Ilu-Marduk: Unterschied zwischen den Versionen

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1.1. So sendet der Herr Marduk, der Beschützer Babylons, Botschaft des Wissens zu den Menschen; damit sie erkennen und reifen.
 
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2.3 denn vor dem gab es keine Zeit, und vor dem gab es keinen Raum.
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Damit aber möglich werde, was ermöglicht werden sollte nach Bestimmung des ewigen Reigens, schuf IL Zeitlauf und Räumlichkeit.
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2.4 Denn so nur konnte ja zur Entfaltung gelangen, was ohne Zeit und ohne Raum sich nicht finden könnte.
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2.5 Es waren aber alle Wesen bereits da vorhanden aus dem Kreislauf des ewigen Reigens; keines von ihnen ist eine Schöpfung der Gottheit - Gott fand alles dies vielmehr vor, als Bewusstheit in die Gottheit Einzug hielt.
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2.6 Also hat aus dem Reigen des ewigen Kreislaufs alles schließlich sich selbst erschaffen.
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2.7 [[Gott IL|Gott]] formte jedoch, was er vorfand; und fast alle leblosen Dinge erschuf er durch [[Iluhe|Ilus Kräfte]].
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2.8 Daher sind also die Menschenwesen erfüllt von der Lebenskraft, welche von [[Gott IL|IL]] gekommen und in sie eingezogen ist - unsterblich sind sie, gleich ihm,
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2.11 Wie der Bergbewohner andere, gemäßere, Kleider anlegt, wenn er in die Wüste hinauszieht, so wechselt das Menschenwesen sein Körperkleid, wenn es von der Erdenwelt in eine jenseitige Welt wandert.
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2.12 Deshalb sprechen die Bewohner Babyloniens vom Sterben, nie aber vom Tod; denn tot ist ein Stein, tot ist der Sand - niemals aber ein Mensch.
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Version vom 10. November 2019, 20:14 Uhr

Als einer der Großengel Mittelreich, war Marduk einer der Beschirmer Babylons und hat sich den Tapferen jener Zeit auch mitgeteilt.

Text

Kapitel 1

1.1. So sendet der Herr Marduk, der Beschützer Babylons, Botschaft des Wissens zu den Menschen; damit sie erkennen und reifen.

1.2 Es gibt nur ein Gesetz das da herrscht in allen Weltenräumen und nur einen Willen, der dieses Gesetz ist;

1.3 dies ist der Kern der allschaffenden Gottheit, die vor allem war, was ist; die war, noch ehe sie selbst sich kannte im Lichte der Kräfte Ilu.

1.4 Aus des ewigen Ursprungs Kreislauf entstammt alles, in ihn mündet alles zurück.

1.5 Nicht gibt es ein Ende noch einen Anfang; in sich geschlossen ist der Strom der namenlosen Ewigkeit.

1.6 Denn was einst Anfang war der unermesslichen Gottheit, ist zugleich Ende - weil so der Kreislauf sich schließt.

1.7 Die Gottheit überschaut alles zugleich: Ende und Anfang und alles dazwischen. Und weil dies so ist, hat das Namenlose seinen Namen erkannt, hat das Sinnlose gefunden seinen Sinn aus sich selbst:

1.8 So wurde der göttliche Wille bewusst, wurde Wesen.

1.9 Und alles, was lebt, war stets und ist ewigen Seins.

1.10 Und alles, was ist, ist stoffgewordene Gottheit(1), durchdrungen ist alles vom göttlichen Licht; alles was lebt, lebt aus göttlicher Kraft und durch göttlichen Willen.

1.11 So ist alles Sein Gott und Gott ist alles Sein;

1.12 und Gott - Allschöpfermacht aus dem Ilu - ist die alles speisende Quelle. Alles Lebendige trank von ihrem Wasser.


(01) ähnlich Meister Eckart!


Kapitel 2

2.1 So sendet Marduk, der Herr Babylons, Botschaft, zu belehren die Menschen:

2.2 Den Menschenwesen, den Igigi(01) und den Anunaki, aber auch den Tieren und den Pflanzengewächsen, geschah aller Anfang erst, nachdem die Gottheit(02) das Chaos zerstreut hatte und hatte geordnet;

2.3 denn vor dem gab es keine Zeit, und vor dem gab es keinen Raum. Damit aber möglich werde, was ermöglicht werden sollte nach Bestimmung des ewigen Reigens, schuf IL Zeitlauf und Räumlichkeit.

2.4 Denn so nur konnte ja zur Entfaltung gelangen, was ohne Zeit und ohne Raum sich nicht finden könnte.

2.5 Es waren aber alle Wesen bereits da vorhanden aus dem Kreislauf des ewigen Reigens; keines von ihnen ist eine Schöpfung der Gottheit - Gott fand alles dies vielmehr vor, als Bewusstheit in die Gottheit Einzug hielt.

2.6 Also hat aus dem Reigen des ewigen Kreislaufs alles schließlich sich selbst erschaffen.

2.7 Gott formte jedoch, was er vorfand; und fast alle leblosen Dinge erschuf er durch Ilus Kräfte.

2.8 Daher sind also die Menschenwesen erfüllt von der Lebenskraft, welche von IL gekommen und in sie eingezogen ist - unsterblich sind sie, gleich ihm,

2.9 was sterblich erscheint, ist bloß Täuschung, da Erdenwesen nicht sehen das Übergehen von dieser in die nächste Welt.

2.10 Das ewige Wesen ist innerlicher Art, während das Äußerliche dem Kleide gleicht, das der Wanderer wechselt.

2.11 Wie der Bergbewohner andere, gemäßere, Kleider anlegt, wenn er in die Wüste hinauszieht, so wechselt das Menschenwesen sein Körperkleid, wenn es von der Erdenwelt in eine jenseitige Welt wandert.

2.12 Deshalb sprechen die Bewohner Babyloniens vom Sterben, nie aber vom Tod; denn tot ist ein Stein, tot ist der Sand - niemals aber ein Mensch.

(01) entspricht Ingi / Engel