,13-16: Es handelt sich um den König von Elam, der mit seinen Verbündeten zunächst die Könige von Sodom und Gomorrha samt deren Verbündeten im Siddim-Tal besiegt hat, wobei auch Abrams Neffe Lot in Gefangenschaft geraten ist; Abram griff jedoch Kedor-Laomor an und nahm ihm die Gefangenen und die Beute ab.

3) Siehe die Formulierung bei Luther (3. Mose 1,13): „Aber das Eingeweide und die Schenkel soll man mit Wasser waschen. Und der Priester soll es alles opfern und anzünden auf dem Altar zum Brandopfer. Das ist ein Feuer zum süßen Geruch des Herrn“. – Zur Zeit Salomos stand ein Brandopferalter vor dem „heiligen Zelt“ auf der Kulthöhe von Gibeon, ca. 12 km nordwestlich von Jerusalem (2. Chronik, Kapitel 1,3). Die Juden opferten zur Zeit Christi noch bei den von Salomo errichteten Altären des Moloch und Nehustan, der „erhöhten Schlange“, im Tale Hinnom unmittelbar südwestlich von Jerusalem. Dort erlitt z.B. Maria aus Magdala mit anderen Christianern den Märtyrertod. Dieser Ort wurde auch „Tal der Hölle“ genannt. - Zu den einzelnen Vorschriften über die Blut-, Brand-, Speise- und Sündopfer siehe 3. Buch Mose 1. - 7. Kapitel. Der Ausdruck „lieblicher Wohlgeruch“ findet sich auch bei Jesaja 11,3.

4) Das Schimpfwort Mamzer bedeutet „Hurensohn“.

Quelle

Causa Nostra

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